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5.0 von 5 Sternen Sehr guter historischer Roman
Wir befinden uns in Lübeck im Oktober 1375. Im Hause des Kaufmanns und Ratsherrn Konrad Vresdorp wird Adrian Vanderen, ein junger Kaufmann aus Brügge, erwartet. Gleichzeitig sind die politischen Verhältnisse schwierig. Der dänische König liegt im Sterben. Es gibt zwei Anwärter auf die Macht. Der Kaiser will Lübeck besuchen. Die Stadt...
Vor 15 Monaten von matheelfe veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hansetochter
Hansetochter, ein historischer Roman von Sabine Weiß, erschienen beim Bastei Lübbe Verlag

Lübeck 1375 .Die junge Henrike lebt glücklich mit ihrem jüngeren Bruder und ihrem Vater, sowie der Köchin Margarethe und dem Kaufmannsgesellen Jost, im mutterlosen Haushalt. Der einzige Störfaktor ist der Bruder des Vaters: Hartwig und...
Vor 15 Monaten von Gelinde veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter historischer Roman, 25. Januar 2014
Von 
matheelfe - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Wir befinden uns in Lübeck im Oktober 1375. Im Hause des Kaufmanns und Ratsherrn Konrad Vresdorp wird Adrian Vanderen, ein junger Kaufmann aus Brügge, erwartet. Gleichzeitig sind die politischen Verhältnisse schwierig. Der dänische König liegt im Sterben. Es gibt zwei Anwärter auf die Macht. Der Kaiser will Lübeck besuchen. Die Stadt möchte ihm einen großartigen Empfang bereiten, sich aber aus den politischen Zwistigkeiten raushalten.
Auch Henrike Vresdorp, die Tochter des Kaufherrn, darf an dem Ball teilnehmen. Doch am nächsten Tag ist für Henrike und Simon, ihren 13jährigen Bruder, nichts mehr wie vorher. In der Nacht hat man den toten Vater ins Haus gebracht. Sie sind nun Waisen. Sofort nehmen Onkel und Tante das Zepter in die Hand.
Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung des Lebens zu jener Zeit. Die Autorin lässt mich teilhaben an den Handelsabläufen, dem Leben auf einem Landgut und der Ausbildung der Lehrjungen in Bergen.
Es wird deutlich, dass auch der Beruf des Kaufmanns ein hohes Risiko barg.
Die Protagonisten wurden ausreichend charakterisiert. Henrike ist eine junge Frau, die weiß, was sie will. Ihr Vater hat großen Wert auf die Bildung seiner Kinder gelegt. Deshalb ist sie in der Lage, auch kaufmännische Entscheidungen zu treffen.
Simon, ihr kleiner Bruder, zeichnet sich durch sein mitfühlendes Wesen aus. Sein Stolz, sich nicht unterkriegen zu lassen, hilft ihm, schwierige Situationen durchzustehen. Die Geschwister haben ein enges Verhältnis zueinander.
Nach und nach erfahre ich auch einiges über die Vergangenheit der Familie. Ihr Schicksal ist eng mit der Geschichte von Gotland verbunden.
Da die Ratsherren und Testamentsvollstrecker zum einen mit den unsicheren politischen Verhältnissen beschäftigt sind, zum anderen einige Interessen haben, schaut keiner dem Onkel, der als Vormund eingesetzt wurde, auf die Finger. Henrike schwankt zwischen Unterordnung und Widerstand. Die Autorin hat es ausgezeichnet verstanden, die Gewissenkonflikte der jungen Protagonistin darzustellen. Dabei denkt Henrike nicht nur an sich, sondern setzt sich auch für andere ein.
Natürlich spielt auch die erste Liebe der jungen Frau eine Rolle. Ich fand es richtig, dass ihr nur ein geringer Raum eingeräumt wurde.
Das Buch lässt sich zügig lesen. Es hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen haben die ausführlichen Recherchen der Autorin, die in den Beschreibungen der Stadt und ihrer Bewohner deutlich wurden und dem Buch nicht nur seine historische Authentizität, sondern auch sein Lokalkolorit geben.
Positiv hervorzuheben sind weiterhin das Personenverzeichnis mit der Kennzeichnung der historisch verbürgten Personen und das Glossar. In wenigen Worten weist die Autorin außerdem auf historische Fakten und eigene Phantasie hin.
Das Cover mit der Ansicht von Lübeck ist gelungen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dazu beigetragen haben die vielen Fakten über die damalige Zeit, die geschickt in die Handlung integriert wurden, die sympathische Protagonistin und die vielschichtige Handlung. Freude und Leid, Habgier und Hilfsbereitschaft, Mut und Verrat wurden zu einer gut erzählten Geschichte verwoben und in den historischen Kontext gestellt. Die anschauliche Sprache und aussagekräftige Dialoge machen das Lesen zum Vergnügen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hansetochter, 29. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Hansetochter, ein historischer Roman von Sabine Weiß, erschienen beim Bastei Lübbe Verlag

Lübeck 1375 .Die junge Henrike lebt glücklich mit ihrem jüngeren Bruder und ihrem Vater, sowie der Köchin Margarethe und dem Kaufmannsgesellen Jost, im mutterlosen Haushalt. Der einzige Störfaktor ist der Bruder des Vaters: Hartwig und seine Familie, mit dem es immer wieder Ärger gibt.
Als der Vater durch mysteriöse Umstände zu Tode kommt beginnt für die beiden Kinder ein Martyrium. Der verhasste Onkel übernimmt die Vormundschaft und die Familie reißt alles an sich.
Es ist kaum zu sagen wer am schlimmsten ist, der Onkel, die Tante oder allen voran der Vetter Nikolas.

Wird Henrike es schaffen, sich aus ihren Klauen zu lösen und für sich und ihren Bruder das Erbe zu retten und ein neues Leben zu beginnen?

Die Geschichte hat einen sehr guten Handlungsbogen, die Spannung wird gleich zu Beginn aufgenommen und bis zum Ende gut ausgebaut.
Es sind viele Historische Details eingebaut, die für mich neu waren und die mich überrascht haben. Z.B. dass ein „Langrohr“ (müssen irgendwelche Vorläufer von Gewehren gewesen sein) in der Herstellung 20mal billiger war als eine Armbrust.

Trotzdem hat mich das Buch nicht 100% gefesselt.
Es war mir zu sehr schwarz/weiß oder gut/böse.
Viele Handlungen waren mir zu unglaubwürdig. Bei einigem hatte ich so das Gefühl das muss so widersprüchlich sein, damit die Geschichte weitergehen kann. Ich habe das Buch in Zug einer Leserunde gelesen, ich denke da bin ich immer viel kritischer.

Mein Fazit:
Ein schöner historischer Roman bei dem alles vorhanden ist:
Liebe und Leid, Grausamkeit und Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Intrigen, Treue und Verrat, Habgier und Wohltätigkeit.

Ich habe lange zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, leider kann ich keine 3,5 vergeben, aber es sind super gute 3 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Mittelalter, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Hansetochter (orig. Hansetochter) ist ein Historischer Roman von Sabine Weiß. Und ist 2014 in der deutschen Sprache im Bastei Lübbe Verlag als Taschenbuch mit 592 Seiten unter der ISBN 978-3-404-16887-3 für 9,99 € in Deutschland oder 10,30 € in Österreich erschienen.

Buchrücken:

Lübeck 1375: Für Henrike bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater völlig überraschend stirbt. Plötzlich steht die junge Frau ganz alleine da - und zu allem Unglück übernimmt der verhasste Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch noch sämtliche Geschäfte an sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa das Opfer einer grausamen Intrige? Sie beschließt, die Wahrheit aufzudecken - doch wem kann sie noch vertrauen? Einzig Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, steht ihr zur Seite...

Meinung:

Henrike: Ist die 16 jährige Tochter des Hansekaufmanns Konrad Vresdorp und dessen verstorbener erster Frau Clara. Zusammen mit ihrem Bruder Simon darf sie dem Unterricht folgen, und saugt alles wissbegierig in sich auf.

Simon: Ist der kleine Bruder Henrikes und Sohn des Hansekaufmanns Konrad Vresdorp und dessen verstorbener zweiter Frau. Gesundheitlich ein zäher Junge, körperlich gern ein Opfer gleichaltriger Jungen..

Adrian Vanderen: Kaufmann aus Brügge. Geschäftspartner von Henrikes Vater, hält auch nach dessen Tod noch zu Henrike und ihrem Bruder.

Weitere Charaktere, die eine mehr oder mindere größere Rolle in diesem Roman spielen sind:
Hartwig Vresdorp mit Ilsebe und Nikolas und Telse (Onkel und Tante mit Kindern)
Asta, Henrikes Tante mütterlicher Seite, Gutshofbesitzerin in Travemünde.

Es ist die Zeit in der sich Brandenburg und Schweden um die Thronfolge Dänemarks streiten. Es ist das Jahr in dem der Kaiser samt Gattin Lübeck einen Besuch abstattet. Henrike ist voller Vorfreude auf die anstehenden Feierlichkeiten. Hat doch ihr Vater von einer Überraschung gesprochen, und dann dieses tolle neue Kleid, welches sie extra für den Ratsball bekommen soll. Doch dieses Glück soll nicht von Dauer sein. In der Nacht nach dem Ratsball wird Henrike durch Lärm im Haus geweckt, als Freunde der Familie ihren toten Vater ins Haus trugen. Es dauert nicht lang, und ihre verhasste Verwandschaft nistet sich in das Haus ihres Vaters ein und stellt den kompletten Hausstand auf den Kopf. Langjährige Angestellte werden vor die Tür gesetzt und durch neue Angestellte ersetzt. Henrike sieht mit Ensetzten das Andenken ihres Vaters schwinden. War er es doch, der großzügig seine Essensreste mit den Bettlern der Stadt geteilt hatte. Doch dies wird nun von ihrer Tante unterbunden. Auch das Essen wird immer fader. Neben ihrem Onkel steht zwar auch Symon Swerting als Vormund fest, doch dieser lässt das Zepter in Hartwigs Hand. Bald schon nimmt Henrike die Rolle der Cinderella ein. Wie Aschenputtel muss sie, die Tochter eines angesehenen Hansekaufmanns und Ratsherren niedere Arbeit verrichten. Weil sie aufbegehrt, weil sie das Andenken ihres Vaters bewahren will wird sie hart bestraft. Tagelang in die dunkle Kammer gesperrt wird sie plötzlich zu der bösen Tante Asta nach Travemünde geschickt um hier zu lernen wie sich junge Frauen zu verhalten haben. Asta steht ihr abweisend gegenüber, sie soll wieder nach Lübeck zurück. Ihre Meinung ändert sie erst, als sie in letzter Minute hinzutritt als Nikolas zum zweiten Mal versucht über Henrike herzufallen. Schützend stellt sie sich vor das junge Mädchen und hilft ihr über den Schock hinweg. Bis zum nächsten Tauwetter bleibt Henrike bei Asta und schließt Freundschaft mit der jungen Magd Katharine. Henrike macht in Lübeck gute Mine zum bösen Spiel, auch wenn ihr dies nicht immer gelingt. Aber noch mehr Angst als um sich selbst hat sie um ihren Bruder Simon, der viel zu jung schon mit auf die Reise muss.

Hansetochter beginnt mit einem kurzen Einblick in das spätere Geschehen. Dies wirkte erst etwas irritierent auf mich. Fand ich aber an sich sehr gut gemacht. Durch diese Vorwegnahme einer in der Zukunft liegenden Handlung bleibt einem gar nichts anderes übrig, als direkt in die Geschehnisse einzusteigen.

Sabine Weiß hat, laut eigener Aussage, mit "Hansetochter" einen historischen Roman geschaffen dessen weibliche Hauptrolle keine real exisitierende Persönlichkeit war. Dennoch tauchen immer wieder genügend Nebencharaktere auf, die es damals wirklich gab, und die bedeutend in Lübeck mitgewirkt haben. Der Schreibstil der um Henrike und Simon aufgebaut wurde ist sehr flüssig, keinesfalls Altmodisch. Dennoch werden nach Möglichkeit Dinge mit den Bezeichnungen des Mittelalters benannt oder aber der ein oder andere Satz im typischen Platt geschrieben. Was sich aber gut "übersetzten" lässt. Auch wird meist ein ähnlicher Satz in Hochdeutsch gesprochen... Man muss also nicht unbedingt ein Hamburger oder aus der Gegend sein um dieses Buch zu verstehen. Langatmigkeit kam an keiner Stelle des Buches auf. Auch die für das Mittelalter typischen Vergewaltigungen und Verwaltigungsversuche haben nicht gefehlt. (Sie hielten sich in Grenzen und kamen nur zum Buchanfang auf). Die Kapitel an sich sind alle etwas länger gehalten. Man muss sich aber nicht durch diese hindurchquälen, da sie durch Absätze unterteilt sind, welche auch als Szenenwechsel genutzt werden. Wenn sich die Zeit oder der Ort ändert wird dies in einem komplett neuen Kapitel begonnen und es steht dann auch mit als Kapitelüberschrift dabei.

Das Cover ist zweigeteilt. Das untere Drittel ist beige und zeigt das Panorama Lübecks mit seinen Kirchen und dem Dom. In diesem Bereich kommt der in Rot gehaltene Titel sehr gut zur Geltung. Die oberen zwei Trittel weden von einem Fluss (die Trave?) eingenommen der durch Lübeck fließt. Im Vordergrund steht eine junge Frau mit langen blonden Haaren. Sie trägt ein teures grünes Kleid mit einem Gliedergürtel und einer wertvollen Halskette. Diese Frau soll vermutlich Henrike am Tag des Ratsballs darstellen.

Hansetochter eine gelungene Wiederbelebung der alten Hanse. Hätte ich dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar erhalten, hätte ich mich allein schon wegen des Klapptextes auf die Suche nach diesem Buch gemacht. Ich bereue es nicht es gelesen zu haben. Und für alle Leser unter euch, die es nicht leiden mögen, wenn ein Buch gelesen aussieht. Dieses Buch hat auf dem Cover und dem Buchrücken kleine Einkerbungen welche verhindern, dass der Buchrücken beim Lesen geknickt wird.

Meine Empfehlung richtet sich an alle Leser, die gern mal in vergangene Zeiten eintauchen. An all die Leser, die Geschichte nicht durch trockene Schulbücher lernen und erleben wollen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein Krimi, informativ wie ein Geschichtsbuch, 25. Januar 2014
Noch ein paar Seiten, nur noch ein paar Seiten!!! Dieses Buch kann man einfach nicht aus der Hand legen, auch wenn man weiß, dass morgens der Wecker klingelt. „Schuld“ ist der Kunstgriff mit dem Prolog, der die Spannung über 500 Seiten aufrecht erhält. Erst dann wird das Geheimnis gelüftet.
Sabine Weiß ist hier ihr Meisterwerk gelungen, dem man wünscht, ein Bestseller zu werden. Geschickt hat sie die bei ihr gewohnten umfangreichen geschichtlichen Informationen so verpackt, dass der Leser einfach mitgenommen wird, ohne dass es langweilig wird. Hier zeigen sich deutliche Änderungen gegenüber ihren Erstlingswerken.
Dabei ist ihre Recherche erneut akribisch, um nicht zu sagen pedantisch. So weiß sie beispielsweise, dass die Trauformel zur Zeit, in der der Roman spielt, noch recht frei formuliert wurde und sich der starre Text, in dem die Frau geloben muss, dem Mann untertan zu sein und ihm zu gehorchen, der sie also über Jahrhunderte systematisch entmachtet, erst zu Luthers Zeiten etablierte. Auch die damals gebräuchlichen Namen, die damalige Kleidung, das damalige Reisen, die damaligen Sagen,und nicht zuletzt die mittelniederdeutsche Sprache, die jedes Linguistenherz höher schlagen lässt, ganz zu schweigen von den Informationen über die politische Lage, die Städte Lübeck und Bergen sowie natürlich die Hanse tragen zu dem authentischen, lebendigen Eindruck bei, den dieser Roman vermittelt. Dabei ist zu bedenken, dass beispielsweise Autoren wie Ken Follet ein Heer von Rechercheuren beschäftigt, während Weiß bekanntermaßen mit ihrer Familie durch die Welt fährt, um alles selbst zu prüfen.
Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung. Ob Nikolas doch noch eine Bedrohung ist, wie es in Brügge und bei Adrians Verwandtschaft aussieht, ob Claas und Simon sich wiedersehen, diese Geheimnisse möchte man doch zu gerne gelüftet wissen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Recht nette Unterhaltung, 22. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ein erfolgreicher vermögender Lübecker Hanse-Kaufmann, Vater von zwei vielversprechenden minderjährigen Kindern, kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. Als Vormund wird der unfähige Bruder des Kaufmanns eingesetzt, der den beiden Kindern Henrike und Simon das Leben zur Hölle macht und nebenbei auch noch das Geld seiner Mündel durchbringt.
Henrike versucht sich zu wehren, wird zur Tante in Travemünde verbannt, Simon wird nach Bergen geschickt.
Es kommt, wie es kommen muss, Henrike wehrt sich mit den ihr zustehenden Möglichkeiten und rettet nicht nur den Rest ihres Erbes, sondern auch den guten Ruf des Hauses/Namens. Als Sahnehäubchen bekommt sie auch noch den reichen Brügger Kaufmann als Ehegatten. Das ist die Storyline, die natürlich noch mit vielen verbürgten historischen Personen und Ereignissen gepimpt wird.
Das Buch ist ganz unterhaltsam und es ergänzt die derzeit beliebten historischen Romane um ein neues Genre, Fazit: Nett, aber ich werde es kein zweites Mal lesen und es daher dem Bücherbasar spenden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannende Hanse, 29. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Flüssig geschrieben, spannend, dramatisch und ganz nebenbei noch äußerst informativ ist „Hansetochter“, der neue Roman von Sabine Weiß. Der Autorin gelingt es glaubhaft, Fakten und Fiktion so miteinander zu verweben, dass ein mitreißendes Ganzes entsteht. Ihre vielschichtigen Hauptfiguren laden zur Identifikation ein. Die Schauplätze und Geschehnisse, wie der das Hansekontor im norwegischen Bergen oder der Kaiserbesuch in Lübeck im Jahr 1375, sind farbenprächtig geschildert. So intensiv und packend hat man die Geschichte der Hanse noch nie im Roman erlebt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender und sehr gut recherchierter Roman, 24. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch vom ersten Tg an nicht aus der Hand legen können. Man leidet mit der Protagonistin Henrike und bewundert ihren Mut und ihre Bereitschaft für das, was ihr lieb und teuer ist zu kämpfen. Wieder ein Roman von Sabine Weiß, bei der die starken Frauen der Geschichte zeigen, was in ihnen steckt. Die Autorin hat es geschafft, neben der Hauptfigur auch ein neues und interessantes Licht auf die Geschichte der Stadt Lübeck zu werfen. Ein Buch, das sich wirklich lohnt zu lesen
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3.0 von 5 Sternen Interessantes Thema, aber ziemlich klischeebehaftet, 17. Dezember 2014
Von 
¤nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt
Die sechzehnjährige Henrike wächst in Lübeck als Tochter des allseits respektierten, gutsituierten Hansekaufmanns Konrad Vresdorp auf. Ihr Vater sucht in Kaufmannskreisen bereits nach einem passenden Ehemann für sie, ihr jüngerer Bruder Simon soll später das Geschäft übernehmen. Henrikes vorgezeichnetes Leben gerät aus der Bahn, als ihr Vater unerwartet verstirbt. Vormund wird ihr trunksüchtiger, betrügerischer Onkel Hartwig. Dessen skrupellose Frau Ilsebe und ihr missratener Sohn, der sadistische Nikolas, lassen keine Gelegenheit aus, Henrike und ihrem Bruder Simon das Leben schwerzumachen. Simon wird mit Nikolas auf eine Handelsreise nach Bergen geschickt, hier ist er der Willkür seines brutalen Cousins ausgeliefert. Henrike bleibt in Lübeck und führt quasi das Leben einer Gefangenen, während ihre habgierigen Verwandten das Erbe verschleudern und durch ihr betrügerisches kaufmännisches Gebaren den Namen Vresdorp in den Schmutz ziehen. Für Henrike scheint es unmöglich, dem Rat der Stadt Lübeck ihre Lage zur Kenntnis zu bringen, ihre letzte Hoffnung ruht auf dem jungen Kaufmann Adrian Vanderen, einem Geschäftspartner ihres verstorbenen Vaters.

Beurteilung
Thematisch ist der Roman interessant: Der Leser erfährt allerhand Wissenswertes über die Hanse, er bekommt Einblick in die Arbeitsweise der Handelsherren und die Gefahren, die beim Verschiffen der Waren drohen, sei es durch Unwetter oder durch Piraten. Auch das Leben und die Gebräuche der Kaufleute in Bergen sowie die Wohnverhältnisse an derartigen Handelsstützpunkten werden anschaulich geschildert, wobei das Glossar eine Hilfe ist.
Nicht gelungen ist hingegen die Charakterisierung der wichtigsten Romanfiguren, die durch eine extreme Schwarz-Weiß-Malerei gekennzeichnet ist. Henrike, Adrian und auch Henrikes ungewöhnlich emanzipierte Tante Asta, die einen Gutshof außerhalb Lübecks betreibt, sind "gute" Menschen, ihr Vormund und seine Familie werden dagegen als abgrundtief böse dargestellt. Dieser starke Kontrast zwischen Gut und Böse sorgt zwar für eine Menge Spannung in dem flüssig geschriebenen Roman, geht aber leider sehr zu Lasten der Glaubwürdigkeit. Auch das Ende, das nach dem ausführlich geschilderten Leidensweg der verwaisten Geschwister dann ziemlich rasant abgehandelt wird, erinnert eher an seichtere Vertreter des Genres.
Wer bei historischen Romanen vor allem spannende Unterhaltung sucht, ist mit "Hansetochter" nicht schlecht beraten. Lesern mit weitergehenden Ansprüchen kann dieser Roman nur mit Einschränkungen empfohlen werden.

Fazit
Thematisch interessant, leider nicht optimal umgesetzt!
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4.0 von 5 Sternen Lübeck während der Hansezeit, 18. März 2014
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Henrike Vresdorp lebt seit dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Bruder Simon und dem Vater allein. Als Tochter des angesehenen und wohlhabenden Kaufmanns Konrad Vresdorp kann sie sich so einiges erlauben. Das ändert sich in dem Moment, wo ihr Vater tot aufgefunden wird. Die Geschwister werden von ihrem Onkel Hartwig aufgenommen, der allerdings nur seinen Nutzen darin sieht. Die Brüder hatten zudem nichtbeigelegte Meinungsverschiedenheiten, die auch das Verhalten gegenüber Henrike und Simon beeinflussen. Der hochverschuldete Geschäftsmann versucht nun, durch Konrads Handelsverbindungen wieder zu Geld zu kommen. Die Geschwister verlieren somit ihre gesamte Existenz. Der Familienzwist zieht immer weitere Kreise.

Als zweite Hauptfigur wird der Brügger Kaufmann Adrian Vanderen vorgestellt. Auch er muss sich durch den Tod Konrads neu organisieren. Durch ihn wird vor allem der im 14. Jahrhundert übliche Handel unterschiedlicher Waren beschrieben. Lübeck war seinerzeit eine wichtige Anlaufstelle für Waren aus Nord und Süd. Die Koggen wurden allerdings immer wieder von Piraten geentert, sodass auch Adrian sich während einer Handelsreise mitten in einem Überfall wiederfindet. Auch an Land war man stets besorgt, ob die Ware überhaupt das Ziel erreicht. Adrian beschäftigt einige Helfer, die den Handel und auch seinen Haushalt unterstützen. Zum Haus Vresdorp hat er ein vertrauensvolles Verhältnis.

Sabine Weiß zeichnet in ihrem Roman ein detailliertes Bild der damaligen Gesellschaft. Das Lübeck des 14. Jahrhunderts wird farbig dargestellt. Hin und wieder fließen seinerzeit übliche mundartliche Sätze ein, die das Flair noch verstärken. Die Drehscheibe des Handels und Sitz der Hanse zog die Menschen in die Stadt und es ist damit auch leicht vorstellbar, dass sich Ereignisse wie im Buch beschrieben abgespielt haben. Auch die erwähnten Städte Brügge und Bergen waren ähnlich organisiert. Die Autorin berücksichtigt am Rande auch den Einfluss der Politik zwischen dem Deutscher Orden und Dänemark. Die belletristische Darstellung der fiktiven Kaufmannsfamilie steht jedoch immer im Vordergrund. Zwar ist die eingeflochtene Liebesgeschichte mit all ihren Hürden früh vorhersehbar, mindert aber den Unterhaltungswert nicht.

Abgerundet wird die Familiengeschichte mit einem leichten Krimianteil. Immer wieder begibt sich die Protagonistin unwissentlich in Gefahr, bis sie die Hintergründe um den Tod ihres Vaters kennt. Auch der vierte historische Roman der Autorin ist ein Lesetipp.
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5.0 von 5 Sternen Spannender historischer Roman, 8. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Hansetochter: Historischer Roman (Taschenbuch)
Lübeck 1375: Henrike Vresdorp ist die Tochter eines angesehenen Hansekaufmanns. Als dieser unerwartet stirbt bricht für sie eine Welt zusammen. Sie und ihr jüngerer Bruder Simon stehen nun unter der Vormundschaft ihres schrecklichen Onkels Hartwig. Dieser reißt das ganze Erbe an sich und verpulvert es. Die beiden Geschwister werden nicht nur von ihm schrecklich behandelt, sondern auch noch von dessen Sohn Nicholas. Aber Henrike beschließt zu kämpfen und sie steht nicht allein da....

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Es kam nie Langeweile auf, was auch an dem spannenden Prolog lag. Dieser gibt einen kleinen Blick in die Zukunft des Romans und man ist gespannt wie es zu so einer Szene kommen könnte und wie es denn nun weitergeht. Aber der Prolog spielt ein halbes Jahr in der Zukunft und dazwischen lagen noch einige hundert Seiten. Da half nur lesen.

Sabine Weiß hat mich mit diesen Buch überzeugen können mit ihren tollen bildhaften Schreibstil, den tollen Charakteren, den interessanten historischen Details und der wachsenden Spannung.
Die Hauptprotagonistin Henrike mochte ich sehr gerne. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und es war spannend zu lesen, wie sie sich im Buch weiterentwickelte. Als der Vater noch lebte hatte sie ein unbeschwertes Leben und musste sich um nichts sorgen machen und dann plötzlich ändert sich alles.
Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gut beschrieben und glaubwürdig.
Das Buch war sehr vielschichtig und immer interessant. Es passiert ständig etwas neues spannendes und es gab auch spannende Wendungen. Dazu gab es immer interessante Details über die Hanse und Lübeck. Die Beschreibungen nahmen mich mit nach Lübeck und ich ging durch seine Gassen. Nach dem Buch hatte ich Lust wirklich einmal hinzufahren.
Schön fand ich auch den gebrauch von alten Plattdeutsch. Nicht zu viel, dass es schwierig werden könnte, sondern nur sehr sparsam und gut verständlich eingesetzt. Es verstärkte sehr gut das Gefühl für diese Zeit in Lübeck.

Einige der Namen im Buch stammen von echten historischen Persönlichkeiten aus der Zeit in Lübeck und sind im Namensregister vermerkt. Am Ende des Buches gibt es noch ein Glossar mit ein paar wichtigen Begriffen rund um die Hanse.

Ein rundrum gelungener historischer Roman und bestimmt nicht mein letztes Buch von Sabine Weiß. Ich kann es nur jeden empfehlen.
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Hansetochter: Historischer Roman
Hansetochter: Historischer Roman von Sabine Weiß (Taschenbuch - 17. Januar 2014)
EUR 9,99
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