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Kundenrezensionen

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am 16. Dezember 2001
Demandt schreibt über die Welt der Kelten in der für die Beck`sche Reihe üblichen kurzen Form, aber auch - was weniger üblich für diese Format ist - auch kurzweilig und unterhaltsam. Er umfasst vieles Wissenswertes so gründlich, wie es auf 120 Seiten möglich ist, kann deswegen natürlich nicht zu sehr ins Detail gehen ( Was ich als Laie, wenn ich an die oft allzu akribische Detailversessenheit von Historikern denke, als eher angenehm empfinde). Es bleiben trotzdem interessante Aha-Erlebnisse: Oder wußten Sie, daß 6 heutige europäische Hauptstädte von Kelten gegründet wurden?
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am 4. Oktober 2002
Das Büchlein unterscheidet sich von der gegenwärtig gängigen Geschichtsschreibung dadurch, dass es nicht einfach Wertungen im Nachhinein (und gemäss dem gerade modischen Ansatz der politischen Korrektheit) aneinanderreiht. Vielmehr werden immer Hinweise auf Quellen (Archäologie, Schriften) gegeben. Das macht das Buch transparent. Interpretationen sind als solche klar gekennzeichnet. Wertungen vergessen zudem die zeitliche Distanz und die damailigen Umstände nicht (viele Querverweise auf antike Völker sind hilfreich). Urteile beziehen diese Zeitumstände mit ein, auch wenn sie - beispielsweise bezüglich der ungeheuren Grausamkeit der Menschenopfer (lesen Sie im Original bei Cassius Dio nach!) - klar und dem Humanismus verpflichtet sind. Lesbar wird es durch den umgangssprachlichen und trotzdem sorgfältig gepflegten Stil. Lateinische Ausdrücke sind erwähnt (was ich schätze) und erklärt (was wohl die meisten schätzen). Instruktiv sind auch die Exkurse in die Sprachgeschichte. Amüsant zu lesen sind zudem die letzten Kapitel, eine Art Rezeptionsgeschichte des Keltentums vom Mittelalter an, die mit Asterix aufhört und - ein Bonbon - sowohl die original französischen wie die deutschen Namen der Helden enthält. Kurz: seit Jahren das erste Geschichtswerk, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. P.S. Ich bin nicht Historiker, doch ist Geschichte eine meiner Leidenschaften.
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am 18. März 2007
Der bekannte Historiker Alexander Demandt hat hiermit einen übersichtlichen, klar strukturierten und nie langweiligen Überblick über die antike und neuere Geschichte der Kelten vorgelegt. Von 120 Seiten geht es auf 100 Seiten um das antike Keltentum - das Volk, die Lebensweise, die Begegnungen mit den Römern, insbesondere natürlich Caesar. Diese Kapitel sind knapp, aber luzide; Demandt findet sogar Gelegenheit, die Entstehung des Pergamonaltars nach den Keltenkriegen Eumenes' II zu erwähnen. Aus archäologischer Sicht interessant ist die Besprechung des Begräbnisses von Hochdorf, an dem die Stellung der Fürsten aufgezeigt wird. Es fehlt auch nicht an ethnologischen Informationen zu Germanen und Kelten und deren Unterscheidung. Nebenbei erfährt man viel über sprachliche Wurzeln, sogar die Herkunft der sieben Zwerge wird en passant erwähnt...

Das letzte Viertel des Buches handelt von der Rezeption der antiken Kelten. Der Autor zeigt die Begeisterung für die antiken Kelten seit dem Humanismus auf und damit die Wurzeln heutiger Kelten- und Druidenromantik bis hin zu Asterix und Obelix.

Besonders positiv ist der elegante, niemals oberlehrerhafte Stil. Sogar die eigene biographische Verbindung des Autors zum Thema wird deutlich: Es macht Freude, dieses Büchlein zu lesen!
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am 15. Februar 2005
Dieses Buch aus der "C.H. Beck Wissen" - Reihe gibt einen gut lesbaren Überblick über die Kelten. Das Wichtigste was man über die historischen Kelten wissen sollte, vor allem wenn man mit dem keltischen Pantheon arbeitet, findet sich hier. Vom Namen zum Ursprung und Quellen, zur Ausbreitung nach Westen und die Züge nach Osten. Wirtschaft, Religion, Gesellschaft, Stammeswesen, Burgen und Städte, König, Adelsherrschaft und der politische Niedergang. Ebenso mit dabei Caesar in Gallien, die Kelten in der Kaiserzeit, die iroschottische Mission, ein kurzer Einblick in die keltischen Mythen und schließlich die keltische Renaissance. Die Themen sind relativ komplett wiedergegeben, wenn auch nicht besonders tief, aber bei diesem Buch handelt es sich schließlich auch um einen Einführung. Es ist leicht zu lesen und kommt einem wissenschaftlichen Anspruch dennoch entgegen.
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am 4. März 2005
Demandts Buch vermittelt auf nur 120 Seiten komprimiertes Wissen über das Volk der Kelten. In erster Linie behandelt das Buch die antik-keltische Kultur, jedoch wird auch ein Exkurs in die modernere Zeit unternommen, um das Werk abzurunden. Dabei spart er keinen wichtigen Aspekt aus, der Leser bekommt einen abgerundeten und gut lesbaren Einblick in die verschiedensten Aspekte des keltischen Lebens. Besonders Leuten, die sich einen schnellen Überblick über die keltische Kultur verschaffen wollen, ist dieses Buch besonders zu empfehlen.
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am 6. Januar 2014
Dieses Buch gibt einen soliden Einblick in das heutige allgemeine Wissen über die Kelten, und kann somit wärmstens all denen empfohlen werden, welche genau das suchen. Trotzdem war ich von diesem Buch enttäuscht, und habe ihm nur 3 Sterne gegeben. Warum?
Ich habe zuvor schon ein Buch über die Kelten gelesen, wo genau all dieses allgemeine Wissen kritisch hinterfragt wurde. Am Ende wurde dann die Schlussfolgerung gezogen, dass vieles, was wir heute über die Kelten zu wissen meinen, vermutlich doch nicht so stimmt, sondern einfach einmal zu einer anderen Zeit, als die Historiker noch nach anderen Standards arbeiteten, von jemanden postuliert wurde. Danach ging ziemlich schnell vergessen, woher dieses Wissen eigentlich kam, dass Einzige, was blieb, war das Wissen an sich, bis es dann am Ende als allgemein bekannt galt. Wer also das allgemein bekannte Wissen über die Kelten nachlesen will, dem sei dieses Buch empfohlen, wer aber wissen will, woher dieses Wissen kommt, sei an andere Bücher verwiesen, zum Beispiel an das oben erwähnte Buch.
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TOP 500 REZENSENTam 2. September 2009
Als Stämme gab es sie vor langer, langer Zeit, und genetisch stammen wir auch von ihnen ab: die Kelten. Bei manchen mag das Interesse an ihnen aus allgemeiner Neugier kommen, bei anderen aus der Asterix-Begeisterung. Wer allerdings Esoterisches oder ein anderes Leben sucht, wäre hier wirklich fehl am Platze. Zumal viele der keltischen Stämme blutrünstige religiöse Anwandlungen gehabt zu haben scheinen.

Das Buch des Historikers Demandt dampft sehr stark ein, wie in der beckschen Reihe üblich. Das Buch soll sich ja trotz niedrigem Preis noch rechnen. Demandt schlägt einen Bogen von frühen Funden über marodierende Horden in Italien über Gallien und Galatien bis hin zu der Artussage und modernen Sichtweisen. Da es keine keltische historische Literatur gibt, ist auch Demandt auf diejenige benachbarter Völker angewiesen, nutzt die aber kritisch.

Es las sich gut, und auf so knappen Raum lässt sich wahrscheinlich kaum mehr machen. Alexander Demandt verweist auch gut auf Quellen, um Eigenes zu belegen und Vertiefung zu ermöglichen. Ich hätte mir dennoch noch ein kleines bisschen mehr Tiefgang und Informationen gewünscht.
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am 27. Juni 2006
Großer Vorteil dieses Büchleins: viele Infos kombiniert mit Fakten in schnell zu lesendem Umfang. Angenehmer Schreibstil des Autors, nicht zu wissenschaftlich aber auch alles andere als Esoterik - Gespinne. Ideal für den übersichtlichen Einstieg in die Thematik. Kleines Minus und deshalb nur 4 Sterne: für das Buchformat, den Umfang und die Aufmachung finde ich den Preis etwas zu hoch. Es handelt sich nunmal nur um kleines, dünnes Taschenbüchlein. Trotzdem empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. November 2012
Alexander Demandt kann erzählen. Er ist ja auch gebürtiger Hesse. Womit wir bei einem Charakteristikum der Demandt'schen Erzählweise wären: er würzt seine Erzählung der Geschichte und der Welt der alten (und neuen) Kelten mit feinen Nebensächlichkeiten, oft humorvoll, die das Büchlein auch unterhaltsam und leicht zu lesen machen. Eben, Demandt ist ja Hesse ...

Puristen mag es stören, wenn er so nebenbei erwähnt, dass der Name des Filmpreises Oscar vom Ausruf einer Sekretärin herrühre, die mit Kelten nichts zu tun hat. Wie war er noch darauf gekommen, DAS zu erzählen? Ach ja, weil der Vorbild-Kelte des 19. Jahrhunderts Ossian einen Sohn namens Oskar hatte, der somit gar keinen keltischen Namen trug, sondern einen germanischen (= Ansgar). Erzähltechnisch ist das aber m.E. gut und sinnvoll, weil damit illustriert ist, wie der von Demandt so genannte "Keltenwahn" in der Neuzeit historisch zu werten ist.

Dem entsprechend zu König Artus, dem andern Vorzeige-Kelten: "Die Unbefangenheit, mit der Artus noch in neueren Werken als historische Figur behandelt wird, ignoriert ein Jahrhundert historische Kritik."

Damit jedoch greife ich dem Ende des Buchs vor. Demandt behandelt dort zurecht auch das moderne Keltentum, teils den Keltenwahn, der mit viel Phantasie, Fälschung und wenig historischen Fakten auskommt. Aber, Demandt wäre kein Historiker, würde er hier oberlehrerhaft urteilen, auch die keltische Renaissance ist als eigene Bewegung historisch interessant und sei zeigt wichtige historische Entwicklungen an. Bis hin zu Asterix und Obelix oder Bruno Kreisky, der österreichische Bundeskanzler, der nach dem III. Reich mit seinem Germanen-Wahn für die Österreicher glücklich die Kelten als Urväter "entdeckte".

Vor der Gegenwart gibt es den Blick zurück, mit allen Schwierigkeiten, den die Kelten bereiten. Zum Beispiel, weil es "die" Kelten nie gegeben hat. Und wenn doch, ab wann eigentlich? Die Ursprünge liegen ebenso im Dunkeln wie die Grenzziehung: Sind Kelten die, die keltisch sprechen? Sind Kelten die, die eine keltische Kultur haben? Oder beides? Und welche Kultur der Kulturen im Keltentum dann?

Doch irgendwann treten die Kelten einigermaßen als Kelten identifizierbar ins Licht der meist römisch-griechisch erzählten Geschichte. Die Quellenproblematik stellt Demandt dar. Und erzählt dann von der Ausbreitung nach Osten und Westen. Einem modernen Historiker angemessen handelt er Wirtschafts, Religion, Gesellschaft, Stammeswesen, Stadt und Burgen und die Adelsherrschaft. Stets bezieht er die Archäologie mit ein. Hochinteressant, was wir wissen. Und was nicht.

Der politische Niedergang liefert zugleich am meisten Informationen, namentlich durch Julius Cäsar. Dennoch sind die Kelten noch als Kelten in der Kaiserzeit und Spätantike vorhanden. Bis sie zu den vielen verlorenen Völkern gehören, die die Geschichte kennt.

Aber ihre Wirkungsgeschichte ging weiter: keltische Kultur mit ihrer sakralen Buchmalerei und literarischen Mythologie, ganz groß und wirkmächtig die iro-schottische Mission. Das Christentum Nord-West-Europas kommt wesentlich von den Kelten. Und eben diese christlichen Mönche waren es dann, die auch die alten Mythen überliefert haben, aus Respekt vor der eigenen alten Kultur und mit politisch-historischen Absichten. Den kulturellen und religiösen Beitrag der Kelten kann man nicht überschätzen.

Da ist dann die esoterische Keltenwelle der Neuzeit nur ein kleiner Appendix, aber einer, der zurecht kurz von Demandt erzählt wird. Und das politische Neu-Keltentum nicht zu vergessen (siehe oben).

Alles in allem ein gut lesbares, teils humorvoll-freches Büchlein, das fundiert und gut informiert einen ersten Überblick über die Kelten gibt, ohne in die Tiefe zu gehen. Aber das geht nicht mit 120 Seiten.

In einer neuen Auflage wäre nur zu berichtigen, dass wir nicht mehr in diesem Jahrhundert sind, mit dem Demandt das 20. meint (S. 84). Und vielleicht ließe sich der Fürst von Hochdorf durch ein Bild illustrieren (S.74), so wunderbar Demandt auch den Fund beschreibt und damit wieder seine Stilsicherheit und Erzählkunst beweist. Aber er ist ja Hesse ...
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am 10. Oktober 2007
ich habe das buch vor allem für meine maturavorbereitung für meine latein-fachbereichsarbeit verwendet, und zu beginn meines studiums der alten geschichte.

die wichtigsten themen wie "wirtschaft", "religion" und "caesar in gallien" sind in kurze kapitel gefasst und vermitteln einen verständlichen und chronologisch gut aufgebauten überblick. stellenweise ist es zwar ein wenig veraltet, aber für einen laien durchaus zu empfehlen.

wer sich allerdings mehr für esoterik, keltenmagie und dergleichen interessiert, wird hier nicht glücklich werden. es ist ein durchwegs wissenschaftliches buch, keinesfalls bietet es anleitung zum selberbauen eines steinkreises.

sollte jemand allerdings wissenschaftlich tieferen einblick zu dem thema suchen, sei ihm/ihr "kelten" von helmut birkhan ans herz gelegt.
dennoch und vor allem preislich sehr empfehlenswert!
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