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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gesellschaftskritischer Kriminalroman mit stetig wachsender Spannung
In ihrem zweiten Kriminalroman mit dem Titel "Nur der Mond schaut zu", beschäftigt sich die schwedische Autorin Carin Gerhardsen hauptsächlich mit der Ausübung von Verbrechen an Kindern. So stehen im Fokus des Geschehens vor allem zwei Schwestern, die mit einer alkoholkranken Mutter aufwachsen und oft auf sich allein gestellt sind - Mädchen, die sehr...
Veröffentlicht am 16. August 2011 von Dorit Wiebke (Media-Mania)

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einige, grobe Schwächen ....
Das Buch klang auf dem Klappentext sehr ansprechend. Dazu noch zwei Rezensionen die durchweg positiv klangen. Wunderbar, her damit!

Allein der Anfang bereitete mir Schwierigkeiten. Die schwedischen Namen sind etwas umständlich und nicht ganz so geläufig wie hier. Als dann im einem frühen Kapitel stand "Westmann und .... betreten die Bar". Eine...
Veröffentlicht am 25. März 2011 von Jacqu3lin3


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gesellschaftskritischer Kriminalroman mit stetig wachsender Spannung, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
In ihrem zweiten Kriminalroman mit dem Titel "Nur der Mond schaut zu", beschäftigt sich die schwedische Autorin Carin Gerhardsen hauptsächlich mit der Ausübung von Verbrechen an Kindern. So stehen im Fokus des Geschehens vor allem zwei Schwestern, die mit einer alkoholkranken Mutter aufwachsen und oft auf sich allein gestellt sind - Mädchen, die sehr zeitig lernen, ihre sexuelle Anziehungskraft gewinnbringend einzusetzen. Aber auch das Thema Kindesmissbrauch wird thematisiert. Und ohne, dass es Nachbarn oder auch Familienangehörige bemerken, kann ein Vater seinen Sohn jahrelang missbrauchen und seine pädophilen Neigungen auch auf andere Kinder fixieren.

Doch als wären das der Verbrechen nicht genug, lässt Carin Gerhardsen auch noch ein dreijähriges Kind tagelang allein zu Hause und setzt eine Polizistin den sexuellen Belästigungen ihres Chefs aus. Ereignisse, die, für sich gesehen, nur wenig Spannung versprechen. Und so beginnt das Buch recht unspektakulär, schafft es aber nach seinem ersten Drittel eine Sogwirkung zu entfalten, der sich der Leser schwer entziehen kann. Wie in einem Puzzle setzt die Autorin die Einzelteile allmählich zu einem großen Ganzen zusammen und präsentiert ein Geflecht von Zufällen, ungünstigen Lebensumständen und kriminellen Handlungen, die unweigerlich zu den Verbrechen führen und den Leser in Atem halten.

Fazit:
"Nur der Mann im Mond schaut zu" ist ein Kriminalroman, der sich überaus düster präsentiert und tief in die Abgründe der schwedischen Gesellschaft blicken lässt. Trotz seiner anfänglichen Spannungsschwächen kann er vor allem Liebhabern skandinavischer Kriminalromane wärmstens empfohlen werden!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gar nicht so schlecht!, 13. Mai 2011
Von 
J. Holborn "Joho" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
Unterhaltsamer Krimi, Anfangs viele Fragmente, die sich später zu einem Ganzen fügen. Es gelingt bis zum Schluß nicht, herauszubekommen, wie alles zusammenhängt. Die vielen schwedischen Namen sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Gestört hat mich, dass nicht alles aufgeklärt wurde, auch anscheinend im Vorgängerroman nicht (den ich aber nicht gelesen habe), den darauf wird Bezug genommen und es bleibt wiederum was offen, was vielleicht in einem nächsten Buch verarbeitet wird. Das fand ich schade. Und mich hat gestört, dass die Autorin die 3-jährige Hannah zum einen ein wenig zu erwachsen denken und handeln ließ, dann aber wieder konstruiert kindlich. Aber alles in allem nicht schlecht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kinder als Opfer von Verbrechen - das ist teilweise starker Tobak, 29. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
aber dennoch nie abstoßend oder detailliert beschrieben.

Eines möchte ich vorweg schicken: Wer an einem spektakulären Fall, spannender Ermittlungsarbeit oder interessant-charismatischen Figuren interessiert ist, für den ist dieser Roman nichts.

Denn hier geht es fast ausschließlich um die Lebensumstände der Opfer und der ihnen nahe stehenden Personen. Dabei tun sich die Abgründe der (schwedischen) Gesellschaft auf: Alkoholmissbrauch, soziale Einsamkeit und damit einhergehende Verwahrlosung und am Rande Kindesmissbrauch und was das alles mit den Menschen macht, die damit unmittelbar in Berührung kommen: die Kinder der "Täter" in diesem Sinne.

Drei große Handlungsstränge bestimmen vor allem im ersten Drittel die Handlung: Zum einen die von ihrer Mutter allein in der Wohnung zurückgelassene dreijährige Hanna, die - nun auf sich allein gestellt - versucht, irgendwie zurecht zu kommen, zum anderen die 16-jährige Jennifer, die - dem Alkoholkonsum ihrer Mutter und deren Kumpanen in deren Wohnung entfliehend - sich an den viel älteren Jocke hängt und einen Wochenendausflug auf einer Fähre plant. Und dann ist da noch Kommissar Conny Sjöberg, dessen Kollegin Petra Westman beim Joggen im Park ein halb erfrorenes Baby findet und kurz darauf eine tote Frau.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo nun alles zusammenläuft, nämlich, als Sjöberg die Ermittlungen in einem Mordfall auf der Fähre aufnehmen muss, fand ich das Lesen zeitweise recht ermüdend, vor allem, weil so überhaupt nicht klar ist, was das alles miteinander zu tun hat. Und auch danach werden dem Leser nur bröckchenweise weitere Informationen "zugespielt", er ist fast immer etwa auf dem Stand der polizeilichen Ermittlungen. Nur dass die kleine Hanna sich immer noch allein in der Wohnung befindet, wofür die Polizei trotz des Hinweises einer älteren Dame, die es Hanna gelingt anzurufen, sich so überhaupt nicht zu interessieren scheint, ist lediglich dem Leser bekannt. Und obwohl die Polizei doch so dringend auf der Suche nach der Identität der toten Frau und des Säuglings ist, die niemand zu vermissen scheint, stocken die Ermittlungen.

Etwa ab der zweiten Hälfte nimmt dieser sich sehr intensiv mit einzelnen Personen beschäftigende Krimi an Fahrt auf, so sehr, dass ich die zweite Hälfte innerhalb weniger Stunden zuende gelesen habe. In diesem Buch werden die alltäglichen "kleinen" Verbrechen in Familien thematisiert, die überall - wahrscheinlich auch in der näheren Umgebung eines jeden von uns - immer und immer wieder passieren. In diesem Milieu muss nun Kommissar Sjöberg mit seinen Kollegen ermitteln. Vor allem aber eines zieht sich durch das ganze Buch: Die Unfähigkeit (oder vielleicht auch: Überforderung) von Eltern, angemessen mit ihren Kindern umzugehen, dies aber - trotz der schlimmen Dinge, die hier angesprochen werden - ohne erhobenen Zeigefinger und zugleich in sehr nüchterner Sprache. Die Stärke des Buches liegt m. E. in der Beschreibung dieser Familien und der Sensibilität, mit der die "Opfer" - also die Kinder - beschrieben werden. Eine eindeutige Position als Parteinahme für die Kinder wird mit einem der ermittelnden Beamten aber dennoch deutlich herausgestellt.

Meiner Ansicht nach bezieht sich darauf auch der deutsche Titel (eine Zeile eines Kinderliedes), den ich durchaus gut gewählt finde: Nämlich darauf, dass diese manchmal jahrelangen Missbräuche eben unbeachtet bleiben von der Öffentlichkeit, Eltern darüber niemandem Rechenschaft ablegen müssen außer - vielleicht - ihren Kindern und sich selbst.

Währenddessen plagen sowohl den Kommissar als auch die übrigen Mitglieder seines Teams durchaus auch andere Sorgen: Es geht zum Beispiel um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, so ganz nebenbei wird auch dieses Thema, ohne den Roman zu überladen, mit eingeflochten.

Mein Fazit: Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, nämlich eigentlich fast auf eine Sozialstudie, liest sich auch die erste Hälfte packend. Die zweite Hälfte des Buches bietet dann aber die Zusammenführung einzelner Handlungsfäden in einem verzwickten Fall und ein interessantes Ermittlungsteam mit kleinen (und großen) privaten Sorgen, die durchaus auf eine Fortsetzung schließen lassen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterhafter Kriminalroman, 7. Februar 2011
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
Schweden - du hast es besser. Zumindest, was Zahl und Qualität der Kriminalautoren und ihre Bücher betrifft. Ein paar Namen? Sjöwall & Wahlöö. Björn Larsson und Åsa Larsson, Arne Dahl und Stieg Larsson - und Henning Mankell. Jetzt dürfen wir eine weitere Autorin hinzufügen: Carin Gerhardsen.

Die gelernte Mathematikerin und erfolgreiche IT-Spezialistin hat bereits mit ihrem ersten Roman "Pfefferkuchenhaus" auf sich aufmerksam gemacht. Und mit dem diesem neuen Buch hat sie sich endgültig in die Riege der Top-Autoren dieses Genres geschrieben.

Kommissar Conny Sjöberg und seine Kollegin Petra Westman haben nicht nur eine paar höchsteigene Probleme zu lösen, sie müssen sich auch um zwei Fälle kümmern, die ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Die dreijährige Hanna allein zu Haus und später in der Badewanne mit einem fremden Mann. Im Park die Leiche einer jungen Frau in einer Kiste und ein Kind im Kinderwagen. Ein Mädchen wird ermordet. Zwei Männer mit Namen Anderson stehen unter Verdacht. Um Mütter und Töchter geht es und um Väter und Söhne. Alles hat mit allem etwas zu tun. Und um Täter und Opfer - manchmal beide schuldig und unschuldig. So beginnt eine verzweifelte Suche nach dem Kind Hanna und nach dem Mörder von Jennifer. Es ist ein langer Weg, bis die beiden Fälle, durch verschiedene Handlungsstränge miteinander verbunden, gelöst werden können.

Carin Gerhardsen beherrscht ihr Handwerk hervorragend. Sie versteht es, auf der gesamten Klaviatur des Krimi-Genres zu spielen, Spannung aufzubauen und zu halten. So kann der Leser atemlos von der ersten bis zur letzten Seite die Ermittlungen verfolgen. Und es schaut nicht nur "der Mann im Mond" zu, sondern gespannt und gefesselt auch der Leser, wie sich die Puzzleteile zu einander fügen.

Damit wäre alles gesagt, wenn es nur um einen Krimi ginge. Carin Gerhardsen aber will mehr - und sie kann mehr. Sie bietet das Psychogramm einer auf der Schattenseite des Lebens angesiedelten Gesellschaft. Und da liegt bei einigen ihrer Mitglieder einiges im Argen. Verwahrlosung und Alkoholismus, Vereinsamung und Kindesmissbrauch und letztlich Mord. Mit Conny Sjöberg von der Stockholmer Polizeistation Hammerby hat Carin Gerhardsen zudem einen sehr sympathischen, sensiblen Kommissar geschaffen, der mehr auf Verständnis und Psychologie setzt als auf brutale Polizeimethoden. Und: Carin Gerhardsen kann wunderbar erzählen. Meisterlich!
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4.0 von 5 Sternen Blick in den Abgrund der Gesellschaft, 15. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
Nur der Mann im Mond schaut zu" ist nicht nur ein spannender Krimi (auch wenn der Anfang etwas schleppend verläuft), sondern eben auch ein sozialkritisches Werk der in den Abgrund der Gesellschaft schaut. Von Alkoholmissbrauch, sexueller Belästigung bis hin zu Pädophilie ist alles dabei!
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4.0 von 5 Sternen Wiederholungstäterin, 25. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
Auch der zweite Krimi von Carin Gerhardsen ist überaus lesenswert. Mehrere Handlungsstränge werden geschickt miteinander verknüpft: eine junge Mutter verschwindet mit ihrem Säugling, ihre dreijährige Tochter Hanna bleibt über Tage hinweg allein in der Wohnung zurück, die Leiche eines jungen Mädchens aus "schlechter Familie" wird auf der Finnland-Fähre gefunden und bei der Kriminalpolizei herrscht Unruhe, weil eine Beamtin aus dem Team des ermittelnden Kommissars Sjöberg der sexuellen Belästigung verdächtigt wird. Und dann sind da noch die möglicherweise promiskuitive Schwester und der wesentlich ältere Freund des ermordeten Mädchens sowie eine Geschichte um pädophile Handlungen, die ihre Kreise zieht. Am besten gelungen ist die Erzählung rund um die kleine Hanna, man kann gar nicht anders als mitfiebern bis zum Schluss. Fesselnd ebenfalls der Blick auf das abgrundtiefe Böse in Form eines Protagonisten, der so durch und durch verdorben ist, dass es Gänsehaut verursacht. Kontrapunkt ist eine ältere Frau, die allen Widrigkeiten trotzt, um zum rettenden Engel zu werden. Auch die Milieu-Beschreibungen sind solide und die beteiligten Personen lebensnah beschrieben. Einziger Kritikpunkt: die Stories, die sich intern im Ermittlerkreis abspielen, sind ohne vorgängige Lektüre des "Pfefferkuchenhaus" kaum verständlich. Es ist deswegen unbedingt empfehlenswert, die Bücher von Gerhardsen in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Das dürfte allerdings kein Problem sein, ist doch das "Pfefferkuchenhaus" noch eine Spur fesselnder als der "Mann im Mond". Deswegen hier nur vier statt der fünf Sterne für den Vorgänger.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder einer, 3. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
wieder ein unerhört guter nordischer Krimi, wie machen die das nur da oben im Norden?
Die Story ist gut bis klasse, die Verpackung manchmal etwas zäh (sozialkritischer Ansatz, Gesellschaftskritik), aber nicht so schlimm, wie an anderer Stelle beschrieben.
Leider bin ich mit dem zweiten Band einer Reihe eingestiegen (geschenkt bekommen), so sind die bücherübergreifenden Themen (in der Mordkommission) nicht ganz einsichtig. Ich werde diese Lücke aber schließen und den ersten und dritten Band sofort bestellen!
Insgesamt tolle Unterhaltung, absolute Leseempfehlung und : unbedingt kaufen (insbesondere Nesbo- Fans werden auf ihre Kosten kommen).
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einige, grobe Schwächen ...., 25. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
Das Buch klang auf dem Klappentext sehr ansprechend. Dazu noch zwei Rezensionen die durchweg positiv klangen. Wunderbar, her damit!

Allein der Anfang bereitete mir Schwierigkeiten. Die schwedischen Namen sind etwas umständlich und nicht ganz so geläufig wie hier. Als dann im einem frühen Kapitel stand "Westmann und .... betreten die Bar". Eine Seite später wird von Petra gesprochen. Da benötigt es doch einige Seiten hin und her blättern bis man wirklich die Verknüpfung gefunden hat wer denn eigentlich genau wer ist.

Die Geschichte ansonsten klingt gut, eine Dreijährige alleine in einer Wohnung, ihre Mutter und ihr Bruder, durch einen Unfall, verunglückt. Doch die Passagen aus Sicht der dreijährigen Hanna hätte sich die Schriftstellerin bitte sparen können. Die waren dermaßen unglaubwürdig. Aufeinmal wusste das Kind, wie man badet, wie man die Toilette benutzt... !? Generell klang das Kind für mich zu logisch, hatte keine Kindlichen Gedanken mehr. Etwas zu "erwachsene" Gedanken für meinen Geschmack.

Außerdem scheint Carin Gerhardsen der Nachname Andersson ganz besonders ans Herz gewachsen zu sein. 3 Männer die eine Hauptrolle in dem ganzen spielen haben alle den gleichen Nachnamen. Gut, bei zwei verwandtschaftlicher Herkunft, der andere nicht. Trotz allem fällt keinem Ermittler diese Gleichheit auf. Hab ich nicht so ganz verstanden.

Dann noch zwei kleine Logikfehler. Die zweiundsiebzigjährige Rentnerin Barbro hat sich auf Seite 367 mal vorgenommen heute früh Feierabend zu machen. Ah ja, von was denn?!
Und auf Seite 390 trifft eben diese Rentnerin auf zwei Beamte - keiner wird einander vorgestellt, zeitlich ist das nicht möglich - doch der Beamte sagt er bleibe bei Frau Dahlström.
Hab ich verpasst woher die sich kannten?!

An und für sich wirklich kein schlechtes Buch, nur irgendwie gepackt hat es mich auch nicht. Eine wirkliche Kaufempfehlung kann ich guten Gewissens nicht vertreten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochspannend!, 26. März 2011
Von 
Frog (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman (Taschenbuch)
Zunächst beginnt dieses Buch puzzleartig mit verschiedenen, scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen, die sich aber im Laufe der Geschichte allmählich zu einem Ganzen zusammenfinden.

Da ist die kleine, dreijährige Hannah, die eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass ihre Mutter "ausgezogen" ist.
Der Leichenfund einer jungen Mutter mit Säugling, der viele Rätsel aufwirft.
Ein junger Mann, der von seinem gewalttägigen Vater reißaus nimmt, um ein paar unbeschwerte Tage mit seiner Freundin zu verbringen.
Zwei junge Schwestern in schwierigen Verhältnissen, weil ihre Mutter unter Alkoholsucht leidet.
Eine hartnäckige Oma, die sich eines Telefonats wegen auf eine abenteuerliche Suche begibt.
Eine Polizeibeamtin, die ein düsteres Geheimnis aus ihrer Vergangenheit hütet.
Ihr Kollege, der in einem Mordfall ermittelt, der sich auf einem Schiff zugetragen hat...

Keiner scheint mit dem anderen etwas gemein zu haben und doch sind ihre Schicksale miteinander verknüpft.

Von der ersten bis zur letzten Seite baut sich ein immer größer werdender Spannungsbogen auf, der den Leser derart fesselt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.
Stück für Stück setzt sich all das, was zunächst Fragen aufwirft, zu einer wirklich gelungenen Story zusammen.
Einzig der etwas zu kurz geratene Schluss enttäuscht ein wenig, der zwar das Wichtigste aufklärt, aber dennoch einige Fragen, die der Leser gerne beantwortet gehabt hätte, offen lässt.
Fast scheint es, als sei ein Nachfolger geplant???

Ein kleiner Kritikpunkt zu den Kapitelpassagen, in denen aus der Sicht der 3jährigen Hannah geschrieben wird.
Die Autorin traut einem dreijährigen Kind doch schon sehr erwachsene Gedankengänge und besonnene Handlungen zu, die auf den Leser ziemlich unrealistisch wirken.
Etwas seltsam muten auch manche Gespräche zwischen Polizeibeamten und Privatpersonen an, in denen die Beamten einfach geduzt werden. Auch wenn das in Schweden so üblich sein mag, hätte hier der deutsche Übersetzer entsprechend korrigieren müssen...
Was ebenfalls ein typisch schwedisches Autoren-Phänomen zu sein scheint (siehe z.B. Stieg Larsson, Millenium-Trilogie), ist die Vorliebe, Personen, die NICHT miteinander verwandt sind, mit dem selben Familiennamen auszustatten. Das sollte, weil es unweigerlich für Verwirrungen sorgt, eigentlich ein Tabu für einen Autor sein.

Wer Stieg Larssons Trilogie gelesen hat, wird sich aber auch hier wieder sehr heimisch fühlen. So tauchen auch in diesem Roman einige Stockholmer Straßennamen auf, die man bereits in der Millenium-Trilogie lieb gewonnen hat.

Alles in allem kann ich diesen Roman sehr empfehlen. Wer eine spannende Geschichte lesen will, ist hiermit gut bedient.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen reinstes Lesevergnügen, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch läßt sich sehr gut lesen. Ist wirklich fesselnd von Anfang bis Ende. Ich freue mich auf weitere Bücher.
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Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman
Nur der Mann im Mond schaut zu: Kriminalroman von Carin Gerhardsen (Taschenbuch - 14. Januar 2011)
EUR 8,99
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