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4.0 von 5 Sternen Zwischen Gegenwart und Vergangenheit
Berlin 1978: Carla wird wegen einer Gürtelrose von ihrer Tochter Felicitas getrennt. Als sie nach einigen Tagen ihr Kind wiedersehen soll, stellt sie fest, dass es sich bei dem Säugling, der ihr in den Arm gelegt wird, nicht um Felicitas handelt. Doch niemand glaubt ihr, dass hier eine Verwechslung vorliegen muss. Aber Carla gibt nicht auf und beginnt, auf...
Veröffentlicht am 17. Juni 2010 von karin1910

versus
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Thriller, aber ein gelungenes Familiendrama
Berlin 1978: Die Kunsthändlerin Carla Arnim ist außer sich. Da will ihr nach wenigen Tagen der Trennung das Krankenhaus tatsächlich das Kind einer anderen als ihre Felicitas unterjubeln. Mütter wissen es besser und erkennen ihre Kinder, doch leider will niemand ihr glauben.

31 Jahre später, in Edinburgh: Fiona erwacht in ihrer...
Veröffentlicht am 11. August 2010 von Stefan Baumgartner


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Thriller, aber ein gelungenes Familiendrama, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Berlin 1978: Die Kunsthändlerin Carla Arnim ist außer sich. Da will ihr nach wenigen Tagen der Trennung das Krankenhaus tatsächlich das Kind einer anderen als ihre Felicitas unterjubeln. Mütter wissen es besser und erkennen ihre Kinder, doch leider will niemand ihr glauben.

31 Jahre später, in Edinburgh: Fiona erwacht in ihrer blutgefüllten Badewanne, die Pulsadern aufgeschnitten. Den scheinbare Selbstmordversuch noch einmal glücklich abgewendet, steht die dreißigjährige vor einem Rätsel: Sie wollte sich nicht umbringen. Da hat jemand anderes an den Handgelenken gekratzt. Und schon gibt es die erste Parallele: Auch ihr will keiner glauben.

Dass bei den Bluttransfusionen dann weder Vater, noch die verstorbene Mutter die gleiche Blutgruppe aufweisen wie Fiona ist da nur noch ein weiterer Hinweis fürs Offensichtliche: Irgendwie müssen ja die beiden zeitlich getrennten Handlungsfäden irgendwann zusammenlaufen. Daraus macht die Autorin Zoë Beck keinen Hehl: Die Verbindung der beiden Protagonistinnen ist klar, und das WAS ist schnell geklärt. Und auch wenn die Charaktere ca. 200 Seiten brauchen, bis sie selbst darauf kommen, schafft es die Autorin sich doch hauptsächlich auf das WIE zu konzentrieren.

Zu Schade allerdings, dass es auch da kaum Überraschungen gibt. Die Handlung verläuft nicht nur äußerst geradlinig, sie verläuft auch so, wie man es sich von Beginn an vorstellt. Einzig und allein zwei zusätzliche Handlungsstränge stechen da angenehm heraus: Zum einen Geschichte um Cedric Darney, der Fionas Ex-Liebhaber Ben auf journalistische Ermittlungsreise zu einem Fertilitätsspezialisten schickt. Hier gibt es nicht nur viele Andeutungen und ungeklärte Fragen, allerdings verläuft die Handlung schneller im Sand als gedacht bzw. löst sie sich buchstäblich in Rauch auf. Schade, für Cedric hätte nicht nur mehr Platz im Buch gewünscht, auch wär hier eine etwas rundere Auflösung schön gewesen.

Die andere Nebenhandlung betrifft Fionas Mitbewohnerin Mòrag, meine Lieblingsfigur in diesem Roman, die mit Abstand die größten und interessantesten, psychischen Probleme hat. Sie schafft es auch, ein wenig Thriller in die ganze Angelegenheit zu bringen und steckt die ersten Hinweise auf die andere, die ungeklärte Frage von Fionas Ausgangssituation. Leider verschwindet auch Mòrag schon nach wenigen Seiten. Damit auch der Thriller, der kommt erst auf den letzten 40 Seiten wieder ins Spiel.

Der Rest ist vor allem eines: Familiendrama. Allerdings verdammt gut geschrieben. Auch wenn der Spannungsbogen für einen Thriller praktisch nicht vorhanden ist, erschafft die Autorin eine wunderbare Besetzung an fein ausgearbeiteten Charakteren. Diese Detailverliebtheit, die Sprache und die im Klappentext angesprochene, atmosphärische Dichte haben mich echt an das Buch gefesselt. Teilweise geizt Beck auch nicht mit schwarzem, britischem Humor. Die Szene mit dem Anwalt gegen Ende? Ich hab Tränen gelacht.

Nur braucht es schon mehr, als ein "Kind" im Titel und einen Killer am Ende, um einer gelungenen und gut ausgearbeiteten Familiensaga dieses Ettiket aufzukleben. Daran kann man sich stören, sollte man aber nicht. Die Geschichte ist gut, die Personen sind einnehmend, und wie fein die parallel laufende Erzählweise Atmosphäre erzeugt, das ist nur noch großartig!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Gegenwart und Vergangenheit, 17. Juni 2010
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Berlin 1978: Carla wird wegen einer Gürtelrose von ihrer Tochter Felicitas getrennt. Als sie nach einigen Tagen ihr Kind wiedersehen soll, stellt sie fest, dass es sich bei dem Säugling, der ihr in den Arm gelegt wird, nicht um Felicitas handelt. Doch niemand glaubt ihr, dass hier eine Verwechslung vorliegen muss. Aber Carla gibt nicht auf und beginnt, auf eigene Faust nach ihrer Tochter zu suchen. Die Situation spitzt sich zu als klar wird, dass das fremde Kind an einer schweren Krankheit leidet.
Schottland, 30 Jahre später: Fiona wacht stark blutend in ihrer Badewanne auf und schafft es mit letzter Kraft, den Notarzt zu rufen. Niemand glaubt ihr, dass es sich nicht um einen Selbstmordversuch handelte, sondern jemand sie umbringen wollte. Dann erfährt sie auch noch einige verstörende Fakten über ihre Familie, die sie vollends aus der Bahn zu werfen drohen.
Inzwischen hat ein Freund von Fiona, der Journalist Ben, eine Stelle als Chauffeur bei dem Chef eines großen Pharmazie-Konzerns angenommen. Sein Auftraggeber ist nämlich davon überzeugt, dass sich hinter der Fassade dieses seriösen, erfolgereichen Geschäftsmannes ein dunkles Geheimnis verbirgt.

Zoe Beck spricht hier gleich zwei ergreifende Themen an: Die Urangst jeder Mutter, ihr Kind zu verlieren sowie die Suche einer jungen Frau nach ihrer Identität.

Die Erzählung springt dabei immer wieder zwischen den Zeiten hin und her (Schilderungen von Vergangenem sind durch eine andere Schriftart gekennzeichnet), was der Sache eine besondere Note verleiht. Weites machen es interessant und lebensnah charakterisierte Protagonisten dem Leser leicht, sich in die Handlung einzufühlen
Auch wenn man einige Zusammenhänge schon relativ früh erahnen kann, bleibt das Buch doch bis zuletzt spannend.

Es hat allerdings für meinen Geschmack teilweise eine etwas zu depressive Grundstimmung, was bei einem derartigen Thema aber zugegebenermaßen auch verständlich ist. Außerdem werden bei der Auflösung am Schluss einige Punkte nicht wirklich zufriedenstellend geklärt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zoe Beck - Das alte Kind, 27. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Dieses Buch musste ich einfach haben, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte.

Klappentext:

Carla
Es sind nur wenige Tage, die Carla von ihrem Kind getrennt im Krankenhaus verbringt ' Tage, die alles verändern. Als die Schwester ihr das Baby in die Arme legt, stellt Carla entsetzt fest: Das ist gar nicht ihr Kind! doch niemand glaubt ihr '

Fiona
Fiona wacht in ihrer Badewanne auf. Kerzen stehen am Wannenrand, Blütenblätter schwimmen auf dem Wasser, das sich allmählich rot färbt ' von ihrem Blut! Mit letzter Kraft schleppt sie sich zum Telefon. Im Krankenhaus behauptet sie, jemand hätte versucht, sie zu töten. Doch niemand glaubt ihr '

Zwei Geschichten, zwei Frauen und beiden glaubt niemand. Ich wollte unbedingt wissen was dahinter steckt. :)

Anfangs dachte ich 2 völlig getrennte Handlungen zu lesen, die eine im hier und jetzt, die andere 30 Jahre in der Vergangenheit gelegen. Doch je weiter ich im Buch voranschritt, desto mehr näherten sich die Geschichten aneinander. Die Personen aus der einen Handlung tauchten alsbald in der anderen auf. Irgendwie waren beide also miteinander verstrickt. Doch wie genau, das sollte sich bis zum Buchende hinauszögern.

Im ersten Teil der Geschichte geht es um Carla. Sie ist Mutter von 2 Kindern, Junior und Felicitas. Das Mädchen, gerade ein halbes Jahr alt, kommt gemeinsam mit der Mutter ins Krankenhaus, als diese dort wegen einer Gürtelrose behandelt wird. Der Junge wird unterdess von einem Kindermädchen versorgt. Der Vater weilt unterdess im Ausland, wie auch die meiste bisherige Zeit.

Damit das Kind sich nicht ansteckt, werden Mutter und Tochter in der Klinik getrennt. Carla muss eine für jede Mutter unendlich lange Woche ohne sie überstehen. Dann reicht die Krankenschwester ihr ihre Tochter und legt sie ihr in die Arme. Doch der Schrecken aller Mütter scheint geschehen zu sein, das Kind ist nicht das eigene! Carla versucht vergeblich die Schwester und auch die Ärzte davon zu überzeugen, dass wohl eine Verwechslung vorliegen muss. Immer wieder erklärt sie, das Fliss ' so wird das Mädchen in der Folgezeit genannt ' nicht ihr Kind sei. Das Ganze geht so weit, dass Carla als verrückt erklärt wird und ihr Mann Frederik kehrt nach Hause zurück und kümmert sich um die Kinder. Glaubt er anfangs, Carlas Verhalten würde seine Karriere als berühmter Pianist zerstören, nutzt er das kleine Mädchen später für seine Zwecke. Wie sich nämlich herausstellt, leidet das Kind an Progerie, es vergreist vorzeitig.

Was mich an dieser Geschichte etwas stutzig machte ist, dass niemand auf die Idee kommt einen DNA-Test Eltern und Kind zu machen. So wäre binnen kurzer Zeit direkt festgestellt worden, ob Carla wirklich Recht hat, und die Kinder vertauscht wurden oder ob sie sich ihrer Tochter entfremdet hat, während sie getrennt waren und die Krankheit erstmals zum Vorschein kommt.

Im zweiten Geschichtenteil geht es um Fiona. Sie wird wach und befindet sich in der Badewanne. Als sie bemerkt, dass das warme um sie herum nicht das Wasser ist sondern ihr eigenes Blut, kämpft sie sich zum Telefon. Auch sie wird für verrückt erklärt. Niemand nimmt ihr ab, dass jemand in die Wohnung eingebrochen sei und sie umbringen wollte. Wie auch, nirgends gab es Spuren eines Einbruches und sie hatte keine Erinnerungen an das Geschehene.

Auch Fiona kämpft sich voran und versucht Licht in die fehlenden Stunden (oder Tage?) zu bringen. Was ist geschehen? Gemeinsam mit ihrer Mitbewohnerin Mòrag findet sie heraus, dass ihr Vater gar nicht ihr Vater ist. Doch als auch noch herauskommt, dass auch die Mutter nicht die Mutter ist, fällt Fiona in ein Loch. Wer ist sie?

Gleichzeitig versucht Mòrag immer mehr wie Fiona zu werden indem sie sie kopiert. Was anfangs noch Zufälle waren, werden immer stärkere Extreme ' bis Mòrag sich sogar als Fiona ausgibt und ein Unbekannter sie zum Termin verfolgt.

An dieser Stelle wurde es für mich in dieser Geschichte dann verwirrend. Glaubte ich noch Mòrag würde hinter allem stecken, ging das ab hier nicht mehr. Doch was war nun das Geheimnis? Und wieso tauchten Figuren nun in beiden Teilen auf?

Das verrate ich euch nun natürlich nicht. Lest es selbst ;o)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 2 Zeitebenen, eine Geschichte, 23. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich anfänglich sehr zwiespältig gelesen. Der Ansatz, zwei anscheinend völlig verschiedene Handlungsstränge, die sich auch noch in verschiedenen Zeitebenen abspielen, ist gut. Aber es war anfänglich sehr verwirrend, sich auf die Geschichten einzulassen und ihnen vernünftig zu folgen.
Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, und den Storys folgen konnte, hat mich das Buch gefesselt, ab den letzten 50 Seiten konnte ich es dann überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.
Schon recht früh wusste ich zwar bereits, wie das Buch für die Hauptprotagonisten endet, allerdings hielt es dann doch noch die ein oder andere Überraschung bereit.
Ein großer Nachteil ist, das ein Handlungsstrang nicht wirklich aufgelöst wird. Ein Ansatz für einen möglichen Nachfolgeroman oder ein Fehler der Autorin?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mix aus Spannung, Psychologie und Emotionen, 3. Juli 2010
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Bereits vor einem Jahr sagte Sebastian Fitzek mir 'Merk dir schon mal den Namen Zoe Beck! Ihre Bücher solltest du lesen!' Also behielt ich sie fortan im Auge. Und obwohl die Autorin ja bereits ein Buch geschrieben hatte, war 'Das alte Kind' nun mein erster Lesekontakt mit ihr. Und ich stimme Sebastian zu: Diese Autorin sollte jeder Leser, der spannende Bücher mag, im Auge behalten.

In diesem Thriller geht es um vieles. Es geht um Carla, eine junge Mutter, die nach einer Quarantänezeit aufgrund einer Gürtelrose im Krankenhaus ihr Baby in die Arme gelegt bekommt und sagt, dies sei nicht ihre Tochter. Es geht um ihren Mann Frederik, der das Baby sehr wohl für die Tochter hält, es geht um die Ärzte, die der Frau nicht glauben wollen und es geht vor allem um das 'alte Kind'.

Dies ist ein Erzählstrang des Buches, der sich in den frühern 80er Jahren abspielt. Parallel dazu verfolgt der Leser das aktuelle Leben von Fiona, einer ebenfalls jungen Frau, die blutüberströmt in ihrer Badewanne erwacht. Alles sieht aus wie ein Selbstmord, aber nur Fiona weiß, dass jemand ihr das angetan haben muss. Doch auch ihr glaubt man nicht.

Es geht um alte Briefe, alte Freundschaften, Lug, Betrug, Mord und wahnsinnig viel Emotionalität. Die Schreibweise der Autorin war das erste, das mir sehr positiv auffiel. Sie drückt sich gewählt aus, weiß, wie man Spannung erzeugt, kleine Geheimnisse einstreut und den Leser dennoch im Dunkeln lässt. Denn das Ende läßt Fragen offen, die auf einen Nachfolger hoffen lassen.

Herausragend beschrieben fand ich die Emotionen der beiden Frauen. Obwohl die Grundstimmung des Buches sehr düster und traurig ist (wenn man weiß, worum es geht, weiß man auch, dass es gar nicht anders geht, als genau diese Stimmung einzufangen), lebt man mit den Protagonisten mit und auch wenn man bereits sehr früh ahnt, in welchem Zusammenhang die Frauen zu stehen scheinen, so sollte man sich von seinem ersten Gefühl nicht täuschen lassen.

Ich empfehle dieses Buch jedem Thrillerliebhaber, der ein Buch lesen möchte, das mit sehr wenig Blut auskommt, dafür eine gehörige Portion Psychologie und Emotionen bereithält!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das ist leider kein Thriller!, 11. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Um es vorweg zu nehmen - "Das alte Kind" von Zoe Beck ist nun wirklich kein Thriller, bestenfalls ein Krimi. Die atemlose Spannung, die einen Thriller ausmacht, fehlte hier leider komplett. Dabei beginnt das Buch sehr viel versprechend. Eine Mutter meint, ihr Kind sei vertauscht worden, aber keiner glaubt ihr. Ein Mädchen wacht mit aufgeschnittenen Pulsadern in der Wanne auf. Sie ist sich sicher, dass sie es nicht selbst getan hat, aber niemand glaubt ihr. Das ist interessant und lädt zum Weiterlesen ein. Ich fand den Schreibstil der Autorin angenehm. Auch die Wechsel zwischen den verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen sind gut gelungen. Interessant fand ich auch, dass zur Gestaltung des Buches eher ungewöhnliche Elemente verwendet wurden wie die eingescannten Briefe.

Doch leider wird der tolle Anfang verdorben - durch zu detailliert dargestellte Nebensächlichkeiten, Übertreibungen und Personen. Interessante Erzählstränge werden fallen gelassen ohne sie zu Ende zu bringen. Auch sonst ließ mich das Buch eher kalt. Die Charaktere konnten mich nicht für sich einnehmen, sie waren mir einfach zu überzeichnet. Die starke, natürlich reiche Clara, die sich um Kinder, Arbeit und Ehemann problemlos kümmert. Dieser Ehemann ist als Pianist natürlich hypersensibel und egoistisch und eigentlich allein lebensunfähig. Das war mir zu klischeehaft. Man hatte beim Lesen des Buches deutlich das Gefühl, dass die Autorin zuviel wollte. Zuviel Handlung, zu viele aufgesetzte Emotionen, zu viele Zufälle - dadurch wurde die Story leider komplett unglaubwürdig. Und auch das Ende war mir dann zu vorhersehbar und läppisch.

Die Geschichte insgesamt ist eher uninteressant und die Figuren unglaubwürdig. Aber die zu Grunde liegende Idee zu diesem Buch fand ich gut, deswegen gebe ich zwei Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Sprache, gute Geschichte, 18. Oktober 2010
Von 
C. Sprenger ""Seitenschwärmerin"" (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
<<Das alte Kind>> ist mehr Familiendrama als Thriller, das tut aber nichts zur Sache, denn mir gefiel Becks
Sprache und die Geschichte vom vertauschten,todkranken Kind und von der verzweifelten Suche nach sich selbst.
Im Grunde genommen glaubt man, es ginge um zwei Geschichten:
Es geht um Carla, die glaubt ihr Kind ist nicht ihres und um Fiona, die glaubt, dass man sie umbringen wollte...
Nur keiner hält das für möglich.
Und jetzt kommt die entscheidende Frage: Was glaubst du?
Nach und nach bemerkt man die Verstrickungen und das alles miteinander zusammenhängt.
Ein spannendes Drama, dass kein Happy End braucht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Mittelmaß, 12. August 2012
Von 
Sarah F. (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Taschenbuch)
Zoe Beck ist eine Autorin von der ich zwar schon einiges gehört habe, aber von der ich noch nie ein Werk gelesen habe. „Das alte Kind“ ist also mein erstes Buch aus ihrer Feder und neugierig habe ich mich ans Lesen gemacht.

Der Einstieg in das Buch war absolut verwirrend. Einerseits spielte die Geschichte im alten Berlin der 70er Jahre und dann war auf einmal ein Sprung in die heutige Zeit rüber nach England. Zwar waren diese Sprünge sehr deutlich, während Berlin groß und deutlich zu lesen war, empfand ich England doch arg klein, aber so wusste ich zumindest immer wo ich war. Später gibt es noch Briefe, die in einem grauen Kasten mit Schreibschrift verfasst werden. Man kann es schon als extrem gegliedert auffassen. Damit hatte ich kein Problem, sondern viel mehr empfand ich die beiden Orte einerseits völlig zusammenhanglos, und gleichzeitig wusste ich schon nach dem ersten Sprung, wie sie später zusammen kommen. Vielleicht nahm das einen gewissen Reiz für mich, denn nach 50 Seiten empfand ich es einfach nur als langweilig. Zwei hysterische Frauen ist einfach zu viel. Eine behauptet sie sollte umgebracht werden, behauptet verlobt zu sein, keine Verwandten zu haben, um dann alles gleich zu widerlegen. Auf der anderen Seite eine Frau, die ständig behauptet, das Krankenhauspersonal habe ihr Kind vertauscht. Es kostet den Leser einige Nerven, obwohl ich als Mutter selbst weiß, wie man sein Kind kennt. Ich hätte es auch sofort gemerkt und kann nachvollziehen, wenn man sein Kind haben möchte, und wie man sich fühlt, wenn es verschwindet, aber niemand einem glaubt. Das Hauptproblem sind eben diese hysterischen Ausraster und das Übertriebene. Ein Mann, der nie zu Hause ist, eine Mutter, der niemand glaubt, eine Frau der niemand glaubt, eine Mitbewohnerin, die sie kopiert. Vieles versteht man einfach nicht. Vieles versteht man überhaupt nicht, wodurch die Geschichte einfach blass und an den Haaren herbeigezogen wirkt. Ich als Mutter habe ständig Fotos von meinem Zwerg gemacht, um seine Veränderung festzuhalten. Schon meine Mutter hatte das gemacht. Und nun heißt es hier, das letzte Bild sei vor vier Monaten gemacht worden. Genauso fragt man sich, warum eine Frau mit einer anderen zusammenzieht, die einen bis ins kleinste Detail kopiert, obwohl man keine Fans mag. Man versteht zwar die Frauen, aber sie sind keine starken Protagonisten, mit denen man sich identifizieren mag. Obwohl sie sehr lebendig geschildert wurden, blieben sie für mich irgendwo blass.

Irgendwann kommt jedoch der Punkt, wo man sagt, man möchte die Hintergründe wissen, denn der anfängliche Verdacht bestätigt sich zu 100%. Man liest und liest weiter. Unterstützt wird das Ganze eben durch den flüssigen, modernen, illustrativen Stil und eine brisante Thematik. Kindesentführung oder das Vertauschen von Säuglingen, ist kein tägliches Problem, aber auch keins, das man nie wieder passieren wird. In diesem Fall ist es jedoch in meinen Augen eher eine enttäuschende Umsetzung. Um diese Aussage untermauern zu können, muss ich etwas mehr auf den Ausgang, also die Lösung eingehen, sodass ich es lieber im Spoiler erledige.

SPOILER ANFANG
Wie sich später herausstellt hat der Mann, aber auch der Bruder des verschwundenen Mädchens irgendwann gewusst, dass die Mutter richtig lag. Statt ihr das zu sagen oder herauszufinden was damals passiert ist, wird die Mutter im Dunkeln gelassen, und ihr wird nach wie vor der schwarze Peter zugeschoben. Schließlich war sie am Untergang der Familie Schuld, nicht die Tatsache, dass sie richtig lag, und ihr keiner geglaubt hat. Drüben in England ist es genauso. Fiona gibt Ben, einen One Night Stand als Verlobten aus, der wiederum ermittelt für jemanden wegen Fötus-Forschung im Bereich Selektion des Wunschkindes. Hier wird einem Angst und Bange, zumal man weiß, dass es genügend Forschungen in diesem Bereich gibt, und so was sicherlich irgendwo gemacht wird, ohne das es die Welt erfährt. Mit diesem Teil könnte man noch leben. Aber dann ist da Morag, ihre Kopie, und als sie stirbt, weil sie sich für Fiona ausgibt, und sich mit Dr. Jack treffen wollte, möchte man mehr erfahren, warum sie diese Kopie geworden ist. Sie wird eingeführt, als Tatsache hingestellt, dann wird einiges über die Anfänge in den Raum geworfen, aber die Gründe werden nie genannt. Das Morag sie damals umbringen wollte, ist nun ein Selbstläufer, denn es kann doch nur eine Fiona geben. Genau hier wären wirklich die Anfänge interessant gewesen. Stattdessen geht die Aufklärung einfach zu Jack über, der schon viel früher wusste, dass Fiona seine Schwester ist, und verhindern wollte, dass sie das Geld und den Ruhm ihres leiblichen Vaters ihm streitig machen will. Dazu war eine gute Recherche nötig, und eine gute Recherche hätte auch gezeigt, dass ihr jetziger Vater ihr alles zahlt, und es ihr gar nicht ums Geld gehen kann.

SPOILER ENDE
Es wird irgendwie teilweise schlecht konstruiert. Dafür ist aber alles logisch und am Ende sogar spannend. Für einen Thriller ist es jedoch zu wenig spannend, denn diese kommt erst ganz zum Schluss. Als Krimi würde ich es auch nicht bezeichnen, denn dazu fehlt die Polizeiarbeit. Es ist eine Mischung davon mit einem großen Anteil an Drama würde ich sagen.

Wie gesagt man kann es lesen, und die Frage nach den Hintergründen fesselt, sodass ich es auch als gut empfand. Zudem hatte ich das Gefühl das alles irgendwo schon einmal ähnlich gelesen zu haben, wobei ich den Titel nicht mehr sagen kann, da ich ein besseres inhaltliches Gedächtnis habe.

Alles in allem ein Buch, das in meinen Augen guter Durchschnitt ist. Sicherlich eine gute Umsetzung, im Vergleich zu anderen Werken, aber es nützt nichts, wenn es auf den ersten 200 Seiten einfach nicht zum Punkt kommt, und dann auch noch durch den Schluss nicht überzeugen kann. Mir mangelte es an Spannung und eben Klarheit. Daher auch nur eine mittelmäßige Bewertung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hörbuch, gekürzte Lesung, 29. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Audio CD)
Als reinen Thriller würde ich dieses Buch, in vorliegendem Fall das Hörbuch, nicht bezeichnen. Es hat kriminalistische Züge, aber für mich ist es doch eher eine Familiengeschichte, die in 2 Ebenen erzählt wird und 2 Familien im Mittelpunkt hat. Aber deshalb ist es trotzdem nicht weniger spannend!
Die Geschichte wird in 2 Ebenen erzählt.
Einerseits nimmt die Geschichte seinen Anfang in Berlin, Ende der 70er Jahre.
Carla Arnim liegt mit einer Gürtelrose im Krankenhaus. Ihre kleine Tochter Felicitas, 2 Monate alt, ist im Krankenhaus von ihr isoliert. Als es ihr besser geht, und ihr ihr Kind gebracht wird, stellt sie fest, dass das nicht ihre Tochter ist. Aber keiner glaubt ihr, alle halten es für eine Wochenbettdepression. Als sie einen Arzt angreift, wird sie in die Psychiatrie eingewiesen. Auch ihr Mann glaubt ihr nicht'Aber Carla bleibt bei ihrer Meinung, dass ihr Kind vertauscht worden ist und kann sich das nicht erklären'sie verweigert sich 'ihrer' Tochter, da sie dieses Kind nicht akzeptieren kann, und die Situation verschärft sich noch um einiges, als krankhafte Veränderungen an dem Kind sichtbar werden und es immer klarer wird, dass das Kind schwer krank ist'.

In Edinburgh in Schottland, ca. 30 Jahre später, wacht Fiona in der Badewanne auf, blutend, mit aufgeschnittenen Pulsadern. Sie schleppt sich zum Telefon und wählt noch den Notruf. Im Krankenhaus wird sie als Selbstmörderin behandelt, obwohl sie behauptet, dass sie sich nicht umbringen wollte. Sie lässt ihren 'Verlobten' Ben holen, der aber nur ein Freund ist. Zuerst ist er gar nicht begeistert, aber er bleibt immer Bestandteil der Geschichte und hilft Fiona schließlich doch bei der Auflösung des Rätsels'.

Die Geschichte wechselt immer zwischen diesen beiden Erzählsträngen hin und her, eingeleitet wird das immer durch Ort- und Zeitangabe. Anfangs hat man keine Ahnung was diese beiden Geschichten miteinander zu tun haben, aber es wird dann doch recht schnell klar und so bewegen sich langsam aber unaufhaltsam diese beiden Geschichten aufeinander zu. An manchen Stellen fand ich es kurzzeitig etwas zu ausführlich, aber im Nachhinein fügt sich alles als notwendig zusammen.

Das einzige was ich wirklich zu bemängeln habe, ist, dass am Schluss nicht alle offenen Fragen beantwortet werden, ansonsten fand ich es spannend und gut gelesen. Mir hat es Spaß gemacht, dieses Buch zu hören!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Plot; mit ein paar Längen. / Hörbuch Das alte Kind., 5. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Das alte Kind (Audio CD)
Die 292 Hörbuchminuten von -Das alte Kind- sind, bis auf ein paar Längen im Mittelteil, spannend und unterhaltsam. Das Buch wird von Sandra Schwittau, der deutschen Synchronstimme von Eva Mendes und Bart Simpson(ja wirklich!) klasse gelesen. Im Mittelteil ging die Aufzählung der Familienzugehörigkeiten und ein paar Anhängseln mir ein wenig gegen den Strich, aber dann findet Zoe Beck wieder in die Erzählspur und bringt eine 31 Jahre dauernde Geschichte sauber zu Ende.

1978 landet Carla in einer Berliner Klinik. Sie hat eine Gürtelrose. Ihre kleine Tocher Felicitas begleitet sie, wird aber in der Klinik gesondert untergebracht. Als man Felicitas eines Tages zu Carla bringt, ist die sich sicher, dass sie nicht mehr ihr Kind in den Armen hält. Ihr Mann, ein berühmter Musiker, der selten zu Hause weilt, teilt ihre Ansicht nicht. Er glaubt, dass es sich bei dem Säugling, den Carla als fremd erkennt, um die eigene Tochter handelt. Die Ehe der beiden geht an diesem Schicksalsschlag zu Grunde und Carla wird für, mehr oder weniger, verrückt gehalten.

2009 wird die 31jährige Fiona schwer verletzt in Edinburgh in ihrer Badewanne aufgefunden. Ihre Pulsadern sind aufgeschnitten und Fiona steht unter Tabletteneinfluss. Für alle Beteiligten ist ein Selbstmordversuch die Ursache. Aber Fiona kann sich an nichts erinnern. Sie glaubt fest daran, dass man versucht hat, sie zu ermorden. Niemand glaubt ihr. Erst, als ihre Mitbewohnerin tot aufgefunden wird, steigt die Polizei in die Ermittlungen ein...

Wie diese beiden Geschichten, über einen Zeitraum von 31 Jahren, zueinander finden, das erzählt ihnen Sandra Schwittau in Zoe Becks -Das alte Kind-. Die Zeitsprünge der Geschichte sind gut nachvollziehbar. Die Story läuft sauber auf ein klares Ende zu. Da sind ein paar Längen im Mittelteil und eine, meiner Ansicht nach, kleine Motivschwäche beim Täter, verschmerzbar.

Vor allem bei dem derzeitigen Schnäppchenpreis des Hörbuchs kann man als Freund von Krimis und Erzählungen bei -Das alte Kind- nicht viel verkehrt machen. Vielleicht keine ganz große Literatur, aber in jedem Fall auch kein hanebüchener Allerweltsroman.
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Das alte Kind
Das alte Kind von Zoë Beck (Taschenbuch - 29. Mai 2010)
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