Kundenrezensionen

20
2,7 von 5 Sternen
Hure. Roman
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18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. August 2002
"Das sexuelle Leben der Catherine M.","Hure", "Ein Leben als Prostituierte", "Gestatten, Callgirl" etc. etc. Offensichtlich hat jede Hure das Bedürfnis, ihre zwischenbeinlichen Erlebnisse der Öffentlichkeit mitzuteilen und damit ein zweites mal Kasse zu machen. Die absolute Kopulations-Expertin Millet lobt diesen neuesten Spermabericht als bedeutend und tiefgründig! Aua, das tut ja richtig weh! Weh tun auch die bombastischen Worte, mit denen der Verlag die Aufnahme dieses Buches rechtfertigt. Er hätte besser geschwiegen oder die Wahrheit gesagt: Dass er hoffte, auch einen Umsatzrenner an Land gezogen zu haben. Die Kritik-Experten loben das Buch wegen der angeblichen literarischen Qualität. Dass es der Autorin gelungen ist, den pornografischen Inhalt ihres Buches in einen stilistisch sichereren Rahmen zu klemmen als das offensichtlich große Vorbild Millet, ist weder ein Kunststück noch Literatur. Gemeinplätze werden ebenfalls bedient: "beengendes Elternhaus - kaputte Kinder".
Die Geschichte einer Selbstfindung, über sexuelle Obsessionen und Irrungen hinweg, hat es in der Literatur immer schon gegeben. Die neue Dimension der heutigen einschlägigen Bücherschwemme - ohne Einschränkung auch dieses Buches - ist der sprachliche Bodensatz (oder deutlicher - die Fäkalsprache) mit dem akribisch genau und sich geradezu darin suhlend die Autor/innen sich über die Sexualität hermachen. Das dient nicht dem literarischen Wert, sondern lediglich dem Umsatz. Denn die Leserschaft begeistert auch die hunderttausendste Beschreibung, wie man eine Straßenbahn besteigt oder der hunderttausendste Bericht einer Straßenbahn, wie man sich fühlt, wenn man bestiegen wird. Insofern werden wir auch noch hunderttausend dieser Werke vorgesetzt bekommen.
Den Kunden, die sich überlegen, ob sie dieses Buch kaufen sollen (nicht, weil sie auf der Suche nach dem neuesten Kick sind, sondern weil das Feuilleton ihnen weismacht, es stünde so etwas wie alltagstaugliche Lebenserfahrung drin), empfehle ich statt dessen das Buch "Olympia" von Anita Shreve. Kein Hurenstück, doch der hocherotische Roman einer Obsession, einer Selbstfindung trotz beengendem Elternhaus. Diese Schriftstellerin muß nicht sprachlich im Dreck wühlen, um alles zu sagen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2002
Nach den doch überwiegend positiven Rezensionen im Spiegel und hier, hatte ich mir das Buch bestellt. Die ersten Seiten machten mir auch noch Spaß zu lesen, dies wurde allerdings durch ständiges wiederholen Ihrer verkorksten Familie oder Ihren Haß auf Frauen(etc.) immer ermüdender. Ich habe die letzten 50 Seiten im Schnelldurchgang "gelesen" und beinahe wäre mir dabei Ihre Eigendiagnose entgangen. Das Einzige, was das Buch bei mir ausgelöst hat, waren ab Seite 100 Langeweile und Mitleid für die Autorin, deren Darstellung ja wohl autobiographisch ist.
Fazit:Eine eher traurige Aufarbeitung, deren Authenzität es evtl. Wert ist beachtet zu werden.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. September 2002
Ich fand das Buch unheimlich packend. Ebenso atemlos, wie Nelly Arcan ihn erzählt, habe ich den Bericht darüber verschlungen, wie sie von einer Weiblichkeitsfalle (leidende Verweigerung) in die nächste stolpert (totale Abhängigkeit von modischen Sexsymbolen). Die Intensität, die Vitalität und die Offenheit der Autorin haben mich stark beeindruckt. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2007
Ich habe mich beim Lesen eines Buches selten so gelangweilt wie bei diesem. Die Story ist fad und kommt nicht ins Rollen. Zu Arcans Schreibstil fällt mir nur eins ein: "Langer Rede, kurzer Sinn". Ewig lange Sätze, die den Inhalt komplett aus den Augen fallen lassen. Auf Seite 43 habe ich kapituliert. Ich konnte das Buch einfach nicht zu Ende lesen. Ein absoluter Fehlkauf!!
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2003
wie die Überschrift schon sagt: Zeitverschwendung. Die Dame schreibt sich Ihren ( selbstangetanen ) Lebenswandel von der Seele und dass nicht mal besonders originell. Da sie Ihre Eltern hierbei auch nicht auslässt erhoffte ich eine gewisse Spannungskurve, doch diese geht in einem wirren Wust von Beschimpfungen über das männliche Sexualorgan ( deren die Dame gerade mal eines kennt, daß sie ausgiebig mit immer dem gleichem Begriff umschreibt ) unter. Schade, da habe ich mir mehr erwartet....
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2003
Wie ich meine, ein schlimmes Machwerk. Sollte dies Trend sein, dann sind wir verloren. Eine Biografie in der die eigene Mutter der Ungeheuerlichkeit von Unauffälligkeit u. Rechtschaffenheit bezichtigt wird. Die Autorin hat dafür die Bezeichnung U n g e z i e f e r (!) parat. Die Erzählung verliert sich in unendlichen Monologen u. Wiederholungen. Schachtelsätze dieser Form sind mir noch niemals untergekommen. Tapfer habe ich bis etwa zur Mitte des Werkes durchgehalten. Dann blieb mir nur die Aufgabe. Obwohl die Autorin durchaus über das Rüstzeug einer guten Belletristikerin verfügt. Also Frau Arcan, geben Sie Ihren Erzählungen künftig eine Handlung, halten durchaus interessante u. notwendige analytische Betrachtungen in vernünftigen Grenzen und............ Sie werden über die Resonanzen erstaunt sein.
Freundlichst
seefe
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2002
Wer dem Buch mit Sarkasmus und Polemik begegnet, es mit allen möglichen, und möglicherweise sogar platten und dümmlichen, Bekenntnisromanen gleichsetzt, tut Arcan's Werk bitter Unrecht, denn diese Frau ist begabt, intelligent, wortgewaltig, brilliant! "Hure" ist keine selbstgerechte oder gar selbstmitleidige Abrechnung mit der bösen Welt, es ist ein präzise Selbstanalyse, durchgeführt von einer Frau, die sich nicht bereits vom wahren Leben abgekoppelt hat, sondern sich noch genau in selbigem befindet, es ist eine schonungslose Offenlegung der menschlichen Defizite, der menschlichen Suche, dem gnadenlosen Scheitern in einer egomanischen und pervertiert profitgierigen Gesellschaft mit all ihren Verlierern, denn es gibt im Grunde nur Verlierer und das bringt Nelly Arcan in ihrem Roman präzise und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen auf den Punkt. Ihre Sprache ist oftmals poetisch, einfach hinreissend, ihre Gedanken scharf wie ein Rasiermesser, so schonungslos und gnadenlos ehrlich, dass es oftmals schon weh tut. Jeder, der noch in der Lage ist, kritisch zu hinterfragen, was wir eigentlich tun und was genau mit uns geschieht und der sich traut, den Gedanken zuzulassen, dass das Leben uns verschluckt, zermalmt und wieder ausspuckt, wird sich in sehr vielen von Arcan's klugen Gedankengängen wiederfinden. Also: nicht von den ungerechtfertigt negativen Rezensionen abschrecken lassen, die mit ein paar platten Totschlagargumenten daherkommen, die jeglicher Berechtigung entbehren! Es ist ein großartiges, faszinierendes Buch, daß ich noch einige Male tief berührt lesen werde.
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2003
Wer dieses Buch im Sinne der Erotik sucht, ist hier falsch. Vielmehr ist es eine Schilderung des eigenen verpfuschten(Prostituierten-)Lebens, ähnlich einem Junky, der etwas ausübt, nicht weiß warum, er weiß, dass es falsch ist, es ihm keinen Spaß macht und trotzdem nicht davon los zu kommen scheint. Alles mit dem Alibi eines verkorksten Elternhauses und dem Hass auf die Eltern.
Zudem Sätze, die sich über mehrere Seiten hinstrecken. Am Ende eines Satzes weiß man nicht mehr, womit er begonnen hat. Die Kapitel sind so "spannend", dass man am Ende überhaupt nicht weiß, worum es eigentlich ging, weil das Unterbewußtsein bereits auf Schlaf geschalten hat.
Dieses Buch ist m.E. absolut nicht zu empfehlen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2007
Nicht auszuhalten und deshalb nach 20 Seiten wirrem Geschreibsel weggelegt. Das Buch ist nun nicht sehr dick aber trotz allem konnte ich mich nicht überwinden es zu beenden. Wer etwas aus dem Leben einer Hure erfahren möchte, sollte sich ein anderes Buch suchen.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Hure" mag die Entscheidung zum Kauf bei Vielen fördern, bei Anderen wieder hemmen. Das Sujet kann also nicht allein den Erfolg garantieren, auch nicht die (in intellektuellen Autorenkreisen zum Standard erhobene) assoziative formale und sprachliche (Handwerks-) Technik. Was die Aufmerksamkeit sofort und bis zum letzten Satz stark bindet, ist die präzise Arbeit an der literarischen Form und am Motiv. Dieses redliche Arbeiten ist bei vergleichbaren "Outings" (z.B. Galvagni's "Melancholia") nur schwer zu finden. - Doch nur so wird diese hoch assoziative "Niederschrift" einer Selbstanalyse, beinahe unabhängig vom äußeren Thema, zu Literatur. Denn nichts wäre hier peinlicher als handwerkliche Qualität vermissen zu müssen ("Schreiben aus dem Bauch"). Dieses Buch ist vielmehr aus der Reflexion des "Bauch-Erlebens" mit ausschließlich literarischen Mitteln gemacht, und dabei in keiner Phase prätentiös, sondern klar, gleichsam nackt und auf eine Weise schonungslos, die zur Einsicht, nicht zum Gegenangriff zwingt.
Auch aus psychoanalytischer Sicht ist dieser Roman der Losreißung von Mutter und Vater, der Übertragung zum Analytiker und der Verachtung nicht: der Männer, sondern: deren oft stumpfer, fast tragik-komischer Rücksichtslosigkeit(!) ein hoch interessantes Werk!
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