Kundenrezensionen


7 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein solider, kurzer Überblick, 2. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
Karl der Große regierte von 768 bis 814. In diese Zeit fallen Eroberung und Missionierung Sachsens und die Erhebung zum fränkischen Kaiser, was die Position sowohl des Frankenreiches wie auch des Papsttums zum Oströmischen Reich grundlegend ändern sollte. Man darf von diesem dünnen Buch natürlich keine tiefgründige detailgetreue Darstellung der langen Regierungszeit Karls erwarten - dazu gibt es die umfangreiche Gesamtdarstellung von Dieter Hägermann - aber für jeden, der sich über das Thema grundlegend informieren möchte, ist Matthias Bechers kurzer, aber solider Überblick genau das Richtige zum Einstieg!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Einstieg in die Materie, 14. März 2005
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
Karl der Große herrschte von 768 bis 814 und schuf in dieser Zeit, so hört man zumindest des öfteren, die Grundlagen des modernen Europas. Ist also ein Versuch diese Zeit auf etwa 120 Seiten komprimiert darzustellen nicht also von vornherein zum Scheitern verurteilt? Sollte man meinen, ist aber nicht so!
Becher bringt das Kunstück fertig alle als wichtig empfundenen Aspekte aus dem Leben des Frankenkönigs und späteren Kaisers des Römischen Reiches knapp und verständlich, aber nicht oberflächlich, darzustellen. Eine klare Struktur ermöglicht dem Leser zudem schnellen Zugriff auf die ihn (sie) interessierenden Themenschwerpunkte.
Beginnend mit der Auseinandersetzung mit seinem Bruder Karlmann um die Alleinherrschaft über die Niederwerfung der Langobarden, Awaren und Sachsen bis hin zum Höhepunkt seines Wirkens, der (unfreiwilligen?) Kaiserkrönung am 25. Dezember 800. Ein Blick auf seinen Teilungsplan und die damit drohenden Gefahren für die Stabilität des Reiches runden das Buch ab.
Für Schüler und Studenten sollte Bechers Darstellung die absolut erste Adresse für eventuelle Prüfungsvorbereitungen sein.
Alle, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, werden mit der Biographie von Dieter Hägermann bestens bedient sein.
Hägermann fährt dort fort, wo Becher zwangsläufig Abstriche machen muss. Der kulturelle Bereich (karolingische Renaissance z.B.), der bei Becher zwangsläufig nur angerissen werden kann, wird bei Hägermann en detail besprochen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über einen, der halb Europa zusammengeräubert hatte, 23. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
Die Geschichte des Frankenreiches ist voll von blutigen Details: Immer wieder wurde es unter den Söhnen verstorbener Könige aufgeteilt, wieder zusammengeführt, dem Herrschaftsbereich ein paar dutzend Dörfer hier oder da "zugeführt", die dann als Bezahlung für verdiente Mittotschläger herhalten konnten. Im fernen Byzanz hatten die Kaiser nur wenig Interesse an diesen Streitigkeiten von Provinz-Warlords.
Der Bonner Historiker Professor Matthias Becher hat trotzdem zusammengetragen, was aus den überlieferten Aufzeichnungen noch zu folgern ist, bevor er zu seinem eigentlichen Buchthema, "Karl dem Großen", kommt. Unter den Frankenkönigen ist er nicht nur der bekannteste und, gemessen an seinen Raubzügen und Eroberungen, der Erfolgreichste, über ihn gibt es auch vergleichsweise viel Quellenmaterial.
Daß Historiker wie Becher so viel und reichhaltiges Material über Karl zur Verfügung haben, liegt an dessen Kirchenpolitik. Er stiftete zahlreiche Klöster, Kirchen und Bistümer, zum einen, um eine straffe Verwaltung seiner Eroberungen durch des Schreibens kundige Kleriker zu garantieren, aber auch, weil es damals üblich war, möglichst viele Mönche für sein Seelenheil beten zu lassen. Die Kirchenleute dankten es ihm mit überfreundlichen Chroniken, schmeichelhaften Beschreibungen und sogar einer ganzen Biografie.
Becher verwendet viel Mühe darauf, aus diesen mittelalterlichen Beschreibungen das herauszupicken, was uns als heutige an Karl interessiert. Das ist nicht einfach: Uns reicht es nicht zu wissen, was Karl tat, wir möchten auch nachvollziehen können, was ihn dazu motivierte. An der menschlichen, gar alltäglichen Seite ihres Herrschers waren die Schreiber aber kaum interessiert, vielmehr an seiner Verherrlichung. Dabei ist der Maßstab, den sie anlegten, aufschlußreicher als die Beschreibungen selbst.
Je nach Bundesland sind die Räuberpistolen der Merowinger und Karolinger Stoff der 7. und 8. Klasse, stoßen in aller Regel also auf ein wenig vorgebildetes Publikum, das andere Interessen hat. Entsprechend wenig bleibt von den Rangeleien zwischen den frühmittelalterlichen Herrschern und ihren Konkurrenten auch hängen.
Daß der Unterricht sich so sehr an drögen Herrschergeschichten aufhängt, und so wenig über den Alltag und das Leben der anderen Leute damals bringt, hat gute Gründe. Zum einen gibt es kaum Quellen zum Alltagsleben vor dem Mittelalter: Das meiste bleibt Gegenstand von Diskussionen. Einige Lehrer hassen es augenscheinlich, auf Schülerfragen keine Antwort geben zu können, und kleben lieber an dem, was man leichter nachplappern und abprüfen kann.
Zum anderen hat Karl eine unglaublich gute Presse. Mittelalterlichen Herrschern galt er als Vorbild schlechthin. Die Kirche sprach ihn heilig. Noch um 1950 wurde tatsächlich ein "Karlspreis" ausgelobt für diejenigen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht hätten. Im Sinne des Namensgebers hätte er wohl zuerst posthum an Napoleon verliehen werden müssen...
Frömmigkeit und Brutalität, kluge Politik neben unverhohlener Gier - es gibt vieles, was uns an Karl widersprüchlich und merkwürdig vorkommt, vierzig, fünzig Generationen später. Matthias Bechers Verdienst liegt darin, daß er die Aussagen der verschiedenen Quellen nicht zugunsten einer bestimmten modernen Interpretation "angleicht", sondern Karls Leben, Handeln und Denken so widersinnig und widersprüchlich darstellt, wie es anscheinend war.
Auf gut 120 Seiten präsentiert Becher die Vorgeschichte Karls, also die Geschichte des Frankenreiches, Karls Leben, soweit es rekonstruierbar ist, sein Umfeld und den Einfluß, den er auf die Nachwelt hatte. Becher schreibt wohlwollend, ohne aber in Lobhudeleien oder Verherrlichung auszubrechen. Er schreibt verständlich und spannend, verdeutlicht die Schwierigkeiten bei der Auslegung alter Schriften, und liefert eine Zeittafel und ein paar Illustrationen - leider keine Karte, aber die findet man ohnehin in jedem Geschichtsatlas.
Michael Becher erzählt uns nicht nur uralte Nachrichten von einem lange verstorbenen Herrscher. Man kann auch etwas über die Zufälle lernen, die bis heute unsere Gegenwart mitbestimmen, oder darüber, wie und wohin wir uns seit Karls Tagen entwickelt haben.
So eine Selbstreflexion bleibt aber Sache des Lesers. Becher erzählt, wie es damals war, er überläßt uns die Beurteilung und das Ziehen von Vergleichen und Schlüssen. Wer sich ohnehin schon fürs Frühmittelalter interessiert, hat mit Bechers kurzem Buch eine ideale Einführung in das Wesen und Wirken des Frankenkönigs. Wer sich für den Alltag der davon Betroffenen interessiert, erfährt dagegen eher wenig.
Mithin: Ideal für Hobbyhistoriker, und weniger etwas für Leute, die sich auch sonst eher wenig für Geschichte begeistern können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Karl der Grosse, 15. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
In diesem Buch wird das Leben Karls des Grossen von allen Seiten beschrieben, nicht nur die bekannte und schöne Seite sondern auch die andere des eroberungswütigen und unerbittlichen Herrschers
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen OK, 30. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
Sehr gutes Buch zum Karl der Grosse. Jedoch zu genau und wahnsinnig viele Jahresdaten - irgendwie zu wissenschaftlich - für mich
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Stimmt historisch - und gut zusammengefasst, 16. Januar 2009
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
Wie bei der Beck-wissen-Reihe üblich, fasst ein ausgewiesener Fachmann ein Thema straff zusammen. Matthias Becher lehrt immerhin seit 1998 am Bonner Seminar für Mittelalterliche Geschichte, Karl der Große war schon sein Dissertationsthema.

Einschub: Für das richtige Studium reicht das Büchlein aber natürlich nicht aus, da sollte man die Quellen im Original (z.B. Vita Karoli Magni/ Das Leben Karls des Großen) ansehen und daneben umfangreichere Werke wie den Hägermann oder natürlich Rudolf Schieffer, ... verschlingen. Zur Prüfungsvorbereitung immer hilfreich: eins der Bücher aus der Oldenbourg-Reihe.

Zurück zu Matthias Bechers Taschenbuch "Karl der Große": er braucht kaum mehr als hundert Seiten, gibt aber den aktuellen Forschungsstand wieder und hat auch den nötigen Mut zur Verkürzung. Lesbar ist es zu allem Überfluss auch noch. Das Buch hat "Bahnfahrt-Qualität".
Zum Schmökern also, zum Allgemeinbildung-Streicheln, für das Referat in der Schule oder als Geschenk für einen frisch getauften Karl - ich jedenfalls fand's gut gemacht: fünf Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Überblicksdarstellung!, 1. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Karl der Grosse (Taschenbuch)
Matthias Becher schafft es auf 130 Seiten die wichtigen Abschnitte im Leben Karls deutlich herauszuarbeiten und dem Leser näher zu bringen. Wer sich für das Leben und Wirken des ersten fränkisch-deutschen Kaisers interessiert, kommt an dieser Überblicksdarstellung nicht vorbei!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xa3a064a4)

Dieses Produkt

Karl der Grosse
Karl der Grosse von Matthias Becher (Taschenbuch - 30. Januar 2014)
EUR 8,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen