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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mein Vater schenkte mir dieses Buch knapp 2 Wochen vor dem Beginn meiner Chemotherapie bei Diagnose Hodenkrebs mit Metastasenbildung in Nieren und Lunge. Natürlich überlegte ich mir,ob ich überhaupt wissen wollte, was mir da noch so bevorsteht. Ich tat es trotzdem und die Entscheidung war richtig. Mein Hauptkritikpunkt vorne weg: an manchen Stellen werden Sachverhalte übertriebener dargestellt, als sie es sind. So beschreibt Armstrong sehr pathetisch, dass er während der Chemotherapie im wahrsten Sinne des Wortes "Säure gepinkelt" habe. Ich habe meine Ärztin daraufhin angesprochen. Sie erklärte mir, dass es in der Tat so sei, dass sich der Säuregehalt des Urins erhöhen würde, dass dies jedoch beim pinkeln nicht scmerzhaft sei, da Urin sowieso sauer sei.
Trotz dieser und einiger weniger anderer Übertreibungen ist die "Tour des Lebens" ein faszinierender Erfahrungsbericht eines ehemaligen Krebspatienten. Das Buch besticht durch einen einfachen, oftmals auch umgangssprachlichen, Stil. So gewinnt der Leser den Eindruck, dass es Lance Armstrong daran gelegen war, das Schreiben nicht der Co-Autorin Sally Jenkins zu überlassen, sondern seine Erfahrungen direkt zu Papier zu bringen ohne sie durch eine zweite Instanz verwässern zu lassen. Gerade dieser Stil könnte es für direkt Betroffene, und vielleicht auch für zart besaitete Zeitgenossen, schwer erträglich machen, das Buch zu lesen. Vor allem das Kapitel über die Chemotherapie ist schon ziemlich harter Tobak. Trotzdem muss keiner davor zurückschrecken, sich die "Tour des Lebens" zu Gemüte zu führen. Betroffene sollten dabei nur immer im Hinterkopf behalten, dass Lance den bösartigsten aller Hodentumoreim im weit fortgeschrittenen Stadium hatte und dementsprechend eine extrem intensive Therapie bekam.
Mir blieb beim Lesen dennoch das ein oder andere Mal die Luft weg. Aber es hilft ja auch nichts die Augen vor der Wahrheit zu verschließen. Und, um selber mal etwas pathetisch zu klingen, sagt man ja das Wissen Macht sei. Je mehr man über den Krebs und die Behandlung, jenseits vom medizinischen Fachchinesisch, weiß, desto besser ist man auch vorbereitet. Davon bin ich überzeugt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Mai 2013
Nach langen, langen Jahren habe ich es jetzt endlich geschafft, dieses Buch von Lance Armstrong für erstaunlich wenig Geld gebraucht bei Amazon zu kaufen, da es neu nicht mehr angeboten wird. Für unglaubliche 3 Cent! Man meidet den Texaner offensichtlich wie der Teufel das Weihwasser ;-) Um es kurz zu machen: Lance Armstrong kann so viel mit EPO oder sonstigem Doping gearbeitet haben, wie er will - für die Qualen im Zusammenhang seiner Krebserkankung und den wahnsinnigen Frenkreich-Rundfahrten zolle ich ihm höchsten Respekt. Mit dem aktuellen Wissen erscheinen seine verlogenen (aber wenigen) Aussagen zum Thema Doping natürlich in einem anderen Licht. Aber mir persönlich ging es dabei nicht bei diesem Buchkauf. Ich will nicht sagen, dass es mir egal ist, aber das war für mich kein Bewertungskriterium. Und weniger qualvoll werden diese Radrennen auch mit Doping sicher nicht. Die Qualen von Ausdauersport auf diesem Niveau sind für einen Normalsterblichen nicht nachvollziehbar. Und genau darum ging es mir: Ein Stück weit zu verstehen, was ein Mann durchlebt hat und - vor allem - was ihn antreibt, der den Krebs überwindet und sich über Jahre selbst kasteit. Das Buch war so, wie ich mir Lance Armstrong auch persönlich vorstelle: Auf gewisse Weise trocken und abgebrüht, aber dennoch spannend und unterhaltsam. Besonders deutlich wird in dem Buch sein besonderes und inniges Verhältnis zu seiner Mutter. Das wiederum sorgt für ganz andere Facetten im Gesamtbild. Unabhängig vom Doping habe ich Respekt vor seiner Geschichte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 2000
Lance Armstrong schildert - zusammen mit Co-Autorin Sally Jenkins - in einfachen, einfühlsamen und mitreissenden Worten sein außergewöhnliches Schicksal. Als junger, unerschrockener, manchmal übermütiger Rennfahrer steht ihm eine große Zukunft ins Haus. Der Wechsel seines Rennstalls, die Tipps seiner Freunde und Trainer, alles zeigte Richtung Erfolg. Bis er eines Tages erfährt, dass er Krebs im fortgeschrittenen Stadium hat. Diese Zäsur seines Lebens schildert er eindrucksvoll, jedoch verfällt er dabei nie in einen selbstmitleiden Stil, beschreibt vielmehr den Kampf gegen die Krankheit und gegen sich selbst. Der Einsatz seiner Mutter, die Hilfsbereitschaft seiner Freunde, Trainer und Team-Kollegen, ihm zu helfen diesen "verdammten Krebs" zu vertreiben, wird bildhaft, aber weder pathetisch noch heroisierend dargestellt. Schließlich besiegt er ja den Krebs, was neben den Ärzten, seinen Freunden, die ihm ständig Mut machen und natürlich seiner Mutter auch daran lag, dass er als Hochleistungssportler ein entsprechendes Immunsystem aufgebaut hat, welches sicher zur Heilung beigetragen hat. Als Krönung, für ihn selber nach zwischenzeitlichem Aufgeben des Radsports nahezu ein Wunder, gewinnt er 1999 und, wie wir inzwischen ja wissen, 2000 die Tour de France. Insgesamt also ein ausgezeichnetes Buch, was ein sensibles Thema mit der richtigen Herangehensweise erzählt und den Leser selbst für die - von vielen meist "weit weg" erscheinende - tückische Krankheit sensibilisiert. Ein hervorragendes Buch also, was jeder, gleich ob Sportfan oder nicht, gelesen haben sollte!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2001
Das Buch gab mir meine Hoffnung zurück, nachdem auch bei mir ein bösartiger Gehintumor fesdtgestellt worden war. Das Buch hilft allen Krebskranken gerade in der schwierigen Zeit unmittelbar nach Feststellung der Erkrankung. Es erzählt hautnah, daß es jeden treffen kann, aber auch, daß es jeder schaffen kann. Das Buch geht zeitweise auch unter die Haut. Es ist wie eine richtig gute Medizin ohne Nebenwirkungen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2002
Ich bin noch Schülerin und normalerweise lese ich wirklich nur
das nötigste an Lektüren und was sonst noch so alles an Texten anfällt, aber dieses Buch ist der Wahnsinn! Es hat selbst mich als Lesemuffel total eingenommen, sodass ich den 330 Seiten Schinken innerhalb von 2 Tagen gelesen hatte und ihn schon wieder
am lesen bin. Dieser Mann kann einem Alltagsmenschen wie mir
doch tatsächlich die Augen öffnen und mich beim lesen zum heulen
bringen, weil er einen so unglaublichen Lebensenthusiasmus hat,
dass einem manchmal beim lesen der Atem stocken kann, wie man in
einer so aussichtslosen Situation so ein Durchhaltevermögen haben
kann. Obwohl ich nur dieses Buch gelesen habe und ihn nur aus
dem Fernsehen kenne, hat mich dieser Lance Mooneyham (jeder der
das Buch gelesen hat weiß warum nicht Lance Armstrong) geprägt.
Ich habe angefangen 5, 10 oder 21 km Läufe zu machen, woran ich früher nie gedacht hätte. Mein Schlusswort: Kaufen, Lesen, Nachdenken!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2013
Das Buch ist eigentlich hinfällig und müsste neu geschrieben werden. Wer an Krebs erkrankt war sollte eigentlich schlauer sein und seine Gesundheit nicht erneut mit illegalen Dopingsubstanzen aufs Spiel setzen. Aber davon steht natürlich kein Wort in diesem Buch. Auch verschwiegen wird das Lance Armstrong seine Teamkollegen zum Doping gezwungen hat. Aber dieser egozentrische Selbstdarsteller lässt natürlich keine Gelegenheit aus sich als heroischer Held dar zustellen. Das Buch trieft nur so von Selbstbeweihräucherung. Mittlerweile hat es aber den letzten Rest an glubwürdigkeit verloren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2009
An dieser Stelle möchte ich ein Buch bewerten, nicht einen Menschen.
Darum kann Lance Armstrongs Biographie nicht mehr als 3 Sterne erhalten. Ob die Ghostwriterin Sally Jenkins nur zweitklassig schreibt oder die Übersetzung so schlecht ist, vermag ich, da ich die englische Originalversion nicht gelesen habe, nicht zu beurteilen. Aber die unemotional heruntergerasselte Geschichte lässt sich nur lesen weil der Mann, dessen Leben bis zu seinem 28igsten Lebensjahr erzählt wird, ein so unglaublicher Kämpfer ist.
Lance Armstrong kämpft, durch eine harte Kindheit, gegen eine schwere Krankheit, gegen die Unbilden der Straße. Er ist dabei nicht selbstkritisch. Die menschlichen Einsichten die ihm seine Krankheit bescherte sind schnell vergessen und das Buch erscheint veraltet, da seine Geschichte weiter geschrieben wurde. Dennoch bietet es eine Einsicht in sein Leben, die zu einem größeren Verständnis für seine erbrachten Leistungen führt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. September 2000
Beim Lesen dieses Buches wurde mir immer klarer, wie eng doch im Leben die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen beieinander liegen, wie schnell man "Freunde" gewinnt, wenn man ganz oben ist und wie schnell man sie in Krisenzeiten auch wieder los ist. Andererseits ist es aber ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein Mensch kämpfen kann. Möglicherweise hat Lance Armstrong bei der Heilung seiner Krankheit auch ein wenig Glück gehabt, denn nicht bei jedem schlägt eine Chemotherapie an, aber die Erkenntnisse, die er im Lauf seiner Krankheit und seinem anschließenden Wiederaufstieg gewonnen hat, haben ihn sicher reifen lassen und sind ein Beweis für eine grandiose Stärke und eisernen Willen. Besonders bemerkenswert fand ich das Verhältnis zu seiner Mutter. Es ist ein Beispiel dafür, was eine symbiotische Mutter-Kind-Beziehung bewirken kann, wenn sie nicht zerstört ist.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. November 2002
Das Buch ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. Zunächst dachte ich, dass es darin hauptsächlich um Lance Armstrong und seinen Beruf als Radfahrer geht. Doch weit gefehlt, dies ist nicht nur ein Buch für Radfahr-Fans. Hauptsächlich geht es um die Auseinandersetzung mit dem Krebs.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, dass das Buch manchen Betroffenen unheimlich Kraft und Mut geben kann.
Vor allem sehr aktiven Menschen oder Sportlern wird gezeigt, dass es ein Leben nach dem Krebs gibt und zwar auch in sportlicher Hinsicht. Selbst nach - oder gerade nach - einer derartigen Krankheit ist man in der Lage noch anstrengenden und sehr erfolgreichen Sport zu betreiben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2004
Die Autobiografie des Lance Armstrong (gemeinsam mit der Sportjournalistin Sally Jenkins) ist nichts für schwache Nerven. Die Diagnose Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium mit Metastasen in Lunge und Gehirn und die darauf folgende Behandlung ist wohl der tragische Höhepunkt, aber bei weitem nicht das einzige Leiden in diesem Buch.
Trocken und ehrlich berichtet Armstrong über seine Kindheit und Jugend, die von einem brutal prügelnden Stiefvater beherrscht wird. Sein Weg zum Radfahren führte über den Triathlon wo er schon als Jugendlicher mitmachte um etwas Geld zu verdienen, selbst bei einer hervorragenden Veranlagung ist auch das ein Leidensweg. Danach beschreibt er im Wesentlichen seinen Kampf gegen den Krebs und auch die Lehren die er daraus gezogen hat. Durch die Krebsbehandlung unfruchtbar geworden, muss die nun jung vermählte Familie Armstrong durch die Tortur der In-Vitro-Fertilisation durch und auch das wird als ein großes Leiden beschrieben. Dass die Tour de France, mit deren ersten Sieg das Buch schließt den Beinamen Tour der Leiden trägt kommt wohl auch nicht von ungefähr.
Doch trotz all dieser leidvollen Erfahrungen ist dem Buch immer die positive Seite zu entnehmen. Es ist kein Jammern oder gar Selbstmitleid darin zu finden. Es ist eine trockene Erzählung der Fakten, die mit Anekdoten gespickt ist. Immer aber ist die grundsätzlich positive Lebenseinstellung des Ausnahmeathleten zu erkennen. Was dem Buch allerdings nicht zu entnehmen ist, sind Beschreibungen des Trainings des Lance Armstrong. Darüber wird zwar berichtet aber eher sehr am Rande. Eigentlich wäre dies auch eine sehr interessante Information gewesen um sich den Alltag des Autors vorstellen zu können. Das Buch findet eine Fortsetzung in "Jede Sekunde zählt" das den Weg der Erfolge Nr. 2 bis 5 bei der Tour de France erzählt.
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