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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klischeefreie Einblicke, 21. Januar 2012
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Machu Picchu: Die geheimnisvolle Stadt der Inka (Taschenbuch)
Der Band "Machu Picchu" war bereits in vierter Auflage im Jahre 2004 in der Reihe "C.H.Beck Wissen" veröffentlicht worden. Sein Autor, der studierte Ethnologe und Sinologe Dr. Berthold Riese (Jg. 1944), war zwischen 1983 bis 2009 als Professor am Institut für Altamerikanistik und Ethnologie, dem vormaligen Seminar für Völkerkunde, der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität in Bonn beschäftigt. Neben seinen zahlreichen Fachpublikationen zu den präkolumbischen Kulturen Meso- und Südamerikas, zeichnete sich der Gastprofessor der Zhong Shan-Universität in Guangzhou unter dem Pseudonym "Bai Ruisi" auch als Mitherausgeber eines Aufsatzes zur "Schriftzeichenkognition aus psycholinguistischer Sicht" verantwortlich.

Wie der Autor im Vorwort schreibt, sieht er sein wesentlichstes Anliegen darin, mit dem Band einen wissenschaftlich begründeten und daher von populären Klischees sehr oft abweichenden Einblick in die Stadt Machu Picchu zu geben.Hierzu stehen Bodenfunde in der Gestalt von Gräbern und steinerne Bauwerke zur Verfügung. Da die Inka selbst keine Schrift kannten und ihre Geschichte daher nur mündlich, unterstützt von den Khipu genannten Knotenschnüren, überlieferten, steht an Aufzeichnungen letztendlich nur das zur Verfügung, was von den spanischen Eroberern niedergeschrieben wurde. All dies stammt jedoch aus einer Zeit, als die Stadt bereits lange verlassen worden war. Andrerseits bietet sich dem Archäologen und Historiker jedoch stets die Möglichkeit, örtliche Traditionen und andere ethnologische Besonderheiten in seine Forschungen einzubeziehen. Besonders in den entlegenen Bergtälern über die sich der Machu Picchu erhebt sind auch heute noch die altindianischen Sprachen Runa, Simi und Quechua lebendig geblieben. Dennoch basieren die meisten Erkenntnisse über die einstigen Stadtbewohner und die Funktionen von Gebäuden und Gesamtanlage letztendlich nicht auf die Legenden der Indianer, sondern auf kolonialzeitliche Schriftquellen und vornehmlich archäologische Studien.

Sein Porträt der in 2360 Metern Höhe gelegenen, in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbauten, gut erhaltenen Ruinenstadt hat der Autor in sechs Kapitel gegliedert. Gleich zu Anfang macht eine Karte die ungeheure Ausdehnung des Inkareiches, das sich auf dem Höhepunkt seiner Macht vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien erstreckte (und damit eine größere Ausdehnung besaß als die Entfernung zwischen dem Nordkap und Sizilien!) deutlich. Kapitel 1 ist dem umstrittenen und geltungssüchtigen "Entdecker der verlorenen Stadt der Inka" und späteren US-Senator, Hiram Bingham (1875 - 1956) gewidmet. Ursprung und Reichsgründung der Inka bis zur spanischen Eroberung und das Ende des letzten Inka, Tupaq Amaru, sind Gegenstand des zweiten Kapitels.

Mit 43 Seiten und zahlreichen Fotos, Rekonstruktionszeichnungen und Lageplänen bildet das dritte Kapitel mit der Beschreibung der Stadt, ihrer Plätze und Bauwerke das Herzstück des Bandes. Besonders beeindruckend dargestellt sind Stadtmauer und -tor (Inti Punktu), das Haus des Inka (Inka Wasi), der Heilige Platz (Inti Kancha), der große Platz (Inti Pampa) und die Sonnenwarte (Inti Watana). Mit der Frage, "Wem und wozu diente der Machu Picchu" setzt sich Dr. Riese im vierten Kapitel auseinander. Hierbei erteilt er sowohl der These von Machu Picchu als Ursprungsort der Inka, als auch den beliebten Behauptungen, wonach der Ort eine Grenzfeste gegen das Tiefland oder der Regierungssitz der Inka während der frühen Kolonialazeit gewesen sei, eine deutliche Absagen. Als ursprünglichen Zweck der Stadtanlage fasst der Autor schließlich zusammen, dass diese wohl am ehesten ein befestigter Landsitz des Inkas Pacha Kutiq gewesen sei, der sich hier vor seiner Verwandtschaft in Sicherheit brachte. Während in Kapitel fünf die Erschließung Machu Picchus, die Aufnahme in die Listen des UNESCO-Weltkulturerbes und -Weltnaturerbes, aber auch die Gefahren die der Ruinenstadt von Massentourismus und Natur drohen beschrieben werden, zeigt das letzte Kapitel ihre Bedeutung als emotional-politisches Symbol nationalen Stolzes, die Alejandro Toledo kurz nach seiner Wahl zum peruanischen Präsidenten am 29. Juli 2001 in vor Ort in Szene setzte.

Ein Literaturverzeichnis und ein Register bilden den Abschluss des Bandes, der mit fünf Amazonsternen zu bewerten ist und timediver® veranlasst, Peru auf seine Reise-Agenda 2014 zu setzten.

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Kein noch so schöner Bildband kann auch nur annähernd Aussicht und Gefühl vermittelt, wie ein realer Besuch des "Machu Picchu" sowie das anstrengende und nicht gerade ungefährliche Besteigen des 2701 Meter hohen "Huayna Picchu". Mit seinen Fotos, Rekonstruktionszeichnungen und Lageplänen war mir das Bändchen aus der Reihe C.H.Beck Wissen ein wertvoller Begleiter bei meinen Besuchen dieser faszinierenden, in den Anden gelegenen archäologischen Stätte.

Machu Picchu Pueblo (Aguas Calientes) / Peru, den 23. Februar 2014
timediver®
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5.0 von 5 Sternen Super Erklärung zur geheimnisvollen Stadt der Inkas, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Machu Picchu: Die geheimnisvolle Stadt der Inka (Taschenbuch)
Über dieses Buch gibt es nicht sehr viel zu sagen, außer dass es empfehlenswert ist es zu lesen.

Berthold Riese gibt einen sehr guten Überblick über den Machu Picchu und dessen Gebäude. Dabei wird das gesamte Areal und dessen Funktion so ausführlich beschrieben und erklärt, wie es wissenschaftlich abgesichert ist. Herr Riese beteiligt sich nicht an unsachlichen Diskussionen sondern vermittelt nur abgesicherte Tatsachen. (Dies ist recht schwer, weil bei Ausgrabungen am Machu Picchu fast keine Gegenstände oder der gleichen gefunden worden sind. Demzufolge ist davon auszugehen, dass die Stadt bewusst und lange vorbereitet verlassen wurde.)

Ich kann jeden nur empfehlen dieses Buch zu kaufen und auf seiner Reise zum Machu Picchu mitzunehmen. Dann benötigt man vor Ort kaum noch einen Guide, der einen durch die Ruinen führt. Aber man kann dieses Buch auch super dafür verwenden um nach einer Führung durch Machu Picchu einzelne Gebäude selbst zu entdecken.
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5.0 von 5 Sternen beck's serie, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Machu Picchu: Die geheimnisvolle Stadt der Inka (Taschenbuch)
wie immer bei dieser serie von beck's ein idealer einstieg in ein thema auf ca. einhundert seiten. informative, genau recherchiert und von ausgewiesenen experten auf dem jeweiligen gebiet. für intensivere und detaillierte nachforschungen bedarf es dann weiterführender bücher.

fazit: ein hervorragendes buch um sich in ein thema einzulesen
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5.0 von 5 Sternen Machu Picchu, 15. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Machu Picchu: Die geheimnisvolle Stadt der Inka (Taschenbuch)
Sehr schoenes Buch! Jetzt fehlt mir nur mein Bekannter, der dort war, und alles live gesehen hatte!
Vielen dank, mfg.E.G.
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Machu Picchu: Die geheimnisvolle Stadt der Inka
Machu Picchu: Die geheimnisvolle Stadt der Inka von Berthold Riese (Taschenbuch - 24. Oktober 2012)
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