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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höhepunkt der Drenai-Saga!?, 28. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Schattenprinz (Taschenbuch)
Für Leser die andere Romane der Saga kennen ist der Roman sowieso Pflicht, aber auch alle die eine Abwechselung zu den ausgetretenen Pfaden der Fantasy suchen, sollten sich diesen Roman ruhig etwas genauer ansehen.

Schattenprinz ist oberflächlich betrachtet nichts anderes als eine typische Heldensaga: Ein wahnsinniger Herrscher bedroht die umliegenden Länder und terrorisiert das eigene Volk, während eine wachsende Gruppe von Rebellen Widerstand leistet.
Zu dieser Rebellengruppe stoßen eher zufällig ein paar ehemalige Offiziere der als ausgelöscht geltenden Elitetruppe DER DRACHE, und übernehmen die Organisation des Widerstandes gegen den Tyrannen.
Im Normalfall wäre der Ablauf des Kampfes, Charakterentwicklung und Finale der Geschichte jetzt schon absehbar, aber nicht so bei David Gemmell.
Hier bilden blutrünstige Bastarde, geschaffen von Maschinen einer untergegangenen Kultur - halb Mensch halb Raubtier, die stürmenden Angriffstruppen des Tyrannen. Der Herrscher überzieht sein Volk mit Gewalt und Verfolgung und die Helden, die sich schließlich gegen die Tyrannei und auf die Seite der Rebellen stellen, tun dies NICHT aus Güte, oder Edelmut.
Sie sind die letzten Überlebenden Mitglieder des Ordens des Drachens, einer taktischen Spezialeinheit, die der Herrscher selbst einst in einem ersten Aufflackern seines schleichenden Wahnsinns als Bedrohung ansah, und von seinen Bastard-Monstern vernichten ließ.
Einer der ehemaligen Anführer, das Halbblut Teneka Khan, findet sich nun bei den schwach organisierten Rebellen ein.
Durch seine Abstammung, als Drenai/Nadir- Mischling sieht er sich verbreiteter Abneigung der Menschen gegenüber, da die beiden Völker als Todfeinde gelten. Seine einzige Anerkennung konnte er durch seine taktischen Fähigkeiten als Offizier beim Drachen erlangen. Nachdem seine Frau starb setzt er sich nun ein Ziel um seinem Leben einen Sinn zu geben, und seine Kameraden zu rächen - der Tyrann muss sterben!
Ein weiterer der versprengten Helden ist der Goldene. Ebenfalls ein ehemaliger Offizier des Drachen, der als Lebemann jeden Tag in vollen Zügen auskostete, bis er nach dem Zerfall des Drachen seinen Triumph in Arena-Kämpfen suchte. Ein Neider ließ ihn dort gegen einen der wilden Bastarde kämpfen, wobei das Gesicht des Goldenen bis auf die Knochen zerfetzt, unheilbar als offene Wunde zurückblieb. Halb dem Irrsinn verfallen sehnt auch er sich nach Rache.
Der dritte Hauptcharakter des Romans ist der Eistöter. Ursprünglich ein Unteroffizier des Drachen, der eine besondere Begabung als gefühllose Tötungsmaschine entwickelte. Nach dem Zerfall des Ordens zog er sich, bestürzt durch seine (einzige) Begabung als Tötungmaschine, in ein Kloster zurück um Frieden und Vergebung zu finden.

Diese 3 Kämpfer treffen nun, mit weiteren Anti-Helden, auf die zivile Rebellentruppe und verknüpfen ihren Durst nach Rache mit den Bestrebungen der Rebellen - dem Widerstand gegen den Tyrannen .
Als weitere Zugabe bringt David Gemmell mit den aus den anderen Drenai-Romanen bekannten Krieger-Priestern und deren Antithese, den dunklen Templer-Zauberern, einen mystisch-religiösen Aspekt ein, welcher der Geschichte die letzte Würze verleiht.

Die Faszination des Buches ergibt sich aus dem Zusammenspiel der düsteren Charaktere, die eigensinnig, durch Rachedurst getrieben und durch Schuldgefühle geknechtet, ihren Weg zur Erlösung suchen. Ob dies der Tod des Feindes, ein schwerwiegendes Bündnis, die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln, oder der Tod für ein ehrenhaftes Ziel ist, muss jeder der "Helden" erst erkennen.
Aber alle müssen sich ihrer Vergangenheit, ihrer dunklen Seite, und ihrer wahren Bestimmung stellen.

Der Schattenprinz ist ein packendes Helden-Epos, es bietet starke und außergewöhnliche Charaktere, harte und kompromisslose Schlachten, und stellt sich bei genauer Betrachtung als wesentlich vielschichtigeres Werk dar als das durchschnittliche "Gut gegen Böse, und Gut gewinnt" Standard-Fantasy-Werk.

Als nicht Gemmell-Kenner sollten sie sich auf mehrere kleine Überraschungen gefasst machen, und vor allem der Epilog trifft den begeisterten Leser wie ein Schlag in den Magen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moralisch und Gut, 30. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Schattenprinz (Taschenbuch)
Zeitlich gesehen einer der letzten Bände der Drenai-Saga, aber sicherlich einer der Besten. Viele Jahre sind seit der Verteidigung von Dros Delnoch durch Druss die Legende vergangen, aber das Reich der Drenai sieht sich dem größten Feind in seinem Inneren gegenüber. Ein verrückter Kaiser hat fruchtbare Maschinen entdeckt, mit denen er aus Menschen furchtbare Kampfbastarde machen kann. Schon alleine dieser Hinweis auf die fürchterlichen Möglichkeiten der Gen-Technik macht dieses Buch aktuell. Ansonsten mutet es die meiste Zeit wie eine Geschichts-Stunde über irgendwelche Kriege und Beziehungen an. Aber es ist trotzdem sehr lebendig geschrieben und man verfolgt mit Vegnügen den Weg des Tenaka Kahn, der von seinen beiden Völkern, den Drenai und den Nadir verachtet wird und es dennoch schafft auf beiden Seiten Anerkennung zu gewinnen. Man sollte wirklich fast alle anderen Bücher der Saga vorher gelesen haben, sonst versteht man so einiges nicht, aber dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg und man kann eingehen in den fast aussichtslosen Kampf von Tenaka Kahn. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfrischend anders, 9. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Schattenprinz (Taschenbuch)
Der Schattenprinz von David Gemmel besticht, wie die anderen Werke der Drenai Saga, durch seine Andersartigkeit. Es gibt hier keine schillernden Helden in glänzenden Rüstungen, die unbesiegbar durch jede Schlacht irren.
Die "Helden", Krieger einer vergangenen Generation, sind verbittert und alt und die keineswegs unverwundbar, dennoch wachsen einem die Figuren ans Herz, denn Gemmel versteht es die inneren Gedanken und Gefühlen gut vorstellbar darzustellen, sodass es dem Leser recht leicht fällt, sich in die jeweiligen Personen hineinzuversetzten.
Die Atmospäre ist düster. Die Kämpfe stets blutig und brutal, ohne irgendwelche Verschönerungen. Die Atmospäre wird jedoch auch von einigen erheiternden Momenten unterbrochen, wie beispielsweise die Fassadenkletterei von Steiger, die glatt aus der Feder eines Kabarettisten stammen könnten jedoch keineswegs unstimmig wirken sondern eine willkommene Abwechslung bilden.
Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, welches zwar nicht über die akribische Genauigkeit eines "Herrder Ringe" besitzt ( so ändert sich zum Beispiel innerhalb des Romanes die Augenfarbe einer Person) doch dies merkt man während des Lesens gar nicht, denn die Story ist schlicht zu fesselnd, als dass man sich durch solche Kleinigkeiten ablenken lassen könnte!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Philosophie im Gewand eines epischen Schlachtenspektakels, 27. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Schattenprinz (Taschenbuch)
Ursprünglich wollte ich das Buch nur zum schnellen Nachlesen einiger unvergesslicher Szenen kurz zur Hand nehmen, als ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Ende vom Lied war, dass ich dieses magnetisierende Werk in einer Nacht durchpflügte, um am Ende ziemlich verdattert da zu sitzen. Kennen Sie die Situation, wenn Sie sich im Nachhinein über ein scheinbar total verkorkste Wendung in einem Buch oder Film ärgern, um beim nächsten Lesen oder Schauen erstaunt festzustellen, dass man sich dazumal unterhaltungssüchtig auf reichlich vernagelt stellte. Bei mir hat es immerhin ganze fünf Mal gebraucht, geschadet hat's aber auch wieder nix.

"The King Beyond The Gate" handelt von dem legendären Volk der Drenai, das unter der Tyrannei des wahnsinnigen Diktators Ceska leidet, nachdem es noch vor 100 Jahren von ihrem größten Helden Druss der Legende vor dem erbarmungslosen Stammesverbänden der Nadir gerettet wurde. Die einstige drenaische Kriegerelite des "Drachen" wurde ausgelöscht, gigantische Werwolfwesen als Verschmelzung aus Mensch und Tier vernichten jede Gegenwehr im Keim und das Volk bleibt hilflos dem Terror ausgeliefert. Tenaka-Khan, der "Prinz der Schatten" und berühmt berüchtigter Spross aus den Linien des legendären Brozegrafen und des Großkhans der verhassten Nadir begibt sich als wohl letzter Überlebender des "Drachen" auf die einsame Mission, Ceska zu ermorden.

Die Drenai-Saga ist die ausgefeilteste und epischste Saga, die ich je die Ehre hatte, kennen zu lernen. Über Jahrhunderte und 11 in sich abgeschlossene Werke hinweg wird die wechselhafte Geschichte der legendären Drenai dargestellt, in der Taten vor Jahrhunderten direkt die Gegenwart beeinflussen, selbst der kleinste nebensächliche Handlungspfad zwei Generationen später zu kolossalen Ereignissen führen kann und einzelne Helden das Schicksal einer ganzen Welt beeinflussen. So beginnt auch vorliegend eine Geschichte mit dem ersten Schritt eines einzelnen Mannes, um den sich wider Willen bald andere scharen sollen und sich die einsame Mission zusehends zum Feuerbrand einer Rebellion entwickelt: Die unterschiedlichsten Protagonisten treffen zusammen, Schlachten und Scharmützel folgen, Freud und Leid wirbeln im Gleichtakt... und die Hoffnung verdüstert sich zusehends, als Ceska seine Legionen an Soldaten, Chaospriestern und Ungeheuern sammelt. Während Tenaka-Khan seinen eigenen Weg geht, formieren seine Kampfgenossen Ananais, der Goldene, und Decado, der Eistöter, den letzten Widerstand in den Skodabergen. Mitreißende Spannung und plastische Schlachtengemälde, eloquente Dialoge und hehre Romatik, trockener Humor und tiefe Tragik, Kriegerpriester, und schöne Frauen, Mythos und Alltag verbinden sich gemmelltypisch erneut zu einer grandiosen epischen Unterhaltung, bei der man weder zum Atmen noch zu einer Pause kommt.

Aber wie echauffierte sich an einem anderen Ort ein Rezensent darüber, dass Gemmell in seinem Werken zu viele Erziehungsgedanken angedeihen lässt. Recht hat er, wenn auch nur thematisch. Gemmell wirft dem unbedarften Leser nicht wie nur allzu viele Fantasy-Autoren ein banales Märchen hin, sondern seine Unterhaltung ist nur die äußere Verpackung einer komplexen Philosophie, die man kurz zusammen gefasst auf die Worte dezimieren kann: - Geh allen Widrigkeiten zum Trotz Deinen Weg aufrecht, ehrenvoll und straight. - Leichter gesagt als getan, denn bei Gemmell geht es oft genug um Leben und Tod, um die Aufgabe eigener Wünsche und Träume und der Konfrontation mit Entscheidungen im Angesicht des eigenen Untergangs. Gemmells "Helden" sind Halunken, Egoisten, Killer, Emporkönmmlinge, Trottel, H*ren, Zweifler, Schlächter, Pedanten, Feiglinge... - und werden erst dann zu "Helden", wenn sie sich ihren eigenen Ängsten stellen und über sich hinauswachsen - unter größten Opfern und ohne Wissen über den Ausgang - während andere versagen und zu einem Leben unter einer Maske verdammt sind. C'est la vie.

Gegenüber anderen Werken ist dieser Gemmell wiederum strahlende zehn Sterne wert, aber im Rahmen eines Vergleichs mit anderer seiner Werken ziehe ich einen Stern ab, weil die zweite Hälfte zu flott, zu rastlos und zu unausgefeilt dahinprescht. Nichtsdestotrotz ein gigantisches Werk, das einen fürwahr epischen Schatten auf die gesamte Drenai-Saga wirft und vieles in ein gänzlich neues Licht rückt. Es lohnt sich, die Saga chronologisch anzugehen.

Fazit:

Geben Sie ihrem Sohnemann bis zum 12. Lebensjahr Karl May zu lesen, danach ist er reif für einen Gemmell. David Gemmel schreibt Werke, in denen man nicht nur packender Unterhaltung, sondern auch dem Autoren selbst begegnet. Ich kenne keinen anderen Schriftsteller, der so tiefgründig und ausgewogen eine so scheinbar einfach Lebensphilosophie aufzeigt, die selbst in den alltäglichen Lagen des Alltags schlichte Antworten auf hochkomplizierte Fragen zu geben vermag.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Action und Fantasy - einfach brilliant, 16. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Schattenprinz (Taschenbuch)
Im 2. Buch der Drenai-Saga erfaehrt der Leser mehr ueber diese Welt, aber aus einem vollkommen anderen Blickwinkel. Diesesmal ist nicht ein Drenai der Held, sondern ein Nadir. Die Nadir sind die Feinde der Drenai. OK, Tenaka ist halb Drenai, halb Nadir - aber gerade dies macht ihn zum Aussenstehenden in beiden Lagern. Interessant ist die Handlungszeit, sie ist vor dem 1.Teil angesiedelt. Aber mal zum Eindruck. Der Autor versteht es vorzueglich, die Charaktere einzufuehren, zu beschreiben und verstaendlich zu machen. Man kann ihre Entscheidungen regelrecht live mitverfolgen. Die Handlung ist Action pur. Kaempfe der Helden mit Bastardungeheuern und riesiger Armeen ohne Ende. Zum Teil verliert sich die Handlung in der Beschreibung unglaublicher Schlachten. Aber trotzdem bleibt gerade auch durch den spannenden, vorbedeutungsvollen Schluss am Ende keine Entaeuschung zurueck, im Gegenteil auch diesmal moechte man wieder mehr erfahren aus dieser geheimnisvollen, spannenden Welt.
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Der Schattenprinz
Der Schattenprinz von David Gemmell (Taschenbuch - 1997)
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