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Kundenrezensionen

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am 30. Oktober 2005
Ich kaufte dieses Buch vor etwa 10 Jahren und eines ist für mich persönlich ganz sicher, es wird immer eines meiner Lieblingsbuecher bleiben. Mit ungeschlagenem Witz, einem Kenntnistum das zum Staunen einlädt, beschreibt Fridell die kulturhistorische Entwicklung von der frühen Neuzeit bis hin zum ersten Weltkrieg. Selbstverständlich nicht auf irgendeinem aktuellen Stand von "Wissen" und teilweise höchst subjektiv, aber immer fesselnd unterhaltsam und zum "denken" anregend. Die Geschichte des Autoren selbst ist leider tragisch, da er als Österreicher und Jude den Freitod wählte als die Nazis in Wien einmarschierten. Mit diesem Werk aber hat er sich ein Denkmal im deutschprachigen Europa gesetzt. Ich jedenfalls kann dieses Buch all denen sehr empfehlen, die ein allgemeines Interesse an Geschichte, aber auch insbesondere Interesse an kulturellen Entwicklungen haben.
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am 22. Mai 2003
Tatsächlich eines der großartigsten historischen Bücher, die je geschrieben wurden, und das bezeichnenderweise von einem Nichthistoriker (nichts gegen Historiker, aber auch unter denen - ich kenne sie - sind die die Besten, deren Wege gewundener sind als die klassischen Akademikeranpassungskarrieren: "was ist wissenschaftlich / was nicht?" - hier werden meist die interessantesten Fragen in einem Wust von Fußnoten und toter, kalter, unlebendiger Sprache erstickt).
Anders Friedell: diese Sprache allein reißt den Leser mit, regt zum Denken an, "Friedells Wahrscheinlichkeiten", heißt es im Klappentext, "sind verführerisch". Allerdings! Wer Geschichte in der Schule als ein sinnloses Faktenwissen "erlebt" hat, durchsetzt mit moralischer Besserwisserei und fader Entwicklungstheorie, wird ob der Friedellschen Bilderwelt ein anderes - ja - Bild vom Geschehen erhalten. Auch wenn man Friedell in einigen Punkten nicht zustimmen mag: 5 Sterne sind noch untertrieben.
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am 9. August 1999
Wer meint, mit dieser Kulturgeschichte der Neuzeit einfach ein wissenschaftlich fundiertes Geschichtswerk über die Herausragenden und Mächtigen, die Scharmützel, Kriege, Revolutionen und sonstigen Leistungen der jüngeren Geschichte zu erwerben, der irrt. Egon Friedell wendet sich an den geschichtlich vorgebildeten Leser, der an Kern und Idee jeder Zeitepoche und an farbenfrohen, plastischen, subjektiven Lebensgemälden vom Neuzeitmenschen interessiert ist. Der Autor brilliert mit seiner Belesenheit und bereitet mit seiner nuancenreichen Eloquenz und empfindungsreichen Tiefe ein Lesevergnügen, das in diesem Genre unerreicht bleibt. Er läßt den universalen Menschen noch einmal lebendig werden. Während es bisher noch niemand der so zahlreichen obskuren Moralapostel in Religion, Philosophie, Kunst, Literatur oder Politik vermochte, mir Atheismus und puren Hedonismus abspenstig zu machen, vollbringt es Friedell mit scheinbarer Leichtigkeit. Unsere ständige Unzufriedenheit und Rastlosigkeit, die dunkle Ahnung, daß mit uns etwas nicht stimmt, ist das Fehlen einer grundlegenden, irrationalen Idee, die unser Denken und Handeln leitet und fruchtbringend befördert. Schade nur, daß uns Friedell durch seinen Freitod nicht mehr die Römer in ihrer facettenreichen Dekadenz nahebringen konnte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. April 2001
Nein, dies ist kein Lehrbuch. Wer nur die Wissenslücken schließen will, die seit dem Ende der Schulzeit aufgerissen sind, ist hier falsch. Friedell setzt bei seinen Lesern ein weitreichendes Faktenwissen voraus. Er baut darauf auf, stellt aus Fakten Zusammenhänge - oft überraschende - her und schafft es so, vor dem Auge des Lesers ein schlüssiges Bild der jeweiligen Epoche entstehen zu lassen, mit Politik, Geistesleben und (Alltags-)Kultur. Und dies immer in einer leuchtenden, unglaublich lebendigen Sprache. Subjektiv, frei von political correctness, manchmal polemisch, und gerade deswegen immer fesselnd. Dieses Buch macht süchtig. Wem Schwanitz' Machwerk "Bildung" sauer aufgestoßen ist, der wird hier ein Buch finden, das mit geringerem Anspruch daherkommt, aber umso mehr bietet.
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am 29. September 2006
Hier wird eine Fülle von Einzelheiten zur politischen Geschichte, zur Philosophie, zu den Künsten, zur Technikgeschichte und Wissenschaft, zur Mode und zum Essen ausgebreitet aus rund vier Jahrhunderten, um uns, so der Untertitel, die Krisis der europäischen Seele von der schwarzen Pest bis zum ersten Weltkrieg nahe zu bringen.

Das breite und tiefe Wissen, die Eigenständigkeit, die Meinungsfreudigkeit und die hohe Lesbarkeit bieten erhebliches Pläsier. Friedells synoptische Fähigkeiten sind erstaunlich, sodass diese Kulturgeschichte ein instruktives Werk ist. Selbst Kant lernt man bei Friedell verstehen.

Überzeugt die Analyse bezüglich der Krise? Nein, den Friedell deutet vieles zeitgebunden als Décadence, aufgrund eines überschiessenden Kulturpessimismus. Aber erstens ist Friedell auch ein Kind seiner Zeit und zwischenzeitlich Teil der Geschichte, sodass er als Quelle gelesen werden kann, die darüber Auskunft gibt, wie man damals dachte und argumentierte. Zweitens schränkt das den hohen Unterhaltungswert nicht ein, denn ohne Argumentarium geht es nie ab und Friedell arbeitet heraus, was genau er schätzt und was er verwirft. Meist beginnt er mit dem Zweiten. Schlagwortartiges Urteilen ist bei ihm nicht zu finden.

Wenn Friedell einen Charakter oder eine Kulturleistung beschreibt, dann sucht er tief in der Geschichte nach Verwandten, um eine Reihe zu bilden. Das z.B. geht häufig über die beschriebene Epoche hinaus und schliesst z.B. Euripides ein. Das fand ich witzig.

Interessant auch der Aspekt, dass hier eine kompetenter Mann kulturelle Phänomene beschreibt, die damals noch neu waren, so z.B. Freud oder Maeterlinck. Hinten, im fünften Buch.

Friedells Griechenbuch übrigens können sie sich schenken, denn im Rahmen der Kritik des winckelmannschen Griechentums holt Friedell auch hier zu einer grossen griechischen Mentalitätsgeschichte aus, die mehr überzeugt als neuere Beschreibungen.

Es empfiehlt sich, einen kompakten Geschichtsatlas neben sich zu legen, denn die genaue Situierung des politischen Geschehens wird nicht mitgeliefert.

Vermisst habe ich Bilder, aber anderseits hat diese Beck'sche Sonderausgabe schon ohne Bilder 1570 Seiten.
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am 16. August 2005
Friedell spricht in seinem Werk selbst an, dass der Titel irreführend ist: Dieses Buch bietet nicht die Kulturgeschichte der Neuzeit, sondern vielmehr ein Urteil über die Kulturgeschichte der Neuzeit. Dabei ist er stets streng subjektiv, bringt einem mit seinen Gedankengängen immer wieder ins Staunen. Obwohl er immer wieder hyperbolisch schreibt, ist dies nur Geburt seines ausgesprochenen Feingefühls und- er liegt allzu oft goldrichtig.Und das Buch ist in seinen Ergebnissen fast so wie der religiöse Wunderglaube, der beim Autoren zum Vorschein kommt- er zitiert selbst Tertullian:" Das ist ganz sicher, denn es ist unmöglich!"
Gespickt mit ungeheurem Wissen, wunderbaren Anekdoten, genauester Beobachtung ist Friedells Werk für alle Interessierten ein Gewinn.
Geringer Makel, über den man getrost bei diesem Mammutwerk hinweg sehen kann:
Häufig ist Friedell selbst ein Kind seiner Zeit, denn er konzentriert sich meines Erachtens zu stark auf die "großen Männer". Hier kommt sein elitäres Bewusstsein zum Tragen, das keinen Raum lässt für den Alltag der kleinen Leute.
Dennoch lässt sich festhalten, dass Friedell ein unglaubliches Leseerlebnis bescheren wird. So etwas Eigenwilliges und Evokatives wird der geneigte Leser wirklich nicht wieder in die Hände bekommen.
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am 23. Dezember 2015
Habe das Buch für einen Kollegen bestellt, der ganz begeistert ist von diesem Buch.
Ich habe es noch nicht gelesen.
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am 7. Februar 1999
Das beste Buch welches ich bisher gelesen habe. Kulturgeschichte und noch viel mehr, eigentlich das ganze Leben der Menschheit aus der Perspektive eines (hier kenn ich das passende Wort nicht).
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am 8. August 2013
Friedell ist zwar stets lohnend zu lesen, doch sind seine Urteile oft höchst subjektiv, gelegentlich auch verfehlt. Friedell gehört zu den ersten die den betrügerischen Charakter der "Evolutionslehre" Darwins klar erkannten.
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