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86 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachlos!
Vor wenigen Minuten habe ich das neue Buch von Andreas Eschbach als Hörbuchfassung zu Ende gehört und kann nur sagen, dass ich begeistert bin!

Begeistert, dass ich seit langer Zeit mal wieder ein Buch entdeckt habe, dass mir nach seinem Ende das Gefühl gibt, etwas wirklich tolles erlebt zu haben. Viele Bücher sind nett Unterhaltung, schnell...
Veröffentlicht am 27. November 2011 von Oliver S

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles und nichts...
Hiroshi und Charlotte kennen sich seit ihrer Kindheit an. Ausführlich erfahren wir, wie sich die Tochter des französischen Botschafters und der Sohn einer japanischen Arbeitskraft in früher Kindheit kennen lernen und wie sich wieder aus den Augen verlieren. Jahre später treffen sich Charlotte und Hiroshi wieder, beide studieren nun in den USA und...
Veröffentlicht am 15. August 2011 von Nicole W. - lilstar.de


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86 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachlos!, 27. November 2011
Von 
Oliver S - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge (Audio CD)
Vor wenigen Minuten habe ich das neue Buch von Andreas Eschbach als Hörbuchfassung zu Ende gehört und kann nur sagen, dass ich begeistert bin!

Begeistert, dass ich seit langer Zeit mal wieder ein Buch entdeckt habe, dass mir nach seinem Ende das Gefühl gibt, etwas wirklich tolles erlebt zu haben. Viele Bücher sind nett Unterhaltung, schnell gelesen und dann vergessen, nicht so hier.
Ehrlich gesagt war ich zu Anfang des Buches etwas skeptisch, was mir diese Geschichte über zwei Kinder in Tokyo sagen sollte. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es so langsam und letztendlich uninteressant weitergehen würde. Aber dann nahm die Geschichte deutlich an Fahrt auf, auch wenn ich immer noch nicht wusste, wo die ganze Sache hinführen sollte. Gegen Mitte des Buches dachte ich dann, dass ja eigentlich alles erzählt wäre und wunderte mich, warum da noch so viel kommen sollte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt, die im Buch mit dem Teil "Charlottes Insel" begannen, entwickelt sich die Geschichte zu einer Tour de Force, die ich selten erlebt habe. Ich konnte mich kaum von ihr lösen, so spannend und fesselnd war das, was ich da vorgelesen bekam. Eine Idee jagte die nächste und der Autor verquickte unzählige Ideen in einer Art, die sie gut zusammenwirken ließen. Der Spannungsbogen in diesem zweiten Teil des Buches strebte nur noch nach oben und entlud sich letztendlich in einem Ende, dass bei aller Traurigkeit in seiner Eleganz und Kraft der Geschichte würdig war.

Viele Worte, die letztendlich nur sagen wollen, dass es ein tolles Buch ist. Sicherlich keine Literatur von Weltformat, aber ein perfektes Buch für jeden, der Spass an Science Fiction und spannenden Thrillern hat. Besonders gut, neben all den tollen Ideen, fand ich die Art und Weise, wie der Autor seinen Hauptdarstellern Platz für eine Entwicklung im Laufe der Geschichte einräumte. Sie wuchsen einem immer mehr an Herz und konnte nicht anders als Leid und Freud mit ihnen zu teilen.

Zu all dem passte auch der gute Vortrag von Sascha Rotermund, der das mit seiner Stimme ein würdiger Leser war. Die gesamte Vertonung, auch mit den kurzen musikalischen Zwischenspielen war wirklich klasse.

Daher kann ich für dieses Buch nur die maximale Wertung geben, weil es seit Jahren das erste Buch ist, das mich so begeistert hat! Vielen Dank dafür!
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56 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolutes Highlight!, 9. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt im Japan der 90er Jahre, als sich die Tochter des französischen Botschafters und der Sohn einer japanischen Angestellten begegnen. Charlotte und Hiroshi werden trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft Freunde, allerdings halten weder ihre Eltern noch seine Mutter viel davon. Zu groß sei der Unterschied zwischen Reichen und Armen. Diese Äußerungen bringen Hiroshi dazu, darüber nachzudenken, warum es überhaupt reiche und arme Menschen gibt und wie man diesen Unterschied beseitigen kann. Dem 10jährigen Jungen kommt eine Idee, die an und für sich ganz einfach ist. Ob sich diese Idee allerdings in die Praxis umsetzen lässt? Zumindest zieht sie sich durch das ganze Buch, in dem sich Charlotte und Hiroshi immer wieder begegnen werden.

Meine Meinung:
Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich mit diesem Buch einlasse. Rezensionen hatte ich vorher nicht gelesen, genauso wenig den Klappentext. Völlig unbefangen bin ich also an die Geschichte herangegangen. Über einen langen Zeitraum begleitet der Leser Hiroshi und Charlotte auf ihren unterschiedlichen Wegen, die sich immer wieder begegnen. Besonders Hiroshi fand ich als Charakter extrem spannend, während Charlotte als verwöhnte Diplomatentochter meine Sympathie nicht wirklich gewinnen konnte. Aber es geht nicht nur um eine schicksalshafte Liebesgeschichte. Bei weitem nicht. Die Charaktere bekommen ausreichend Zeit, sich darzustellen, aber im Hintergrund passiert immer noch viel mehr, denn es geht ja um die Vision, die Hiroshi hat: eine Welt ohne Armut. Erst nach gut 300 Seiten wird die eigentliche Idee erklärt und gezeigt. Ein durchaus spannender Ansatz. Durch Hiroshis Erklärungen für Charlotte konnte auch ich als laienhafter Leser alles wunderbar nachvollziehen. Anschließend gibt es eine Art Bruch in der Geschichte und nach dem ersten Schreck konnte ich das Buch dann eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung, die vorher zwar nie uninteressant war, aber eher gemächlich vor sich hin lief, nimmt auf einmal ein Tempo und eine Richtung auf, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Auch wenn ich an und für sich kein Leser von Science-Fiction bin, war ich total gefesselt bis hin zum unvermeidbaren, aber nicht vorhersehbaren Schluss.
Ein großartiges Buch, das von mir die Höchstnote bekommt!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschafts- und Sci-Fi Abenteuer vom Feinsten, 15. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie in seinen anderen Büchern auch, gelingt es Andreas Eschback seine Protagonisten "Leben" einzuhauchen, so dass man so eine Art persönliche Beziehung zu Hiroshi und Charlotte aufbaut.
Toll finde ich, dass es dem Autor aber auch gelingt die "Nebenfiguren" charakterstark vorzustellen, seien es Rodney, James Benett III oder Adamson.
Insofern fiebert man von Anfang an mit und fragt sich, wie sich das jeweilige Leben so entwicklen wird.

Das Buch lebt nicht nur von solch starken Charakterzeichungen sondern auch von einem abwechslungsreichen Erzählstil der die Handlung vorantreibt, aber auch immer sehr geschickt Hintergrundwissen vermittelt und Zusammenhänge herstellt.

Geschickt gelingt es von einer Jugendfreundschaft zwischen Hiroshi und Charlotte die aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, die weiteren Entwicklungen der beiden Hauptpersonen immer wieder zusammen zu führen.
Aus einer "Milieuerzählung" entwickelt sich der Plot entlang der Vision des jungen Hiroshi (Reichtum für alle Menschen) Schritt für Schritt zu einem Abenteuer-Technologie-Wissenschafts-SciFi-Roman.

Geradlinigkeit (Hiroshi) versus Orientierungslosigkeit (Charlotte) begleitet die Geschichte ebenfalls wie ein roter Faden und findet sich in vielen kleinen Gegebenheiten und Entwicklungen.

Die beschriebene Technik wird anhand netter und einfacher Beispiele gut erklärt, so dass man auch einen Zugang zu den Gebieten der Robotik und Naotechnologie findet. Gleichzeitig gelingt es die Risiken immer wieder mit in den Vordergrund zu stellen und zeigt auf, wie bestimmte Technologien auch unterschiedlich interprtiert werden können (Militärs sehen ja immer gern überall Gefahren).

Der Herr aller Dinge ist aus meiner Sicht eine gelungene Symbiose verschiedenster Genre und bietet nicht nur für SciFi-Freunde viel Lesespaß und Abwechselung.

Für mich 9 von 10 Punkten!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konnte mich positiv überraschen!, 6. Oktober 2012
Von 
Asaviel (Baden-Württemberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung:
Science-Fiction ist für mich meistens schon im allerersten Moment abschreckend. Zukünftige Technologien und dann vermutlich auch noch Außerirdische? Damit kann ich mich in den seltensten anfreunden. Dieses Buch wurde mir aber mehrfach ans Herz gelegt, als ich auf der Suche nach neuen Hörbüchern war. Na gut, es konnte ja nicht schaden, sich darauf einzulassen.
Als erstes war auffällig, dass man lange Zeit nach den echten Thriller-Elementen sucht. Ja, es ist eine Grundspannung da, aber diese fragt lediglich: Was soll das Ganze? Was hat es mit Hiroshis Idee auf sich, werden Charlotte und Hiroshi jemals ein Paar? Die Geschichte nimmt sich Zeit, viel Zeit sogar. Und obwohl das vielleicht gerade negativ klingt, ist es das nicht. Man kann sich so voll und ganz auf die Charaktere einlassen, lernt sie kennen und kann dann auch mit größeren Zeitsprüngen gut umgehen. Wir lernen die beiden Protagonisten ja als Kinder kennen und dann werden im weiteren Verlauf immer nur wichtige Lebensabschnitte näher beleuchtet. Zwischen den einzelnen Teilen liegen oft Jahre, aber das ist keineswegs stören, denn der Leser hatte zu Beginn der Handlung genug Zeit beide gut kennen zu lernen. Dabei wird man auf früh damit konfrontiert, dass nicht nur Science-Fiction, sondern auch eine Prise Fantasy in die Geschichte eingeflossen ist. Charlotte hat eine Fähigkeit, die anders nicht zu erklären ist.
Nachdem die Kindheit der beiden erzählt wurde, nimmt der Leser aber der Collegezeit auch immer wieder die Blickwinkel diverser Nebencharaktere ein. Es fiel mir nicht immer ganz leicht den Überblick zu behalten, wer davon nun wer war und bei jedem Sprung zu diesen Nebencharakteren, brauchte ich einige Minuten, um sie in den Gesamtkontext einzuordnen.
Nur zu gerne springt Andreas Eschbach von einem Charakter zum nächsten, wenn die Spannungskurve gerade am höchsten ist, wenn Charlotte gerade etwas Wichtiges erfahren oder Hiroshi etwas entdeckt hat. Der Leser erfährt noch, dass es etwas Neues gibt, aber nicht mehr, was es ist. Teilweise wird an genau diesem Punkt ein Zeitsprung eingebaut, sodass man sich erst im Nachhinein zurechtlegen kann, was wirklich passiert ist. Dadurch entsteht auch bei dieser großen Seitenanzahl immer wieder ein Pageturnereffekt.
Über weite Teile der Handlung spielt Technologie, genauer Nano-Technologie eine große Rolle. Ich kann von mir behaupten, auf diesem Gebiet keine Ahnung zu haben. Aber selbst als Ahnungslose konnte man auch diese Passagen gut lesen und das sogar mit dem Gefühl zu verstehen, was Hiroshi dort erklärt. Dieses hochkomplexe Thema wird also laienfreundlich aufgearbeitet. Natürlich kann ich keine Aussagen über die Richtigkeit der Angaben treffen oder ob es möglich ist, was Hiroshi vorschwebt.
Action und ein hohes Maß an Spannung kommt dann einmal im Mittelteil und vor allem im letzten Drittel der Geschichte auf. Hier scheinen sich die Ereignisse dann fast zu überschlagen. Darauf hat man gewartet und wird nicht enttäuscht. Als Hörbuch-Hörer kann man nun kaum noch den Pause-Knopf drücken und verfolgt beinahe atemlos das Geschehen bei Charlotte und Hiroshi.
Schon ab der Hälfte des Buches habe ich mich immer wieder gefragt, wie das alles denn enden soll, wie man hier denn ein gutes, ein passendes Ende herbeiführen kann. Am Ende bin ich begeistert über die Konsequenz und die gerade Linie, die Andreas Eschbach eingeschlagen hat. Dies ist das einzig mögliche Ende, es werden keine Kompromisse eingegangen und der Leser wird dabei nicht geschont. Nur so wie es hier ist, kann man am Ende zustimmend nicken und befinden, dass das Buch mit einem würdigen Ende abgeschlossen wurde. Hut ab.

Fazit: Ein Buch, das mich damit, dass es mich überzeugen konnte, überrascht hat. Hier findet sich ein Thriller, der die Lebensgeschichte zweier Menschen erzählt und dabei nur langsam Fahrt aufnimmt und trotzdem den Leser von Beginn an zu fesseln versteht. Das ist ungewöhnlich. So ungewöhnlich wie die Geschichte, die erzählt wird. Man muss sie selbst gelesen oder gehört haben, denn sie lässt sich nicht mit wenigen Worten zusammenfassen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles und nichts..., 15. August 2011
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Hiroshi und Charlotte kennen sich seit ihrer Kindheit an. Ausführlich erfahren wir, wie sich die Tochter des französischen Botschafters und der Sohn einer japanischen Arbeitskraft in früher Kindheit kennen lernen und wie sich wieder aus den Augen verlieren. Jahre später treffen sich Charlotte und Hiroshi wieder, beide studieren nun in den USA und etwas, was man als Liebe bezeichnen könnte, entwickelt sich. Man verliert sich wieder aus den Augen, nur um sich wiederrum Jahre später erneut wieder zu treffen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitet Hiroshi schon lange besessen an der Verwirklichung seines Kindheitstraums, dass alle Menschen irgendwann reich sein könnten, und zwar mit Hilfe von Robotern, was ihm allerdings nicht gelingen mag. Charlotte ist derweil auf der Suche, wonach weiß sie allerdings selbst nicht so ganz, mit ihrem Leben ist sie jedenfalls nie ganz zufrieden.
Nach weiteren Jahren treffen sich Charlotte und Hiroshi dann erneut wieder und es kommt zum eigentlichen Thema des Buches, nämlich der Nano-Technologie. Leider kann ich hier nicht weiter auf den Inhalt eingehen, ohne viel zu viel zu verraten, deswegen breche ich an dieser Stelle einfach mal ab. Ein wenig Spannung muss ja doch noch sein.

Eigentlich lese ich Andreas Eschbach recht gerne. Die Romane, die ich bisher von ihm las waren wir schön und auf den Punkt gebracht. Bei diesem Roman ist das anders gewesen, oh ja, mit diesem Roman hat sich der Autor doch eine ganze Menge vorgenommen. Allerdings drängte sich mir beim Lesen dann doch irgendwann die Frage auf, ob er überhaupt selbst wusste was er da schreiben wollte. Aber mal der Reihe nach ...

Eschbach lässt sich sehr viel Zeit um seine Charaktere einzuführen. Dies gelingt ihm auch recht gut. Obwohl es so viele Zeitsprünge gibt, konnte ich die Handlungen der Protagonisten doch immer recht gut nachvollziehen und fühlte mich mit diesen auch verbunden. Allerdings wusste ich irgendwie nicht so wirklich wohin das ganze führen sollte. Charlotte hatte zwar ihre merkwürdige, eher phantastische Gabe, aber so wirklich ging es nicht darum. Und Hiroshi war von seinem Kindheitstraum besessen, aber es ging auch nicht nur um die technische Umsetzung. Ein wenig klang auch noch Politik und Wirtschaft an, es gab mal hier einen Handlungsstrang und auch mal dort, aber nichts, was so wirklich ins Gewicht viel.
Erst nach über der Hälfte des Buches - und das Buch hat beinahe 700 Seiten - wird es ein wenig spannend und ab da dreht sich hauptsächlich alles nur noch um Nano-Technologie. Hier merkt man auch, dass der Autor quasi vom Fach kommt. Eigentlich haben mich die ganzen fachlichen Erklärungen nicht abgeschreckt, aber ich fand es schon störend, dass sie so einen Bruch zum bisherigen Geplänkel darstellten. Nach mehr als 400 Seiten hatte ich einfach nicht mehr damit gerechnet und es drängte sich einfach die Frage auf, ob dem Autor tatsächlich jetzt erst eingefallen war, dass ja so etwas noch kommen sollte.
Aus Sicht der Geschichte war diese Entwicklung natürlich schon logisch, aber zum Schluß hatte ich dann doch den Eindruck, als müsste jetzt nach einer irre langen Einführung alles schnell, schnell, schnell gehen. Das passte einfach nicht zusammen.

Wahrscheinlich wird sich diese Rezension jetzt eher so anhören, als hätte mir das Buch nicht besonders gefallen. Tatsächlich habe ich die Lektüre aber sehr genossen, dennoch sind mir die angesprochenen Kritikpunkte dann doch recht sauer aufgestoßen.
Insgesamt würde ich dem Buch dann drei Punkte geben. Mit einer Empfehlung tue ich mich ein wenig schwer. Wem sollte man ein Buch empfehlen, in dem es um alles und auch wieder nichts geht?
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drake-Gleichung, Mandelbrot-Menge, Naniten und mehr ..., 11. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Taschenbuch)
von all diesem handelt dieser Science-Fiction/Abenteuer-/Wissenschaftsthriller.
Was am Anfang noch etwas zäh und wie ein Jugendroman beginnt, mausert sich in der zweiten Hälfte zu einem originellen, furiosen Science-Fiction und Wissenschaftsthriller, der den Vergleich mit den besten Werken von Michael Crichton ohne weiteres gewinnen könnte.
Denn Andreas Eschbach schreibt nicht "nur" actiongeladene Science-Fiction à la Rollins oder Reilly, sondern fundierte Wissenschaftsthriller; und dies so intensiv und anschaulich, dass es einen schaudert, wenn man an das Unheil denkt, was Nanobots anrichten könnten.
Die unterschiedlichen Charaktere unserer beiden Haupdarsteller wurden gut herausgearbeitet: Auf der einen Seite der ernsthafte, geradlinige und zielstrebige Hiroshi, der seinen Traum von einer besseren Welt ehrgeizig umsetzen will und auf der anderen Seite die verwöhnte, ziellose Charlotte, die relativ unsympatisch herüberkommt - aber warum sollte man auch alle Romanfiguren lieben?
Die Sprache ist wie immer sehr gut, die Geschichte (nach zähem Anfang) sehr spannend, mit orginellen Wendungen und furiosem Ende.
Vielleicht hätten 50 Seiten weniger der Geschichte gut getan - aber es handelt sich auf jeden Fall um ein herausragendes, originelles, zum Nachdenken anregendes Werk, das man gelesen haben sollte. Darüberhinaus lern man quasi nebenbei sehr viel über die Welt der Nanorobotik und über unsere (Früh-)Geschichte - sympatische Nebeneffekte!
Fazit: 5 Sterne, sehr empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach irre!, 20. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Kindle Edition)
Habe das Buch eine Billion Dollar von Eschbach vor längerer Zeit gelesen. Bei diesem Roman war ich anfangs verwirrt, stellenweise - aber nur kurz - gelangweilt und dann im letzten Drittel dermaßen gefesselt, dass ich es nicht mehr weglegen konnte. Selbst wenn man / frau schon etwas über Paläoanthropologie und Nanotechnologie weiß, ist dieser Roman extrem spannend und man / frau kommt nicht auf das Ende.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In meinen Augen der beste Eschbach, 15. Juli 2013
Von 
Adrian Jochum "AJ" (Lüneburger Heide) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe einige andere Bücher von ihm vorher gelesen. Vom Thema, dem Spannungsbogen, der überraschenden Wende bzw. Verschärfung der ganzen Framaturgie inklusive dramatischem Tempowechsel her und von der Auswirkung des Storyhintergrundes auf das Weltbild der Menschen in der Geschichte, stelle ich dieses Buch ohne Weiteres auf eine Stufe mit Schätzings "Der Schwarm".
Auch das, was einige hier als Vorgeplänkel kritisieren, finde ich interessant und tiefgründig genug.
In jedem Fall empfehlenswert!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung auf hohem Niveau, 1. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hiroshi Kato ist 10 Jahre alt, als er Charlotte Malroux kennenlernt. Sofort ist er von dem Mädchen fasziniert und scheint zu wissen, dass es zwischen den beiden eine besondere Bindung gibt ' doch sie trennen Welten: Charlotte stammt als Tochter des französischen Botschafters aus reichen Verhältnissen, während Hiroshis Mutter in einer Wäscherei arbeitet. Dennoch schaffen Hiroshi und Charlotte, eine Freundschaft aufzubauen. Ihre unterschiedlichen sozialen Verhältnisse drohen diese zarten Bande jedoch schnell zu zerstören. Da kommt dem Jungen eine Idee, die die Welt verändern soll: Er will dafür sorgen, dass alle Menschen gleich reich sind '

Während man zu Beginn noch denken mag, es mit einem romantischen Liebesroman zu tun zu haben, merkt man schon bald, dass 'Herr aller Dinge', der neueste Roman von Andreas Eschbach, noch viel mehr zu bieten hat. Während das 'Katz-und-Maus'-Spiel zwischen Hiroshi und Charlotte, die sich immer mal aus den Augen verlieren, deren Wege sich aber doch immer wieder kreuzen, immer weiter geht, nimmt die eigentliche Geschichte ihren Lauf. Hiroshi denkt nach Jahren an seine Kindheitsidee zurück und macht es sich zur Lebensaufgabe, ein System zu entwickeln, dass die Abschaffung von 'arm' und 'reich' ermöglicht und so alle Menschen auf eine Stufe stellt.

Es dauert nicht lange, und es hat sich eine Handlung herausgebildet, bei der sowohl Fantasy- und Science-Fiction-Fans als auch alle Thriller-Begeisterten auf ihre Kosten kommen. Denn Hiroshis Idee bringt natürlich auch einige Gegner dieser mit sich. Sehr schön werden vom Autor die ethischen Fragen an den Leser herangetragen und diskutiert, die eine solche grundlegende Veränderung eines Systems mit sich bringt.

Beim Lesen war ich verblüfft, wie der Autor scheinbar alle existierenden Buchgenres miteinander verbindet und dadurch ein völlig neues Leseerlebnis ermöglicht. Ist man im einen Moment noch verblüfft über Charlottes Fähigkeiten, in die Vergangenheit zu sehen oder ob Hiroshis Erfindungsreichtum, fiebert man in der nächsten Sekunde bei einer spannenden Verfolgungsjagd mit. Gleich darauf kann man sich wieder über ein paar Gefühle freuen, wenn die Beziehung (oder was auch immer es ist) zwischen den beiden Hauptcharakteren zum Hauptthema wird.

Was ich jedoch noch besser fand als diesen Abwechslungsreichtum war, dass man dieses Buch nicht einfach schnell und ohne viel Nachdenken liest, dann zuklappt, in den Schrank stellt, kurz denkt 'Schön war's' ' und sich dann, ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Ich möchte mir hier eines Zitates von Cornelia Funke bedienen. Sie schreibt in einem ihrer Bücher:
'Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz.'
Obwohl ich 'Herr aller Dinge' dank seines flüssigen Schreibstils und der immens spannenden, innovativen Handlung auch verschlungen habe, ist es doch eindeutig ein Buch der letzten Kategorie. Andreas Eschbach behandelt in seinem Roman mit den sozialen Schichten und den finanziellen Unterschieden ein wichtiges Thema. Beim Lesen werden viele Fragen aufgeworfen: 'Ist so etwas möglich?', 'Ist es gut?', 'Könnte so ein System funktionieren?'. Automatisch stellt man sich beim Lesen all diese Fragen, wodurch die Lektüre viel intensiver wird.

Wenn man dann schließlich das Buch nach fast 700 Seiten zuschlägt (nicht, ohne sich auf Seite 600 zu fragen, wie jetzt noch alles aufgeklärt werden soll, da man sich doch gefühlt gerade auf dem Höhepunkt der Geschichte befindet und auch nicht, ohne dann in Anbetracht des unerwarteten, aber runden und passenden Endes verblüfft zu sein), bleibt da noch einiges zu verdauen. Und auch, wenn die Lektüre beendet ist, bleiben die gestellten Fragen noch immer im Kopf.

Mich hat dieses Buch begeistert und überzeugt. Bitte mehr solche Bücher, die Spannung, Tiefgründigkeit, Ideenreichtum und Einzigartigkeit auf fesselnde Art und Weise miteinander verbinden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Geschichte beinhaltet mehrere Themen..., 30. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Herr aller Dinge: Roman (Kindle Edition)
...auf einmal: Technologie, Liebe und „Aliens“ (Die „“ sind extra!)
Der japanische Junge Hiroshi Kato lernt Charlotte Malroux kennen. Sie freunden sich insgeheim an, obwohl die El­tern beider Kinder dies nicht möchten, weil der soziale Unterschied zu groß ist, denn Hiroshis Mutter ist eine Wäscherin bei den Malroux'. Hiroshi hat dann eine Idee: Er möchte alle Menschen reich machen. Charlotte zieht bald daraufhin weg, weil ihr Vater nach Russland versetzt wird, und Hiroshi setzt sich daran, seine Idee in die Taten umzusetzen.
Ein paar Jahre später zieht Hiroshi in die USA und besucht das MIT. Er ist ein Überflieger, macht die ein oder andere Erfindung und will seine Kindheitsidee in die Tat umsetzen. Bei einer Party trifft er zufällig Charlotte, die inzwischen Paläoanthropologie in Harvard studiert, und kurz vor ihrer Verlobung mit dem Milliadärssohn James Michael Bennett III. steht.
Weitere Jahre später hat Hiroshi sein Studium abgebrochen und arbeitet für Larry Gu, einen chinesischen Geschäftsmann, der Hiroshis Idee unterstützt. Er hat einen Roboter erschaffen, der die Grundlage seiner Idee darstellt: Die Maschine kann sich selbst reproduzieren mit dem Material, welche sie in der Umgebung findet. Doch dieses Experiment geht schief. Hiroshi bricht daraufhin alles ab.
Der nächste Sprung ist wieder Jahre später. Hiroshi wohnt in den USA, Charlotte ist Paläoanthropologin. Sie fährt mit einer Gruppe Wissenschaftler auf eine Expedition auf eine russischer Insel in der Arktis. Dort entde­cken sie eine Maschine, die ihr Leben bedroht und die Weltgeschichte verändern soll...

Die Story ist vor allem am Anfang langatmig. Es dauert gefühlt die Hälfte des Buches, bis die Spannung an­steigt.
Am Anfang lernen sich Charlotte und Hiroshi kennen und freunden sich an. Die Kindheit der beiden ist inter­essant, denn hier treffen wirklich Welten aufeinander. Danach kommt erst mal ein ziemlich langatmiges Stück Story. Der Werdegang Hiroshis ist echt schön beschrieben, doch es gibt halt die ein oder andere Stel­le, die schon ziemlich langatmig ist. Hiroshis Aufstieg und Scheitern wird schön und anschaulich beschrie­ben. Man kann gut mit Hiroshi mitfühlen. Auch Charlottes Handeln kann man, zumindest teilweise, gut nach­vollziehen. Charlottes Leben ist ein reines Auf und Ab, doch im Laufe der Geschichte findet sie doch noch ih­ren Weg.
Die Liebesgeschichte, soweit man das überhaupt sagen kann, ist eine Nebenstory, die die eigentliche Ge­schichte auflockert. Es ist nichts wirklich ernstes, aber auch nichts wirklich spielerisches. Dieser Teil wird auch nie großartig beleuchtet, sondern immer nur zwischendurch mal angeklungen.

Die beschriebenen Personen in diesem Buch sind bunt zusammengewürfelt:
Hiroshi Kato, ein japanische Junge mit einem amerikanischen Vater, ist ein Technik-Freak und die eigentliche Hauptperson des Buches. Er lebt sehr zurückgezogen, ist schüchtern und sein größtes Hobby war, Dinge zu reparieren. Trotz der gesellschaftlichen Unterschiede verliebt er sich in Charlotte und diese Liebe wird immer wieder neu entfacht, sobald die beiden wieder aufeinandertreffen. Hiroshi gilt, nachdem er am MIT angefan­gen hat zu studieren, als Genie. Ihm fliegt alles zu, er kann sich tagelang in seine Arbeit vertiefen und erfin­det schon während seiner Studienzeit Dinge, die allgemeinen Anklang finden. Dann will er seine Kindheits­idee, alle Menschen reich zu machen, umsetzen und bricht sein Studium ab, um sich ganz dieser Aufgabe zu widmen. Er schafft es, seine Idee zumindest in den Grundzügen umzusetzen, doch dann scheitert es. Er fällt quasi in ein tiefes Loch nach dem Scheitern und grübelt nur noch darüber nach, wie man das entspre­chende Problem beheben könnte. Hiroshi ist ziemlich kühl, nur interessiert an der Technologie und kein Mensch, der großartige Gefühle zeigt. Es passt gut zu ihm, doch das macht diese Geschichte auch stellen­weise langweilig, weil an diesen Stellen eigentlich große Gefühle angebracht gewesen wären, die dann aber nicht kommen. Weiterhin ist er sympathisch, weil er trotz allem Erfolges auf dem Boden geblieben ist und seinen Wurzeln treu bleibt. Er macht sich mit seinem Verhalten zwar keine direkten Feinde, aber mit seiner Begabung. Das wird im Laufe der Geschichte sehr deutlich.
Charlotte Malroux ist die Tochter des französischen Botschafters. Sie hat ihre Kindheit in Frankreich, Argenti­nien, Indien, Japan und Russland verbracht. Als Kind wurde sie von ihrer Mutter immer „versteckt“, weil ihre Mutter Angst hatte, dass ihr was passiert, weil sie ja die Tochter des Botschafters ist. Charlotte hat eine be­sondere Fähigkeit: Sie kann die Geschichte hinter Gegenständen erspüren, indem sie diese berührt. Diese Fähigkeit hat sie auch dazu veranlasst, Paläoanthropologie zu studieren, weil sie durch einen alten Dolche zu der Überzeugung gekommen ist, dass es eine hochentwickelte Menschheit vor unserer Menschheit gab. Charlotte war die Fast-Verlobte von James Michael Bennett III., doch vor der Verlobung trennt sie sich von ihm, weil sie ihre Liebe zu Hiroshi entdeckt hat und die Seitensprünge von Bennett nicht mehr ertragen kann. Sie bricht ihr Studium ab, reist zurück nach Frankreich und versucht ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Charlotte hat im Laufe der Zeit den ein oder anderen Freund, zieht mit einem sogar nach Schottland. Von dort aus läd Hiroshi sie auf eine Insel ein, wo er dort sein Forschungslabor hat, und Charlotte ist von diesem begeistert. Als sie zurück nach Schottland kommt, entdeckt sie, dass ihr Freund eine andere hat. Dieses Er­eignis veranlasst sie wieder dazu, ihr Studium fortzusetzen. Charlotte ist eher so der Mädchen-von-nebenan-Typ. Sie ist lieb, sieht in allen Menschen das Gute und geht teilweise naiv an bestimmte Situationen. Auf der anderen Seite ist sie ziemlich abgebrüht und hält an ihren Träumen fest, auch wenn sie vom Weg abgekom­men ist.
Ansonsten gibt es noch die ein oder andere Person, die zwar auch in die Geschichte eingreift, jedoch nur eine Randfigur ist, darunter Brenda, Charlottes beste Freundin, und James Michael Bennett III. Sie haben zwar etwas mit dem Lauf der Geschichte zu tun, setzt bestimmte Dinge in Gang, sind in bestimmte Handlun­gen verwickelt, doch in erster Linie geht es um Hiroshi und Charlotte.

Eschenbachs Schreibstil ist einfach, gut verständlich, aber sehr anschaulich. Er kann die Persönlichkeiten der Personen gut wiedergeben, hat eine klare Idee der Geschichte und verfolgt diese auch akribisch. Selbst die technischen Details sind gut und verständlich beschrieben. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich beruflich mit Chemie und Technik zu tun habe und mir daher schon bekannt war, was Hiroshi da erzählt hat. Und daher kann ich auch ein bisschen beurteilen: Was so chemisch-technisch dahinter steckt, ist nicht un­verkehrt und für jemanden, der damit zu tun hat (aus Interesse oder beruflich) sehr einsichtig. Für jemanden, der damit nicht zu tun hat, jedoch einfach als „Ist so“ hingenommen werden müssen.

Die Geschichte in sich ist schon schlüssig, nur es gibt eine Sache: Das Ende fand ich irgendwie... komisch. Es ist sehr spannungsreich, ich wollte echt wissen, wie es weitergeht. Doch das kommt so extrem spät, dass ich zwischendurch schon das Verlangen hatte, das Buch abzubrechen. Es gab wirklich Stellen, da musste ich mich echt überreden, weiterzulesen. Deswegen hat es auch verhältnismäßig lange Zeit gedauert, bis ich es abschließen konnte.
Das Ende kommt jetzt doch schon irgendwie plötzlich. Ich hatte da das Gefühl, dass der Autor irgendwie froh war, sein Buch abzuschließen und das Projekt nur noch schnell zur Seite zu schieben. Das Ende ist leicht abgehakt, wie ich finde, es wird ziemlich kurz gehalten und schnell abgeschlossen. Es kommt auf einmal wirklich alles auf einmal, als ob jemand den „Start“-Knopf gedrückt hat und einem alles auf einmal um die Ohren fliegt.

Ein paar Kritikpunkte haben die Bewertung also etwas gedrückt. Auf der einen Seite die Langatmigkeit, die manche Stellen aufweisen, und die geringe Spannung, vor allem am Anfang. Wenn ich bedenke, dass die wirkliche Spannung erst ab der Mitte des Buches anfängt, ist das doch schon ziemlich spät. Es ist ziemlich technischlastig, was den ein oder anderen schon abhalten könnte, das Buch anzufangen, zumal bestimmte Hintergründe nicht immer unbedingt klar sind für den Leser. Das Ende ist abgehakt, schnell, aber sehr span­nungsreich.
Insgesamt ist es nur ein mittelmäßiges Buch, daher gibt es auch nur 3 Sterne. Es lohnt sich, es zu lesen, doch muss man schon bestimmte Interessenbereiche haben oder zumindest bereit ist, sich so ein bisschen durch den Themenbereich zu kämpfen.
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Herr aller Dinge: Roman
Herr aller Dinge: Roman von Andreas Eschbach (Taschenbuch - 20. September 2013)
EUR 9,99
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