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5.0 von 5 Sternen Macht Geld wirklich glücklich ?? Wenn man alles andere verliert ??
Mich hat lange kein Buch mehr so gefesselt,wie dieses. Willow, ein kleines Mädchen,das mit OI,der sogenannten Glasknochenkrankheit geboren wurde,steht im Mittelpunkt der Handlung. Allein der beschriebene Alltag der Familie ist schon ein Grauen für einen Außenstehenden.Denn seit Willows Geburt ist nichts mehr,wie es mal war;das Leben der Familie ist nur von...
Veröffentlicht am 30. September 2010 von Annette Lunau-- Die-Rezensenti...

versus
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein zerbrechlicher Roman
"Zerbrechlich" ist die Geschichte von Willow, einem aufgeweckten, kleinen Mädchen, das unter der Glasknochenkrankheit leidet, und die Geschichte ihrer Familie, die versucht, mit den schwerwiegenden Konsequenzen dieses Handicaps zu leben. Ihre Geschichte ist bewegend, setzt auf Emotionen und kann zu Überlegungen in unterschiedlichste Richtungen anregen,...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2010 von evelynmartina


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein zerbrechlicher Roman, 24. Oktober 2010
Von 
evelynmartina - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Zerbrechlich" ist die Geschichte von Willow, einem aufgeweckten, kleinen Mädchen, das unter der Glasknochenkrankheit leidet, und die Geschichte ihrer Familie, die versucht, mit den schwerwiegenden Konsequenzen dieses Handicaps zu leben. Ihre Geschichte ist bewegend, setzt auf Emotionen und kann zu Überlegungen in unterschiedlichste Richtungen anregen, nichtsdestotrotz ist sie ausgedacht und kein Tatsachen- bzw. Erfahrungsbericht, ein Fakt, den man sich während des Lesens immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte.
Unbestritten, Jodi Picoult versteht ihr Handwerk. Durch ihre sensible und treffende Wortwahl und ihren anschaulichen Schreibstil, schafft sie es, den Leser zu berühren und miteinzubeziehen.
Auch ich fühlte anfangs mit, mit Willow, die man aufgrund ihres liebenswerten Wesens einfach gern haben muss, mit ihrer Mutter Charlotte, die sich aufopfert und für ihr Kind nur das Beste will, mit ihrem Vater Sean, der unter dem Druck steht, durch seine Arbeit die entstehenden Kosten für eine optimale Behandlung decken zu können, und mit Willow's Schwester Amalie, die von Schuldgefühlen gepeinigt geradezu nach Aufmerksamkeit schreit und nicht gehört wird. Mit in die Handlung einbezogen werden zudem die Freundin von Charlotte, die gleichzeitig ihre Frauenärztin ist und später wegen eines Kunstfehlers angeklagt wird, und Charlotte's Rechtsanwältin, die nebenbei nach ihrer leiblichen Mutter sucht. Alle Protagonisten richten sich abwechselnd in der Ich-Form direkt an Willow, was die Handlung belebt und abwechslungsreich gestaltet.
Dennoch, je weiter ich in das Geschehen eingetaucht bin, desto mehr bekam ich den Eindruck, der regelrechten Aufforderung von Jodi Picoult zu Verständnis und Mitleid sowie dem damit verbundenen Druck auf die Tränendrüse nicht mehr standhalten zu können. Der Handlungsverlauf wird vorhersehbar und führt zu dem entscheidenden Prozess hin. In einer ausführlich, sehr amerikanisch dargestellten Gerichtsverhandlung werden die längst bekannten Sorgen, Nöte und Zweifel der Hauptpersonen erneut aufgegriffen. Der Ausgang des Romans ist schließlich und endlich in meinen Augen an Melodramatik kaum zu übertreffen.
Da ich mich seit Jahren mit der Behindertenproblematik auseinandersetze, wage ich zu behaupten, daß diejenigen, die sich mit der Situation von Behinderten in der Gesellschaft, den Schwierigkeiten der Angehörigen und den sich aus einer Behinderung zwangsläufig ergebenen ethischen Fragen bereits eingehender beschäftigt haben, in diesem Roman nicht viel Neues erfahren werden. Für andere mag die Thematik interessant und aufschlussreich sein. Ob sich allerdings Betroffene bei einer Lektüre gut unterhalten, die das widerspiegelt, was sie alltäglich hautnah erleben, vermag ich nicht zu beurteilen. Trotz der ausgezeichneten Recherche der Autorin hat mich das Buch in seiner Gesamtheit jedenfalls nicht gewinnen können.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Geld wirklich glücklich ?? Wenn man alles andere verliert ??, 30. September 2010
Von 
Annette Lunau-- Die-Rezensentin.de-- Frechen ... (Frechen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mich hat lange kein Buch mehr so gefesselt,wie dieses. Willow, ein kleines Mädchen,das mit OI,der sogenannten Glasknochenkrankheit geboren wurde,steht im Mittelpunkt der Handlung. Allein der beschriebene Alltag der Familie ist schon ein Grauen für einen Außenstehenden.Denn seit Willows Geburt ist nichts mehr,wie es mal war;das Leben der Familie ist nur von OI bestimmt. Irgenwann,als Willow schon fünf Jahre alt ist,bringt ein pfiffiger Anwalt die Mutter Charlotte auf die Idee,die damalige Gynäkologin zu verklagen,da sie evt. bei der Untersuchung etwas übersehen hat. Durch die zu erwartende Summe wären die Kosten für Willows Behandlung bis an ihr Lebensende gesichert.Bis dahin kann man alles noch nachvollziehen,aber dann fragt man sich,ob es das wirklich wert ist.Die zu verklagende Ärztin ist Charlottes beste Freundin und Vertraute und die Kinder sind auch befreundet. Doch plötzlich ist das alles nichts mehr wert.Charlotte stößt ihrer besten Freundin mit der Anklageschrift quasi einen Dolch in den Rücken.Diese muß daraufhin ihre Praxis schließen,ist nicht mehr fähig,als Ärztin zu arbeiten. Die Ehe von Charlotte geht in die Brüche, die Kinder leiden an psychischen Störungen,die Familie bricht auseinander,alle wenden sich ab.Es gibt keinen Menschen mehr, der zu ihr steht,doch Charlotte gibt nicht auf. Die einzelnen Kapitel lassen immer jemand anderen erzählen, sodaß man immer hin und hergerissen wird zwischen den einzelnen Ansichtsweisen. Obwohl das Buch über 600 Seiten hat,war kein einziges Kapitel dabei,das nicht voller Spannung war. Ein ergreifender Roman,wirklich empfehlenswert !!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht zerbrechlich...nicht nur Kinderseelen..., 19. November 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Haben Sie Kinder? Lieben Sie sie abgöttisch und Ihre größte Sorge ist es, dass ihnen etwas zustossen könnte? Dass sie Schmerzen leiden? Dass sie sich quälen? Dann machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihnen diese Geschichte noch lange nachhängt! Mit ihrer so typischen Art erzählt die Autorin von einer Familie, deren jüngstes Mitglied an der so genannten Glasknochenkrankheit erkrankt ist. Ich schreibe absichtlich nicht: leidet, denn die fünfjährige Willow macht aus dem Umstand, nicht so zu sein wie die anderen Kinder in ihrem Alter, kein Drama. So aber ihre Mutter. In der Hoffnung Willows Zukunft finanziell abzusichern und ihr ein sorgenfreies Heranwachsen zu ermöglichen, klagt sie gegen ihre damalige Gynäkologin ' gleichzeitig ihre beste Freundin- auf einen Kunstfehler. Hätte diese sie auf die Behinderung ihres unbedingt gewollten, ungeborenen Babys früh genug hingewiesen, hätte sie die Option einer Abtreibung gehabt. Jeweils aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder und der zuständigen Rechtsanwältin erfahren wir, was sie über die gerade gegenwärtige Situation denken, was sie fühlen, was für Erinnerungen sie plagen. Und das in einer Sprache, die man von Jodi Picoult gewohnt ist: verdammt tief und verdammt ehrlich. Sie wirft Fragen auf, die ich mir eigentlich gar nicht stellen möchte und so habe ich das Buch mit einem Chaos an Emotionen und einer gewissen Schwermut geschlossen. Absolut empfehlenswert. Ich weiß schon warum ich ein bekennender Picoult-Fan bin.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wert einer Freundschaft, einer Familie, eines Lebens, 22. September 2010
Von 
Bibi Wenzel (MKK, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Charlotte O'Keefe ist überglücklich als sie nach zwei Jahren endlich schwanger ist. Sie, ihr Mann Sean und ihre Tochter Amelia sind schon gespannt auf das Baby und Charlotte ist umso froher, dass ihre beste Freundin Piper ihre betreuende Gynäkologin ist. Ein Ultraschall in der 18. Woche zeigt, dass alles okay ist und die Freude wird immer größer. Doch in der 27. Woche wird auf einmal alles anders, der Fötus hat mehrere Knochenbrüche, ganz frische und bereits heilende. Für Charlotte und Sean bricht eine Welt zusammen und auch Piper ist verzweifelt. Die Familie O'Keefe ist jedoch strikt gegen eine Beendung der Schwangerschaft und so kommt Willow zur Welt...fünf Jahre später ist der Alltag der Familie komplett auf Willow ausgerichtet, Charlotte hat ihre Arbeit aufgegeben um immer für ihre kleine Tochter da sein zu können. Da kommt der geplante Ausflug nach Disney World als Entspannung für alle genau richtig. Niemand ahnt, dass ausgerechnet der erste Urlaub seit fünf Jahren das Leben der gesamten Familie auf den Kopf und eine Probe stellen wird...

Jodi Picoult zeigt mit "Zerbrechlich" die Klagefreudigkeit der Amerikaner auf, die auf Teufel komm raus klagen, was das Zeug hält, ohne jegliche Rücksicht auf Verluste, sogar in der eigenen Familie. Was ist ein Leben wert, was ist die beste Freundin wert, was ist die eigene Familie wert? Diese Fragen sind die Grundlage der neuesten Geschichte von Jodi Picoult, die immer die heißesten Eisen anfasst und alle Facetten der "Wahrheit" aufzeigt. In ihren Büchern kommen kapitelweise die Protagonisten der Geschichte zu Wort, so dass man viele Sichtweisen präsentiert bekommt.

Die Rechtsanwältin Marin drängt Charlotte zu einem Prozess, der sie über ihre eigene Lebensgeschichte nachdenken lässt und so geht es in einer Nebengeschichte noch um die Suche Marins nach ihrer leiblichen Mutter. Jodi Picoult zeigt die Krankheit Osteogenesis imperfecta, bekannt als Glasknochenkrankheit, authentisch und detailgetreu auf, die Probleme, die mit der Diagnosestellung auftreten und wie tough Kinder mit ihrer Krankheit umgehen. Das Buch selbst ist wie ein Brief an Willow geschrieben, der Leser wird so direkt angesprochen, was die Geschichte sehr viel persönlicher und vor allem fühlbar macht. Hier werden drei Themen zu einem absolut lebesnwerten Buch verknüpft, sowie es wohl nur Picoult kann. Auch wenn das Ende ein wenig zu amerikanisch ist, ist es doch wieder ein Buch, das nachdenklich macht, fesselt und einfach richtig gut ist - Jodi Picoult eben!

4.5/5 Sternen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Melodrama..., 17. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Taschenbuch)
Sensibles Thema, sehr gut recherchiert, sehr gut erzählt. Die Rezepte habe ich überblättert, waren sicher gut gemeint und natürlich an Charlotte's Beruf angelehnt; mir erschienen sie wie Zeilenfüller.

Die verschiedenen Erzählperspektiven sind interessant und kurzweilig zu lesen. Jeder Charakter spricht in der ihm eigenen Art und immer wird dabei Willow direkt angesprochen, was dem Leser das Gefühl vermittelt, daneben zu stehen und zu lauschen.

Und trotzdem: Ich habe mir mehr davon versprochen. Einige Stellen sind so unglaubwürdig, dass ich mich fast schon geärgert habe: Gleich zu Beginn der vergessene "Brief". So ein hochwichtiges Dokument überlässt man nicht mal kurz der minderjährigen Tochter, die es dann im Abreisetrubel vergisst wie einen Einkaufszettel, der an der Pinnwand hängen bleibt! So entscheidend wichtige Unterlagen sind in Kopie im Geldbeutel von beiden Eltern, in der Handtasche, im Handschuhfach bei den Fahrzeugpapieren, bei sonst wichtigen Unterlagen und vor allem in der "Notfalltasche". Für das Original sind allein die Eltern verantwortlich. Einer so umsichtigen und besorgten Mutter wie Charlotte passiert das einfach nicht!

Aber natürlich musste das so sein, sonst wäre ja nicht der Verdacht der Kindesmisshandlung entstanden, weswegen Sean ja eigentlich "alle" verklagen wollte und so der Kontakt mit dem geschäftstüchtigen Anwalt zustande kam.

An einer anderen Stelle "vergessen" die Eltern, Willow ins Bett zu bringen... Kein Kommentar!!

Ein kleines Kind, das sich vor seinem Vater schämt, der es auf die Toilette bringt. Wer um alles in der Welt hat denn Willow beigebracht, sich deshalb zu schämen?? Für mich ein unnötig konstruiertes Problem. (Vielleicht komme ich an dieser Stelle aber auch nur mit der amerikanischen Prüderie nicht klar!)

Auch die innige Freundschaft mit Piper stelle ich in Frage. Charlotte und Piper sind allerbeste Freundinnen, haben keine Geheimnisse voreinander. Und doch spricht Charlotte mit Piper nicht über ihr grösstes Problem, das ihr die Eingeweide zerfrisst. Informiert sie nicht mal und schlägt ihr die Klage voll ins Gesicht.

Charlotte ist der Meinung, sie kann auf "ungewollte Geburt" klagen und dabei niemand verletzen. Einfach nur, um genügend Geld zu erhalten. Die Verzweiflung ist spürbar, doch Charlotte sieht nur Willow, die mit ausreichend Geld auf Dauer ein besseres Leben führen kann. Dass dabei Piper, Piper's Familie und auch Amelia furchtbar darunter leiden und sich ihr Leben dramatisch verändert - alles nur für den einen guten Zweck, der bekanntlich alle Mittel heiligt. Willow muss man nur erklären, dass Mama vor Gericht lügt und sie das Kind doch so liebt. Welches sechsjährige Kind kann so etwas im ganzen Ausmaß erfassen? Auch wenn es klug und weise erscheint auf Grund seines angelesenen Wissens. Sean wird mit seiner gegensätzlichen Meinung einfach übergangen.

Dieser Teil liest sich spannend, der Schneeball wird zur Lawine, die alles droht zu vernichten. Dramaturgisch gut gelöst. Dazu gehört auch die eingestreute Geschichte der Anwältin, die ihre Mutter sucht und der "ungewollten Geburt" noch ein weiteres Gesicht gibt.

Ja, und das Ende finde ich einfach doof. Sorry - es gibt bestimmt ausgefeiltere Erläuterungen hierfür, aber mir fällt einfach keine ein. Unpassend - das trifft es noch am Besten. Die Story kippt einfach ab. Das Papier mit den vielen Nullen hängt am Kühlschrank und auf einmal ist trotzdem genug Geld da. Wie bescheuert und unrealistisch ist das denn??

Und die allerletzten Seiten hätte man weglassen können - melodramatisch und unnötig, gibt dem ganzen Roman einen unsäglich trivialen Touch. Schade. Deshalb nur drei Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensiv, packend und bewegend - und gar nicht kitschig!, 30. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich (Audio CD)
Kontrovers, spannend, nachdenklich stimmend - Jodi Picoults Bücher lassen nicht kalt. Die Autorin scheut sich nicht davor zurück, Tabu-Themen aufzugreifen und aus mehreren Blickwinkeln, auch unbequemen, zu betrachten. "Zerbrechlich" stellt hier keine Ausnahme da.

Wie die meisten von Jodi Picoults jüngeren Romanen wird "Zerbrechlich" aus mehreren Perspektiven erzählt. Hier sind es unter anderem die von Charlotte, die ihrer besten Freundin und Frauenärztin, die ihres Mannes, die ihrer erstgeborenen Tochter und der ihrer Anwältin. Sie alle reagieren unterschiedlich auf die Situation und auf Charlottes Entscheidung, vor Gericht zu gehen. Das Bild, das die Autorin dadurch zeichnet, ist komplex und vielschichtig. Egal welche Partei der Hörer zu Anfang ergreift oder welchen Standpunkt er vertritt, im Verlauf der Handlung lernt er die Motivation der verschiedenen Personen zumindest verstehen. Zudem ist es interessant zu beobachten, welche Auswirkung Charlottes Entscheidung zu klagen auf ihr Umfeld, insbesondere natürlich auf ihre Familie hat. Beinahe mühelos, so scheint es, durchleuchtet Jodi Picoult, was einen Menschen dazu treibt, die eigenen Moralvorstellungen über Bord zu werfen. Nebenbei streut sie unaufdringlich Informationen über die Glasknochenkrankheit in den Roman ein und zeichnet ein erschütterndes Bild diese Leidens.

Die sechs Sprecher, die Lübbe Audio verpflichtet hat, die verschiedenen Perspektiven zu verkörpern, sind hervorragend ausgewählt. Sie interpretieren den Text glaubhaft. Von Lesung und Inhalt geht eine Sogwirkung aus, der man sich nicht entziehen kann. Einziges Manko ist es vielleicht, dass sich die Stimmen von Dana Geissler als Charlotte und Nicole Engeln als Frauenärztin und Freundin ziemlich ähneln, so dass es mitunter einen Moment dauert, bis der Hörer realisiert hat, wer gerade in der Ich-Form die Geschichte weitererzählt. Da sich die Perspektivwechsel jedoch inhaltlich gut unterscheiden lassen, wird das nicht zum Problem.

Insgesamt ist "Zerbrechlich" ein intensives, bewegendes Hörbuch. Es packt und berührt und ist deshalb unbedingt empfehlenswert!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief bewegend. Sensibel. Erschütternd., 3. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:
Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O'Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eines: sie beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Doch auch ihr Herz kann brechen. Genau das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Sie verklagt ihr Frauenärztin. Die Krankheit hätte schon zu Beginn der Schwangerschaft erkannt - und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden...

>> "Zerbrechlich" hat alles, was die Fans von Jodi Picoult erwarten: Sie erzählt in ihrer gewohnt tiefgründigen, gefühlvollen Sprache... Provokativ und komplex. <<
BookPage Magazine

Inhalt:
Charlotte O'Keefe liebt ihre beiden Kinder. Sie hätten kaum perfekter sein können... Doch eines überschattet das Familienglück. Ihre jüngste Tochter leidet unter Osteogenesis imperfecta, die sogenannte Glasknochenkrankheit. Der kleinste Stoß, ein unbedeutender Fehler beim Gehen, ein kleiner Stolperer, ja sogar das Niesen, kann dazu führen, dass die kleine Willow sich die Knochen bricht. Ein Unfall, ausgerechnet im Disneyland, ist der Ausschlag dafür, dass Willow's Eltern auf Schadensersatz klagen wollen. Doch diese Klage war nicht vielversprechend für Marin Gates, die Anwältin. Da musste etwas anderes her... Also sah sie eine Chance darin, Piper Reece zu verklagen. Piper Reece, eine Gynäkologin aus Bankton, New Hemphire. Und gleichzeitig die besten Freundin von Charlotte O'Keefe. Das Intention: Piper Reece habe Charlotte nicht früh genug darauf hingewiesen, es stimme etwas nicht mit Willow und ihr somit die Chance genommen haben, zu entscheiden, das Kind abzutreiben oder, trotz Schwerstbehinderung, auf die Welt zu bringen. Dafür müsste Charlotte aber behaupten, ihr Kind wäre besser nicht beoren worden. Charlotte's ganz persönlicher Spießrutenlauf beginnt...

Meine Meinung:
Ich sitze nun seit einer geschlagenen Stunde an dieser Rezension und bin noch immer überwältigt. Mir schwirrt so viel im Kopf herum, einiges liegt mir auf die Zunge und doch schaffe ich es nicht, all' das zu schreiben. Mir fehlen einfach die Worte, meine derzeitigen Gefühle zu beschreiben. Doch dieses ganz besondere Talent hat definitiv Jodi Picoult. Natürlich kann man hier sicher sein, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat, doch es geht hier nicht nur um Recherche. Jodi Picoult hat ein Buch geschrieben, bei dem ich das Gefühl hatte, im Kino zu sitzen. Mitten drin... Ich war nicht nur ein stiller Beobachter, sondenr ein Teil der Familie, der namentlich nicht erwähnt wurde. Doch gehen wir etwas mehr auf den Inhalt ein: Jodi Picoult unterteilt das Buch in verschiedene Perspektiven. Sie schreibt als Charlotte&Sean O'Keefe, Amelia, die ältere Schwester und aus der Sicht von Piper Reece. So kam man nicht umher, für jeden einzelnen Verständnis aufzubringen. Es war nicht so, dass man nur für eine Person, Sympathie entwickeln konnte, sondern für alle. Sean, der eher herbe Typ Mensch. Charlotte, die Mutter. Verzweifelt, kämpfend, aber dennoch (ver)zweifelnd. Amelia, die nicht gehört und gesehen wird. Die ältere Schwester, die auch ein bisschen Aufmerksamkeit haben möchte und nicht versteht, dass Charlotte so handelt. Und dann Piper Reece. Nicht nur Charlotte's (ehemals) beste Freundin, sondern auch ihre behandelnde Gynäkologin. So durchläuft der Leser jede Station der jeweiligen Beteiligten und die Geschichte setzt sich so weiter fort. Man kann also alle verstehen und gewinnt einen Eindruck, wie ihr Gefühlsleben durcheinander gerät. Ich muss gestehen, ich habe stets versucht, meine Tränen zu unterdrücken, egal, wie traurig die Situation auch war. Aber zum Schluss - ein bestimmtes Ereignis, welches ich euch nicht verraten möchte -, konnte ich nicht mehr. Mir kullerten ein paar Tränen und ich brauchte einen Moment, um mir klar zu werden, dass diese Geschichte fiktiv ist und nicht wirklich geschehen war.

Fazit:
Erschütternd. Tief bewegend. Sensibel. Das sind die Schlagworte, die mir zu diesem Roman einfallen. Dieses Buch kann ich jedem wärmstens empfehlen! Es ist ein tiefgründige Thematik, gemischt mit ethischen Fragen und gepaart mit einigen Wahrheiten eines OI (Osteogenesis imperfecta) Patienten. Lasst euch die Möglichkeit nicht entgehen, auch mal in euch hinein horchen. Ich habe es getan und mir selbst dabei überrascht, welche Ansichten ich eigentlich hatte und diese, nach dieser Geschichte, überdenken musste.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht das beste Werk..., 2. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Kindle Edition)
...der sonst so überzeugenden Mrs Picoult. Denn normalerweise verschlinge ich ihre Bücher. Daher wähnte ich mich auch auf der sicheren Seite, als ich dieses Buch für den Urlaub auf meinen Kindle lud. Dieses Mal wurde ich aber leider enttäuscht.

Was mich besonders irritiert hat (und das leider das gesamte Buch hindurch), war die an klein Willow gerichtete zweite Person. Man sollte den Eindruck haben, die jeweilige Person würde Willow diese Ereignisse erzählen. Daran hätte ich mich womöglich noch gewöhnen können. Jedoch schwenkt der Stil immer wieder um und erzählt "neutral" an niemanden gerichtet (unter anderem auch pikante Details aus dem Schlafzimmer, die wohl kaum jemand einem kleinen Mädchen anvertraut hätte). Diesen Wechsel empfand ich als störend.

Auch die Personen und die Handlung konnte ich der Autorin dieses Mal nicht vollständig abnehmen. Alles erschien mir ein bisschen zu erzwungen. Ich kann es nicht anders beschreiben. Es war für mich einfach nicht glaubwürdig.

Um auch etwas Positives in den Raum zu stellen: Wie immer hat Jodi Picoult eine interessante Grundthematik aufgegriffen und diese (soweit ich das als Laie beurteilen kann) ausgezeichnet recherchiert. Dafür zumindest 2 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Übersetzungspannen, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Taschenbuch)
Ich habe alle Bücher der Autorin gelesen und dieses bewegt sich für mich qualitativ im oberen Mittelfeld. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten hat mich das überraschende Ende nicht gestört. Allerdings habe ich das Buch zuerst auf Englisch gelesen als es noch nicht übersetzt war. Als ich es dann später nochmals auf Deutsch las hat es mir an einer Stelle fast die Schuhe ausgezogen, nämlich als das Wort "rugrats", welches mein Translater richtig als "Rotznasen" übersetzt, im deutschen Buch mit "Teppichratten" übertragen wird !! Kann sich der Piper-Verlag keine anständigen Übersetzer mehr leisten ?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön geschriebenes und mitreißendes Buch, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Zerbrechlich: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich bereits ein anderes Buch von Jodi Picoult gelesen habe und den Schreibstil der Autorin sehr mag.
Mir hat der Titel gut gefallen, mehr über den Inhalt erfährt man auch nicht wirklich, wenn man den Text auf der Rückseite liest. Ich hatte eigentlich eine ganz andere Vorstellung vom Inhalt des Buches, aber dennoch fand ich es total schön.
Grob zusammengefasst geht es um die Krankheitsgeschichte der kleinen Willow, welche seit ihrer Geburt an der Glasknochenkrankheit leidet. Sie ist immer auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen und bekommt diese auch. Die Kosten, die aufgrund der Krankheit entstehen sind allerdings so hoch, dass Willows Mutter irgendwann entscheidet, ihre Freundin und Gynäkologin zu verklagen, da diese bereits während der Schwangerschaft die Krankheit hätte erkennen müssen. Die Klage ist sowohl für Willows Eltern, als auch für ihre Schwester und die Familie der Angeklagten sehr nervenaufreibend und die Familie droht sogar an der Klage zu zerbrechen.
Jodi Picoult gibt in diesem Buch einen Einblick in die Gefühlswelt jeder beteiligten Person und wie jeder von ihnen versucht mit der ganzen Situation umzugehen. Die Höhen und Tiefen, die eine solche Krankheit für jeden Beteiligten mit sich bringt werden sehr emotional und mitreißend beschrieben. Eine Mutter, die ihr Kind zu sehr liebt, um es gehen zu lassen. Ein Vater, der die Familie mit seinem Job über Wasser hält und ein Kind, das aufgrund der Krankheit ihrer Schwester zu wenig Aufmerksamkeit erfährt und selbst immer tiefer in einen Sumpf aus Problemen zu versinken droht.

Einmal angefangen zu lesen, kann man dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Es ist eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe und deshalb würde ich es auch jedem weiterempfehlen.
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Zerbrechlich: Roman
Zerbrechlich: Roman von Jodi Picoult (Taschenbuch - 20. Juli 2012)
EUR 9,99
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