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Kundenrezensionen

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am 28. Oktober 2002
Gewohnt gut lesbar, wie alle Bücher von Harald Haarmann, ist dieses kleine Buch zur Geschichte der Schrift.
Es ist zum Einstieg ins Thema sehr kompakt und übersichtlich; nach der Lektüre kann man mit größeren Werken wie Haarmanns "Universalgeschichte der Schrift" oder Werken von Coulmas, Bright und anderen sicherlich besser umgehen.
Allerdings gibt es im Bereich der chinesischen/japanischen Schrift einige Schwächen. So ist Haarmann einer der in letzter Zeit weniger gewordenen Linguisten, die die "enge" Defintion von Schrift als einem System zur Wiedergabe von gesprochener Sprache lieber ausgeweitet sehen auf auf die "sprachunabhängige Ideenwelt"; zudem wechselt er munter zwischen den Bezeichnungen logographisch und ideographisch hin und her (was die ohnehin schon komplizierte Diskussion um diese Begriffe nicht einfacher macht) und kann auch nicht ganz umhin, im Unterton erkennen zu lassen, daß eine Zeichenmenge von mehreren Tausend Schriftzeichen eher unhandlich ist und eine Lateinumschrift nach Pinyin oder dem vietnamesischen System praktischer - und damit besser - wäre. Eine solche Wertung gehört meiner Meinung nach in ein kurzes Überblickswerk zu den Schriftsystemen der Welt nicht hinein.
In der Literaturliste fehlen leider "Klassiker" wie Gelb, Diringer und Sampson und auch bekannte Handbücher wie das von Coulmas oder Daniels/Bright.
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am 23. Oktober 2002
Der renommierte Sprachwissenschaftler Harald Haarmann gibt mit seiner "Geschichte der Schrift" eine kurze, gut lesbare Übersicht über den Stand der Forschung. Verständlich, kompakt und unterhaltsam nimmt er uns Laien auf eine Reise durch die Geschichte der Schrift seit ihrem Anfang, durch alle Kulturräume hinweg. Dabei kommt einiges zutage, was selbst Leser mit einiger Vorbildung überraschen dürfte. Die Aha-Erlebnis-Dichte ist durchgehend ziemlich hoch: Wer weiß schon, daß die erste nachweisbare Schrift vor 7500 Jahren auf dem Balkan erfunden wurde, lange vor den ägpytischen Hieroglyphen oder der sumerischen Keilschrift? Oder wie der lange Weg von den Bilderschriften zum phönizischen Alphabet verlief, von dem fast alle heutigen Schriften abstammen?
Erschienen ist der Band bei C. H. Beck in der Reihe "Wissen", die zu vielen historischen Themen gute und preiswerte Übersichten bietet. Ungewöhnlich groß ist die Zahl der Illustrationen und Tabellen - kein Wunder, die vielen exotischen Schriften dürften in kaum einem Standard-Satzprogramm zu finden sein.
Geschichte ist mehr als das Verschieben farbiger Flecke auf Landkarten, die durch grausige Kriege und religiöse Verfolgungen verursacht werden: Haarmann beschreibt, wie eine der grundlegendsten Kulturtechniken im Laufe der Zeit entwickelt und über staatliche, kulturelle und ideologische Grenzen hinweg weitergegeben wurde. Und weil der Autor so viel Ungehörtes und Unbekanntes liefert, ohne sich im Kleinklein zu verlieren, bleibt es dabei durchgehend spannend.
Schrift-Geschichte als Leseabenteuer: Daß auch Sachbücher über ausgefallenere Themen spannend und unterhaltsam sein können, wenn ein Fachmann die Begeisterung für sein Gebiet zu vermitteln weiß, beweist Haarmann aufs Vortrefflich- und -bildlichste.
Wer also ein paar Euros über hat und neugierig geworden ist, wird die Anschaffung nicht bereuen - und wer danach noch nicht genug hat, findet in der Bibliographie genügend Stoff zum Weiterschmökern.
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"Ex occidente lux....."
Bereits in der Einleitung des 128seitigen Büchleins wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass die erste Schrift nicht von einer altorientalischen Kultur, sondern schon um 6500 v. Chr. im Megalithzeitalter von der "Donauzivilisation" entwickelt wurde. Die ältesten Zeugnisse sind die Tontafeln von Tartaria in Transsylvanien (5300 v. Chr.). Das ursprünglich für religiöse Zwecke bestimmte Medium (Schriftmagie) sollte in der später entstandenen Schrift Linear A und der bis heute nicht entzifferten Zeichen des Diskus von Phaistos im Kulturkreis des minoischen Kreta und der Kykladen fortwirken.
Davon unabhängig entstanden auch in Mesopotamien und an der Flussoase des Nils weitere Schriftsysteme. Während jedoch die um 2700 v. Chr. von den Sumerern erfundene, revolutionäre Keilschrift von den benachbarten Völkern adaptiert wurde, verblieben die Hieroglyphen Ägyptens in ihrer ursprünglichen Kultur oder gerieten wie diejenigen der Luwier Altanatoliens in Vergessenheit.
In 7 Kapiteln wird neben den voralphabetischen Schriften die historische Abstrahierung vom Wort hin zum Laut nachvollzogen. Aus der Autonomie der Schrift gegenüber der gesprochen Sprache entwickelte sich auch das Verhältnis von Sprachstruktur zur Schriftart (Bilder-, Silben-, Alphabet- und hybride Schriften die verschiedene Elemente aufweisen). So wurden manchmal auch verschiedene Schriften für die selbe Sprache verwendet. Eine besondere Herausforderung an die Schrift stellen "Tonemen" (Tonhöhenunterschiede) dar, das allem Vietnamesische und die Sprachen Chinas vorweisen.
Nach der Vorstellung der verschiedenen Schreibtechniken und der Schriftträger von der Tontafel bis zum elektronischen Datenträger folgt (beginnend bei der Sinaischrift) folgt die Geschichte des Alphabetes, die als zweiteiliger Stammbaum in der vorderen (Vorderer Orient und Europa) und hinteren Umschlaginnenseite (Südasien) visualisiert wird. Während Weiterentwicklungen des Alphabets anhand synoptischer Übersichtstabellen deutlich gemacht werden, werden auch Affilationen und eigenständige Entwicklungen von Buchstaben, wie beispielsweise die armenischen und georgischen Schriften, sowie das Glagolitische Alphabet vorgestellt.
Die Präzision der Lautwiedergabe wird besonders thematisiert. So hat sich z. B. die englische Schriftsprache trotz ihrer führenden Rolle im Zeitalter der Globalisierung mit ihren manchmal mittelalterlichen Schreibkonventionen, die im Vergleich zur heutigen Lautung wie kulturhistorischer Ballast anmuten, nicht angepasst. Auch wäre trotz etlicher diakritischer Zusatzzeichen, denen sich verschiedene, das lateinische Alphabet nutzende Idiome bedienen, Kyrillisch zur Wiedergabe der Lautstrukturen eurasischer Sprachen besser geeignet. Besonders Portugiesisch wäre mit Kyrillischer Schrift besser umzusetzen. Der Autor Haarmann stellt jedoch schließlich fest, dass es tatsächlich auf der Welt keine Schriftsprache gibt, die eine hundertprozentige eins-zu-eins Korrelation von Laut- und Schriftzeichen entwickelt hat.
Zum Abschluss bietet das sehr empfehlenswerte Büchlein noch einen Ausblick auf die "sekundäre Schriftlichkeit" der Wissensgesellschaft im Zeitalter der Informationstechnik, über deren digitale Funktionsweise sich schon der Philosoph und Multigelehrte Gottfried Wilhelm von Leibnitz (1646 - 1716) seine damals noch utopischen Gedanken machte.
5 Amazonsterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Mai 2016
....dass die Schrift in Transsylvanien erfunden wurde, um 4500 v Chr. Sie glauben das nicht? Dann lesen Sie die Bücher von Harald Haarmann. Dieser zieht eine Linie von der Sintflut am Schwarzen Meer zur Donauzivilisation in Rumänien und weiter zur Minoischen Kultur auf den Kykladen und Kreta. Die Minoische Linear A Schrift von Kreta ist immer noch unentziffert und verbirgt damit den Ursprung ihrer Entstehung. Dass das Alphabet von den Phöniziern erfunden wurde, setzt die Linie fort, denn die phönizische Kultur war der wahre Erbe der minoischen Kultur. Haarmanns Bücher durchzieht also ein genialer roter Faden, der von der Sintflut bis zur heutigen Schriftkultur reicht. Finde ich genial!
Dr. Rüdiger Opelt, Autor von "Die Legionen des Varus"
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am 27. März 2006
Wer sich mit Archäologie und den Wurzeln unserer Kultur befasst, muss sich eines Tages auch über den Ursprung der Schrift Kenntnis verschaffen. Vor uns liegt eine handliche Publikation, welche auf ideale Weise diesem Anliegen entspricht. Der Autor, bekannter Sprachwissenschaftler, versucht Antworten auf Fragen nach dem "wann" und "warum" des Schreibens zu vermitteln. Als wertvolle Bereicherung dürfte die Leserschaft den vierten Teil empfinden, in dem er Auskunft gibt über die Entwicklung von Schriftträgern und Schreibtechnik. Mit Überraschung werden wir vielleicht die Bedeutung des Donauraumes für den Ursprung der Schrift zur Kenntnis nehmen, weil wir diese Frage bisher stets mit Mesopotamien in Verbindung brachten.
Einige aussagekräftige Illustrationen, ein Register sowie ein nützliches Literaturverzeichnis, das uns die Tür zu einem vertieften Studium der Schriftgeschichte öffnet, runden das einem breiten Leserkreis zu empfehlende Taschenbuch ab.
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am 22. September 2004
Das bisher interessanteste und faszinierendste Buch aus der C.H.Beck Wissen-Reihe. Ein Rückblick in mehrere tausend Jahre menschlicher Kulturgeschichte. Ausgehend von ersten Schriftfunden in Südost-Europa (noch älter als die der Hochkulturen des vorderen Orients!) über Keilschrift, Hieroglyphen und Linear A/B wird die gesamte Geschichte menschlicher Schriftaktivitäten behandelt. Obwohl das Buch sehr dünn ist, wird man geradezu erschlagen von der schieren Zahl von Sprachen und Schriften, von denen man noch nie vorher etwas gehört hat. Und auch die Systematik der Schriftentwicklung kommt nicht zu kurz. So waren die ersten Schriften logographische Schriften, d.h. die Schrift orientierte sich nicht an den Lauten der Sprache, sondern an den Begriffen des Themenkomplexes, zu dessen Beherrschung sie geschaffen wurde, also z.B. für Kalender oder Verwaltungsaufgaben. Bis zu den phonographischen Schriften wie der lateinischen Schrift, in welchen die Schriftzeichen die Aufgabe haben, die Lautmenge der Sprache abzubilden, war es ein langer Weg in Etappen, der interessant aufgezeichnet wird.
Fasziniert vom Detailwissen des Autors, der jede Schrift der Erde und einen riesigen Haufen Sprachen zu kennen scheint, kann ich nur sagen: Ein tolles Buch.
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am 4. Dezember 2011
Mit seinem Werk zur Geschichte der Schrift ist Harald Haarmann ein kurzes, spannendes und gleichzeitig übersichtliches Werk gelungen.

Das Buch beginnt mit einer Überraschung, die nicht jedem bekannt sein dürfte: die älteste Schrift wurde weder in Mesopotamien noch in Ägypten entwickelt, sondern in bereits um 5500 v. Chr. in der südosteuropäischen Donaukultur. Diese Schrift wurde bisher nicht entziffert, aber Teile ihres Zeichenrepertoires wurden später in andere Kulturen Südosteuropas transferiert. Vermutlich handelt es sich um eine Bilderschrift.

Ein wichtiger Akzent des Buches liegt auf der Beschreibung des Überganges von der Bilderschrift zur phonetischen Schrift, die die gesprochene Sprache entweder in Form von Silben oder einzelnen Lauten wie bei der Alphabetschrift wiedergibt. Interessant dabei ist, dass bestimmte Sprachtypen den Gebrauch der eher konservativen Piktogramme (Bilderschrift ' ein Wort = ein Zeichen) begünstigen. So ist z.B. das Altsumerische eine agglutinierende Sprache. Hier fehlen die Flexionsendungen, die z.B. sämtlichen indoeuropäischen Sprachen zueigen sind. Das Sumerische hat aufgrund seiner Struktur im Verlaufe der Entwicklung der Keilschrift nie das Schlagwortprinzip aufgegeben. Eine Weiterentwicklung der Keilschrift zur Silbenschrift fand erst dann statt, als semitische und andere flektierende Sprachen in Keilschrift geschrieben wurden. Auch im heutigen Chinesisch hat sich das Piktogramm-Prinzip vor allem deshalb erhalten, weil auch diese agglutinierende Sprache ohne Flexionsendungen auskommt. Um diese wiederzugeben, wäre die Anwendung einer phonetischen Schrift erforderlich.

Interessant und überraschend ist auch der gewaltige Stammbaum, aus dem sich unsere, die lateinische, Schrift herleitet. Aus den Wurzeln einer nord-semitischen Schrift hat sich das Phönizische entwickelt. Die Phönizier haben als die großen Seefahrer und Händler des Altertums ihre Schrift über ein Gebiet von Spanien bis nach Vorderindien verbreitet. Aus der phönizischen Schrift entstanden nicht nur das lateinische und griechische sowie das kyrillische Alphabet, sondern auch die gänzlich anders aussehenden arabischen und hebräischen Buchstaben. Wenig bekannt ist, dass sich auch indische, birmanische und singhalesische, also sogar ostasiatische Schriftsysteme aus diesen Wurzeln erklären lassen.

Darüber hinaus berichtet Haarmann über zahlreiche interessante Entwicklungen von Schriftsystemen, die heute gänzlich ausgestorben sind. Z. B. gab es auch bei den mittelamerikanischen Mayas eine allmähliche Entwicklung von einer Bilderschrift zu einer Lautschrift. Die spanische Eroberung hat einem weiteren möglichen Fortschritt ein Ende gesetzt. Auch die frühen kretischen und ägäischen Bilderschriften Linear A und B wie zahlreiche weitere Schriften des Mittelmeerraumes sind ohne Nachfolger geblieben. Zu guter Letzt werden auch die materiellen Grundlagen der Schrift erläutert, nämlich die Materialien, auf denen geschrieben wurde und wird.

Abgerundet wird das Buch mit der Frage, ob es eine Schrift gibt die letztlich als Sieger hervorgehen wird. Die Antwort auf diese Frage will ich hier nicht vorwegnehmen, damit der Leser auch noch etwas zu lesen hat.
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am 31. März 2014
Zum Start in die Sprachwissenschaften ist dieses Werk ideal.
Es ist sehr kompakt und trotzdem lernt man über nahezu alle bekannten Schriften etwas kennen. Harald Haarmann scheint sich besonders für die Donauzivilisationen zu interessieren, denn dieses Interesse und die Bewunderung der Donaumenschen scheint immer wieder hindurch, stört aber weiterhin nicht.

Viel zu sagen gibt es wirklich nicht. Einfach kaufen und durchlesen, so wird man von der Keilschrift bis hin zu den heutigen Latainschriften geführt ohne das es einem langweilig wird. Aus meiner Sicht hätte das Buch auch 2 oder 3 mal so dick sein können ohne das es wirklich an Spannung verliert.
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am 6. Dezember 2014
Haarmann erläutert die Schriftansätze der alten Kulturen auf allen Kontinenten in einer unterhaltsamen leicht verständlichen Sprache. Er geht auf unterschiedliche Schriftträger und Abstraktionslösungen ein und zeigt den Siegeszug des Alphabetes auf. Während ich noch gelernt habe, dass die Hochkultur mit der Schrift aus dem Osten kam, weist Harrmann anschaulich die Bedeutung der Donaukultur als erste Hoch- und Schriftkultur nach, die ohne Städte auskam.
Zur Ergänzung sind weitere Titel von Harald Haarmann empfohlen: "Das Rätsel der Donauzivilisation" und das "Lexikon der untergegangenen Völker"
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am 21. Juni 2014
Dieses Buch hat mich begeistert, denn der Autor vermittelt dem unbedarften "Laien" in kurzen, klaren und verständlichen Sätzen die Grundlagen der Schrift deutlich. Es werden auch die, aus heutiger Sicht manchmal etwas chaotisch erscheinenden Verwirrungen klar und die Gründe, sowie die Absichten die dahinter standen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
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