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227 von 256 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waringham Teil 4!!! WOW
Die große Waringham-Saga geht weiter!

***Zum Inhalt***
England 1529
Der vierzehnjährige Nicholas of Waringham steht vor den Scherben seines Lebens. Er erbt, nach dem tragischen Tod seines geliebten Vaters, die heruntergewirtschaftete Baronie derer von Waringham und den Groll des nachtragenden Königs Henry VIII.
Die Launen des...
Veröffentlicht am 16. September 2011 von Lena G.

versus
71 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Wahrheit ist die Tochter der Zeit -> mittelmäßiger 4. Teil der Waringham-Saga
Nicholas of Waringham ist 14 Jahre alt, als er 1529 nach dem Tod seines Vaters eine heruntergewirtschaftete Baronie inklusive unliebsamer Stiefmutter, ein paar Pferde und einen großen Titel erbt.
Und da er ebenfalls den Hang der Waringhams sein eigen nennt, sich bei jeder Gelegenheit um Kopf und Kragen zu reden und politisches Kalkül so gar nicht sein Ding...
Veröffentlicht am 17. November 2011 von Heike Werner


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Not bad, aber kein Vergleich zu den anderen Bänden, 19. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Waringham Saga geht weiter! Leider haben sich auch im guten alten England die Zeiten geändert. Wir begleiten in diesem Buch Nick, der mit König Heinrich VIII so rein gar nichts anfangen kann und regelmäßig als Beinahe-Verräter kurz vor der Enteignung steht. er schwört der ungeliebten Königin Catharina, ihre Tochter Mary Tudor zu beschützen und ihren Anspruch auf den Thron zu wahren und gerät dabei immer wieder zwischen die Fronten.

In diesem Waringham Buch ist vieles anders: Pferde kommen kaum vor (weil in der Renaissance keiner mehr Schlachtrösser braucht), es gibt keine Nähe zum König, Mary als Bezugsperson ist extrem passiv (kein Wunder, sie war die meiste Zeit ihres Lebens abgeschottet und unter Hausarrest), es gibt keine saftigen Schlachten oder andere Action... schwierig, darüber kurzweilig zu schreiben.

Rebecca Gablé hatte ja schon angekündigt, dass das Mittelalter eher ihrer Neigung entspricht und das merkt man dem Renaissance-Buch leider an. Es war unterhaltsam, keine Frage, aber wer die Vorgänger kennt, kann leicht enttäuscht sein.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Diese Story eingebettet in die Zeit Henry des VIII geht gar nicht!!, 24. April 2012
Als recht junge Leserin ist dies mein erstes Buch der Autorin. Ich hatte zuvor schon einiges vielversprechendes gehört und fand die Waringham Saga sehr interessant. Da diese Handlung in der Zeit Heinrichs des VIII spielt, war ich sehr neugierig und begann die Saga nun mit diesem Buch.
Nun der Erzählstil und Schreibweise der Autorin war von Anfang an sehr gut. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzten usw....
Soweit so gut.
Leider musste ich aber feststellen, dass der Hauptcharakter des Nick Waringham mir immer mehr unsympathischer wurde, bis ich schlussendlich im letzten Drittel das Buch zuklappen musste, weil mich im Grunde genommen nicht mehr interessiert hatte wie es mit diesem Charakter weitergeht bzw. die Story endet.
Die Geschichte um Heinrich des VIII ist ja hinreichend bekannt. Dennoch war ich neugierig auf die Story die eingebettet war in diese sehr bewegte Zeit. Ich wollte mitleiden, mitfiebern und mitfühlen. Das fiel mir mit diesem eitlen, selbstgefälligen und teilweise grausamen Charakter sichtlich schwer.
Ich weiß nicht ob ich die einzige bin. Manchen Leuten würde wohl ein so zwiespältiger Charakter gefallen. Aber ich bevorzuge irgendwie doch Helden mit allen Attributen die ein Held nun mal besitzen sollte. Dieser Waringham war einfach nur fies. Manchesmal hätte ich mir seine Hinrichtung wirklich gewünscht.
Warum ich so enttäuscht bin?:
- Zum einen verurteilt er vehement die Scheidung des Königs. Selbst lässt er sich aber gerne Scheiden, um seine liebe Nonne zu ehelichen. Und das als Papist! (Kopfschütteln meinerseits!)
- Zudem hält er sich für den edelsten und ehrenhaftesten Gentleman in Person, verhält sich aber nicht immer so. Besonders auffallend mies ist er gegenüber seiner Frau. Und dies nur weil sie eine (ehem.) Magd war. Für seine Zwecke war sie stets gut genug. Ich weiß, so fiese Ausbeuter gab es nunmal früher. Aber will ich dies lesen? Nein!
Schändlich, wie er sie immer wieder spüren lässt, dass sie von niederem Stand ist. Dieser Standesdünkel des Helden war hier echt deplaziert. Die Autorin hätte besser die arme Figur der Frau weglassen sollen.
- Und dann diese ewige Unterwürfigkeit gegenüber dieser engelsgleichen Lady Mary, der späteren Königin. Ok, der Held musste sich nunmal irgendwo positionieren. Aber ich fand die Verharmlosung dieser Lady schlichtweg unglaubwürdig. Wissen wir doch alle, dass sie später aus gutem Grund den Beinnamen 'Bloody Mary' bekam. Eine Lady Mary wie sie die Autorin beschreibt, hätte so etwas niemals zugelassen. Also einfach nur eine schlechte Interpretation dieser Person!

Das diese Zeit kein Friede, Freude, Eierkuchen war, ist mir bewusst. Aber wollen wir das wirklich lesen?
Ich interessiere mich eher für wahren Heldentum, Ritterlichkeit und Loyalität (nicht nur gegenüber einer Königin).
Bleibt für mich nur zu hoffen, dass die früheren Werke der Autorin bzw. die Waringham Trilogie nicht auch so schnöde daherkommen wie dieses Werk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider hat Frau Gablé sich da hetzen lassen, 15. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich erfuhr, dass die Geschichte rund um den Waringham-Clan einen vierten Band erhalten sollte. Da der dritte Band mit Henry VII. endete, wusste ich schon ungefähr, wo wir uns diesmal wiederfinden würden: Bei Henry VIII. oder seiner berühmten Tochter Elisabeth I.

Dass sich das Buch dann wirklich um Henry VIII. dreht hat mich sehr gefreut, denn wenngleich Rebecca Gablé hier das englische Mittelalter und damit vertrautes Terrain verließ, ist es doch eine unglaublich spannende Zeit. Immerhin hat Henry Tudor sechs Ehefrauen verschlissen und war für den Prunk an seinem Hof genauso bekannt, wie für seine Gefährlichkeit.

Diesmal ist Nicholas of Waringham Hauptfigur des Buches. Mit Vorgängern wie Robin, John und Julian tritt er als Romanfigur ein schweres Erbe an. Literarisch wie erzählerisch. Literarisch deshalb, weil Rebecca Gablé mit den oben genannten Waringhams drei beeindruckende Figuren geschaffen hatte, mit denen man lachte und litt. Erzählerisch deshalb, weil das Gut der Waringhams (wieder mal) dem Ruin nahe und dem berüchtigten Tudorkönig ein Dorn im Auge ist. Leider, und das ist für mich der Grund für den Punktabzug, ist beides nicht so gut gelungen, wie man es von der Autorin normalerweise erwarten darf.

Ich denke das liegt zum Einen daran, dass Frau Gablé von sich selbst ja gesagt hat, dass die englische Renaissance nicht ihr Fachgebiet ist. Nicht, dass ich hier irgendwelche wissenschaftlichen Fehler erkennen würde. Aber es fehlt doch irgendwie die Tiefe und Liebe zum Thema, die man in ihren anderen Büchern spüren konnte. Möglicherweise liegt es auch an den Haupt-Gegenspielern Nicholas', Henry Tudor und Anne Boleyn. Beide Figuren werden von der Autorin sehr, sehr schwarz gemalt. Zugegeben: Insbesondere Heinrich VIII. ist wirklich keine symphatische Person gewesen. Doch beide hatten ja genug Gründe und Erlebnisse, die sie zu dem gemacht haben, was sie geworden sind. Henry war immer nur der zweitgeborene Sohn, entsprechend vernachlässigt und unterschätzt. Kein Wunder, dass er sich als König rücksichtslos seine Rechte einforderte. Und Anne Boleyn? Zweifellos eine Lebedame, die ihre Macht als Königin genoss. Aber sie ebenso tyrannisch machen, wie ihren Mann? Wenn man bedenkt, unter welchem Druck sie gestanden haben muss, um einen Erben zu gebären, wird ihr das meines Erachtens nicht gerecht. Frau Gablé hätte hier sehr gut mehr auf das Innenleben der Königs eingehen können, wie sie das auch in ihren anderen Büchern getan hat. Bisher konnte man allen ihren Figuren irgendwie etwas Positives abgewinnen oder doch wenigstens Verständnis für ihr Verhalten bekommen (man denke nur an Rupert und Elizabeth Hillock aus "Der König der purpurnen Stadt"). Das fehlt hier völlig. Henry und Anne sind böse. Punkt. Zweifellos liegt der fehlende Einblick auf die Eigenschaften der beiden auch daran, dass sich die Hauptfigur diesmal nicht in der emotionalen Nähe der beiden befindet und die zwei dementsprechend kaum kennt. Umgekehrt haben wir bei Maria Tudor, Henrys Tochter, das komplette Gegenteil. Sie wird als die Gute dargestellt, das Opfer, die Unschuldige. Bedenken wir, dass sie später als Königin nicht umsonst den Beinamen "Bloody Mary" erhielt, ist das vielleicht auch eine etwas zu bequeme Ansicht.
Zu guter Letzt gewinnt man beim Lesen, wie auch bei der Widmung und dem Nachwort den Eindruck, dass Frau Gablé eigentlich gar nicht vorgehabt hatte, etwas über die Tudors zu schreiben. Es waren wohl vor allem die Fans (und der Verlag?), die sie vom Gegenteil überzeugt haben. Leider lässt mich beim Lesen der Eindruck nicht los, dass die Autorin zwischendurch einfach keine Lust hatte und es sich mit dem Verlauf der Geschichte und der Gestaltung ihrer Hauptfiguren denkbar einfach gemacht hat. Das ist schade, und ich kann nur sagen: Frau Gablé, schreiben Sie zukünftig bitte nur noch, was Sie auch schreiben wollen. Es steckt dann so viel mehr Leben in den Büchern.

Jetzt, wo ich so viel Schlechtes über das Buch geschrieben habe, mag sich der eine oder andere vielleicht wundern, wieso es von mir dennoch drei Sterne bekommt. Nun. Das Buch ist absolut lesenswert und zwar nicht nur für diejenigen, die auch die anderen Werke Gablés kennen. Die Autorin hat sich wie gewohnt viel Mühe gegeben, die Umstände der Zeit ausführlich wiederzugeben. Ihr Schreibstil ist toll und die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Sie hat nur durch ihre anderen Bücher die Messlatte dermaßen hoch gelegt, dass "Der dunkle Thron" einfach deutlich als weniger gut ausfällt. Von einem anderen Autor hätte es sicher mehr Sterne gegeben, aber von Frau Gablé erwarte ich einfach zu viel. Sie verwöhnt mich mit ihren Büchern zu sehr.

Wer die Werke Rebecca Gablés in historischer Abfolge lesen möchte, der sollte übrigens die folgende Reihenfolge wählen:
1. Das zweite Königrech
2. Hiobs Brüder
3. König der purpurnen Stadt
4. Das Lächeln der Fortuna
5. Die Hüter der Rose
6. Das Spiel der Könige
7. Der dunkle Thron
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und überraschend, 12. Oktober 2014
England 1529: Der junge Nicolas of Waringham wächst bei seinem Vater mit seiner Schwester und einer bösartigen Stiefmutter und deren Tochter auf. Das Geschlecht der Waringhams ist bei König Henry VIII. in Ungnade gefallen. Doch als der König Anne Boleyn zu Frau nehmen will und Nicolas Vater im Tower stirbt, bittet Königin Catalina ihn darum, ihrer Tochter Mary ein Freund zu sein und sie vor den Launen des Vater zu beschützen. Um dies zu bewerkstelligen, schmiedet Nick einen waghalsigen Plan...
Dies ist der vierte Band von Frau Gable, der sich mit dem fiktiven Geschlecht der Waringhams beschäftigt. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, konnte ich mich gut in die Geschichte hineinfinden und hatte keinerlei Verständnisprobleme.
Die Figuren sind allesamt sehr genau und glaubhaft konstruiert und auch die, die es historisch gesehen nicht gegeben hat sind gut in die Handlung eingefügt. Mich hat besonders Nick Waringham beeindruckt, der vom Charakter her sicherlich viele Fehler hatte, aber dennoch für seine Überzeugungen gelebt hat und sich nicht scheute, hohen und gefährlichen Zeitgenossen die Meinung zu sagen.
Besonders hat mir auch gefallen, dass man während des Lesens allen wichtigen geschichtlichen Themen der damaligen Zeit begegnet. So sieht man die religiösen Konflikte zwischen Reformern und Katholiken, die Klosterenteignung und die Gnadenwallfahrt, aber auch die politischen Machtkämpfe und natürlich auch alle sechs Frauen des Königs.
Frau Gable schreibt flüssig und so spannend, dass ich das Buch sehr schnell durchlesen konnte. Es gelingt ihr immer wieder, mich mit unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen.
Insgesamt ist ,,Der dunkle Thron" ein tolles und spannendes historisches Buch, dass anderen Tudorgeschichten um kaum etwas nachsteht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Ära für die Waringhams, 5. März 2014
Die Saga geht weiter: Nicholas Waringham in den Wirren der Reformation im London des 16. Jhds

Klappentext

London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie – und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die „Papisten“, unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater …

Meine Meinung

Der vierte und vorerste letzte Teil der Waringham Saga. Man merkt sofort, dass seit dem letzten Band einige Zeit vergangen ist – in der Handlung, aber auch im Schreibstil. Da ich Band 3 ja grade erst gelesen habe, hat es einige Seiten gedauert, mich mit dem neuen Stil zurecht zu finden, denn auch wenn geschichtlich „nur“ ca. 70 Jahre vergangen sind, hat sich doch schon einiges anders entwickelt - vom Mittelalter zur Renaissance. Der Umgang der Menschen untereinander, die alten Adelsgeschlechter, die durch die Rosenkriege sehr dezimiert wurden, der lüsterne König Henry, mit einem wahrhaften Verschleiß an Gemahlinnen und natürlich die Kirchenreform, die sich in diesen Jahren immer mehr durchsetzt. Ich bin froh, die beiden Bände hintereinander gelesen zu haben, so dass ich die älteren Namens- und Verwandtschaftsverhältnisse noch im Kopf hatte und die kleinen Anmerkungen zu früheren Begebenheiten schnell einordnen konnte.

Nicholas Waringham hat es nicht leicht, denn dieses Mal geht es bei den Intrigen und Machtkämpfen am Hof nicht um die Feinde außerhalb, sondern innerhalb des Landes. Als Nicks Vater, wegen Ketzerei angeklagt, im Tower of London landet, ahnt er schon, dass noch etwas anderes dahinter steckt. Und er wäre kein Waringham, wenn er nicht mit Ehre und Pflichtgefühl seinem Glauben treu bleiben und dem Königshaus, vor allem der jungen Prinzessin Mary, bis zum bitteren Ende beistehen würde. Stur und eigensinnig bleibt er seinen Prinzipien treu und es dauert nicht lange, bis er in das Visier des Königs gerät. Noch dazu muss er sich um das herunter gewirtschaftete Gut Waringham und die geliebte Pferdezucht kümmern, was nicht leicht ist, wenn die verhasste Stiefmutter ständig dazwischen pfuscht.

Aber auch die anderen Charaktere sind wieder sehr anschaulich und authentisch. Der kränkliche König Henry, der Lord Chancellor Thomas Cromwell, der aufopfernde Mentor von Nick Waringham Thomas More, die aufsässige Prinzessin Mary, um nur einige zu nennen. Ein bunt gemischter Haufen in einer farbenprächtigen Zeit, in der viele Veränderungen und Neuerungen stattgefunden haben. Es herrscht große Umbruchstimmung zu der Zeit - die sog. "Ketzer" erheben das Wort, Martin Luther wird bekannt und viel Altbewährtes gerät mehr und mehr in den Hintergrund; einiges an Etikette und Bräuchen fällt dem "Fortschritt" zum Opfer. Gerade zwischen Teil 3 und 4 spürt man eine deutliche Entwicklung zu dieser Zeit.

Einige Namen haben mich sofort an die Matthew Shardlake Reihe von C. J. Sansom erinnert. Die historischen Krimis spielen zur gleichen Zeit und viele Namen habe ich wiedererkannt, was ein besonderes Vergnügen für mich war :)

Insgesamt wieder ein imposantes Werk aus einer Zeit, deren Umstände und Sitten wir uns kaum noch vorstellen können. Doch obwohl es strikte Vorschriften bezüglich des Standes und harte Sanktionen gab, schienen sich die Menschen besser als gedacht damit zu arrangieren. Jeder fügte sich in seine „gottgegebene“ Rolle in der Gesellschaft ein und versuchte, sie so gut es ging zu erfüllen.

Ich freue mich sehr, dass ich auf der Website der Autorin gelesen habe, dass es mit der Saga weitergehen wird!

Fazit

Mal wieder hat es die Autorin gemeistert, uns eine schwierige, unbeständige Zeit im englischen Mittelalter in einem wunderbar spannenden Roman zu präsentieren. Mit einem König, der mit seinen ständig wechselnden Launen das Volk aufwiegelt, den Reformern, die einen Widerspruch zur christlichen Lehre fördern und den Papisten, die an den altbewährten Glaubensrichtlinien festhalten wollen – und mittendrin Nicholas Waringham, der seinen Ahnen mit Loyalität und Pflichtbewusstsein wieder alle Ehre macht.

© Aleshanee
[...]

Band 1: Das Lächeln der Fortuna
Band 2: Die Hüter der Rose
Band 3: Das Spiel der Könige
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waringham - Teil 4, 10. Oktober 2013
Nicholas, für seine Vetrauten kurz Nick, ist 14 als sein Vater im Verlies des Towers des Königs Heinrich des VIII. stirbt. Von nun an ist er Earl und muss sich mit seiner verhassten Stiefschwester und seiner noch mehr verhassten Stiefmutter rumärgern. Auch sein Familienleben ist kapriziös - die ihm aufgezwungene Heirat mit Polly, mit der er zwei Kinder hat, beschämt ihn weil Polly "nur" bäurischer Herkunft ist. Nick ist in seinen Ansichten recht konservativ, damit hat er bei der ältesten Tochter des Königs, Mary, ein Stein im Brett. Bei der in England um sich greifenden Reformbewegung allerdings steht ihm diese Gesinnung eher im Wege und kostet ihn fast den Kopf. Wie bei den Waringhams üblich richtet sich noch alles rechtzeitig.

Nick ist, wie auch seine Ahnen in den vorangegangenen Büchern, ein Charakter mit Ecken und Kanten, ungeschliffen und nach heutigen Maßstäben ein ungehobelter Klotz, ganz besonders Frauen gegenüber. Gleichzeitig ist er längst keine so schillernde Erscheinung wie Julian, John und Raymond (Teile 1-3). Was wohl daran liegt das Rebecca Gablè ihn diesmal nicht ins unmittelbare Zentrum des Geschehens am Hofe stellt, sondern ihn eher etwas abseits platziert.

"Der dunkle Thron" muss einem Vergleich mit seinen teilweise grandiosen Vorgängern nicht scheuen (es reicht allemal für 5 Sterne), allerdings fängt jetzt der Stern der Waringhams langsam an zu sinken. Nach drei derart erfolgreichen Büchern kann der vierte Teil eigentlich keine großen Überraschungen mehr bieten will er genauso erfolgreich sein. "Der dunkle Thron" tut dies auch nicht, man merkt ihm Routine an.

Nach wie vor großartig ist Rebecca Gablè's Fähigkeit Fiktion so in die reale Geschichte einzuweben das die "echte" Geschichte, die historische Korrektheit, nicht korrumpiert wird. Alleine für diese Fähigkeit hat "Der dunkle Thron" die Höchstnote verdient. Insgesamt ist "Der dunkle Thron" ein würdiger Abschluß einer der besten Serie an historischen Romanen die mir unter die Finger gekommen sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider sehr unsympathische Hauptfigur, 26. September 2013
Ich mag den Schreibstil von Rebecca Gable sehr. Auch dieser Roman ist wie immer sehr gut geschrieben. Sehr bildlich, ich hatte manchmal das Gefühl einen Film zu sehen!
Aber leider fand ich auch die Hauptfigur Nick stellenweise sehr unsympathisch. Sein Verhalten seiner ersten Frau Polly gegenüber fand ich wirklich richtig schlimm. Am Anfang dachte ich mir noch wahrscheinlich muss er erst älter, reifer werden um zu erkennen wie oberflächlich und arrogant er sich seiner Frau gegenüber verhält. Wahrscheinlich ist das Teil seiner Entwicklung, aber nichts - sein Verhalten änderte sich nicht. Aufgrund Polly`s Herkunft schaut er auf sie herab und lässt sie seine "Verachtung" auch immer wieder deutlich spüren. Sagt schlimme Sachen zu ihr und interessiert sich zunächst wenig für beide Kinder, lehnt sie sogar ab. Bei seiner Tochter bleibt sein Desinteresse bis zum Schluss, bei seinem Sohn Francis ändert sich sein Verhalten.
Spätestens als er Francis zu sich nimmt und er mit der Zeit erkennt was für ein wunderbares Kind er dank der Erziehung seiner Frau ist hätte er doch beginnen sollen etwas Achtung vor Polly zu haben. Er schläft zwar mit ihr, obwohl er sie so verachtet, dafür ist sie gut genug, und schickt sie mit einem kleinen Kind ganz alleine weit weg von ihrem Zuhause und ihrer Familie um für ihn zu spionieren, aber sonst ist sie ein "Niemand" für ihn. Wie es ihr geht und welchen Gefahren er sie und sein Kind aussetzt ist ihm egal.
Leider gibt es nur 2 Seiten gleich nach der Hochzeit von Nick und Polly auf denen man etwas Einblick in das Leben von Polly erhält: man erfährt dass Polly Nick bereits schon als Kind geliebt hat und dass sie von Pater Ranulf vergewaltig worden ist.
Es gibt eine Stelle wo Nick auch abwertend an Polly denkt, weil er nicht der erste Mann gewesen ist mit dem sie geschlafen hat, so als hätte sie sicher schon ein paar vor ihm gehabt. Nur der erste Mann mit dem Polly geschlafen hat, war Pater Ranulf und dass tat sie nicht freiwillig. Und dann kam schon Nick.
Aber Janis hingegen, schläft mit Nick obwohl er mit einer anderen verheiratet ist und in der ersten Zeit ja überall wo es nur irgendwie geht. Wer benimmt sich da eher wie eine einfache "Magd" Janis oder Polly?
Ja ich mag Polly sehr. Ich finde sie ist eine sehr bemerkenswerte Frau: sie ist nur eine einfache Küchenmagd die zunächst nicht mal lesen und schreiben kann und bewegt sich an adeligen Höfen ohne dass es den Leuten dort auffällt aus welch einfachen Verhältnissen sie stammt. Lernt dann noch Lesen und Schreiben von ihrem Sohn(wenn Nick etwas Interesse gehabt hätte hätte er darauf schauen können, dass sie es lernt) und erzieht ihre beiden Kinder zu wunderbaren Menschen "ohne sie zu verbiegen", denen niemand anmerkt aus welchen einfachen Verhältnissen seine Mutter kommt.
Sie begibt sie ferne von ihrer Heimat ganz alleine mit einem kleinen Kind in Gefahr, weil Nick sie darum bittet. Ungeheuer mutig finde ich.
Es gibt wirklich so ein paar Stellen in dem Buch bei denen ich beim Lesen richtig zusammengezuckt bin, weil Nick so böse Sachen zu Polly sagt, z.B. droht er ihr obwohl er selbst schon lange mit Janis schläft, dass er sollte Polly ihm betrügen sie in ein Kloster sperren lässt und sie ihre Kinder dann nie wieder sehen wird. Diese Drohung benutzt er ja öfters. Was ist das für ein Mensch?
Aber dann bei der Hochzeit von Francis ist er auf Lord Willoughby, den zweiten Ehemann von Polly, eifersüchtig!!!!

Eine Romanfigur die nur gut und nett ist finde ich zwar langweilig, interessanter ist eine Figur die nicht nur gut oder böse ist. Kleine Fehler, Unzulänglichkeiten, ein bisschen Egoismus usw. machen eine Figur ja erst liebenswert und lebendig. Eben menschlich. Sogar wenn eine Figur manchmal mehr zu dunklen Seite tendiert, kann sie faszinierend und interessant sein, z.B. Scarlett aus "Vom Winde verweht" oder Constance aus "Engel aus Stein".
Aber Nick - schrecklich! Es ist nicht nur sein Verhalten gegenüber Polly gegenüber, sondern auch gegenüber Louise. Ich finde Louise irgendwie sympathisch. Und ich denke dass sie es als Kind sehr schwer hatte. Da ja Nick wie er ja selbst behauptet, alles drangesetzt hat um ihr das Leben so bitter wie möglich zu machen und auch durch Polly erfährt man das Nick als Kind sehr gemein zu Louise gewesen ist. Dazu kommt, dass Nick und Laura eine Gemeinschaft waren und Louise alleine gewesen ist und die beiden sie nicht in ihrem Kreis aufgenommen haben.

Seinen guten Freund Jerome Dudley weist er die Tür, nur weil er seine Stiefschwerster geheiratet hat.
Der armen Katherine Howard wünscht er einen qualvollen Tod, was hat sie ihm den getan. Sie hat nicht die Schuld am Selbstmord von seinem Bruder.

Die historischen Personen werden von Nick (bzw. natürlich von Rebecca Gable) nur in Böse oder Gut eingeteilt, und so werden sie dann dargestellt:
Henry VIII: wird von Anfang an nur als fett beschrieben, zu der Zeit als er mit Katherine von Aragon verheiratet gewesen ist war er doch noch nicht so fettleibig.
Mary I: nur als gute
Anne Boleyn: als schlechte, dazu angemerkt: die Szene wo Nick zu Anne Boleyn sagt, dass sie eine Farce ist, eine Bruthenne mit einer gestohlenen Krone auf dem Kopf ist ja wirklich total unrealistisch, für so ein Benehmen gehört er ja wirklich hingerichtet.
Thomas More: wird als guter Mensch dargestellt, dabei sind so viele Menschen aufgrund seiner Anordnungen gefoltert und hingerichtet worden
Thomas Cromwell: nur als schlecht.

Von allen Rebecca Gable Bücher die ich bisher gelesen habe hat mir dieses Buch am wenigsten gefallen. Es wäre interessant gewesen wenn aus Polly und Nick ein glückliches Ehepaar geworden wäre, wenn er sie mit der Zeit auch zum Lieben begonnen hätte. Wäre mal etwas anderes gewesen.
Die geschichtlichen Figuren wie oben beschrieben sind sehr einseitig dargestellt und die meisten geschichtlichen Ereignisse am tudorischen Hof erfährt man nur von Hörensagen, weil Nick zwar über den König lästert, aber seine Pflichten als Königsvasall nie nach kommt, z.B. dass er Verantwortung als Mitglied des Kronrates übernimmt und daher selbst selten am Hof ist. Vielleicht war er zu feige dazu?

Auch gibt es in dem Buch keiner dieser richtig tiefgehenden wunderbaren Freundschaften wie in den vorangegangen Büchern. Liegt vielleicht daran, dass Nick dazu nicht fähig ist?

Ich hoffe ehrlich, dass "Der dunkle Thron" der Abschlussband der Waringham Sage ist, den mir kommt vor als wäre in dieser Hinsicht die "Luft draußen".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Waringham Teil 4 - gut mit Längen, 16. Januar 2012
Vorweg: Ich habe alle anderen Bücher von Frau Gable gelesen und liebe ihre Figuren und ihre Werke sehr!

Ich betone das, weil ich bei diesem Buch erstmalig nicht dieses Gefühl des dauerhaft gefesselt sein hatte, was bei den anderen Büchern einfach so unglaublich der Fall war. Gerade die ersten 3 Teile der Waringham Reihe fand ich absolut grandios und ich habe sie verschlungen! Hier musste ich mich zwischenzeitlich auch mal ein bisschen weiterquälen.

Dieses Buch ist natürlich auch insgesamt gut, weil sie einfach eine tolle Erzählerin ist und schreiben kann, es hat aber deutlich mehr Längen als die anderen Teile, ist zwischendrin teilweise auch einfach mal zu detailiert und hat aus meiner Sicht einfach auch weniger Tempo als die anderen Teile.

Die Erwartungshaltung war sehr, sehr hoch, weil ihre anderen Bücher so brilliant sind und die wurde bei mir nicht erfüllt. Ich hatte speziell in der Mitte zu viele Phasen, die mich einfach auch gelangweilt haben und wo ich den roten Faden nicht mehr entdecken konnte.

Vermutlich hängt es damit zusammen, dass der Abstand zu den bekannten Waringham-Figuren zeitlich recht groß ist. Das ist nachvollziehbar und notwendig, aber dieser Bezug fehlte mir einfach beim Lesen bzw. das hat die anderen 3 Teile so lebendig und in sich geschlossen gemacht. Vielleicht fehlen auch die Schlachten, Auseinandersetzungen und Kriege, die in den anderen Teilen Schwung erzeugt haben. Logisch, weshalb sie nicht da sind, aber ich hatte mich halt gefragt, was an diesem Buch anders ist.

Ich gebe jetzt 3 Sterne (3,5 wären richtiger), weil sie sich dennoch auf sehr hohem Niveau bewegt und einfach die beste ist, wenn es um historische Romane aus dieser Zeit geht. Ich glaube für Fans ist dieses Buch aber eher schwächer, als die anderen Werke.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach spitze!, 22. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Thron: Historischer Roman (Taschenbuch)
Wie immer hat Rebecca Gablé meine Erwartungen übertroffen.
Auf ihre unnachahmliche Weise hat sie wieder einmal ihre Figuren mit der englischen Geschichte und ihren Persönlichkeiten verwoben. Mit viel Achtung vor den Fakten malt sie leere Stellen geschickt und glaubwürdig mit Fiktion aus.

Wie gewohnt wird der geneigte Leser von den Waringhams an die Hand genommen und befindet sich schon bald auf einer spannenden Reise durch die englische Geschichte, lernt bekannte,besondere und zweifelhafte Persönlichkeiten des Weltgeschehens kennen und erlebt "gefühlt hautnah" mehr, als jedes Geschichtsbuch je vermitteln könnte.

In diesem vierten Teil der Waringham Saga lernen wir den berühmt-berüchtigten Henry VIII, der mit den sechs Frauen ;-), kennen. Einmal mehr verknüpft die Autorin mühelos das Leben und Wirken derer "of Waringham", ihrem fiktiven alten Adelsgeschlecht aus Kent, mit dem der englischen Königsfamilie.
Wer die drei Vorgänger dieses Buches kennt ("Das Lächeln der Fortuna"; "Die Hüter der Rose" und "Das Spiel der Könige") findet immer wieder Verknüpfungen und Parallelen.
Natürlich kommen auch die Pferde nicht zu kurz...was wären die Waringham ohne die Pferdezucht, ihre besondere Gabe und der Neigung zur Stallarbeit :-).

Auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn Nicht-Kenner vielleicht besser am Anfang der Reihe beginnen. (Tipp: erstmals werden die Waringham bereits in "König der purpurnen Stadt" erwähnt. Hier finden sich auch die Verknüpfungen zu den Durham aus London, welche ab "Spiel der Könige" wieder deutlicher wird und sich in "Der dunkle Thron" fortsetzt.)
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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 27. September 2011
Von 
S. Hemmer (Buxtehude) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe auch die anderen Bücher von Rebecca Gable gelesen, und insbesondere die "Waringham"-Reihe hat mir bisher sehr gut gefallen. Doch leider kann der "Der dunkle Thron" dabei nicht mithalten. Das liegt vor allem daran, dass eine wirklich packende und dramatische Handlung fehlt.

Während sich die früheren Waringhams mit dem Schwert in der Hand für König und Vaterland mitten ins Kampfgetümmel stürzten, hält sich Nicholas, der aktuelle Lord Waringham, aus Politik und Intrigen weitgehend heraus. Nach 100 Seiten denkt man sich "so, jetzt ist die Einführung wohl vorbei, jetzt könnte es ja mal losgehen". Aber es geht nicht los, dem Buch fehlt irgendwie ein packendes Motiv, und daher besteht die Handlung zum Großteil aus belanglosem Alltagsgeschehen: Nick besucht Prinzessin/Lady Mary in ihrem jeweiligen Exil und tauscht mit ihr Neuigkeiten aus, Nick reitet nach Waringham, Nick besucht seine Pferdezucht, Nick reitet nach London und inspiziert sein Waisenhaus, Nick reitet wieder nach Waringham usw. usw. Von den Ereignissen der "großen" Politik erfährt Nick (und damit der Leser) in den meisten Fällen nur indirekt und in groben Zügen aus dem Mund anderer.

Trifft Nick doch mal auf König, Königin, Lordkanzler oder sonst einen Mächtigen, benutzt er die Gelegenheit, sein Gegenüber durch respektlose Bemerkungen gegen sich aufzubringen - nicht gerade ein Zeichen von Intelligenz. Landet er dann als Verräter oder Ketzer im Tower, ist es für den Leser geradezu eine willkommene Abwechslung von dem sonstigen Alltagstrott.

Sehr schlicht und platt ist auch die Darstellung der zahlreichen Figuren geraten. Nur bei Nick selbst und bei Prinzessin Mary macht die Autorin sich die Mühe einer einigenmaßen nachvollziehbaren Charakterzeichnung. Fast alle anderen sind auf bloße Namen reduziert, sogar Nicks unmittelbare Verwandte wie seine Schwester und seine Kinder. Ab und zu werden sie mal erwähnt und dürfen vielleicht einen Satz sagen, aber das war's auch schon. Und die meisten Personen aus Nicks Umfeld verhalten sich über einen Zeitraum von 20-30 Jahren immer nach Schema F: Mary vertraut auf Gott und geht beten, die Stiefmutter ist böse und gehässig, Chapuys weiß über alles Bescheid etc.

Fazit: Verglichen mit seinen Waringham-Vorfahren ist Nicholas eine langweilige (und mir persönlich unsympathische) Hauptfigur, und Heinrich VIII, seine Ehefrauen und sonstige Akteure auf der politischen Bühne wie Wolsey, Cromwell, Norfolk usw. bleiben blasse Randfiguren. Dadurch treten auch die dramatischen Umwälzungen in England zu dieser Zeit weitgehend in den Hintergrund und werden nur sehr grob beschrieben.
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Der dunkle Thron: Historischer Roman
Der dunkle Thron: Historischer Roman von Rebecca Gablé (Taschenbuch - 16. August 2013)
EUR 12,99
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