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5.0 von 5 Sternen Manchmal täuscht das, was direkt vor Augen ist
"In den Augen der anderen" sind Kinder mit dem Asperger-Syndrom oft völlig falsch eingeschätzt. Nicht jeder Aspie hat so starke Empfindlichkeiten und Reaktionen wie die Hauptperson in diesem Buch, aber meist werden sie von ihrer Umwelt für unberechenbar und aggressiv gehalten. Es gibt viel Unwissenheit und Ignoranz. Als Mutter eines betroffenen Kindes kann...
Veröffentlicht am 3. September 2011 von S. Hennig

versus
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufwühlender Roman mit einigen Längen...
ZUM INHALT:
Jacob Hunt ist anders als Gleichaltrige: Der 18-jährige leidet am Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus, bei der ein fester Tagesablauf ohne Überraschungen unerlässlich ist. Er hasst Orange, jeder Wochentag steht im Zeichen einer anderen Farbe (so gibt es an jedem Tag z.B. nur gelbe, rote oder blaue Lebensmittel und Klamotten) und sein...
Veröffentlicht am 8. Februar 2012 von Büchersüchtig


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manchmal täuscht das, was direkt vor Augen ist, 3. September 2011
Von 
S. Hennig "Bücherfan" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
"In den Augen der anderen" sind Kinder mit dem Asperger-Syndrom oft völlig falsch eingeschätzt. Nicht jeder Aspie hat so starke Empfindlichkeiten und Reaktionen wie die Hauptperson in diesem Buch, aber meist werden sie von ihrer Umwelt für unberechenbar und aggressiv gehalten. Es gibt viel Unwissenheit und Ignoranz. Als Mutter eines betroffenen Kindes kann ich das so bestätigen.

Daher finde ich es wirklich gut, dass sich Jodi Picoult so einfühlsam mit diesem Thema auseinandersetzt. Außer einem spannenden Kriminalfall wird hier ein Einblick in dieses Krankheitsbild gegeben.

Die Hauptperson ist der 18-Jährige Jacob Hunt, der das Asperger-Syndrom hat. Jacob lebt mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder Theo zusammen. Die ganze Familie ist auf ihn und seine Problematik ausgerichtet, was besonders für Theo oft nicht leicht ist. Jacob geht in eine normale Schule, mit besonderen Hilfsmöglichkeiten. Seine Therapeutin Jess ist für ihn sehr wichtig. Die große Leidenschaft des autistischen Jungen ist die Forensik und die Aufklärung von Kriminalfällen. Daher konstruiert Jacob oft Tatorte, die seine Mutter dann erforschen soll.

Jess verschwindet und wird später tot aufgefunden - in einen Quilt von Jacob gewickelt. Hat der Junge sie umgebracht? Oder war es Jess' Freund Mark, der sie schon misshandelt hatte.

Dieser Krimi ist spannend und interessant aufgebaut, besonders die Teile, die aus Jacobs Sicht erzählt werden. Die Perspektiven wechseln, zwischen Jacob, Theo, ihrer Mutter, dem ermittelndern Detective und dem Anwalt hin und her.
So wird dem Leser ein guter Eindruck vermittelt, wie ein Autist auf andere wirken kann und was wirklich der Hintergrund für sein Verhalten war.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufwühlender Roman mit einigen Längen..., 8. Februar 2012
Von 
ZUM INHALT:
Jacob Hunt ist anders als Gleichaltrige: Der 18-jährige leidet am Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus, bei der ein fester Tagesablauf ohne Überraschungen unerlässlich ist. Er hasst Orange, jeder Wochentag steht im Zeichen einer anderen Farbe (so gibt es an jedem Tag z.B. nur gelbe, rote oder blaue Lebensmittel und Klamotten) und sein allerliebstes Hobby ist Forensik. Unter seiner Krankheit leiden auch seine Mutter Emma und der jüngere Bruder Theo, denn sollte es zu einer Abweichung seines Tagesplans kommen, flippt Jacob komplett aus oder zieht sich vollkommen zurück. Um den sozialen Umgang zu lernen, bekommt er Unterricht von seiner Tutorin, der Studentin Jess. Obwohl Jacob keine menschlichen Emotionen deuten kann und alles wörtlich nimmt, hat er seine Sozialtherapeutin in sein Herz geschlossen. Und als Jess plötzlich spurlos verschwindet, gerät Jacob unter Verdacht - denn er war angeblich der Letzte, der die Studentin lebend gesehen hat. Außerdem hat sich der Schüler ein großes Fachwissen an Kriminaltechnik durch seine Lieblingssendung "CrimeBusters" angeeignet und ist auch schon öfters an Tatorten aufgetaucht. Für Inspector Rich Matson ist der Fall klar: Jacob hat etwas mit Jess Verschwinden zu tun...

MEINE MEINUNG:
Seit "Beim Leben meiner Schwester" bin ich ein großer Fan der Jodi Picoult-Romane. Wie so oft in Picoults Romanen geht es auch hier um eine Familie, die eine große Bürde in Form einer besonderen Krankheit zu tragen hat und diese bemerkenswert meistert. Den Handlungsschauplatz hat die Autorin in die Kleinstadt Townsend, Vermont verlegt.

Der 18-jährige Jacob Hunt ist am Asperger-Syndrom erkrankt und rastet aus, wenn etwas nicht seiner gewohnten Ordnung entspricht. Wegen seiner Krankheit genießt der dunkelhaarige Schüler in der Schule Sonderprivilegien, nimmt alles wortwörtlich und ist zudem sehr ordentlich. Jacob liebt alles, was mit Forensik zu tun hat und stellt daheim Tatortszenen nach. Täglich sieht er sich pünktlich um 16.30 Uhr seine Lieblings-Fernsehsendung "CrimeBusters" an, auch wenn er alle Folgen schon unzählige Male gesehen hat. Sein 3 Jahre jüngerer Bruder Theo Hunt leidet unter der Krankheit seines Bruders, da er in der Schule nur als Bruder des "Spastis" bekannt ist und zu Hause immer Jacob an erster Stelle steht. Mit seinen blonden Haaren, dem chaotischen Zimmer und der Liebe zu seinem Skateboard ist Theo das Gegenteil seines Bruders. Emma Hunt, die Mutter von Jacob und Theo, ist schon seit vielen Jahren alleinerziehende Mutter und möchte nur das Beste für ihre Söhne, auch wenn das nicht immer ganz leicht ist. Die 40-jährige arbeitet als Kummerkastentante bei der Burlington Free Press und ist sich selbst nicht ganz sicher, ob Jacob etwas mit Verschwinden seiner Sozialtherapeutin, der 23-jährigen Jess Ogilvy zu tun hat... So engagiert sie einen Anwalt, den 28-jährigen Oliver Bond, der Jacobs Unschuld beweisen soll - dagegen ist Inspector Rich Matson von Jacobs Schuld vollkommen überzeugt...

Die mitwirkenden Protagonisten sind vielschichtige, interessante Persönlichkeiten, die mit ihren Ecken & Kanten überzeugen. Jacob ist wohl der reizvollste Charakter, denn man weiß bei ihm nie, woran man ist oder wie er im nächsten Augenblick reagieren wird. "In den Augen der anderen" beschäftigt sich mit dem Asperger-Syndrom bzw. wie sich diese Krankheit auf Jacob und seine Familie auswirkt. Während des Lesens bekommt man das Gefühl, dass die Autorin zu diesem Thema sehr ausführlich recherchiert hat und ihre Ergebnisse für Laien wie mich verständlich beschrieben hat.

"In den Augen der anderen" beginnt richtig fesselnd, doch spätestens im letzten Drittel lässt die Handlung, trotz einiger Irrwege und ungeahnter Wendungen, deutlich an Spannung nach. Natürlich will man wissen, ob bzw. wie die Schuldfrage geklärt wird und so muss man fast wie unter Zwang weiterlesen, auch wenn es einen die detaillierten Beschreibungen sowie die häufigen Wiederholungen mit der Zeit gewaltig nerven... Die rasanten Geschehnisse werden aus der Sicht verschiedener Ich-Erzähler geschildert. Neben Emma, Theo und Jacob Hunt berichten auch der Anwalt Oliver Bond sowie der Ermittler Rich Matson über die Ereignisse aus ihrer eigenen Warte. So erhalten wir einen tiefen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt des jeweiligen Erzählers und können ihre Handlungen bzw. Taten durchwegs nachvollziehen, auch wenn die Begebenheiten teilweise viel zu ausführlich geschildert wurden. Der Schreibstil präsentiert sich emotional & sensibel zugleich und hätte Jodi Picoult die knapp 690 Seiten ein wenig gekürzt, würde meine Bewertung besser ausfallen. ;-)

FAZIT:
Jodi Picoult hat erneut ein außergewöhnliches Thema aufgegriffen und das Asperger-Syndrom in einen spannenden Roman verpackt. Leider birgt "In den Augen der anderen" neben einem interessanten Plot, hervorragend ausgearbeiteten Protagonisten und einem gefühlsbetonten, bildhaften Schreibstil auch viele Längen bzw. überflüssige Passagen. Dafür vergebe ich ergreifende 3 1/2 STERNE.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erst Skepsis, dann Begeisterung, 26. August 2011
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit Skepsis habe ich mir das neue Buch von Jodi Picoult bestellt, da es zu schnell nach dem letzten Buch (Schuldig) erschienen ist und man manchmal das Gefühl hat, dass die Kreativität und Qualität unter der Quantität der Buchveröffentlichungen leidet. Beim Lesen der ersten 100 bis 200 Seiten sah ich mich auch in meiner Skepsis bestätigt und war leicht verärgert.Picoult hat wieder mal auf Altbewährtes zurückgegriffen :Familie mit Problemkind, bzw.krankem Kind, vernachlässigtes Geschwisterkind, das straffällig wird und der Roman wird wieder in jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt. Alles Dinge die "Beim Leben meiner Schwester" erfolgreich waren und auch bei "Zerbrechlich". Da hatte es sich Picoult zu leicht gemacht, dachte ich. Dann aber hat das Buch einen regelrechten Sog entwickelt und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. 682 Seiten in 2 Tagen gelesen. Es war spannend bis zum Schluß und hat mich dann regelrecht begeistert.Tipp: Sollte sich jemand noch etwas mehr mit diesem Asperger-Syndrom befassen wollen, nicht in wissenschaftlicher oder medizinischer Hinsicht,sondern rein informell, schaut Euch die DVD "My name is Khan" an. Wenn man ein Buch in 2 Tagen ausliest, denke ich muß man 5 Sterne geben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen erfüllt, 1. Januar 2012
Von 
"In den Augen der anderen" habe ich, wie alle anderen Bücher der Autorin, innerhalb kürzester Zeit verschlungen.
Spannend machen den Titel die verschiedenen Erzählperspektiven und dass auf über 600 Seiten zwar immer über einen Mord gesprochen wird, aber der Leser erst auf den letzten Seiten erfährt, was denn nun wirklich passiert ist.
Wer Jodi Picoults Romane kennt und liebt, wird begeistert sein.

Jacob leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Aus Sicht von Jacob, seiner Mutter Emma und seines Bruder Theo wird erzählt, wie sich das Leben mit dieser Krankheit gestaltet, welche Schwieirgkeiten die alleinerziehende Mutter zweier Söhne zu bewältigen hat, wie es sich mit einem "behinderten" Bruder lebt und wieso die Welt so ganz anders ist als Jacob. Später kommt dann noch die Erzählperspektive von Rich dazu, einem Detective, der mit einem Mordfall betraut wird und dessen Hauptverdächtiger Jacob ist. Und eine weitere Perspektive kommt noch hinzu, die von Oliver, als dieser mit der Verteidigung Jacobs vor Gericht betraut wird.
Jacob landet zunächst im Gefängnis, kann jedoch bis zur eigentlichen Verhandlung aufgrund seiner "speziellen Bedürfnisse" dort heraus geholt und unter Hausarrest gestellt werden. Dann kommt es zur Verhandlung.
Während der gesamten Zeit der Ermittlungen im Mordfall und auch während des Prozesses wird Jacob nicht einmal danach gefragt, was denn nun wirklich passiert ist und so steht er kurz vor einer Verurteilung. Bis sich das Blatt schließlich wendet.

Trotz der Sprünge zwischen den einzelnen Erzählperspektiven ist es nicht schwer, der Geschichte zu folgen und die Übersicht zu behalten.
Ein überaus gelungener Roman.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reingefallen, 29. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mich wieder von dem Klappentext infizieren lassen und dachte: "Tolles Thema". Denke ich auch immer noch - nur ist es schade, dass Jodi Picoult ihre Bücher immer nach dem gleichen Schema schreibt. "Beim Leben meiner Schwester" war ich hingerissen und habe es kürzester Zeit verschlungen. Bei "Zerbrechlich" war ich bereits enttäuscht über den gleichen Aufbau des Buches und nun ist es wieder passiert. So kann man natürlich jedes Thema abhandeln. Für mich war es der letzte Versuch. Ich gebe 2 Sterne, weil es unterhaltend geschrieben ist, aber das war's auch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig, 3. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist megalangatmig. Vom Thema her finde ich es gut, aber es ist zu langweilig.
Schade, bisher gefiel mir alles von Jodi Picoult gut.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I shot the sheriff, but I didn't shoot the deputy, 12. Mai 2012
In den Augen der andern hat mir sehr gut gefallen. Gut, das mag vielleicht auch am Thema gelegen haben: Asperger-Syndrom. Ich fand es von an Anfang an durchgehend spannend.

Am Anfang lernt man die einzelnen Charaktere kennen. So zum Beispiel Jacob, welcher das Asperger-Syndrom hat, von Kriminaltechnik fasziniert ist und dessen Speisen unter der Woche bestimmte Farben haben müssen. Dann gibt es da noch Theo, Jacobs jüngeren Bruder, welcher aber irgendwie der Ältere ist. Auch lernt man ihre Mutter, Emma kennen und wie sie es schafft, den Alltag zu bewältigen.
Doch eines Tages wird der gewohnte Tagesablauf, zu dem auch gehört, täglich um 16:30 Uhr CrimeBusters im Fernsehen anzuschauen, unterbrochen. Jess, seine Tutorin, wird tot aufgefunden und die Beweise deuten darauf hin, dass Jacob etwas mit der Sache zu tun hat.

Jodi Picoult schreibt sehr fesselnd und informativ. Man verfolgt die Geschichte und den Prozess als stiller Beobachter, ohne in das Geschehen eingreifen zu können. Zum Beispiel wird Jacob eine Frage gestellt. Dem Leser ist klar, warum die Frage gestellt wird und wie die Antwort lautet. Doch Jacobs Antworten sorgen für einen ganz anderen Verlauf der Geschichte. Den er beantwortet die Fragen direkt. Wie zum Beispiel auf die Frage, wie er geschlafen hätte, würde er nur antworten, dass er auf dem Bauch geschlafen hätte. Auch versteht er keine (bildlichen) Redewendungen. Den Spruch 'Willst du mich auf den Arm nehmen?' würde nicht verstehen. Er würde dazu nur sagen, dass er nicht die körperliche Kraft dazu hätte.

Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Jacob, Emma, Theo, Rich, dem Polizisten und Oliver, dem Anwalt. Sie Schriftart wechselt zwischen jeder Perspektive. Man merkt es also auch optisch, wenn der Blickwinkel wechselt. Die Charaktere sind sympathisch und liebenswert: Jacob, welcher aufgrund des Asperger-Syndroms im Mittelpunkt steht; Theo, welcher nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er bekommen sollte; Emma, welche versucht, die Verantwortung alleine zu tragen; Rich, welcher zwar helfen möchte, aber auch seinen Job machen muss und Oliver, Jacobs Verteidiger, welcher vom Strafrecht allerdings keine Ahnung hat.

Das Ende allerdings kam mir dann aber zu plötzlich und schlussendlich hat mir dort auch etwas gefehlt. Ich hatte diese 682 Seiten innerhalb von 4 Tagen durch und war die ganze Zeit wie gefesselt von der Geschichte. Sie war die ganz Zeit auf 5-Sterne-Kurs, aber das Ende bekommt einen halben Stern abgezogen.

Den Titel finde ich passend. Am Anfang konnte ich mit dem Originaltitel nichts anfangen. Aber jetzt finde ich 'House Rules' richtig passend.

FAZIT:
Ich vergebe 4,5 Sterne (aufgerundet 5 Sterne) für eine beeindruckende Geschichte über Menschen, die anders sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine ziemlich berührende Familiengeschichte.., 5. März 2012
Manchmal glaube ich, das menschliche Herz ist so eine Art Regal.. Man kann nur eine bestimmte Menge darauf stapeln, stellt man mehr hinein, fällt etwas herunter, und man muss die Scherben aufsammeln..

Inhaltsangabe:
Jacob Hunt - 18 Jahre alt - lebt mit seinem 3 Jahre jüngeren Bruder und seiner Mutter in Vermont.. Sein Vater hat die Familie bereits verlassen, als Jacob noch klein war.. Er kam mit der Krankheit seines Sohnes nicht klar, und hat nun seine eigene kleine Familie, mit 2 hübschen Töchtern.. Zu ihm besteht nur sehr wenig Kontakt.. Jacob leidet unter dem Asperger Syndrom, einer Form von Autismus.. Er hasst die Farbe Orange, wird wütend und rastet aus wenn er sie nur sieht.. Jeder Wochentag steht im Zeichen einer anderen Farbe: Montags werden zB. nur rote Klamotten und rote Speisen gekocht.. Keine andere Farbe darf sich hier dazwischen mischen.. Jeder Tag hat in der Familie Hunt einen ganz bestimmten Zeitplan, für Jacob ist dies ein muss, er braucht seine Routine, und rein gar nichts darf seinen Tagesablauf durcheinander bringen.. Sein größtes Hobby ist Forensik und die Aufklärung von Kriminalfällen.. Jacob konstruiert oft Tatorte, die seine Mutter dann erforschen soll.. Trotz seiner Krankeheit besucht Jacob eine ganz normale Schule, mit besonderen Hilfsmöglichkeiten.. Seine Therapeutin Jess Ogilvy ist Jacob sehr sehr wichtig.. Ihr kann er sich anvertrauen und fühlt sich verstanden.. Doch eines Tages verschwindet Jess und wird später tot aufgefunden, eingewickelt in einem Quilt von Jacob.. Jacob ist verstört, fällt zurück in sein Loch.. Hat Jacob mit diesem Mord etwas zu tun, oder war es Jess Freund Mark, der sie schon misshandelt hatte..? Jacob war jedenfalls der letzte, der Jess an diesem Tag gesehen hatte.. Durch seine Lieblingsserie "Crime Busters", die er sich tagtäglich pünktlich um 16:30Uhr ansehen muss, hat Jacob sich ein großes Fachwissen an Kriminaltechnik angeeignet und ist auch schon desöfteren an Tatorten erschienen, um Todesfälle schneller als die Polizei zu lösen.. Für Inspector Rich Matson ist der Fall klar: Jacob muss etwas mit Verschwinden von Jess zu tun haben..

Meine persönliche Meinung:
Mein erstes Buch von Jodi Picoult war damals "Beim Leben meiner Schwester" .. Nach und nach folgten mehr Jodi Picoult Romane.. Wie so oft in Jodi Picoult's Romanen geht es hier wieder um eine Familie, die eine große Bürde in Form einer besonderen Krankheit zu tragen hat und diese auch bemerkenswert meistert.. Jedes ihrer Bücher geht einen ziemlich an die Nieren.. Man denkt viel über die Geschichten nach, und jede einzelne nistet sich regelrecht in dein Gedächtnis ein (: "In den Augen der anderen" musste ich desöfteren zur Seite legen, weil es mich das Leben der Familie Hunt richtig aufgewühlt hat.. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, die Kapitel wechseln zwischen den verschiedenen Protagonisten ab, somit erfährt man wieder einige Hintergrunddetails der einzelnen Personen.. Jacobs Mutter ist eine wahnsinnig starke Frau.. Alleinerziehend, mit 2 Söhnen, davon einer schwer krank.. Ihr Leben ist wahrlich nicht einfach.. Voller Kummer und Sorgen um Jacob.. Sie arbeitet von zu Hause aus als Kummerkastentante für eine Zeitung.. Wegen Jacob kann sie nicht, wie normale Mütter, auswärts arbeiten gehen.. Ihr ganzes Leben muss sich nur nach Jacob richten.. Trotz allem liebt sie dieses Leben, ihre beiden Jungs, ohne die sie sich ihr Leben nicht mehr vorstellen könnte.. Am schwersten hat es wohl Jacobs jüngerer Bruder.. Jacob zieht die volle Aufmerksamkeit seiner Mutter auf sich, da bleibt desöfteren nicht mehr soviel Zeit für Theo.. Er musste mit seinen jungen Jahren schnell erwachsen werden, seine Mutter und Jacob unterstützen.. Freunde kann er so gut wie nie mit zu sich nach Hause einladen.. Sobald sie Jacob sehen, sind sie schockiert und wissen auch nicht mehr wie sie mit Theo umgehen sollen.. Eine schwere Bürde, die die Familie hier zu meistern hat.. Während dem lesen habe ich diese Familie desöfteren bewundert.. Trotz dem schweren Leben, mit dem sie konfrontiert sind, halten sie stets zusammen, und sind einfach nur EINE FAMILIE.. Ich kenne wohl keinen, der Jodi Picoult's Bücher nicht liebt.. Ihre Geschichten zeigen einem stets, dass man jeden Tag aufs neue dankbar sein sollte, ein gesundes Leben führen zu dürfen.. Einen Stern weniger gab es trotzdem, denn hin und wieder hat sich die Geschichte für mich etwas gezogen.. Vor allem dann, wenn sich vieles wiederholt hat.. Ansonsten ein wundervolles Buch, dass ich jeden ans Herz legen werde (:
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein erstes Buch von Jodi Picoult, einfühlsam und spannend zugeleich, 24. November 2011
Rezension bezieht sich auf: In den Augen der anderen: Roman. (Audio CD)
Inhalt:
Jacob hat das Asberger Syndrom, eine autistische Störung. Er hasst die Farbe Orange und seine Mutter Emma kocht das Essen jeden Tag nach Farben. Für Jacob ist jede Abweichung vom täglichen Leben etwas sehr schlimmes, wo er nur sehr schwer mit zurechtkommt. Eines Tages wird er des Mordes an eine jungen Frau bezichtigt und es beginnt eine schwierige Verhandlung um diese Fall.

Wertung:
Jede der fünf Hauptpersonen (Theo, Jacob, Der Anwalt Oliver, Emma und der Detectiv) erhalten eine eigene Stimme. Dadurch kann der Hörer sofort erkennen aus wessen Sicht die Geschichte gerade weiter erzählt wird, was das Hören zu einem wahren Genuss macht. Alle Erzählstimmen sind wirklich sehr gut gewählt. Einfühlsam erzählt die Autorin eine Geschichte über die Schwierigkeiten mit dem Asberger Syndrom zu leben. Jacob hat Probleme mit den zwischenmenschlichen Beziehungen, ist aber ansonsten hoch intelligent. Seine Mutter Emma opfert alles, um Jacob ein normales Leben bieten zu können und dabei kommt auch Theo ab und an mal zu kurz. Alles in der Familie richtet sich nach Jacob. Für die Geschworenen erscheint Jacob als der vermeintliche Mörder, da er niemanden in die Augen sieht, sich sonderbar verhält und kaum Gefühlsregungen zeigen kann. Der Anwalt hat sich da einen schweren Fall zugezogen. Als Hörer rätselt man sehr schnell mit, warum Jess nun gestorben ist. War es ein Mord oder war es nur ein Unfall? Wer war der Mörder. Im Verlauf der Geschichte ändert sich häufig auch die eigene Vermutung, was passiert sein könnte und das macht das Hören so spannend.
Der einzige Kritikpunkt ist das Ende. Es kommt viel zu schnell und es bleiben einige wichtige Fragen offen.

Fazit:
Die Autorin hat gut recherchiert und eine wirklich spannende und einfühlsame Geschichte geschrieben, die den Leser dazu auffordert darüber nachzudenken und mit zu fiebern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders sein und deswegen gleich ein Verbrecher?, 20. November 2011
Rezension bezieht sich auf: In den Augen der anderen (Hörbuch-Download)
Jakob leidet seit seinem 3. Lebensjahr an dem Asperger-Syndrom. Mittlerweile 18jährig führt er dank seiner Mutter ein halbwegs normales Leben. Er geht normal zur Schule und schafft es ganz gut sich in der Welt zurecht zu finden. Wichtig sind für ihn nur klare Regeln und ein immer gleichbleibender Tagesablauf. Änderungen an seinem Tagesablauf müssen rechtzeitig angekündigt werden. Passiert etwas Unvorhergesehenes regt ihn das stark auf. "Aufregen" heißt, er bekommt einen Anfall, schlägt um sich und lässt sich nur beruhigen, in dem seine Mutter ihm "I shot the sheriff" von Bob Marley ins Ohr singt.
Wie für Patienten mit Asperger-Syndrom typisch entwickelt Jakob in bestimmten Themen eine große Leidenschaft, die für Außenstehenden als Obsession bewertet werden kann. Bei Jakob ist das alles, was sich mit Tatorten, Spurensuche und Forensik beschäftigt. Er liebt es Tatorte zu Hause nachzubauen und seine Mutter raten zu lassen, was passiert ist.
Entsprechend ist er sofort verdächtig, als seine Sprach-Helferin Jess umgebracht wird und Jakob sich immer weiter in Verdachtsmomente verstrickt.

Wie immer, hat sich Jodi Picoult kein leichtes Thema ausgesucht. Autismus ist eine schwierige Krankheit, da die meisten Menschen nicht wissen, wie sie mit so einem Menschen umzugehen haben. Darüber hinaus agieren und reagieren Menschen mit dem Asperger-Syndrom in den Augen der Polizei sofort verdächtig: Sie schauen ihrem Gegenüber nicht in die Auge, wenn sie reden, sie wippen komisch vor sich hin und wenn sie sich "aufregen" werden sie gewalttätig. Alles in allem höchst verdächtig.

Im Buch wird, wie auch schon bekannt bei Jodi Picoult, jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person dargestellt. Im Hörbuch wurde das so umgesetzt, in dem immer ein anderer Sprecher die Rolle übernimmt, was ich sehr gelungen finde. Hochachtung habe ich dabei vor der Autorin und dem Sprecher, die Jakob, den autistischen Jungen, zu Wort kommen lassen und dem Leser / Hörer so einen Einblick in das Innenleben von ihm geben.
Da ich das Hörbuch gehört habe, weiß ich nicht, ob Jodi Picoult in ihrem Nachwort erwähnt hat, ob sie dabei mit wirklichen Asperger-Patienten gesprochen hat. Insgesamt finde ich diese Einsichten aber sehr gut umgesetzt und auch spannend zu verfolgen, wie Jakob sich eigentlich als "normal" betrachtet, aber leider auf seine Außenwelt oft ganz anders wirkt.

Durch die Einsicht "in Jakob" bekommt der Leser/Hörer auch ein Gefühl davon, dass Jakob einfach oft ein Kommunikationsproblem hat. Er hat kann sich nicht so ausdrücken wie andere Menschen, nimmt alles wörtlich und versteht nicht, dass einige seiner Äußerungen sich verdächtig anhören, obwohl er sie ganz anders meint. Mir ist dabei auch klar geworden, wie stark wir eigentlich mit Interpretationen und halbfertigen Informationen kommunizieren. Für uns so im Alltag normal, für einen Autisten eigentlich nicht verstehbar.

Gut heraus gearbeitet hat die Autorin dabei zum einen die Merkmale der Krankheit und zum anderen das Rechtssystem in den USA. Sehr spannend, wie die Frage diskutiert wird, was normal und was nicht normal ist und ob ein Gericht auf die Belange von Menschen, die anders sind, Rücksicht nehmen muss oder nicht.

Das Buch endet wieder, wie in typischer Jodi Picoult-Roman: Eigentlich gut, aber trotzdem bleibt man als Leser / Hörer nachdenklich zurück und geht viele Inhalte des Buches nochmal für sich durch.

Insgesamt bin ich auch von dem neuesten Werk von Jodi Picoult wieder sehr begeistert und weiß, dass ich mir auch das nächste Buch von ihr wieder zulegen werde!
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In den Augen der anderen: Roman
In den Augen der anderen: Roman von Jodi Picoult (Taschenbuch - 21. Juni 2013)
EUR 9,99
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