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155 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Doof? In der Tat, 31. März 2008
Eines vorab: Dieses Buch ist kein Bericht - und schon gar keine Analyse - der Doofheit in unserer Gesellschaft, es legt vielmehr ein plakatives Zeugnis für sie ab. Es scheint heute wirklich nicht viel dazuzugehören, ein Buch zu schreiben. Man nehme einfach seinen Trash-Fernsehkonsum der letzten Jahre, dann noch ein paar persönliche Anekdötchen und mache sich dreihundert Seiten lang darüber lustig: »Hahaha, guckt mal, wie dämlich die doch alle sind.« Am Ende hat der Leser gelernt, dass die Doofen doof sind und das war's. Nichts von Gründen, Zusammenhängen, Parallelen, Widersprüchen, Folgerungen, Erörterungen, Systembezügen oder sonst von irgendetwas, was in die Tiefe ginge. Hier nur ein Beispiel:
Bei einem Schönheitswettbewerb werden die Teilnehmerinnen mit ihrem geographischen Nichtwissen konfrontiert. Schön und gut - billiger Voyeurismus zum Ego-Aufpolieren wie man ihn eben kennt. Aber von einem Buch würde man doch nun erwarten, dass es die nahe liegende Frage anspricht, wieso man überhaupt mit Kamera und Mikrofon bewaffnet die Teilnehmerinnen einer solchen Veranstaltung mit der Frage konfrontiert, wo Polen liegt. Was soll das? Die Frage stellt aber niemand, die Autoren scheinen diesen erbärmlichen Bloßstellungsjournalismus für den Inbegriff der Seriosität zu halten.
Weiterhin wird sich ellenlang über Videos im Internet amüsiert. Ja tatsächlich, im Internet kursieren ausgesprochene Zeugnisse der Dummheit - wer hätte das bei diesem Medium wohl gedacht? Zum Glück befreit uns dieses Buch von der Illusion, im Internet würden sich nur Intellektuelle tummeln, die sich über das Verständnis der aristotelischen Metaphysik oder die Leiden des jungen Werthers austauschen.
Wirklich ärgerlich wird das Ganze aber nicht durch die Arroganz, die das ganze Buch durchzieht, sondern durch den schon lächerlich zu nennenden Versuch, diese zu rechtfertigen, indem man sich selbst auch eine gewisse Idiotie zuschreibt. Einer der Autoren berichtet zu Beginn von einem Feuer, das er mit Whiskey löschen wollte. Damit ist der Rechtfertigung genüge getan und auf geht's zum Fertigmachen.
Dazu kommen noch die unglaublich deplazierten und nichts sagenden Zitate. Wieso greift man hier auf Geistesgrößen wie z.B. Thomas Gottschalk zurück? Nun ja, es passt ins Bild.
Fazit: Ein bemerkenswert schlechtes Buch.
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169 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Deprimierend, 20. April 2008
Was geschieht, wenn ein Mitglied der "Generation Doof" ein Buch schreibt ? Nein, das ist nicht als Scherzfrage zu verstehen, das Ergebnis rezensiere ich gerade.
Vielleicht sollte es ja ein besonderer Kunstgriff des Autors werden, denn er beging alle Fehler, die er so gerne der heutigen Jugend vorwirft: Die unreflektierte Übernahme von Informationen, Oberflächlichkeit und die mangelnde Fähigkeit zur kritischen Analyse.
Der selbstgefällige, herablassende Schreibstil wirkt nur auf den ersten Seiten wirklich erfrischend. Danach sind die flachen Kalauer und teils dümmlichen Wortspiele nur ein weiteres Puzzlestück, welches mich in dem Glauben bestärkt, der Autor stehe in der Hierarchie der "Generation Doof" ganz weit vorne. Nun ja, zumindest gibt er es ja in gewisser Weise sogar selbst zu.
Viele der angeführten "wahren Geschichten" wirken stark konstruiert und lediglich darauf ausgerichtet, eine bestimmte Gruppe von Menschen verallgemeinernd der Lächerlichkeit preiszugeben. Dies wäre sogar noch verzeihlich, könnte man auch nur einen Hauch intelligenten Humors in den Ausführungen entdecken.
Sicher, eines steht fest: Ein guter Bildungsstand ist für eine moderne, demokratische Gesellschaft essentiell. Der Staat kann nicht zu wenig dafür investieren und wir alle müssen (dürfen) ein Leben lang lernen. Ganz genau diese beiden Sätze hätten die Kernaussage eines solchen Buches werden müssen. In diesem Sinn: Thema verfehlt.
Alles in allem ist "Generation Doof" eine populistische, pseudo-wissenschaftliche Gesellschaftsstudie mit wenig Realitätssinn, dafür umso mehr Geschmacklosigkeiten, sowohl inhaltlicher als auch stilistischer Art. Schande über den Autor.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Zwischen den Stühlen, 30. Juli 2009
Das Buch sitzt sprichwörtlich zwischen den Stühlen. Einerseits eine durchaus unterhaltsame, sarkastische bis zynische Polemik über den heutzutage weit verbreiteten äußerst mangelhaften Grad der Allgemeinbildung (wozu Erkennen unsinniger Modetrends als eben solche und grundsätzliche Kenntnis von Manieren und angemessenem Benehmen durchaus gehören), die fehlende "Weitsicht" in Hinblick auf den eigenen Lebensweg (womit ich lediglich die direkten Konsequenzen eigenen Handelns meine) und die unrealistischen Einschätzungen der eigenen Fähigkeiten und Positionen innerhalb der Gesellschaft heutiger Jugendlicher und junger Erwachsener.
Dieser Teil gefällt durch seinen humorvollen Schreibstil, der Arroganz und Selbstgerechtigkeit durch das sich selbst Hinzuzählen der Autoren zu jener Generation zu umgehen bzw. relativieren/ironisieren versucht und unterhält mit Anekdoten - selbsterlebten oder den später harsch kritisierten Medien entnommenen. Bis hierhin kann das Buch gut als Ventil für von der "Generation Doof" Gepeinigte oder auch als selbstironische Abhandlung für sich bewusst, aber dennoch nicht ganz freiweillig zu jener Generation Zählender fungieren.
Andererseits versuchen die Autoren, Erklärungen zu finden und Lösungen aufzuzeigen - und spätestens hier scheiden sich die Geister. Ich persönlich empfinde Einiges, z.B. die Aussagen hinsichtlich der Verhätschelung von Einzelkindern und der medialen Verblödung, als zwar keinerlei wirklich neue Erkenntnisse, aber in jedem Falle gut wiedergegeben. Insgesamt wird aber deutlich, dass die Schreiber keine tatsächlich tiefergehenden, wissenschaftlich fundierten Kenntnisse der Materie(n) haben und sie mitunter argumentativ ins Schlingern geraten (weniger schlimm) oder aber widersprüchliche bzw. objektiver Betrachtung kaum standhaltende und/oder reaktionäre Positionen vertreten (ärgerlich) - und zwar mit einem durchschimmernden Anspruch auf Allgemeingültigkeit (ebenfalls ärgerlich), der ihnen nun weiß Gott nicht zusteht:
Einerseits den "Denglisch" genannten dümmlichen Hang zu Anglizismen zu kritisieren, ihnen dann aber immer wieder selbst zu verfallen, hätte spätestens dem Lektoren auffallen müssen. Der bemerkt aber auch so einige Rechtschreibfehler nicht und lässt die "Ludlofs" (gemeint sind die "Ludolfs", Protagonisten einer herzerfrischenden Doku-Soap auf DMAX) durchrutschen, die undifferenziert zusammen mit einigen anderen TV-Formaten als Beispiel für die Ausrichtung des Senders DMAX auf die "Generation Doof" herhalten müssen.
Zum Thema Ernährung werden fragwürdige und wissenschaftlichen Erkenntnissen trotzende Standpunkte vertreten, wie der, dass "frische" Lebensmittel grundsätzlich vitaminreicher und gesünder seien als in welcher Form auch immer konservierte, was zumindest in manchen Bereichen längst widerlegt wurde. Im Übrigen frage ich mich, welcher Alleinstehende in Vollzeit arbeitender Angehöriger der "Generation Doof" noch über die Zeit verfügt, JEDEN Tag mit frischen Zutaten, die vorher auch noch eingekauft werden wollen, zu kochen? Ist den Autoren nicht bewusst, dass Arbeitsplatz und Berufsausübungsort längst nicht immer nah beieinander liegen und ein nicht unerheblicher Teil der Tageszeit Berufstätiger fürs Pendeln aufgebracht wird, immer weitere Entfernungen vom Arbeitsamt (wer arbeitet wie eine Behörde, bleibt "Amt", nicht "Agentur", basta) als akzeptabel bzw. selbstverständlich angesehen werden und sich Umzüge, z.B. in die Stadt, oft allein schon aus finanziellen Gründen ausschließen, weil immer horrendere Wuchermieten verlangt werden? Was ist mit Effizienz und Ökonomie? Alles doof? In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, was an "Cocooning" (Modebegrif fürs Gemütlichmachen in den heimischen vier Wänden) so verkehrt/doof sein soll. Wo soll denn bei aller (teilweise zurecht) propagierten materiellen Bescheidenheit der "Generation Doof" die Kohle herkommen, ständig auswärtigen aktivitäten nachzugehen? Und woher sollen die Kraft und Motivation nach einer 40-Stunden-Woche plus ausgiebigen Pendelns kommen? Bestimmt nicht aus dieser halbseidenen Lektüre.
Apropos Ernährung: Mit erhobenem Zeigefinger wird die "Überfettung" der "Generation Doof" angeprangert, aber kein wort zum Mager- und "Gesundheits"wahn zu vieler Jugendlicher. Das ist einseitig und in der Hand der komplexbehafteten, sich über Äußerlichkeiten definierenden "Generation Doof" vielleicht sogar gefährlich.
So viel auch richtig und für mich erfreulich zu lesen gewesen sein mag im Abschnitt über Medien und Medienkompetenz, so doof ist es in meinen Augen, ausgerechnet einen Christian Pfeiffer, der zu jenen gehört, die "Killerspiele" für gewalttätige Kinder und Jugendliche verantwortlich machen, wohlwollend zu zitieren - insbesondere dann, wenn man selbst (glücklicherweise) deutlich von derartigem Schwachsinn abrückt.
Mit dem Kopf schütteln musste ich nicht zuletzt auch beim der Berufswelt gewidmeten Kapitel. Dort versucht man doch allen Ernstes, den Lesern weiszumachen, Anzug und Krawatte würden Kompetenz ausstrahlen und zum Berufsleben, zumindest in Agentur und Büro, unweigerlich dazugehören; ja, von ihnen sei sogar beruflicher Erfolg abhängig. Was für ein Unfug, den vermutlich nicht einmal die Junge Union oder der Arbeitgeberverband vertreten. Ich persönlich jedenfalls kenne kaum etwas Peinlicheres als in "Business Outfit" gequetschte Jugendliche, denen man ansieht, dass sie diese Klamotte normalerweise nie anziehen. Peinlicher ist allenfalls noch, auf Augenwischerei durch Kleiderwahl hereinzufallen, wie es, ganz im Sinne der "Generation Doof", die Autoren offensichtlich taten und tun.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde sogar einerseits dazu aufgerufen, sittenwidrige Einstiegsgehälter zu akzeptieren, nur um andererseits ein wesentlich höheres Gehalt trotz aller Aufrufe zur Bescheidenheit als unzureichend zur Familiengründung zu bezeichnen. Wem will man da denn nun nach der Schnauze reden? Vermutlich wirtschaftsliberalen Ausbeutern und Konsumterroristen "irgendwie" gleichzeitig. Ich muss aber zugeben, mir in diesem Punkt nicht ganz sicher zu sein, ob es in ersterem Falle nicht doch um eine Ausbildungsvergütung ging.
Wie dem auch sei: Anscheinend gehört das Autorenteam weit mehr selbst zur "Generation Doof", als es ihnen bewusst ist. Trotz aller Kritik bleibt aber ein passabel bis gut unterhaltendes Buch, das sich einfach ab einem gewissen Punkt zu weit aus dem Fenster lehnt und seine Kompetenz überschreitet.
Wer selbst unter den Doofen, besonders im Falle ihres massenhaften Auftretens ohne Ausweichmöglichkeit (z.B. in der Schule) gelitten hat, weiß dieses Buch vermutlich aber einfach mehr zu schätzen als die Fraktionen der getroffenen Hunde auf der einen und der elitären, realitätsfernen, politisch korrekten Pädagogen auf der anderen Seite, weshalb ich drei von fünf Sternen gebe.
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64 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine Mogelpackung - letztendlich einfach doof, 18. Juli 2008
Wie schon beim Quell der "Generation XY"-Schwemme, dem Illies-Büchlein "Generation Golf" stellt sich auch bei dieser Version nach dem anfänglichen Amüsement des Wiedererkennes ("Ja, genau so ist es..") spätestens nach einem Drittel des Buches ausgeprägte Langeweile ein. Allerspätestens beim Kapitel "Unterhaltung" ist die Luft raus und sämtliches Pulver verschossen, der Rest ist nur Aufgewärmtes aus bereits vorher Festgestelltem. Wäre man zu Beginn nicht noch ein wenig ob des lockeren Schreibstils amüsiert, könnte man "Generation Doof" auch gut nach dem Vorwort weglegen - dann wahrscheinlich sogar mit dem Gefühl, ein lesenswertes Buch in den Händen gehalten zu haben. So allerdings nervt zunehmend die Flapsigkeit des Autorenduos, das wirklich an keinem noch so doofen Kalauer vorbeigehen kann, vom "Umgang mit eder Allgemeinbildung wie Darth Vader mit der Caritas" bis zur "Windel-Windel-Situation". Was am Anfang wie Koketterie wirkt - die selbst in den Fokus des Lesers gerückte Zugehörigkeit zur "Generation Doof" - entwickelt sich zunehmend zum erschreckenden Aha-Effekt. Und spätestens wenn der eindeutig in Schweizerdeutsch schreibende Teilnehmer eines Internetforums hämisch als des Deutschen nicht mächtig vorgeführt wird, wird zur Gewißheit, daß hier Doof für Doof schreibt und auch der Lektor zur gleichen Generation gehört.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
ohne Profil, 26. November 2008
Das Lesen dieses Buches ist reine Zeitverschwendung.
Es ist oberflächlich wie keine zweites und beim Lesen fühlt man sich genervt durch die ständigen Wiederholungen der beiden Autoren.
Von Seite 18 bis Seite 154 - weiter habe ich beim besten Willen nicht durchgehalten- kommt kein eigenständiger Gedanke, weder von Anne Weiss noch von Stefan Bonner. Sie analysieren nur in Ansätzen die "Doofheit einer Generation", dabei schildern sie leider nur eine dumme Gegebenheit nach der anderen. Über das Beheben des Problems des `Nichtwissenwollens` haben sie vor lauter Geläster über ihre Bekannten, ganz vergesen nachzudenken. Auf irgendeine Lösung, egal wie doof, wartet man vergebens.
Sorry, aber die beiden Spaßvögel, Anne und Stefan haben leider kein eigenes Profil. Ich kann sie nicht ernst nehmen; du?
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Generation Doof im Überblick, 6. April 2008
Ja, an einem Wochenende ist das Büchlein zu schaffen, aber man legt es weder mit einer Erleichterung weg noch mit einem Schmunzeln auf den Lippen.
Diese Lektüre ist genauso wie alles, was sie abwertend und negierend beschreibt: seicht und verdummend. Wahrscheinlich von der Generation Doof für die Generation Doof geschrieben, denn so liest sich da Ganze.
Die Autoren versuchen (ja, sie versuchen es in der Tat, aber es gelingt ihnen seltener) mit einem spöttisch sarkastischen Schreibstil die ganze Sache witzig zu gestalten, aber dabei verlieren sie die Gesamtheit aus den Augen und der beleidigende Tonfall kehrt sich zu oft heraus. (Außerdem ist nicht zu verkennen, dass beide Autoren sich selbst allzu gerne in den Dreck ziehen, obwohl sie ebenso gern schlauer und intelligenter wirken wollen, indem sie betonen, dass sie die Idee zu deisem Buch hatten.) Selbstdenunzierung als stilstisches Mittel ist keine gute Lösung, wenn sich das über dreihundert Seiten hinzieht.
Alles in allem ist dieses Buch mehr eine Beschreibung der momentanen Lage aus der Sicht zweier sich selbst beschreibender "Doofer", die weder analytisch auf den Kern und die Ursachen des Beschriebenen eingehen. Verallgemeinrungen, aufgesetztes Ammüsement und eine schlechte Gesamteinschätzung ohne angebotene Lösung ist alles, was dieses Buch zu bieten. Manchmal kann man aber doch einen Mundwinkel nach oben ziehen. Aber nicht allzu oft.
Verschwendetes Papier... Armer Regenwald, sage ich.
Leihen Sie sich dieses Buch lieber bei jemandem aus.
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174 von 230 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein wichtiges Buch zu einem wichtigen Thema, 19. Februar 2008
Ein sehr wichtiges Buch, zu einem Thema, das uns alle noch schwer zu schaffen machen wird: Unsere Gesellschaft überaltert nicht nur, sondern sie dequalifiziert parallel dazu in riesigen Schritten. Besonders schlimm: Die Entwicklung lässt sich sogar durch Tests nachweisen. Ausdruck der Misere ist auch - wie im Buch richtig dargelegt wird - die mediale Verblödung mit Sendungen wie DSDS, Dschungel-Camp und Britt und Co. Leider war es mir manchmal zu lustig. Dies mag zwar die Verkaufszahlen erhöhen, und in diesem Fall will ich das mal hinnehmen, aber es verharmlost dadurch vielleicht auch indirekt zu sehr.
Ein Punkt Abzug, weil es in der wirklichen Ursachenanalyse auf halbem Wege steckengeblieben ist. Die wirklichen Gründe für die Misere fand ich unlängst in dem höchst lesenswerten Büchlein "Familie als Beruf" beschrieben. Bei der Entwicklung handelt es sich gemäß diesem Autor um eine indirekte Nebenwirkung der weiblichen Emanzipation (ja, Schluchz). Ich kann das auch direkt in meinem Umfeld sehen: Meine Eltern waren beide gebildet, meine Mutter blieb aber zu Hause, um die Kinder aufzuziehen. Herausgekommen sind eine ganze Reihe gebildeter und beruflich erfolgreicher Kinder. Diese Kinder werden aber nur noch kaum Eltern, weil nun Jungen und Mädchen beide (!) eine berufliche Karriere anstreben. Eltern werden seit vielen Jahren in erster Linie diejenigen, die weniger Bildung und beruflichen Erfolg haben. Die wesentlichen Qualifikationen erhalten Kinder aber von den Eltern.
Würde man Kinder in die Welt setzen, wenn man als Eltern nichts Besonderes an seine Kinder weitergeben würde? Ich jedenfalls nicht. Die Behauptung des Büchleins ist dann: Unter der Gleichberechtigung der Geschlechter muss es einen Beruf für qualifizierte Familienarbeit mit eigenen Kindern geben. Können gleichberechtigte Frauen nur mit normaler Arbeit Geld verdienen, würde zwangsläufig das rauskommen, worüber "Generation Doof" berichtet. Denn die nächste Generation sei ein Abbild der Eltern der vorangegangen Generation und keineswegs ein Abbild der ganzen Generation.
Trotz dieser kritischen Anmerkung: Ein lohnenswertes Buch, dem ich eine weite Verbreitung wünsche.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nichts Neues, 16. Februar 2009
Die Autoren erwähnen ja selber, dass schon zu Aristoteles´ Zeiten die Jugend sehr sorgenvoll betrachtet wurde und reihen sich ein in die nörgelnde Leier, die es schon seit Jahrtausenden in gewissen Kreisen gibt. Nichts Neues also.
Dieses Buch zeigt, wie gespalten unsere Gesellschaft mittlerweile ist. Das zeigt die herablassende Beschreibung und teilweise sogar reaktionäre Sicht der beiden Autoren auf ihre Altersgenossen. Wirklich hinterfragt, welche tieferen Gründe die Entwicklung des Verhaltens haben könnte, wird nicht (dass das Fernsehprogramm meist ein tiefes Niveau hat und das Pizzataxi leicht zu bestellen ist, weiß man), geschweige denn irgendein Gegenmodell entwickelt. Die Behauptung, man gehöre selber zur "Generation Doof" (ein Buchtitel, der irgendwas mit "Generation" beinhaltet, scheint wohl Umsatz zu garantieren), wirkt ebenfalls nicht sehr authentisch. Vielmehr scheint es so, wie schon ein Rezensent vor einigen Wochen bemerkte, dass hier durch eine sehr konservative Brille auf schon länger bekannte Phänomene der Gesellschaft geblickt wurde.
Was die Lesbarkeit des Buches angeht: Das Pulver wird auf den ersten rund 50 Seiten verschossen, dann wiederholt sich alles.
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36 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Erst lachen, dann kommt das große Zähneknirschen..., 10. März 2008
Vordergründig erscheint der Stoff leicht aufbereitet (haha, schenkelklopf, wie lustig!), aber wenn man sich die Inhalte der verschiedenen Kapitel nur ein paar Sekunden durch den Kopf gehen lässt, bleibt einem das Lachen im Halse stecken und man beginnt bei manchen Passagen mit den Zähnen zu knirschen.
Nein, das liegt nicht an der Sprache der Autoren, sondern an der Erkenntnis, dass man sich in den verschiedenen Passagen immer wieder selbst begegnet - kein schönes Gefühl.
Angesichts der Tatsache, dass nicht nur die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, sondern auch zwischen Intelligenz und Minderbegabten und wenn man dann noch bedenkt, dass es in gewissen Kreisen inzwischen schick ist, doof zu sein und den Prolli zu machen, vergeht einen das Lachen endgültig.
Es war höchste Zeit, dass sich jemand dieses Themas annahm und allerhöchste Zeit für dieses Buch!!!
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Viel Wahrheit - mäßig geschrieben, 5. März 2008
Insgesamt ein durchaus zeitgemäßes gesellschaftskritisches Werk, was nicht wirklich die Freude am Lesen unterstützt.
All das, was die Autoren aufzählen weiß man schon, wenn man mit offenen Augen durch die Welt marschiert; nichts Neues erwartet einen!
Ich hoffe nur, dass die wirklich Doofen auch dieses Buch lesen und daraus lernen... - es täte unserer Gesellschaft sehr gut!
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