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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissend. Einzigartig. Meisterlich.
Dieses Buch ist etwas besonderes.
Ich persönlich finde mich in diesem Buch in einigen meiner tiefsten persönlichen Grundeigenschaften angesprochen: ein gewisses Grundfernweh, das Bewahrthaben jugendlicher, gutmenschlicher Wertevorstellungen, einer gewissenn Grundrebellion und schwarzer Humor sowie Vorliebe für Absurdes.
Wer derartig tickt, wird...
Veröffentlicht am 25. April 2011 von musik-fan-aus-berlin

versus
2.0 von 5 Sternen Nicht mein Geschmack
Philipp ist 15.
Bisher hat er sich in Französisch aufgrund einer Alkoholkrankheit seines Lehrers ohne jede Französischkenntnisse durchmogeln können, nun bleibt er sitzen (wegen einer 6 in einem einzigen Fach??).

Das kann er sich natürlich nicht gefallen lassen und startet eine grandiose Racheaktion.

Ähm, ja...
Veröffentlicht am 27. Februar 2011 von Mata Hari


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissend. Einzigartig. Meisterlich., 25. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Dieses Buch ist etwas besonderes.
Ich persönlich finde mich in diesem Buch in einigen meiner tiefsten persönlichen Grundeigenschaften angesprochen: ein gewisses Grundfernweh, das Bewahrthaben jugendlicher, gutmenschlicher Wertevorstellungen, einer gewissenn Grundrebellion und schwarzer Humor sowie Vorliebe für Absurdes.
Wer derartig tickt, wird dieses Buch möglicherweise wie ich für eines der großartigsten Bücher der letzten Jahre halten.
Die Handlung ist in vielen anderen Rezensionen schon umrissen worden.
Den Schreibstil halte ich für wohlüberlegt und bestens zur Geschichte passend. Obwohl der Satzbau häufig objektiv betrachtet sehr simpel ist, ist es dennoch der meiner Meinung nach bestpassendste Satzbau zur Geschichte und der bestmögliche Stil, diese tolle Geschichte aus der Ich-Perspektive des 15jährigen Philipp im Präsens zu erzählen. Alles passt.
Ich reduziere das Buch keineswegs auf "lustig", "unterhaltsam", "spannend". Es ist mehr. Viel mehr. Es werden Werte vermittelt. Es verändert den Leser. Es weckt das rebellische, gutmenschliche, die Welt entdecken und verändern wollende jugendliche Ich im Leser.
Es wird einem in rührender Art und Weise bewusst, was einem 15jährigen zum reifen Menschen fehlt, aber auch, welche wunderbaren Eigenschaften ein rebellischer 15jähriger hat, welche den meisten Menschen im Laufe des Lebens abhanden kommen.
Und zwar ganz ohne weit in die politische Welt abzuschweifen. Die Rebellion beschränkt sich auf weniges und ist gerade deshalb besonders fassbar, weil der Autor den Erzähler unglaubliche Energie in "das Projekt" stecken lässt.
Kaum Geld, kaum den Durchblick, noch nicht einmal einen Hauch von Ahnung, wo das Ziel genau liegen könnte und was man braucht, um dorthin zu gelangen, schaffen sie es dennoch. Durch unglaublichen Willen und Energie. Durch Unbeirrtheit. Durch Lebens- und Entdeckungslust. Durch Nichtabschweifen. Durch erzählerische Präzision.
Wäre der Autor abgeschweift und hätte Philipp unnötig nebenher über Gott und die Welt nachdenken lassen - es hätte dem Buch die Spannung und dem Leser die Fanzination an der Person des Erzählers genommen.
Vielfältigste menschliche Beziehungen und deren Entwicklung (der Nicht-Bezug zum Opa, der Hass auf den Französischlehrer - welcher gegen Ende des Buches schwindet, das Vater-Sohn-Verhältnis, die in jederlei Hinsicht rührend geschriebene schrittweise Annäherung an ein französisches Mädchen und zu guter Letzt die Entwicklung des Verhältnisses zu Burawski vom schwabbeligen Verlierertyp-Mitschüler bis hin zum treuen Freund) werden in wenigen prägnanten Worten, die sich wohldosiert in die spannende Handlung einreihen, bestens beschrieben.
Zu guter Letzt halte ich die Wortwahl ganz und gar nicht für vulgär. Es ist schlicht und einfach notwendig, wenn man einen 15jährigen für mehrere Wochen die Position des Ich-Erzählers gibt und kaum einen Gedanken, der sich in diesem binnen dieser Wochen abspielt, weglässt, auch gedachte und gesprochene Schimpfworte sowie sexuelle Gedanken und Handlungen nicht wegzulassen. Trotz derber Vokabeln geschieht dies maßvoll, ja vielleicht fast schon schüchtern-vorsichtig. Gerade das macht es möglich, sich ganz tief in die Seelenwelt des Erzählers zu versetzen. Die sexuelle Begegnung im alten VW-Bus wird rührend beschrieben.
Ein dickes Dankeschön an den Autor - er hat mir zwei wunderschöne, fast schon sentimentale Tage beschert. Ganz großes Kino!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kult! Kult! Kult!, 12. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Ich habe bei diesem Buch Tränen gelacht und am Ende vor Rührung geweint! Und ich habe auch ein intelligent gemachtes Abenteuer erlebt. Das Buch ist voll mit Anspielungen und Hinweisen, die man beim zweiten Lesen noch besser versteht.
Das Lustigste ist, dass der Protagonist, ein 15-jähriger Akademikersohn sich selber ständig widerspricht. Phillip versucht die chaotische Welt um sich herum ständig mit Regeln zu ordnen, die er dann kurz darauf wieder vergisst, oder verwechselt oder sogar umgedreht. Das alles im besten Glauben an sein Gut-sein und durchdrungen von einem pubertierenden Zynismus, hinter dem sich völlige Unsicherheit versteckt. Selten so eine plastische Darstellung eines Suchenden gelesen! Wer selber nicht immer genau weiß, was das alles auf diesem Planeten eigentlich soll, der guckt mit dem Buch in den Spiegel und wird dabei köstlich unterhalten. Genial, dass der Autor nie die Übersicht über seine Figur verliert, die doch selber nicht die geringste Übersicht zu haben scheint. Ich hab es zweimal gelesen und fand, dass es beim zweiten Mal noch besser war, weil einem beim ersten Lesen total viele raffinierte Details durch die Lappen gehen! Tolles Ende! Kult!Heldensommer: Roman
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert?, 17. Februar 2011
Von 
Bakagaijin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
"Heldensommer" ist für mich jedenfalls ein sehr ungewöhnlicher Lesespaß gewesen. Recht schräg im Vergleich zu dem, was ich sonst so vom deutschen Buchmarkt gewöhnt bin. Nun ist mein Geschmack nicht wirklich experimentell aber dafür breit gestreut. Aber so etwas wie "Heldensommer" ist mir bisher noch nie untergekommen.

Das liegt zum einen an der Sprache. Die ist, nun sagen wir: gewöhnungsbedürftig. Sie ist sehr deftig, stark durchsetzt mit Schimpfworten und soll wohl dem entsprechen, was man landläufig so für Jugendsprache hält ("Ey Alter, mann wie gehts? Yo nicht schlecht, verstehste!"). Ob alle 15-Jährigen so reden? Nun, jedenfalls die im Buch tun es. Und sie kennen im Wesentlichen nur drei Themen: Kiffen, Saufen und Sex. Und das sind dann auch rote Fäden innerhalb des Buches, mit einem gewissen Schwerpunkt auf Sex (mit sich, in leicht entsetzten Gedanken mit Männern und vor allem aber in froher und leider unerfüllter Hoffnung mit der "geilen Fennsbeck", am Ende tatsächlich und in echt mit der ersten wahren Jugendliebe). Die Schilderungen der erhofften und tatsächlichen sexuellen Erfahrungen fallen dann, der gewählten Sprache entsprechend, eben auch wenig romantisch aber dafür recht detailliert aus. Das alles kann man mögen, muss man aber nicht. Ich mags nicht und streiche einen Punkt.

Zum anderen liegt es an dem schrägen Inhalt an sich. Plot in a nutshell: Die beiden Hauptfiguren sind in der Schule nicht die großen Leuchten. Dumm vor allem, dass ihr Französischlehrer (mitsamt seinem Alkoholproblem) durch einen Austauschlehrer aus Frankreich ersetzt wird, der kein Alkoholproblem hat, dafür aber deutlich weniger Gefälligkeitsnoten vergibt und damit dafür sorgt, dass die beiden eine Ehrenrunde drehen müssen. Die finden das nun wenig amüsant und schwören Rache: sie wollen das Lieblingsdenkmal des verhassten Lehrers in Frankreich (von seinem Großvater, einem Helden der Resistance, etwas "verschönern", indem sie den Kopf des Großvaters gegen den Kopf des Wehrmachtsoldaten eines heimischen Denkmal austauschen). Gesagt, getan: das deutsche Denkmal wird enthauptet, der Kopf zertrümmert und die Brocken aufgeteilt, die Reise nach Frankreich wird angetreten. Es beginnt ein "Road Movie" der schrägen Art mit allerlei seltsamen und lustigen Ereignissen. Das alles kann man mögen, wenn man dabeibleibt und "Heldensommer" eine Chance gibt. Ich mags und streiche weiter nichts.

Fazit: Die schräge aber immer irgendwie interessante Geschichte mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung entschädigt mich weitgehend für den Erzählstil, den ich persönlich nicht wirklich schätze. Auch das Ende läßt mich wieder an die Jugend von heute glauben, fragt man sich doch über weite Strecken ungläubig: echt ey mann, sind die jungen Leute heute alle so vollkrass ätzend, ey? Also bleibt die Frage: "Lesenswert ?". Für mich lautet die Antwort: bedingt schon, unter den oben gemachten Abstrichen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioser Sommertrip - wenn man sich drauf einlässt, 18. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Erste, was mir auffiel, als ich das Buch aufschlug, war: Verdammt, es ist im Präsens geschrieben. Normalerweise bevorzuge ich Geschichten im Präteritum, sodass ich etwas missmutig zu lesen anfing - aber: das Buch brauchte gerade einmal zwei Seiten, um mich erst umzustimmen und letztendlich wirklich und gänzlich für sich zu gewinnen.

Worum geht es? Philipp, 15, hatte bisher immer das »Glück«, von einem Französischlehrer unterrichtet zu werden, der lieber gute Noten verteilt, als sich in die Gefahr zu begeben, sein Alkoholproblem könne auffliegen. Also saß Philipp, obwohl er nur zwei Wörter der Sprache kennt, ein paar Jahre ohne größere Schwierigkeiten im Unterricht. Sein neuer Lehrer - der französische Austauschlehrer Mairesse - hat leider kein Alkoholproblem, Philipp jetzt dagegen ein umso größeres: Eine Sechs im Zeugnis, sodass er nicht versetzt wird.
Immerhin teilt er sein Schicksal mit seinem Freund Borawski.
Um sich an ihrem Lehrer zu rächen, beschließen sie, in den Sommerferien nach Frankreich zu trampen und in dessen Heimatdorf das von Mairesse überirdisch geliebte Denkmal der Resistance (da der Kopf nach dem Portrait seines Großvaters modelliert wurde, ist es nicht selten Unterrichtsthema gewesen) ein klein wenig umzugestalten.
Und so beginnt das Abenteuer eines Sommers, bei dem es nicht nur unzählige Hürden zu überwinden (Ach, in Frankreich spricht man ja wirklich Französisch?!), sondern auch einiges zu lernen gilt. Die obligatorische Liebe ist da nur einer der ganzen (An)Eckpunkte.

Das Buch ist unglaublich witzig; aber ebenso ist es auch im gleichen Maße pietätlos, geschmacklos, dreist und abgründig ehrlich - was bei dem Protagonisten und Ich-Erzähler Philipp kaum einen Unterschied zu »geschmacklos« bzw. »pietätlos« macht.
Der Schreibstil ist alles andere als literarisch, stattdessen sehr schlicht und umgangssprachlich. So beginnt fast jede wörtliche Rede mit »Mann« und endet mit »Alter«, eine - zum Glück nur - Nebenfigur schiebt nach jedem Satzteil ein »verstehse?« ein; Lehrernamen gibt es eigentlich nie ohne den Zusatz »die Sau«. Zumindest gefühlt fängt jeder zweite Satz mit »Ich« an. Dennoch haben mich diese Punkte beim Lesen keineswegs gestört. Vielmehr hat diese sehr einfache, authentische und nicht verschönte Sprache sehr gut zu den Protagonisten und der Geschichte gepasst.

Für die Lektüre von »Heldensommer« sollte man als Leser allerdings eine von zwei Fähig- bzw. Fertigkeiten mitbringen. Die erste: Man ist jugendlich. Die zweite: Man kann seinen über Jahre hinweg auf Erfahrung aufgebauten Standpunkt mal eben mit einem nostalgischen Lächeln hinter sich zurücklassen. Ansonsten wird man zwischen den Buchdeckeln wahrscheinlich Feindesland betreten :).

Wer sich aber auf die Geschichte einlässt, findet als Leser so allerlei: urkomische und teilweise schon absurde Szenen; Helden und Anti-Helden in einem; authentische Schilderungen der ersten Liebe, die - bis auf eine leicht selbstironische Szene - vollkommen ohne Kitsch und/oder Romantik auskommen (müssen); Tragik; Aufrichtigkeit; mal liebenswerte, mal bösartige Ignoranz an allem, was einem lieb und heilig sein mag ... na ja, um es kurz zu machen: In erster Linie findet man darin die Geschichte zweier Jugendlicher, die das Vertraute hinter sich lassen und, soweit das eben möglich ist, die Welt entdecken.

Fazit: Eine sehr witzige Geschichte zwischen Road-Trip und - wenn man ein Auge zudrückt - Entwicklungsroman. Da die Kapitel meistens sehr kurz sind, eignet sich das Buch auch super, um mal eben nur ein paar Seiten am Stück zu lesen. Zwischen den einzelnen Abschnitten liegt lediglich ein kleiner Absatz, aber keine ganze freie Seite, sodass es trotz der 92 Kapitel zu keiner Seitenschinderei kommt.

Ich jedenfalls habe herrlich gelacht - und die eine oder andere Szene war mir irgendwoher sehr vertraut ...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen atemberaubend!, 12. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
"Heldensommer" ist wirklich superlustig!! Und es war für mich eine detektivische Entdeckungsreise. Ich hatte manchmal das Gefühl, als ob es ein geheimer Intelligenztest wäre. Für den Leser, aber auch für die beiden Teenager, die Rogenhagen großartig durch sein Buch stolpern lässt. Der Protagonist etwa erscheint uns
auf den ersten Blick relativ ungebildet, hat aber dann wieder großes Talent, Zusammenhänge herzustellen und Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ob es sich um die Toilette an einer Raststätte handelt oder um die Größe eines Waldgebietes an der spanischen Grenze. In dem Buch ist einfach geschickt das Potenzial für eine noch folgende Entwicklung der Hauptfigur angelegt. Für Leser und für den 15 Jahre alten Phillip gleichermaßen gut versteckt. Etwas, dass man auch als Leser erstmal mitkriegen muss. Die demonstrative Benutzung des Genitivs etwa, nach dessen falscher Nichtbenutzung. Das offensichtliche Missverständnis über die Haltung des Vaters zum Wehrmachtsdenkmal. Geplantes Scheitern, gezielter Selbstbetrug. Jeder, der sich noch an seine Pubertät erinnern kann, oder selber gerade pubertierende Menschen in seiner Umgebung hat - wie ich - , wird sich amüsieren. Genau: Ganz toll geschrieben sind auch die Eltern von Phillip! Wie sie mit ihrer Fürsorge abprallen, weil sie einfach nicht die Richtigen sind und doch so sehr gebraucht werden. Herrlich beleuchtet, dass schon fast schizophrene Verhältnis, das man in dieser Zeit zu seinen Eltern hat. Um so mehr rührt einen das unerwartete Ende, wo alle aufgenommenen Fäden zusammenkommen. Atemberaubend! Mein Tipp: 3 mal lesen! Lustig, lustiger, superlustig!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen cooler Roadtrip aus der Sicht eines Teenies, 5. Mai 2011
Von 
Aloysius Pendergast - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der 15 Jahre alte Phillip pubertiert, hat ein hässliches Zimmer, einen kleinen Pimmel, keine Freundin und spießige Eltern. Als der Biertrinker und Kiffer wegen Unkenntnis in Französisch sitzen bleibt, nimmt er seine Freunde Ingo und Borawski auf einen Roadtrip nach Frankreich. Dort will er das Denkmal von dem sein Franzlehrer immer spricht schänden und den Betonkopp eines deutschen Denkmales, den er abschlug zur Erniedrigung aufsetzten. Den Eltern erzählt man Stuss vom Bildungsurlaub und mit gelinde gesagt mieser Vorbereitung geht es gen Westen. Mit rotzfrechen inneren Monologen, wirren Kifferideen und jede Menge pubertärer Kraft schafft es der Autor dass ich mich wieder jung und mit Flausen im Kopf fühle. Die Jungs erleben viele kleine Abenteuer, treffen Abzocker und nette Menschen, kommen aber immer irgendwie weiter. Das ist nicht spektakulär, aber irre witzig und die Sprüche sind einfach authentisch und nicht aufgesetzt. Hoffentlich verhunzt SAT1 nicht das tolle Buch zu einem miesen Roadmovie. Potential für einen guten Teeniefilm hat das Werk jedoch ohne Ende. Selten wurde ich so überrascht und gelesen hat man es sehr leicht.
Für jung und alt, zwischen Tragik und Humor. Fazit: Gut!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Untiefen der Pubertät, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer: Roman. (Audio CD)
Was habe ich bei diesem Buch gelacht! Wie fühlte ich mich an die Gedanken und Erfahrungen in meiner Jugend erinnert! Wie berührend war die Aussöhnung von Phillip mit seinem Vater.
Phillip bleibt wegegn einer 6 in Französisch sitzen. Er hatte bis dahin auch nur 3 Wörter gelernt gehabt. Aus Rache möchte er ein Denkmal in Frankreich zerstören, das im Geburtsort des Französichlehrers steht. Mit einem Kumpel macht er sich wütend und recht planlos auf den Weg.
Selten habe ich das Lebensgefühle eine Pubertierenden besser beschrieben gelesen, ohne Beschönigungen in siner Verzweiflung, seinen Ängsten, seinen verqueren Logik, seinen sexuellen Frustrationen. Die Hauptperson Phillip versteht weder sich selbst noch die Welt. Wenn er seine Gedanken bloß legt, ist es erstmal sehr lustig -aber auch sympathisch. Denn es gelingt ihm, seine Persönlichkeit in seiner Reise nach Frankreich zu entwickeln. Er erkennt was Freundschaft ist lernt zärtlich die Liebe kennen eine rührend reine Liebe ohne Verpflichtung und Zeit, wie sie nur in der Jugend möglich ist), den Wert von Arbeit und Verantwortung.Andi RODENHAGEN maccht die Zeit der Pubertät lebendig, er verklärt sie nicht. Das mag für manche Leser etwas drastisch erscheinen (seine Onaniephantasien, die Ermordung eines Hundes)-aber so ist das Leben.Und es macht so viel Spaß beim lesen....
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4.0 von 5 Sternen Andi Rogenhagen - Heldensommer, 5. Juni 2013
Von 
hasewue - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Philipp ist 15, sexuell unerfahren, paranoid, größenwahnsinnig und Drogen nicht gerade abgeneigt.
Als er wegen seines Französischlehrers Mairesse sitzenbleibt, der ihm eiskalt eine Sechs gibt, schwört er Rache und trampt mit seinem Kumpel Borawski und einem geklauten Soldatenstatuenkopf in das Heimatdorf des Lehrers nach Frankreich, um dort den geklauten Kopf auf das Lieblingsdenkmal seines verhassten Lehrers zu setzen.
Es beginnt daraufhin ein Abenteuer mit vielen unerwarteten Hindernissen, die die beiden an ihre Grenzen bringen, sie gleichzeitig aber auch erwachsen werden lassen.
Zunächst einmal fand ich Andi Rogenhagens „Heldensommer“ etwas gewöhnungsbedürftig, da der Einstieg doch sehr befremdlich war und man das Buch aufgrund der derben Sprache gleich falsch abstempeln könnte.
Auch sind die jugendlichen Protagonisten eher „Antihelden“ und „Verlierer“ als wahre Vorbilder.
Der 15-jährige Philipp ist zunächst auch etwas anstrengend und kein wirklicher Sympathieträger. Mit seiner Parole „Mairesse, die Sau“ zieht er in den Kampf gegen seinen Französischlehrer, tatkräftig unterstützt von seinem Kumpel Borawski.
Nachdem man sich aber an die drogengestörten Jugendlichen gewöhnt hat, stellen sie sich als ganz nette Charaktere heraus, die durchaus etwas Heldenhaftes an sich haben. Vor allem Borawski wuchs mir mit der Zeit irgendwie ans Herz.
Ich habe mit den beiden „Helden“ richtig mitgefiebert und war natürlich gespannt, ob sie ihr Ziel erreichen werden und ihr Vorhaben in die Tat umsetzen können.
Trotzdem könnte man die Geschichte schnell in eine falsche Schublade stecken, da die derbe Sprache sehr plump und die Handlung dadurch zunächst sehr oberflächlich wirkt. Dennoch ist die Geschichte um Philipp und Borawski sehr vielschichtig, da sie auch tiefsinnig und nachdenklich machend ist.
Das Buch zeigt auch, dass man für seine Ziele und Träume kämpfen muss und einmal etwas wagen muss um glücklich zu werden.
Denn meistens kommt das Glück unvorbereitet und plötzlich.
Es ist auch ein Buch durch das der Leser erkennen kann, wie schön und lebenswert das Leben ist und wie sehr man es auf unterschiedliche Weise genießen kann.
Denn jeder Augenblick zählt!
„Heldensommer“ ist irgendwie ein besonderes Buch mit vielen Schichten und authentischen Charakteren.
Lustig, facettenreich und spannend und durchaus empfehlenswert!
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2.0 von 5 Sternen Nicht mein Geschmack, 27. Februar 2011
Von 
Mata Hari (am schönsten Ort Deutschlands) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Philipp ist 15.
Bisher hat er sich in Französisch aufgrund einer Alkoholkrankheit seines Lehrers ohne jede Französischkenntnisse durchmogeln können, nun bleibt er sitzen (wegen einer 6 in einem einzigen Fach??).

Das kann er sich natürlich nicht gefallen lassen und startet eine grandiose Racheaktion.

Ähm, ja.

Könnte Potential für ein gutes Jugendbuch haben.

Leider wird das Thema jedoch in einem eher unspannenden, im Präsens gehaltenen und von Umschreibungen schwimmenden Stil totgeredet, die Abenteuer, die Philipp auf seiner Reise erlebt, wären lustig, wirken aber langweilig.
Seine Probleme könnten Teil eines spannenden Romans sein, aber irgendwie bleibt einem nach dem Lesen dieses gewisse "Das war alles?" Gefühl.

Häufig eingebaute Kraftausdrücke sollen den Stil wohl bewusst "locker" oder "jugendnah" gestalten, wirken aber eher unpassend.
Die verwendete Sprache entspricht einer Mischung aus der Jugendsprache des Autors (die auch meine war/ist) und der heutigen - auch hier hat man den Eindruck, der Autor wollte betont nah an seine Zielgruppe kommen, ist darüber aber weit hinausgeschossen.

Vom skurrilen Witz, der mir versprochen wurde, habe ich leider wenig empfunden.

Das Buch hat für meinen Geschmack:

für einen unterhaltsamen Jugendroman, einen reinen Unterhaltungsroman einen zu langweiligen Stil und zu wenig Charme
für einen Entwicklungsroman zu platte, wenig ausgearbeitete Personen
für einen Problemroman zu wenig echte und zu viele hausgemachte Probleme
für einen Abenteuerroman zu wenig Handlung

Ich habe - nachdem ich das Buch ausgelesen habe - das Buch an meine 15 jährige Tochter weitergegeben, in der Hoffung, dass sie (die ja zur Zielgruppe gehören könnte) vielleicht Seiten an dem Buch findet, die mir verborgen blieben. Hat sie aber nicht.
Ihr Kommentar: "Der hat vielleicht Probleme..."

Leider keine Kaufempfehlung; einen zweiten Gnadenpunkt dafür, dass wir beide es ausgelesen und nicht auf der Hälfte weggelegt haben.
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4.0 von 5 Sternen Fear and Loathing in "Blutsalat", 19. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Heldensommer (Taschenbuch)
Philipp ist fünfzehn Jahre alt und vollkommen entsetzt, als er wegen einer Sechs in Französisch nun das neunte Schuljahr wiederholen soll. Nur, weil er in zwei Jahren Fremdprachenunterricht nur drei Wörter gelernt hat? Eines steht fest: Mairesse, der Französischlehrer, der auch noch ein echter Franzose ist und immer von seinem Heimatdorf in Frankreich schwärmt, ist an allem Schuld. Und was liegt da näher, als sich an ihm zu rächen? Zumindest Philipp und seinen Freunden, dem dicken Borawski, der ebenfalls nicht versetzt wird, und Ingo, dem ständig bekifften einzigen Führerscheinbesitzer, dem Philipp über den Weg traut, scheint dieser Plan völlig logisch, zumal sie auch genau wissen, wie sie Mairesse treffen können, denn der redet ständig davon, dass in seinem Heimatdorf ein Denkmal steht, den Mitgliedern der Résistance gewidmet - und dieses Denkmal soll nach dem Vorbild von Mairesse' Großvater modelliert worden sein.
Also beschließen Philipp und seine Freunde, einem alten Wehrmachtsdenkmal den Kopf abzuschlagen, diesen nach Frankreich zu schaffen, dem Résistancedenkmal ebenfalls den Kopf abzuhauen und dann den Kopf des deutschen Soldaten dort festzumachen. Genialer Plan, oder? Und anfangs läuft auch alles noch einigermaßen gut, bis die Jungs dann unterwegs in Streit geraten und Ingo sich aus dem Staub macht. Nun stehen Borawski und Philipp mit einem dreißig Kilo schweren Betonkopf mitten in der Wildnis und müssen nach Frankreich trampen. Mit schlecht sortiertem Gepäck und fast ohne Geld. Doch umkehren kommt nicht in Frage - Mairesse muss seine Strafe bekommen! Und so erleben die beiden Freunde unverhofft einen Sommer voller Abenteuer...

An den Ich-Erzähler Philipp muss man sich erstmal gewöhnen. Er ist ganz sicher kein durchschnittlicher Teenager, sondern oftmals recht benebelt von Alkohol und Drogen. Letztere sorgen zum Beispiel auch dafür, dass Philipp Anfälle von Paranoia bekommt, die man dann als Leser hautnah miterleben darf. Zuerst fand ich das ziemlich befremdlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und je besser man Philipp kennt, desto mehr verzeiht man ihm seine Anfälle und seine mehr als absurden Ideen und Verhaltensweisen. Was in seinem Kopf vorgeht, ist mal das, was jeder wohl von sich als Teenager kennt, mal völlig abstrus, aber trotzdem ist es irgendwie unterhaltsam.
Die Geschichte lässt sich gut lesen und hat mich sehr gut unterhalten. Gerade weil es vom Erzählstil her so ein ungewöhnliches Buch ist, ist es total spannend, wie es weitergeht. Philipp und Borawski passieren wirklich die seltsamsten Singe, während sie unterwegs sind, aber trotzdem ist das Ganze irgendwie stimmig.
Das Gesamtkonzept ist irgendwie schwierig zu beschreiben, man muss sich auf Heldensommer" schon irgendwie einlassen können, es ist absolut kein 08/15-Titel, den man mal zwischendurch liest und dann gleich wieder vergisst. Er hat ein bisschen was von Fear and Loathing in Las Vegas", nur mit anderen Drogen, jüngeren Protagonisten und natürlich ohne Las Vegas. Aber Blutsalat" ist schließlich dann auch ein Ort, an dem ungewöhnliche Dinge passieren, und am Ende muss ich sagen, dass mich die letzten siebzig Seiten über manches hinweggetröstet haben, was ich am Anfang als zu abgefahren empfunden hatte. Ein Buch, das anders ist, aber auf eine interessante Art und Weise.
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Heldensommer: Roman
Heldensommer: Roman von Andi Rogenhagen (Taschenbuch - 21. Juni 2013)
EUR 8,99
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