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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine große Biographie
Autoren von philosophischen Biographien haben immer zwei Probleme. Entweder erklären sie das Werk des Denkes aus seinem Leben, oder sie stellen sein Denken in einen Sachzusammenhang, der sich außschließlich an philosophischen Problemen orientiert. Letzters vernachlässigt dann die Biographie zugunsten der zeitunabhängigen philosophischen...
Veröffentlicht am 7. November 2003 von Marc Gaertner

versus
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Niedriger hängen...
Viel Fleiss wurde hier verwendet und wer genau wissen will, was denn nun aus der Cousine dritten Grades, der Schwester einer guten Bekannten von Kants Mutter geschehen ist, der wird hier gut bedient.

Sollte dagegen jemand einen Zugang zum Denken Kants suchen, der lese lieber Manfred Geier: Kants Welt.

Nicht das die Namen Newton, Leibnitz, Hume, Clarke, Wolff,...

Am 1. August 2004 veröffentlicht


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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine große Biographie, 7. November 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Autoren von philosophischen Biographien haben immer zwei Probleme. Entweder erklären sie das Werk des Denkes aus seinem Leben, oder sie stellen sein Denken in einen Sachzusammenhang, der sich außschließlich an philosophischen Problemen orientiert. Letzters vernachlässigt dann die Biographie zugunsten der zeitunabhängigen philosophischen Fragestellungen. Kühn versucht nun einen Mittelweg zwischen beiden. Zum einen möchte er annerkennen, daß es um philosophische Sachfragen geht, zu deren Erklärung man die Biographie nicht notwenig braucht. Er hebt aber hervor, daß man den kantischen Gedanken etwas wegnimmt, wenn man sie nicht in ihren Zeitkontext einordnet. Denn schließlich entstehen philosophische Lehren nicht im leeren Raum, sondern in der Auseinandersetzung mit der Zeit. Daneben hebt Kühn hervor, daß Kants Leben auch für sich alleine interessant genug ist, um eine Biographie zu rechtfertigen.

Daher steht eindeutig das Leben von Kant im Vordergrund. Selbstverständlich wird auch auf Kants Lehre hingewiesen, aber wer dieses Buch liest um einen Einstieg in seine Gedankenwelt zu finden, wird sicherlich etwas zu kurz kommen. Will man sich "nur" der Lehre widmen, so sollte man auf andere Werke zurückgreifen. Hingegen erzählt Kühn faktenreich das Leben des Königsberger Philosophen. Er ordnet auch sein Denken in die Geistesgeschichte der Zeit und die Kontroversen und großen Theman von Damals ein. Man bekommt also die Entstehung und den Rahmen der kantischen Philosophie durchaus vermittelt. Darin liegt meines Erachtens ein großer Vorteil des Werkes. So gesehen handelt es sich um eine gelungene Biographie, wenn auch nicht um eine philophische Einführung ins Denken Kants.

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine faszinierende und umfassende Darstellung, 27. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Zum 200. Todestag Kants erscheinen gleich mehrere Biographien. Manfred Kühn legt ein erstaunlich umfassendes Werk vor, dem man anmerkt, dass es ein Resultat sorgfältiger Arbeit ist. Kühn macht uns mit den drei "offiziellen" Biographen Kants vertraut: Borowski, Jachmann und Wasianski. In einem 25 Seiten umfassenden Prolog wird zunächst die unübersichtliche Quellenlage beschrieben. Wie objektiv waren Borowski, Jachmann und Wasianski? Welche Interessen haben sie verfolgt? Welche Berührungspunkte gab es in der Entstehungsgeschichte der Hauptwerke Kants zu Herder, Mendelssohn, Lambert und - später - Fichte?
Gebührend Platz nimmt in dieser Darstellung Joseph Green (1727 - 1786) ein, Kants engster Freund. Der Text ist gleichermassen kurzweilig wie solide abgefasst. En passant erhalten wir auch eine sehr gelungene Darstellung der Werke Kants. Man kann getrost diese Biographie als Einführungstext empfehlen!

Vielleicht hätte man noch etwas mehr über den jungen Kant erfahren. Die "Schätzung der lebendigen Kräfte" wird etwas einseitig betrachtet. Kühn erwähnt nicht, dass Kant seine Theorie durch Experimente stützte, etwa im § 130: "Ich selber habe befunden: daß bei vollkommen gleicher Ladung einer Flinte und bei genauer Übereinstimmung der andern Umstände ihre Kugel viel tiefer in ein Holz drang, wenn ich dieselbige einige Schritte vom Ziel abbrannte, als wenn ich sie einige Zolle davon in ein Holz schoß." Aus einem - vom heutigen Standpunkt - falschen Ansatz kam Kant zu spannenden Aussagen, so wird etwa im § 134 festgestellt, dass es ein (maximale) Grenzgeschwindigkeit geben muss. Zur Beurteilung der Motive und Vorgehensweisen des jungen Kant sollten sich - für künftige Auflagen (immerhin feiern wir bereits 2024 den 300. Geburtstag Kants) - Philosophen und Physiker intensiver austauschen.

Bis dahin begleitet uns diese wertvolle Biographie von Manfred Kühn!

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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Biographien über den großen Deutschen., 2. November 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch vor kurzem gelesen und war begeistert.
Da ich mich für Immanuel Kant persönlich interessiere, dachte
ich, es wäre nützlich, vor dem Studium seiner Werke eine Einführung zu lesen. Manfred Kühns Biographie ist eine der besten, wenn nicht die beste Biographie über das "manelchen". Kühn schreibt mit enormen Detailwissen und gleichzeitig gut verständlich...Seine Ausführungen werden selbst dem kritischsten "Antiphilosophen" Immanuel Kant näher bringen.
Dieses Buch ist schlicht lesenswert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Profund, aber nicht erschöpfend, 13. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Was Kant von den Prolegomena gesagt hat, das könnte auch für seine eigene Biographie in der uns vorliegenden Form gelten: Es ist ein Buch für die Fortgeschrittenen und Lehrer. Die hier enthaltenen Darstellungen der Kantischen Philosophie sind vielleicht nicht geeignet, einem interessierten Anfänger mit dem schwierigen Werk vertraut zu machen.

Andererseits: Ist es vielleicht der beste Einstieg den man sich wünschen könnte? Wie hilfreich wäre es für mich selbst gewesen, wenn ich bereits zu Beginn meines Kant-Studiums die Bedeutung der zeitgenössischen Diskussionen zur Religionsfrage und zur Metaphysik hätte besser abschätzen können? Enorm hilfreich, wenn ich ehrlich bin. Wie viel versteht ein Philosophiestudent heutzutage von den Wolff-Leibnizschen Spekulationen, wenn er nicht parallel oder zuvor bereits etwa die Monadologie ernsthaft studiert und bereits verstanden hat? Wie viel kann er über die immense Bedeutung der Schulen protestantischer Theologie und der Definition des Priesteramtes in Preußen wissen, wo doch pauschal davon ausgegangen werden kann, dass unter Friedrich II. die Religionsfreiheit herrschte? Kant lebte schließlich lange vor und nach dessen Regentschaft.

Niemals hätte ich gedacht, dass der Philosoph sich so lange derart unsicher sein konnte, was für ein Projekt er mit den kritischen Schriften überhaupt begonnen hatte. Dieses machte auf mich immer den Eindruck der größten Zielstrebigkeit von der ersten Seite an. Es ist selbst in seinen dogmatischsten und systematischsten Teilen viel essayistischer als ich gedacht hätte.

Hier tritt uns ein Kant entgegen, den noch niemand so genau, so scharf umrissen gesehen hat. Das gilt in fast allen Dimensionen. Kühn beleuchtet mehr als je zuvor die Entbehrungen, Widerstände und Misserfolge des Königsberger.

Die Dramaturgie des Buches besteht darin, das traurige und auch tragische Ende von Kants in einem winterlich kalten und Königsberg vorwegzunehmen um mit der Frage, ob wir denn über die bisherigen Biographien das richtige Bild von diesem Leben überliefert bekommen haben, einen Bogen zu spannen, der dieses Leben als ein erst noch zu entdeckendes vor uns aufrollt. So beginnt Kühn mit einer überzeugenden Problematisierung offensichtlicher Fehler und Vorurteile in den bisher wichtigsten Quellen, nämlich den Schriften von Hasse und Metzger sowie der frühen Biographen Borowski, Jachmann und Wasianski.

Das mission statement von Kühn ist die Verfassung einer intellektuellen Biographie Kants, die sich allerdings weniger auf die isolierten, gelehrten Texte stützt, in denen Kant den größten Teil seiner Lebenszeit verbrachte, sondern auf die Ereignisse in Königsberg, Preußen, Deutschland, Europa und Nordamerika. Mit anderen Worten, Kühn will zum ersten Mal zeigen, dass dieser große Mann überhaupt ein Leben gehabt hat, das zurückwirken konnte in seine Schriften. Und das, soviel kann darf man schon sagen, ist ihm in vielen Stücken gelungen.

Erleuchtend ist die unglaublich große Bedeutung Johann Georg Hamanns und noch mehr von Joseph Green, diesem wichtigsten und liebsten aller Freunde von Kant. Mit Green soll Kant die Kritik der reinen Vernunft Satz für Satz durchgesprochen haben.

In der Galaxien-Theorie fehlt allerdings jede Würdigung der philosophischen Leistung. Dankenswerter weise ist aber der Versuch über Vulkane auf dem Mond berücksichtigt, worin Kant ebenso als erster eine bis heute gültige Theorie über die Bildung von Planeten entwickelt. Leider weist Kühn auch hier nicht auf die Pionierstellung hin, die Kant als spekulativem Naturwissenschaftler zusteht, der seine kritische Philosophie auf einer ungeheuer stabilen Naturtheorie aufbaut. Lange bevor er sein kritisches Konzept der Erkenntnisformen a priori entwickelte hat Kant mit Hilfe derselben einige der wichtigsten Fragen der Kosmologie und Kosmogonie mit nachhaltigem Erfolg beantwortet.

Der Charakter des kritischen Hauptwerkes als einer inventiven Logik fehlt ganz.

Es fehlt auch weitgehend die Darstellung des Subjekts, das nicht unbedingt ein Mensch sein muss. Erst sehr spät, nämlich in der Diskussion der Anthropologie (S. 407) von 1798, erwähnt Kühn, dass die Kritik der Vernunft und die Kritik der praktischen Vernunft keine Anthropologien sind.

Die Kritik der Urteilskraft ist leider völlig untergegangen. Ihre Bedeutung erschöpft sich in der leidigen Notwendigkeit, das transzendentale Geschäft endlich systematisch abzuschließen. Die Lustlosigkeit, die Kant dabei unterstellt wird, hat sich hier auf den Biographen übertragen. Das über hundertjährige Ringen in der Ästhetik um eine ihr eigene wissenschaftliche Form, die gesamte metaphysische und ontologische Herausforderung dieses Themas, der sich jeder bedeutende Autor des 18. Jahrhunderts gestellt hatte, bleibt unerwähnt. Gemessen an dem Anspruch, eine intellektuelle Biographie Kants vorzulegen, klafft hier eine unübersehbare Lücke. Denn Kant kann diese Diskussion nicht abschließend behandelt haben, wie Cassirer es formulierte, ohne die Bezüge zu seinen Vorgängern wahrzunehmen. Gemessen daran, wie wenig gelesen und vor allem wie wenig dieses grandiose Werk immer noch verstanden wird, ist diese Sparsamkeit bedauerlich.

Auch wenn es Abschläge in der Darstellung seines Werkes gibt: Kants soziales und intellektuelles Leben tritt uns hier in einer bewegenden Fülle und Menschlichkeit entgegen, die bisher fast völlig gefehlt hat. Diese Biographie ist, was das tatsächliche Leben Kants in seiner politischen und kulturellen Umwelt angeht, nach fünfzig Jahren nicht nur die erste, sondern vielleicht auch die letzte umfassende Darstellung die es geben wird. Ich wünschte mir nur, es würde zwei Bände davon geben, die dem Autor genügend Raum gegeben hätten, auch das Werk mit den gewonnen Erkenntnissen über Kants Leben neu zu beleuchten. Ich hätte auf jeden Fall beide mit großem Gewinn gelesen.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der bedeutendste Ostpreuße verstarb vor zweihundert Jahren!, 24. Januar 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Wie Professor Kühn gleich zu Beginn seines Buches bemerkt, war Kants Leben äußerlich ereignisarm. 1724 in Königsberg als Sohn eines Riemermeisters geboren, besucht er das Fridericianum und studiert später Philosophie und Naturwissenschaften an der Albertina. Seinen Lebensunterhalt verdient er zunächst als Hauslehrer auf Adelgütern. Er promoviert 1755 und lässt sich als Privatdozent an der Universität Königsberg nieder. Dort erhält er 1770 eine Professur für Logik und Metaphysik, die er bis zu seinem Lebensende inne hat.
Kühn berichtet von den historischen Ereignissen zuzeiten Kants, stellt Überlegungen an hinsichtlich der Wechselwirkung zu dessen intellektuellem Schaffen. Von den in Ostpreußen einflussreichen Pietisten ist die Rede, zu denen Kant ein sehr distanziertes Verhältnis hatte, weil seine Präferenz der moralischen Autonomie des Menschen und damit der Freiheit des Willens, mit ihrem Glauben nicht vereinbar war. Der " Wolff'sche Rationalismus und die Gedanken von Leibniz werden in Kühns Betrachtungen ebenfalls nicht ausgespart.
Kant war ein geselliger Mann, hatte viele Freunde, der Ostpreuße Daniel Funk war in jungen Jahren einer von ihnen , in späteren dann war wohl der britische Kaufmann Joseph Green sein engster Freund. Mit ihnen und anderen gemeinsam verbrachte er , diskutierend, viele Stunden , liebte das schöne Leben, die Literatur, die lukullischen Freuden und kleidete sich, wie Voltaire, gerne gut. Leute allerdings, die " etwas Besonderes sein wollten, mochte er nicht." Zu seinen Schülern, die ihn auch deshalb schätzten , weil er aufgeklärt pädagogische Vorstellungen in seinem Unterricht umsetzte, zählten der spätere Theologe Herder und der Dichter Lenz. Kant schätzte im übrigen Rousseau, dessen pädagogische Schrift " Emile " er gelesen hatte und dessen Portrait, als einziges Bild in seinem späteren Haus in Königsberg hing.
Als Kant das vierzigste Lebensjahr erreichte, stellte er fest, dass man von da an einen Charakter erwirbt und dieser auf Maximen (Grundsätze)konstituiert ist. Maximen sind für ihn Grundregeln des Verhaltens und Denkens und Ausdrucksformen vernünftigen Handelns. Der Charakter ist nach Kant Ausdrucksform des Willens und um den guten Willen geht es Kant in vielen seiner Schriften. Manfred Kühn setzt sich in der Folge mit Kants umfangreichen Werk auseinander, man liest über die " Kritik der reinen Vernunft ", " Kritik der praktischen Vernunft ", " Kritik der Urteilskraft " und viele andere seiner bedeutenden Werke, so etwa auch von seinem philosophischen Entwurf " Zum ewigen Frieden ", in dem Kant eine friedliche Weltordnung im Auge hat und sich damit gedanklich abhebt von dem, was die politischen Entscheider seiner Zeit vorexerzierten. Der Philosoph schrieb sich mit Schiller und es gab eine intellektuelle Verbindung zu Fichte, der dem großen Ostpreußen viel zu verdanken hatte, allerdings aufgrund kritischer Anmerkungen dessen Zorn hervorrief.
Immanuel Kant war ein Ausnahme-Mensch, eine Person mit großem ethischen Wollen, dem wir und das macht Kühn in seiner Biographie deutlich, vieles, im besonderen die Erkenntnis des kategorischen Imperativs zu verdanken haben. Als der bedeutende Denker vor zweihundert Jahren am 12.2.1804 mit den Worten " es ist gut " verstarb, hat er der Nachwelt mit seinen Ideen den Schlüssel in die Hand gegeben zu einem wirklichen Paradies auf Erden!
Ein detailreiches, hervorragendes Buch, das sich zu lesen lohnt!
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Niedriger hängen..., 1. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Viel Fleiss wurde hier verwendet und wer genau wissen will, was denn nun aus der Cousine dritten Grades, der Schwester einer guten Bekannten von Kants Mutter geschehen ist, der wird hier gut bedient.

Sollte dagegen jemand einen Zugang zum Denken Kants suchen, der lese lieber Manfred Geier: Kants Welt.

Nicht das die Namen Newton, Leibnitz, Hume, Clarke, Wolff, Descartes, Rousseau nicht auftauchen aber was sie sagten, wie sie Kants Denken beeinflussten,welche Sprengkraft etwa in der Gravitationstheorie Newtons lag geht hier vollkommen unter.

Notwendige Exkursionen in die Welt der Ideen seiner Zeit finden einfach nicht statt.
Dass Newton für seine Zeit und für Kant besonders etwa die Bedeutung hatte, wie Einstein, Bohr und Heisenberg für die unsere
(uns aber noch kein Kant geboren wurde, die Grundlagen der Erkenntnis neu kritisch zu definieren) wird erst gar nicht erwähnt.
Dieses Buch ist akribisches spätes 19.Jahrhundert Erbsenzählen, ohne dass auch nur ein Gedanke daran verschwendet wurde , daraus eine Suppe zu kochen.
Man fragt sich, wie Rüdiger Safranskis nicht genug zu lobende Beispiele, wie eine Denker-Biographie auch geschrieben werden kann, so vollkommen ohne Echo in diesem Buch geblieben ist.
3 Sterne für die Mühe - sonst "Nicht empfehlenswert".

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5.0 von 5 Sternen lesenswert & lobenswert, 23. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kant: Eine Biographie (Taschenbuch)
Diese Biographie ist sehr gut zu lesen, aufschlussreich in der Sichtung des lebensgeschichtlichen Materials, kritisch im Umgang mit den bisherigen Biographien und didaktisch gut aufgebaut. Ergo: Ein lesenswertes und lobenswertes Werk.
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4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Schopenhauer, 28. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Kant. Eine Biografie (Gebundene Ausgabe)
Schopenhauer war der größte Verehrer Kants. Eine Kant-Biographie zu schreiben, ohne ein einziges Mal diesen genialen Philosophen zu erwähnen, finde ich etwas Kühn. Sonst: Absolut (danke, Hegel..) lesenswert!
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Kant. Eine Biografie
Kant. Eine Biografie von Manfred Kühn (Gebundene Ausgabe - 22. März 2004)
EUR 29,90
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