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am 15. August 2014
, die sich mit Burnout und/oder Depressionen beschäftigen. Lewis Wolpert nähert sich dem Thema streng wissenschaftlich und sucht nach Evidenzien, die aber in allen Teilbereichen - Diagnostik, Verstehen, Behandlung - eher dürftig sind. Gerade diese Erkenntnis macht mir das Buch sehr sympathisch, da es die Komplexität der Krankheit Depression aufzeigt und allen "Ich-habs-gefunden-Autoren", die sich auf einen bestimmten Aspekt der Krankheit stürzen und diesen als das Nonplusultra überhaupt propagieren, einen deutlichen Riegel vorschiebt. Wohltuend finde ich auch, dass er seine eigenen Erfahrungen zwar mit einfließen lässt, diese aber nicht in den Mittelpunkt stellt.

Jedenfalls wird deutlich, dass bei Diagnostik und Behandlung noch viel "Stochern im Nebel" im Spiel ist und dass die jüngsten Fortschritte im Verständnis der komplexen biochemischen Vorgänge im Gehirn nur erste Schritte auf einem langen Weg darstellen. Sein sachliches und fundiertes Werk ist in meinen Augen ein wichtiger Beitrag rund um den Themenbereich Burnout und Depresseion. Fünf Sterne!
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am 28. Juni 2008
"Es war die schmerzlichste Erfahrung meines Lebens. Noch qualvoller sogar, als meiner krebskranken Frau beim Sterben zuzusehen. Ich schäme mich zu gestehen, dass sich meine Depression schlimmer anfühlte als ihr Tod, aber es ist die Wahrheit. Ich befand mich in einem Zustand, der nichts anderem ähnelte, was ich je zuvor erlebt hatte. Ich fühlte mich nicht nur sehr niedergeschlagen und deprimiert im üblichen Sinne des Wortes. Ich war schwer krank. Ich war völlig mit mir selbst beschäftigt, negativ gestimmt und dachte die meiste Zeit an Selbstmord. Ich konnte nicht richtig denken, geschweige denn arbeiten, und wollte mich den ganzen Tag nur ins Bett verkriechen. Ich konnte nicht Rad fahren oder aus eigenem Antrieb das Haus verlassen. Ich bekam Panikattacken, wenn man mich allein ließ. Und es traten zahlreiche körperlichen Symptome auf ....jedes neue physische Anzeichen löste extreme Angst aus .. die Zukunft war ohne Hoffnung. Ich war überzeugt, dass ich nie wieder arbeiten oder gesund werden würde. Ich hatte große Angst davor, verrückt zu werden."

Mit diesen Sätzen beginnt ein eindrucksvolles Buch, Sätze, die wohl nur dem Menschen so richtig in die Knochen und die Seele fahren, der sich selbst einmal in einem solchen, dem Tod näher als dem Leben verorteten Zustand befunden hat. Geschrieben hat dieses wirklich einzigartige Buch der englische, weltberühmte Biologe Lewis Wolpert, der vor einigen Jahren trotz großen beruflichen Erfolgs und trotz eines glücklichen Privatlebens eine schwere Depression durchlebte.
Sein Beispiel zeigt, dass auch ohne eine direkte Krise, jeder von uns in eine solche Situation kommen kann. Ich habe viele Bücher über Depression notgedrungen gelesen vor langer Zeit, aber kein einziges hat mich dermaßen bewegt und überzeugt wie dieses, auch weil hier ein Betroffener in einer persönlichen, sensiblen und doch durchgängig wissenschaftlichen Standards gemäßen Sprache beschreibt, wie es zu einer Depression kommt, wie man sich in den verschiedenen Stadien fühlt, wie die gängigen wissenschaftliche Erklärungen lauten und welche Therapieformen es gibt, um aus diesem schwärzesten aller Täler wieder herauszukommen.

Ich kann dieses wunderbare Buch allen Menschen, die einmal unter einer solchen Krankheit auch nur ansatzweise gelitten haben oder leiden, sehr empfehlen. Aber auch für Angehörige von akut erkrankten Menschen ist das Buch eine hilfreiche und ermutigende Lektüre, die ihnen vermitteln kann, dass sie sehr wohl etwas tun können und vor allen Dingen, dass es Licht am Ende des Tunnels geben wird, dass ein volles, glückliches, arbeitsreiches und gefühlsbetontes sinnvolles Leben möglich ist nach einer solchen Krankheit. Denn während man drinsteckt in der Dunkelheit gibt es nur Leere, man ist nicht fähig, auch nur irgendetwas zu arbeiten, Gefühle sind vollständig verschwunden ( was vielleicht von allen Symptomen das allerschlimmste ist) und das Leben scheint sinnentleert und nur der Suizid bietet einen möglichen Ausweg.

Ich wünsche diesem Buch viele Leser, und denen, die betroffen sind, Mut zur Hoffnung, denn es gibt neues Leben nach der todesähnlichen Starre der Depression.
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Lewis Wolpert, ein bekannter Entwicklungsbiologe und Wissenschaftsautor durchlebte selbst schwere depressive Phasen. Er konnte nur noch an Suizid denken. Diese Erkrankung erlebte er noch schmerzlicher als den Tod seiner Frau.

Und weil er feststellte, dass Depression immer noch mit einem Stigma belastet ist und er so wenig sachgerechte Informationen darüber fand, hat er selbst ein Buch geschrieben.

Das Buch ist voll mit Informationen, wissenschaftlichen Ergebnissen, die zeigen, wie wenig wir über die Krankheit Depression wissen, wie widersprüchlich oft die Forschungsergebnisse sind. Wolpert ist ein Kenner der Materie, das prägte sein Buch. Das ist sein größter Vorteil, aber gleichzeitig auch die Krux. Eben weil es so disparat ist, so viele Forschungsergebnisse vorstellt, ertrinkt der Leser leicht in der Fülle der Informationen.

Dagegen berichtet Wolpert nur am Rande über seine eigenen Erfahrungen. Diese Berichte sind bedrückend, lassen ahnen, was der Autor mitgemacht hat. Aber sie gehen in der Vielzahl der wissenschaftlichen Berichten leicht unter.

So ist Wolperts Buch für jeden geeignet, der sich über den Stand der Forschung informieren möchte. Weniger geeignet ist es für diejenigen, die sich dafür interessieren, wie Kranke die Depression erleben. Dafür findet sich mittlerweile erheblich bessere Literatur, ZB Wogons "Ich kann nicht wollen".

(C) Hans Peter Roentgen
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am 3. März 2009
Lewis Wolpert, Entwicklungsbiologe, befasst sich in diesem Buch mit der Krankheit Depression, unter der er selber mehrfach gelitten hat. Auf vielfältige Weise nähert er sich dem Thema: Er beschreibt psychologische und biologische Erklärungsansätze, stellt Forschungsergebnisse vor, befasst sich mit einem möglichen evolutionären Nutzen der Erkrankung und beschreibt, welche Behandlungsmethoden welche Erfolge aufweisen.
Für ihn ist die Depression eine bösartige (also pathologsich gewordene) Traurigkeit. Traurigkeit sei zunächst ein adaptives, also wichtiges Gefühl. Doch gerate sie außer Kontrolle, könne eine Depression entstehen.
Wolpert ist ganz Wissenschaftler, rechnet mit psychoanalytischen Erklärungsansätzen ab, da ihnen jede wissenschaftliche Grundlage fehle. Er verhüllt seine Sympathie für biologische Erklärungsansätze nicht, betont aber dennoch die Wichtigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung.
Das Buch ist für Laien und Fachleute gleichermaßen gewinnbringend und liefert einen fundierten Blick auf die Krankheit "Depression". Wolpert schreibt als Betroffener und Wissenschaftler zugleich - die größte Stärke des Buches, welche von seinen persönlichen Erfahrungen profitiert, ohne zu einem Erfahrungsbericht oder Selbsthilfebuch zu werden.
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