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am 14. Oktober 2012
Auch wenn ein Umfang von knapp 480 Seiten nicht danach klingen mag, legt Urs Bitterli dem Leser ein monumentales, wohl kaum noch zu steigerndes Nachschlagewerk in Sachen europäischer Kolonisierung Amerikas vor. Als Unkundiger wird man mit Namen und Einzelheiten geradezu erschlagen, jedoch sind die Schilderungen stets nachvollziehbar geraten. Irritierend wirkt lediglich der Aufbau des Buches in zwei strikt voneinander getrennte Teile: die Reisen zur See sowie die Inlanderkundung. Diese Teilung mag gute Gründe haben, jedoch kommt es dadurch immer wieder zu großen zeitlichen Sprüngen, die die Verwirrung noch ein wenig steigern.
Bauchschmerzen bereiten nicht selten die eher nüchternen, sachlichen Darstellungen des Autors, der immer auf dem schmalen Grat zwischen historisch-wissenschaftlicher und moralischer Betrachtungsweise meist zu ersterer neigt. Zwar wird kein Massaker verschwiegen oder beschönigt, auch wird die unterschiedliche Mentalität der Eroberernationen durchleuchtet, die sich "mit großem Eifer und wenig Weisheit" "durch den Kontinent gemetzelt haben". Dennoch stehen für den Geschichtsprofessor Bitterli natürlich die historischen und militärischen Leistungen der Eroberer und Entdecker im Vordergrund, auch wenn deren mittelalterliche Wunschvorstellungen nach unermesslichen Reichtümern, der Suche nach dem Weißen König, El Dorado oder dem Jungbrunnen und der daraus selbstverständlichen Unterwerfung und nahezu völligen Ausrottung der Urbevölkerung aus heutiger Sicht eher einen Schandfleck der europäischen Geschichte darstellen dürften.

Lässt man jegliche ideologischen Maßstäbe außer Acht, so bleibt ein hervorragend recherchiertes Lehrbuch, das man sich detaillierter gar nicht wünschen kann und das insbesondere den Laien mit einem Übermaß an Daten und Fakten überfordern und zugleich faszinieren dürfte.
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am 19. Februar 2005
mit Sachverstand beschreibt hier Urs Bitterli die Entdeckung (aus Sicht der Europäer) einer neuen Welt. In der Einführung werden historische und geographische Begrifflichkeiten erklärt und die Tatsachen werden dann Kapitel um Kapitel entrollt - manchmal sogar mit einer exquisiten Ironie versehen (Bsp. wenn Tagebücher von Conquistadoren, die sich reuevoll nach ihrem Tod in den Himmel wünschen - von ihm trocken damit belegt werden, daß sich die Erfüllung dieses
Wunsches der Kenntniss des Historikers entzieht...)
Die zentralen Figuren wie Kolumbus oder ähnliche werden in ihrer historischen Größe genau erfasst. Aber auch die "Randerscheinungen" in der Entdeckungsgeschichte, verschiedene Conquistadorenpersönlichkeiten - wer hätte z. B. gewußt, daß es "Aguirre, den Zorn Gottes" tatsächlich gegeben hat? Die Bedeutung der Entdeckungen aber auch das Weltbild dieser Menschen werden beleuchtet. Der Autor erhebt sich nie als "Richter" über die Geschehnisse oder gar mit erhobenem Zeigefinger - als eine Art "höhere moralische bevormundende Instanz" wie in anderen Büchern -vor allem von teutonischen Zeitgenossen. Er spekuliert auch nicht über leidige Themen wie wer zuerst Amerika entdeckt hat, ob die Wikinger oder... Er zeigt die Ansätze mit denen solch eine Tat historisch als wirksam erachtet werden kann.
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am 19. September 2001
Dieses Buch liefert eine wunderbare ausführliche Beschreibung der Endeckungsgeschichte Amerikas, wobei die Antriebe und Verflechtungen aufgrund der guten Struktur der Veröffentlichung hervortreten.
Der Autor belegt sein Ausführungen immer mit unzähligen Quellen, welche einen bei Bedarf zu einem tieferen Studium einladen.
Viel Spaß beim Lesen.
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