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Kundenrezensionen

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am 16. August 2011
In ihrem zweiten Kriminalroman mit dem Titel "Nur der Mond schaut zu", beschäftigt sich die schwedische Autorin Carin Gerhardsen hauptsächlich mit der Ausübung von Verbrechen an Kindern. So stehen im Fokus des Geschehens vor allem zwei Schwestern, die mit einer alkoholkranken Mutter aufwachsen und oft auf sich allein gestellt sind - Mädchen, die sehr zeitig lernen, ihre sexuelle Anziehungskraft gewinnbringend einzusetzen. Aber auch das Thema Kindesmissbrauch wird thematisiert. Und ohne, dass es Nachbarn oder auch Familienangehörige bemerken, kann ein Vater seinen Sohn jahrelang missbrauchen und seine pädophilen Neigungen auch auf andere Kinder fixieren.

Doch als wären das der Verbrechen nicht genug, lässt Carin Gerhardsen auch noch ein dreijähriges Kind tagelang allein zu Hause und setzt eine Polizistin den sexuellen Belästigungen ihres Chefs aus. Ereignisse, die, für sich gesehen, nur wenig Spannung versprechen. Und so beginnt das Buch recht unspektakulär, schafft es aber nach seinem ersten Drittel eine Sogwirkung zu entfalten, der sich der Leser schwer entziehen kann. Wie in einem Puzzle setzt die Autorin die Einzelteile allmählich zu einem großen Ganzen zusammen und präsentiert ein Geflecht von Zufällen, ungünstigen Lebensumständen und kriminellen Handlungen, die unweigerlich zu den Verbrechen führen und den Leser in Atem halten.

Fazit:
"Nur der Mann im Mond schaut zu" ist ein Kriminalroman, der sich überaus düster präsentiert und tief in die Abgründe der schwedischen Gesellschaft blicken lässt. Trotz seiner anfänglichen Spannungsschwächen kann er vor allem Liebhabern skandinavischer Kriminalromane wärmstens empfohlen werden!
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Unterhaltsamer Krimi, Anfangs viele Fragmente, die sich später zu einem Ganzen fügen. Es gelingt bis zum Schluß nicht, herauszubekommen, wie alles zusammenhängt. Die vielen schwedischen Namen sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Gestört hat mich, dass nicht alles aufgeklärt wurde, auch anscheinend im Vorgängerroman nicht (den ich aber nicht gelesen habe), den darauf wird Bezug genommen und es bleibt wiederum was offen, was vielleicht in einem nächsten Buch verarbeitet wird. Das fand ich schade. Und mich hat gestört, dass die Autorin die 3-jährige Hannah zum einen ein wenig zu erwachsen denken und handeln ließ, dann aber wieder konstruiert kindlich. Aber alles in allem nicht schlecht.
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am 7. Oktober 2014
Dieses Buch habe ich einmal spontan vom ME-Tisch mitgenommen. Es sieht schick aus und hat einen sehr interessanten Klappentext.
Vorweg muss ich euch sagen, dass dies mein erster skandinavischer Kriminalroman war. Zu Anfangs ist etwas schwierig rein zukommen, da es mehrere Parallelhandlungen mit unterschiedlichen Charakteren sind. Die Namen der Figuren sind auch nicht unbedingt einfach, allerdings typisch skandinavisch. Die Anfangsprobleme verflüchtigen sich ziemlich schnell und man versteht auch schnell die Parallelhandlungen. Die Parallelhandlungen sind prima verstrickt, es hat nichts absurdes / unrealistisches. Die Figuren gewinnen durch kurze Einschnitte in ihr Privat -und Familienleben an Sympathie. Der Krimi hat eine erstaunliche Nüchternheit an sich. Das gefiel mir besonders gut. :applause:
Allerdings gefiel mir der Abschluss nicht so gut, er war mir zu frei.. eben nicht ganz so rund. Dennoch nicht schlecht. Der Handlungsverlauf ist meiner Meinung nach auch nicht allzu vorhersehbar.
Ein angenehmes Lesevergnügen mit klitzkleinen Schwächen.
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am 25. Dezember 2013
Auch der zweite Krimi von Carin Gerhardsen ist überaus lesenswert. Mehrere Handlungsstränge werden geschickt miteinander verknüpft: eine junge Mutter verschwindet mit ihrem Säugling, ihre dreijährige Tochter Hanna bleibt über Tage hinweg allein in der Wohnung zurück, die Leiche eines jungen Mädchens aus "schlechter Familie" wird auf der Finnland-Fähre gefunden und bei der Kriminalpolizei herrscht Unruhe, weil eine Beamtin aus dem Team des ermittelnden Kommissars Sjöberg der sexuellen Belästigung verdächtigt wird. Und dann sind da noch die möglicherweise promiskuitive Schwester und der wesentlich ältere Freund des ermordeten Mädchens sowie eine Geschichte um pädophile Handlungen, die ihre Kreise zieht. Am besten gelungen ist die Erzählung rund um die kleine Hanna, man kann gar nicht anders als mitfiebern bis zum Schluss. Fesselnd ebenfalls der Blick auf das abgrundtiefe Böse in Form eines Protagonisten, der so durch und durch verdorben ist, dass es Gänsehaut verursacht. Kontrapunkt ist eine ältere Frau, die allen Widrigkeiten trotzt, um zum rettenden Engel zu werden. Auch die Milieu-Beschreibungen sind solide und die beteiligten Personen lebensnah beschrieben. Einziger Kritikpunkt: die Stories, die sich intern im Ermittlerkreis abspielen, sind ohne vorgängige Lektüre des "Pfefferkuchenhaus" kaum verständlich. Es ist deswegen unbedingt empfehlenswert, die Bücher von Gerhardsen in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Das dürfte allerdings kein Problem sein, ist doch das "Pfefferkuchenhaus" noch eine Spur fesselnder als der "Mann im Mond". Deswegen hier nur vier statt der fünf Sterne für den Vorgänger.
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am 15. Februar 2014
Nur der Mann im Mond schaut zu" ist nicht nur ein spannender Krimi (auch wenn der Anfang etwas schleppend verläuft), sondern eben auch ein sozialkritisches Werk der in den Abgrund der Gesellschaft schaut. Von Alkoholmissbrauch, sexueller Belästigung bis hin zu Pädophilie ist alles dabei!
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Schweden - du hast es besser. Zumindest, was Zahl und Qualität der Kriminalautoren und ihre Bücher betrifft. Ein paar Namen? Sjöwall & Wahlöö. Björn Larsson und Åsa Larsson, Arne Dahl und Stieg Larsson - und Henning Mankell. Jetzt dürfen wir eine weitere Autorin hinzufügen: Carin Gerhardsen.

Die gelernte Mathematikerin und erfolgreiche IT-Spezialistin hat bereits mit ihrem ersten Roman "Pfefferkuchenhaus" auf sich aufmerksam gemacht. Und mit dem diesem neuen Buch hat sie sich endgültig in die Riege der Top-Autoren dieses Genres geschrieben.

Kommissar Conny Sjöberg und seine Kollegin Petra Westman haben nicht nur eine paar höchsteigene Probleme zu lösen, sie müssen sich auch um zwei Fälle kümmern, die ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Die dreijährige Hanna allein zu Haus und später in der Badewanne mit einem fremden Mann. Im Park die Leiche einer jungen Frau in einer Kiste und ein Kind im Kinderwagen. Ein Mädchen wird ermordet. Zwei Männer mit Namen Anderson stehen unter Verdacht. Um Mütter und Töchter geht es und um Väter und Söhne. Alles hat mit allem etwas zu tun. Und um Täter und Opfer - manchmal beide schuldig und unschuldig. So beginnt eine verzweifelte Suche nach dem Kind Hanna und nach dem Mörder von Jennifer. Es ist ein langer Weg, bis die beiden Fälle, durch verschiedene Handlungsstränge miteinander verbunden, gelöst werden können.

Carin Gerhardsen beherrscht ihr Handwerk hervorragend. Sie versteht es, auf der gesamten Klaviatur des Krimi-Genres zu spielen, Spannung aufzubauen und zu halten. So kann der Leser atemlos von der ersten bis zur letzten Seite die Ermittlungen verfolgen. Und es schaut nicht nur "der Mann im Mond" zu, sondern gespannt und gefesselt auch der Leser, wie sich die Puzzleteile zu einander fügen.

Damit wäre alles gesagt, wenn es nur um einen Krimi ginge. Carin Gerhardsen aber will mehr - und sie kann mehr. Sie bietet das Psychogramm einer auf der Schattenseite des Lebens angesiedelten Gesellschaft. Und da liegt bei einigen ihrer Mitglieder einiges im Argen. Verwahrlosung und Alkoholismus, Vereinsamung und Kindesmissbrauch und letztlich Mord. Mit Conny Sjöberg von der Stockholmer Polizeistation Hammerby hat Carin Gerhardsen zudem einen sehr sympathischen, sensiblen Kommissar geschaffen, der mehr auf Verständnis und Psychologie setzt als auf brutale Polizeimethoden. Und: Carin Gerhardsen kann wunderbar erzählen. Meisterlich!
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am 3. Januar 2012
wieder ein unerhört guter nordischer Krimi, wie machen die das nur da oben im Norden?
Die Story ist gut bis klasse, die Verpackung manchmal etwas zäh (sozialkritischer Ansatz, Gesellschaftskritik), aber nicht so schlimm, wie an anderer Stelle beschrieben.
Leider bin ich mit dem zweiten Band einer Reihe eingestiegen (geschenkt bekommen), so sind die bücherübergreifenden Themen (in der Mordkommission) nicht ganz einsichtig. Ich werde diese Lücke aber schließen und den ersten und dritten Band sofort bestellen!
Insgesamt tolle Unterhaltung, absolute Leseempfehlung und : unbedingt kaufen (insbesondere Nesbo- Fans werden auf ihre Kosten kommen).
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am 20. Dezember 2015
Für war es der zweite Titel der Reihe, den ich gelesen habe, und er hat mir gut gefallen. Die Autorin kann sehr atmosphärisch und bildhaft beschreiben, das mag ich sehr. Die Protagonisten haben alle ihr Päckchen zu tragen, manche müssen schier Unerträgliches aushalten, dazu die Angst des Lesers um die kleine Hanna - ich musste das Buch in einem Rutsch lesen. Werde mir gleich die Fortsetzung besorgen :-)
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am 26. März 2011
Zunächst beginnt dieses Buch puzzleartig mit verschiedenen, scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen, die sich aber im Laufe der Geschichte allmählich zu einem Ganzen zusammenfinden.

Da ist die kleine, dreijährige Hannah, die eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass ihre Mutter "ausgezogen" ist.
Der Leichenfund einer jungen Mutter mit Säugling, der viele Rätsel aufwirft.
Ein junger Mann, der von seinem gewalttägigen Vater reißaus nimmt, um ein paar unbeschwerte Tage mit seiner Freundin zu verbringen.
Zwei junge Schwestern in schwierigen Verhältnissen, weil ihre Mutter unter Alkoholsucht leidet.
Eine hartnäckige Oma, die sich eines Telefonats wegen auf eine abenteuerliche Suche begibt.
Eine Polizeibeamtin, die ein düsteres Geheimnis aus ihrer Vergangenheit hütet.
Ihr Kollege, der in einem Mordfall ermittelt, der sich auf einem Schiff zugetragen hat...

Keiner scheint mit dem anderen etwas gemein zu haben und doch sind ihre Schicksale miteinander verknüpft.

Von der ersten bis zur letzten Seite baut sich ein immer größer werdender Spannungsbogen auf, der den Leser derart fesselt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.
Stück für Stück setzt sich all das, was zunächst Fragen aufwirft, zu einer wirklich gelungenen Story zusammen.
Einzig der etwas zu kurz geratene Schluss enttäuscht ein wenig, der zwar das Wichtigste aufklärt, aber dennoch einige Fragen, die der Leser gerne beantwortet gehabt hätte, offen lässt.
Fast scheint es, als sei ein Nachfolger geplant???

Ein kleiner Kritikpunkt zu den Kapitelpassagen, in denen aus der Sicht der 3jährigen Hannah geschrieben wird.
Die Autorin traut einem dreijährigen Kind doch schon sehr erwachsene Gedankengänge und besonnene Handlungen zu, die auf den Leser ziemlich unrealistisch wirken.
Etwas seltsam muten auch manche Gespräche zwischen Polizeibeamten und Privatpersonen an, in denen die Beamten einfach geduzt werden. Auch wenn das in Schweden so üblich sein mag, hätte hier der deutsche Übersetzer entsprechend korrigieren müssen...
Was ebenfalls ein typisch schwedisches Autoren-Phänomen zu sein scheint (siehe z.B. Stieg Larsson, Millenium-Trilogie), ist die Vorliebe, Personen, die NICHT miteinander verwandt sind, mit dem selben Familiennamen auszustatten. Das sollte, weil es unweigerlich für Verwirrungen sorgt, eigentlich ein Tabu für einen Autor sein.

Wer Stieg Larssons Trilogie gelesen hat, wird sich aber auch hier wieder sehr heimisch fühlen. So tauchen auch in diesem Roman einige Stockholmer Straßennamen auf, die man bereits in der Millenium-Trilogie lieb gewonnen hat.

Alles in allem kann ich diesen Roman sehr empfehlen. Wer eine spannende Geschichte lesen will, ist hiermit gut bedient.
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am 30. Juli 2014
habe diese Buch fuer meine Kollegin gekauft - sie war total begeistert und hat auch direkt die Nachkommen gekauft. Ich persönlic finde es soweit OK, kann man nett durchlesen.
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