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Das informative Universum: Das neue Weltbild der Physik
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juni 2005
Ein sehr gutes Buch, das ich wärmstens empfehlen kann für alle, die sich auf einem leicht verständlichen Level den Geheimnissen des Aufbaus unserer Welt nähern möchten. In einem flüssigen, amüsanten und spannenden Erzählton versteht es Hans Christian von Baeyer über ganze Buch hinweg einen Bogen aufzubauen, in welchem ein sehr breites Wissen um die Information aus den Gebieten der klassischen, sowie der Quantenphysik, der Biologie, der Astronomie und auch zu Fragen im Bereich der Philosophie erläutert werden.
Das Buch besitzt einen strukturierten Aufbau in insgesamt 4 Teilen. Im ersten Teil werden die Hintergründe ausgeleuchtet. Der Autor geht auf geschichtliche Entdeckungen und die Wurzeln der heute heutigen Theorien ein. Dabei werden wissenschaftliche Vorgehensweisen, wie Abstraktion, Emergenz oder Reduktion auf einfache Art und Weise erläutert.
Im zweiten Teil wird die Bedeutung der Information in der klassischen Physik erläutert. Der Inhalt umfasst ein breites Spektrum von der technischen Informationsübertragung und Verarbeitung im heutigen Informationszeitalter über die wissenschaftliche Bedeutung der Information, zum Beispiel in Form der Entropie im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik oder auch über die Bioinformatik, wo der Autor in einer entzückenden Einfachheit zu erklären vermag, wie Informationen in unseren Genen gespeichert und reproduziert werden.
Im dritten Teil widmet sich der Autor der quantenmechanischen Interpretation der Information. Der Teil beinhaltet zum einen eine grundlegende Erklärung der Regeln und Gesetze der Quantenwelt, wie die Teilchen/Wellen Dualität, oder die Superposition von Teilchen. Neben der Einführung Qubits als Speicherort der Quanteninformation, den Konzepten der Quantenrechnung, wird zum Beispiel auch erläutert wie wie scharze Löcher Informationen verschlingen und speichern können.
Im vierten und abschliessenden Teil kommt von Baeyer über ein paar Gedanken zu zukünftigen erweiterten Definition der Einheit Information schliesslich auf seine grundlegende Aussage dieses Buches: den Zusammenhang zwischen der abstrakten Information und den (auch abstrakten) Bausteinen die unsere Welt begründen: der Materie.
Das Buch ist das spannendste Physikbuch, das ich je gelesen habe. Trotzdem bleibt von Baeyer jederzeit auf dem Boden der Wissenschaft, auch wenn an der einen oder anderen Stelle ein paar philosophische Fragen den wachen Leser zum Nachdenken anregen werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 29. Januar 2010
Das Buch ist exzellent geschrieben. Allerdings dürfte es sich primär an den interessierten Laien wenden, der sich einen ersten Überblick über das Thema verschaffen möchte.

Der Autor macht gleich zu Beginn deutlich, dass Information aus Sicht der Physik noch immer ein ausgesprochen ungenauer, geradezu metaphysischer Begriff ist, weswegen er noch keinen tiefen Eingang in die physikalischen Modelle und Theorien gefunden hat. Er glaubt jedoch, dass sich das ändern wird, schließlich sei dies bei den Begriffen Energie oder Wärme nicht viel anders gewesen.

Bemängeln möchte ich nur ganz wenige Punkte:
1. Es wird zwar die DNA als Medium zur Speicherung biologischer Informationen eingehend diskutiert, nicht jedoch die Evolution selbst. Gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik kommt es im Universum ständig zu Informationsverlusten (die Entropie kann nur zunehmen), während es sich bei der Evolution um einen informationsgewinnenden Prozess handelt, wie z. B. Schrödinger und Eigen deutlich gemacht haben.
2. Die Heisenberg'sche Unschärferelation wird nur am Rande erwähnt. Gerade hier hätte ich mir eine Diskussion der Kernaussagen aus informationstheoretischer Sicht gewünscht.
3. Die Beziehung zwischen Energie und Information wurde mir zu knapp abgehandelt, insbesondere die Aspekte, die sich aus dem Landau-Prinzip heraus ergeben. Wenn Evolution ein informationsgewinnender Prozess ist, dann ist ein solcher gemäß Landau-Prinzip nur auf Kosten einer zunehmenden Entropie in der Umgebung möglich. Eigendynamische Evolutionen abstrakter Objekte (z. B. auf Basis von Memen) wären dann aber grundsätzlich nicht möglich.

Dennoch möchte ich die Lektüre ausdrücklich empfehlen. Für Physiker dürfte möglicherweise vor allem der Abschnitt über die Qubits von Interesse sein.
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