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5.0 von 5 Sternen Zwei Frauen gegen den Rest der Welt
September 911: In einem Kerker in Rouen treffen zwei junge Frauen aufeinander: Runa, die aus Norvegur (dem heutigen Norwegen) stammt, von ihrem Vater zur Auswanderung ins Nordmännereich gezwungen wurde und sich nach dessen Ermordung allein durchschlagen musste, und Gisla, die uneheliche Tochter des fränkischen Königs, deren Vater sie zur Heirat mit dem...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2011 von karin1910

versus
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2.0 von 5 Sternen Potential nicht genutzt
Als die junge Runa aus ihrer Heimat Norwegen ins heutige Frankreich verschleppt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Genauso für Gisla, eine fränkische Prinzessin, die nach einer idyllischen Kindheit nun den Wikingerkönig Rollo heiraten soll. Obwohl die beiden jungen Frauen unterschiedlicher nicht sein könnten, schweißt das Schicksal sie...
Veröffentlicht am 15. April 2012 von Sylvia Schreiber


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Frauen gegen den Rest der Welt, 13. Oktober 2011
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
September 911: In einem Kerker in Rouen treffen zwei junge Frauen aufeinander: Runa, die aus Norvegur (dem heutigen Norwegen) stammt, von ihrem Vater zur Auswanderung ins Nordmännereich gezwungen wurde und sich nach dessen Ermordung allein durchschlagen musste, und Gisla, die uneheliche Tochter des fränkischen Königs, deren Vater sie zur Heirat mit dem Nordmänner-Führer Rollo zwingen will und die einen riskanten Trick anwendet, um der Ehe mit dem berüchtigten Heiden zu entgehen.
Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht und sie müssen nun in einem für sie beide fremden Land ums Überleben kämpfen, wobei sie gleich von mehreren gefährlichen Feinden verfolgt werden.

Soviel zur Haupthandlung dieses Buches. Daneben - in durch eine andere Schriftart gekennzeichneten Einschüben - wird auch eine Geschichte erzählt, die 936 in einem Kloster in der Normandie spielt: Ein schwerverletzter junger Mann kann sich mit letzter Kraft gerade noch bis zur Klosterpforte schleppen. Seine Ankunft versetzt vor allem die Äbtissin in Aufregung, die nun von einem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Schon allein die Frage, wie diese beiden Handlungsstränge zusammenhängen, verleiht dem Buch einiges an Dramatik, der regelmäßige Wechsel zwischen den Schauplätzen hält die Spannung aufrecht und gipfelt in einer interessanten Auflösung.

Die Autorin siedelt ihren Roman im Frühmittelalter an, einer Epoche, die trotz ihrer großen Bedeutung für den weiteren Verlauf der Geschichte in historischen Romanen relativ selten behandelt wird.

Das Buch lebt in gewisser Weise von Gegensätzen - einerseits wird der Konflikt zwischen den Franken und den aus Skandinavien eingewanderten Nordmännern im Gebiet der heutigen Normandie thematisiert, andererseits repräsentieren auch die Hauptfiguren unterschiedliche Charaktere (hier die toughe, lebenserfahrene Runa, dort die zarte, behütet aufgewachsene Gisla). Daraus ergibt sich eine faszinierende Dynamik.

Die Grundstimmung des Buches ist allerdings eher düster, die Protagonistinnen sind die meiste Zeit damit beschäftigt, entweder vor ihren Feinden zu fliehen oder gegen sie zu kämpfen, und machen überwiegend negative Erfahrungen.

Wer über diese bedrückende Atmosphäre hinwegsehen kann, findet hier aber jedenfalls einen gut geschriebenen und spannenden Roman, durch den man nebenbei auch einiges über die nordische Lebensweise und Götterwelt erfährt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswertes Buch mit wenigen Schwächen, 5. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Der Roman "Tochter des Nordens" handelt von zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zum einen geht es um Runa, die aus dem heutigen Norwegen stammt und von ihrem Vater in das Nordmännerland (die heutige Normandie) verschleppt wird. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die es gewohnt ist für sich selbst zu sorgen. Sie ist nicht unbedingt das, was man sich unter einer typischen Frau des frühen Mittelalters vorstellt.
Die andere Frau ist Gisla, die eine uneheliche Tochter des Königs ist. Gisla ist zerbrechlich und ängstlich. Sie wuchs wohlbehütet von ihrer Mutter und Amme auf.
Beide begegnen sich auf Gislas Reise zu Rollo, dem Anführer der Nordmänner, der das Nordmännerland als Lehen des Königs erhalten soll, um Frieden zu schließen. Im Gegenzug soll sich Rollo taufen lassen und Gisla zu seiner Frau nehmen.
Vom eigenen Vater an Rollo "verschachert", entkommt Gisla aufgrund einer List. Sie befindet sich zudem in großer Not und flieht mit Runa. Der Deal ist, dass Runa Gisla zu ihrer Mutter begleitet und Gisla Runa im Gegenzug zu ihrer Rückkehr nach Norwegen verhilft. Es kommt aber alles anders als gedacht und einige Feinde machen den beiden Frauen das Leben schwer.
Unterbrochen werden die Ereignisse durch Geschehenisse in einem Kloster ca. 26 Jahre später. Hier kommt ein schwer verletzter Mann an, den die Äbtissin zu kennen scheint. So viel zum Inhalt.

Die Geschichte ist spannend, wenn auch manchmal vorhersehbar. Manchmal dachte ich, dass die beiden Frauen zuviele schlimme Schicksale treffen und das der Zufall zu oft zuschlägt und die beiden wieder in die Arme ihrer Feinde führt. Dadurch blieb die Spannung aber aufrecht und es kamen keine Längen auf.
Den Erzählstil von Frau Kröhn fand ich gut.

Die Ausarbeitung der beiden Figuren Runa und Gisla, aber auch die der Nebenfiguren, hat mir gut gefallen. Manchmal fand ich Runa etwas brutal, kann ihre Gedankengänge aufgrund der Vorgeschichte und den Ereignissen, die den beiden Frauen während ihrer Reise passieren, aber nachvollziehen. Weiterhin ist es interessant wie sich Gisla und Runa im Verlauf der Geschichte entwickeln und Verhaltensweisen voneinander lernen.
Die Einschübe, die die Ereignisse in dem Kloster in der Zukunft zeigen, tragen zur Spannung bei und es ist interessant wie sich die beiden Geschichten miteinander verweben.

Der historische Kontext, in dem der Roman spielt, finde ich persönlich interessant. Zwei verschiedene Kulturen prallen aufeinander und lernen (und das nicht immer gewaltfrei) miteinander auszukommen, miteinander zu leben und vermischen sich schließlich am Ende des Prozesses. Gut fand ich auch, dass die nordische Mythologie thematisiert wird. Meiner Meinung nach überlädt diese Thematik aber nicht den Roman.

Im Vordergrung steht immer die Geschichte von Runa und Gisla und ihrem Kampf zu überleben und einen Platz zu finden in dieser für sie neuen Welt.

Fazit: Ich finde "Tochter des Nordens" ist ein gutes und lesenswertes Buch mit wenigen Schwächen. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände des Buchs und bin gespannt wie das Leben der Nachkommen von Runa und Gisla weitergeht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Potential nicht genutzt, 15. April 2012
Von 
Sylvia Schreiber (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Als die junge Runa aus ihrer Heimat Norwegen ins heutige Frankreich verschleppt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Genauso für Gisla, eine fränkische Prinzessin, die nach einer idyllischen Kindheit nun den Wikingerkönig Rollo heiraten soll. Obwohl die beiden jungen Frauen unterschiedlicher nicht sein könnten, schweißt das Schicksal sie zusammen. Und dieses Schicksal trägt meist das Gesicht eines Feindes. Davon hat das ungleiche Duo genug. Den Nordmann Thure zum Beispiel, dem ' damit auch wirklich niemand daran zweifelt, dass es sich um einen bösen Menschen handelt ' ein deutlicher Hang zum Wahnsinn einverleibt ist.

Obwohl sich die beiden Protagonistinnen ständig im Niemandsland verirren, kreuzen sich ihre Wege doch immer wieder mit denen ihrer Feinde. Das wirkt konstruiert und überzeichnet. Auch die Wende zum Schluss ist dann eher langersehnt als überraschend. Dabei ist die Retrospektive aus Sicht einer Äbtissin und die Auflösung (Ist die Äbtissin nun Runa oder Gisla?) durchaus spannend.

Die Rahmenhandlung, nämlich der "Clash of Cultures" zwischen Wikingern und Franken kommt in "Tochter des Nordens" schön zur Geltung. Schade eigentlich, dass diese Zeit in historischen Romanen bisher so selten behandelt wurde. Wie man bei Julia Kröhn sieht, birgt sie reichlich Potential.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und unterhaltsam, 9. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Das Buch ist gut und flüssig geschrieben, die Spannung ist immer hoch, vor allem durch die Hin- und Rückblenden zwischen 910-912 und 936. Sicher mag einem die Handlung etwas konstruiert erscheinen. Trotzdem konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht und was am Ende aus Gisla, Runa, Taurin und Thure wird. Besonders gefallen hat mir der Einblick in die nordische Mythologie, die eingestreuten Geschichten über Baldur, Loki, Odin, Thor etc. Das wirkt nicht fehl am Platz und passt gut zur Geschichte, denn die Menschen damals waren ja wohl sehr in diesem Glauben verwurzelt.
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4.0 von 5 Sternen Tochter des Nordens, 15. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Der historische Roman 'Tochter des Nordens' von der österreichischen Autorin Julia Kröhn erzählt die Geschichte zweier Frauen im 10. Jahrhundert, deren Schicksale aufgrund dramatischer Ereignisse miteinander verbunden werden.
Die naturliebende und selbstbewusste Nordmännin Runa wird aus ihrem sorglosen Leben zusammen mit Ihrer Großmutter gerissen, als ihr Vater von seinen Reisen in die Heimat zurückkehrt und sie vor eine unabwendbare Tatsache stellt.

Die zartbeseelte Frankenprinzessin Gisla tritt zeitgleich ihre schicksalhafte Reise aus ihrem bis dahin behüteten Leben zur versprochenen Hochzeit mit dem nordmännischen Anführer Rollo an.

Für beide Frauen bedeutete es eine Reise aus dem behüteten Nest in eine ungewisse Zukunft in einer Zeit des Krieges zwischen Heiden und Franken, in einer Zeit des Armuts und der Gewalt.

Dieser Roman wird in zwei Handlungssträngen geschrieben. Der erste Teil beginnt 911 n.Chr., es erzählt die Geschichte des Kennenlernens der Protagonisten Gisla und Runa. Der zweite Handlungsstrang, sichtbar abgesetzt durch die unterschiedliche Schriftart kursiv, spielt in 936 n.Chr, Protagonist ist hier Arvid, der im Kloster untertaucht, auf der Flucht vor unbekannten Verfolgern. Er wird von der Klosteräbtissin versorgt. Wie die beiden Handlungsstränge verbunden werden, sollte man selbst im Buch nachlesen.

Dieser historische Roman ist abenteuerreich und sehr kurzweilig geschrieben. Durch die Zeitsprünge erhält sich die Spannung um Auflösung bis zum Ende des Buches. Durch die raue Zeit sind wenige Handlungen der Protagonisten manchmal in der heutigen Zeit unverständlich, aber letztendlich doch nachvollziehbar. Ein wirklich gelungenes Buch für die kommenden kalten Stunden mit Kerzenschein und heissem Tee auf dem Sofa.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 8. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
ch kannte bisher von Julia Kröhn "Die Chronistin" und "Die Regentin". Beide haben mir auf ihre Art sehr gut gefallen und sind mir ob des Stils in Erinnerung geblieben. Für mich persönlich hoben sich diese Roman wohltuend aus der Masse heraus.

Leider geht es mir bei "Tochter des Norden nicht so. Julia Kröhns Stil ist hier irgendwie glattgebügelt. Haben in den anderen Büchern ihre weiblichen Hauptpersonen starke Persönlichkeiten gehabt, mit Ecken und Kanten und Wutausbrüchen und Eigensinn, so hat hier höchstens Runa noch rudimentäre Spuren davon. Obwohl mir der Schreibstil geglättet erschien, kam mir die Geschichte um so holpriger vor. Der seltsam passive Erzählstil, der das Geschehen hauptsächlich durch die Beschreibung der Gedanken der Personen erklärt, fand ich auf dauer ermüdend. Ich kam der Geschichte zu keinem Zeitpunkt nahe, denn obwohl man in die Gedankenwelt der Personen Einblick hat, entstand bei mir keine Nähe.

Gisla, das ach so zarte Prinzeßchen, wird mit unbegreiflichem Hass von 2 Männern verfolgt. Wieso sie so expliziert gehasst und verfolgt wird von den beiden, wird nur wenig greifbar. Die Normandie scheint recht klein zu sein, denn wie lange auch immer Runa und Gisla dort herumirren, schon bald schlägt einer der beiden Kerle dort auf und hat sie gefunden. Das erschien mir doch alsbald recht konstruiert. So ist das Buch eigentlich ein auf und ab zwischen dem Herumziehen der beiden Frauen und dem Gefundenwerden durch den Feind.

In ihrem Nachwort erklärt Julia Kröhn ihre Idee zum Buch und ihre Herangehensweise. Ich las das Nachwort - wie so oft - vor Lesebeginn, und deswegen ist mir nicht recht klar, warum sie ihre Absicht, wie das Buch werden sollte, nicht umgesetzt hat. Den Clash of Cultures zwischen der Fränkin Gisla und der Norwegerin Runa ist als einziges davon wiederzufinden. Z.B. schrieb Frau Kröhn, das sie "die schillernde Figur" des Hagano nicht missen wollte in ihrer Geschichte und seine Zugehörigkeit zum Hofe des Königs deswegen etwas vorverlegte. Tatsächlich ist Hagano aber nur eine Randfigur, die weder schillernd noch notwendig erscheint. Wenn ich das Nachwort nicht vorher gelesen hätte, wäre mir die Figur gar nicht aufgefallen.

Kurz gesagt: ich bin enttäuscht. Konnte Julia Kröhn mich in ihren Vorgängerbüchern ob ihres eigenwilligen Erzählsstils für sich gewinnen, hat sie hier doch die Ecken und Kanten herausgenommen und leider nur ein etwas schwülstiges Gerüst zurückgelassen, das mich persönlich überhaupt nicht überzeugen konnte.

Auf Seite 200 hatte ich überlegt, abzubrechen. Ich hätte es besser getan. Gelohnt hat sich das Durchhalten leider nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welt der Nordmänner gut beschrieben, 30. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich gekauft um in die Welt der Nordmänner ein bisschen einzutauchen. Das hat wunderbar geklappt. Die Geschichte ist spannend geschrieben und gut zu lesen. Manchmal düster und sie erscheint mir an manchen Stellen übertrieben. Trotzdem klare Kaufempfehlung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tochter des Nordens, 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Die Geschichte handelt von zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein können. Runa ist eine starke Frau, die durch ihre Kindheit schon immer für sich alleine kämpfen musste. Gisla, eine Frau aus den Adelskreisen, ist naiv und ängstlich. Beide Frauen kommen durch Schicksale zusammen und müssen um Ihr leben kämpfen.

Beide werden von mehreren Stellen verfolgt, wobei zwei Männer besonders hervortreten, Taurin - ein durch seine Vergangenheit leidender Mann - und Thure, ein Mann der nur Hass und Hinterlist kennt. Beide sind absolut versessen darauf, die beiden zu stellen, aus zwei unterschiedlichen Motiven.

Die Hetzjagd beginnt und Runa hilft Gisla ständig zu überleben. Die beiden werden trotz der Sprachbarriere dicke Freunde. Es kommt ein Unheil nach dem anderen, sie werden vom Pech verfolgt und kämpfen sich trotzdem tapfer weiter.

Mein Fazit: Das Buch ist spannend geschrieben und auch die Autorin hat sich viel Mühe mit der Recherche gemacht. Nur leider kommt das in dem Buch nicht rüber, das habe ich nur durch die Autorin in der Leserunde mitbekommen. Sie hat da Stellen erläutert, die meiner Meinung nach in das Buch gemusst hätten. Manche Sachen sind unvollständig, zwar von ihr zuende gedacht, aber nicht so im Buch ausgeschrieben.

Das Buch war OK, aber einen zweiten Teil werde ich nicht lesen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ~*°..Schicksalsschläge..°*~, 23. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
~*°..911, Die Hafenstadt Rouen im Norden Frankreichs..°*~

Zwei Frauen, ein Schicksal.

Runa ist eine junge Frau aus Norvegur. Sie lebt ein einfaches Leben und ist dennoch glücklich. In der Natur fühlt sie sich geborgen, der Wechsel der Zeiten hat sie hart und widerstandsfähig gemacht. Doch als ihr Vater sie dazu zwingt, mit ihm ins südliche Nordmännerland auszuwandern, begegnet sie ihm mit Widerwillen. Sie hasst es, ihre Heimat verlassen zu müssen und muss sich dennoch fügen. Auf hoher See bleibt ihr kaum Zeit, sich mit dem Gedanken an eine Umgebung anzufreunden, denn ihr Vater wird ermordert und Runa bleibt plötzlich alleine zurück. Sie sieht nur einen Ausweg: der Sprung ins Meer und das Land in nicht allzu weiter Ferne...

Gisla ist die uneheliche Tochter des fränkischen Königs Karl und lebt das Leben einer Adeligen. Doch als ihr Vater sie an den Wüstling Rollo, dem Anführer der Nordmänner, verspricht, beginnt ihre heile Welt zu bröckeln. Ein gemeinsamer Plan mit ihrer verzweifelten Mutter Fredegard verhilft ihr, der Hochzeit mit Rollo zu entkommen. Vorerst. Denn was anfänglich erfolgreich scheint, bringt sie bald schon in ein riskantes Unterfangen und der eigentliche Kampf beginnt erst jetzt...

Der Kampf ums Überleben.

~*°..Meine Meinung..°*~

Julia Kröhns Roman kostete mich anfangs sehr viel Überwindung und Durchhaltevermögen. Als unerfahrener Leser von historischen Romanen gestaltete "Die Tochter des Nordens" mir meinen Einstieg in das Genre nicht unbedingt einfach. Die Sprache erschien mir anfangs übertrieben hochgestochen und unnötig ausschmückend, später relativ ruppig und ordinär. Nicht immer gelang es mir, dem Verlauf der Geschichte auf Anhieb zu folgen. Ich musste zurückblättern, Kapitel erneut lesen und Notizen machen. Aspekte, die mich den Roman weitaus später beenden ließen, als ich die ohnehin sehr umfangreiche Geschichte von 528 Seiten im Normalfall beendet hätte. Doch kommt Zeit, kommt Rat. Denn mit jeder Seite des Buches gelang es mir, den Ereignissen besser folgen zu können. Die Geschichte gewann an Fahrt und ließ mich bald schon eintauchen, in eine längst vergangene Epoche. Mit der Zeit begriff ich, dass die Grundverschiedenheit der angewandten Sprache durchaus gewollt war. So schenkte die Autorin den unterschiedlichen Naturen der Protagonisten Autentizität und Lebendigkeit zugleich. So schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe.

Kröhn entschied sich zu einem stetigen Wechsel der Zeiten. So findet der Leser sich in verschiedenen Zeiten der Geschichte wieder. Historische Zeitpunkte, die 25 Jahre auseinander liegen und durchweg für eine Menge unbeantworteter Fragen sorgen. Doch damit gelang es ihr, den Leser Teil der Geschichte werden zu lassen. Ihn mitfiebern, miträtseln und Weggefährte der beiden Frauen werden zu lassen. Auch der Wechsel der Standorte und der Erzählperspektiven sorgte für ordentlich Verwirrung und zwang den Leser unweigerlich, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. So erzählen uns nicht nur Runa und Gisla ihre Geschichte, sondern auch ein Dritter von den Ereignissen in einem Kloster Saint Ambrose in der Normandie im Jahr 936. Das Zuhause einer Äbtissin, die mehr in die Geschichte verwoben ist, als es anfänglich scheint.

Kröhn gelingt es in ihrer Geschichte sehr gut, mit dem Leser zu spielen. Sie steigert seine Neugierde ins schier Unermässliche. Durch den Sprung durch die Zeiten verleiht sie der Geschichte zudem nicht nur Abwechslung und Spannung sondern schenkt ihr auch den Hauch des Ungewissen. So wurden Geheimnisse sehr spät gelüftet und zogen sich allgegenwärtig durch die Geschichte. Der Kontrast der Hauptprotagonisten prägte die Geschichte. Ihre persönliche Lebensgeschichte und Vergangenheit ließ mich eine Menge historischer Begebenheiten und Details erfahren und zumindest ein bisschen Blut für historische Romane lecken, wennauch ich Romane aus anderen Genres bevorzuge.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Anfang, mittelmäßiges Ende, 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Tochter des Nordens (Taschenbuch)
Runa wird von ihrem Vater in ein fremdes Land geschleppt. Doch kaum sind sie dort angekommen, da wird ihr Vater auch schon getötet und sie steht nun ganz alleine in einem fremden Land und lernt sich selbst durchzuschlagen. Runa behauptet sich auch immer wieder gegen den Mörder Ihres Vaters. Gisla, eine Prinzession soll heiraten, doch der ihr zugedachte Ehegatte macht ihr Angst und sie flüchtet vor dieser Heirat. Taurin wird von einer Nebenbuhlerin Gislas beauftragt Gisla aus der Welt zu schaffen. So lernen sich Runa und Gisla kennen. Die eine stark und abgehärtet, die andere schwach und naiv. Die Beiden erkämpfen sich gemeinsam ihren Weg und all die Gefahren schweißen sie eng aneinander. Es ensteht eine außergewöhnliche Freundschaft...

Die Geschichte war von Anfang an sehr spannend erzählt, so dass man als Leser sofort in diese Welt eintauchen konnte. Sie werden von zwei Männern verfolgt, die sie töten wollen, Doch in dem Moment, wo sie die Chance dazu hätten, tun sie es doch nicht. Die eine, weil sie in das Gute im Menschen glaubt, die andere, weil sie sich mit Taurin tief verbunden fühlt und spürt, dass er nicht wirklich böse ist. Sehr interessant fand ich die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere. Gisla, die so unerfahren, schwach und naiv ist und Runa, die stark und selbstbewusst ist und die beiden immer aus allen kritische Situationen rettet. Dann ist da noch Thure, der durch seine schwere Vergangenheit alles Gute in sich verloren hat und fast schon wahnsinnig geworden ist und Taurin, der zwar auch eine schwere Zeit hinter sich hat, sich aber dennoch das Gute bewahrt hat. An einigen Stellen habe ich die Handlung einiger Protagonisten nicht gleich verstanden, aber nach der Erklärung der Autorin waren auch diese Stellen schnell verständlich. Das Lesen mit der Autorin hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber dennoch hätten einige weitere Erklärungen ins Buch einfließen müssen, die man nur durch die Leserunde mit der Autorin bekommen hat. Ich fand Runas Geschichte ist zum Ende hin einfach etwas zu kurz gekommen. Man erfährt nicht ob Runa glücklich mit Ihrer Situation war oder nicht.

Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, wenn ich auch nicht mit dem Ende vollständig zufrieden gewesen bin.

Leider ist es im Buch nicht vermerkt dass es einen weiteren Band geben wird zu Tochter des Nordens. Das finde ich sehr schade.
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Tochter des Nordens
Tochter des Nordens von Julia Kröhn (Taschenbuch - 14. Oktober 2011)
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