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TOP 1000 REZENSENTam 3. Juni 2009
Die Zehn Gebote aus den Mosebüchern des Alten Testaments sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur und eine uralte Wurzel unserer ethischen Tradition. Daher lohnt eine eingehende Beschäftigung mit ihnen. Matthias Köckert gelingt es, auf etwa 120 Seiten knapp und gut die relevanten Aspekte zu erläutern und - das ist seine besondere Stärke - zu erzählen.

Das Buch lässt sich in drei Teile gliedern, die unterschiedlich anspruchsvoll sind. Sehr gut lesbar sind die ersten Kapitel, eine schöne Hinführung zu den Einzelgeboten. Ebenfalls gut zu lesen sind die letzten Kapitel, die die Geschichte der Gebote bis heute erzählen.
Dazwischen stehen die komprimierten Einzelauslegungen, die in ihrer Konzentration für Nicht-Fachleute nicht immer einfach zu verstehen sind, da sie Fachwissen voraussetzen. Hier wäre es gut, es gäbe im Anhang ein Glossar (Erläuterungen von Fachbegriffen), so dass dem Autor Erklärungen erspart blieben, die im Textfluss doch störend wirken. Wer etwas nicht kennt, könnte dann nachschlagen, die Ausführungen selbst blieben dagegen klarer und stringenter.

Inhaltlich zeigt sich Köckert aktuell, breit und sehr gut informiert. Er setzt ein mit der massiven Ablehnung der Zehn Gebote durch Adolf Hitler und die Nationalsozialisten und zeigt gerade an deren Ablehnung, wie sehr sie zu unserer Kultur gehören. Auf diese Weise neugierig gemacht, erfahren die Leserinnen und Leser dann viel über die Besonderheit der Gebote, wie verschieden sie gezählt werden, wo sie überliefert sind. Grundwissen, gut aufbereitet.

In den Einzelauslegungen bestechen die religionsgeschichtlichen Vergleiche, die gründlichen sprachlichen Analysen, die sozialgeschichtlichen und rechtsgeschichtlichen Hinweise und die Einbeziehung der archäologischen Befunde. Beispielsweise macht Köckert den urprünglichen Sinn des Elterngebots ("Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren ...") einsichtig und seinen Missbrauch in der älteren Pädagogik deutlich. Und natürlich gibt es in der Bibel kein Verbot der Lüge ...

Alles in allem: Die Einzelauslegungen sind eine Fundgrube, die Gebote besser zu vestehen.

Historische Urteile fällt Köckert im übrigen sehr behutsam, auch wenn der Historiker in mir über manch mutige Hypothese der Alttestamentler erstaunt ist, die aus doch recht dürftiger Quellenlage gezogen wird. Hier passieren manchmal auch Ungenauigkeiten, etwa auf Seite 72, wenn ein Sabbatgebot "mutmaßlich (!) älter" ist, und ein paar Sätze später felsenfest davon ausgegangen wird, dass das andere Sabbatgebot die "die jüngere" Fassung sei. So etwas bewegt sich historisch einfach im sehr vagen Raum der Hypothese und sollte nicht so sicher behauptet werden.
Aber, wie gesagt, im Vergleich mit älteren Schriftauslegern ist der Autor noch ausreichend behutsam.

Stark erzählt ist dann die Wirkungsgeschichte, die schon in den vorchristlichen Jahrhunderten einsetzt, wo bereits die Vernünftigkeit der Gebote für alle Menschen in die Diskussion mit der hellenistischen Philosophie eingebracht wurde. Die Gebote sind eben zunächst an bestimmte Menschen eines bestimmten Volkes zu einer bestimmten Zeit gerichtet. Die Reflektion über ihre universale Gültigkeit, über ihre Begrenztheit sowie über ihre natürliche Vernünftigkeit hat sie bis heute begleitet. Und so ist der Weg der Gebote eine außergewöhnliche und interessante Geschichte von der Antike, über Judentum, Islam, und sehr einflussreich Martin Luther, bis zu den Menschenrechten und -pflichten der Gegenwart.

Ja, es kommt wohl in unserem Kulturkreis keiner darum herum, die Zehn Gebote und ihre Hintergründe zu kennen, wenn er über ethische Grundfragen nachdenken und mitreden möchte.

Köckerts Verdienst ist, zur Kenntnis der Zehn Gebote einen ausgezeichneten, konzentrierten Beitrag geliefert zu haben, dem viele Leserinnen und Leser zu wünschen sind.
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am 19. September 2011
Das Buch schnell und gut empfangen. Ich bin sehr zufrieden und wunsche das jeder Lieferant so gut ausfuhren soll. Nogmals danke sehr fur die gute Abhandlung.
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