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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 19. März 2011
Inhalt und Eindruck:
Heinz Häfner hat nach 'Das Rätsel Schizophrenie' ein weiteres Buch über die heterogene Erkrankung geschrieben, das allgemein verständlich ist und auch für Laien einen spannenden Einblick in die Schizophrenie bietet.

In 'Schizophrenie: Erkennen, Verstehen, Behandeln' geht der renommierte Schizophrenie-Forscher auf Grundlagen, historische Aspekte, Verlauf, Häufigkeit, Ursachen, Komorbiditäten, Hirnveränderungen, Früherkennung, Behandlung, Rehabilitation, Gewalttätigkeit, Kunst sowie Notsituationen ein und veranschaulicht die Erkrankung für diejenigen, die noch nie mit Patienten mit Schizophrenie zu tun hatten, mit Fallbeispielen. Das Buch ist sehr gut verständlich und bietet zugleich einen detaillierteren Einblick in die Erkrankung, so dass sowohl Laien profitieren als auch Personen, die sich bereits näher mit der Schizophrenie beschäftigt haben, noch etwas lernen können.

Es haben sich jedoch ein paar Fehler ins Buch geschlichen, z.B. heißt es auf Seite 21, dass katatone Symptome wie wechselnde Biegsamkeit auftreten können. Tatsächlich lautet der korrekte Begriff und die Übersetzung von 'Flexibilitas cerea' 'wächserne Biegsamkeit'. Auf Seite 74 schreibt Häfner, dass sich das Wernicke-Areal (das sensorische Sprachzentrum) im Gyrus temporalis medialis befindet. Erstens gibt es keinen Gyrus temporalis medialis - die Struktur heißt korrekt Gyrus temporalis medius. Zweitens befindet sich das sensorische Sprachzentrum im Gyrus temporalis superior.

Mein Resümee:
Mit kleineren Fehlern, aber nichtsdestotrotz ein sehr gutes und informatives Buch.
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am 23. März 2011
Kann ich als Einführung nur empfehlen, sehr verständlich geschrieben, behandelt in wenigen Seiten die Krankheit aus verschiedenen Perspektiven. Für Angehörige gut geeignet. Ausführlicher (wenn auch von 2005) ist sein Werk 'Das Rätsel Schizophrenie' (auch empfehlenswert).
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am 14. August 2011
Heinz Häfner, emiritierter Psychiatrie-Professor und multipler Doktor, fasst auf gut 120 Seiten die Symptomatik, den Verlauf und allerlei Tabellen zum Thema Schizophrenie zusammen. Dieser Name 'Schizophrenie' nennt eine Diagnose, unter der wiederum mehrere Befindensstörungen zusammengefasst werden. So ist es schwer zu sagen, was Schizophrenie sei. Diese Frage wird denn auch nur durch die Aufzählung der Symptome ansatzweise beantwortet. Und dieser Ansatz ist nicht der einzige, bei dem es bleibt. Viele verhüllende Namen werden verwendet, mit denen das eigentliche Problem verhüllt wird, nämlich nicht zu wissen, was Schizophrenie sei und was wahres Heil. So steht da beispielsweise: "Ein früher Krankheitsausbruch ist oft die Folge schwererer genetischer Belastung und zieht ein noch in Entwicklung begriffenes Hirn in Mitleidenschaft." (S.32ff). Was also de facto der Auslöser und die Bedingung der Möglichkeit der Störungen und psychotischen Symptome sind, ist unklar. Der Verweis auf Gene ist stets ein verkappter Materialismus, der geistliche Zusammenhänge unbenannt lässt oder gar leugnet. Und als primär materialistisch denkender Psychiater erweist sich Häfner auch in vielen anderen Deutungen, etwa in der impliziten Gleichsetzung der Hirnentwicklung mit der Entwicklung des Weltdeutungsgefüges des Menschen. So wird denn auch in der Therapie entweder hauptsächlich auf Psychopharmaka gesetzt oder in der kognitiven Verhaltenstherapie nur an Symptomen herumgedoktert. Pharmaka aber stellen nur stofflich ruhig, nicht denkinhaltlich; auch bieten sie keinerlei Lösung der Weltdeutungsprobleme des Patienten.
Dieser Satz "Die Kluft zwischen Wahn und Wirklichkeit" eines Patienten (S. 33) ist symptomatisch: Was ist die Wirklichkeit? Was sie objektiv und sozusagen an sich sei, weiß keiner. Für den Wahnsinnigen ist sein Gewähntes wirklich. Wo ist also die gemeinte Kluft? Vermutlich sieht sie der Autor zwischen der hauptsächlich stofflich gedeuteten Welt des ideenlosen Normalweltbildmitläufers (was gemäß gängiger Weltdeutungsmode derzeit eben als "gesund" gilt) und der durch übermäßige Angst, Schuldwahn und geistarme (Pseudo-)Kausalität verzerrt gedeuteten Welt des Patienten. Aber den Menschen als Produkt seines Körpers zu deuten, ist auch nicht gerade geistreich. Den Zusammenhang der Befindensstörungen des Patienten mit den angstfördernden Schuldzuweisungen und Liebesunterlassungen in der schizogenen Herkunftsfamilie gänzlich ungenannt zu lassen, lässt vermuten, dass in der Kausalität des Psychiaters Angst und Schuld als für die Krankheit uninteressant gesehen werden. So gesteht er denn auch ein, dass "eine kausale Therapie der Schizophrenie (...) noch nicht zur Verfügung" stehe. (S.86). Dass ein Scheitern in der "Ich"-Werdung so vieler Patienten (und nicht nur dieser, sondern auch der nicht als "Patienten", doch als "Versager" und "Verbrecher" erachteten Mitmenschen) das ganze "Ich"-Sein des an körperverliebtem Individualismus und an Mangelglauben durch Geistvermeidungsbestreben leidenden Menschen schlechthin in Frage stellt, bleibt noch zu thematisieren.
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am 9. Juni 2015
Der perfekte Einstieg in die Thematik. Sehr plastische, mit Bedacht gewählte Beispiele erleichtern das Verstehen der Erlebenswelt psychisch erkrankter Menschen. Mir persönlich gefällt die stets erkennbare, zutiefst humane Haltung des Autors. Sprachlich auch für interessierte Laien gut verständlich. Klare Kaufempfehlung!
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am 18. Dezember 2013
Sehr übersichtlich und detailliert dargestellt,auch für medizinische Laien verständlich.Kurz und knapp wird das immer mehr an Bedeutung gewinnende Krankheitsbild vermittelt,erklärt sowie verständlich gemacht!
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am 31. Dezember 2013
...vieles besser zu verstehen und den Menschen weiter zu helfen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Zumal es bei dem Preis kein Fehler sein kann.
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