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Kundenrezensionen

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am 16. Oktober 2003
Nicht Goethes Faust möchte ich rezensieren - das ist müßig. Wie könnte ich mir anmaßen, solch ein Werk zu beurteilen?
Ganz subjektiv: Ich liebe Goethes Faust und vor allem den 2. Teil, habe über die Klassische Walpurgisnacht meine Diplomarbeit geschrieben, und nehme das Buch immer wieder zur Hand um mich an einzelnen Passagen zu erfreuen.
Mein Kommentar zielt auf die vorliegende Ausgabe ab. Jeder sollte Goethes Faust irgend wann einmal lesen - die Frage ist nur: in welcher Ausgabe?
Selbstverständlich in einer kommentierten! Besonders der Faust 2 ist ohne Kommentar kaum zu verstehen.
Es scheiden sich die Geister, wie weit ein guter Kommentar nur Erläuterung von Fakten, oder wie weit er interpretieren und damit Interpretationshilfe oder -beeinflussung sein soll. Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe hält sich relativ strikte an die erste Linie.

Dem Leser wird erklärt, was Greife sind, wer Helena war, und was Erichtho mit den Pharsalischen Feldern zu tun hat.
Für einen Faust Kommentar ist dieser von Trunz sehr kurz, was so manchem Leser bestimmt sehr sympathisch ist, weil es nicht jedermanns Sache ist, mehr Kommentar als Werk zu lesen.
Allerdings wird man auf viele Feinheiten des Faust beim Lesen mit diesem Kommentar nicht aufmerksam werden. Interpretatorischen Fragen geht Trunz kaum nach.
Meine erste Faust Lektüre habe ich mit diesem Kommentar hinter mich gebracht, und damals war ich durchaus dankbar, schnell und einfach die wichtigsten Infos zu mythologischen Figuren und Schauplätzen zu erhalten.
Im Laufe meiner Beschäftigung bin ich auf viele andere, wesentlich ausführlichere Kommentare gestoßen, wie dem von Dorothea Hölscher-Lohmeyer in der Münchner Ausgabe, dem von Geyer bei Reclam oder dem von Schöne bei Artemis. Alle haben ihre Stärken und Schwächen: Lohmeyer mit ihrem Hang zur Überinterpretation ist vielleicht das krasseste Gegenteil zu Trunz. Auch Geyer füllt 2 Bücher als Kommentator. Schöne ist vielleicht der Mittelweg zwischen den Extremen.
Der Trunz Kommentar dieser Ausgabe ist meiner Meinung nach das Richtige für Faust-Anfänger oder für schnelles Nachschlagen handfester Information. In die Tiefe des Faust dringt man damit allerdings nicht.
Dazu heißt es lesen, lesen, lesen - nicht einmal, sondern viele Male. Hat jemanden die Liebe zum Werk einmal gepackt, wird er danach trachten, verschiedene Werke der Sekundärliteratur zu verwenden. Für den Anfang ist Trunz nicht schlecht.
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am 15. April 2005
Goethes Faust ist wohl "DAS" Meisterwerk der deutschsprachigen Literatur. Das Buch ist reich an Inhalt und insbesondere der zweite Teil schwer zu begreifen ohne Hintergrundwissen.
Trunz hat einen aufwendigen Anhang beigefügt, in dem er die Historie der Entstehung des Faust kommentiert, er die Bedeutung jeder einzelnen Szene erklärt (oft mit Verweisen auf Goethes Freund Eckermann) und sogar viele Verse genauestens erklärt.
Mir haben insbesondere die Kommentare zu den griechischen mythologischen Figuren des zweiten Teils geholfen, den Text und die Intentionen Goethes besser zu verstehen.
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am 7. Mai 2000
Die Geschichte von Goethes Faust dürfte in groben Zügen ja hinreichend bekannt sein: Der gelehrte Faust gibt sich nicht mehr nur mit seinem Wissen zufrieden, sondern will etwas erleben und schließt dafür einen Pakt mit dem Teufel... Daher sei hier vor allem gerade auf die vorliegende Textausgabe aus dem Beck-Verlag, sonst vor allem für juristische Fachliteratur bekannt, eingegangen. Auf den ersten 420 von ca. 780 Seiten bekommt der Leser der Tragödie ersten und zweiten Teil sowie den Urfaust geboten, allesamt äußerst lesenswert auch für all diejenigen, die dies nicht ohnehin schon in ihrer Schulzeit getan haben. Danach folgt eine Zusammenstellung von Briefen Goethes, in denen er sich selbst zu seinem Werk äußert, und schließlich ein ausführlicher Kommentarteil von Erich Trunz mit Erläuterungen zu antiquierten Ausdrücken, Übersetzungen lateinischer Redewendungen, Erklärungen zu teilweise religiöser Symbolik etc. Das Ganze ist schön in rotem Leinen gebunden und ist mit weniger als 15 DM äußerst preiswert. Auf dieses Stück klassischer deutscher Literatur sollte wirklich niemand verzichten! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. Juni 2003
Der eigentliche Inhalt des Dramas dürfte den meisten bereits durch die amazon-Rezensionen bekannt sein, daher erachte ich es nicht für nötig, ihn hier zu wiederholen. Er baut auf der alten Faust-Sage auf. Bei Goethe jedoch ist diese mal in solch philosophisch tiefsinnigen, mal in so witzig-satyrischen, spritzigen und "ergetzlichen" Dialogen eingepackt, dass man sie gerne wieder und wieder liest und sich wünscht, sie würden niemals enden. Wahrlich, ein Meisterstück! Jedoch ist der erste Teil weit vergnüglicher zu lesen, als der zweite, der ziemlich in die Breite geht und viele Motive aus der griechischen Mythologie und Traditionen des deutschen Kaiserhofes miteinander verwebt und daher gute Kenntnisse darüber voraussetzt. Einige Passagen sind hier in langen epischen Versen, wie z.B. Trimetern verfasst, die den Bezug zur Antike betonen. Dadurch staut sich der Lesefluß im zweiten Teil stellenweise beträchtlich und kann manchen ermüden. Andererseits besticht dieser Teil mit einer sehr reichen Bilderwelt. Er is wesentlich phantasievoller und märchenhafter als der erste, es treten viele Fabelwesen, wie Nymphen, Sirenen, Greife, Sphinxe, Lamien, Schönheiten und Schreckgestalten neben Philosophen und Figuren des Kaiserhofs auf, alles mutet, wie ein phantastischer imaginärer Reigen an. Ja, selbst Ameisen, Kraniche, Pygmäen und der Erzbischof kommen zu Wort. Eine gewaltige Mixtur! Goethe meinte selbst über seinen Faust in der Paralipomena zu Faust I:
....... "Gibts ein Gespräch, wenn wir uns nicht betrügen,
....... Mehr oder weniger versteckt?
....... So ein Ragout von Wahrheit und von Lügen,
....... Das ist die Köcherei, die mir am besten schmeckt."
Über diese Ausgabe: sie enthält Faust I, II, Urfaust, Nachwort, einiges zur Entstehungsgeschichte und Textgestalt, ultralange Anmerkungen und Briefwechsel bzw. Gespräche Goethes über sein Werk und und und, alles in allem ist dies eine perfekte Ausgabe für diejenigen, die perfekt über dieses Drama Bescheid wissen möchten. Und deshalb sei hier noch eine Warnung ausgesagt: man lese die Anmerkungen nur, wenn man wirklich etwas wesentliches nicht versteht, denn diese sind wirklich ZU ausführlich. Zu jedem Akt gibt es gleich seitenweise Deutungen, Interpretationen nebst Hinweisen, wie Goethe auf die eine oder andere Geschichte gekommen ist, wo seine Quellen lagen und welche Bilder und Plastiken er zu hause besaß, die er zum Entwurf der Tragödie benutzt haben mag. Die literarisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Versmaß kommt auch nicht zu kurz. Diese Informationen mögen für den Interessierten durchaus nützlich sein und gäben keinen Anlaß zur Kritik, wenn in ihnen nicht ständig entscheidende Stellen der Handlung vorweggenommen würden. Da schlägt man z.B. nach, um mehr über eine bestimmte mythologische Gestalt zu erfahren und liest gleichzeitig, welche Bedeutung dieselbe im nächsten oder sogar letzten Akt haben wird, wie und warum sie auftreten und was alles noch geschehen wird! Da will man ausrufen: "Beim Element!", wenn man die Spannung bis zum Schluß erhalten möchte, sollte man diese Kommentare sehr vorsichtig oder überhaupt nicht lesen. Sie verraten regelmäßig das komplette Geschehen eines Aktes in Prosa. Sie sind zudem vermengt mit Aussagen von Literaturwissenschaftlern, die dem Leser ihre Sicht über Faust, Gott und die Welt verkünden möchten. Befreit von der subjektiven Wahrnehmung der Kritiker sind nur die Aussagen des Dichters selbst über seinen Faust in Briefen und Gesprächen mit seinen Freunden (z.B. Eckermann). Nichtsdestotrotz macht der Kommentarteil einen sehr soliden Eindruck und ist wirklich erschöpfend, es bleibt fast keine Frage mehr offen. Für Schüler oder Studenten kann er deshalb äußerst hilfreich sein, für Liebhaber von Goethes Dichtung eher überflüssig. Und für studierende wissbegierige Goethe-Liebhaber? Ach! Die wird's vielleicht zerreißen! So wie Faust sagt:
....... "Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen,
....... Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
....... Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
....... Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel -
....... Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
....... Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen"
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am 13. September 1999
Goethes „Faust 1" dürfte wohl in Deutschland fast jedem bekannt sein und eventuell auch mit der Erinnerung an den eigenen Deutschunterricht verbunden sein. Um so interessanter dürfte es sein, sich dieses Werk mal wieder zu Gemüte zu führen und eventuell auch den Urfaust und Faust 2 gleich mit. - Dieses Vorgehen macht einem diese Ausgabe, in der zu einem unglaublich günstigen Preis alle drei Werke vereint sind, schmackhaft: Dass an dem Goethe-Werk nichts verändert wurde, ist selbstverständlich, aber trotzdem ist diese Ausgabe etwas besonderes:von den 777 Seiten bestehen ganze 350 Seiten aus Kommentar, Nachworten und Anmerkungen, die zum Verständnis des Textes, der Zusammenhänge und der Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen den drei Faust-Werken beitragen. Mit einer unvergleichbaren Genauigkeit, die aber ganz und gar nicht schwerfällig ist, schafft es Erich Trunz dem Leser durch seine Kommentare und Anmerkungen alle möglichen Fragen zu beantworten, ohne dem Leser das Nachdenken zu ersparen. Dieses Buch ist nicht nur für Alle geeignet, denen die Faust-Werke Goethes noch im Bücherschrank fehlen, sondern auch für jene, die gern eine kommentierte Ausgabe von allen drei Werken hätten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 5. August 2003
Faust ist zweifelsohne eines der wichtigsten Werke der deutschen Literatur überhaupt. Ich habe bis jetzt nur den ersten Teil gelesen und der hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist phantastisch, wie viel tiefe Gedanken und durchaus auch Humor in diesem Werk stecken, von der herausragenden dichterischen Leistung Goethes ganz zu schweigen.
Neben den Werk selbst finde ich auch diese Ausgabe ausgezeichnet. Sie enthält Faust I und Faust II plus den Urfaust und einen sehr ausführlichen Kommentarteil, in dem kaum eine Frage zum Faust offen bleibt.
Eine sehr gute Ausgabe eines großartigen Werkes und wenn man bedenkt, dass sie mehr als 700 Seiten hat, auch eine günstige.
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am 24. Juli 2004
Goethes "Faust" als Gesamtwerk - sprich Teil I + II - ist und bleibt DAS ausgereifteste und bedeutendste Werk der deutschen Literatur und nimmt neben wenigen anderen Werken ebenfalls einen, wenn nicht den höchsten, verdienten Platz im Olymp der Weltliteratur ein. Sicherlich nicht leicht lesbar und zugänglich, präsentiert sich dem Leser, der sich auf das Mammutwerk einlässt, mit Goethes "Faust" einer der interessantesten Ansätze über die Behandlung menschlicher Urfragen und das Wesen der Menschheit. Lyrisch vollendet und nicht mehr zu übertreffen, stellt das Werk zudem mit den Figuren Faust und Mephisto die wahrscheinlich wichtigsten Charaktere vor, die jemals so für ein Buch konzipiert wurden.
Erich Trunz' überlegene Ausgabe glänzt im übrigen durch einen ausführlichen Anhang- und Kommentarteil und ist aufgrund des exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnisses auch für Schüler und Gelegenheits-Leser sehr wohl geeignet.
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am 23. Juni 2014
Ich besuche abends die Schule und habe mir diesen Klassiker im Vorhinein dafür zugelegt.
Ich habe bisher noch keine wirkliche Ahnung von Faust gehabt. Ich habe das Buch nun mehrfach gelesen und durch die Kommentare im hinteren Teil auch wirklich verstanden um was es geht.
Ich bin so fasziniert gewesen, dass ich Goethe und Faust für meine Präsentation gewählt habe die mir sogar den Applaus meiner Klassenkameraden eingebracht hat.
Das Buch ist eingeteilt nach Faust I, Faust II, Urfaust und die Kommentare.
Die Kommentare umfassen zeitgenössische Berichte und Briefauszüge des Goethe und seiner Freunde, sowie auch grundsätzliche "Hintergrundinfos", so dass es wirklich nicht mehr schwer ist alles nachzuvollziehen.
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am 26. März 2016
Nicht so wirklich Orientierung findend auf der Suche nach einer angemessenen Faust-Ausgabe habe ich mich wegen des wohl vorhandenen, aber eben lt. einigen Rezensionen nicht überschweren Kommentarteiles als Erstleser für diese entschieden.

Wie es scheint, eine gute Entscheidung:

Für 10 Euronen gibt es hier, was es häufig für 25 bei vielen Büchern vermisse: Einen Leineneinband!
Den warmen Gelbton finde ich persönlich akzepabel, lieber wäre mir ein dunklerer Ton. Das auf der Abbildung rötlich gehaltenen untere Drittel hätte ich sehr passend für den optischen Gesamteindruck gefunden, hierbei handelt es sich leider nur um eine papierene Banderole, die nach Entfernen der Folie kaum mehr zu nutzen ist.

Die (sehr knappen, an Ausführungen im Duden o.ä. erinnernden) Kommentare hatte ich als Fußnoten erwartet, tatsächlich befinden sich diese in einem separaten Teil. Hin- und Herblättern ist also erforderlich. Nicht weiter wild, nur wäre hierfür ein Lesebändchen sehr hilfreich, besser noch zwei. Dafür hätte ich auch gerne ein paar Euronen mehr bezahlt.

Aber ich will hier ganz und gar nicht auf hohem Niveau kritteln: Insgesamt kaum zu glauben, womit diese Ausgabe für den Kurs eines Taschenbuches insgesamt aufwartet! Rezensierenden Faust-Kennern zufolge auch inhaltlich. Wenn nicht hier, wo dann 5 Sterne?

Lesebändchen zum Nachrüsten gibt es (auf Nachfrage beim aktuell einzigen Anbieter auch in verschiedenen farblichen Sortierungen) z.B. hier bei amazon. Zwei farblich abgestimmte nachgelegt - fertig ist eine sehr schöne Ausgabe für den Faust-Einstieg. ;-)
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am 26. Juli 2012
"So tauml' ich von Begierde zu Genuss, und im Genuss verschmacht ich nach Begierde"(Faust, erster Teil) Die Fassung Goethes des Faust Mythos ist mit recht der berühmteste. Der Mythos der im 15.jahr. wurzeln, bezieht sich wahrscheinlich auf ein oder mehere historischen Personen, welches zu der Faszination des Stoffes wohl beigetragen hat, dass es um etwas tief in der menschlichen Natur geht. Zur Zeit des Anfangs der industriellen Revolution geschrieben, setz Goethe den Faust Mythos im kontext zu den Problemen und Errungenschaften die dieser, von den Menschen ausgegangen, mitgebracht haben, Errungenschaften und Probleme mit den wir heutzutage noch beschäftigt sind. Deswegen spricht Goethes Faust auch dem heutigen Leser zu. Dass wir von Begierde zu Genuss, und im Genuss nach Begierde verschmächten, d.h. dass wir die möglichkeit im materiellen Genuss zu leben haben, das ist wohl ein Gut für welches wir aber einen Preis zahlen müssen. Die Finanzkrise ist ja, wenn in einer höheren Potenz erhoben, die Geschichte des Faust ( wie auch die des Zauberlehrlings). " Vergebens, dass ihr wissenschaftlich schweift, Ein jeder lernt nur, was er lernen kann; Doch der den Augenblick ergreift, das ist der rechte Mann"( Mephistopheles; Faust, erster Teil). Der Augenblick ist laut Kirkegaard eine Zeit in der Zeit, wo die Ewigkeit (d.h. die nicht unter den Bedingungen der Zetlichkeit unterworfenen) die Zetlichkeit berührt, also den Punkt der Wahl und der Entscheidung. Dass Faust, der alle Wissen und Ruhm besitzt, und doch dünkt ihm etwas fehlt, sucht nach Anleitung un Hilfe des Mephistopheles, dieses im ersten Teil, im Genuss ohne Bewusstsein zu finden. In diesem überschwenglichen Genuss des faust ist es dass er der Margrete(Gretchen) befreundet- und verliert. Der zweite Teil ist das Leben Fausts im Genuss mit Bewusstsein. Das was ihm fehlt in Gretchen (d.h. im anderen Menschen) die Erfüllung zu sehen, würde zu einfach zu schliessen sein, dass wir, wie "Faust", nicht ohne wissenschaftlich zu schweifen und ohne materielle Genusse irgend eine Zufriedenheit erreichen können. Goethes "Faust" erzählt aber, dass wenn wir uns dies, dass den Preis unsrer zeitlichen Zufriedenheit eine durchgängige Unzufriedenheit ist, bewusst werden, wir in unserm individuellen Leben für den " Augenblick" empfänglich sein können, und so ohne etwas materielles zu entbehren aber es im Verhältniss mit der anderen Seite des Lebens (das nicht materielle im Leben) verstehen, unserm Glück in dem des anderen Menschen finden werden können. Vielleicht klingt es nach leerem Humanismus, aber das Einfache auszuführen ist ja oft viel schwieriger als das gedachte. Faust vermisst ja den "Augenblick". Sich Zeit nehmen Goethes "Faust" zu lesen, ist ein unmittelbares Genuss das zum nachdenken auffordert, und vielleicht für den "Augenblick", den jeder in seinem Leben begegnet, empfänglich macht um es ergreifen zu können. "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis, Das Unzulängliche hier wirds ereignis...."(aus dem Schlusschor des zweiten Teils).
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