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42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer diese handliche Publikation erwirbt, hält nicht den Texte des Gilgamesch-Epos in Händen. Der Autor, Dozent für Assyriologie, öffnet seiner Leserschaft die Tür zur Geschichte dieses Textes. Er erklärt den historischen Bezug, analysiert Sage und Geschichte des Textes und wirft einen faszinierenden Blick auf die damalige Kulturgeschichte zu den Stichworten Autoren, Kopisten und Schreibschulen. Letztlich würdgit der Autor auch die Nachwirkungen dieses ältesten Textes der Weltliteratur.
Diese Studie kann all jenen empfohlen werden, die sich eingehender mit diesem Epos befassen möchten. Die Analysen und Interpretationen bewegen sich im klassischen Rahmen und bieten so ein verlässliches wissenschaftliches Fundament für eigene, möglicherweise exponierte Schlussfolgerungen. Als sehr nützlich erweisen sich die Zeittafel und das Stichwortverzeichnis. Einziger Makel ist das Fehlen einiger Abbildungen der das Epos tragenden Keilschrifttafeln.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Als die Götter die Menschheit erschufen, teilten den Tod sie der Menschheit zu und nahmen für sich das Leben in die Hand."
(aus der X. Tafel)

"Das Gilgamesch-Epos" wurde bereits im Februar 2008 von Prof. Dr. Walther Sallaberger, der am Institut für Assyriologie und Hethitologie der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Lehrstuhl für Assyriologie inne hat, veröffentlicht.

Das "Gilgamesch Epos" hat seine Bedeutung als weitaus bekanntester Text aus dem Alten Orient mit vollem Recht erlangt, denn kein anderes Thema wurde dort so intensiv und lange bearbeitet. Die kanonische jungbabylonische Fassung, die wir heute als das "Gilgamesch-Epos" bezeichnen, entsnd wohl erst 1000 Jahre nach den ersten sumerischen Epen, also im 11. vorchristlichen Jahrhundert. Nicht nur aufgrund seines Umfanges, sondern auch seiner literarischen Dichte und Qualität überragt es alle anderen babylonischen Literaturwerke....

....und auch sein Thema ist einzigartig. Es ist die einzige babylonische Erzählung, das den menschen und sein Wesen zum Mittelpunkt hat. Berichtet wird von menschlichen Erfahrungen, dem Leiden und Wissen um den Tod und der Rolle des Menschen in der Gesellschaft. Daher berührt der alte Text die Menschen bis in unsere Gegenwart hinein. Der Autor räumt in seinem Vorwort ein, dass die historische Einführung in diese Thema immer zu kurz kommen muss, da sie vom dritten bis ins späte zweite vorchristliche Jahrtausend reicht. Ziel des Bandes soll es vielmehr sein, die Grundzüge und Eigenheiten der altorientalischen Schriftkultur darzustellen.

Der in der "Beck'schen Reihe Wissen" publizierte128seitige Band ist als Einführung zu verstehen, die sich in acht Kapitel untergliedert. Die einzelnen Themen beruhen im wesentlichen auf Vorträgen, Seminaren und Vorlesungen zur akkadischen und sumerischen Literatur, die der Autor in München, Venedig und Verona gehalten hat. Daneben wurden die Perspektive und die Auswahl der Themen durch die Erfahrungen in der Lehre bestimmt. Nach der Inhaltsangabe der zwölf Tafeln des Epos, wird zunächst seine alte mesopotamische Welt, sowie die Sage und geschichte seines gleichnamigen Königs vorgstellt. Einem Überblick über die sumerischen und akkadischen Erzählungen folgt eine Betrachtung der "Tradition von Literatur" in Gestalt von Autoren, Kopisten und Schreiberschulen. Nach einer Untersuchung seiner literarischen Gestaltung wird die Bedeutung des Menschen im Gilgamesch-Epos und seine beeindruckende Wirkung und Nachleben hinterfragt. Ergreifend und von steter Aktualität ist die Rolle Enkidus als Freund, das Ende im Tod und das Weiterleben im Namen, sowie die damit verbundene Bestattung und das Totengedenken. Beeindruckend sind auch die Wirkungen des Epos im Alten Orient und seine Reflexe im Alten Testament. Wie z. B. die Geschichte von Ziusudra, dem nach der sumerischen Königsliste letzten göttlichen Königs von Schuruppak, die zur späteren Fassung der biblischen Noah-Erzählung bemerkenswerte Parallelen in der Schilderung der Flutkatastrophe zeigt.

Prof. Dr. Walther Sallaberger ist es gelungen in einer allgemeinverständlichen Darstellung ein Hauptwerk der Weltliteratur vorzustellen, das von den Grundfragen des menschlichen Daseins handelt. Darüber hinaus werden in einem fünfseitigen Anhang noch eine Zeittafel (3600 v. Chr. - 75 n. Chr), bibliographische Hinweise und ein Register geboten. Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels ist zudem eine Karte Vorderasiens mit der Küstenlinie um 2000 v. Chr. zu finden.

5 Amazonsterne.

Wer noch mehr vom sagenhaften vorzeitlichen Helden Ghilghamish malik Uruq und seinem Gefährten Enkidu lesen möchte, sei der fantastische Roman Gilgamesch. König von Uruk. von Thomas R. P. Mielke empfohlen, den timediver® bereits in den 1990er Jahren gelesen, jedoch nicht rezensiert hat.
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"Als die Götter die Menschheit erschufen, teilten den Tod sie der Menschheit zu und nahmen für sich das Leben in die Hand."
(aus der X. Tafel)

"Das Gilgamesch-Epos" wurde bereits im Februar 2008 von Prof. Dr. Walther Sallaberger, der am Institut für Assyriologie und Hethitologie der Ludwig-Maximilians-Universität München einen Lehrstuhl für Assyriologie inne hat, veröffentlicht.

Das "Gilgamesch Epos" hat seine Bedeutung als weitaus bekanntester Text aus dem Alten Orient mit vollem Recht erlangt, denn kein anderes Thema wurde dort so intensiv und lange bearbeitet. Die kanonische jungbabylonische Fassung, die wir heute als das "Gilgamesch-Epos" bezeichnen, entsnd wohl erst 1000 Jahre nach den ersten sumerischen Epen, also im 11. vorchristlichen Jahrhundert. Nicht nur aufgrund seines Umfanges, sondern auch seiner literarischen Dichte und Qualität überragt es alle anderen babylonischen Literaturwerke....

....und auch sein Thema ist einzigartig. Es ist die einzige babylonische Erzählung, das den menschen und sein Wesen zum Mittelpunkt hat. Berichtet wird von menschlichen Erfahrungen, dem Leiden und Wissen um den Tod und der Rolle des Menschen in der Gesellschaft. Daher berührt der alte Text die Menschen bis in unsere Gegenwart hinein. Der Autor räumt in seinem Vorwort ein, dass die historische Einführung in diese Thema immer zu kurz kommen muss, da sie vom dritten bis ins späte zweite vorchristliche Jahrtausend reicht. Ziel des Bandes soll es vielmehr sein, die Grundzüge und Eigenheiten der altorientalischen Schriftkultur darzustellen.

Der in der "Beck'schen Reihe Wissen" publizierte128seitige Band ist als Einführung zu verstehen, die sich in acht Kapitel untergliedert. Die einzelnen Themen beruhen im wesentlichen auf Vorträgen, Seminaren und Vorlesungen zur akkadischen und sumerischen Literatur, die der Autor in München, Venedig und Verona gehalten hat. Daneben wurden die Perspektive und die Auswahl der Themen durch die Erfahrungen in der Lehre bestimmt. Nach der Inhaltsangabe der zwölf Tafeln des Epos, wird zunächst seine alte mesopotamische Welt, sowie die Sage und geschichte seines gleichnamigen Königs vorgstellt. Einem Überblick über die sumerischen und akkadischen Erzählungen folgt eine Betrachtung der "Tradition von Literatur" in Gestalt von Autoren, Kopisten und Schreiberschulen. Nach einer Untersuchung seiner literarischen Gestaltung wird die Bedeutung des Menschen im Gilgamesch-Epos und seine beeindruckende Wirkung und Nachleben hinterfragt. Ergreifend und von steter Aktualität ist die Rolle Enkidus als Freund, das Ende im Tod und das Weiterleben im Namen, sowie die damit verbundene Bestattung und das Totengedenken. Beeindruckend sind auch die Wirkungen des Epos im Alten Orient und seine Reflexe im Alten Testament. Wie z. B. die Geschichte von Ziusudra, dem nach der sumerischen Königsliste letzten göttlichen Königs von Schuruppak, die zur späteren Fassung der biblischen Noah-Erzählung bemerkenswerte Parallelen in der Schilderung der Flutkatastrophe zeigt.

Prof. Dr. Walther Sallaberger ist es gelungen in einer allgemeinverständlichen Darstellung ein Hauptwerk der Weltliteratur vorzustellen, das von den Grundfragen des menschlichen Daseins handelt. Darüber hinaus werden in einem fünfseitigen Anhang noch eine Zeittafel (3600 v. Chr. - 75 n. Chr), bibliographische Hinweise und ein Register geboten. Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels ist zudem eine Karte Vorderasiens mit der Küstenlinie um 2000 v. Chr. zu finden.

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Wer noch mehr vom sagenhaften vorzeitlichen Helden Ghilghamish malik Uruq und seinem Gefährten Enkidu lesen möchte, sei der fantastische Roman Gilgamesch. König von Uruk. von Thomas R. P. Mielke empfohlen, den timediver® bereits in den 1990er Jahren gelesen, jedoch nicht rezensiert hat.
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am 22. November 2013
Hervorragende Darstellung des ggw. leider geschichtstheoretisch allzu oberflächlichen Standes der Forschung! Die schwierige Frage, was für gesellschaftsstrukturelle Prozesse der frühen Reichsbildungen im Mythos verarbeitet werden und wie das geschieht wird leider einfach ignoriert.
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