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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselndes, gut formuliertes Buch mit weltweit immer wieder auftauchender realistischer Problematik
Dieses Buch ist tatsächlich zu meinem Lieblingsbuch geworden. Die "Story" ist zwar grauenvoll, aber so fesselnd und super geschrieben, dass ich es immer und immer wieder lesen möchte. Es liegt wie gesagt auch daran, dass es wirklich schön geschrieben ist, auch, wenn die Geschichte echt zermürbend ist. Frau Mahmoody reisst einen Zeile für Zeile...
Veröffentlicht am 6. April 2008 von :-)

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Man sollte es mehrmals und aus verschiedenen Perspektiven lesen
Hallo,

dieses Buch habe ich schon vor längerer Zeit erworben und gelesen. Es liest sich sehr spannend und man fühlt sich fast am Ort der Handlung. Zur der Handlung selbst (sie wird eingesperrt, er schlägt sie etc.) möchte ich mich gar nicht äußern, diese Diskussion gab es zur Genüge.

Ich habe das Buch jetzt...
Veröffentlicht am 13. März 2012 von Cornelia_B


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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselndes, gut formuliertes Buch mit weltweit immer wieder auftauchender realistischer Problematik, 6. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Dieses Buch ist tatsächlich zu meinem Lieblingsbuch geworden. Die "Story" ist zwar grauenvoll, aber so fesselnd und super geschrieben, dass ich es immer und immer wieder lesen möchte. Es liegt wie gesagt auch daran, dass es wirklich schön geschrieben ist, auch, wenn die Geschichte echt zermürbend ist. Frau Mahmoody reisst einen Zeile für Zeile mit, man leidet mit ihr und hofft mit ihr, nicht zuletzt, dass sie ihren eigentlich heiss geliebten Ehemann wieder zur Besinnung bringen kann, was ihr ja schmerzhafterweise bekanntlich nicht gelingt, so dass ihr nichts anderes übrig bleibt, als aus dem Iran in einer spektakulären, lebensgefährlichen Aktion zu fliehen, wenn sie denn mit ihrer Tochter in einer freien und frauenfreundlichen Gesellschaft leben möchte (und wer möchte das nicht? Alle Perserinnen, die ich kenne, möchten nie mehr in den Iran zurück, zumindest nicht zum Leben.).
DENNOCH: sie erinnert sich stets auch an ihre glücklichen Zeiten mit ihrem Mann und lobt auch immer wieder das Positive am Iran und bespricht das auch (pädagogisch sehr gekonnt, wie ich finde)immer wieder mit ihrer Tochter, damit diese mit alldem klarkommen kann, und nicht einen Teil ihrer Selbst verleugnen muss.
Ich finde, das wird Frau Mahmoody viel zu selten angerechnet. Ich bewundere sie für diese Kraft und hoffe, dass viele andere Menschen (auch aus dem Iran) das auch noch an ihr und dieser traurigen Geschichte zu schätzen lernen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Buch, 9. Oktober 2008
Von 
Bernadette Durand-smet (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Ich habe das Buch vor 6 Jahren gelesen und es fesselte mich von der ersten Sekunde an. Ich finde ganz schlimm was der Ehemann getan hat, seine Frau zu belügen und sie unter einem Vorwand in den Iran zu locken. Ich bin daher auf ihrer Seite. Andererseits weiss ich dass andere Leute der Meinung sind, das Buch sei voller Vorurteile gegen Iranern, rassistisch, wie kann eine Frau denn erwarten dass ihr ausländischer Ehemann seine Kultur völlig aufgibt... Ich sehe es so: sie war blind vor Liebe und hat sich vor dem hohen Lebensstandards ihres Mannes etwas blenden lassen. Aber sie hat nicht bedacht, dass ihr Mann immer Iraner bleiben wird, auch, wenn er sehr amerikanisch lebt. Sie hat auch nicht gemerkt, dass ihr Mann in Wirklichkeit psychisch labil war, weil er zwischen den Iran und den Vereinigten Staaten zerrissen war. Ihr Mann und sie haben ein Leben in der High Society genossen, bis ihr Mann auf einmal arbeitslos wurde. In meinen Augen ist es der Punkt, wo er angefangen hat, sich zu verändern. Er wurde schwer depressiv, gab sich auf, wurde von seiner Frau finanziell abhängig. Was für ein Iraner eine Schande ist. Das schöne Leben in der High Society war auf einmal passé. Es blieb nur noch ein schwer depressiver Mann, der sich von der amerikanischer Gesellschaft in Stich gelassen fühlte. Seine Frau verstand das nicht und trauerte das schöne Leben in der High Society nach. Sie hielt ihm vor, faul und ein Versager zu sein. Sein Stolz als Iraner wurder sehr schwer verletzt. Seinen Groll auf seine Frau und die amerikanische Gesellschaft wuchs immer mehr. Dann kam die islamische Revolution , und er begann von den iranischen Werten begeistert zu sein. Als er wieder "iranisch" wurde, hat seine Frau ihre Liebe zu ihm in Frage gestellt: sie hatte einen Amerikaner geheiratet und diese stark iranische Facette von ihm kannte sie nicht. Sie wurde sich nie mit den Werten der iranischen Revolution anfreunden können. Sie entfremden sich zwangsläufig immer voneinander, und gerade während dieser Ehekrise wird sie von ihm schwanger. Ihre Tochter Mahtab wird geboren, und beide Eltern haben das Sorgerecht. Aber Betty würde sich am liebsten von ihrem Mann scheiden lassen. Sie hat ein schlechtes Gefühl, und befürchtet gerade, dass er Mahtab irgendwann nach Iran entführt. Und sie hatte Recht. Eines Tages beschließt Bettys Ehemann, mit Betty und Mahtab zwei Wochen nach Iran mitzunehmen. Betty hat da ein sehr schlechtes Gefühl. Aber sie hat keine Wahl. Wenn sie sich scheiden lässt, darf ihr Mann allein mit der Tochter nach Iran reisen. Sie beschließt, nach Iran zu reisen, um ihre Tochter vor ihrem Mann und seiner iranischen Familie zu beschützen. Ich finde das sehr mutig von ihr.
Im Hochsommer fliegen Moody (Bettys Mann), Betty und die kleine Mahtab nach Teheran. Betty hat ein sehr schlechtes Gefühl und eine wahnsinnige Angst, mit Mahtab im Iran gegen ihren Willen festgehalten zu werden.
Von Anfang an fühlt sie sich in Moodys Familie und in Iran nicht wohl.
Überall in der Stadt grassiert die iranische Revolution. Die Zensur ist sehr stark. Alles was amerikanisch ist ist tabu. Es herrschen richtige Kriegszustände. In den Strassen fahren die gefürchteten Leuten von der Pasdar, eine sehr strenge Sittenpolizei. Die Pasdar verbreitet Angst und Schrecken.
Moody und ihrer Familie wohnen bei Moodys ältere Schwester, Ameh Bozorg. Diese Frau hasst Betty regelrecht, weil sie Amerikanerin ist. Diese Frau lässt es Betty dauernd spüren. Unter ihrem Einfluß fängt Moodys Familie regelrecht an, Betty zu schneiden.
Betty kann sich mit den Sitten im Hause von Ameh Bozorg überhaupt nicht anfreunden. Sie findet das Haus dreckig, und das Essen schmeckt ihr überhaupt nicht. Sie wird von allein Seiten angefeindet. Sie versteht kein Wort Farsi. Sie ist todunglücklich und hofft, dass die zwei Wochen so schnell wie möglich vergehen.
Es ist endlich soweit, und Betty und Mahtob sind richtig froh, endlich heimzufliegen.
Aber auf einmal eröffnet Moody Betty und Mahtab, dass sie nicht heimfliegen werden, und dass er vorhat, mit ihnen für immer im Iran zu wohnen. Und im Iran gilt: was der Mann beschließt, ist heilig. Wenn er beschließt, dass seine Familie für immer in Iran bleiben muss, dann darf sich die Familie nicht widersetzen.
Betty und Mahtab stehen unter Schock. Sie sind wie Gefangene in diesem Haus voller feindlichen Wesen. Betty wird sehr streng überwacht. Mahtab wird in eine iranische Schule geschickt. Moody misshandelt seine Frau regelmässig, und keiner in der Familie hilft sie. Im Iran darf ein Mann seine Frau schlagen.
Trotzdem schafft es Betty, Kontakt mit einer europäischen Botschaft aufzunehmen. Aber selbst da kann man sie nicht helfen, da iranisches Recht trotzdem gilt. Aber sie bekommt dort ein bisschen Zuversicht, und die Botschaft schafft es, Kontakt mit Bettys Familie aufzunehmen. Betty darf von der Botschaft aus ihre Familie anrufen. Sie eröffnet ihre Familie, dass sie im Iran gefangen ist. Ihre Familie versucht vom USA aus, Betty zu helfen. Aber das ist sehr schwierig...
Aber: Betty muss immer heimlich zur Botschaft gehen. Sie schafft nur, zur Botschaft zu gehen, wenn sie Mahtab zur Schule bringt.
Irgendwann lernt sie Ellen, eine Amerikanerin in derselben Lage wie sie, kenne. Aber im Gegensatz zu ihr hat Ellen völlig resigniert, und ist ihrem iranischen Mann völlig unterworfen. Sie hat die strengen patriarchalischen Werten der islamischen Revolution völlig verinnerlicht. Sie ist Betty keine grosse Hilfe, und weigert sich, ihr zu helfen.
Betty ist sogar bereit, sich in Lebensgefahr zu begeben, um den Iran zu entfliehen...
Und zu der Zeit war Iran auch gegen Amerika. Also die Feindschaft zwischen beiden Ländern war gegenseitig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nach wie vor ein bewegendes Schicksal, 26. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diese Buch im laufe der Jahre immer wieder mal zur Hand genommen und gelesen.Es ist mitreißend wie verzweifelt ein Mensch nach der Freiheit sucht ,die einem doch so normal erscheint.Durch welche Hölle eine Mutter geht um ihr Kind zu schützen kann man hier erleben .Dieses Buch ist so gut geschrieben die Szenen so treffend beschrieben das man wirklich nicht aufhören kann es zu lesen. Es sollte Menschen dazu veranlassen darüber nachzudenken welche Rechte werde ich verlieren und welche Pflichten werden mir auferlegt wenn ich in eine fremde Kultur einheirate.Nach wie vor ein aktuelles, neugierig machendes Leseerlebnis.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Man sollte es mehrmals und aus verschiedenen Perspektiven lesen, 13. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Hallo,

dieses Buch habe ich schon vor längerer Zeit erworben und gelesen. Es liest sich sehr spannend und man fühlt sich fast am Ort der Handlung. Zur der Handlung selbst (sie wird eingesperrt, er schlägt sie etc.) möchte ich mich gar nicht äußern, diese Diskussion gab es zur Genüge.

Ich habe das Buch jetzt nochmals zur Hand genommen, um es noch einmal zu lesen. Diesmal habe ich aber, da ich den Inhalt nun schon kannte, auf andere Dinge geachtet, die mir vorher nicht so sehr aufgefallen waren.

Aber die Art und Weise, wie Frau Mahmoody das Aussehen anderer Menschen und deren Wohnungen beschreibt, mißfiel mir beim jetzigen Lesen doch sehr. Besonders der Abschnitt, in dem die Flucht beschrieben steht, ist voller Äußerungen diesbezüglich. Sie nennt Menschen, die ihr Leben auf das Spiel gesetzt haben (ob nun gegen Geld oder nicht) als dreckig, Frauen als häßlich, Wohnungen als schäbig etc. (diese Wohnungen war in den Bergen), und dies auf fast jeder zweiten Seiten des Abschnittes. Vorher hatte sie noch großartig behauptet, was sie schaffen würde, um die Flucht durchzuführen, und dann beschwert sie sich einfach über alles, was auf dem Fluchtwege geschieht, sogar über das Essen. Einen großen Wandteppich für Zuhause mußte sie unbedingt auf der Flucht mitnehmen. Hätte sie sich lieber ein paar Kekse stattdessen eingepackt, hätte sie diese essen können statt "das trockene Brot und den nicht genießbaren Käse".

Und dann mußte sie auch noch unbedingt darauf hinweisen, daß der einzige Mensch, dem sie auf der Flucht vertraute (war wohl der einzig gutaussehende in ihren Augen), ihre Halskette behielt. Ihr war es egal, wie viele tausende Dollar die Flucht kostet, aber die Halskette konnte sie nicht verschmerzen. Anstatt einfach über den Verlust zu schweigen, wenn sie dem Fluchthelfer angeblich so dankbar war.

Was ging bloß in ihrem Kopf vor?

Fragen über Fragen...........
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Richtige Aussage, 4. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Ich beginne mal mit dem leichtesten Teil der Rezension, nämlich mit dem Stil: Gleich auf der ersten Seite habe ich mir an den Kopf gefaßt, als es um Mahtabs "ungebändigte Locken" ging, die ihr Gesicht "einrahmen"! Das klang wie die Beschreibung der Heldin aus einem Mädchenbuch. Große Literatur ist das Buch also nicht, dafür aber leicht zu lesen.

Ein großer Stolperstein war meine Antipathie gegen die Erzählerin. Betty schildert die glückliche erste Zeit mit Moody, aber selbst da ist nur wenig von Liebe zu merken - offenbar haben für sie die materiellen Beweggründe überwogen: Sie war - Originalzitat - "bereit, ein neues glückliches Leben in Überfluß und sozialem Ansehen zu beginnen". Und: "Zu allen vernünftigen Gründen, die für eine Heirat sprachen, war noch die unleugbare Tatsache gekommen, daß Moody und ich uns liebten." Von einer Frau, die heiraten will, erwartet man doch eher eine umgekehrte Aussage wie: "Abgesehen davon, daß wir uns liebten, sprachen auch vernünftige Gründe für die Heirat." Als die Ehe in die Binsen geht, denkt Betty: "Mich von Moody scheiden zu lassen hätte bedeutet, einen Lebensstil aufzugeben, den ich mir allein nicht leisten konnte, und eine Ehe aufzugeben, von der ich noch glaubte, daß sie auf das Fundament der Liebe gegründet war." Wieder diese unsympathische Reihenfolge. Also, kurz gesagt, ich mochte die Erzählerin nicht besonders, sie kam mir vor wie ein verhätscheltes Luxusweib. Sie wirkt auch oft naiv: Betty sieht Nachrichten in englischer Sprache, meistens geht es um den Krieg zwischen Iran und Irak. Betty stellt fest, daß die Berichte eine Unmenge an lügenhafter Propaganda enthalten - wer hätte das gedacht?! Daß im krieg als erstes die Wahrheit stirbt, ist eine Binsenweisheit. Aber auch einer verwöhnten "Prinzessin" mit naiven Vorstellungen wünscht man nicht das, was Betty durchgemacht hat - wenn ihre Geschichte stimmt.

Der Wahrheitsgehalt ist bekanntlich umstritten, die Version des Exmanns ist eine ganz andere. Betty beschreibt Moody als Wahnsinnigen, mir kam er im Buch vor wie ein Chamäleon, das sich seiner jeweiligen Umgebung anpaßt. Er wiederum sagt in einem Spiegel-Interview, SIE benötige psychologische Hilfe und erklärt, er habe weder sie noch Mahtab jemals geschlagen. Auf mich jedoch wirkten die Äußerungen des Exmanns in dem besagten Spiegel-Interview höchst unglaubwürdig - erst sein Gefasel darüber, daß ihm seine Religion vorschreibe, seine Frau zu ehren, und erst recht sein Eindruck, Betty habe verprügelt werden wollen.

Betty schildert das Leben bei der Familie ihres Mannes. Zunächst geht es dabei um die katastrophalen hygienischen Zustände (Kakerlaken, mangelhafte sanitäre Anlagen usw.) und die Kleiderordnung, nach der Frauen sich von Kopf bis Fuß einhüllen müssen, und zwar ohne Rücksicht auf glühende Sommerhitze - alles sehr unbequem und unapptetitlich und nur erträglich, weil es nur für zwei Wochen sein soll - glaubt Betty zunächst. Sie will nach Hause, ihr Mann lehnt ab. Nach iranischem Gesetz hat er das Recht, sie gegen ihren Willen festzuhalten. Er wird gewalttätig, und alle - auch die Frauen - finden das ganz normal. Alle Ehemänner seien so, erklärt eine Frau.

Betty wird nahegelegt, allein zu fliehen und ihre Tochter zurückzulassen. Das kommt für Betty nicht in Frage - die Trennung würde sie nie verkraften. Hier eine kurze Kritik: Ist Betty nie der Gedanke gekommen, daß die Trennung von der Tochter für den Vater ebenso schmerzlich sein kann wie für die Mutter? Kann sich niemand vorstellen, daß ein Mann ebenso an seinem Kind hängt wie eine Frau? Grundsätzlich haben beide Eltern dasselbe Recht auf die Tochter.

Am wichtigsten ist jedoch die Frage, was für das Kind am besten ist, und hier muß ich wiederum Betty zustimmen: Sie will Mahtab nicht einfach nur egoistisch für sich behalten, sondern ihre Tochter vor dem unterdrückten Leben einer iranischen Frau bewahren.

Hier werden einige protestieren und mir vielleicht westliche Arroganz oder gar Rassismus vorwerfen. Sie werden sagen, man müsse die kulturellen Eigenheiten eines fremden Landes akzeptieren und tolerieren, und zwar auch im eigenen Land. Also soll man Unterdrückung von Frauen und Mädchen, Zwangsverheiratung von Minderjährigen oder gar "Ehrenmorde" hinnehmen???
Was würden ultralinke Gutmenschen sagen, wenn deutsche Eltern ihre Tochter zum Heiraten
würden? Sie würden sich aufregen, und das zu Recht. Aber wenn muslimische Eltern dasselbe machen, zucken sie die Achseln und sagen: "Das muß man akzeptieren, das ist eben deren Kultur!" ALso, eine deutsche Frau hat ein recht auf ein selbstbestimmtes Leben, aber für eine Muslimin ist ein jämmerliches Dasein in Unterdrückung gut genug! DAS nenne ich Rassismus, nicht den Protest dagegen!

Ich meine dazu folgendes: Kulturelle Eigenheiten sind nur akzeptabel, solange sie nicht mit den Menschenrechten kollidieren. Menschenrechte - und zu ihnen gehört auch die Gleichberechtigung der Frau - müssen universell gelten, sie haben Vorrang vor Kultur, Religion und Traditionen und sind auch keine "innere Angelegenheit" eines Landes, auch wenn es zehnmal ein souveräner Staat ist.

Betty Mahmoodys Buch richtet sich nicht gegen "die Iraner" oder "die Moslems" im allgemeinen, sondern gegen die Unterdrückung der Frau in islamischen Ländern. Natürlich gibt es auch in Deutschland gewalttätige Ehemänner, aber der Unterschied ist, daß eine Frau in Deutschland ihren Mann verlassen darf!

Betty Mahmoodys Aussage ist nicht "Die Iraner sind alle schlecht", sondern "Die vom Gesetz sanktionierte Unterdrückung der Frau in islamischen Ländern ist falsch". Dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu und gebe daher trotz aller Kritik 4 Sterne.
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29 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Buch entspricht der Wahrheit!!, 22. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Der Vater von meiner besten Freundin kommt auch aus dem Iran. Als sie mir davon erzählte, dass sie in den Ferien zu ihrer Familie in den Iran fahren, war ich geschockt, da ich kurze Zeit vorher dieses Buch gelesen habe. Ich hab ihr dann davon erzählt und natürlich hat sie mir das nicht gelaubt, dass das wirklich passiert ist. Auch ihre Mutter hat mich für verrückt hingestellt. Sie wollten 3 Wochen im Iran bleiben, und nach 4 Wochen bekam ich einen Brief von meiner Freundin in dem Stand, dass ich recht hatte, sie müssen hier bleiben, weil ihr Vater und seine ganze Famile das so will. Seit dem hab ich nichts mehr von ihr gehört.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter, 16. Juni 2004
Von 
I. Wodni "sabine_wodni" (Wien, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Betty Mahmoody erzählt in ergreifenden Worten ihre authentische Geschichte.
Ein paar Jahre nach der Scheidung von ihrem amerikanischen Mann heiratet die zweifache Mutter einen iranischen Arzt, Dr. Mahmoody, den sie immer nur "Moody" nennt. Er lebt seit zwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten und redet nicht gerne über seine Heimat. Betty und Moody bekommen eine Tochter, Mahtab. Das scheinbar glückliche Familienleben geht vollkommen in die Brüche, als Moody seine Frau und Mahtab für einen zweiwöchigen Urlaub in den Iran bringt. Wie Betty befürchtet hat, lässt er sie nicht mehr gehen. In den 18 Monaten, in denen Betty und Mahtab im Iran festsitzen und von Moody geschlagen und kontrolliert werden, versucht Betty immer wieder, zu fliehen. Sie könnte auch ohne größere Probleme ausreisen, müsste allerdings ihre Tochter zurücklassen, was für sie aber unter keinen Umständen in Frage kommt. Es gelingt ihr allerdings erst durch die Hilfe von ein paar Menschen, denen sie vertrauen und als Freunde bezeichnen kann, gemeinsam mit Mahtab in die USA zurückzukehren.
"Nicht ohne meine Tochter" ist ein sehr fesselndes und ergreifendes Buch, das man kaum mehr aus der Hand legen kann. Allerdings ist es sehr amerikanisch (besonders auf den ersten Seiten ist jedes zweite Wort "Amerika", "amerikanisch", "Heimat", "USA" oder "Vereinigte Staaten"). Daher einen Stern Abzug.
Betty Mahmoody deckt sehr gut die Problematik auf, die durch die Ehe mit einem persischen Mann entsteht und wie die Frauen im Islam erniedrigt werden.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer und immer wieder, 2. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch schon seit Jahren und habe es jetzt gerade wieder zum 3. mal gelesen und es nimmt mich immer wieder mit. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen und es geht mir immer wieder Nahe, die Geschichte zu lesen. Es ist unglaublich was Betty und Ihre Tochter durch machen mussten. Daumen Hoch, es lohnt sich wirklich diese ware Geschichte zu lesen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stark, gefühlvoll, unglaublich..., 26. September 2005
Von 
Tanja Küsters "Literatin" (Leverkusen, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich vor etlichen Jahren erstmalig gelesen. Hingegen allen Meinungen bin ich der Auffassung, dass es ein grosses Stück Wahrheit beschrieben hat. Es konnte mich überzeugen, auch wenn manches übertrieben schien und manches verhasst.
Es zeigt eindeutig den Status einer Frau in diesem Land, aber auch ein Aufbegehren unter den Schleiern, zumindest einen Versuch. Betty setzt sich durch, muss es versuchen, um sich und ihre Tochter aus dem Land zu kriegen, wie auch immer.
Erst ist sie erschüttert und machtlos und dann beginnt sie zu planen.
Ein spannendes Buch.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend und spannend., 27. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Dieses Buch schildert auf eindrucksvolle Weise das Schicksal von Betty Mamoody und ihrer Tochter. Man bekommt einen Einblick in eine andere Kultur ohne gelangweilt zu werden. Ich habe dieses Buch in jeder freien Minute gelesen, so spannend war es. Leider wird der Film dem Buch nicht wirklich gerecht.
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Nicht ohne meine Tochter
Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody (Taschenbuch - 2010)
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