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Kundenrezensionen

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am 24. Januar 2005
Typisch finnisch, möchte man sagen. Da macht jemand einen Selbstmordversuch, stört dabei einen anderen Selbstmörder beim Vollzug, bringt ihn dadurch fast um, rettet ihn, beide saufen sich die Hucke voll... und beschließen, den Selbstmord erstmal aufzuschieben. Diese Gelassenheit ist es, mit der die Finnen wahrscheinlich Jahrtausende klimatischer und politischer Härten überlebt haben.
Mehr noch: Man beschließt, Gleichgesinnte zu suchen. Und, oberschlau: tarnt das Ganze als Selbstmordverhinderungsselbsthilfegruppe. Kann man den zeitgeist übertriebenen Selbstbefindlichkeitskultes besser karikieren ?
Und so macht sich eine bunt gemischte Gesellschaft auf den Weg in den gemeinsamen Tod, keinen Fettnapf und keine Tolpatschigkeit auslassend. Ab der Mitte das Buches wird klar, warum sich dreißig ausgewachsene Finnen benehmen wie autistische Deppen im Freigang: jeder Zwischenfall, jede Ausrede wird benutzt, um das unausweichliche Ende hinauszuzögern. Eine komplizierte Reise vom Nordkap (Versuch Nr. 1) über die Schweiz nach Sagres in Portugal, dem westlichsten Zipfel Europas.
Das Ende ist ein wenig weichgespült und unglaubwürdig, aber da kann man nichts machen.
So ist eben das Leben.
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am 15. April 2007
Was Arto Paasilinna betrifft bin ich absoluter Erstleser. Angelockt von dem provokanten Titel habe ich mir eine ulkige und spaßige Geschichte versprochen. Statt dessen liefert der Autor eine wirklich (finnisch) trockene Geschichte, deren humoristische Stärke in den Feinheiten liegt.

Der Schreibstil kam mir zeitweilig etwas zu trocken vor, konnte sich dann aber immer wieder derart steigern, dass ein Weiterlesen problemlos möglich war. Auch wenn das Ende der Geschichte in etwa vorhersehbar war, macht es zum Schluß hin Spaß zu erfahren, wie das Ende gestrickt ist.

Ein wenig nervig empfand ich die starke Nutzung von Klischees. Wenn die Busreise der Massenselbstmörder in Deutschland auf eine Gruppe von glatzköpfigen, bayerischen Hooligans trifft, ist das eine übertrieben klischeehafte Besetzung des "Deutschen". Aber andere Nationen kommen auch nicht besser davon.

Ich gebe diesem Buch bewußt 3 Sterne, weil es für ein nettes literarisches Intermezzo gut genug war. Es hat mich aber nicht vom Hocker gehauen, weshalb eine bessere Wertung übertrieben gewesen wäre.
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am 11. Februar 2010
Ich habe ein anderes Buch von Paasilinna von einer Lehrerin des Goethe-Instituts geliehen bekommen, die selber in Finnland unterrichtete, nachdem sie mitbekommen hatte, daß ich in Finnland war. Obwohl mir das Buch nicht wirklich gut gefallen hat, hatte ich Paasilinna "auf dem Schirm" und bei DEM Titel konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich würde das Buch allerdings nur Leuten mit schwarzem Humor, einer Vorliebe für Monty Python oder einer Liebe für die Mentalität der Finnen empfehlen. Allen anderen wird sich - das zeigen auch die Rezensionen - nur schwer ein Zugang eröffnen. Wer allerdings auf eines der vorgenannten steht, wird einen Höllenspaß an dem Buch haben. Vor mir sind beim Lesen immer wieder Bilder der finnischen Landschaft und der Finnen denen ich begegnet bin aufgetaucht, was allein schon schön war.
Das Buch bietet meiner Meinung nach eine herrliche Beschreibung der finnischen Seele:
todernst bei der Planung und Ausführung von etwas (ärger als bei den Deutschen, denen man das eigentlich nachsagt!), wie z.B. selbst bei einem Massenselbstmord...
tiefsinnig, hintergründig melancholisch;
schrankenlos ausgelassen und heiter beim Feiern - JEDEM Blödsinn aufgeschlossen, wenn es nur "verrückt" genug ist;
ein feinsinniger, versteckter Humor (nicht die typisch deutsche platte Pocher-Banal-Pointe);
ein Hang zur Depression (ein Wunder bei DEM Winter?) und zur Beschäftigung mit Tod und ... Selbstmord - und dabei immer korrekt und freundlich.
Wer also mit diesen Sachen etwas anfangen kann oder sich nicht scheut, sich humorvoll mit dem Ende aller Dinge auseinanderzusetzen, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.
PS: Auch ich finde die "Schlacht" mit den deutschen Skinheads am köstlichsten...
Finnland-Fan? Dann kaufen!
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am 12. Juni 2005
Dieses war mein erstes Buch des Autors. War auf der Suche nach einem Buch für "zwischendurch", und hätte es besser nicht erwischen können. Sehr unterhaltsam zu lesen, ohne wirkliche Schwachstellen. Habe mich ausgesprochen gut unterhalten gefühlt! Den Humor muß man wahrscheinlich mögen, meinen hat's perfekt getroffen. Nachdem mein "Vorschreiber" der Meinung ist, daß dies das schwächste Buch des Autors ist, freue ich mich umso mehr auf weitere.
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am 25. August 2005
Für mich war es das erste Buch von Paasilinna und ich wurde eigentlich durch den Titel darauf aufmerksam. Die Geschichte ist mit einfachen Worten aber stets mit einem wirklich komischen Unterton geschrieben. Die Hauptfiguren begegnen einem schräg- liebenswert und schon bald mochte ich nicht mehr zu lesen aufhören, da ich unbedingt wissen wollte wohin es die "Selbstmörder" verschlägt und was als nächstes passiert. Ein wirkliches Lesevergnügen - hier muss jeder (auch Selbstmörder...:-)) lachen.
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am 6. November 2002
Arto Paasilinna - Der wunderbare Massenselbstmord

Was passiert wenn sich zwei Selbstmörder die gleiche Stunde und den selben Ort für ihre Verzweiflungstat wählen? Geschieht ein Doppelselbstmord? Ein Doppelmord? Oder am Ende gar ein wunderbarer Massenselbstmord?

Die zwei vom Schicksal zusammengeführten Unglückseligen knüpfen Freundschaft und beschließen sich mit anderen Verzweifelten, Lebensmüden und Depressiven Finnlands auszutauschen. So ergibt sich die irrwitzige Geschichte der "Anonymen Sterblichen", die unter dem Motto "gemeinsamer Versuch" den kollektiven Freitod anstreben. Mit einem Luxustouristenbus kurven die Selbstmörder durch halb Europa, einzig mit dem Ziel sich die höchsten Klippen zu suchen, um in den ersehnten Freitod zu stürzten. Auf dem Weg werden weitere Unglückselige aufgelesen und zahlreiche Abenteuer müssen bestanden werden. Doch am Ende droht der Abgrund! Oder kommt vielleicht doch alles anders als man denkt? Der Autor versteht es exzellent Tragik mit Komik zu vereinen, das Ergebnis ist ein Buch voll skurrilem und tiefsinnigem Humor, das zweifelsohne das Prädikat finnisch verdient. Vorbehaltslos zu empfehlen! -cw-
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am 9. Februar 2015
Die Geschichte der finnischen Selbstmördergruppe ist äußerst humorvoll und außergewöhnlich. Über den Inhalt ist hier schon genug geschrieben: Es geht anfänglich um einen Mann aus einem kleinen Dorf, der nicht dazu aufgelegt ist, zu feiern wie seine Dorfmitbewohner sondern (wie alle Finnen?) melancholisch und traurig ist und sich entschließt, Selbstmord zu begehen. Aus dieser Szene entsteht eine wahrhaft unglaubliche Geschichte über eine sozusagen "Selbstmord-Selbsthilfegruppe", die erst durch Skandinavien und dann bis Portugal reist, um ihr Vorhaben - Massenselbstmord - zu vollbringen.
Mich haben besonders die erstaulichen Wendungen hingerissen. Die Geschichte ist so geschrieben, dass man oft überrascht ist, was die Gruppenmitglieder sich ausdenken, um ihre Tat nun endlich zu vollbringen, nicht zu vergessen, die gut beschriebenen Charaktere der Mitglieder.
Die Idee des Plots ist super und trocken humorvoll umgesetzt. Allerdings zum Ende hin etwas langweilig, mir scheint, hier haben weitere Ideen gefehlt, so dass das Ende dann vorhersagbar ist. Deshalb von mir nur 4 Sterne.
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am 24. Juni 2015
Ja, ich hab mir mehr erwartet als größtenteils sympathische finnische Figuren.
Gelegentlicher Wortwitz heitert diesen teils doch konventionellen Roadtrip auf, kann ihn aber nicht wirklich überraschend machen.
Ich kenne persönlich selbstmordgefährdete depressive Menschen und finde sie in den Protagonist/innen nicht wieder. Das ist schade. Es kann aber durchaus sein, dass Paasilinna das sogar wollte. Also dass er sein Buch nicht zu authentisch machen wollte, denn immerhin sollte es sicher eher eine Komödie werden, mit ein bisschen Drama, als eine reine Tragödie. So wurde es eine dezente liebe Tragikkomödie, mit mehr durchschnittlicher Komödie als echter Tragik. Aber das ist voll ok, macht das Buch weder besser noch schlechter.
Die 3 Sterne passen gut, ich empfehle das Buch als netten Zeitvertreib aber höchstens für den Strand oder das Flugzeug, wo man unter Umständen das Hirn zurückfahren und sich einfach berieseln lassen möchte. Das schafft der Roman sehr gut, ist eventuell sogar Absicht. Und ich werde Arto Paasilinna auch noch mit einem anderen Buch eine Chance geben, vielleicht war das nicht sein bestes. Denn sein Stil ist sehr angenehem und wie erwähnt, zwischendurch durchaus witzig. Die Aktion der 3 Frauen in Frankreich ist sogar wirklich zum Zerkugeln!
Résumé: das beste Wort für den Roman ist für mich "liebenswert", und das geht absolut in Ordnung.
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Onni Rellonen, ein finnischer Unternehmer, ist viermal in Konkurs gegangen. Nun will er sich umbringen. Dabei stößt er auf einen Gleichgesinnten. Sie tun es beide nicht, setzen aber eine Annonce in die Zeitung, mit der Gleichgesinnte gesucht werden.
Die Sache nimmt eine unheimliche Eigendynamik an: mehr als 600 Leute melden sich! Das war zwar von den beiden Initiatoren so nicht gewollt, aber jetzt können sie nicht mehr aus. Schließlich wird der Beschluss gefaßt, mit einem gecharterten Bus gemeinschaftlich Selbstmord zu begehen....
Natürlich ist die Grundproblematik des Buches eine sehr ernste. Nur - wie Paasilinna damit umgeht zeigt, dass er einiges von der menschlichen Seele versteht, also Menschenkenntnis hat. Dabei ist dieses Buch unheimlich witzig , ja sehr schräg; manchmal wird etwas bis sehr übertrieben - aber man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bevor man nicht weiß, wie die Sache ausgeht.
"Die spinnen, die Finnen!" Scheint einiges dran zu sein an diesem Spruch - wenigstens was so manche ihrer Schriftsteller betrifft. Aber kann man das nicht über viele Nationen sagen? Jedenfalls: ein vergnügliches, absolut lesenswertes Buch aus dem hohen Norden!
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am 9. März 2016
Als Liebhaber der Finnen habe ich mich über diesen selbsternannten und kreativen Verein der Selbstmörder wird kaputtgelacht. Da kommt die Finnische Seele richtig gut rüber... Arto Paasilinna beschreibt seine Landsleute wirklich auf den Punkt. Auch die Reisen quer durch Finnland, Norwegen und Deutschland mit dem gut aufgestellten "Selbstmörderheer" unter Oberst Kemppainen gegen bayerische Hooligans in Walsrode - selten so gelacht. Die Phantasie von Paasilinna ist genial. Ich habe noch weitere Bücher gekauft - ich bin inzwischen Paasilinna-süchtig!!
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