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Die sieben Mütter, von denen, wenn nicht die ganze Menschheit, so wenigstens die Bevölkerung Europas stammen soll, symbolisieren sieben Versionen der Mitochondrien-DNA, die unverändert von Mutter auf Tochter übertragen wird. So der Londoner Genetiker, Prof. Bryan Sykes in seinem Buch "Die sieben Töchter Evas". Er schreibt: "Fast jeder Mensch, der in Europa lebt, geht in ununterbrochener weiblichen Abstammungslinie auf eine von nur sieben Frauen zurück. Diese sieben Frauen sind die weiblichen Vorfahren nahezu aller 650 Millionen heute lebender Europäer". Sykes hat ihnen Namen gegeben: Ursula, Xenia, Helena, Velda, Tara, Katrin und Jasmin und ihre Lebengeschichten erzählt, damit wir leichter eine Beziehung zu ihnen aufbauen können. In Wirklichkeit gab es natürlich keine Xenia, "die Zwillinge gebar", und keine Helena, "deren Bruder auf der Jagd gestorben war". Sie sind erfunden. Unter diesen Namen verbergen sich jedoch echte Frauen: die sieben Mütter Europas, Frauen aus Fleisch und Blut, deren Gene wir in uns tragen und die beweisen, dass die Forscher sich lange Zeit irrten, und wir nicht (nur) von jungsteinzeitlichen Bauern, sondern (vor allem) von den altsteinzeitlichen Jägern und Sammlern stammen.

Nur sieben Frauen, die es hingekriegt haben, ihre Blutlinien bis in das 21. Jahrhundert hinein am Leben zu erhalten? Warum haben es andere Frauen nicht geschafft? Die Antwort ist eigentlich klar. Weil sie entweder nicht überlebensfähige Töchter gebaren, Töchter, die unfruchtbar waren, oder einfach nur Söhne zur Welt brachten. Wie dem auch sei. In Mitochodrien DNA ist das Schicksal einer langen Reihe von Frauen gespeichert, die und das unversehrte Erbe unserer "gemeinsamen Clanmutter" übertragen haben, ihr Vermächtnis an uns. (Die "Urväter" der heutigen Männer leben in ihren Y-Chromosomen weiter). "Wir alle tragen diese Vergangenheit im Erbgut mit uns herum, in den Genen, die nahezu unverändert von unseren frühen Vorfahren auf uns gekommen sind", so Sykes. Kein Wunder, das er und sein Team nach der Veröffentlichung seiner Erkenntnisse mit Nachfragen überflutet wurden - alle wollten auf einmal wissen, von welcher der sieben Frauen sie abstammen.

Aber. Eins darf man bei der ganzen Euphorie nicht vergessen - es gibt in Europa Menschen, deren MtDNA keiner der "sieben Mütter" zugeordnet werden kann. Ein Beispiel: "Heute stehen uns so viele Datensätze zur Verfügung, dass wir wissen, der Herzog von Edinburgh (Prinz Philipp, Gemahl der englischen Königin Elisabeth II) teilt seine äußerst seltene mitochondriale DNA-Sequenz (111,357) mit keinem einzigen der über 6000 Europäer, deren DNA mittlerweile untersucht wurde". Was hat das zu bedeuten? Sind Schlussfolgerungen, die man aus der Untersuchung von 6000 Menschen zieht, überhaupt stichhaltig?

Es gibt heute Firmen, die "genetische Urkunden" für Privatkunden ausstellen. Jede/r kann also inzwischen erfahren, zu welchem Urvolk sie/er gehört oder welchem Clan sie/er entstammt. Da immer mehr Menschen Dienste solcher Firmen in Anspruch nehmen, wachsen ihre Datenbanken. Man kann also davon ausgehen, dass in Kürze den Forschern mehr genetisches Vergleichmaterial zur Verfügung stehen wird, so dass Ergebnisse ihrer Untersuchungen präziser werden. Wahrscheinlich kommen dann auch weitere "Mütter Europas" zum Vorschein...

Große Bedeutung der populärwissenschaftlichen Bücher über die Genetik sehe ich auch darin, dass sie dem Rassismus den Nährboden entziehen. Die Ergebnisse der Genetik lassen sich nicht missdeuten: "die heutigen Menschen bilden eine bunte Rassenmischung" und tragen Gene aller möglichen "Urvölker" in sich. "Solche Beispiele zeigen, wie absurd jede biologisch fundierte Rassentheorie ist", schreibt deshalb der englische Genetiker, "wir sind eine wilde Mixtur, und wir sind alle verwandt - auf vielfältigste Art und Weise". Es sind klare Worte, die keines Kommentars bedürfen.

Indem die moderne Genetik ein helles Licht auf die Gesetze der Fortpflanzung wirft, räumt sie auch mit dem zweiten Mythos auf, in dem die brutale Frauenfeindlichkeit der letzten drei Tausend Jahre wurzelt. Er geht u.a. auf Aristoteles zurück, für den die Frau nichts als ein Mutterboden war, dessen Qualität darüber entscheidet, wie die in die gesetzte Saat ("der Same des Mannes") aufgeht. Es ist ein unheilvoller Mythos, der besonders viel Schaden angerichtet hat. Aus ihm ging nämlich die Vorstellung vom "Homunculus" hervor, einem winzigen, vorgeformten Wesen, das der Mann während des Geschlechtsverkehr seiner Frau einpflanzte", erinnert Sykes. Da Frauen auch Mädchen gebären, deren Gestalt unmöglich auf den Vater zurückgehen kann, schloss man daraus, schreibt er, "dass diese Babys im Mutterleib umgeprägt, zu Mädchen deformiert" (!) wurden, was nun dazu führte, dass Frauen, die keine Söhne gebären konnten, als minderwertig galten und nicht selten verstoßen wurden. Wie peinlich, dass es in Wirklichkeit eher umgekehrt ist - das ursprünglich Embryo ist geschlechtslos und erst die im Y-Chromosom untergebrachten Gene verhindern seine Entwicklung zum Mädchen. Zum Mitschreiben: Männer entstehen, indem die durch Y Chromosom produzierten Hormone AHM und Testosteron die Entwicklung des Embryos zum Weibchen verhindern und die Anlage zum Männchen unterstützen. (Dies geschieht etwa in der 7. Woche. Ist es ein Zufall, dass im Tibetischen Buddhismus behauptet wird, dass die Seele des Menschen genau nach 7 Wochen in ein Embryo eingeht und so sein Geschlecht bestimmt?) Ich muss immer wieder daran denken - wie viel Unglück hätte vermieden werden können, wenn die Menschen früher gewusst hätten, dass Frauen keinen Einfluss auf das Geschlecht ihrer Kinder haben!

Fazit: Ich finde solche Bücher, wie das von Sykes anicht zuletzt deshalb wertvoll, weil sie den Schaden aufheben, den bei den meisten Menschen eine seelenlose Schulbildung angerichtet hatte. Sie zeigen uns, wie spannend die Wissenschaft in Wirklichkeit sein kann, wecken unsere Neugierde, beflügeln die Phantasie und vor allem - zwingen uns zum Umdenken. Wie interessant dieses Buch für ausgebildete Naturwissenschaftler ist, die bereits Vorwissen über die Genetik besitzen, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen. Ich bin mir auch dessen bewusst, dass man als Laie nicht die Möglichkeit hat, jene Theorien von Sykes, die eventuell widerlegt worden sind (seit dem Erscheinen des Buches sind immerhin 10 Jahre vergangen!) als falsch zu erkennen. Aber das gilt für alle populärwissenschaftlichen Bücher von heute. Die Wissenschaft entwickelt sich so schnell, dass so manches Buch bereits bei seinem Erscheinen überholt ist. Damit müssen wir leben. Ilona Banet

Anhang: die sieben Mütter Europas nach Sykes

1. Die älteste von unseren Müttern nannte Sykes URSULA. Sie soll in der Nähe von Delphi geboren sein, vor ca. 45 000 Jahren. Natürlich war sie nicht die einzige Frau, die damals lebte, aber sie war die einzige ihrer Generation, mit der wir Heutigen immer noch über ein intaktes maternales Band verbunden sind." Ihre Vorfahren seien aus dem Nahen Osten in das europäische Kernland eingewandert, vermutet Sykes, ihre Nachfahren bilden 11% der heutigen Europäer und leben vorwiegend in Großbritannien und Skandinavien.

2. XENIA, ein Mädchen mit blonden Haaren und blauen Augen kam auf die Welt vor 25 000 Jahren, ihre Heimat war Tundra, die Schar, der sie gehörte, führte ein Nomadenleben - sie folgten den Herden. Von der von Xenia begründeten Erblinie stammen 1% der heute lebenden amerikanischen Ureinwohner, ihre drei europäischen Äste kann man in Osteuropa, in Mitteleuropa und in Großbritannien finden.

3. HELENA lebte in der Zeit, als die letzte Eiszeit auf ihren Höhepunkt zusteuerte", vor 20.000 Jahren, als nur noch Mittelmeerraum genug zum Leben bot, im Tal der Dordogne. Dass ihre Mutter Arthtritis hatte und sie im Alter von 42 Jahren starb, müssen wir nicht glauben. Doch die Nachkommen von Helena sind echt - 47% der heutigen Europäer gehören ihrem Clan an, dem erfolgreichsten" in Europa.

4. Vor 17 000 Jahren erblickte die braunäugige VELDA mit glattem dunklen Haar das Licht der wüsten und leeren Welt. Ihre Eltern gehörten zu den Menschen, die Zuflucht vor der Kälte in Nordspanien gefunden haben; dort wurden sie sesshaft. 5% der heutigen Europäer gehören zu diesem Clan, der sich über ganz Europa verbreitet hat - bis in den äußersten Norden, nach Skandinavien, Finnland und Nordnorwegen, wo ihre Nachfahren leben: Lappen und Samen.

5. Veldas Zeitgenössin war TARA, ihr Zuhause lag aber nicht in Spanien, sondern in der heutigen Toscana. Etwa 10% der heutigen Europäer dürfen sie ihre Stammutter nennen, die meisten von ihnen leben immer noch am Mittelmeer und am Westrands Europas, viele in Irland und im Westen Großbritanniens.

6. Die blonde KATRIN mit grünbraunen Augen lebte vor 15 000 Jahren, dort, wo sich heute Venedig befindet (damals noch 150 Km vom Meer entfernt!), und hier wohnen auch ihre meisten Nachkommen. Sie bilden 6% der Population Europas.

7. Die jüngste Mutter Europas ist JASMIN. Knapp 17% der heutigen Europäer gehören zu ihrem Clan, der ursprünglich in der Nähe von Eufrat lebte. Ihre Nachkommen sind die einzigen, die sich nicht gleichmäßig über Europa verteilten, man kann sie heute in Spanien, Portugal und im Westen Großbritanniens (vor allem Cornwall, Wales und Westschottland) finden. Der zweite Zweig dieser Familie" besiedelte Nordeuropa.
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am 7. Juli 2009
Die sieben Töchter Evas: Warum wir alle von sieben Frauen abstammen. Revolutionäre Erkenntnisse der Gen-Forschung
Das Buch beschreibt auf sehr spannende und leicht verständliche Weise, dass der neuzeitliche Europäer von sieben Urmüttern abstammt: Ursula, Xenia, Helena, Velda, Tara, Katrine und Jasmine, deren gemeinsame Vorfahrin die so genannte Eva der Mitochondrien war. Die Bezeichnung Urmutter bezieht sich auf die Mitochondrien, die nur von den Müttern an ihre Kinder weitervererbt werden können. Er klassifiziert sie in 7 mitochondriale Haplogruppen, jede von ihnen ist durch bestimmte charakteristische Mutationen der mitochondriellen Genome definiert und kann entlang des mütterlichen Stammbaums zu einer bestimmten urgeschichtlichen Frau zurückverfolgt werden.
Im zweiten Teil des Buches beschreibt er die Leben der einzelnen "Stamm-Mütter". Diese letztere Hälfte entspricht hauptsächlich einem gemischten Rückblick auf den ersten Teil.
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am 30. Dezember 2014
Ein witzig geschriebenes populärwissenschaftliches Buch. Bryan Sykes beschreibt, dass er eigentlich selbst wissen wollte mit wem er verwandt ist und so auf die glorreiche Idee kam durch die Untersuchung der Mitochondrien DNA, europäische Stammbäume aufzustellen.So kam er dahinter, dass die Europäer von sieben Frauen abstammen. Wirklich gut und lesenswert geschrieben.
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am 16. Oktober 2015
Das Thema ist natürlich hochinteressant und aktuell. Aber ich möchte nichts über das Privatleben des Autors erfahren - das Thema ist schon spannend genug. Das wissen über Humangenetik explodiert gradezu und mann sollte das aktuellste Buch wählen
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am 24. Juli 2010
Sehr spannende Darstellung der genetischen Geschichte der Weltbevölkerung, erläutert an Beispielen im pazifischen Raum und in Europa. Stichwort: Ötzi hat Verwandte in Großbritannien.
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am 5. Februar 2016
Ein sehr interessantes Buch zu Geschichte der Menschheit. Es wird im Einzelnen auf die Entwicklung eingegangen und es werden viele Aspekte beleuchtet
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am 14. Oktober 2013
Wer sich für die DNA und die Abstammung der Menschen interessiert und gerne eine leicht lesbare Lektüre dazu mag, wird dieses Buch lieben.
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am 14. März 2009
Ein spannendes wissenschaftliches Buch über die genetische Bestimmung unserer Herkunft. Spannende Erzählweisen über die Entwicklung bestimmter genetischer Methoden, ihrer Anwendungen und Veröffentlichungen, trotz Widerstand der gesamten wissenschaftlichen Welt machen dieses Buch zu einem kurzweiligen, spannenden und interessanten "Roman".

Das einzige Manko sind die doch recht ausführlichen, fiktiven (und meines Erachtens langweiligen) Darstellungen der sieben Ur-Mütter. Aber dennoch 4-5 Sterne aufgrund der Tatsache, dass Wissenschaft sehr spannend und nachvollziehbar dargestellt werden konnte!
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am 6. Dezember 2014
In leicht verständlicher und anschaulicher Sprache zeigt Sykes, woher unsere Vorfahren kamen. Europa war immer Einwanderungsland, die Menschen kamen aus dem Süden, aus wärmeren Regionen. Vielleicht gibt uns das in der aktuellen Einwanderungs- und Klimapolitik etwas zu denken? Ich habe "Die sieben Töchter Evas" mit großem Gewinn gelesen und die Wanderung der starken Frauen mit Interesse nachvollzogen.
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am 20. März 2002
Ein sehr lesenswertes Buch, die neuesten gentechnologischen Methoden können nicht nur in spektakulären Kriminalfällen der Neuzeit Licht ins Dunkel bringen, sondern auch in die Geschichte des europäischen Raumes Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung. Wir modernen Europäer sind uns ähnlicher als wir denken, und letztlich nach Beweisen des Autors auch irgendwie verwandt. Kurzweilig bis zur letzten Zeile.
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