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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine prall gefüllte Werkstatt, 12. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen (Taschenbuch)
Assmann entfaltet seine Hauptthese vom kulturellen Gedächtnis in Auseinandersetzung mit dem Alten Ägypten, Israel und dem klassischen Griechenland. Er begreift dabei die Entwicklungen der Achsenzeit nicht als rein mediengebundenes Phänomen wie Havelock noch als rein geistesgeschichtliche Evolution wie Jaspers, sondern als ein komplexes Zusammenspiel von Gesellschaft, Medien und Erinnerungstechnik.

Viele spätere Populärthesen Assmanns, darunter auch der Zusammenhang von Gewalt und Monotheismus, finden sich hier noch zaghaft angedeutet und eben das macht den besonderen Reiz dieses Buches aus: man befindet sich geradezu in der Werkstatt seines Denkens. Vorgängertheorien werden dargestellt, verworfen oder verändert, Schrifquellen neu gelesen und interpretiert, um dann schließlich fundiert kulturgeschichtliche Thesen zu formulieren.

Ein großes Stück Wissenschaft, das aber gerade deswegen auch ein gründlicheres Lektorat verdient hätte - teilweise wiederholen sich kurze Passagen wortwörtlich innerhalb eines Absatzes: deswegen ein Stern Abzug, aber alles in allem sehr empfehlenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kulturelles Gedächtnis, 12. Februar 2011
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen (Taschenbuch)
Nachdem ich von Jan Assmann "Die mosaische Unterscheidung" gelesen hatte, erwartete ich ein gut recherchiertes Buch mit interessanten Analysen. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht. Gerade am Beispiel der frühen Hochkulturen kann ein großer Bogen zur heutigen Zeit gespannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass das heutige kulturelle Gedächtnis sich neuer und anderer Verfahren der Speicherung bedient. Das mag die Frage aufwerfen, ob diese modernen Verfahren das Potential haben, über so lange Zeiträume wie bei den geschilderten Beispielen ihre Wirksamkeit zu behalten.
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Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen
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