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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Dezember 2003
Dies war mein erster Roman von Lynn Flewelling und obwohl die Geschichte in sich halbwegs abgeschlossen erscheint, bin ich froh, die beiden Folgebände griffbereit im Regal stehen zu haben. So etwas über ein Buch sagen zu können, ist bei mir immer schon die halbe Miete, denn es zeigt an, dass mir Setting und Charaktere gut gefallen haben und ich gerne weitere Abenteuer verfolgen würde. Außerdem hat Flewelling einige Geheimnisse nicht komplett aufgedeckt, sondern nur vage Andeutungen gemacht, so dass ich schon neugierig bin, ob sich meine Vermutungen als richtig erweisen.
Die Geschichte beginnt ohne große Vorreden und man muss nicht lange warten, bis sowohl Alec als auch Seregil den Weg des Lesers kreuzen. Weitere sympathische Hauptpersonen folgen später, so dass nicht sofort alle Charaktere bekannt sind. Flewellings Erzählstil ist interessant, sie schreibt zwar nicht aus der Ich-Perspektive, konzentriert sich aber oft auf den Blickwinkel eines der Hauptcharaktere, so dass der Leser immer sehr nah am spannenden Teil der Handlung dran ist.
"Das Licht in den Schatten" unterscheidet sich zudem wohltuend von anderen Fantasy-Büchern, da einmal nicht eine große, dunkle Macht ein Reich bedroht, sondern vielmehr eine Verschwörung im Inneren des Königreichs Rhíminee von Seregil, Alec und ihren Freunden aufgedeckt werden muss. Es stehen also weniger Schlachten und Kämpfe auf der Tagesordnung, sondern Schattenspiele und Intrigen. Wen wundert es da noch, dass Seregil ein Spion und Meisterdieb ist, der seinem jungen Lehrling die ungewöhnlichsten Fähigkeiten beizubringen versucht...
Alles in allem ein viel versprechender Auftakt, der eindeutig nach mehr verlangen lässt. Intelligente Fantasy mit einem Schuss Magie, gerade der richtigen Menge Witz und äußerst ansprechenden Charakteren!
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am 11. Januar 2000
Lynn Flewellings Erstlingswerk "Das Licht in den Schatten" ist einfach unglaublich! Unglaublich ist auch, daß ich es nur per Zufall als Geschenk erhielt. Dieses Buch hat mich so fasziniert wie es schon lange kein Fantasy-Titel mehr konnte. Zu sehr beschreiten die alteingessenen Autoren des Genres immer dieselben Pfade. "Das Licht in den Schatten" ist in vielerlei Hinsicht anders. Es bietet eine komplexe Geschichte in einer detaillreich gestalteten Welt und faszinierende Charaktere. Die ersten Seiten verheißen zunächst nichts gutes - die Geschichte dümpelt ein wenig trostlos vor sich hin, aber dann wartet die Autorin mit einer Überraschung nach der anderen auf. Vor allem wie spielerisch mit Bisexualität umgegangen wird ist für ein Buch dieses Genres überraschend. Ich stehe noch so sehr unter dem Bann des Buches, daß es mir schwer fällt die richtigen Worte zu finden. Zu meiner Beruhigung konnte ich feststellen, daß bereits ein weiterer Titel der "Schattengilde" auf dem deutschen Markt ist und in englisch ein dritter veröffentlicht wurde. So wollen wir hoffen, das Lynn Flewelling uns noch oft mit Geschichten über die beiden Protagonisten Alec und Seregil beglückt. Bereits im ersten Abenteuer, in dem Seregil Alec aus einem Kerker errettet und ihn fortan als Gefährten mit sich reisen läßt, werden die Charaktere so dicht aufgebaut, daß man die beiden einfach nur lieben kann. Auf der Homepage der Autorin (-> Suchmaschine!) gibt es übrigens auch einige wundervolle Zeichnungen von Lesern zu den Charakteren! Ich will nicht mehr über die Geschichte verraten, den jedes Detail, das man vorwegnimmt könnte den wunderbaren Überraschungseffekt nur dämpfen. Dieses Buch ist nicht einfach nur eine Kaufempfehlung, es ist ein Muß! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. Oktober 2003
Dieses Buch und auch seine bis jetzt erschienenen
Fortsetzungen "Der Gott der Dunkelheit" & "Unter dem
Verrätermond" haben mich sehr bewegt und ich hoffe auf
weitere Fortsetungen dieser klasse Serie.
Ohne zu lügen kann ich behaupten, dass es sich bei dieser
Serie um die beste Geschichte handelt, die ich jemals
gelesen habe. Die Übersetzung ist zwar nicht so klasse wie
im Original (unbedingt lesen!), aber die Botschaft des Buches
kommt trotzdem an. Lobenswert finde ich auch, dass in diesem
Buch mit Homosexualität ganz normal umgegangen wird, was in
der Realität oft immer noch nicht der Fall ist.
Wer auf spannende Fantasy geparrt mit einer wunderschönen
Liebesgeschichte steht, dem kann ich dieses Buch wirklich
nur empfehlen. Zugreifen!
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am 9. Dezember 1999
Gleich mit ihrem ersten Roman DAS LICHT IN DEN SCHATTEN (Luck in the Shadows, 1996) schaffte Lynn Flewelling in den USA den Durchbruch und zählt dort mittlerweile zu den interessantesten neuen Autoren der letzten Jahre. In ihrem Roman erzählt sie die Geschichte des jungen Waisen Alec von Kerry, der für ein Verbrechen, das er nicht begannen hat, in den Kerker geworfen wird. Doch sein Zellengenosse entpuppt sich als gerissener Zeitgenosse und ermöglicht den beiden die Flucht. Auf diese dramatische Art und Weise macht Alec schließlich die Bekanntschaft mit Seregil, der nicht nur ein Dieb und Gauner, sondern auch ein Spion der Königin ist. Seregil entschließt sich den jungen Alec unter seine Fittiche zu nehmen und bietet ihm ein "Ausbildung" an. Gemeinsam reisen sie in die Hauptstadt Rhiminee. Doch die Reise wird zum Desaster, denn Seregil hat einen gefährlichen Talisman gestohlen. Auch als sie endlich ankommen hört die Gefahr nicht auf, denn sie werden unversehens in eine Verschwörung gegen die Königin verwickelt. Flewelling bietet Spannung pur und die mehr als 600 Seiten lesen sich flüßig und ohne Längen. Flewelling hat einen spannenden "Mantel und Degen" Fantasy Roman mit einigen dunkleren Untertönen geschrieben, der vor allem durch die beiden Hauptcharaktere Alec und Seregil zu einem Leseerlebnis wird, denn Seregil verliebt sich in den unerfahrenen Alec und verkompliziert ihre bis dahin rein freundschaftliche Beziehung. Uneingeschränkt empfohlen ! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 21. Februar 2002
Als ich den Tipp in einem der unzähligen Leseforen erhalten habe, war ich erstaunt über die überschwengliche Bewertung dieser Bücher, denn aufgrund der Inhaltsangabe konnte ich noch nichts besonderes an dieser Trilogie sehen. Aber nichts desto weniger habe ich sie mir gleich gekauft. Und Gott sei dank, gleich alle drei Teile. Ich weiss nciht, was ich gemacht hätte, hätte ich nach Band I nicht sofort weiterlesen können. Die beiden Helden Seregil und Alec sind unangefochtene Meisterdiebe, die mit viel Witz und Charme die unmöglichsten Gefahren meistern. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Darstellung der Helden sowohl mit Fehlern und Schwächen. Beide sind keine 'perfekten' Helden, sondern wollen auch mal gerettet, getröstet und ähnliches werden. Das macht die Bücher zu etwas besonderem. Ich hoffe nur, dass Mrs. Flewelling nach der Fertigstellung ihrer neuen Trilogie wieder einen 'Seregil und Alec' Roman schreiben wird. Auch wenn Tobin ebenfalls seine Reize hat *g*.
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am 23. Juli 1999
Das Licht in den Schatten ist eines der besten Bücher die ich seid langer Zeit gelesen habe. Um ehrlich zu sein es ist eines der besten überhaupt. Und obwohl die deutsche Übersetzung nicht allzu toll ist, ist es noch immer großartig geschrieben. Während des Buches merkt man gar nicht wie dick das Buch ist man ist viel zu schnell damit fertig. Schade ist nur etwas das es eigentlich nur die Fragen aufwirft und man auf die Antworten bis zu den nächsten Büchern warten mußte. Aber es war es ganz bestimmt wert! Manchmal ist es etwas zu leicht die Handlung vorherzusagen. Wenigstens bleibt man in diesem Glauben bis man irgendwann aus allen Wolken fällt. Lynn Flewellings Bücher sind schon heute einige der wenigen großen Fantasy-Bücher die man eigentlich schon heute als Klassiker bezeichnen kann!
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am 18. Februar 1999
'Licht in den Schatten' ist ein Mantel und Degen Spaß in Reinkultur. Der Autorin ist mit ihrem Erstlingswerk eine Meisterleistung gelungen, die von der ersten bis zur letzten Seite Freude bereitet. Humorvoll und spannend führt sie die Leser durch eine abenteuerliche Welt der Diebe und Spione, gespickt mit milden Fantasyelementen wie Magie und zauberhaften Wesen. Entgegen des Klappentextes seien künftige Leser gewarnt, daß der erste Roman der "Nightrunner"-Serie (wie sie im Original heißen) nicht für sich allein steht. 'Licht in den Schatten' ist zwar ein in sich weitgehend abgeschlossenes Werk, das aber den zum Verständnis notwendigen ersten Teil eines Zweiteilers darstellt. Man _kann_ es auch alleinstehend lesen, doch wer sich von diesem wundervollen Buch fesseln ließ, will mit Sicherheit auch wissen, wie es in dieser spannenden Geschichte weitergeht. Mir ging es so und ich nutzte zwei Urlaubstage, um beide Bücher in einem Stück durchzulesen. Einzig die deutsche Übersetzung dieses ersten Teils weist einige Mängel auf. Doch sind diese nicht so gravierend, daß es einem die vollkommene Freude am Lesen geraubt hätten. Daher meine ich, ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
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am 26. September 2005
Auf Lynn Flewellings "Schattengilde" bin ich nicht zufällig aufmerksam geworden, sondern durch eine Internetseite, die das Buch in höchsten Tönen gepriesen hat. Zu Anfang war ich skeptisch habe es mir dann aber doch bestellt und bis zum heutigen Tag auch nicht bereut.
Die Geschichte des Aurenfäie Seregil, der auf einer Reise den jungen Alec kennen lernt und sich entschließt ihn als Lehrling aufzunehmen, fesselt von der ersten Seite an. Die Charaktere sind liebevoll bis ins Detail gestaltet ohne den Leser gleich mit Informationen zu überhäufen. Im Verlauf der bis jetzt erschienenen (ja, es sind noch mehr Bände geplant!) drei Bücher wird immer mehr über die Personen offenbart und die in sich schlüssige Welt weiter ausgebaut.
Besonders ansprechend sind dabei die selbstverständliche Gleichstellung der Frau und die unaufdringliche Offenheit der Gesellschaft. Frauen dienen in der Armee und bekleiden hohe Ämter und der Hauptcharakter Seregil ist bisexuell, was als völlig normal gilt.
Die schlechte Übersetzung ist mir beim ersten Lesen nicht einmal aufgefallen, so sehr hat mich die Handlung mitgerissen.
Beim zweiten Lesen allerdings fallen diese dann auf, wer also des Englischen mächtig ist sollte besser das Original lesen
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Januar 2013
Inhalt:
Als der junge Jäger Alec ohne jeglichen Grund gefangen genommen und in die Kerker von Asengai geworfen wird, glaubt er sein Leben sei zu Ende. Doch er hat nicht mit seinem Zellengenossen Rolan Silberblatt gerechnet, einem reisenden Barden, der den Jungen bei seiner Flucht kurzerhand mit sich nimmt. Alec, der die Gegend kennt, wird von Rolan als Führer angeheuert und zusammen machen sie sich auf den Weg nach Wolde. Schon bald erfährt jener, den wahren Namen seines Retters - Seregil - und dass der Mann genauso viele Namen wie Gesichter besitzt. Zudem arbeitet er als Spion und Dieb und da sein Kompagnon sehr geschickt ist und über eine hohe Auffassungsgabe verfügt, nimmt Seregil den Jungen in die Lehre.

Ihre noch junge Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als Seregil Lord Mardus, einem Adeligen aus dem kriegerischen und feindlichen Plenimar, eine seltsame Holzscheibe entwendet und sich mit dieser auf den Weg nach Rhiminee, der Hauptstadt Skalas, macht. Denn auf dem Weg verschlechtert sich Seregils Zustand dramatisch und Alec hat alle Hände voll zu tun, den jungen Mann lebend in die Stadt zu bringen. Dort wird er bereits von Sergils Freund Nysander, einem alten und mächtigen Zauberer erwartet, der gesteigertes Interesse an dem Diebesgut hat. Hier erfährt der ehemalige Jäger auch, dass sein Freund zu der geheimen Gruppe der Beobachter (Nightrunner) gehört, Spionen die direkt für Nysander und Idrilain, der Königin des Landes arbeiten. Da sich Alec als vertrauenswürdig erwiesen hat, wird er in den Kreis aufgenommen und damit Seregils fester Begleiter und Schüler.

In den kommenden Wochen lebt sich Alec in der fremden Stadt ein und erlernt von Seregil das Diebeshandwerk, den Schwertkampf und die gesellschaftliche Etikette. Zudem wird er Seregils Begleiter, wenn es um Einbrüche und Spionageaufträge geht. Doch die friedlichen Tage verblassen, als Plenimar zum Krieg rüstet und die königsfeindlichen Leraner ein Komplett gegen Königin Idrilain schmieden. Zudem scheint Mardus Holzscheibe doch nicht ganz so harmlos zu sein, wie ursprünglich angenommen, doch Nysander verweigert jegliche Auskunft ...

Eigene Meinung:
Mit "Die Schattengilde - Das Licht in den Schatten" von Lynn Flewelling erschien bereits Mitte der 90er Jahre der erste Band der "Nightrunner" Serie bei Bastei Lübbe und markiert den Beginn einer Serie, die noch heute fortgeführt wird. Dabei führen die jeweiligen Romane durchaus die wichtigsten Handlungsstränge zu Ende und können für sich stehen. Dennoch sollte man die Bücher kontinuierlich lesen, da die Geschichten aufeinander aufbauen. Insbesondere die ersten beiden Geschichten gehören zusammen, da diese von der Autorin ursprünglich als ein Buch verfasst wurden. Aufgrund der Liebesbeziehung, die sich im Laufe der Bände zwischen Alec und Seregil entwickelt, hat die Reihe eine stetig wachsende, weltweite Fanbase, mit deren Mithilfe Lynn Flewelling 2010 sogar den Kurzgeschichtenband "Glimpses" schrieb, der 4 Kurzgeschichten und etliche Fanarts enthält.

Lynn Flewelling baut eine sehr komplexe, vielschichtige Handlung auf, die besonders durch ihre liebenswerten Charaktere und die gut strukturierte Fantasywelt zu punkten weiß. Letztere ist zeitlich ungefähr in der Renaissance angesiedelt und bis ins kleinste Detail geplant, seien es nun politische Hintergründe, der Götterglauben, die existierenden Rassen und Wesen oder die gesellschaftlichen Strukturen - die Autorin hat einen Hang dazu ihre Welt bis ins kleinste Detail zu beleuchten. Mitunter schleichen sich hierbei allerdings die ersten Mankos ein, da viele Nebensächlichkeiten zu ausschweifend beschrieben werden und dadurch die Spannung immer wieder abfällt. Dadurch zieht sich die Geschichte immer wieder ein wenig, was schade ist, da die Grundgeschichte alles andere als uninteressant ist. Dafür erhält der Leser einen tiefen Einblick, so dass es nicht schwer fällt, sich die Orte und Länder vorzustellen. Zudem ist es angenehm, dass Lynn Flewelling auf die üblichen Fantasyrassen wie Zwerge, Elfen und Orks verzichtet. So existieren zwar die langlebigen Faie und Magier, doch diese sind von ihrem Grundkonzept her sehr interessant und ungewöhnlich aufgebaut.

Die ungewöhnlichen und interessanten Charaktere sind ein weiterer Pluspunkt, da ihnen im Laufe der Geschichte besonders viel Zeit für eine Entwicklung gewährt wird. Dieser Punkt mag vielen nicht gefallen, da die eigentliche Rahmenhandlung stellenweise Hunderte von Seiten lang stagniert, doch in dieser Zeit lernt der Leser die Charaktere kennen und lieben. Lynn Flewelling hat ein charakterlastiges Fantasywerk geschaffen. Sie räumt Alec, Seregil und ihren Freunden viel Platz ein, um sich weiterzuentwickeln. Besonders Alec verändert sich im Laufe der Geschichte, reift heran und findet einen Platz im Leben. Seregil, der als Aurënfaie wesentlich älter ist, als es den Anschein hat und einige Geheimnisse hütet, steht seinem jungen Freund dahingehend in nichts nach. Auch er reift im Laufe der Handlung, wenngleich er in Rhiminee mehr als ein Leben führt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Seregil zwar auch an Frauen interessiert ist, jedoch eher männliche Liebhaber bevorzugt.

Dies ist in Lynn Flewellings Welt vollkommen normal - Homosexualität ist weder ungewöhnlich noch verpönt. Im Laufe der Zeit wird zunehmend klar, dass Alec und Seregil mehr verbindet als bloße Freundschaft. Zwar entwickelt sich die Beziehung der beiden erst im zweiten Band, doch sie bleibt durchweg natürlich und realistisch, ohne von der eigentlichen Geschichte abzulenken. Es ist bewundernswert, dass es Lynn Flewelling bereits der 90er Jahre gelang in einem solchen Genre einen bisexuellen Hauptcharakter zu etablieren. Wahrscheinlich liegt das daran, dass sie Seregils Vorlieben keinen allzu großen Spielraum gibt, sondern sich hauptsächlich auf die eigentliche Geschichte konzentriert.

Stilistisch ist "Das Licht in den Schatten" Geschmackssache. Lynn Flewelling hat eine sehr ausschweifende Schreibe, liebt es ihre Welt bis ins kleinste Detail zu präsentieren und verliert sich manchmal allzu sehr in Seitensträngen oder Randcharakteren. Zudem sind einige Seitenfiguren sehr stereotyp geraten, allen voran Beka Cavish, die Tochter von Seregils Freund Micum, oder der weise Magier Nysander. Auch wird die Welt zu sehr in schwarz und weiß klassifiziert, was auf die Dauer doch ein wenig nervend ist. Die Plenimaraner sind einfach nur "die Bösen", ohne dass diese näher beleuchtet werden.

Was auch nicht unbedingt angenehm ist, sind die vielen Perspektivwechsel innerhalb der Geschichte. Lynn Flewelling springt munter zwischen den Figuren hin und her - mal wird aus Alecs Sicht erzählt, dann wird zu Seregil oder Nysander übergeschenkt. Das macht es mitunter schwer sich mit einer Figur zu identifizieren.

Alles in allem ist Die Schattengilde - Das Licht in den Schatten" ein interessanter Auftakt einer längeren Fantasyreihe, der besonders durch seine detaillierte Welt, das Mantel und Degen - Feeling und die liebenswerten Charaktere zu punkten weiß. Wer Charakterfantasy mag und sich nicht von den ausschweifenden Beschreibungen und den vielen perspektivwechseln stören lässt, sollte einen Blick riskieren. Die Schattengilde" ist fesselnd und macht Lust auf mehr. Es ist schade, dass die deutsche Fassung nicht mehr so einfach zu finden ist. Doch da die Übersetzung sowieso stark hinkt, empfehle ich jedem zum Original zu greifen. Im Vergleich zu den deutschen Bänden sind die englischen Romane wesentlich besser ...

Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Lynn Flewelling hat ein Händchen dafür den Leser bei der Stange zu halten und streut an den passenden Stellen eine Prise Humor ein, um das Geschehen aufzulockern. Das beweist, dass sie durchaus ihr Handwerk versteht.

Das größte Manko an "Das Licht in den Schatten" ist jedoch die deutsche Fassung. Die Übersetzung strotzt nur so vor Fehlern (insbesondere Rechtschreib - und Zeichenfehler), kompliziertem Satzbau und unnötigen Eindeutschungen von Orten und Namen. So wurde beispielsweise der Titel "Luck in the Shadows" mit "Licht in den Schatten" übersetzt, was vollkommen unpassend ist, da der Originaltitel eine geflügelte Bezeichnung innerhalb der Bücher ist. Da in den Folgebänden andere Übersetzer am Werk waren, wird vieles anders ausgedrückt, so dass hier eindeutig die Kontinuität fehlt. Da die Bücher unterdessen vergriffen sind, bleibt zu hoffen, dass es bei einer Neuauflage auch zu einer Neuübersetzung kommt, um die vielen Fehler auszumerzen.

Fazit:
Alles in allem ist "Die Schattengilde - Das Licht in den Schatten" ein interessanter Auftakt einer längeren Fantasyreihe, der besonders durch seine detaillierte Welt, das Mantel und Degen - Feeling und die liebenswerten Charaktere zu punkten weiß. Wer Charakterfantasy mag und sich nicht von den ausschweifenden Beschreibungen und den vielen perspektivwechseln stören lässt, sollte einen Blick riskieren. "Die Schattengilde" ist fesselnd und macht Lust auf mehr. Es ist schade, dass die deutsche Fassung nicht mehr so einfach zu finden ist. Doch da die Übersetzung sowieso stark hinkt, empfehle ich jedem zum Original zu greifen. Im Vergleich zu den deutschen Bänden sind die englischen Romane wesentlich besser ...
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am 6. März 2003
Es gibt wenige Bücher, die mich bisher dermaßen gefesselt haben, wie Lynn Flewellings "Schatten-Gilde"-Romane. Als ich mir die drei Bände im vergangenen Jahr holte, wusste ich nicht, dass ich sie innerhalb von drei Tagen regelrecht verschlingen würde.
Als Alec von Kerry zu Unrecht im Kerker sitzend auf den mysterieusen und gerissenen Seregil í Rhiminee trifft, ahnt er noch nicht, dass dieser sein bis dato ruhiges und einsames Leben in den Wäldern durcheinanderbringen würde. Der Waise verspricht Seregil nach deren gemeinsamer Flucht ihn innerhalb von drei Tagen nach Wolde zu bringen, wo sich ihre Wege wieder trennen würden. Doch schon lange bevor die Beiden dort ankommen, ist dem Leser bereits klar, dass Seregil und Alec auch weiterhin zusammen bleiben würden.
Seregil, der sich sehr schnell als Dieb, Spion, Gauner, Barde und Adliger herausstellt (und dabei in jeder Rolle eine überzeugende Leistung absolviert), beschließt den jungen Alec unter seine Fittiche zu nehmen.
Die Lektionen, die er dem Jungen erteilt (Schwertkampf, Etikette, Schlösser knacken etc.) sind spannend und auch für den Leser äußerst interessant, zumindest ging es mir dabei so. Natürlich bleibt die Geschichte nicht allein bei Alecs Ausbildung stehen. Bereits in Wolde legen sie sich mit Mächten an, die gefährlicher nicht sein könnten und die Beiden werden ihr ganzes Können und eine gehörige Portion Glück brauchen, um heil aus dieser Situation wieder heraus zu kommen.
Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur soviel. Seregil und Alec sind die sympathischsten Charaktere, die mir seit langem untergekommen sind und Lynn Flewelling ist eine Autorin, die es geschafft hat, dass ich nicht nur eine tiefe Liebe den Protagonisten gegenüber gehegt habe, sondern auch all den Nebencharakteren, die in ihren Detaills und Ausarbeitung eigentlich schon nicht mehr als Nebencharas bezeichnet werden dürften.
Ein großes Plus gab es bei mir für die langsame, sanfte Entwicklung der Beziehung zwischen Seregil und Alec, die sich stetig in die Richtung vom Freund zum Geliebten bewegt, diesen letzten Schritt aber bis zum Ende des zweiten Bandes vorbehält. Das Ganze wirkt niemals aufdringlich und findet in einer Welt statt in der es recht normal zu sein scheint wenigstens bi-sexuell zu sein.
Einen Kritikpunkt gab es für mich jedoch und der liegt nicht bei Lynn Flewelling. Die Übersetzung! Zugegebenermaßen beschränken sich hierbei die Mängel größtenteils auf den ersten Band. Einige Passagen wirken sehr holprig und muss es denn sein dass man Eigennamen wie Alec von Ivywell erst ins Deutsche übersetzt und dann am Ende doch wieder ins Englische rücktransferiert? Gott sei Dank belässt es der zweite und dritte Band bei den Original-Bezeichnungen. Man kann natürlich auch sofort zum Original greifen.
Eigentlich sollte jeder, der Fantasy in irgendeiner Weise mag, einmal in diese genialen Bücher reinschauen. Während "Das Licht in den Schatten" und "Der Gott der Dunkelheit" viel Unterhaltung und eine wundervoll detaillierte Welt bieten, wartet der dritte Band "Unter dem Verrätermond" mit einer politischen Intrige auf, die sich zwar über hunderte von Seiten hinwegzieht und somit die Story wesentlich langsamer und ruhiger macht als Band 1 und 2, mich aber trotzdem keine Sekunde lang gelangweilt hat. Zudem erfahren wir hier endlich mehr über Seregils Vergangenheit und sein Volk.
Bleibt eigentlich zu hoffen, dass es nicht das letzte Abenteuer zwischen Seregil und Alec war.
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