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5.0 von 5 Sternen Gutes Geschichtsbuch von Tschechien
Sehr gut zusammengefasste Beschreibung der Geschichte von Tschechien. Gut zu lesen und zu verstehen. Da weiß man, wie das Land sich entwickelt hat und kann Rückschlüsse auf heute ziehen
Veröffentlicht am 27. Dezember 2012 von Matthias Geyer

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Geschichte - wenig Gegenwart
Die Kenntnisse über tschechische Geschichte und Kultur sind in Deutschland allenfalls rudimentär. Ja, Böhmen, soviel weiß man. K&K-Monarchie. Und zur Kultur fällt einem sicher die goldene Stadt Prag ein. Literatur: Kafka. Vielleicht Rilke, wegen Prag.

Eine gut lesbare Einführung in Geschichte und Kultur unseres Nachbarlandes...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2010 von Norma Schlecker


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Geschichte - wenig Gegenwart, 4. Oktober 2010
Von 
Norma Schlecker - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tschechien (Gebundene Ausgabe)
Die Kenntnisse über tschechische Geschichte und Kultur sind in Deutschland allenfalls rudimentär. Ja, Böhmen, soviel weiß man. K&K-Monarchie. Und zur Kultur fällt einem sicher die goldene Stadt Prag ein. Literatur: Kafka. Vielleicht Rilke, wegen Prag.

Eine gut lesbare Einführung in Geschichte und Kultur unseres Nachbarlandes bietet der emeritierte Professor für Literaturwissenschaft an der TU Berlin und Herausgeber der 33-bändigen Tschechischen Bibliothek, Hans-Dieter Zimmermann.

Der Autor nimmt den Leser mit auf eine kurzweilige Reise durch die Geschichte Tschechiens. Es sind vor allem die Entwicklungen der Beziehung zum deutschen Nachbarn, die im Mittelpunkt stehen - immerhin heißt die Reihe auch "Die Deutschen und ihre Nachbarn". Auch tschechische Persönlichkeiten werden ausführlich vorgestellt, denn sie sind für das Selbstverständnis der Tschechen von großer Bedeutung: František Palacký, Libuše, der heilige Wenzel, König Premysl Otokar II, natürlich Kaiser Karl IV., Jan Hus und Tomáš Garrigue Masaryk.

In grau hinterlegten Kästen werden wichtige Stichworte, Personen und Ereignisse aufgegriffen. Einige s-w-Fotografien zeigen Gebäude, Gemälde oder Porträts wichtiger Tschechen. Eine Karte des Landes am Anfang, eine Karte, die das Land innerhalb Europas verortet am Ende des Buches - mehr Abbildungen benötigt man als Leser auch nicht.

Zu bemängeln sind allenfalls etwas zu unkritische Formulierungen. Man hat das Gefühl, dass der Autor stellenweise etwas konfliktscheu ist. Auch "Tschechien heute" kommt zu kurz. Das Buch bleibt im Großen und Ganzen etwas zu sehr an der Oberfläche. Allerdings richtet es sich auch eher an den interessierten Laien, der sich kurz und bündig über die Geschichte und Kultur unseres Nachbarlandes informieren möchte.

Fazit: Zimmermanns Buch ist eine kurzweilige Einführung in die tschechische Geschichte und Kultur. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zimmermanns "Tschechien" - Enttäuschend, 16. Oktober 2009
Von 
Dr. Gerhard Volz (Erlangen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tschechien (Gebundene Ausgabe)
Zimmermanns Buch stellt eine vergleichsweise kurze und spannende Zusammenfassung der tschechischen Geschichte dar. Dabei bemüht er sich sehr, dem Leser auch die tschechische Sicht der Dinge näherzubringen. Das ist ihm weitgehend auch gelungen.

Das ist aber auch schon alles, was ich diesem Werk an Positivem abgewinnen kann. Ganz überwiegend sind nämlich die - erheblichen - Kritikpunkte:

Erstens: das Werk ist nur das: ein reines Geschichtsbuch - Ausführungen zu den heutigen Bewohnern der tschechischen Republik und ihren gegenwärtigen Problemen, Hoffnungen, Sorgen, Sitten und Gebräuchen fehlen vollkommen! Aber auch die geschichtliche Darstellung selbst ist unvollständig: so lässt der Autor etwa die Geschichte der Slowakei gänzlich außen vor, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren, ob diese denn nun Teil seines Themas ist oder nicht. Schließlich ist auch die Darstellung der böhmischen Geschichte nahezu ausschließlich auf ihr Verhältnis zu Deutschland fixiert, während Ausführungen zur Interaktion Böhmens zu anderen Ländern (Polen, Ungarn, in neuerer Zeit aber etwa auch England, Frankreich, DDR sowie BRD, Sowjetunion und USA) fast vollständig fehlen. Kurz: ein treffenderer Titel des Buches wäre von daher: Kurzer Abriß der deutsch-tschechischen Geschichte. Insoweit also: Thema (teilweise) verfehlt!

Zweitens: das Buch kam gegenüber seiner ursprünglichen Ankündigung mit erheblicher Verspätung heraus, wohl nicht ohne Druck des Verlages. Jedenfalls spürt man, meine ich, eine gewisse Hast des Verfassers. So versäumt er es, als Kenner der Materie das unendliche Material für seine Leser ausreichend zu sichten und zu gewichten und Details nur insoweit zu bringen, als diese für das Verständnis der Zusammenhänge insgesamt relevant sind. Ein Beispiel: auf S. 101/102 wird davon berichtet, dass eines Tages die Stimmen der verschiedenen "Nationen" an der Prager Universität neu gewichtet worden seien: die "böhmische" Nation habe plötzlich drei Stimmen erhalten, die übrigen zusammen jeweils nur eine. "Ja, und", ist man geneigt zu fragen, "warum erzählst Du uns das?" Kein Wort zur Relevanz dieses Details für den Gesamtzusammenhang, stattdessen eine - in dieser Kürze vorschnelle - Wertung, diese Änderung sei "natürlich" "unfair" gewesen (wobei er sich jede Darstellung der Gründe für diese geänderte Gewichtung erspart - immerhin liegt es ja etwa im vorliegenden Fall nicht ganz fern, dass - immerhin an einer "böhmischen" Universität - die Mitgliedschaft der böhmischen Nation im Vergleich mit derjenigen Sachsen, Bayerns und Polens erheblich zahlreicher war und eine entsprechende Neugewichtung deshalb demokratisch sogar zwingend geboten gewesen sein könnte).

Überhaupt ist Zimmermann äußerst schnell mit moralischen Bewertungen bei der Hand. So lässt er ausgerechnet das inhaltlich sicherlich sensibelste Kapitel des deutsch-tschechischen Mit- bzw. Gegeneinander, nämlich die Zeit von 1938 bis 1945 ("nationalsozialistische Okkupation") statt mit einer Darstellung von Fakten sogleich mit einer kategorischen Wertung beginnen: "Die Tschechen"; so lautet dort gleich der erste Satz, hätten, im Gegensatz zu den Österreicher und den Deutschen, ihre "politische Reifeprüfung" bestanden (S. 195) und seien "vorbildlich" gewesen (S. 196), da sie bis zuletzt eine Regierung unterstützt hätten, die "bei allen Mängeln unbestreitbar zu den Demokratien in Europa gehörte und in dieser Zeit die einzige Demokratie in Mittel und Osteuropa" gewesen sei, während das Verhalten der Deutschböhmen in diesen Jahren "schwer zu erklären und schwer zu entschuldigen" gewesen sei, da sie das nationalsozialistische deutsche Reich unterstützt hätten, dessen "antihumaner, verbrecherischer Charakter bereits in seinen ersten Jahren offenbar" gewesen sei (S. 199). Also (fast möchte man sagen: wie üblich!): hier die Deutschen als die bösen Befürworter des nationalsozialistischen Regimes, die es kaum abwarten können, bis endlich die Schornsteine von Auschwitz zu rauchen beginnen und dort die "guten" Demokraten (die Tschechen,), die sich unverdrossen für das Überleben der einzigen Demokratie in Ostmitteleuropa einsetzten.
Nun mag man ja die verschiedenen Fakten durchaus unterschiedlich bewerten, und man mag schließlich auch zu einer solchen Bewertung kommen (wenngleich ich selbst, das gebe ich offen zu, diese nicht teile), ganz so einfach und vor allem so a-priori-offensichtlich, wie uns diese Ausführungen zu suggerieren versuchen, ist es aber sicher nicht. Wenn etwa die verbrecherische Natur des nationalsozialistischen Regimes - noch dazu für Außenstehende - "von Anfang an" tatsächlich derart "offensichtlich" gewesen wäre, wie es Zimmermann hier unterstellt, wie ist es dann erklärbar, dass ausgerechnet Churchill noch 1938 öffentlich erklärte, er könne sich nur wünschen, dass sich auch für England ein Mann von der Entschlossenheit Hitlers fände, wenn es einmal in eine ähnlich verzweifelte Lage gerate wie diejenige, in der sich Deutschland (damals) gerade befinde?
Außerdem dürften die Tschechen damals weit weniger "die Demokratie" in ihrem Land als Staatsform (vorbildlich) verteidigt (bzw. letztlich ja eben gerade nicht verteidigt sondern durchaus kampflos aufgegeben!) haben, als vielmehr die Unabhängigkeit ihres lang-ersehnten tschechischen Nationalstaats, eines Nationalstaats zumal, dessen eines wesentliches Merkmal nach dem ausdrücklichen Willen ihres Gründers Tomas G. Masaryk ausgerechnet in seiner Funktion als "antideutsches Bollwerk" bestand. Daß dieser Staat von den Böhmendeutschen unter diesen Umständen nicht als der ihre empfunden wurde, dürfte wenig verwundern, zumal ihnen dieser Staat mitsamt seiner "Demokratie" ohne jede Abstimmung und zugleich mehrheitlich gegen ihren Willen aufoktroyiert worden war (da haben wir sie schon, die "Erklärung" - wenn auch nicht notwendigerweise "Entschuldigung" - für das Streben der Böhmendeutschen nach nationaler Selbstbestimmung, die sich dem Autor selbst so schwer zu erschließen scheint!). Damit aber fehlt es zugleich an einer wesentlichen Voraussetzung für eine derart (vor-) schnelle moralische Bewertung der (zweifelos unterschiedlichen) Haltung der beiden Seiten zu diesem neuen Staat - einer wenigstens vergleichbaren Ausgangssituation! Ganz davon abgesehen, verschließt sich das Verhalten jedes einzelnen Menschen in einer solch ebenso schwierigen wie aufgeheizten Situation, wie sie damals allgemein, und gerade in der Tschechoslowakei herrschte - ganz gleich, ob Deutscher oder Tscheche - einer derart holzschnittartigen, allein von der jeweiligen Nationalität abhängig gemachten - moralischen Einordnung. Daß Zimmermann als renommierter Historiker dies nicht zu wissen scheint, macht ihn mir als Vermittler im Deutsch-Tschechischen Miteinander zumindest suspekt!

Kurz: Gerade bei der Darstellung dieser kritischen Phase des deutsch-tschechischen Verhältnisses macht es sich der Autor erheblich zu einfach. Seinem Anliegen - der deutsch-tschechischen Verständigung, das ich absolut teile - dürfte er damit aber keinen Gefallen tun. Um ehrlich zu sein und dementsprechend auch als ehrlich empfunden werden zu können, gerade auch von tschechischer Seite, wäre es vielmehr notwendig, gerade von Seiten eines ausgewiesenen deutschen Historikers, (auch) die Aspekte, die für die Deutschen und die Deutschen böhmischer Herkunft, sprechen, zunächst einmal ebenso offen auszusprechen wie Kritik an dem Verhalten der tschechischen Seite (wer soll dies denn sonst tun, etwa die Tschechen?) und im Wege einer fairen Auseinandersetzung erst anschließend zu bewerten, statt von vornherein mit einer Bewertung zu beginnen, die - Zufall oder nicht - exakt der heute gängigen "political correctness" entspricht.
Diesem Anspruch genügt das vorliegende Buch auch nicht ansatzweise!

Flach ist schließlich auch das letzte Kapitel mit dem bezeichnenden Titel: "Tschechen im Glück": durch die gemeinschaftsstiftende EU in Tschechien alles Freude, Friede, Eierkuchen! Weshalb wehte dann während der gesamten EU-Ratspräsidentschaft 2009 kein einziges Mal die Europaflagge auf dem Hradschin?

Nach alledem bleibt das Buch weit hinter den Erwartungen zurück, die man angesichts der Herausgeber an es stellt. Deshalb leider nur 1 Stern!
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5.0 von 5 Sternen Gutes Geschichtsbuch von Tschechien, 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tschechien (Gebundene Ausgabe)
Sehr gut zusammengefasste Beschreibung der Geschichte von Tschechien. Gut zu lesen und zu verstehen. Da weiß man, wie das Land sich entwickelt hat und kann Rückschlüsse auf heute ziehen
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen guter Überblick, 6. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Tschechien (Gebundene Ausgabe)
seit 1982 war ich immer wieder in Tschechien. Die Geschichte ist dort allgegenwärtig. Dieses kleine Buch ist eine sicherlich eher kurze Zusammenfassung dieser umfangreichen Geschichte. Für mich war es genau die richtige Länge und Menge an Informationen. Sicherlich, nachdem ich das Buch gelesen habe, möchte ich zu einigen Kapiteln doch mehr wissen - schade nur das es nur ein so kleines Angebot über diese Themen gibt. So ist dieses Buch als Anfang und Überblick sehr zu begrüßen.
Kurz gesagt es war ein großer Spaß es an zwei verregneten Ferientagen zu lesen und als solche Lektüre würde ich es auch empfehlen!
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Tschechien
Tschechien von Hans Dieter Zimmermann (Gebundene Ausgabe - 16. September 2009)
EUR 18,00
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