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5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Muß
Keiner der sich mit kindlicher Entwicklung in unserer Gesellschaft beschäftigt sollte an diesem Buch vorbeigehen. Die anschauliche und lebendige Darstellung des Lebens der Yequana-Indianer verhilft zu einer neuen Perspektive der Bedürfnisse des Menschen im allgemeinen und des Kleinkindes im besonderen. Jean Liedloff stellt unseren Lebensstil in Kontrast zu...
Veröffentlicht am 12. April 2000 von dschilda@gmx.net

versus
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen für unerfahrene Eltern eine Zumutung, Dogmatismus überträgt sich auf sensible Leser
Beim Kauf des Buches hat mich mehr das Foto mit den Regenwaldindianern angesprochen als der Titel selbst. "Auf der SUCHE nach dem VERLORENEN Glück" klingt schon ziemlich dramatisch. Das war auch der Grund warum ich das Buch erst einmal beiseite legte.
Die Grundinformation, Babys sooft wie möglich Körperkontakt zu geben ist gut und essentiell und die...
Vor 13 Monaten von alpinpower veröffentlicht


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120 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Muß, 12. April 2000
Keiner der sich mit kindlicher Entwicklung in unserer Gesellschaft beschäftigt sollte an diesem Buch vorbeigehen. Die anschauliche und lebendige Darstellung des Lebens der Yequana-Indianer verhilft zu einer neuen Perspektive der Bedürfnisse des Menschen im allgemeinen und des Kleinkindes im besonderen. Jean Liedloff stellt unseren Lebensstil in Kontrast zu diesem aussergewöhnlichen Volk und stellt ihn allein dadurch in Frage.Wir können uns kaum vorstellen, daß es ein Volk gibt, dessen Kinder selten krank werden oder sich verletzten, sich nicht prügeln, selten weinen und sich sozial verträglich verhalten. Daß es solche Kinder tatsächlich gibt gibt, beraubt uns der Ausrede, Mangel, Unzufriedenheit und Leere seien normal und unvermeidlich, und läßt uns mit der Verwunderung darüber zurück, wie lange wir uns schon damit arrangiert und abgefunden haben. Die Absurdität von einigen pädagoischen Theorien, aber auch unserer Auffassung von der "Natur" des Menschen wird dadurch bewußt gemacht und verschafft jedem der dieses Buch liest eine neue Perspektive. Mich persönlich hat dieses Buch sowohl in beruflicher Hinsicht als Heilpädagogin als auch in meiner Rolle in Familie und Gesellschaft sehr bereichert und verändert. Durch die Gelassenheit und Einsicht die das Buch vermitteln,können viele unserer alltäglichen Konflikte gänzlich vermieden werden. Schuldgefühl und Zwang werden entlarvt und verringern ihre destruktive Wirkung. "Was würde ein Yequana jetzt tun?" - diese Frage steht nun öfter im Raum und hat mir jedenfalls ein Stück des verlorenen Glücks zurückgebracht.
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Erstaunlichkeit des Einfachen, 10. November 2001
Von 
Ich bin durch einen Beitrag in einer Eltern-Zeitschrift aufmerksam geworden und der Titel machte mich neugierig.
Sicher ist manches aus diesem Buch nicht wirklich übertragbar auf unsere Erziehung, da wir andere Lebensverhältnisse haben als im Urwald. Dennoch fand ich es äußerst bereichernd diese Buch zu lesen, da viel an Intuition und Gefühl in der eigenen Lebensgeschichte verloren ging oder fehlgeleitet wurde, weil man vom Zeitgeist zu sehr geprägt wird ohne seinen Instinkt noch zu spüren. Es zeigt den Umgang mit Baby's in seiner natürlichsten Form und jeder, der sich mit seinem eigenen Lebensweg und möglichen Problemen auseinandergesetzt hat weiß spätestens danach wie wichtig die erste Zeit ist. Und dieses Buch ist ein Einblick in das ganz normale, was uns offenbar immer weniger gelingt. Es ist unbedingt lesenswert und wenn es dazu dienen mag, ein Denkanstoss zu sein.
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103 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein archimedischer Punkt, 23. April 2007
Archimedes soll gesagt haben "Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die

Welt aus den Angeln". Liedloffs Buch hat etwas von einem solchen

archimedischen Punkt in Bezug auf unsere kulturelle Welt. Für mich war das

Buch wie ein fester Punkt außerhalb, durch den ich mich aus dem Sumpf der

Normalität befreien konnte.

Mit dem Sumpf meine ich die Rückbezüglichkeit oder Systemgefangenheit

innerhalb unserer Kultur. Fast alle Bücher und Theorien haben ein

Menschenbild zur Grundlage, das auf den Erfahrungen mit Menschen aus dieser

unserer Kultur beruht, und sind deshalb selten in der Lage, aus diesem System

herauszuführen. Sie beschreiben immer nur was ist, aber kaum was möglich

wäre.

Da ist Jean Liedloffs Buch ganz anders. Indem sie eine völlig andere Kultur -

die der Yequanas in Venezuela - beobachtet, beschreibt und sich in sie

hineinfühlt, ist sie auch in der Lage unsere Dominanzkultur mit ganz anderen

Augen zu sehen und das Menschenbild enorm zu erweitern.

Das Buch ist so radikal und gehaltvoll, daß bei den meisten LeserInnen nur ein

kleiner Teil davon hängen bleibt. So bekommt man beim Lesen der Continuum

Concept Seiten oft den Eindruck, als wäre das Buch nur ein Ratgeber für eine

Methode, mittels Tragen, langem Stillen und Familienbett eine bessere Mutter

zu werden. Das ist eben genau das, was am einfachsten in unsere Kultur

integriert werden kann. Doch im Buch steckt viel mehr, ein völliger

kultureller Wandel . Deshalb kann man es auch immer wieder lesen und dabei

jedesmal Neues entdecken, was man bisher übersehen hatte.
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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beindruckend einfach, 7. Januar 2007
Ich hatte im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern oft ein Unbehagen, das ich schwer festmachen konnte; irgendwie hatten sie mir immer leid getan. Das Buch hat mir klarer gemacht, woher dieses Unbehagen gekommen ist, ich hatte wohl instinktiv gespürt, dass ihnen etwas sehr Wesentliches fehlt.

Am eindrücklichsten ist die Feststellung eines wesentlichen Irrtums unserer zivilisierten Kultur: Dass Säuglinge und Kinder als von vorherein unsoziale Wesen seien, die man gesellschaftsfähig machen müsste, während in Wirklichkeit jedes Kind ein zutiefst soziales Wesen ist, was wir ihnen normalerweise tüchtig abgewohnen, indem wir nicht auf ihre wirklichen Bedürfnisse eingehen.

Ich bin sehr froh, dass mir ein Freund dieses Buch vor der Geburt meines Kindes in die Hand gedrückt hat, es ist eine große Erleichterung für mich zu wissen, dass das Tragen in den ersten Monaten viele spätere Probleme vermeiden oder verringern kann. Es ist bestimmt kein Allheil-Mittel, aber es hat mir auch einiges über meine eigenen negativen Gefühle klargemacht.

Ich empfehle die Lektüre dieses Buches allen werdenen Eltern.
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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen für unerfahrene Eltern eine Zumutung, Dogmatismus überträgt sich auf sensible Leser, 12. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit (Broschiert)
Beim Kauf des Buches hat mich mehr das Foto mit den Regenwaldindianern angesprochen als der Titel selbst. "Auf der SUCHE nach dem VERLORENEN Glück" klingt schon ziemlich dramatisch. Das war auch der Grund warum ich das Buch erst einmal beiseite legte.
Die Grundinformation, Babys sooft wie möglich Körperkontakt zu geben ist gut und essentiell und die Autorin hat wohl den Grundstein zum Tragen gelegt. In der Praxis unserer westlichen Welt kamen allerdings einige unerwartete Erfahrungen auf mich als Mutter zu, welche im Widerspruch zu dem zu stehen scheinen was Liedloff schreibt. Das Buch ist nicht praxisbezogen. Hierzu aber später.
Was mich am Buch stört, ist der negativ- depressive Schreibstil der Autorin (spiegelt sich ja in der Überschrift wieder). Dieser Stil zieht sich auch wie ein roter Faden durch das Buch.
Des Weiteren verliert sich die Autorin in unnötig komplizierten Schachtelsätzen. Trotz mehrmalig wiederholten Lesens einiger Abschnitte/ Passagen ist nicht verständlich was sie ausdrücken will. Dieses Argument habe ich auch von anderen Lesern gehört. Dadurch wirkt ihre Schreibart sehr pseudowissenschaftlich.
- Im Allgemeinen ist mir das Buch zu dogmatisch. Meine Intuition sagte mir, dass ich dieses Buch mit einer gewissen 'Vorsicht' lesen sollte. Nach meiner Erfahrung kann sich der Dogmatismus schleichend und vielleicht unbewusst auf den Leser-in übertragen (Ich muss mein Kind immer tragen'.). Dies kann bewirken, dass die Mutter-Kind ' Beziehung darunter leidet, weil man / frau zu viel inneren Druck ausübt statt auf die Intuition und die Signale des Kindes achtet. Vielleicht will das Baby gerade auch einfach mal nur daliegen und sich strecken und frei bewegen können. Man kann ihm trotzdem einen sicheren geschützten Rahmen geben.
- In der Praxis machen viele frisch gebackene trage-euphorischen Mütter plötzlich die Erfahrung, dass ihr Baby nicht getragen werden will. Das entspricht ja überhaupt nicht dem, was Liedloff schreibt. Frust, Wut und eine gewisse Irritation bis hin zu tiefer Erschütterung sind verständlich. Oft hätte ich das Buch am liebsten an die Wand geworfen und mir gewünscht, es nie gelesen zu haben.
Für das nicht -getragen -werden -wollen in unseren Breitengraden gibt es viele Ursachen:
' Es ist im Tragetuch schlichtweg zu heiß für das Baby
' Das Baby signalisiert, dass es ausscheiden muss (Babys geben instinktiv Signale wenn sie mal müssen. Siehe Buchtipp z.B.: 'Es geht auch ohne Windeln' von Ingrid Bauer, uvm.) wir erkennen es nur nicht als Diese.
' Es kommt vor, dass durch die Geburt Verspannungen vorliegen. Diese können gewöhnlich mittels Ostheopatie/ Cranio Sacral Behandlung gelöst werden.
' Blockaden des Trägers (der Eltern) können sich auf das Baby übertragen'
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Jean Liedloff selbst ja überhaupt keine Kinder hat! Würden Sie sich von jemandem das Autofahren beibringen wollen, der nicht einmal selbst einen Führerschein hat? Außerdem ist die Anwendung der Continuum Conceptes ein reines Experiment, ich fühlte mich manchmal wie ein Versuchskaninchen ohne zu wissen, wo wir uns mit unserem Kind überhaupt hin entwickeln. Da wo wir wohnen, ist das Buch noch nicht wirklich durch gedrungen. Ich hatte also auch nicht gerade oft Gelegenheit mich mit anderen CC-Praktizierenden aus zu tauschen.
Das Buch ist für werdende unerfahrene Eltern eine Zumutung. Es gibt heutzutage weitaus bessere Bücher und Internetseiten, welche die Bedeutung des Tragens erläutern. Intuitive Menschen kaufen ohnehin ein Tragetuch, auch ohne Liedloff. Umso wichtiger erscheint es mir, die praxisorientierte Fortsetzung von Carola Eder 'Auf den Spuren des Glücks' zu lesen. Ihr Buch ist da eine wahre Befreiung und bewirkte bei mir ein Abfallen der vielen auferlegten Dogmen die Liedloff verursacht hatte! Das Gefühl nicht alleine zu sein mit den Enttäuschungen und Erfahrungen, dass doch nicht alles so klappt/ sein muss wie Liedloff es behauptet. Ich würde das Buch nicht mehr weiter empfehlen!
Mein Kind ist jetzt ca. 2,5 Jahre und ich habe nicht den Eindruck, dass das Urvertrauen größer ist als bei einem Nicht-Continuum-Kind. Manchmal sogar ganz im Gegenteil: alleine Duschen oder raus gehen ist durch die starke Bindung nicht möglich. Auch sagte mir eine erfahrenen Continuum-Mutter, es wäre ein verbreitetes Phänomen, dass Tragekinder oftmals nicht gerne Autofahren, weil sie da von der Mutter getrennt sind. Andere nicht CC-Kinder sitzen im Kindersitz und schauen zufrieden aus dem Fenster (deshalb kooperieren sie auch nicht gleich in negativer Form!). Das sind Gedankengänge von mir, ich denke, dass die Vorteile des Tragens dennoch überwiegen!! Das Wichtigste ist, flexibel zu bleiben, denn dann übersieht man auch nicht die Signale und Grenzen des Kindes (und der Mutter) welche durch ein Dogma unabsichtlich zu schnell übergangen werden können.
Außerdem fehlen mir Berichte von mittlerweile erwachsen gewordenen Continuum-Kindern im Internet; und das Continuum-Forum ist gar nicht zugänglich. Warum?!
Was das Familienbett betrifft, so könnten wir uns nicht vorstellen, unser Kind allein in einen anderen Raum zu legen. Dass aber das Kind auch oft durch unsere nächtlichen Bewegungen im Schlaf aufwacht oder einfach nur wenn wir den Raum später betreten (es spürt uns), von diesen kleinen Nachteilen hört man nichts. Windelfreies Aufwachsen und Langzeitstillen sind mittlerweile auch ein Teil des CC geworden. Hierauf geht auch C. Eder sehr gut ein.
C. Eder ist es gelungen einige Verhaltensweisen der Yequana durch verlässliche Quellen und Recherchen zu klären, wo J. Liedloff einfach selbst etwas hinein interpretiert hat. Beispiel: Die Yequana können auch in Stress-Situationen ruhig bleiben. Liedloff führt dies natürlich auf das Getragen-worden-sein zurück. Der wahre Grund liegt aber schlichtweg darin, dass die Yequana gelernt haben, ihre Gefühle zu kontrollieren! Warum sie das tun lesen Sie bitte selber in Carola Eders Buch.
Fazit: ich würde das Buch nicht weiterempfehlen, kaufen sie ein aktuelleres Buch über das Tragen oder gehen sie auf eine Hompage eines Tragetuchanbieters.
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58 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es sind noch zu wenig aufgewacht, 26. März 2003
Ich habe das Buch vor 3 Jahren erworben und seither mehrmals gelesen , mit meiner Kindheit und auch mit der derzeitigen rauhen Realität verglichen . Voller Enthusiasmus war ich mir noch in der Schwangerschaft sicher , ganz viel davon umzusetzen.
Unsere Tochter ist nun 10 Monate alt und ich habe die Erfahrung gemacht , dass davon nicht alles möglich ist , aber ein Teil und das ist meines Erachtens schon revolutionär. Es gibt kein Laufgitter , sie kann vieles erkunden , was sie möchte , wir haben viel Körperkontakt , sie ist oft mit in unserem Bett und auch so oft mit dabei , egal ob Musik gehört wird oder Schuhe geputzt werden etc.
Trotzdem sollte man meines Erachtens beim Lesen des Buches nicht vergessen , dass wir in keinem Stamm leben in einem Urwald sondern in einer hochtechnisierten Gesellschaft mit sozial völlig anderem Kontext und völlig anderer über Jahrhunderte gewachsener Geschichte. Das ist nun mal in uns drin.
Veränderungen sind mit Sicherheit nötig , es müssen noch mehr Eltern und Großeltern aufwachen , Liebe statt Konsum geben , Mut haben , Steine aus dem Weg zu räumen . Aber das braucht Zeit. Einiges , was in dem Buch beschrieben wird , ist mit Sicherheit umsetzbar . Aber trotzdem sollten wir nicht vergessen , dass wir Europäer sind .
Jean Liedloff regt sehr zum Nachdenken an , inspiriert , deshalb 5 Sterne.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geschenk des Himmels, 17. Januar 2008
Ich bin sehr dankbar, vor der Geburt meines Kindes auf dieses Buch gestoßen zu sein. Beim Lesen habe ich geheult wie ein Schlosshund, gleichzeitig fühlte ich mich unglaublich verstanden und geborgen. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die meiner Ansicht nach jeden Menschen, der sich wirklich auf das Buch einlässt, unglaublich bereichert. Schon das Lesen entfaltet heilende Wirkung! Von den positiven Auswirkungen für die Partnerschaft und den Umgang mit den eigenen Kindern ganz zu schweigen. Es wundert mich sehr, wie unbekannt dieses Buch ist, da es den Rang eines Standardwerkes verdient hätte. Ebenfalls sollte es Pflichtlektüre für Ärzte, Hebammen und alle anderen Menschen sein, die auch nur im Entferntesten mit Schwangerschaft und Geburt zu tun haben. Wer sich von den etwas wissenschaftlicher geschriebenen Passagen nicht abschrecken lässt, wird von diesem Buch sein ganzes Leben lang profitieren – auch, wenn sich nicht alles so umsetzen lässt wie beschrieben. Für mich war es nicht nur ein Buch, sondern eine regelrechte Offenbarung. Der Autor John Holt sagte dazu: "Ich weiß nicht, ob die Welt von einem Buch gerettet werden kann, aber wenn sie es könnte, dies wäre wohl das Buch."
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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider stehen mir nicht mehr Sterne zur Verfügung..., 13. Juli 2001
Ich könnte hier nun viel zur Theorie dieses Buches schwafeln, aber ich denke, es ist sinnvoller, aus der Praxis zu berichten: Ich habe einen großen Bekanntenkreis - einige "Liedloffkinder" und viele Nichtgetragene. Hier die auffälligsten Unterschiede: - Getragene Kinder fremdeln nicht - Getragene Kinder verstecken sich nicht hinter ihren Müttern. - Getragene Kinder sind wesentlich weiter in ihrer sprachlichen, motorischen und sozialen Entwicklung. - Auch Jahre später kann man spätestens nach 10 Minuten am Verhalten eines Kindes erkennen, ob es getragen wurde oder nicht. Sollte nun der Eindruck entstehen, ich rede hier nur als Beobachter, kann ich nur sagen, daß ich 2 Kinder habe. Ich habe sie in einem Tragetuch oder auf der Hüfte getragen - Abwaschen, Staubsaugen, Wäscheaufhängen ...kein Problem! Ich konnte meine Hausarbeit immer erledigen, wenn die Kinder wach wahren. Haben sie geschlafen hatte ich Zeit für mich (lesen, baden...himmlisch!). Dank des Tragens hatte ich viel mehr Zeit für mich am Tag als andere Mütter. Soviel zum Thema, es würde nicht gehen, sein Kind zu tragen... Lesen sie dieses Buch mit offenem Herzen. Ein kleines Beispiel dafür, daß wir eigentlich spüren, wie ein Baby zu behandeln ist: Eine Freundin von mir ließ ihr 5 Wochen altes Baby sich in den Schlaf weinen (damit sie es nicht "Verziehen" würde) und ging auf den Balkon, damit sie es nicht hören musste - es tat IHR zu weh...sie hätte es am liebsten hochgehoben und getröstet. Wir haben das Wissen und Gefühl in uns, es muß nur geweckt werden. Und wir müssen lernen, darauf zu hören.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Einfachen liegt das Geniale, 15. November 2002
Dieses Buch öffnet die Augen - über uns selbst und den Umgang mit unseren Kindern. Niemand sollte jedoch frustriert sein, wenn das Kontinuum-Prinzip in unserer Gesellschaft nicht 1:1 angewandt werden kann. Wer die aus dem Buch gewonnenen Erkenntnisse so gut wie möglich im Alltag umsetzt hat schon einen großen Teil zum Glück seiner Kinder und zu seinem eigenen Glück beigetragen. (Meine Tochter ist 8 Monate alt; ich trage sie so oft wie möglich; nachts schläft sie im gemeinsamen Bett, meistens ganz eng an mich gekuschelt; sie macht auf mich einen glücklichen Eindruck; auch andere sind manchmal ganz erstaunt wie ausgeglichen und lieb sie ist; was will man als Eltern mehr). Die Liebe, die man Säuglingen vorenthält, holen sie sich später!
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, 7. September 2006
Ich habe das Buch als jemand gelesen, der sich für die Dinge des Lebens interessiert, für andere Menschen, wie für sich selbst und warum sich Menschen so verhalten, wie sie es tun (wo die meisten doch ganz anders reden und vor allem: wo doch so wenige glücklich damit zu sein scheinen).

Das Buch deckte sich schon auf den ersten Seiten so klar und deutlich mit meinen eigenen Gedanken, Beobachtungen, Erfahrungen und meiner tiefsten, inneren Stimme, dass ich das Lesen als ein echtes Geschenk empfand.

Zwar wurde mir dieses Buch von einer Mutter von 6 Kindern empfohlen (übrigens alle „wohl geraten“), doch es als „Erziehungsratgeber“ zu klassifizieren, halte ich für wenig gelungen. Vielmehr öffnet es einem wieder mehr den Blick für das Wesentliche, für den sprichwörtlichen „Wald, den man vor lauter Bäumen“ nicht mehr zu sehen scheint und das, was uns hier irgendwie wohl abhanden gekommen ist und wovon uns möglicherweise ein spürbarer Hauch während der Fußballweltmeisterschaft 2006 um die Nase geweht ist.

Es geht in dem Buch auch nicht um gesellschaftliche Fragen von „entweder oder“. Es ist mehr ein „sowohl als auch“. Dieses Buch ist eine echte Bereicherung mit privatem wie gesellschaftlichem Nutzen. Es vermittelt tiefes Verständnis für das Menschsein und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.

Krystyna Martin
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