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Kundenrezensionen

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am 11. November 2008
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat in den deutschen Buchhandlungen die Nachfrage nach marxistischen Standardwerken wie 'Das Kapital' stark erhöht. Das lenkt kritisches Interesse auch auf die bestehenden Arbeitsverhältnisse. Gewerkschaften haben Zulauf zu verzeichnen, Streiks und andere Protestformen stehen vor der Tür oder haben schon begonnen. Vergessen bleiben dabei die größten Verlierer der Globalisierung: Sklaven und Lohnsklaven.
Man wundert sich: Ist die Sklaverei nicht längst ein für allemal abgeschafft? In seinem Buch 'Menschenhandel' gibt der US-amerikanische Journalist E. Benjamin Skinner eine erschreckende Antwort. Heute, im 21. Jahrhundert, gibt es in allen fünf Kontinenten unserer Erde mehr Sklaven als je zuvor in der Geschichte. Fünf Jahre lang hat der Autor 12 Länder bereist, um diese unfassbare wissenschaftliche Erkenntnis konkret zu untersuchen. Er musste sie leider bestätigen. Noch heute kann man sich ohne große Probleme Sklaven und Sklavinnen für alle denkbaren Zwecke kaufen und sogar nach Deutschland einführen.
Politiker auf der ganzen Erde kümmern sich nicht mehr um das Problem. Aus Bequemlichkeit reden sie sich ein, 'die Sklaverei käme lediglich in den Geschichtsbüchern vor'. Skinner kommentiert: 'Ich wünschte, ich könnte das auch' und muss dennoch berichten, wie einfach es ihm gemacht wurde, sich in unseren Tagen Menschen zu kaufen. Oft sind Kinder der Ärmsten Handelsobjekte. Dabei werden die barbarischen europäischen Traditionen aus der Zeit des Kolonialismus übergangslos fortgeführt. Noch immer behandeln Nachfahren von Kolonisten selbst erwachsene schwarze Menschen als minderwertig, wie kleine Kinder und beuten sie als Lohnsklaven aus, wie zum Beispiel in der früheren deutschen Kolonie Namibia. Dort müssen sich die meisten Farmarbeiter ihren dürftigen Lebensunterhalt in einem System der Lohnsklaverei verdienen, das völlige Abhängigkeit vom weißen Farmer als Grundlage hat. Der nur pro forma gezahlte Hungerlohn wird meist über den Profit kleiner Ladengeschäfte der Farmer, von denen die Arbeiter abhängig sind, in die Kassen der Weißen zurückgewirtschaftet.
Im Vergleich mit Sexsklaven und geprügelten Hausangestellten, die auch in europäischen Großbürgerhaushalten vor der Öffentlichkeit versteckt ihr Dasein fristen müssen, erscheint das Leben solcher Menschen noch als weniger furchtbar. Beide Formen der Sklaverei existieren aber bis heute.
Skinners Buch rüttelt jeden Leser auf, der nicht verzweifelt und deprimiert zur Tagesordnung übergehen will. Politiker in allen Staaten der Erde sollten die Finanz- und Wirtschaftskrise auch dazu nutzen, den barbarischen Menschenhandel anzuprangern, der immer noch von Rassisten auf der ganzen Welt betrieben wird.
'Unnachgiebig und genau recherchiert, furchtlos geschrieben', kommentierte der frühere US-Präsident Bill Clinton Skinners Buch, als es in den USA erschien. Dort hoffen Menschenrechtler, dass der neugewählte Präsident Barrack Obama auch das Thema Sklaverei auf seine bereits übervolle Agenda setzen wird. 'Yes, we can' sollte auch in Europa gelten, wenn es darum geht, sich für die Abschaffung einer längst vergessenen Geißel der Menschheit einzusetzen. Skinners Buch ist eine aufrüttelnde Initialzündung dazu.
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am 7. Dezember 2008
Es ist ein aufrüttelndes Buch und ein beschämendes Buch. E. Benjamin Skinners Reportagen über Menschenhandel und Sklaverei zeigen eine Welt, unsere Welt, wie wir sie eigentlich überwunden haben sollten. Mutig und unter Gefahren für Leib und Leben hat der Journalist aus Brooklyn in Indien und auf Haiti, im Nahen Osten, im Sudan und mitten in Europa recherchiert. Mit erschütternden Ergebnissen. Man kann bekanntlich alles kaufen: Mädchen und Sex, Kinder beiderlei Geschlechts, Arbeiter und Arbeit - und kann damit gewinnträchtig handeln. Bestenfalls gibt es dagegen wohlfeile Worte und halbherzige Taten. Vor diesem Hintergrund wird Sinners Buch zu seinem ganz persönlichen "J'accuse", aber auch zu einem Dokument der Schande und des Verrats an den Menschrechten. Und das Weltgewissen des 21. Jahrhunderts - es schweigt. Um so wichtiger ist die Stimme Skinners und damit dieses Buch.
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am 8. Februar 2015
Ein exzellent recheriertes und geschriebenes Buch. Es liest sich fast wie ein Thriller und bestätigt all das Wissen, das ich in Bezug auf das Thema bereits habe: Nur sehr gering ist das Interesse bei Staaten und NGO`s, die Sklaverei und den Menschenhandel konsequent abzuschaffen. Zu hoch sind die Verdienstmöglichkeiten und zu leicht wird es den Sklavenhaltern und Menschenhändlern weltweit gemacht, ihre Verbrechen auszuüben (es gibt einfach zu viele unterschiedliche Profiteure). Deshalb empfinde ich mehr denn je Respekt vor denen, die diese Verbrechen zu bekämpfen versuchen, oft auch mit dem Risiko, dabei das eigene Leben zu verlieren.
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am 5. Dezember 2008
Skinners Herangehen erinnert an Egon Erwin Kisch in dessen besten, vorkommunistischen, Augenblicken. Skinner ist teilnehmender Beobachter, feilscht um eine Sklavin und hätte Sie für den Preis eines Gebrauchtwagens in Rumänien und für noch weniger in Haiti kaufen können. Er recherchiert da, wo es auch uns weh tut, im Rotlichtbezirk von Amsterdam und den ach so fortschrittlichen EU-Beitrittsländern, in Washington und im rohstoffreichen und deshalb unantastbaren Sudan. Nach der Lektüre ist man klüger als zuvor. Man weiß jetzt um die Beschränktheit der Macht eines an sich gutwilligen US-Präsidenten, erfährt von den Winkelzügen, die notwendig sind, um ein Problem auf die politische Agenda in Washington zu setzen. Und derjenige, der gelegentlich sexuelle Dienstleistungen in Amsterdam oder Bukarest in Anspruch nimmt, sollte jetzt ein massiv schlechtes Gewissen haben. Andererseits konstatiert Skinner auch die Hilflosigkeit der internationalen Gemeinschaft angesichts nicht-existenter Regierungen und einem gesellschaftlichen Konsens in den betroffenen Ländern. Wo, verdammt noch mal liegt das Problem, wenn man einen Hausangestellten hat, der von meinen Essensresten lebt oder die Schulden von "Arbeitsvermittlern" zu begleichen hat? Und warum muss ein "Hausangestellter" überhaupt lesen und schreiben können? Man begreift durch diese, teils berührenden und teils erstaunlich analytischen Reportagen, dass nach wie vor Menschen nicht als Menschen wahrgenommen werden, es vielmehr eine Selbstverständlichkeit ist, Dienstleistungen sexueller und mühsamer Art ohne Bezahlung entgegen zu nehmen. Skinners Reportagen zeigen aber auch, dass es einfache Lösungen für das Problem nicht gibt. Die Frage der Befreiung der real existierenden 27 Millionen Sklaven gehört nicht in den Aufgabenbereich von Karl Marx, sondern von Bert Brecht. Mithin in die Mühen der Ebenen.
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am 25. Juni 2015
sehr spanendes Buch, habe versucht die Angaben/Stories/Personen zu googln. Leider mit wenig Erfolg (zumindest in deutscher Sprache, die englischen hab ich mir nicht zu Gemüte gezogen).

Gut zu lesen. Habe den Kauf nicht bereut.
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am 4. September 2011
Wir leben in unserer komfortablen Welt, billig muss alles sein und sofort verfuegbar, und nehmen diesen Luxus als selbstverstaendlich hin. Doch dieser Luxus wird auf den Ruecken anderer ausgetragen, und wir machen uns mitschuldig...manchmal direkter, manchmal indirekter. Dieses Buch bietet einen guten Einblick in dieses "menschliche" Geschaeft und seine zahlreichen Facetten, es zeigt auf wie fadenscheinig unsere Politik agiert und gute Vorsaetze wirtschaftlichen Interessen gnadenlos unterjocht.
sehr empfehlenswert, gewissenhaft recherchiert.
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am 11. Mai 2011
Ein interessantes Buch, welches der Autor E. Benjamin Skinner geschrieben hat.
Das Problem der Sklaverei wird gut anhand von einzelnen Schicksalen verdeutlicht und es wird auch auf die politische, wirtschaftliche und geschichtliche Situation eingegangen.
Leider wird etwas zu sehr auf einzelne Persönlichkeiten der US-Politik eingegangen, die sich den Kampf gegen die Sklaverei auf die Fahnen geschrieben haben.
Es fällt auch etwas viel Lob für Busch und die Hardcore - Christen des Mittleren Westen der USA ab, auch wenn der Autor nicht immer derselben Meinung istwie Diese.
Wenn sich Herr Skinner dem eigentlichen Thema seines Buches zuwendet, ist es gut recherchiert, flüssig zu lesen und anschaulich erzählt.
Alles in Allem ein zu empfehlendes Buch.
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am 3. Februar 2016
DIe Lieferung erfolgte schnell und unkomplizerit, scheint aber nur eine verkürzte Form zu beinhalten. Anfangs steht deutlich "unverkäufliche" Leseprobe" und der Umfang des Buchs lässt ebenfalls auf eine Verkürzung schließen. Die Information dazu konnte ich in der Produktbeschreibung nicht finden, dementsprechend war ich etwas enttäuscht.

Der Inhalt ist super spannend und anschaulich und eingängig aufbereitet. Der Autor hat wohl eine der eingängigsten Formen gefunden, dem Leser die Problematik zu schildern: mittels Gedankenexperiment, das ihn direkt ins Handlungsgeschehen setzt.
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