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4.0 von 5 Sternen Grundlegende Informationen
Kentnisse über die osmanische Geschichte sind für die Autorin unerlässlich, um viele Ereignisse und Entwicklungen im spätmittelalterlichen un neuzeitlichen Europa zu verstehen. Schon im 15.-17. Jh. kam es zu Kontakten osmanischer Muslime mit dem christlichen Mitteleuropa: "Es gibt ... so etwas wie eine verschüttete gemeinsame Geschichte von...
Veröffentlicht am 26. Juli 2008 von pl

versus
19 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schönfärberei
Faroqhi gehört neben Inalcik und Islamoglu-Inan zu dem Historikerkreis, der die Osmanische Geschichte umschreiben und "dekolonisieren" will (vgl. Islamoglu-Inan: The Ottoman Empire and the World-Economy, S. 2).

Was das in der Praxis heisst, kann an folgenden Beispielen verdeutlicht werden:

Faroqhi schildert Piri Reis als erfahrenen Nautiker des...
Veröffentlicht am 15. September 2009 von R. Funk


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grundlegende Informationen, 26. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Kentnisse über die osmanische Geschichte sind für die Autorin unerlässlich, um viele Ereignisse und Entwicklungen im spätmittelalterlichen un neuzeitlichen Europa zu verstehen. Schon im 15.-17. Jh. kam es zu Kontakten osmanischer Muslime mit dem christlichen Mitteleuropa: "Es gibt ... so etwas wie eine verschüttete gemeinsame Geschichte von Osmanen und Mitteleuropäern, die über religiöse und politische Gegensätze, aber auch über die improvisierte Bündnissuche des durch eigene Fehler isolierte Hohenzollernreiches hinausgeht."
Anliegen der Autorin ist es auch, Verbindendes in der Geschichte der Osmanen und den christlichen Abendländern aufzudecken.

Für ihre Darstellung bedient Farqhi sich eines Interpretationsansatzes des französischen Historikers Fernand Braudel, nach welchem poltische, wirtschaftliche und kulturelle Phänomene mit einander in enger Beziehung stehen, sich aber nicht in gleicher Zeit mit gleicher Intensiät verändern. So geht die Autorin davon aus, dass sich die osmanische Wirtschaft, trotz ihrer Nähe zu Europa, vergleichsweis langsamer entwickelt hat; was letztlich auch ein Grund für den Niedergang des reiches bildet.

Das Buch gliedert sich chronologisch in vier Kapitel. Das erste widmet sich der Entstehung der Osmanenstaaten seit 1300. Das zweite Kapitel erörter das 15. u. 16. Jh.; hier kam es v.a. zur Ausbreitung des Osmanenreiches und zu dessen Konsolidierung. Das dritte Kapitel (1600-1774) befasst sich mit der Zeitspanne, in der es zu ersten Rückschlägen für die osm. Herrschaft kommt. Das letzte Kapitel schließlich erörtert gründlich die letzten Jahre des Osmanenreiches und die Gründe für dessen Niedergang.

Ist die übergeordnete Struktur chronologisch gegliedert, so werden in den einzelnen Kapiteln "synchron" verschiedne politische, kulturelle, und wirtschaftlich soziale Veränderungen abgehandelt. Hinzu kommen zahlreiche Informationen zur Mentalitätsgeschichte des Osmanenreiches, darunter bsws. immer auch ein Unterpunkt zur Stellung der Frauen und einfachen Bevölkerung.

Insgesamt eine gelungene Darstellung, sprachlich verständlich und mit Zeittafel sowie weiteren Leseempfehlungen gespickt.
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19 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schönfärberei, 15. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Faroqhi gehört neben Inalcik und Islamoglu-Inan zu dem Historikerkreis, der die Osmanische Geschichte umschreiben und "dekolonisieren" will (vgl. Islamoglu-Inan: The Ottoman Empire and the World-Economy, S. 2).

Was das in der Praxis heisst, kann an folgenden Beispielen verdeutlicht werden:

Faroqhi schildert Piri Reis als erfahrenen Nautiker des frühen 16. Jahrhunderts, "dem wir eine auf verlorenen Arbeiten des Kolumbus beruhende Amerika-Karte verdanken" (S. 40) und "vergisst" zu erwähnen, dass die Karten unbeachtet im Topkapi Serail verschwanden, wo sie erst 1929 ein deutscher Wissenschaftler entdeckte (vgl. Lewis: What Went Wrong?, S. 43).

Durch die sogenannten "Kapitulationen" sicherten sich Frankreich, England und Holland im 16. Jahrhundert das Privileg, im Osmanischen Reich Handel zu treiben, ohne der dortigen Steuergesetzgebung und Jurisdiktion zu unterliegen. Sie exportierten und schmuggelten die für das Reich wichtigen Grundnahrungsmittel und Rohstoffe in ihre Heimatmärkte. Faroqhi bezeichnet diese durch Privilegien sanktionierte Ausbeutung als "positive Handelsbilanz" gegenüber den Europäern (S. 56 - 57)

Inkompetente Sultane konnten das Osmanische Reich in seiner Entwicklung lähmen. Die Bürokratie war starr und alleine auf die Vorgaben des despotischen Herrschers ausgelegt. Faroqhi deutet eine Bürokratie, die "zur Not ohne einen aktiven Sultan auskommen konnte", als Stärke des Osmanischen Reiches um (S. 63) und ignoriert das türkische Sprichwort "der Fisch stinkt am Kopf zuerst", das auf die dynastische Degeneration der Sultane gemünzt war (vgl. Stavrianos: The Balkans since 1453, S. 118).

Faroqhi rühmt die bibliographischen und geographischen Schriften des im 16. Jahrhundert lebenden osmanischen Historikers Katip Celebi (S. 72) und erwähnt dabei nicht, dass dieser seine Zeitgenossen, welche die naturwissenschaftlichen Entdeckungen des Westens völlig ignorierten, davor warnte, dass sie künftig das Universum mit den Augen von Ochsen betrachten würden (vgl. Stavrianos, S. 132 - 133).

An gleicher Stelle erwähnt Faroqhi, dass Celebis Werke 1732 im Druck erschienen. Die Tatsache, dass die Sultane von 1485 bis 1727 ein Druckverbot verhängten, taucht in diesem Zusammenhang nicht auf (vgl. Diner: Versiegelte Zeit, S. 127, 130).

Diese Beispiele ließen sich weiter fortsetzen. Sie genügen aber, um zu veranschaulichen, dass Faroqhi zwar nicht die Unwahrheit schildert, jedoch alles Negative einfach weglässt.
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23 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste, knappe Einführung zum Osmanischen Reich !!!, 14. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Frau Prof.Dr. Faroqhis Büchlein ist eine sehr gute, knappe Einführung in die Geschichte des Osmanischen Reiches für jedermann. Man erfährt hier viel über die Geschichte von den Anfängen des Osmanischen Reiches bis zum I. Weltkrieg. Außerdem einiges über kulturelles und gesellschaftliches Leben im Osmanischen Reich. Ich kann es nur jedem sehr empfehlen, dem diese Thematik neu ist, aber auch Studenten und wer sich noch tiefer in die Geschichte des Osmanischen Reiches einlesen will, dem sei Ihr Werk: "Kultur und Alltag im Osmanischen Reich" empfohlen, sozusagen der große Bruder zu diesem Buchlein.(ebenfalls hier bei amazon!) T.Z., Uni München, 14.06.2001
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Hat mich auf einer Istanbul-Reise sehr gut begleitet. Es ist toll, dass sich eine solche Kapazität wie Suraya Faroqui in der Lage sieht, so ein kleines, aber doch sehr umfassendes Hitergrund-Buch zu schreiben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entspreicht meinen Erwartungen, 27. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Interessante Einführung in die Geschichte des Osmanischen Reichs. Empfehlenswert für alle, die erste Hintergrundinfomrationen wünschen, wenn sie in die Türkei reisen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungenes Buch auf knappe 114 Seiten, 31. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Mir hat das Buch sehr geholfen mich auf mein bevorstehendes Seminar über die Osmanisches Reich vorzubereiten.
Das Buch gibt einen guten Überblick über die Geschichte des Osmanisches Reiches wieder.
Ich habe das Buch in genau 4 Stunden geschafft zu lesen. ( Bin kein schneller Leser)
Für das Studium kann man das Buch beruhigt kaufen.

Wer jedoch mehr als nur den Überblick vom Osmanischen Reiches wissen will, dem empfehle ich dieses Buch:

Das Osmanische Reich: Grundlinien seiner Geschichte
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Auch wenn einige hier versuchen Faroqhi zu kritisieren, ist sie eine der besten in diesem Bereich. Sie ist eine der Wenigen, die sich auch auf primäre Quellen stützen. Jeder Satz in diesem Buch stützt sich auf weitere Literatur, von dem sie nur ein paar erwähnt.
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13 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Einsichten, 11. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Das Buch von Suraiya Faroqhi ist ein erstklassiges Buch zum Einstieg in die Thematik des Osmanischen Reiches. In diesem Buch auch Thematiken behandelt wie Kultur, Presse, Theater oder das Leben auf dem Land.
Zu meinen Vor-Rezensenten möchte ich folgendes sagen.
Zunächst einmal sollte man ein erstklassiges Buch wie dieses nicht auf solch einen kleinen Abschnitt reduzieren.
Außerdem lebten im Osmanischen Reich 1914 1,5 Mio. Armenier. Die Umsiedlung der Armenier war die Antwort auf die Armenischen Massaker an der muslimischen Zivilbevölkerung in Van bei denen mehr als 60.000 Moslems abgeschlachtet wurden. Mehr als 150.000 Moslems wurden aus der Stadt vertrieben. Außerdem wurden die Armenier nicht in die Wüste umgesiedelt. Deir-es-Zor war als Perle des Euphrates bekannt. Zudem sollten wir nicht vergessen das zum selben Zeitpunkt 2.500.000 Moslems genauso wie die Armenier an gegenseitiger Massakrierung, Hunger, Typhus u.s.w. gestorben sind. Einen Völkermord an den osmanischen Armeniern gab es nicht.
Ich möchte noch folgende Bücher (zur Armenier-Problematik) empfehlen die „vor kurzem“ erschienen sind „Der Mythos eines Völkermords“ von Cem Özgönül und ein gutes Buch von Dr. Ali Söylemezoglu mit dem Titel „Die Andere Seite der Medaille“.
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33 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bewusste Geschichtsfälschung, 12. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein Einblick in die Geschichte des Osmanischen Reiches mit nur einen Blickwinkel, nämlich den der Türkischen Regierungen sonst kann ich mir nicht erklären wieso Suraiya Faroqhi den Völkermord an Armenier und andere christl. Minderheiten als durch Zwangsumsiedlung entstandenen Unfall bezeichnet!DiesE Behauptung ist lächerlich!
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9 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Osmanische Geschichte fängt nicht 1915 an, 3. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Geschichte des Osmanischen Reiches (Taschenbuch)
Meine Vorrezensenten sollten sich genauer daüber informieren, was Faroqhi bisher geleistet hat und wie sie arbeitet. Dann würden sie auch ihre wissenschaftliche Akribie kennen und schätzen.
Das vorgenannte Werk ist uneingeschränkt zu empfehlen und stellt für jeden, der sich in kurzer Zeit einen Überblick über die osmanische Geschichte verschaffen will, ein Muß dar.
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Geschichte des Osmanischen Reiches
Geschichte des Osmanischen Reiches von Suraiya Faroqhi (Taschenbuch - 8. Dezember 2014)
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