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am 3. Dezember 2001
Harro von Senger ist zweifelsohne 'der' Experte für Strategeme im deutschsprachigen Raum. Sein 'Kunst der List' ist eine kurzweilig geschriebene Einführung des Lesern für den Umgang mit Listen bzw. den 36 Stategemen aus dem alten China. An sich ist es eine hervorragende Idee, ein Buch zu schreiben, dass den Leser in Zukunft evtl. vor Listen bewahren kann - wären da nicht ein paar kleine aber dennoch wichtige Schönheitsfehler, die das Lesevergnügen beeinträchtigen:
Erstens wird uns China als Land der 'Strategemweltmeister' verkauft, während uns Europäern unterstellt wird, wir seien zumeist 'listenblind'. Diese Grundaussage, die sich durch das gesamte Buch zieht, riecht verdächtig nach einer verkaufsördernden List des Autors. Besonders dann, wenn man bedenkt, dass sich Autoren wie Baltatsar Gracian etc. dem Thema List und Weltklugheit auch im Abendland intensiv gewidmet haben.
Zweitens sind die Zuordnungen der Beispiele zu den einzelnen Listkategorien oftmals etwas unklar. Die Argumentation von Sengers, der westliche Leser müsse sich diesbezüglich erst eine neue (chinesische) Art des Denkens zulegen und einüben, könnte auch als eine Anwendung der List "der Fuchs leiht sich die Autoriät des Tigers" interpretiert werden - der Autor setzt seine Autorität als Sinologe ein, um so von etwaigen Ungenauigkeiten in seiner Arbeit abzulenken.
Drittens lassen die Empfehlungen des Autors für die Abwehr von Listen eine gewissen Pragmatik missen. Die empfohlene 'Strat-watch' wird insbesondere dann wenig wirksam sein, wenn der Listanwender Strategeme verkettet und zuerst Komplexität erzeugt (bspw. das Wasser trüben, im Westen lärmen - im Osten angreifen) bevor er seine eigentliche List zu Einsatz bringt. Hier würde ein Exkurs in die moderne Sozialpsychologie sicher eine Bereicherung mit Hinblick auf praktische Tipps bieten.
Insgesamt ist das Buch - trotz aller spitzfindigen Kritik - als Einstiegslektüre zum Thema List aber trotzdem zu empfehlen.
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am 6. November 2002
Als "Neuling" in Sachen chinesischer List und auf Grund der positiven Kunden-Rezensionen habe ich mir das Buch gekauft. Leider bin ich beim Lesen sehr enttäuscht worden.
Die Aussage der ersten 50 Seiten des Buches ist: Menschen im Westen sind list-blind und das ist nicht gut. Diese Aussage wird bis zum geht nicht mehr wiederholt und durch ein paar Beispiele belegt. Auf den nächsten 20 Seiten werden einem die Listen dann kurz und sehr oberflächlich vorgestellt, für weiter gehende Informationen (die man wohl haben sollte, wenn man Strategeme wirklich erkennen will) verweist der Autor auf seine anderen Bücher. In Kapitel 15 zeigt es sich dann, dass wir dummen Westler für einen Grossteil der chinesischen Strategeme doch auch Begriffe und Sprichwörter kennen; sind wir also wirklich so list-blind?
Insgesamt sind die Aussagen des Buches wenig überzeugend, allerdings scheint es wenigstens in einem konkreten Fall seinem Titel gerecht zu werden: Man wird den Verdacht nicht los, dass Herr von Senger geschickter Anwender des Strategems Nummer 7 ("Aus dem Nichts etwas erzeugen") ist.
Die zwei Sterne erhält das Buch, weil es ein paar (wenige!) gelungene Kommentare zu Ereignissen der letzten Jahre enthält.
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am 2. Januar 2004
Man kann es drehen und wenden wie man will: Wir im Westen kennen uns mit der Kunst der List nie so gut aus wie die Kenner der chinesischen Kultur. Die Beschäftigung damit bringt uns mit einem ganz anderen Denkmuster in Berührung - einem, in dem die List eben nicht a priori moralisch gewertet sondern zuerst einmal als Umgang mit bestimmten Situationen beschrieben wird. Ich finde, dass von Senger gerade dies - den Sprung in das andere Denken - gut vermittelt. Vor allem dank dem, dass er in diesem Büchlein nicht zu tief in die Materie einsteigt, aber dennoch nie zu oberflächlich oder trivial wirkt - man erhält auf den kanpp 200 Seiten einen guten Einblick. Als Einstieg in die uns unbekannte Welt der 36 Strategeme kann ich es deshalb wärmstens empfehlen. Wer mehr darüber erfahren will, wird sich die Informationen in Harro von Sengers ausführlicheren Werken holen.
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Harro von Senger ist Sinologieprofessor, er hat sich publikumswirksam als "Strategem-Forscher" positioniert.
In diesem Buch hat v. Senger 2001 sein umfangreiches zweibändiges Standard-Buch Strategeme 1/2. Strategeme 1 - 18 / 19 - 36: Die berühmten 36 Strategeme der Chinesen zu dem Thema in dieses kleine (= schneller lesbare und günstigere) umgeschrieben.

Was ist in die "Die Kunst der List" enthalten?
Plädoyers für das Wort "Strategem" statt einfach "List" sowie für den Gebrauch von Strategemen ohne schlechtes Gewissen - die Chinesen machten es auch ... und uns sonst platt. Es werden dann auf 22 der insgesamt 190 Seiten die 36 Strategeme präsentiert - dass man die auch äußerst verschieden deuten und übersetzen kann, übergeht v. Senger dabei vergleichsweise locker. Schließlich bringt und kommentiert er ausführlich einige Beispiele. Hierbei betreibt er nebenbei etwas Mentalitätskunde. Am Ende gibt es eine Quiz-Abfrage.

Die Aufzählung der 36 Strategeme allein hätte das Buch nicht gefüllt, eine tiefgehende und empirische Untersuchung wie Sengers zwei Bände ist es aber auch gar nicht: "Die Kunst der List" ist irgendwie dazwischen. Von daher scheint Strategem 29 genutzt worden zu sein: "Einen [dürren] Baum mit Blumen schmücken".

Ein (abendländischer) Spruch sagt: wenn man zufällig einen Hammer in der Hand habe, werde jedes Problem zu einem Nagel. Harro von Senger schwingt diesen Hammer der "36 Strategeme" womöglich etwas arg viel - und alles wird ihm zum Nagel. Für das Thema wären es fünf Sterne, für die Ausführung dieser Zweitverwertung des Themas nur drei.

Das macht zusammen vier Sterne für Sengers "Kunst der List".
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am 7. März 2016
Jeder sollte sich in Sachen Strategeme bilden.
Dann wird man weniger leicht über den Tisch gezogen.
Wir Europäer sind ziemlich dämlich, das dieses Thema angeht.
Von Senger arbeitet mit Beispielen und sehr anschaulich.
Es gibt auch andere Bücher des Autors, dieses ist ein guter Einstieg in die Materie.
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am 19. November 2001
Harro von Senger gelingt es, einen gut lesbaren Schreibstil wahrend, dem unbedarften Leser einen interessanten Einstieg in die Welt der chinesischen Strategeme und in die Grundzüge chinesischer Philosophie zu vermitteln.
Das von ihm aus China überlieferte System der 36 Grundstrategeme ist anschaulich anhand der Entstehungsgeschichte entwickelt. Zahlreiche, meist aus der Politik stammende, Beispiele vermitteln Anwendbarkeit und verdeutlichen den Praxisbezug des Buches. Es gelingt von Senger darüber hinaus, interessante und wissenswerte Anekdoten aus philosophischen und naturwissenschaftlichen Themengebieten, beispielsweise der Biologie (Fleming-Entdeckung des Penicillins), zu vermitteln. Gleichermaßen steigt der Autor dabei nicht zu tief in die Materie ein und wirkt dennoch nicht zu oberflächlich oder gar trivial.
Verbesserungswürdig wäre lediglich eine strukturiertere, analytische Vorgehensweise bei den zusätzlichen Fallbeispielen, da zu einigen Strategemen ein weiterführendes Kapitel existiert, zu anderen jedoch nicht, obwohl dies wünschenwert wäre...
Prädikat: absolut lesenswert!!
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am 29. April 2003
Harro von Senger hat nicht nur für uns Westler die chinesischen Strategeme wiederentdeckt, auch bei modernen Chinesen kommen vergessene Lehren wieder zum Vorschein. Für mich ist dieses Buch ein guter Einstieg in diese Materie, ich bevorzuge aber die grossen Bände des Autors. Vom Umfang her sind sie aber nicht jedermanns Sache. Aber, wie gesagt, ist dieses Buch ein Idealer Einstieg oder aber auch eine Kurzbleiche in der Materie. Ich bin bei einigen Aussagen zwar nicht der gleichen Meinung (z.B. Westler sind Listenblind), aber andere Meinungen geben immer wieder einen Anstoss seine eigene Position zu überdenken. Auffallend ist auch der Versuch um den korrekten Gebrauch des Wortes Strategem dem Leser einzutrichtern. Ob zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt. Mir kommen hierzu immer die Predigten meines Deutschlehrers in den Sinn, welcher uns die korrekte Aussprache von Schizophren beibringen wollte, oder die des Physiklehrers, der rot anlief, wenn wir bei Kcal Kalorie sagten, statt Kilokalorie. Sie haben RECHT, aber meistens werden die Bemühungen nicht belohnt, Leider. Zum Schluss möchte ich dennoch nicht versäumen, dieses Buch jedem zu empfehlen. Für mich ist es ein Mind-Map der "Listen", der uns nicht nur mit dem Umgang mit Chinesen hilft.
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am 20. Oktober 2013
Herr von Senger hat eine gute Schreibe voller Enthusiasmus für China und der chinesischen Philosopie. Seine Schlüsse und Erläuterungen sind allerdings durch das China-verliebte Auge eingeengt und missachtet viele hervorragend strategische Lektionen anderer Kontinente, z.B. der europäischen Geschichte. Dennoch durchaus lesenswert.
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am 17. September 2002
Da staunt der Westler: die Chinesen verfügen seit alters her über ein gepflegtes Inventar an Listen und finden es nicht einmal verwerflich, davon reichlich Gebrauch zu machen. Es ist das Verdienst des Autors, uns diese Listen zu erläutern und klarzustellen, daß man Sie nicht unbedingt anwenden, aber wenigstens erkennen sollte! Es gelingt ihm, die blumigen altchinesischen Strategeme in unseren Kulturkreis und unsere Zeit zu überführen. Wenn man dann sieht, welche "Mechanik" hinter so mancher Politikerfinte oder einem Schachzug eines Unternehmens steht, gehen einem die Augen auf.
Auch wenn es manchmal eine sperrige Lektüre ist: die Mühe lohnt sich. Zur Belohnung gibt es ein Staunen auf jeder dritten Seite.
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am 19. Dezember 2003
Wer aus wissenschaftlicher Perspektive an menschlichem Verhalten interessiert ist, dem eröffnet von Sengers Buch einen ersten Einstieg zur Beschäftigung mit listigen Verhaltensweisen. Die 36 chinesischen Strategeme werden als blumige Metaphern vorgestellt und leider nur z.T. durch Beispielgeschichten erhellt. In dieser originalen Form sind sie für weitergehende wissenschaftliche Analyse kaum zu gebrauchen. Sehr zu schätzen ist deshalb der Versuch, einen listtechnischen Kerngehalt der Strategeme zu benennen und sie nach Art des Umgangs mit der Wirklichkeit zu systematisieren. Wer sich allerdings für evolutionäre und spieltheoretische Hintergründe menschlichen Verhaltens interessiert muß selber weiterdenken und vermutlich nach einer anderen Systematik suchen. Wertvoll sind auch die Erörterungen zu ethisch-moralischen Aspekten der Listanwendung sowie die Gegenüberstellung typisch chinesischen und europäischen Denkens, wenngleich das in dem Buch etwas überzogen erscheint und auch zu viel Raum einnimmt. Auf jeden Fall aber ein anregendes Buch.
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