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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen29
4,4 von 5 Sternen
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am 16. August 2010
Ich habe dieses Buch mit grossem Interesse gelesen - und doch blieben am Ende einige Zweifel. John Naish schreibt klug, hat auch gut recherchiert, legt den Finger in die richtigen Wunden, man ertappt sich dabei, wie man nickt und nickt und sich sagt: "So ist es" - und doch fehlte mir etwas. Es scheint mir, als würden diese knapp 300 Seiten nichts verändern können. Das Buch wirkte auf mich seltsam blutleer.

Woran mag das liegen?

In meinen Augen erklärt Naish sehr schlüssig, dass wir zuviel haben von allem (Information, Genuss, Dinge, Stress...), dass wir blind hinter dem Konsum her sind und dass uns das alles nichts hilft, um zufrieden zu sein. Er plädiert im Gegensatz dazu für Einfachheit und die Philosophie des Genughabens. Das ist alles sehr einleuchtend, aber eben auch sehr rational. Im Kopf wissen wir das ja wohl alle. Wir wissen, dass wir zuviel haben. Aber wir Menschen entscheiden eben nicht rational. Und genau hier kommt für mich der Mangelpunkt dieses Buches zum Ausdruck. John Naish gibt uns Ratschläge wie "Machen Sie eine Datendiät" (weniger Information), "Lernen Sie wieder zu geniessen" oder "Nehmen Sie keinen Kredit auf", aber der entscheidende Punkt liegt für mich darin, was wir eigentlich gewinnen, wenn wir uns mit weniger zufrieden geben? Was bringt es uns, wenn wir uns der Philosophie des Genughabens zuwenden?

Hier kommt kaum Begeisterung auf. Hier bleibt der Autor in meinen Augen eigentümlich nüchtern. Die Philosophie des Genughabens vermag keine Freude zu entfachen. Hier hätte ich mir mehr Begeisterung vom Autor selbst gewünscht, denn in der Einfachheit und in der Erkenntnis des Genughabens kann ein wirklich grosses Glück und eine tiefe Zufriedenheit liegen. Darüber hätte ich gerne mehr erfahren.

Der Kopf nickt also begeistert bei diesem Buch, doch der Bauch grummelt ein wenig.

Peter Steiner, Autor von "Weisheit für Minimalisten" und "Das Zen des glücklichen Arbeitens" u.a.
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am 28. September 2011
Ich war am Anfang skeptisch, ob ich so ein Buch brauche, denn ich hielt mich eigentlich nicht für Verschwenderisch! Aber zum Glück habe ich zugegriffen, es war ein großer Spaß es zu lesen!

Ich denke, jeder erkennt sich wieder in den Beschreibungen, mehr oder weniger...

Eine Rezension hier konnte ich nicht nachvollziehen, wo kritisiert wird, dass Naish nur den Ist-Zustand beschreibt, aber keine wirklichen Lösungsvorschläge anbietet. Also, in jedem Kapitel kommt erstmal die Beschreibung des Problems z.B. genug Sachen, genug Essen, genug Arbeit usw. und danach immer grau hinterlegt folgen die Lösungstipps für die geschilderten Probleme!

Das sind dann ganz konkrete Vorschläge, wie z.B. mit Verwandten einkaufen gehen, weil man dan weniger kauft, seine Emails nur alle 90 Minuten abrufen, weil jedes mal Email lesen wieder 4 Minuten Zeit verbraucht um sich wieder konzentrieren zu können, kleinere Teller benutzen, weil man dann weniger isst.

Letztendlich wissen wir wohl alle was er meint, wir haben alle immer weniger Zeit und kaufen immer mehr, weil man doch oft die Illusion hat, dass man eben mit der Yogamatte auch die Zeit miteinkauft, sich zu erholen und das zu machen!
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Ich bin nicht ganz so begeistert wie die anderen Rezensenten, da mir das Buch zu sehr an der Oberfläche bleibt und sich teilweise widerspricht.

Doch zunächst das Positive: der Gedanke, das wir in der westlichen Welt mehr als genug für ein zufriedenes Leben haben, wird ausführlich an verschiedenen Lebensbereichen erläutert. Vor allem wird aber auch die Begründung, warum wir trotz dieses Wissens nicht konsequent handeln, immer wieder hergeleitet. Grund ist wie so oft die Evolution unseres Gehirns, das noch immer auf Steinzet getrimmt ist. Und daß dies von der Werbebranche, Politikern und jedem, der uns zu Konsum anhalten möchte, weidlich genutzt wird.

Besonders interessant fand ich das Kapitel "Genug Glück", da es der modernen Glücksuche widerspricht und das Konzept des "Zufriedenseins" dagegensetzt. In diesem Kapitel werden auch neue Gedanken herausgearbeitet. Die Beispiele aus dem täglichen Leben würzen das Buch und bringen zum Nachdenken.

Insgesamt habe ich aber nicht viele neue Gedanken gelesen, Naish erwähnt ständig neue Forschungsergebnisse, geht aber auf Nichts wirklich vertieft ein. Auch widerspicht er sich mehrfach, wenn er z.B. in einem Kapitel Forschungsergebnisse aufzeigt, die beweisen, das Pessimisten länger leben, er selbst aber wenige Kapitel später zum Optimismus anhält und Strategien dafür aufzeigt. Diese Widersprüche sind aber nicht so gravierend, das sie das Buch insgesamt in Frage stellen.

Ich denke, daß dieses Buch ein guter Einstieg ist, für alle, die sich mit der Thematik der Konsumkritik, der Bescheidenheit und der praktischen Umsetzung dieser Konzepte im täglichen Leben noch nicht vertieft befasst haben. Es spricht alle wichtigen Lebensbereiche an und verdeutlicht, warum wir oft nicht aus unserer Haut können.
Insgesamt bleibt es aber an der Oberfläche der Thematik.

Geeignet für Einsteiger ist das Buch auch, weil es nie den moralischen Zeigefinger erhebt und mit Moral kommt, sondern mit Selbstironie und Humor zeigt, wie wir uns immer wieder selbst austricksen und gangbare Alternativen aufzeigt.
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am 18. April 2011
"Genug" zeigt auf, wie sich ein verantwortungsvoller erwachsener und moralisch gesunder Mensch eigentlich zu verhalten hätte. Es gibt allerdings auch zu, dass es schwer ist überhaupt ein solcher Mensch zu sein. Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine mehr als lesenswerte Lektüre, wenn nicht gar eine Pflichtlektüre.
Der Titel ist Programm: Der Mensch will immer mehr, von allem, von Geld, Glück, Liebe, Schokolade, Aufmerksamkeit, immer mehr. Dies ist ein Konsum kritisches Buch auf ganzer Linie. Es rechnet nicht mit dem Kapitalismus an sich ab, sondern mit der Eigenschaft des Menschen immer auf der Suche zu sein, nach dem, was er hoffentlich morgen finden wird. Und diese Suche führt ihn ohne es zu merken dorthin, wo er begonnen hat zu suchen.

Ich muss zugeben, dass mich das Buch zumindest mittelfristig beeinflusst hat (habe es vor einem halben Jahr gelesen). Dennoch ist meine Lebensweise weit von einer im Buch beschrieben entfernt.

Ich bin weiter auf der Suche.

Viel Spaß beim Lesen!
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am 12. Mai 2012
Nach 2 Tagen habe ich das Buch von John Naish nun durch. Es hat mich sehr gefesselt.
Anfangs, besonders im 1. Kapitel hatte ich Probleme in das Buch hineinzufinden, da es sehr durch Statistiken und Studien belastet ist. Ich hoffte das sich das etwas legen würde und so war es auch.
John Naish beschreibt in verschiedenen Kapiteln wie wir unser Leben durch immer mehr haben wollen, immer mehr wissen, immer mehr Kosum, immer mehr essen überlagen und dadurch das wesentliche im Leben überdecken und aus den Augen verlieren.
Ich fand es spannend und auch aufrüttelnd und ich habe mich darin auch manchmal wieder entdeckt, was mich sehr erschreckte.
Zudem ist es wissenschaftlich belegt durch eine Vielzahl an Studien und Statistiken. Mich hat dies allerdings etwas im Lesefluss gestört.
Trotzdem 4 Punkte da es einen wirklich zum nachdenken bringt und praktiche Tipps liefert die eingefleischten Denkmuster zu durchbrechen
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am 1. Januar 2009
Die wichtigste Ursache für den dramatischen Absturz der globalen Finanzökonomie lässt sich auf einen der unangenehmsten Charakterzüge des Menschen zurückführen: seine Gier nach mehr, nach mehr als er für die Deckung seiner Bedürfnisse überhaupt nötig hat, ohne Rücksicht auf die verfügbaren Ressourcen.

Doch nicht allein die Finanzwirtschaft hat über ihre Verhältnisse gelebt. In seinem Buch "Genug - Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen" konstatiert der britische Journalist John Naish, dass sich die Verheißung, die industrielle Überflussproduktion würde einem idealistischen Zeitalter den Weg ebnen, nicht erfüllt habe. Stattdessen bescheinigt er der westlichen Zivilisation, in eine irrsinnige Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft abgeglitten zu sein, die Überflüssiges im Überfluss produziert und dabei unsere menschlichen und ökologischen Ressourcen verheizt. Die verzehrende Jagd nach immer mehr Information, Essen, Sachen, Arbeit, Auswahl, Glück und Wachstum läuft auf eine Flucht vor der schwierigen Frage nach dem Sinn des Lebens hinaus.

Dieser eskapistischen Maßlosigkeit hält Naish seinen doppeldeutigen Appell "Genug" entgegen; "Genug" einerseits in dem Sinne dass wir diesen Zuständen endlich ein Ende bereiten müssen, andererseits dass wir - ohne in das andere Extrem der Askese zu verfallen - nun in einem angemessenen Maß zu einer neuen Balance unserer Bedürfnisse finden müssen. Naish lässt den Leser auf dem Weg dahin nicht allein, sondern schließt an jedes Kapitel einen Katalog von praktischen Vorschlägen, anhand deren das Bewusstsein für die Fallstricke des Materialismus geschärft wird. Darüber hinaus ist das Buch flott geschrieben, gewürzt mit einer Prise des trocknen englischen Humors und zudem garniert um zahlreiche unterhaltsame Fallbeispiele auch aus Naishs eigenen Leben, welches er nach diesen vorgestellten Grundsätzen ausgerichtet hat.

Die metaphysische Tiefenlotung dieser anspruchsvollen Thematik ist nicht die Sache des Pragmatikers Naish, der lieber rational auf der Grundlage der Evolutionspsychologie, der Neurowissenschaft und des gesunden Menschenverstands argumentiert. Dabei ist seine Materialismus-Kritik weder originell noch neu. Aber sie kommt zum richtigen Zeitpunkt, da in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise auch nach einer neuen Orientierung gefragt wird. Und so ist zu hoffen, dass sein Leitfaden zum Impulsgeber einer neuen Kultur der Nachhaltigkeit werden könnte. Naish gehört zu der Sorte Mensch, von der man im wahrsten Sinn des Wortes nie "genug" bekommen kann.
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am 27. Oktober 2011
Das Buch zeigt interessante Denkweisen. Es ist locker geschrieben und enthält viele Beispiele.
Das Wissen darum, ist aber nur der erste Schritt. Anwenden in seinem Leben, für mehr Lebensqualität, dazu fehlt Vielen die klare Denkweise, oder auch die nötigen Umstände. Denn nur mit diesem Buch alleine, wird man sein Leben nur schwer, oder gar nicht ändern.

Leute die sich darüber schon im klaren sind, werden durch das Buch bestätigt.

Aber lesenswert ist es auf jeden Fall.
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am 23. Januar 2015
Komisch: wer das liest - und da gehe ich jede Wette ein! - weiß um die Sinnlosigkeit der Konsumkultur, und wer es nicht liest und sich darum nicht kümmert, leistet ungewollt ein Stückchen Konsumverzicht, indem er das Buch nicht kauft. Es ist das klassische Buch für die Bibliothek, wo 50 Leute es lesen können und gut is.Ich werde mein Exemplar dorthin spenden. Die bissigeren Bemerkungen lasse ich lieber weg.
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am 26. Oktober 2011
"Genug" gibt einen guten Überblick in die Thematik der Wohlstandsgesellschaft und deren Auswirkungen. Sehr gute philophische sowie wirtschaftstheoretische und wirtschaftspolitische Hintergrundinformationen, dies trägt somit sehr gut zur Allgemeinbildung bei. Sehr gute Lesbarkeit ist gegeben, jedoch fehlt mir persönlich, dass tlw. die sehr interessanten Backgroundinformationen nur angeschnitten und nicht noch weiter tiefgründiger - im Sinne einer Erörterung - ausgeführt werden. (möglicherweise wäre dann aber auch die Leserzielgruppe nicht so breit gefächert...).
Zusammenfassend: sehr gutes Buch, welches zum Nachdenken des Lebensstils anregt!
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am 5. Oktober 2014
Das Buch ist an sich gut gemacht und gibt Anregungen, wie man in vielen Lebensbereichen auf "weniger ist mehr" achten kann.
Ich selbst habe mir nur etwas "spirituelleres" erwartet. Gerade in den ersten Kapiteln werden eine Menge Statistiken und Forschungsergebnisse "runtergerattert", was mir etwas die Lust am Lesen genommen hat.
Später hört dies auf. Der Autor wiederholt sich oft, ein Beispiel folgt dem nächsten, die Hälfte hätte auch gereicht,
man kapiert ja doch recht schnell, was gemeint ist :-)
Gut gemacht sind die zusammenfassenden Tipps nach jedem Kapitel.
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