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Kundenrezensionen

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am 18. Januar 2012
Zwei Frauen, Anna und Viktoria, reisen nach Buenos Aires, Argentinien. Viktoria kommt aus gutem Haus, ist verheiratet und nun auf dem Weg zu ihrem Mann, der mit seinen Eltern auf der Estancia Santa Celia lebt. Auch Anna ist verheiratet, kommt aber aus armen Verhältnissen und ihr Mann Kaleb, ihre Eltern und ihre drei Geschwister sind schon vor ungefähr einem Jahr abgereist, um in Argentinien ein neues Leben aufzubauen. Da für alle das Geld nicht reichte, reist Anna erst jetzt ihrer Familie nach. Julius ein Kaufmannssohn, dessen Vater wollte, dass er ins Geschäft mit einsteigt und die Tochter eines Geschäftspartners heiratet, will aber seinen eigenen Weg gehen und ist auch auf dem Weg nach Argentinien. Obwohl sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen, lernen sich die Drei auf dem Schiff kennen und verbringen die wochenlange und schwierige Reise gemeinsam.

Das wunderschöne Cover verleitet dazu, sich ein herrliches Familienleben in Argentinien vorzustellen, aber das ist nicht so. Dieser Roman ist das reinste Abenteuer, vor allem für Anna und Viktoria. Es ist nicht alles so rosig, wie man es sich in den Träumen vorstellt und das müssen auch Anna und Viktoria bei ihrer Ankunft in Buenos Aires feststellen. Vorerst trennen sich die Wege der drei Reisegefährten, jeder muss erst einmal sein "zuhause" finden und sich mit den vorhandenen Gegebenheiten auseinandersetzen und vor allem sich damit abfinden.

Argentinien 1863, eine Zeit, wo jeder ums Überleben kämpft und viele Auswanderer ihr Glück dort suchen. Die Autorin hat mir vieles über das Land nahe gebracht. Das Leben in dieser Zeit und die mühsame Arbeitssuche. Sie hat es sehr bildhaft beschrieben. Vor allem auch das harte Leben der Indianer, die man nach und nach vertreibt. Aber als Kontrast hat mich wiederum die wunderschöne Landschaft erfreut.

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Anna und Viktoria über 23 Jahre hinweg. Viktoria lebt in einer Familie, in der sie nicht erwünscht ist, da ihre herrschsüchtige Schwiegermutter ihren Sohn Humberto nur für sich haben will. Anna findet eine zerrüttete Familie vor. Der Vater konnte kein Land erstehen und somit ist fast die ganze Familie im Selbstmitleid versunken.

Das alles beschreibt die Autorin sehr intensiv und es lässt sich daher auch sehr flüssig lesen. Obwohl das Buch 700 Seite hat, gibt es keinen Leerlauf. Die Spannung hält sich aber in Grenzen, da die Geschichte doch sehr vorhersehbar ist. Etwas zu viel des Guten war mir die Darstellung der einzelnen Personen, die fast alle egoistisch und gewissenlos sind. Leider ist auch einiges am Ende nicht geklärt worden und einfach im Sand verlaufen.

Trotz einiger Abstriche hat mir die Geschichte, der Schreibstil und auch die Beschreibung des Landes und der Einheimischen sehr gut gefallen. Es ist ein richtiger Schmöker und es würde mich freuen, wenn in dieser Richtung ein weiteres Buch folgen würde.
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am 26. Mai 2012
Bisher sind meine Auswanderer immer nach Indien gefahren, dieses Mal ging es nach Argentinien und das war sehr interessant. Anna, die Arme, hatte nicht die besten Voraussetzungen, sie kam arm an und musste sich in den Armenvierteln Arbeit suchen. Viktoria, die Reiche, gelang die klassische Auswanderung, auf eine reiche Hazienda. Julius, der Dritte im Bunde, ist Geschäftsmann und kann auch in Argentinien Fuß fassen und macht sein Glück. Wechselweise wird von den 3 erzählt, wie sie zusammen anreisen, sich aus den Augen verlieren und wieder zusammenkommen. Alle 3 sind Sympathieträger, die Geschichte unterhaltsam und flüssig geschrieben, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Einzig die letzten 60 Seiten sind etwas zäh, aber wohl auch so notwendig, wie sie sind. Alles in allem ein kurzweiliges Lesevergnügen bei dem man gerne auch noch eine Fortsetzung lesen würde!
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am 13. Januar 2014
Ich habe das Buch eher zufällig gelesen, aber der Funke sprang über und ich wollte dann einfach wissen, wie es weiter geht. Über den Inhalt mag ich gar nicht viel schreiben, das haben schon genug vor mir getan. Hervorheben möchte ich die wunderbare Beschreibung der Argentinischen Landschaft! Die Geschichte an sich ist unterhaltsam erzählt und mir gefiel der Stil weitestgehend. Zum Schluss schien mir die Sache etwas holprig, da konnte ich der Befreiungsaktion nicht mehr ganz folgen. Aber trotzdem würde ich das Buch weiter empfehlen und vergebe gute 4 Sterne.
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am 22. Januar 2012
Im Jahre 1863 machen sich Anna und Victoria von Deutschland auf die Reise nach Argentinien. Die beiden aus komplett unterschiedlichen Schichten stammenden Frauen knüpfen zarte Bande während der Schiffsfahrt, verlieren sich aber kaum in Argentinien angekommen aus den Augen. Beide sind voller Hoffnungen, als sie im neuen Land ankommen, müssen aber bald feststellen, dass ihre Träume nicht der Realität entsprechen. Während für Anna ein harter Kampf ums nackte Überleben beginnt, findet sich Victoria in einem goldenen Käfig wieder. Als sich beide nach Jahren wieder sehen, hat sich nichts so entwickelt, wie sie es sich erhofft bzw. erträumt hatten und es dauert noch um einiges länger, bis aus dem zarten Band eine wirkliche Freundschaft wird.

Die Charaktere in diesem Buch sind wunderbar beschrieben und bereits nach kurzer Zeit hatte ich jeweils immer ein gutes Bild der jeweiligen Figur vor Augen. Schön zeigen sich die verschiedenen Charakterzüge der einzelnen Personen. Vor allem dann, wenn es zu kritischen Situationen kommt, offenbart sich dann durch gewisse Handlungen sehr gut der tatsächliche Charakter der Person. Schön ist auch dargestellt, wie Anna, die von klein auf kämpfen musste, auch in der neuen Welt kämpft und sich nicht unterkriegen lässt. Während die verwöhnte Victoria erst erwachsen werden muss, um zu begreifen was wirklich wichtig ist im Leben.

Sehr detailliert und bildhaft wird die Landschaft von Argentinien im 19. Jahrhundert geschildert und auch die Enge der Städte, die teilweise üblen Gerüche und insgesamt das Stadtbild von Buenos Aires werden sehr gut vermittelt.

Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin geschickt nebenbei Informationen über die Geschichte Argentinien einstreut und ich eine Menge über das mir noch sehr unbekannte Land gelernt habe.

Dass sich hinter dem Pseudonym die mir bekannte Autorin Kirsten Schützhofer verbirgt, habe ich relativ schnell in Erfahrung gebracht. Umso überraschter war ich jedoch, dass sich der Schreibstil von der Stimmung hier doch von anderen Büchern unter dem Namen Kirsten Schützhofer unterscheidet: Die Grundstimmung ist trotz aller Widrigkeiten zum Trotz immer sehr positiv. Und ganz entgegen der oft offenen oder für mich nicht immer so zufriedenstellenden Enden bei Kirsten Schützhofer-Romanen, ist das Ende hier für mich rundum gelungen.

Alles in allem ein Wohlfühlbuch, dass sich herrlich für gemütliche Lesenachmittage eignet und den Leser glücklich zurücklässt.
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TOP 500 REZENSENTam 8. November 2011
Sie sind auf dem Weg in eine andere Welt, in ein neues Leben. Im Sommer 1863 begegnen sich drei junge Deutsche auf einem Schiff, das sie nach Buenos Aires bringen soll. Anna Weinbrenner ist unterwegs zu ihrer Familie, die bereits früher ausgewandert ist. Viktoria Santos ist mit einem Argentinier verheiratet und folgt ihm in seine Heimat, zu seiner Estancia. Julius Meyer aus Hamburg strebt nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit von seinem Vater; er möchte sich in der Ferne eine Existenz als Kaufmann aufbauen. Trotz bestehender Standesunterschiede verstehen sich die drei jungen Menschen unterwegs gut und verbringen einen Großteil ihrer Zeit an Bord miteinander. Als sie ihr Ziel erreichen, trennen sich ihre Wege. Aber für die beiden Frauen wird die Ankunft zu einer Enttäuschung. Besonders auf Anna wartet in diesem fremden Land eine schlimme Zeit.

Der Anfang gestaltet sich zum Teil trostlos, da ein großer Abschnitt im Armenviertel von Buenos Aires spielt. Hier erfährt man viel über das Elend der Menschen, die in einer neuen Welt ihr Glück gesucht haben und dabei oft blauäugig alles hinter sich ließen, um letztendlich schlechter, zum Teil auch in elenden Verhältnissen zu leben. Man spürt noch wenig von der Atmosphäre und den Schönheiten Argentiniens. Das ändert sich glücklicherweise nach einigen Kapiteln, und ich war bald von den detailreichen Beschreibungen des Landes fasziniert. Die Protagonisten sind sehr vielschichtig dargestellt. Besonders Anna und Viktoria sind Charaktere mit vielen Facetten. Beide machen im Lauf der Handlung, bis zum Ende des Romans, eine gewaltige Entwicklung durch. Zum größten Teil war das für mich durchaus nachvollziehbar und verständlich, wenn ich auch nicht mit beiden Frauen gleichermaßen warm geworden bin. Aber man muss ja auch nicht alle Charaktere eines Romans ins Herz schließen, um ihn gut zu finden. Die Story ist spannend, vom Beginn bis zuletzt, jedoch hat mich ein wenig gestört, dass viele kleinere Handlungsstränge im Nichts endeten. So manches wurde angesprochen, von dem ich den Eindruck hatte, es wäre wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte, und dann hat man nie mehr etwas dazu gelesen. Auch der Schluss hat mich zum Teil unzufrieden zurück gelassen. Für manche offenen Probleme, die dann im Sand verliefen, hätte ich mir noch eine Lösung gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte kann ich das Buch empfehlen, denn der Schreibstil ist insgesamt sehr schön und kurzweilig zu lesen. Auf knapp 700 Seiten kam keine Langeweile auf, ganz im Gegenteil, so manche Szene hätte gerne noch ausführlicher sein können.
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am 1. Oktober 2011
Wenn auch der Titel und auch das Titelbild reichlich kitschig erscheinen, so darf sich der/die Leser/in doch auf eine prachtvolle, dramatische Familiengeschichte aus dem Argentinien des 19. Jahrhunderts freuen.
April 1863: Auf einem Auswandererschiff reist die junge Anna Weinbrenner nach Argentinien. Ihre Familie und ihr Mann Kaleb sind schon vorausgefahren auf der Suche nach einem Stück Land und einem besseren Leben. Anna freundet sich an mit Julius, einem Kaufmann, und mit Victoria, einer jungen Frau aus gutem Hause, die Humberto Santos, einen argentinischen Großgrundbesitzer, geheiratet hat und nun zu ihrem Mann fahren will. Zwischen Anna und Julius entsteht eine enge Bindung, beide schätzen sich sehr, doch Anna ist verheiratet und liebt ihren Mann.
In Buenos Aires angekommen, holt Anna die Realität ein. Nichts ist so wie erhofft und erträumt: man ist betrogen worden, es gab kein Land und somit keine gesicherte Existenz. Die Familie bricht auseinander. Der Vater ist Gelegenheitsarbeiter und trinkt, die Mutter wird immer verbitterter, Schwester Lenchen versucht irgendwie Geld zu verdienen, die Brüder werden zu Kriminellen, und zu allem Überfluss ist Annas Ehemann Kaleb an Schwindsucht erkrankt.
Auch Victorias Erwartungen werden nicht erfüllt. Der charmante, geistreiche Humberto, in den sie sich verliebt hatte, ist in Wirklichkeit ein Muttersöhnchen und Schwiegermutter Ofelia eine herrschsüchtige, verbitterte Frau, die in der Schwiegertochter eine Rivalin um die Liebe ihres einzigen Kindes sieht. Allein Don Ricardo, der Schwiegervater, ist ihr zugetan. Auch nach der Geburt von Victorias und Humbertos gemeinsamer Tochter verbessert sich ihre Situation nicht, so dass sie Trost in den Armen von Pedro sucht, dem Vorarbeiter. Diese Liebe bleibt nicht folgenlos, was Victoria vor weitere Probleme stellt.
Anna kämpft inzwischen an vielen Fronten: ihr Mann ist verstorben, sie selbst hat eine Tochter zur Welt gebracht und ist die Haupternährerin der Familie. Sie beschließt, die weite und gefahrvolle Reise zur Freundin auf sich zu nehmen, um diese um finanzielle Hilfe zu bitten. Dann taucht Julius auf der Estancia der Santos auf um Geschäfte abzuschließen. Er verliebt sich neu in Anna, und da diese jetzt ungebunden ist, werden die Gefühle ' wegen des Standesunterschiedes eher zögerlich ' erwidert. Victoria reagiert eifersüchtig auf das junge Glück, und die Situation zwischen den Frauen eskaliert. Anna reist nach dem Streit ab, kann sich aber in Buenos Aires eine gesicherte Existenz aufbauen.
Victoria allerdings erlebt zu Hause die Hölle. Gedemütigt von ihrer Schwiegermutter und gefangen gehalten von ihrem Schwiegervater, flieht sie mit ihren beiden Kindern nach Buenos Aires zu Anna, denn diese ist die einzige Person, die sie um Hilfe bitten kann. Das können Humberto und Ofelia nicht auf sich beruhen lassen und reisen auf der Suche nach den Dreien ebenfalls nach Buenos Aires, wo es dann zu einem dramatischen Finale kommt.

Das Thema Auswanderung im 19. Jahrhundert ist Schwerpunkt vieler Romane. Dieser historische Roman ist weniger trivial als viele andere desselben Genres, was auch daran liegt, dass die historischen Fakten gut recherchiert sind und neben der Story mit interessanten Charakteren ein weiterer Schwerpunkt auf der Darstellung der damaligen Gesellschaft einschließlich der Indios liegt. Das Buch ist angenehm zu lesen und ist nicht überfrachtet mit Klischees, obwohl am Anfang sehr viele Adjektive verwendet wurden. Handfeste Hauptpersonen und die richtige Portion Liebe machen diesen Roman zu einem Lesevergnügen, gerade weil die Autorin auch moderat verpackte Gesellschaftskritik in die Erzählung einbringt.
Leider ist es mit 700 Seiten sehr umfangreich, und da doch einige Handlungsstränge ins Leere laufen, wäre hier eine moderate Kürzung vorteilhafter gewesen. Als Beispiele wären die Handlungen rund um Utz oder Corazon zu nennen. Auch hätte ich mir eine Karte gewünscht, auf der die relevanten Orte und Reiserouten eingezeichnet sind, und ein Glossar mit den spanischen und indianischen Wörtern.
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am 28. Dezember 2011
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen dieses Buches.

Erstmal ist es wunderschön aufgemacht - ein tolles Cover, man bekommt richtig Lust ebenfalls nach Lateinamerika zu reisen! Der Titel ist ein wenig nichtssagend, weil er lediglich auf das Land, in dem die Geschichte spielt, eingeht, aber er passt sehr schön zum Cover und so ist es ein rundum geschlossenes Bild, was zum Kaufen sehr animieren kann. :)

Aber wichtiger ist ja doch eigentlich der Inhalt. Der Stil macht es einen sehr leicht, das Buch ist flüssig zu lesen und regt die Phantasie an, so dass man mühelos ein Kopfkino vor Augen hat.
Auch die Charaktere sind schön beschrieben. Jeder hat seine Eigenarten, ist anders und trotzdem auf seine Art liebenswert. (Vielleicht mit kleinen Ausnahmen. ;) ) Allerdings wurden die Beweggründe von jeder Person beschrieben, so dass man der Geschichte eigentlich immer sehr gut folgen konnte.
Schön fand ich die Szenen bei den Eingeborenen Argentiniens, so dass man dort einen guten Einblick in das Leben der Leute bekommen konnte.

Rundum ein schöner historischer Roman, den ich eigentlich so weg gelesen habe!
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Anna ist mit der Kosmos auf den Weg nach Buenos Aires zu Ihren Eltern und Ihrem Mann Kaleb Weinbrenner, die schon vor Monaten vorausgereist sind.
Auf dem Schiff muss sie so einige Gefahren überstehen. Auch die Seekrankheit macht Ihr sehr zu schaffen.
An Deck freundet sie sich mit Julian und Viktoria an, die Ihr auch im späteren Leben immer wieder über den Weg laufen.

Anna muss erkennen, das in Argentinien nichts so ist, wie sie es sich vorstellt hat. Sie erkennt Ihre Familie nicht wieder:
Der Vater säuft, die beiden Brüder haben sich mit ihm zerstritten und haben eine Gaunerbande gegründet.
Ihr Mann Kaleb ist schwer erkrankt, er hat die Schwindsucht.
Sie merkt sehr schnell, dass sie einfach nicht für dieses Land geschaffen sind.
Wegen der extremen Hitze, Kälte und das viele Ungeziefer sind sie gezwungen gewesen vom Land wieder in die Stadt zu ziehen. Dort mussten sie lernen, was Hunger, Leid und Arbeitslosigkeit bedeutet. Deshalb hasst Ihr Vater alle Ausländer, weil sie ihm die Arbeit weggenommen haben.

Als Kaleb nur noch einmal mit seiner geliebten Anna das Bett teilen will, wird sie prompt schwanger.

In Deutschland versprachen Ihnen die Auswandererberater freie Überfahrt, kostenlose Landzuweisungen und finanzielle Unterstützung. Nichts von alldem ist eingetroffen. In Argentinien geht es ihnen schlechter als in Deutschland.
Als Kaleb stirbt, verliert Anna ihren Job weil der Arbeitgeber ihre Schwangerschaft bemerkt.

Auch Viktoria's Träume von einem angenehmen Leben auf einer Estancia sind geplatzt. Ihr Ehemann ist nicht mehr wiederzuerkennen, ihre Schwiegermutter ist ein einziger Alptraum.

Das Buch ist flüssig und leicht geschrieben. Ich hatte es innerhalb weniger Tage gelesen. Im letzten Drittel des Buches stellte ich fest, dass einige Fäden nicht aufgelöst wurden. Es werden zu viele Themen angerissen, die dann im Sande verlaufen.

Jennys wollte doch Ihren leiblichen Vater in der neuen Welt suchen?

Wie geht es mit Lenchen weiter?

Eduard findet heraus, dass die Familie Santos seit Jahrzehnten Silber schmuggelt. Was hat das für Folgen für die verbliebene Familie?

Joris und Piet erheben Anklage gegen Annas Fuhrunternehmen. Wie lautete die Anklage? Man erfährt einige Kapitel weiter, dass damals alles gut gegangen ist.

Manche der Begebenheiten waren mir ein wenig zu dramatisch beschrieben und kamen daher etwas unglaubwürdig rüber. Die beiden Bösewichte Michel und Piet in diesem Roman bedienen wirklich jedes Klischee.
Ich hätte mir so manches Mal gewünscht, dass einige Personen ein klein wenig anders agieren würden als im Roman. Dadurch waren mir die Handlungen der Personen zu vorhersehbar, weil ich genau diese Vorgehensweise vorausgeahnt hatte.

Lobend erwähnen möchte ich die ausführliche Recherche und das schöne Cover. Vermisst habe ich allerdings eine Landkarte von Argentinien mit der eingezeichneten Reiseroute.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. September 2011
Im Jahr 1863 sind die jungen Deutschen Anna Weinbrenner und Viktoria Santos mit dem Schiff auf dem Weg nach Argentinien zu ihren Ehemännern. Viktoria Santos erwartet eine scheinbar glückliche und finanziell sorglose Zukunft. Ihr Mann Humberto leitet zusammen mit seinem Vater eine Hazienda. Anna dagegen erwartet eine ungewisse Zukunft, ihr Mann und ihre Eltern und Geschwister sind schon vorgereist und wollen arbeiten, um sich ein Stück Land zum Bewirtschaften kaufen zu können. Mit an Bord ist auch Julius Meyer . Die drei freunden sich an, obwohl Anna offensichtlich einer anderen Schicht angehört und dritter Klasse reist. Zwischen Julius und Anna entwickeln sich Gefühle, die beide jedoch nicht zulassen, da Anna verheiratet ist. Durch ein paar zwielichtige Gestalten gerät Anna vor Ende der Überfahrt in Lebensgefahr, aus der sie von Julius gerettet wird. In Buenos Aires angekommen, trennen sich die Wege der drei Freunde.
Anna erwarten schlechte Nachrichten, ihr Mann ist tödlich erkrankt und ihr Vater ist zum Alkoholiker geworden. Zwei ihrer Brüder sind in kriminelle Geschäfte verwickelt und der Rest der Familie lebt unter ärmsten Verhältnissen. Auch Viktoria erwartet eine andere Zukunft als gedacht. Ihr Mann Humberto ist seiner Mutter hörig und trifft sich lieber mit Huren, als etwas mit seiner Frau zu unternehmen.Anna und Viktoria müssen beide stark sein. Große Veränderungen werfen ihre Schatten vorraus , als Annas Mann stirbt und Viktoria mit den Kindern sogar vor ihrem Mann fliehen muss. Sie suchen Hilfe bei der Freundin und treffen auch Julius wieder.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Ich war direkt von der Geschichte gefesselt. Annas schweres Leben und Viktorias Leiden kann man förmlich durch die Seiten spüren und hat mich teilweise wirklich mitgenommen. Julius Meyer war mir zu Anfang der Geschichte so sympathisch und ich habe für ihn und Anna gehofft. Im Laufe der Geschichte aber wird sein Part schwächer, z.B. haut er einfach ab, als er eine vermeintliche Wahrheit über Anna erfährt. Anna und Viktoria sind sehr stark und gehen ihren Weg, nicht immer frei von Klischees. Da hätte ich mir die ein oder andere überraschende Wendung gewünscht. Das Cover finde ich wunderschön, man fühlt sich beinahe schon dort. Wer wissen will, wie es Anna und Viktoria ergeht und ob Annas und Julius Liebe eine Zukunft hat, der greife zu diesem Roman.Insgesammt ein Roman, der wunderbar unterhält und mir viele schöne Lesestunden beschert hat.
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am 20. Juli 2012
Das Buch war soweit unterhaltsam und gut geschrieben.Was mich stutzig gemacht hat, waren die plötzlich extrem langen Sätze wenn es um die Geschichte oder andere allgemeine Erklärungen rund um Argentinien ging. ( Die Sätze waren dann noch länger als mein letzter!) Als wenn diese irgendwo abgeschrieben wurden - auf jeden Fall anderer Stil mitten in der Geschichte. Leider konnte man sich nicht so mit den Hauptfiguren anfreunden, d.h. wie es einem bei manchen Büchern so geht, dass es einem leid tut wenn man Sie ausgelesen hat. Ich hoffe Ihr versteht was ich meine! Es war aber sonst gut zu lesen und unterhaltsam, allerdings wie schon vor mir jemand geschrieben hat- vorhersehbar.
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