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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. März 2010
Für mich als bekennender Fan von Krimireihen, war "Der Schlaf des Engels" von Graham Hurley eine echte Entdeckung. Es handelt sich dabei um den dritten Band der Joe-Faraday-Serie, die beiden ersten Bände sind ebenfalls bei Bastei Lübbe erschienen und heißen "Die Saat des Zweifels" und "Das Gesicht der Schuld". Mit Joe Faraday und Paul Winter ermitteln sich also nun zwei neue Kriminalbeamte in mein Herz, wobei sie im vorliegenden Roman kein Team bilden, wie man es von anderen Ermittler-Duos kennt. Sie arbeiten einfach nur im selben Präsidium und ihre Wege kreuzen sich unweigerlich immer wieder.
Obwohl ich die beiden ersten Bände der Reihe nicht kannte, hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen. Nur selten greift der Autor zu Geschehnissen aus den beiden früheren Romanen zurück, für das Verständnis der Geschichte war das jedoch kaum von Bedeutung.

In "Der Schlaf des Engels" hat die Kriminalpolizei gleich zwei Fälle, um deren Aufklärung sie sich kümmern muss. Zum einen den Tod des Teenagers Helen Bassam, deren Leiche man am Fuße eines Hochhauses gefunden hat. Ist sie gesprungen oder war es ein Unfall? Faraday geht allen Spuren nach, was aufgrund der Personalknappheit seiner Abteilung alles andere als leicht ist. Denn der Sonderstab der Kripo, der sich mit der Schwerkriminalität befasst, hat einen Mordfall aufzuklären, für den er sämtlich verfügbares Personal abzieht. Ein junger Mann wurde tot aufgefunden, aufgeknüpft am Ast eines Baumes. Die Tatsache, dass er diverse Verletzungen aufzuweisen hat und außer dem String-Tanga einer Frau keine weiteren Kleidungsstücke trug, lässt darauf schließen, dass es sich nicht um einen einfachen Selbstmord handelt. Während Paul Winter für diesen Fall abgezogen wird, sucht Faraday weiter nach Hinweisen in Helens Umfeld. Das Mädchen stammte aus gutem Hause, lebte mit seiner Mutter in einem Stadtteil der gehobenen Mittelschicht und wurde dennoch in einer Hochhaussiedlung gefunden, die dem genauen Gegenteil entspricht. Was hatte sie dort zu suchen? Faraday beginnt nach den Gründen zu suchen und merkt bald, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Winter bewegt sich stattdessen von Anfang an in der kriminellen Szene Portsmouths und wühlt sich durch den Bodensatz der Gesellschaft, mit einem blutjungen Kollegen an seiner Seite, der die Methoden des alten Hasen Winter nicht immer gut findet.

In meinen Augen hat der Roman nur wenige Schwächen. Anfangs ist es ein bisschen schwierig, bei den vielen Abkürzungen verschiedener polizeilicher Organisationen durchzusteigen, aber mit ein bisschen Geduld ist diese Hürde schnell genommen. Und obwohl die beiden Ermittlungen parallel laufen, verliert man nicht den Überblick und der Roman hat durch den schnellen Wechsel zwischen den Handlungssträngen auch kaum Längen.
Nach diesem Roman bin ich mir sicher, dass ich Faraday treu bleiben werde - erst mal gibt es für mich ja noch zwei Romane nachzuholen und dann warte ich sehnsüchtig auf weitere Fälle aus Portsmouth. Laut Krimi-Couch umfasst die Joe-Faraday-Reihe bereits neun Bände, die ersten drei sind jedoch erst übersetzt. Das lässt doch hoffen!
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