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197 von 221 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sich nach über 1000 Seiten zu wünschen, dass es weitergeht ... unbezahlbar
Das war wirklich ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Beim ersten Blick auf diesen Papier-Brocken hatte ich zwar meine Zweifel, ob ich die nötige Zeit finden
würde, um mich da durch zu "quälen". Aber da ich auch die früheren Romane wie Säulen der Erde, Pfeiler
der Macht, Tore der Welt ... von Ken Follett verschlungen habe,...
Veröffentlicht am 12. Januar 2011 von Gavin Mitchell

versus
75 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessanter Historien-Roman mit einigen Schwächen
Und wieder einmal wagt sich Ken Follett, als dessen Fan ich mich gleich oute, an einen historischen Stoff. In diesem Genre fühlt er sich sichtlich wohl und punktet ein jedes Mal durch ungeheuren Wissenschatz und penibel genaue Recherche. Dennoch unterscheidet sich "Sturz der Titanen" von anderen seiner historischen Werke: Bietet beispielsweise das mittelalterliche...
Veröffentlicht am 26. November 2011 von Ben


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krieg und Frieden im 20. Jahrhundert - Teil 1, 19. November 2012
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Dies ist der erste Teil aus der dreiteiligen Jahrhundertsage, dem vor Kurzem mit Winter der Welt, der zweite Teil gefolgt ist. Es geht um das Schicksal von fünf Familien: eine amerikanische, eine britische, eine deutsche, eine russische und eine walisische.

Der Roman beginnt 1911 mit einem Grubenunglück im walisischen Aberowen (ein fiktiver Ort) und endet 1924 mit der britischen Parlamentswahl. Es werden alle annähernd bedeutenden Weltereignisse behandelt, die da wären: der Erste Weltkrieg und wie es dazu kam; der Verlauf des Krieges, die Rolle der Amerikaner und der Eintritt der Amerikaner in den Krieg, die Entwicklung in Russland, die Abdankung des Zaren, die Russische Revolution, die Einführung des Frauenwahlrechts in Großbritannien, die deutsche Räterepublik Ende 1918, Vorbereitungen zu einer Konterrevolution in Sibirien etc. Follett recherchiert bis ins Detail. Seine erfundenen Charaktere werden dabei oft Zeugen von historischen Ereignissen, die sich tatsächlich zugetragen haben.

Ich finde es erstaunlich, wie man einen Roman mit so einer umfassenden Handlung zustande bringt. Davor Hut ab und allen Respekt. Es wirkt authentisch und bis ins Detail recherchiert. Der Roman beginnt sehr spannend mit dem Grubenunglück und der Schilderung der Arbeitsverhältnisse für die Bergleute. Follett bringt dem Leser trockenes Geschichtsmaterial nahe, indem er ihn an den Einzelschicksalen der betroffenen Personen teilhaben lässt. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass Follett mehrfach die Sinnlosigkeit des Krieges anprangert und die Borniertheit einer ganzen Generation, die das nicht erkennen wollte. Zitat Seite 650: „Sein öffentlicher Widerstand gegen den Frieden hatte sie auf schmerzliche Weise an seine wahre Natur erinnert. Er stand für alles, was sie verabscheute: Tradition, Rückwärtsgewandtheit, Ausbeutung der Arbeiterklasse, unverdienten Reichtum. …“ Die Deutschen kommen in Folletts Roman nicht so schlecht weg. Zitat Seite 366: „>>Wie sollen wir da gegen einen Feind kämpfen, der so gut organisiert ist, dass bei ihm sogar die Schweine in Häusern aus Stein leben?<<“ und Zitat Seite 818: „Eine Dosis deutsche Effizienz würde diesen Pinseln guttun.“ Immer wenn aus der Sicht der persönlich Betroffenen erzählt wird, liest sich der Roman spannend, berührend und lebensnah. Doch leider gelingt das nicht immer.

Stellenweise liest sich der Roman wie ein Kriegsbericht oder wie eine technische Anleitung, nämlich immer dann, wenn sich Follett genau an die historischen Fakten hält. Besonders bei der Russischen Revolution ist mir das aufgefallen, obwohl doch gerade sie Stoff für Blut und Tränen im Überfluss bietet. Die Schilderung der politischen Machtgefechte zwischen Lenin und Trotzki lesen sich wie das Sitzungsprotokoll einer Parteiversammlung – wenig fesselnd. Überhaupt ist das eines von Folletts Lieblingsthemen: die Beschreibung von Parteiversammlungen und deren Abläufe. Was aber davon haften bleibt: Lenin wird als überlegener Denker beschrieben, dessen Feinde ihn als zukünftigen Tyrannen fürchten und (vor allem) ihn wieder stürzen wollen.

Was mir bereits beim Lesen von Winter der Welt, sowie nun noch vermehrt bei Sturz der Titanen aufgefallen ist, ist diese starke Verknüpfung von Einzelschicksalen, die insgesamt etwas unwahrscheinlich wirkt. Es fehlt nicht viel, dann wären sich die drei männlichen Hauptpersonen auf den französischen Schlachtfeldern begegnet. Zitat: „Plötzlich fühlte sich Walter ins Jahr 1914 zurückversetzt, in Fitz‘ Herrenhaus in Wales. So hatten die Diener dort gesprochen. Die Männer vor ihm waren Waliser.“ Und Zitat Seite 862: „Durch sein Fernglas sah Gus einen großen Mann in Majorsuniform, der ihm irgendwie bekannt vorkam. … Während Gus noch hinschaute, wurde der Major getroffen und stürzte zu Boden.“ Leider findet man im Roman auch so manche Plattitüde, wie „Ein kleines Kind ist wie eine Revolution, überlegte Grigori: Macht man erst den Anfang, weiß man nie, wie es ausgeht.“

Mein Fazit:
Voluminöser Rundumschlag zu den großen Ereignissen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ken Follett verknüpft Fiktion und tatsächliche Begebenheiten anhand von nachvollziehbaren Einzelschicksalen. Nicht immer gelingt es, dies in fesselnder Form zu vermitteln. Gegen Ende des Buches hat mein persönliches Interesse an der Handlung und an den Personen nachgelassen. 3,5 Punkte.
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44 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Begeisterung kennt keine Grenzen, 28. Februar 2011
Ich war auf dieses Werk ganz gespannt, auch schon deshalb, weil - Die Säulen der Erde - eins meiner Lieblingsbücher ist. Gut, es gibt eine 6-seitige Namensliste, die dann doch etwas irritiert und das Buch liegt mit knapp 1.000 Seiten nicht wirklich gut in der Hand. aber nicht entmutigen lassen, dieses Buch hat all meine Erwartungen übertroffen.

Ken Follett hat mich bezaubert, süchtig gemacht, süchtig nach den ganz unterschiedlichen Menschen, die in verschiedenen Ländern im Hintergrund des ersten Weltkrieges alle mit ganz eigenen Schicksalen zu kämpfen haben.

Die Geschichte beginnt mit Billy, einem 13-jährigen Jungen aus der Arbeiterklasse, der 1911 als Bergmann untertage in einem walisischem Dorf zu arbeiten beginnt. Seine Schwester Ethel, gerade 18 ist seit einigen Jahren bei Earl Fitzherbert im Haushalt angestellt und steigt zur Haushälterin auf. Die Ehefrau von Fitzherbert die russische Großfürstin Bea kann sich nicht so ganz an die englischen Geflogenheiten gewöhnen und prügelt ihr Personal, da das in Russland so üblich ist. Ethel wird von Fitz gewschwängert und verliert ihren Job, von der Familie geächtet, beginnt sie ein neues Leben in London.

Maud, die Schwester von Fitz verliebt sich in dessen deutschen Freund Walter, die Beziehung müssen beide wegen dem Ausbruch des ersten Weltkrieges allerdings geheim halten.

Grigori und Lew, zwei sehr unterschiedlichen junge Brüder schlagen sich in Russland mehr schlecht als recht durch. In Russland herrscht Polizeigewalt und Korruption - der fleißige Grigori hat genug gespart und will sein Schiff nach Amerika erreichen, seinen Lebenstraum muss er allerdings aufgeben, da sich sein leichtlebiger Bruder Lew mal wieder in Schwierigkeiten gebracht hat und nun an seiner Stelle das Schiff erreichen wird. Grigory kümmert sich sehr um Lews Freundin, die hochschwanger in Russland zurückbleibt, kurze Zeit später wird Grigory als Soldat eingezogen.

Amerika und Deutschland kommt auch noch vor in diesen ganz unterschiedlichen Geschichten und Schicksalen, die das Lesen dieses Buches zu einem Vergnügen macht, ich habe das Buch mit atemloser Spannung verschlungen und konnte nicht aufhören zu lesen. Die Figuren sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich bei Kriegsausbruch mit ihnen mitgelitten habe.

Die Figuren sind realistisch dargestellt, etwas weniger politsch hätte es sein können, dennoch kann ich mir vorstellen, dass es insgesamt genauso gewesen sein könnte und es diese Menschen alle wie sie dort dargestellt sind gegeben hat - für mich noch gibt !! Was ich mich total freut, das Ende des Buches läßt eine Fortsetzung erwarten !!

Habe etwas recheriert und herausgefunden, dass tatsächlich ein zweiter Teil und auch ein dritter geplant sind, mit dem zweiten hat der gute Herr Follett auch schon angefangen, einen deutschen Titel gibt es auch schon - Winter der Welt - soll er heißen !!!
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39 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar und lehrreich..., 13. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was andere kritisieren ist das, was mir an diesem Buch besonders gefallen hat: die vielen politischen Erklärungen und auch Beschreibungen vom Schlachtfeld.
Follett hat wunderbar die Balance zwischen Fiktion und Realität erreicht und klärt auf interessante Art und Weise über den Weg zum 1. WK und die innenpolitischen und gesellschaftlichen Situationen der beteiligten "Titanen" auf.
Es mag sein, dass man vieles davon schon kennt (als GeschichtlerIn ist man sicher über die Hintergründe aufgeklärt) aber auch dann ist "Sturz der Titanen" noch immer eine absolut lesenswerte Lektüre.
Ich habe Säulen der Erde und Tore der Welt von Follett gelesen und mochte die beiden Bücher sehr gerne, aber dieses Buch ist - für mich persönlich - sein mit Abstand bestes.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunlich objektiv, 27. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga. Roman (Taschenbuch)
Es ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass ich ein Buch mit gut tausend Seiten auf gut zwei Tage gelesen habe. Als ich es gekauft habe, tat ich es mit dem Vorurteil, wohl wieder einmal ein Buch vor mir zu haben, das die typische einseitige Geschichtsschreibung des zwanzigsten Jahrhunderts wiedergibt - ich war jedoch schon bald angenehm überrascht: Follett hat sich ernsthaft um eine objektive Wiedergabe des Geschehens um den ersten Weltkrieg bemüht. Wer jahrzehntelang den deutschen Agitprop-medien ausgesetzt ist, erwartet so etwas nicht mehr.
Darüberhinaus verpackt und verquickt er die Historie durchaus mit lesbaren Schicksalen der Zeit. Follett versucht natürlich nicht, große Literatur zu schaffen, aber er unterhält handwerklich sehr geschickt, indem er seine Protagonisten aus den verschiedenen Schichten der Bevölkerung kommen lässt. Was mich dabei überrascht: er lässt sogar die Deutschen gut wegkommen - nach allem, was ich über "britische Fairness" erfahren habe, ist das wirklich ungewöhnlich! Auf jeden Fall wird dies seine deutsche Leserschaft vergrößern.
Vielleicht wird es in dreißig oder vierzig Jahren sogar einmal möglich sein, dass jemand auch über den zweiten Teil des "zweiten dreißigjährigen Krieges" ein ähnlich objektives Buch schreibt, vorausgesetzt, die Gesetze unseren Landes erlauben dies irgendwann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Romane die ich festlesen habe!, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga. Roman (Taschenbuch)
Ein absolut lesenswertes Buch- gelebte Geschichte! Man kann gar nicht aufhören zu lesen! Spannend und informativ zugleich - zur 100 jährigen Wiederkehr des 1. Weltkrieges genau das richtige
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als wäre man live dabei, 17. Februar 2014
Es ist immer wieder unglaublich, wie Ken Follett es schafft, so detailgetreu zu schreiben, dass man meint, man wäre dabei und erlebt alles hautnah!
Deutschland, England und Russland kurz vor und während dem Ersten Weltkrieg - drei Länder, drei unterschiedliche Familien und drei unterschiedliche Geschichten, die alle zusammenfinden. Ken Follett beschreibt die verschiedenen Gesellschaftsschichten, berichtet detailgetreu über die Schwierigkeiten der damaligen Zeit und wirft damit ein Buch auf den Markt, das seinesgleichen sucht. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen und hatte es nach wenigen Tagen durch. Es ist packend, bewegend und erschreckend, wie zu der Zeit gelebt wurde und wie vor allem die ärmeren Familien zu kämpfen hatten. Mit dem Dienstmädchen Ethel und dem Earl Fitzherbert finden zudem zwei unterschiedliche Gesellschaftsschichten zusammen, die damals nicht zusammengehörten. Das daraus entstehende Kind darf nie erfahren, wer sein leiblicher Vater ist...
Auch die Geschichte der Frauen und deren Wahlrecht spielt eine große Rolle. Lady Maud und viele andere mutige Frauen setzen sich hier dafür ein,dass die Frauen mehr Rechte und vor allem das Wahlrecht zugesprochen bekommen. Kein leichter Kampf, den es zu gewinnen gilt, in einer Gesellschaft, in der die Männer das Sagen haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hatte mehr erwartet, 17. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga. Roman (Taschenbuch)
ich hatte mich sehr darauf gefreut diesen Schmöker endlich lesen zu können.
Zu Beginn des Buches war ich auch echt von den einzelnen "Geschichten" begeistert.
Leider dreht sich der Inhalt dieses Romans im Verlauf der Erzählung immer mehr um den 1. Weltkrieg. Für meinen persönlichen Geschmack finde ich, dass die Erzählungen rund um die Protagonisten immer mehr verloren gehen.
Selten lese ich ein Buch nicht bis zum Ende, nach 560 Seiten musste ich mir selbst eingestehen, dass ich keine Freude mehr beim Lesen empfunden habe, und habe somit das Buch beiseite gelegt. Schade.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es gibt bessere Bücher von Ken Follet, 19. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich werde mich kurz fassen.

Ich habe mitlerweile alle Ken Follet Bücher gelesen, darunter die "Säulen der Erde" (2 x), Tore der Welt (2 x), Brücken der Freiheit ( 2x ) und "Die Pfeiler der Macht" (3 x). Ich habe die meisten Bücher verschlungen. Es waren nicht alle solche Kracher wie die o.g. . Ich habe dann dem "Sturz der Titanen" entgegengefiebert. Wieder ein großes Buch, eine Trilogie soll es werden. Ich persönlich war aber enttäuscht. Bei mir hat sich über das ganze Buch hinweg keinerlei Spannungsbogen aufgebaut. DAs Buch plätschert so vor sich hin und ist allzu vorhersehbar. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass man das nach schon zahlreichen Ken Follet Büchern kennt. Ich habe das Buch am Ende zugeklappt und wusste, dass ich dieses Buch kein 2tes mal lesen werde. Ich werde mich allerdings auch den 2ten Teil zulegen auch wenn ich vom 1ten Teil nicht überzeugt war. Ein Grund wird vielleicht auch gewesen sein, dass ich mit Vorliebe eher Bücher des Mittelalters über das 16 Jahrhundert bis hin zum frühen 19 Jahrhundert lese.

Ich finde,dass es weitaus bessere Bücher von Ken Follet gibt, deswegen nur 3 Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen weniger Groschenroman, bitte., 9. Mai 2012
Von 
S. Helbig (Niederhain) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich finde es immer sehr schön, wenn viele Handlungsstränge in einer Geschichte existieren und sich immer wieder überschneiden, auch wenn es, wie hier, doch sehr durchschaubar ist. Aber damit kann ich leben.

Wirklich empfehlenswert an diesem Roman sind die, wie ich finde, fast perfekt eingebundenen historischen Hintergründe. Diese lassen die teilweise etwas stereotypisch und an einigen Stellen sehr hölzern geratenen Charaktere verschmerzen und machen nach jedem Kapitel Lust auf mehr. Ich bin ein sehr an Geschichte interessierter Mensch und muss sagen, dass mir durch den Roman doch ein paar neue gedankliche Verknüpfungen offenbart worden, die ich vorher nicht in Betracht gezogen habe; schon allein aus diesem Gesichtspunkt gibt es 3 Sterne.

Auch die Einbindung real existierter Personen, wie etwa Winston Churchill, ist dem Autor sehr gut gelungen.

Nun zu den negativen Punkten.

Was mich richtig gestört hat waren diese, teilweise, elend in die Länge gezogenen Liebesszenen. Vielleicht mag das für ein paar Menschen wirklich toll sein, wenn über mehrere Seiten dem Beischlaf, mit dem dazugehörigen inneren Monolog der Liebenden über die Sehnsucht nach dem Partner, soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird, mir war es eindeutig zuviel des Guten; aber das ist bekanntlich Geschmackssache.

Auch die Konstruktion der Figuren ist Ken Follett in anderen Romanen schon wesentlich besser gelungen, was aber auch damit zusammenhängen kann, dass diese ja doch immer in eine Ideologie passen mussten, welche einen gewissen Stereotyp voraussetzt. Doch warum immer alle Frauen richtige Schönheiten sein müssen und die "Bösen" unter den Männern ununterbrochen ihren Trieben nachgehen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Man kann als hässliche Frau, auch gern einmal Erfolg im gesellschaftlichen Umfeld haben. Oder setzt dieser immer große Brüste und ein engelsgleiches Gesicht voraus?

Sei es drum. Das Buch ist empfehlenswert, wenn man sich für den geschichtlichen Hintergrund interessiert und um diesen gern eine Handlung gebaut bekommen möchte. Für alle anderen sind Groschenromane, Geschichtsbücher und Barbara Wood Romane doch die bessere Alternative. Sturz der Titanen bietet von allem etwas. Ein wenig mehr Geschichte und ein bisschen weniger Sex hätten dem Buch aber gut getan.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Historienpanorama mit Längen..., 24. März 2012
Von 
Jens Schwarze (Bensheim, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Als alter Ken-Follett-Veteran habe ich mich sehr auf "Sturz der Titanen" gefreut und es zunächst im englischen Original gelesen, bevor ich mir vor einigen Wochen die deutsche gebundene Ausgabe gekauft habe. Da ich mich für die Zeit des 1. Weltkrieges sehr interessiere war ich natürlich sehr angetan von Setting und Thema. Was Follett jedoch in "Die Tore der Welt" oder "Die Säulen der Erde" perfekt beherrscht, nämlich über teilweise mehr als 1.000 Seiten konstante Spannung und Unterhaltung aufzubauen, ist ihm hier stellenweise weniger gelungen.

Die Handlung umfasst laut Klappentext drei Familien, deren Schicksale in der Zeit vor, während und kurz nach dem ersten Weltkrieg eng miteinander verwoben sind. De facto sind es jedoch fünf Familien bzw. handelnde Akteuere: zwei Brüder aus Russland, ein Senatorensohn aus den USA, eine deutsch-österreichische Diplomatenfamilie, ein englischer Adelsclan und eine walisische Bergbaufamilie. Das ergibt eine Fülle an Protagonisten, die leider oftmals zu Lasten des Tiefgangs der Figuren geht. Wie schon andere Rezensionen bemängeln, sind die "guten" Hauptpersonen Billy, Maud, Ethel, Walter oder Gus vom Denken her grundsätzlich fortschrittlich und ihrer Zeit teilweise weit voraus. Einen richtigen Bösewicht kann ich etwa in Earl Fitzherbert nicht erkennen, da er lediglich gemäß seiner Erziehung und dem Geist seiner Zeit handelt, ebenso wie Walters Vater Otto von Ulrich. Auch Lew Peschkow ist zwar ein Gauner, aber durchaus nicht so bösartig gezeichnet wie etwa Sir William aus "Die Säulen der Erde" oder Micky Miranda aus "Die Pfeiler der Macht". Lediglich der russische Polizist Pinsky und sein Sidekick Koslow sind wirkliche Bösewichte.

Das zweite Manko ist die Logik: Wie ebenfalls in vielen Rezensionen bemängelt treibt es Follett etwas zu weit mit dem Aufeinandertreffen der Figuren. Auf nahezu jedem Schlachtfeld des Weltkrieges treffen sich Fitz, Walter, Gus und Billy, Grigori wird Walters Kontaktmann bei den Bolschewiken, Lew schnappt Gus die Verlobte weg und natürlich treffen sich am Ende auch Grigori und sein Bruder Lew in den Weiten Sibiriens wieder. Das ist anfangs noch stimmig, verliert aber mit dem fünften oder sechsten Aufeinandertreffen zweier Figuren aus verfeindeten Nationen deutlich an Reiz.

Wer sich nicht allzu sehr für Politik und Geschichte interessiert, dessen Lesefluss kann schon mal leicht ins Straucheln kommen. Gerade im letzten Drittel wird die russische Revolution und die Konflikte zwischen Bolschewiken, Sozialrevolutionären, Menschewiken und wie sie alle heißen im Exzess geschildert. Das wurde mir etwas zuviel und ich habe beim zweiten Lesen auch einige Seiten übersprungen - und ich habe Geschichte studiert...

Dennoch gebe ich dem Buch drei Sterne. Es ist trotz der Längen und Logikfehler recht gut geschrieben, die Zeit interessiert mich und es besteht ja die Hoffnung, dass Follett im weiteren Verlauf der Trilogie einige dieser Kritikpunkte behebt.
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Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga. Roman
Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga. Roman von Ken Follett (Taschenbuch - 30. März 2012)
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