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5.0 von 5 Sternen Wenn Romanhelden zu Freunden werden
Die Geschichte dieses wunderschönen historischen Romans beginnt 1502, als das junge Mädchen Laura mit ansehen muss, wie ein Sklavenmord geschieht. Sie beobachtet einen kleinen schwarzen Jungen, der vor einem Überfall fliehen kann. Dass dieser Junge eines Tages zu ihren Freunden zählen wird, genauso wie Antonio, den sie einige Zeit später...
Veröffentlicht am 12. Juli 2008 von Andrea Koßmann

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3.0 von 5 Sternen Durchschnittlich
Dieses Buch gefiel mir nicht so gut wie der Vorgänger die Madonna von Murano (siehe dortige Rezension). Die Figuren blieben mir fremd und auch ihre Beweggründe oftmals nicht nachvollziehbar. Die Charaktere kamen und gingen in diesem Buch, bis auf die Hauptpersonen. Über Carlo und Valeria hätte ich gerne mehr gelesen. Ihr Charakter erschien mir...
Vor 20 Monaten von Sanchia veröffentlicht


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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Romanhelden zu Freunden werden, 12. Juli 2008
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die Geschichte dieses wunderschönen historischen Romans beginnt 1502, als das junge Mädchen Laura mit ansehen muss, wie ein Sklavenmord geschieht. Sie beobachtet einen kleinen schwarzen Jungen, der vor einem Überfall fliehen kann. Dass dieser Junge eines Tages zu ihren Freunden zählen wird, genauso wie Antonio, den sie einige Zeit später kennenlernt, weiß Laura zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Das Leben von Laura erfährt einen tragischen Wandel, als ein großer Unbekannter Unglück über ihre Familie bringt. Doch sie läßt sich nicht unterkriegen, bekommt ihr Leben in den Griff und immer wieder trifft sie auf Carlos und Antonio. Gemeinsam müssen sie stehlen um zu überleben, erleben schöne Dinge, aber auch sehr grausame. Das Leben beschert ihnen Trennungen, führt sie aber auch immer wieder zusammen. Viele Schicksalsschläge müssen sie in Kauf nehmen. Mir ist nicht selten fast das Herz stehengeblieben, wenn ein schreckliches Unglück über die Familie und deren Freunde hereinbrach oder ein liebgewonnener Mensch starb.

Wir finden in diesem Roman vieles, was es an historischen Dingen zu erzählen gibt. So kommen unter anderem Themen wie Hurerei, Mord, Betrug, Krieg, die Pest aber eben natürlich auch Liebe, Trauer, Freundschaft darin vor.

Charlotte Thomas hat es geschafft, mich von der ersten Seite an mit diesem Buch in ihren Bann zu ziehen. Sie versteht es, immer wieder kleine Geheimnisse aufzuwerfen, die die Spannung in diesem Buch erhöhen. Manchmal sind es scheinbar belanglos eingeworfene Sätze, die im Laufe der Handlung aber immer mehr an Wichtigkeit zunehmen. Und manchmal sind es ganz direkt geschriebene Andeutungen, bei denen ich am liebsten schnell weitergeblättert hätte, um zu sehen, was es damit auf sich hat.

Die ganze Zeit stellt man sich die Frage, warum das Schicksal von Laura so ist, wie es ist. Wer hat die Fäden in der Hand und wer weiß etwas darüber? Dass die Geheimnisse am Ende des Buches aufgeklärt werden, versteht sich von selbst. Es wäre kein gutes Buch, wenn der Leser am Ende noch Fragen offen hätte. Aber dass die Antworten dann so sind, wie sie letztendlich sind, habe ich nicht geahnt. Man überlegt sich ja als Leser schon die ganze Zeit, was es mit all diesen kleinen Geheimnissen auf sich hat, aber ich wurde doch desöfteren in die Irre geleitet.

Ich habe beim Lesen einige Male geschmunzelt, oft geschluckt und mit offenem Mund weitergelesen. An einer gewissen Stelle, die ich hier natürlich nicht beschreiben werde, hatte ich das Gefühl, ich hätte Herzklopfen, so nah war ich am Geschehen. Und natürlich habe ich auch geweint. Die Krönung ist das Nachwort der Autorin am Ende des Buches. Ich möchte gerne einen Satz daraus zitieren, der mich letztendlich dazu gebracht hat, dass mir die Tränen nur so die Wangen hinunterliefen. Frau Thomas schreibt über die Personen in ihrem Buch:

"Ich habe sie geliebt und mit ihnen gelitten und kann mich nur schwer von ihnen verabschieden; erleichtert wird mir Letzteres nur durch die Vorstellung, dass ich sie nicht ins Leere entlasse, sondern in eine Welt, wo auch andere sie lieb gewinnen mögen - meine Leser."

Frau Thomas, seien sie sich sicher: In meinem Herzen haben Laura und Antonio einen Platz eingenommen, den ihnen niemand mehr streitig machen kann. Wenn Menschen und deren Leben so bildhaft geschildert werden, mit einem Schreibstil, der einen so dermaßen fesselt, dass man dieses dicke Buch überall mit hinnehmen möchte, dann kann man es letztendlich nur dann zuklappen, wenn man weiß, man hat die Freunde, zu denen die Protagonisten wurden, ins Herz geschlossen.

Wer "Angst" vor solch dicken Büchern hat und sich deshalb vielleicht noch nie an einen historischen Roman getraut hat, sollte diese Hemmung schleunigst ablegen. Die 960 Seiten hätte ich gerne noch in doppelter Ausführung weitergelesen. Schöne Geschichten dürften nie enden.

Auch für "Lese-Anfänger" von historischen Romanen ist dieses Buch sehr gut geeignet. Man benötigt nicht unbedingt geschichtliche Vorkenntnisse, wird aber dennoch sehr gut über die damaligen Vorkommnisse rund um Venedig unterrichtet.

Alles in allem: Ein sehr gelungener historischer Roman. Das andere Buch der Autorin ("Die Madonna von Murano") steht ganz oben auf meinem Wunschzettel und ich werde es mir demnächst zulegen. Aus ihrem Blog auf ihrer Internetseite weiß ich, dass sie derzeit dabei ist, ihren dritten historischen Roman zu schreiben und ich wünsche mir, dass sie nie aufhört, sich in diesem Genre zu bewegen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Venus trifft Kriegsgott - guter, spannender Roman mit leichten Schwächen, 31. Juli 2010
Ich habe diesen Roman als ersten "Venedig-Roman" von Charlotte Thomas gelesen und kann ihn durchaus weiterempfehlen.
Erzählt wird nicht nur die Geschichte von Laura, die noch im Kindesalter ihre Eltern verliert und fortan sich und ihren kleinen Bruder irgendwie durchbringen muss, sondern auch die Geschichte vieler anderer Personen. Diese Mischung ist es, die das Buch für mich so lesenswert machte: Man trifft auf Antonio, einen jungen Dieb mit Ambitionen, auf Valeria, eine Kinderhure, auf Carlo, einen entlaufenen Sklaven, auf zwei wilde Zwillinge, eine arme Magd, auf reiche, aber leidende Kaufleute, auf Mansuetta, eine junge Frau mit verwachsenem Körper, einen einäugigen Fischer...
All diese Personen versuchen, zur Zeit der Renaissance in Venedig zu überleben - was wahrlich nicht einfach ist, da die Lagunenstadt von Bränden, Mördern, Kriegstreibern und der Pest gebeutelt wird. Vor allem aber geht in Venedig das Böse um - kleine Kinder verschwinden, ein geheimnisvoller Mann mit einer Narbe an der Hand taucht immer wieder unheilbringend in Lauras Leben auf und Gerüchte gehen um von Dämonenbeschwörungen und wilden Orgien in Adelspalästen...
Eindrucksvoll wird auch die Atmosphäre Venedigs vermittelt - man kann das Salz in der Luft regelrecht schmecken, das glitzernde Wasser sehen, den Gestank der Kanäle riechen und das Gekreische der Menge während des Karnevals hören.

Allerdings hat das Buch auch einige Schwächen, die nicht besonders ins Gewicht fallen, aus meiner Sicht aber doch einen 5. Stern verhindern:

1) Fast ohne Ausnahme sind alle "guten" Personen bildschön. Laura ist die "Muse & Madonna & Nymphe & Elfe & Venus" in Person, Antonio entwickelt sich zum erotisch-modelmäßigen "Kriegsgott & Achill". Carlo strotzt nur so von exotischer Schönheit und Anmut, Valeria ist die "Schönheit von Venedig", und selbst die eigentlich verwachsene Mansuetta ist in Wirklichkeit wunderschön.
2) Die Hauptheldin ist so perfekt in allem, dass es (mich zumindest) furchtbar nervt. Neben ihrem Dasein als "Venus von Venedig" ist sie auch noch unglaublich tapfer, unglaublich gelenkig und geschickt (akrobatischer als jeder Akrobat), eine begnadete Tänzerin, unsagbar "gut im Bett", die schnellste Läuferin Venedigs, die begabteste Apothekerin und sowieso alles, was bewundernswert ist. Finde ich persönlich langweilig - mit der perfekten Laura konnte ich nicht richtig warm werden, da ist mir ein mehrschichtiger Charakter mit einigen Schwächen wie Mansuetta (kurzsichtig, schwerhörig, hinkend) um einiges lieber.
3) Laura ist mit "übersinnlichen Fähigkeiten" ausgestattet (zusätzlich zu ihrer nervigen, übermäßigen Perfektion) und ahnt präzise jede Gefahr und jedes Unheil voraus. Soll wohl Spannung aufbauen, hatte bei mir aber den gegenteiligen Effekt: Hat Laura "so ein Gefühl", passiert etwas und Menschen sterben. Hat sie "kein Gefühl", bleibt das Kapitel weitgehend ereignislos.

Fazit: Ich kann den Roman empfehlen, werde aber selbst vorerst keine weiteren Bücher der Autorin lesen. Aus anderen Rezensionen kann ich entnehmen, dass auch in "Die Madonna von Murano" und "Die Liebenden von San Marco" das mir jetzt bekannte Grundmuster beibehalten wird: Junge, bezaubernd schöne Frau in Venedig oder Umgebung verwaist und muss sich durchschlagen, ahnt übersinnlich Gefahren voraus, wird verfolgt und trifft auf lauter sehr schöne, sehr perfekte Menschen, von denen sie sich in einen verliebt.

Geschmäcker sind verschieden, aber ich hätte lieber die Geschichte von Charakteren "mit Schwächen" wie Mansuetta, Isacco und Giovanni gelesen, nicht die Geschichte von "Venus und Ares".
Wie schön wäre es gewesen, wenn das Buch Mansuetta zur Hauptfigur gehabt hätte!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast wie eine eigene Zeitreise nach Venedig, 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lagune des Löwen: Historischer Roman (Taschenbuch)
Volle und verdiente Sternenzahl für dieses Buch.
Bildgewaltig erzählt die Autorin die Schicksalsgeschichte mehrerer starker Charaktere.

Fast glaubt man dabei zu sein, als stiller Beobachter, der mit durch die engen Gassen Venedigs, die wunderbaren Paläste und auch die von Krankheit und Armut geprägten Orten geht.
Man schreckt zurück vor Menschen ohne Skrupel, vor dem Tod und nicht zuletzt vor der Pest.

Doch der Autorin ist es gelungen in die Tiefen Gründe der Menschlichen Seele eine wunderschöne Liebesgeschichte einzuweben.

Spannend, fesselnd und kaum wegzulegen.
Wer schon einmal selbst in Venedig war...für den ist dieses Buch schon fast ein muss, denn es ist einzigartig Venedig einmal ohne Touristen zu erleben.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat mir wesentlich besser gefallen als der Vorgänger!, 3. Mai 2008
Von 
Wombatsbooks - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Eva Völlers zweiter historischer Roman unter dem Pseudonym Charlotte Thomas ist im Venedig des 16. Jahrunderts angesiedelt und erstreckt sich auf den Zeitraum von 1502 - 1510. Das Konzept ihres historischen Debutromanes "Die Madonna von Murano" findet sich auch hier wieder: Gut ausgearbeitete Charaktere in einem sorgsam recherchierten Umfeld, die viele Schicksalsschläge hinnehmen und viele Intrigen überstehen müssen, bis sich für den einen oder anderen dann doch alles zum Guten wendet.

Während "Die Madonna von Murano" allerdings für meinen Geschmack von allem ein wenig zu viel hatte (zu viel Rührseligkeit, zu viel Drama, zu viele historische Persönlichkeiten, die einfach aufgepfropft wirkten etc.), war "Die Lagune des Löwen" für mich eine rundum ausgewogene Mischung äusserst gelungener, leichter Unterhaltung, die von allen Zutaten genau die richtige Dosis enthält. Langeweile oder Längen kam durch Frau Völlers/Thomas fantasievolle und bildhafte Erzählweise bei mir nicht ein einziges Mal auf. Der Spannungsbogen befand sich dieses Mal durch die in ein interessantes historisches Umfeld sorgsam eingebundenen und faszinierenden Protagonisten, deren Erlebnisse und zahlreiche Wendungen in ihrem Leben auf durchgehend hohem Niveau. Was will frau mehr, insbesondere da das Ganze durch Register der im Roman vorkommenden Personen, eine Zeittafel sowie durch ein Glossar abgerundet wird ;-)?

Für mich ein lohnenswertes Leseerlebnis, das einen in die Gassen und auf die Kanäle der Serenissima des beginnenden 16. Jahrhunderts entführt und auf einen weiteren, ähnlich gelungenen Roman hoffen lässt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöner historischer Roman, 1. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Spannende Geschichte um Liebe, Intrigen und das Leben in Venedig im 16. Jahrhundert.

Im Mittelpunkt stehen die beiden Kinder Laura und Antonio, die sich zusammen mit dem Sklaven Carlo und dem Straßenmädchen Valeria mühsam und immer am Rande des Verhungerns durch das Leben schlagen. Nur durch Diebstähle können sie überleben.
Als Erwachsene treffen sie sich wieder, Laura inzwischen eine erfolgreiche Apothekerin, Antonio ein reicher Kaufmann. Eine leidenschaftliche Beziehung beginnt...

Die liebevoll dargestellten Figuren und die ausdrucksstarke Beschreibung Venedigs, schaffen es, dass man als Leser voll eintaucht in diese Geschichte.

Wer auf historische Schnulzen steht, wird dieses Buch genauso verschlingen wie ich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnittlich, 29. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Lagune des Löwen: Historischer Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch gefiel mir nicht so gut wie der Vorgänger die Madonna von Murano (siehe dortige Rezension). Die Figuren blieben mir fremd und auch ihre Beweggründe oftmals nicht nachvollziehbar. Die Charaktere kamen und gingen in diesem Buch, bis auf die Hauptpersonen. Über Carlo und Valeria hätte ich gerne mehr gelesen. Ihr Charakter erschien mir vielschichtiger und auch widersprüchlicher, einfach spannender. Oft schien mir die Autorin etwas konfus. Ich empfand die Reise nach London zu Henry dem VIII dann doch als zuviel des Guten. Laura und Antonio empfand ich als nicht so sympathisch, ich weiss nicht warum. Laura war mir zu naiv und Antonio zu profitgierig. Auch Matteos viel gepriesene Intelligenz nervte irgendwann nur noch. Im Prinzip ist es eine schöne Geschichte, dass sich ehemalige Waisenkinder durchs Leben kämpfen, allen Widerständen trotzen und glücklich werden. Aber etwas fehlte mir, vielleicht Tiefgang? Ich weiss es nicht. Vielleicht hätte ich das Buch auch nicht anschliessend an den Vorgänger lesen sollen. Gewisse Sachen ähnelten sich zu sehr, auch Mansuetta konnte super lecker kochen, war trotz ihrer Behinderung wunderschön etc. etc. Einfach wirklich zuviel des Guten. Gewisse Episoden wurden gar nicht geschildert, wie die Hochzeit von Laura und Antonio. Das fand ich schade. Es ging so lange darum dass sie sich fanden und am Schluss wird dieser Moment in ein paar wenigen Sätzen abgehandelt.
Als sehr unrealistisch empfand ich Lauras Gabe geschildert mit all ihren Vorahnungen, aber sie konnte nie aktiv und vorausschauend eingreifen, das erschien mir unlogisch. Wieso dann immer der Verweis darauf? Wäre sie reifer geworden und erwachsener hätte sie es ja bestimmt besser steuern können. Das Buch flachte in der Mitte ab mit dem Spannungsbogen, nahm aber irgendwann wieder an Spannung zu, und ich quälte mich dann wieder zum Schluss durch. Fazit: Nettes Buch, aber definitiv kein Muss. Ich empfehle den Vorgänger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man will es garnicht enden lassen, 6. Mai 2012
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Ich bin heil froh, darüber gestolpert zu sein. Die Geschichte des Buches ist spannend, romantisch und interessant. Die Autorin schafft es, Venedig in bunten Farben vor unseren Augen auferstehen zu lassen und zwar nicht nur die sonnigen Seiten, sondern auch die etwas düsteren. Es wirkt authentisch und hautnah.

Größtenteils erleben wir die Geschichten indem wir Laura unsere weibliche Protagonistin begleiten - doch ab und an wechseln wir auch zu den anderen Hauptcharakteren. Der Handlungsstrang ist spannend und wir lernen die Protagonisten schon als Kinder kennen, die sich zunächst nur flüchtig "begegnen", doch etwas später wieder zueinander finden und Freundschaften entwickeln. Laura und Antonio werden dann kurz darauf auch wieder für ein paar Jahre voneinander getrennt, in denen sich natürlich so eingies getan hat. Bei haben in der Zeit ihre Berufung gefunden, was zur weiteren charakterlichen Entwicklung natürlich wichtig ist. Nachdem erneuten Wiedersehen baut sich die Romantik natürlich immer weiter aus, doch auch Streitigkeiten und Probleme lassen nicht auf sich warten. Wer eine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt erwartet, täuscht sich mächtig, denn es gibt auch Antagonisten, die mit all unseren Protagonisten verknüpft sind, was ein interessantes Netz aus Begebenheiten und Beziehungen bietet.

Desweiteren wird es stellenweise sogar richtig "kriminalistisch", denn um Lauras Herkunft rankt sich ein Geheimnis und man rätselt schon oft mit, wie gewisse Dinge mit einander in Verbindung stehen und ich selbst hatte zwar auch einige Vermutungen, doch war ich mir nie wirklich hundertprozentig sicher, so dass ich der Aufklärung gegen Ende doch entgegen gefiebert habe. Die Geschichte ist teils brutal und traurig, doch wechselt das stets auch mit ein paar Lichtmomenten.

Der Lesefluss ist flüssig und geschmeidig zu lesen. Der Schreibstil der Autorin sehr angenehm. Es wird nie langweilig, auch wenn nicht eine "Actionszene" die nächste jagt.
Die Hauptcharaktere sind sympathisch und selbst dem etwas, wie soll man sagen, verwerflicheren Charakteren kann man fast immer doch noch etwas Positives abgewinnen, während man die Antagonisten natürlich mit nicht ganz so positiven Gefühlen betrachtet - so sollte es in der Regel ja auch sein. Unsere Protagonisten schließt man wirklich sehr in's Herz, so dass man sich wünscht, das Buch würde einfach nie enden. Doch wie sagt man so schön? Wenn's am schönsten ist, soll man aufhören.

Fazit: Dieses Buch hat mich wirklich zum Fan der Autorin gemacht; es war nicht nur das erste, das ich von ihr gelesen habe, sondern für mich auch bis jetzt das Beste und ich freue mich darauf, weitere Romane von ihr lesen zu dürfen. Also kurzum: Kann ich nur empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genauso ein wundervoller Schmöker wie der Vorgänger, 14. April 2008
Von 
Joko (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Ich finde, dass neue Buch von Charlotte Thomas kann es ohne weiteres mit seinem Vorgänger aufnehmen.Wieder schafft es die Autorin durch ihre flüssige und bildhafte Sprache dem Leser das Venedig der Renaissance vor Augen zu führen.

Dieser Roman spielt etwas später als sein Vorgänger und zwar ganz zu Anfang des 16.Jahrhunderts. Hauptprotagonisten dieser Erzählung sind Laura und Antonio, die sich schon in ihrer Kindheit kennenlernen. Nach dem Tod ihrer Eltern wird Laura mit ihrem gerade geborenen Bruder ins Waisenhaus gebracht. Dort muss sie unter den schrecklichsten Umständen leben .So flieht sie und kommt in einer Wohnung unter, in der Antonio mit einigen anderen Kindern lebt, die mit Betteln, Stehlen und Hurerei ihren Lebensunterhalt verdienen. Das Venedig dieser Zeit ist grausam zu den Waisenkindern der Stadt.
Wir begleiten Laura und Antonio und auch die anderen Nebenfiguren auf ihren weiteren Lebenswegen, die unterschiedlicher nicht sein können. Laura wird zur Apothekerin, Antonio ein erfolgreicher Geschäftmann und Carlo und Valeria erleben durch einen" vermeidlichen Gönner"die Hölle auf Erden.
Immerwieder treffen diese Vier aufeinander.Doch auch der Krieg mit den Franzosen und die Pest können der Liebe ,die Antonio und Laura mit der Zeit verbindet nichts anhaben.

Gekonnt und sehr spannend schildert die Autorin das Venedig dieser Zeitepoche.Malerei(wir treffen Tizian),ausschweifendes Leben und bittere Armut, der Krieg gegen die Franzosen, die Schwierigkeiten des Handels durch Entdecker wie die Portugiesen werden ebenso geschildert, wie die immerwiederkehrende Geißel der Menschheit, die Pest.

Außerdem ist noch ein Geheimnis in den Roman verwoben, das hier aber nicht verraten wird.

Ich habe dieses Buch als pralles Lesevergnügen erlebt und das Buch trotz seiner fast 1000 Seiten in nur drei Tagen verschlungen.Wem die Madonna von Murano gefallen hat, wird auch dieses Buch mögen.Ich finde der Nachfolgeroman steht dem Debütwerk in nichts nach.
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36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Originalität kann nicht schaden, 14. Juni 2008
"Die Lagune des Löwen" ist ein Historienschmöker für ausgedehnte Lesetage. Das Buch ist aufwendig ausgestattet und schon dank seines Covers ein echter Hingucker, die venezianische Kulisse läßt den Leser deutsches Regenwetter schnell vergessen. Trotzdem nur drei Sterne:
Kein Zweifel, daß die Autorin ihr Venedig umfangreich recherchiert hat. So weiß ich jetzt, daß man im Venedig der Renaissance erst eine Gamurra überstreift und in seine Zòccoli schlüpft, ehe man auf einem Sàndolo den Canalezzo entlangfährt, um sich an einem Ombretta-Stand eine Stärkung zu besorgen. Pech, wenn zwischendurch jemand aus der Contrada stirbt oder man unerwartet einer Strappado unterzogen wird.
Viereinhalb Seiten Glossar am Ende hinterließen bei mir das Gefühl, daß die Autorin mir ihr zweifellos beeindruckendes Fachwissen aufdrängen will, wo mich persönlich die tiefere Gefühlswelt ihrer Charaktere viel mehr interessiert hätte: Wie fühlt sich ein zwölfjähriges Mädchen, das seinen Lebensunterhalt als Prostituierte verdient? Wie erlebt ein entlaufener ostafrikanischer Sklavenjunge, der sich ohne die Sprache oder die Kultur zu verstehen durchschlagen muß, eine Stadt wie Venedig? Muß der allfällige Bösewicht wirklich sämtlichen möglichen perversen Neigungen anhängen, damit auch noch der beschränkteste Leser merkt, daß wir es mit einem richtig ekligen Bösewicht zu tun haben?
Und warum ist Laura, die weibliche Hauptperson, nur das x-te Abziehbild diverser weiblicher Hauptpersonen in historischen Romanen: Rote Haare, lavendelfarbene Augen, ergo wunderschön (oder doch einer Klischeekiste entsprungen), zeichnet sich durch einen "freigeistigen, klugen, selbstsicheren" Charakter aus, hat ein "ungestümes Temperament" und "Verständnis für die Schwächen ihrer Mitmenschen" und verfügt, fast hätte ich's vergessen, natürlich auch noch über einen "scharfen Verstand". Den benutzt sie, um ihren Lebensunterhalt als Kräuterhändlerin zu verdienen (Klischee? Wer wagt es denn da schon wieder, von einem Klischee zu sprechen? So verdienen doch nur ca. 95% des weiblichen Romanpersonals historischer Schmöker ihren Lebensunterhalt!). Noch unsympathischer als Laura war mir nur ihr frühreifer kleiner Bruder, der allerdings nichts dafür kann, daß die Autorin ihn als Sechsjährigen Sätze wie den folgenden sprechen läßt: "Solche Dinge zu ersinnen ist Leonardos eigentliche Kunst."
Weniger Fakten, mehr Einfühlungsvermögen und mehr Originalität, und das Ergebnis hätte keine aufwendige Aufmachung nötig gehabt, um den Eindruck eines lesenswerten Buches zu erwecken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein herliches Buch, 4. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von der ersten Zeile an wird der Leser von dieser mittelalterlichen und oft furchtbar grausamen Welt gefesselt. Die Geschichte von elternlosen Kindern, die sich aus sagenhaftem Schmutz herausarbeiten, die Beriufe ergreifen und in ein bürgerliches Dasein aufsteigen, geht zu Herzen und man lebt erfreulich lange in dieser Geschichte mit all diesen liebenswerten Figuren und verabscheut die bösartigen Gstalten. Man freut sich und leidet mit. Es ist einfach ein herrliches Lesevergnügen und kann wärmstens weiterempfohlen werden !
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Die Lagune des Löwen: Historischer Roman
Die Lagune des Löwen: Historischer Roman von Charlotte Thomas (Taschenbuch - 11. November 2011)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,87
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