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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Couchpotato.es haben "Generation Doof" gelesen
Kundenvideo-Rezension     Länge:: 1:58 Minuten
Generation X
Wenn ich mal groß bin: Das Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche
Generation Golf: Eine Inspektion
Generation Golf zwei
Generation Golf
Veröffentlicht am 13. November 2008 von couchpotato.es

versus
487 von 521 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch hätte ein guter Artikel werden können
"Generation Doof" - der Titel springt ins Auge, das Covermotiv tut's ebenso. PISA-Blamage, Stefan-Raab-Erstwähler-Check und Prekariats-Debatte bilden den Nährboden, auf dem ein solches Werk wachsen und gedeihen kann, und neugierig, wie ich bin, habe ich das Buch auf Verdacht gekauft. Die gute Botschaft: Der Schmöker lässt sich bequem an einem...
Veröffentlicht am 3. März 2008 von Spassprediger


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487 von 521 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch hätte ein guter Artikel werden können, 3. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
"Generation Doof" - der Titel springt ins Auge, das Covermotiv tut's ebenso. PISA-Blamage, Stefan-Raab-Erstwähler-Check und Prekariats-Debatte bilden den Nährboden, auf dem ein solches Werk wachsen und gedeihen kann, und neugierig, wie ich bin, habe ich das Buch auf Verdacht gekauft. Die gute Botschaft: Der Schmöker lässt sich bequem an einem Wochenende durchlesen. Die schlechte Nachricht: "Generation Doof" ist weder die schaurig-schöne Anekdotensammlung, die man sich angesichts des Titels und des Klappentextes erhoffen könnte, noch ist es die wirklich fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema, die ich mir als Alternative erhofft hätte.

Vielmehr ist "Generation Doof" eine oft unterhaltsame, noch viel öfter aber allzu oberflächliche Bestandsaufnahme, die zudem in weiten Teilen überflüssig ist. Über weite Strecken ist "Generation Doof" lediglich eine Zusammenschau dessen, was längst bekannt ist. Stoff für einen pointierten Artikel hätte das sicher noch allemal geboten - aber es musste ja gleich ein ganzes Buch werden. Was dabei herausgekommen ist, ist eine Mischung aus verspäteter Abrechnung mit der so genannten Spaßgesellschaft, Fin-de-siècle-hafter Dekadenz-Klage und voyeuristischer Nabelschau.

Spätestens ab der 150. Seite stößt zudem der manierierte Schreibstil auf. Ich vermute, dass die beiden Autoren eifrige Leser der Kolumnen von Oliver Kalkofe und große Bewunderer der "SPIEGEL"-eigenen Headline-Kultur sind: Kein noch so flaues Wortspiel wird ausgelassen, und im ganzen Buch gibt es kaum einen Abschnitt, der ganz frei von flapsigen Kalauern ist. Auf Dauer hemmt das den Lesefluss, und letztlich entsteht der Eindruck eines Buches, das gern schlauer und witziger wäre, als es ist.

Auch die Doofheit, die die Urheber (die selbst Teil der "Generation Doof" ist, die sie großzügig als Altersgruppe der 15-45-jährigen fassen) für sich selbst in Anspruch nehmen, wirkt da schnell wie Koketterie. Spätestens an dem Punkt, an dem die beiden dem Urheber eines Web-Postings mangelhafte Rechtschreib-Kenntnisse attestieren, geht der Schuss allerdings kräftig nach hinten los: Man muss vielleicht nicht doof sein, um nicht zu erkennen, dass es sich bei der zitierten Passage um durchaus orthographisch gut wiedergegebenes Schwyzerdüütsch handelt. Es zeugt aber von Ignoranz, wenn das ausgerechnet Zweien nicht aufzufallen scheint, die ihr Geld als Lektoren in einem Kölner Verlag verdienen.

Der Spassprediger meint:

Schlau betitelte, aber reichlich oberflächliche, triviale Bestandsaufnahme, die zusammenfasst, was wir alle längst geahnt haben. Der um Witzigkeit und Lässigkeit bemühte Stil des Buchs nervt auf Dauer, wirklich Neues habe ich "Generation Doof" nicht entnehmen können (aber vielleicht bin ich dafür ja auch einfach und quasi per definitionem zu doof ... ?) Fazit: Aus "Generation Doof" hätte ein prägnanter, pointierter Zeitschriften-Artikel werden können. Meine Bewertung für den wäre sicher besser ausgefallen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im Reich der Nervensägen, 13. August 2009
Von 
Peter Raeggel (Olsberg-Bigge) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Wer den DAX für ein Tier hält, sollte vielleicht doch besser im gebundenen Lexikon oder bei Wikipedia nachsehen. Einen gewissen Witz kann man dem Buch nicht absprechen.

Es stimmt ja: Wem bereits die Anwendung selbverständlicher Formen von Anstand, Benimm und Kinderstube ein Greuel ist, wird nicht derjenige sein, auf den alle gewartet haben. Auch, wer im Gespräch erkennen läßt, Goethe und Shakespeare nicht zu kennen und darauf auch noch stolz zu sein, ist eher derjenige über, als der, mit dem gelacht wird. Sein oder ihr gern benutztes, wichtigtuerisches Büro-Kishuaheli schon für den Ausweis von Cleverness zu halten, überzeugt auch nicht wirklich.

Alle drei Gruppen haben gewiß ihren Platz im Reich der Nervensägen. Jedoch nicht weniger, als die beiden AutorInnen. Pauschal wird den Millionen Deutschen der Jahrgänge 1963 - 1993 das Etikett der "Generation Doof" angeheftet, die sich zwischen Mc. Donalds und Playstation Verstand und Gesundheit rauben und bei Dieter Bohlen und Heidi Klum denken läßt.

Der Vorwurf übersteigerten Anspruchsdenkens trifft alle gleichermaßen, ohne danach zu differenzieren, ob da jemand in Klasse 7, Hauptschule, seinem unausweichlichen Abgangszeugnis entgegendämmert, oder sich nach Abschluß eines Studiums "einbildet," daß man ihn doch für seine Arbeit auch so bezahlen könnte, daß es für mehr als ein Zimmer zur Untermiete und drei Mahlzeiten täglich - immer noch "sponsored by Daddy" - reicht.
Die Arroganz, mit der Frau Weiss und Herr Bonner ihrer Generation ein Anti-Abitur, ein Unreifezeugnis ausstellen, diskreditiert ihr in Teilen sicherlich berechtigtes Anliegen. Natürlich bestätigen auch in diesem Buch Ausnahmen die Regel. Es nutzt leider auch nichts, wenn Weiss/Bonner den cleveren Trick anwenden, sich alle paar Seiten selbst als Angehörige der "Generation Doof" zu outen und so den Angriffen die Schärfe etwas zu nehmen.

Weiss/Bonner räumen zwar am Ende des Buches ein, daß "niemand zu blöd fürs Bezahltwerden ist," singen aber vorher so eindeutig das Lied all dieser Henkels, Sinns und Hundts, daß man sie nur noch für nervig hält - nicht weniger, als die eingangs erwähnten "Genies," welchen sie ins Gewissen reden wollen. So nervig, daß man sich aus purem Widerwillen zu der keineswegs intelligenten Frage hinreißen läßt, ob das Wissen um die Existenz eines englischen Dichters, der zwischen 1564 und 1616 ganze Regale vollgeschrieben hat, für die Arbeit eines Gärtners hilfreich oder doch eher unwichtig ist.

Inzwischen haben nämlich Leute "vom Fach," die mit der hier propagierten Sicht auf die Dinge wohl voll übereinstimmen, die Weltwirtschaft dermaßen gegen die Wand gefahren, daß es besser gewesen wäre, sie hätten in ihrer Jugend den DAX für ein Tier gehalten und sich für einen anderen Beruf entschieden.
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258 von 303 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Deprimierend, 20. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Was geschieht, wenn ein Mitglied der "Generation Doof" ein Buch schreibt ? Nein, das ist nicht als Scherzfrage zu verstehen, das Ergebnis rezensiere ich gerade.

Vielleicht sollte es ja ein besonderer Kunstgriff des Autors werden, denn er beging alle Fehler, die er so gerne der heutigen Jugend vorwirft: Die unreflektierte Übernahme von Informationen, Oberflächlichkeit und die mangelnde Fähigkeit zur kritischen Analyse.

Der selbstgefällige, herablassende Schreibstil wirkt nur auf den ersten Seiten wirklich erfrischend. Danach sind die flachen Kalauer und teils dümmlichen Wortspiele nur ein weiteres Puzzlestück, welches mich in dem Glauben bestärkt, der Autor stehe in der Hierarchie der "Generation Doof" ganz weit vorne. Nun ja, zumindest gibt er es ja in gewisser Weise sogar selbst zu.

Viele der angeführten "wahren Geschichten" wirken stark konstruiert und lediglich darauf ausgerichtet, eine bestimmte Gruppe von Menschen verallgemeinernd der Lächerlichkeit preiszugeben. Dies wäre sogar noch verzeihlich, könnte man auch nur einen Hauch intelligenten Humors in den Ausführungen entdecken.

Sicher, eines steht fest: Ein guter Bildungsstand ist für eine moderne, demokratische Gesellschaft essentiell. Der Staat kann nicht zu wenig dafür investieren und wir alle müssen (dürfen) ein Leben lang lernen. Ganz genau diese beiden Sätze hätten die Kernaussage eines solchen Buches werden müssen. In diesem Sinn: Thema verfehlt.

Alles in allem ist "Generation Doof" eine populistische, pseudo-wissenschaftliche Gesellschaftsstudie mit wenig Realitätssinn, dafür umso mehr Geschmacklosigkeiten, sowohl inhaltlicher als auch stilistischer Art. Schande über den Autor.
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237 von 282 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Doof? In der Tat, 31. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Eines vorab: Dieses Buch ist kein Bericht - und schon gar keine Analyse - der Doofheit in unserer Gesellschaft, es legt vielmehr ein plakatives Zeugnis für sie ab. Es scheint heute wirklich nicht viel dazuzugehören, ein Buch zu schreiben. Man nehme einfach seinen Trash-Fernsehkonsum der letzten Jahre, dann noch ein paar persönliche Anekdötchen und mache sich dreihundert Seiten lang darüber lustig: »Hahaha, guckt mal, wie dämlich die doch alle sind.« Am Ende hat der Leser gelernt, dass die Doofen doof sind und das war's. Nichts von Gründen, Zusammenhängen, Parallelen, Widersprüchen, Folgerungen, Erörterungen, Systembezügen oder sonst von irgendetwas, was in die Tiefe ginge. Hier nur ein Beispiel:

Bei einem Schönheitswettbewerb werden die Teilnehmerinnen mit ihrem geographischen Nichtwissen konfrontiert. Schön und gut - billiger Voyeurismus zum Ego-Aufpolieren wie man ihn eben kennt. Aber von einem Buch würde man doch nun erwarten, dass es die nahe liegende Frage anspricht, wieso man überhaupt mit Kamera und Mikrofon bewaffnet die Teilnehmerinnen einer solchen Veranstaltung mit der Frage konfrontiert, wo Polen liegt. Was soll das? Die Frage stellt aber niemand, die Autoren scheinen diesen erbärmlichen Bloßstellungsjournalismus für den Inbegriff der Seriosität zu halten.

Weiterhin wird sich ellenlang über Videos im Internet amüsiert. Ja tatsächlich, im Internet kursieren ausgesprochene Zeugnisse der Dummheit - wer hätte das bei diesem Medium wohl gedacht? Zum Glück befreit uns dieses Buch von der Illusion, im Internet würden sich nur Intellektuelle tummeln, die sich über das Verständnis der aristotelischen Metaphysik oder die Leiden des jungen Werthers austauschen.

Wirklich ärgerlich wird das Ganze aber nicht durch die Arroganz, die das ganze Buch durchzieht, sondern durch den schon lächerlich zu nennenden Versuch, diese zu rechtfertigen, indem man sich selbst auch eine gewisse Idiotie zuschreibt. Einer der Autoren berichtet zu Beginn von einem Feuer, das er mit Whiskey löschen wollte. Damit ist der Rechtfertigung genüge getan und auf geht's zum Fertigmachen.

Dazu kommen noch die unglaublich deplazierten und nichts sagenden Zitate. Wieso greift man hier auf Geistesgrößen wie z.B. Thomas Gottschalk zurück? Nun ja, es passt ins Bild.

Fazit: Ein bemerkenswert schlechtes Buch.
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65 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Mogelpackung - letztendlich einfach doof, 18. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Wie schon beim Quell der "Generation XY"-Schwemme, dem Illies-Büchlein "Generation Golf" stellt sich auch bei dieser Version nach dem anfänglichen Amüsement des Wiedererkennes ("Ja, genau so ist es..") spätestens nach einem Drittel des Buches ausgeprägte Langeweile ein. Allerspätestens beim Kapitel "Unterhaltung" ist die Luft raus und sämtliches Pulver verschossen, der Rest ist nur Aufgewärmtes aus bereits vorher Festgestelltem. Wäre man zu Beginn nicht noch ein wenig ob des lockeren Schreibstils amüsiert, könnte man "Generation Doof" auch gut nach dem Vorwort weglegen - dann wahrscheinlich sogar mit dem Gefühl, ein lesenswertes Buch in den Händen gehalten zu haben. So allerdings nervt zunehmend die Flapsigkeit des Autorenduos, das wirklich an keinem noch so doofen Kalauer vorbeigehen kann, vom "Umgang mit eder Allgemeinbildung wie Darth Vader mit der Caritas" bis zur "Windel-Windel-Situation". Was am Anfang wie Koketterie wirkt - die selbst in den Fokus des Lesers gerückte Zugehörigkeit zur "Generation Doof" - entwickelt sich zunehmend zum erschreckenden Aha-Effekt. Und spätestens wenn der eindeutig in Schweizerdeutsch schreibende Teilnehmer eines Internetforums hämisch als des Deutschen nicht mächtig vorgeführt wird, wird zur Gewißheit, daß hier Doof für Doof schreibt und auch der Lektor zur gleichen Generation gehört.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie doof..., 8. Februar 2013
kann man eigentlich sein dieses Buch zu kaufen?

Dass habe ich mir zumindest gedacht als ich die ersten Seiten durchgelesen hatte. Ich lese grundsätzlich Bücher immer bis zum Ende, auch wenn sie mir nicht gefallen ist es mir noch nie untergekommen dass ich mich nicht doch noch bis zum Ende durchquälen konnte. Hier war mir das leider nicht möglich.

Nach der hundertsten leeren Phrase habe ich das Buch frustriert in die Ecke geworfen und nur noch dem Geld nachgetrauert welches ich für diesen Schund ausgegeben habe.

Wenn ich ein Internetvideo sehen möchte dann geh ich auf ubtube und nehm mir kein Buch zur Hand welches eine drittklassige nacherzählung von beliebten funny videos präsentiert.

Wirklich peinlich finde ich es dass sich die sogenannten Autoren hier als ernsthafte Journalisten ausgeben.

Langweilig, stumpf und einfach nur herablassend. Es geht den Autoren offensichtlich nur darum Jugend bashing zu betreiben, eine wirkliche "Analyse" der jetzigen Situation sucht man vergeblich.

Selten oder eigentlich noch nie etwas so schlechtes gelesen...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer das liest, ist doof, 12. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Eigentlich war ich mir unsicher, ob dieses Buch geeignet ist, um an dieser Stelle rezensiert zu werden; doch dann dachte ich, ein Buch mit dem Wort Generation" im Titel erhebt den Anspruch, einen gesellschaftlichen Trend von einiger Allgemeingültigkeit zu beschreiben. Dann wäre es quasi eine soziologische Abhandlung, auch wenn der Stil eher essayistisch sein mag, wie etwa seinerzeit bei dem Bestseller Generation Golf" von Florian Illies. (Allerdings war der soziologische Gehalt jenes Buches ebenfalls etwas dünn, auch wenn Meinungsforscher die Generation Golf später angeblich empirisch nachgewiesen haben.) Doch was in einem durchaus umfangreichen Taschenbuch auf 335 Seiten als Generation Doof" verkauft werden soll, hat leider wenig von der Leichtfüßigkeit des Golf-Traktats.

Die Autoren glauben einen sozialen Trend ausgemacht zu haben: Die Leute werden immer dümmer, benehmen und ernähren sich schlecht, haben überhaupt kein Niveau und wissen erst recht nicht, wie man dieses schreibt. Genüsslich und ausführlich werden als Belege Fernsehszenen nacherzählt, etwa wie die Kandidatinnen einer Miss-Wahl daran scheiterten, ihre Heimatstädte auf einer Landkarte zu platzieren. Zugegeben, solche Szenen sind lustig, und Stefan Raab lässt in seinen Sendungen gerne und mit schöner Regelmäßigkeit Leute aufmarschieren, die nicht gerade den tiefen Teller erfunden haben. Dem Publikum gefällt es - schließlich ist es gut zu wissen, das es immer noch Zeitgenossen gibt, die man getrost in die Tasche stecken kann, auch wenn man selbst nicht zu den Schlauesten gehört.

Das ist auch das Grundprinzip des Buches Generation Doof": Die Autoren sind trotz aller vorgetäuschten Selbstironie peinlich bemüht zu zeigen, dass sie nicht ganz so doof sind wie die anderen Generationsgenossen. Die Grenze zwischen dem effizienten Umgang mit der knappen Ressource Geist und purer Doofheit ist dabei recht willkürlich gezogen. Die Autoren halten es zum Beispiel für durchaus verzichtbar zu wissen, wie der erste deutsche Bundespräsident hieß oder wie ein Gesetz im Bundestag entsteht. Aber sie mokieren sich, wenn jemand Harald Schmidt mit Helmut Schmidt verwechselt (die unbestreitbar den gleichen Nachnamen haben, was ja schon mal zu Verwechslungen führen kann).

In vielen Kapiteln wird relativ faktenfrei über die vielen Auswüchse und Gründe der Doofheit lamentiert - einschließlich der Schule und natürlich dem Fernsehen. Umrahmt wird das alles mit wahllosen Zitaten, abgeschrieben aus Sprüchesammlungen aus dem modernen Antiquariat, und persönlichen Alltagsbeschreibungen der Autoren, die noch fast das Witzigste am ganzen Buch sind. Und am Ende wird sogar versucht, ein bisschen konkrete Lebenshilfe zu geben: Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung: Die Probleme der Generation Doof ernst nehmen, erkennen, was schief läuft, und nach sinnvollen Auswegen suchen." Aha. Mein Eindruck ist allerdings, dass die derzeitige Generation (bei aller Beschränktheit hier und da) noch nicht so doof ist wie dieses Buch.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Entäuschung, 23. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Zurzeit lesen wir diese Buch in der Schule und unsere Lehrerin ist ganz hin und weg. Aber ganz ehrlich: Wer hier ein Buch erwartet das wirklich auf das Thema eingeht der ist eindeutig an der Falschen Adresse

+ Das erste Kapitel ist noch interessant
- Das zweite und das dritte und eigentlich alle nachfolgenden Kapitel werden echt öde weil nur noch ein Klischee nach dem anderen kommt und die Witze aus dem ersten Kapitel bis zum geht nicht mehr ausgelutscht werden

Fazit:
Wer sich Bücher gerne ausleiht sollte das tun denn es is nicht so das da nur Mist steht(Nur ca 90%)aber vom Kauf würde ich dringend abraten da es imprinzip ne Klatsch Zeitschrift auch tut aber die ist billiger... .
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaublicher Mist, 25. Februar 2010
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Man verzeihe mir meine deutlichen Worte, aber mehr fällt mir zu diesem Buch nicht ein. Dieses Buch ist eine Beleidigung für die Intelligenz seiner Leser - und zwar der doofen wie der intelligenten. Gott sei Dank wurde es mir nur geschenkt und ich habe dafür kein Geld ausgegeben. Nichts daran kann bei genauerer Betrachtung überzeugen. Die "Analysen" der beiden Autoren beruhen auf dem Hörensagen, auf eigenen massiven Vorurteilen gegenüber anderen, die in Unterschichten-Bashing abgleiten (früher gab es für so was mal den schönen Begriff "Klassendünkel"), auf einer völlig antiquierten Vorstellung von "Kultur" (Wer also nicht Hölderlin liest, ist doof, hm?) und letztendlich wohl auf dem Selbstekel der beiden Verfasser (würde mir auch so gehen, wenn ich nach meinem Kulturwissenschaftsstudium bei Bastei Lübbe gelandet wäre). Es ist ja schön und ehrenwert, die eigenen Bildungsdefizite (oder was man dafür hält) zu konstatieren und zu problematisieren. Wieso man deshalb dann eine ganze Generation meint, in Sippenhaft nehmen zu müssen, ist mir schleierhaft. Die Sprache des Buches ist bemüht, lustigen Blogger-Jargon zu imitieren, gleitet aber immer wieder ins Peinliche ab. Die "Argumentation" erschöpft sich in permanenten Wiederholungen: Zunächst völlig aus der Luft gegriffene Beispiele, dann die moralinsauren, unglaublich konservativen aber im Ton "jugendlichen" Moralpredigten des Autorengespanns. Letztendlich steht man hier vor einem besonders peinlichen und in Anflügen schon als reaktionär zu bezeichenden Beispiel für das kulturgeschichtlich banalste Phänomen der Menschheitsgeschichte: Dem Gejammere der älteren über die von ihnen vermeintlich zu beobachtenden Defizite des Nachwuchses. Was das Buch aber pathologisch macht, ist der Fakt, dass hier in einer Art vorauseilendem Gehorsam aus der eigenen Generation heraus über sich selbst gejammert wird. Eigentlich schreiben hier zwei geistig achtzig bis neunzigjährige, die in zu jungen Körpern stecken. Traurig.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider ein schlechtes Buch, 28. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? (Taschenbuch)
Das Thema könnte durchaus eine Arbeit (sei es als Buch oder Aufsatz) hergeben, leider haben die Autoren die gänzlich falschen Ansätze gewählt, an dieses heran zu gehen, und damit das Buch letztlich unbrauchbar gemacht.

Man kann verschiede Arbeitsansätze für das Thema wählen, wobei es jedoch zunächst erst einmal sinnvoll gewesen wäre, ein solches überhaupt konkret und nachvollziehbar zu bestimmen. Zunächst bleibt völlig unklar, welche "Generation" überhaupt gemeint ist. Wird anfangs offensichtlich auf die Jahrgänge Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre abgestellt, weiten die Autoren dieses im Folgenden derart aus, dass man letztlich wohl auf alle Menschen unter 60 abstellen muss. Bereits hier liegt der Grundstein dafür, dass die Ausführungen im Folgenden oberflächlich und überwiegend inhaltslos bleiben, da die Autoren lediglich bekannte Kritiken am Verfall der Sitten im Allgemeinen und derjenigen der Jugend im Besonderen wiederholen. Dazu hätte es dieses Buches aber nicht bedurft.

Weiterhin wurde offensichtlich im Vorfeld keine ausreichende Klarheit geschaffen, wie man an das Thema nun herangehen soll. Hätte man es bei dem Prinzip des "Ur-Generationsbuchs" von Florian Illies belassen, der sich weder analytisch, noch wertend mit seinen fest umrandeten Jahrgängen beschäftigt, sondern lediglich beschreibend einen War-Zustand und somit ein Lebensgefühl wieder gegeben hat, wäre das Buch vielleicht noch zu retten gewesen. Den Autoren gelingt es soweit, bei dem Leser Wiedererkennungseffekte zu erzeugen und beschreibend das Auge auch auf Situationen zu lenken, die einem zuvor vielleicht noch nicht aufgefallen war.

Damit haben sich die Autoren jedoch (ob geplant oder nicht) nicht begnügt, sondern sind dazu übergegangen, ihre Beobachtungen analysieren und werten zu wollen'.und begehen hierbei jeden Fehler, den man nur machen kann. Die Versuche von Erklärungen für beobachtete Verhaltensweisen sind derart simpel und einfältig, dass es schon als Zumutung anzusehen ist, diese vorgesetzt zu bekommen. Es werden keine hierfür notwendigen Studien herangezogen, außer in immer wieder eingestreuten Sätzen von Wissenschaftlern oder anderen Personen, deren Zusammenhang man ebenso wenig kennt, wie den Inhalt der Arbeiten, auf denen sie basieren. Worauf die Erkenntnisse basieren, ist daher lediglich dahingehend nachzuvollziehen, dass diese in ihrer Oberflächlichkeit wirklich jedem eingefallen wären, der nicht weiter nachfragt.

Absurd wird es aber dann, wenn die Autoren selbst werten. Sie deklarieren Verhaltensweisen unverblümt als gut/schlecht, intelligent/unintelligent, etc., ohne auch nur ansatzweise eine Erklärung dafür zu geben, auf welchen Prinzipien diese Wertungen basieren. Man muss ihre Meinung ja nicht teilen, es wäre aber hilfreich gewesen, zu wissen, wonach die Autoren überhaupt urteilen. Dass hier aber tatsächlich gar keine Grundlage besteht, wird deutlich, wenn sie vermeintlich positive Gegenbeispiele aufführen, wie der gemeinsame Familienabend vor dem Fernseher gegenüber dem Zappen nach Feierabend. Ansonsten geht es um Schiller und Goethe vs. Xbox, Brettspiele vs. Computerspiele und ähnliche Klassiker, die schön die Eltern unserer Eltern so oder ähnlich angebracht haben und spätestens hier verabschiedet sich das Buch nicht nur endgültig von jeder 'Generation', sondern auch von dem Grund seiner Existenz.

Das kann man natürlich alles auch anders sehen, traurig ist es jedoch, dass einige Rezensenten sich dazu hinreißen lassen, diejenigen, die das Buch kritisieren, als dessen Doofe Generation darzustellen und dabei auf den Inhalt der Kritik überhaupt nicht eingehen. Hier könnte man jetzt auch umgekehrt mit Hilfe des Buchtitels 'gegen argumentieren', dafür ist das Buch aber einfach nicht gut genug.
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Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?
Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich? von Anne Weiss (Taschenbuch - 12. Februar 2008)
EUR 8,95
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