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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modernes Babylon � von Welt- und Zwergsprachen, 20. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Kleines Lexikon der Sprachen (Taschenbuch)
Ganz bescheiden als „kleines Lexikon" im Taschenbuchformat kommt dieses Buch daher. Es enthält jedoch umfangreiche Angaben zu über 200 Sprachen und Sprachfamilien, deren Verbreitung, Verwandtschaften, Geschichte und Charakteristika auf jeweils 1 - 5 Seiten dargestellt werden. Dabei werden neben Weltsprachen mit mehr als 100 Millionen Sprechern (Deutsch gehört mit 101 Mill. gerade noch dazu) auch einige Zwergsprachen mit weniger als 1000 Sprechern (z. B. Ainu auf Hokkaido) sowie ausgestorbene Sprachen wie Akkadisch, die älteste überlieferte Schriftsprache, berücksichtigt.
Die Artikel sind flüssig lesbar und mit Ausnahme einiger nicht erklärter Fachbegriffe allgemein verständlich. Hier wäre zusätzlich zu Literaturliste und Register der Sprachen ein Glossar hilfreich gewesen.
Beim Lesen trifft man auf interessant klingende, gleichwohl nie zuvor gehörte Sprachen wie Witoto (Kolumbien), Kymrisch (Wales) oder Sko (Papua). Wußten Sie, daß das ursprünglich als Plansprache konzipierte Esperanto von mehreren tausend Menschen als Muttersprache gesprochen wird?
Ein sehr empfehlenswertes Buch, nicht nur als Nachschlagewerk.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachen = Manifestationen der Geschichte, 5. Januar 2007
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kleines Lexikon der Sprachen: Von Albanisch bis Zulu (Taschenbuch)
In seiner zweiten, überarbeiteten Auflage beginnt Harald Haarmanns "Kleines Lexikon der Sprachen" entgegen seinem Untertitel mit einem Beitrag zur nordwestlichen Kaukasussprache "Abchasisch", der weitere neun Artikeln folgen, bis dann schließlich "Albanisch" behandelt wird.

In seinem Vorwort hinterfragt der promovierte Philologe zunächst Art und Ausmaß einer in metaphorischer Weise häufig als "babylonische Sprachverwirrung" beschriebenen Vielfalt. Die Zahl der Sprachen in der Welt unterliegt einem permanent dynamischen Wandel. Sprachen sind daher auch als besondere Manifestationen der Geschichte zu verstehen. Für die Gegenwart sind hierbei neben einer vornehmlich englisch geprägten Globalisierung besonders (Im)migration und sprachliche Differenzierung infolge neuer nationaler Identität als wichtige Faktoren zu nennen. Der Autor weist daraufhin, dass es keinen allgemein anerkannten Kriterienkatalog zur Kategorisierung der Sprachen gibt. Hierzu zählt auch die Differenzierung zwischen Sprache und Dialekt. Je nach Anwendung subjektiver (Verständnisbarriere), bzw. objektiver (lexikostatistische Distanz) Kriterien kann man weltweit zwischen 2500 bis 10.000 Sprachen zählen. Haarmann geht von einer Gesamtzahl von 6417 Sprachen in der Gegenwart aus, die er für die fünf Kontinente weiter aufschlüsselt. Einer Tabelle der "Sprachen mit mehr als 100 Mio. Sprechern" folgt eine Weltkarte mit der Abbildung von Sprachfamilien, sowie Sprachen, die keine genealogischen Verwandtschaften besitzen und daher als isoliert bezeichnet werden.

Alle Lexikonartikel sind nach einem durchgehenden Schema aufgebaut. Zu den einzelnen Aspekten, die jedoch nicht bei jedem Eintrag im selben Umfang berücksichtigt wurden, zählen u. a. Sprecherzahlen und Verbreitungsgebiet, Genealogische Verwandtschaft und sprachliche Varietäten (Schriftsprache, Umgangssprache und Dialekte), sowie strukturtypische Merkmale. Zur Zusammensetzung des Wortschatzes werden Beispiele aus Erbwort- und Lehnwortschatz, sowie Neologismen genannt. Daneben wird auf Schriftsystem(e), Schrifttum und soziokulturelle Chronologie der jeweiligen Sprachhistorie eingegangen. Anmerkungen zur Forschungsgeschichte und sprachfamiliärer Gruppierung folgen Literaturhinweise. Während einige Lexikonbeiträge ganzen "Sprachfamilien" gewidmet sind, befasst sich die Mehrzahl der Artikel, die in ihrer Länge jedoch keine Proportionalitäten zur Verbreitung oder Sprecherzahl der Idiome vorweisen, mit den einzelnen Sprachen. Neben den "Millionensprachen" (1 Million und mehr Sprecher) und sogenannten "kleineren Sprachen" (mehr als 1000, weniger als 1 Mio. Sprecher) werden einige, teilweise gefährdete "Zwergsprachen" (unter 1000 Sprecher) vorgestellt. Auch ist jeweils ein Artikel solchen "ausgestorbenen" Sprachen gewidmet, die aufgrund ihrer Langzeitwirkung direkt oder indirekt unser modernes Sprach- und Kulturerbe beeinflusst haben (z. B. Altägyptisch, Sumerisch und Sanskrit).

Das Lexikon bietet 455 Seiten geballte Information, die mit einer Vielzahl von (mittels Pfeilen gekennzeichneten) Querverweisen ausgestattet ist. Unter "Weltsprachen", eines von 253 Stichwörtern, erfährt der Leser etwas über das Verhältnis von Muttersprachlern und Sekundärsprachlern, sowie Entstehung und Charakter von künstlichen Universalsprachen (Plansprachen). Bei "Kreolsprachen und Pidgins" wird die in der Kolonialzeit begonnene Synthese europäischer mit lokalen Sprachen beschrieben.....

Während eine 18seitige Bibliographie dem interessierten Leser tiefere Einstiege ermöglicht, rundet ein Register der Sprachen die wissenschaftliche Arbeit des Autors ab. Das informative und faszinierende Standardnachschlagewerk ist sehr empfehlenswert, mit 5 Amazonsternen zu bewerten und macht zudem neugierig auf Harald Haarmanns "Lexikon der ausgestorbenen Sprachen".
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessante Übersicht, 19. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Kleines Lexikon der Sprachen (Taschenbuch)
Der Autor gibt eine sehr interessante Übersicht über alle Sprachstämme. Er beschränkt sich hierbei nicht lediglich auf die Weltsprachen, sondern auch einige Zwergsprachen werden vorgestellt (und die Notwendigkeit ihrer Erhaltung). Auch wird erklärt was eine isolierte Sprache ist. Das Buch ist leicht verständlich und interessant geschrieben. Wirklich ohne Ausnahme jedem zu empfehlen, da auch zum kurzen Nachschlagen sehr geeignet.
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Kleines Lexikon der Sprachen: Von Albanisch bis Zulu
Kleines Lexikon der Sprachen: Von Albanisch bis Zulu von Harald Haarmann (Taschenbuch - 2. Oktober 2002)
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