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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, geistreiche & detailfreudige Unterhaltung
Im Jahre 1990 veröffentlichte Thomas Gifford seinen Roman "The Assassini", der zum Weltbestseller avancieren sollte. An Dan Brown hatte damals noch niemand gedacht.....

......der deutschsprachigen Leserschar waren jedoch die bereits zahlreichen Sachbücher und Historischen Romane des 49jährigen Hans Dietrich Hartel bekannt, die er unter seinem...
Veröffentlicht am 11. April 2009 von timediver®

versus
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bißchen viel...
Hier geht es um:
Einen Mord an einer Deutschen in Rom...
Einen deutschen Antiquar, der seine Schulfreundin tot in der Badewanne findet...
Einen Kardinal aus dem Vatikan, der den Mord vertuschen möchte, und der das Turiner Grabtuch an eine mysteriöse Bruderschaft auf einer Burg am Rhein verkauft...
Eine römische Journalistin, die den Mord...
Veröffentlicht am 1. Mai 2008 von Bookoholic


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bißchen viel..., 1. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hier geht es um:
Einen Mord an einer Deutschen in Rom...
Einen deutschen Antiquar, der seine Schulfreundin tot in der Badewanne findet...
Einen Kardinal aus dem Vatikan, der den Mord vertuschen möchte, und der das Turiner Grabtuch an eine mysteriöse Bruderschaft auf einer Burg am Rhein verkauft...
Eine römische Journalistin, die den Mord aufklären möchte...
Einen bei der Papstwahl übergangenen Kardinal, der aus Rache zum Teufel überläuft und die geheime Bruderschaft gründet...
Jede Menge hochrangiger Wissenschaftler, die dieser Bruderschaft angehören...
Jede Menge stehlender, betrügender, bestechlicher Geistlicher aus dem Vatikan...
Und zum Schluß: ein altes Buch mit einer verschlüsselten Botschaft...
Ich finde: das ist ein bißchen viel.
Zwar hat die Geschichte durchaus spannende Elemente, aber durch die Vielzahl der Handlungsstränge wird nichts richtig zu Ende erzählt.... Und auch der Schluß ist dann ganz "plötzlich und unerwartet..."
Allerdings: Vandenberg nun vorzuwerfen, dass er Dan Brown nacheifert, ist nicht fair: er hat schon lange vor Brown über dieses Thema geschrieben, und zwar richtig gute Thriller, wie zum Beispiel: DAS FÜNFTE EVANGELIUM.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ... und erlöse uns von den Stümpern, 23. November 2009
Von 
Martin Söchting "Tintingray" (Spangenberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
Einer der schriftstellerischen Grundsätze lautet: Egal, was du schreibst, schreibe es glaubhaft! - Daß ein tumber Dieb in die Versuchung gerät, ein Jahrhunderte altes Leinentuch zu entwenden, indem er es um seinen Leib wickelt und hunderte Kilometer so transportiert, mag ja noch wahrscheinlich anmuten. Spätestens beim Abwickeln dieses Tuches stelle man sich dann sein blödes Gesicht vor, anbetracht des in sich zerbröselnden und zerbrechenden mürben Textils. Doch - chè miraculo! - das Turiner Leichentuch übersteht diese Prozedur in Vandenbergs Machwerk unbeschadet - und führt somit nicht nur den Hauptbestandteil des Plots ad absurdum sondern gleich mit die These, es handele sich dabei um das zweitausend Jahre alte originale Leichentuch des Herrn, worauf sich das Buch stützt.
Vandenberg wäre jedoch nicht Vandenberg, beließe er es allein auf dieser Unwahrscheinlichkeit. Dem Autoren gefällt es, die Poebene nördlich von Mailand anzusiedeln und den Rhein ausgerechnet an seiner engsten Stelle in Köln zwischen Konrad-Adenauer-Ufer und Schääl Sick "träge" dahinfließen zu lassen. er überläßt der spanischen "guardia civil" statt der ortsansässigen polizia giudiziaria Ermittlungstätigkeiten in Rom, wie er auch großzügig aus einem einzelnen CarabinierE die multiple Persönlichkeit von CarabinierI erschafft. Ebenso läßt er eine Lufthansa-Stewardeß wochenlang spurlos - da tot und verscharrt - verschwinden, ohne ihren Arbeitgeber eine Vermißten-Anzeige aufgeben zu lassen. Statt dessen läßt Vandenberg seinen Protagonisten in München wie selbstverständlich ein Buch aufschlagen, das dieser selbst einige Seiten zuvor in das Regal einer römischen Mietswohnung zurück gestellt hatte, ohne diese je wieder zu betreten. (Amazon wüßte sicher zu gern um diese körperlose Buchversendung)
So viel zu nur einigen formalen Fehlern in diesem Machwerk, die zumindest ein hellköpfiger Lektor hätte ausmerzen können.
"Die achte Sünde" ist geradezu kontraproduktiv zu all anderen klerus-kritischen Romanen, da es nicht mit allzu plumpen Plattitüden und gähnmanipulierenden Klischees geizt, die schon tausendfach in der Trivialliteratur wiederholt wurden.
Zu schlimmer Letzt wartet der Autor mit der These auf, die die Echtheit des Turiner Tuches belegen soll: Ein in jedem Menschen vorhandenes "Glaubens-Gen" müsse in den Blutstropfen in dem Leichentuch fehlen, wenn sie denn von Jesus abstammten, da Jesus, als Sohn Gottes nicht glaube, da wisse. ... Aha! Nur so am Rande: Gleichfalls ließe sich damit die Darwinsche Evolutionslehre "belegen", als Jesus direkt vom Affen abstammt und ihm somit, wie auch den Affen jedwedes "Glaubens-Gen" fehle. Mit Verlaub, selbst ein von Däniken käme nie auf einen solch abstrusen Gedanken. Die Phantasiewelt der "achten Sünde" ist eine Scheibe, ist eine Scheibe, ... ist literarischer Scheibenkleister und keinesfalls der "deutsche Dan Brown", wie der "stern" herausposaunen zu müssen glaubt. Es ist nicht mal die das Trompetensignal von Jericho, geschweige denn eine Kindertröte.
Es steht jedem Autoren frei, sein geistiges Ejakulat zu Papier zu bringen. Daraus ergibt sich jedoch daraus kein Muß, es zu veröffentlichen oder gar hochzujubeln. - Halleluja!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, geistreiche & detailfreudige Unterhaltung, 11. April 2009
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Jahre 1990 veröffentlichte Thomas Gifford seinen Roman "The Assassini", der zum Weltbestseller avancieren sollte. An Dan Brown hatte damals noch niemand gedacht.....

......der deutschsprachigen Leserschar waren jedoch die bereits zahlreichen Sachbücher und Historischen Romane des 49jährigen Hans Dietrich Hartel bekannt, die er unter seinem Pseudonym "Philipp Vandenberg" publiziert hatte. Schon 1988, also zwei Jahre zuvor, hatte er mit "Sixtinische Verschwörung" den Grundstein für das neue Genre der "Vatikan-Thriller" gelegt. 1993 lieferte er mit seinem Kracher "Das fünfte Evangelium" die Blaupause für alle späteren Epigonen.

Bei "Die 8.Sünde" bedient sich der Altmeister selbst bewährter Stilmittel und interessanter Ingredienzien. Drei parallele Handlungsstränge touchieren sich an mehreren Stellen und werden gekonnt zusammengedrillt. Oftmals verwischt sich die Grenze zwischen Realem und Fiktion. Plötzliche Wendungen und Fehlpfade der Protagonisten erhalten die Spannung der Handlung. Exorzismus (Epilog), unkeusche, abtrünnige Kardinäle und Sekretäre, (un)bestechliche Staatsanwälte, der geheimnisvolle Tod Johannes Paul I. (S. 152), das Istituto per le Opere Religiose (S. 423) und eine inflationäre Mordrate bilden inzwischen das "legitime" Gerüst der Genreromane! Auch Genetik spielt spätestens seit Michael Cordy's "Nazareth-Gen" in einigen Vatikan-Romanen eine Rolle. "Makellose Beine in schwarzen Strümpfen und hochhackigen Pumps" (S. 42), "hochhackige Sandaletten" (S. 83), "verführerische Posen, in Korsage und Strapsen und schwarzen Strümpfen" (S. 268),"ein rosafarbener Unterrock mit sündhaft teuren hochhackigen Schuhen von Prada" (S. 305) und andere erotische Einsprengsel haben jedoch erst nach einem Gespräch mit timediver®, das Vandenberg Mitte der 1990er Jahre auf der Frankfurter Buchmesse führte, den Einzug in seine Romane gefunden.

Während Burg Layenfels im Wispertal und der Geheimbund "Fideles Fidei Flagrantes" und der geniale Antwerpener Kunstfälscher Ernest de Conick genannt "Leonardo" (S. 189) der Fantasie Vandenbergs entsprungen sind, offenbart er hervorragende Ortskenntnisse für Rom, München und Frankfurt. Daneben zeigt sich in vielen Details, wie z. B. der Fotophysik und des Alten und Neuen Testaments, die umfassende Recherche, die dem Roman vorausgegangen ist. Hier nur einige Bonbons: Der Brand in der Turiner Kathedrale am 12. April im Jahre 1997, bei dem ein Feuerwehrmann das berühmte Grabtuch retten konnte, wurde geschickt umgedeutet und der Leser mit dem wohl weniger bekannten St. Borromäus vertraut gemacht. Eine (unfreiwillige) Reminiszenz an den Symbolologen Robert Langdon ist das abgebildete "Runenkreuz" (S. 390), das an das durchgestrichene Kreuz im Logo der Gruppe "Bad Religion" erinnern lässt. Das Gregor Mendel verfasste und von Pius IX. verbotene Werk "Peccatum Octavum" (S. 400) ist nicht nur ein origineller Einfall Vandenbergs, sondern ins deutsche übersetzt auch der Titel seines Romans. Ein ehemals papabile Kardinal namens Tecina, der als Abtrünniger die Buchstaben seines Namens rückwärts liest, lässt an Anicet, den elften Papst (155-166), denken. 20,7 der Johannes Apokalypse ist indes als Losung für abtrünnige Bruderschaft selbst keine gelungene Wahl, folgt ihr doch letztendlich das "Jüngste Gericht"!

"Die 8.Sünde" ist sicherlich nicht der beste Roman Vandenbergs, bietet aber eine solide und geistreiche Unterhaltung. Hierzu bedarf es weder der aberwitzigen Rasanz und Verfälschungen historischer Fakten à la Dan Brown, noch surrealistischer Ausflüge in die Mystik wie bei Scott McBain oder Jörg Kastner. Dem "Vater des Vatikan-Thrillers" ist wieder einmal eine detailfreudige, niemals langweilig werdende Lektüre gelungen, die sich von der mittlerweile produzierten Massenware angenehm abhebt und mit 4 Amazonsternen zu bewerten ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mittelmaß, wenn überhaupt!, 19. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
Da ich schon ein paar Bücher von Vandenberg gelesen habe, weiß ich dass er es kann. Aber mit diesem Roman hat er mich doch etwas enttäuscht.

Sämtliche Romanfiguren bleiben weitgehend farblos, wirken auf mich unsympathisch und handeln oft nicht nachvollziehbar. Außerdem hat das Buch sehr viele Längen, dass man sich wirklich durch die Handlung kämpfen muss. Irgendwie wirkt alles etwas lustlos dahin geschrieben.

Die von anderen beschriebenen vielen Handlungsstränge waren für mich weniger das Problem, als vielmehr die Tatsache, dass - mal wieder wie in so vielen anderen Büchern zuvor - sich dermaßen Abgründe im Vatikan auftun, dass man geneigt ist zu sagen: Nicht schon wieder!" Das Thema ist doch so was von durch....

Und als ich zum Ende hin dachte, jetzt kommt endlich mal ein wenig Spannung auf, endet der Roman so abrupt, als hatte der Autor keine Zeit mehr, sich einen vernünftigen Schluss auszudenken. Andernfalls kann ich mir nicht erklären, warum der Hauptbösewicht keinerlei Erwähnung mehr findet und man dessen Schicksal nicht erfährt. Soll da etwa noch ein zweiter Teil kommen? Nein, danke!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Auf Teufel komm 'raus...", 5. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde: Roman (Gebundene Ausgabe)
...nahezu im wahrsten Wortsinne des Titels konstruiert der Autor eine haarsträubende Story im Dunstkreis des Vatikans und bedient alle diejenigen Klischees, die man allenfalls in einem drittklassigen Pfennigsroman erwartet...So garniert er seine unglaubhaft zusammenfantasierte Geschichte mit dem geheimnisvollen Buch über die "Weltformel" (?), mit Teufelsaustreibungen, mit zwielichtigen Kardinälen, die ihr böses Spiel im Kirchenstaat treiben und vor keinem Verbrechen zurückschrecken, mit dem finsteren Ex-Papstkandidat und Sektenchef, der sich nunmehr dem Satan verschrieben hat, aber natürlich auch mit sex and crime. Und wenn die Handlung allein nicht mehr zur Weiterentwicklung reicht, muss der Zufall der zeit- und ortsgleichen Zusammenkunft gnadenlos weiterhelfen, in dem die entscheidenden Personen sich - begründungsfrei - auf der Piazza in Rom oder der Kunstauktion in München treffen...Und natürlich muss schließlich auch noch das bereits auf dem Buchumschlag abgebildete berühmte Turiner Grabtuch als Forschungsobjekt der obskuren Sekte dazu herhalten, um der aberwitzigen Geschichte eine - vermeintliche - Plausibilität zu verleihen. Vorsorglich wird das Grabtuch rettungslos zerstört...Insbesondere, wenn man die aktuellen Forschungsergebnisse des Turiner Grabtuches kennt, ist man um so mehr von der an den Haaren herbeigezogenen Erzählung enttäuscht; die wahren Fakten des Turiner Grabtuches sind jedenfalls ungleich spannender (vgl. nur Siliato, "Und das Grabtuch ist doch echt"); aber auch gut gemachte Fiktion - die man mit viel antizipiertem Lesevergnügen erwartet, mehr soll das Buch ja auch nicht sein - sieht anders aus (vgl. Eschbachs "Jesus-Video"). Also fällt das Fazit ernüchternd aus: weder ein "himmlisch" gutes Buch, noch eine "teuflisch" gute story, sondern nur: alles kalter Kaffee...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sündhaft langweilig., 30. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
Malberg, Antiquar, kam auf Raten einer Schulfreundin nach Rom. Als diese zu einem Treffen nicht erscheint, sucht er sie in ihrer Wohnung auf und findet sie "oh Schreck" tot in der Badewanne. Ein Notizbüchlein mit seltsamen Abkürzungen steckt er ein bevor er aus der Wohnung stürzt.
Etwa zur gleichen Zeit, mehrere Luftkilometer weiter in Deutschland, schlängelt sich ein unscheinbares Auto das Rheintal hinauf zur Burg Layenfels. In seinem Innern drei Reisende aus Italien: seine Eminenz Kardinal Gonzaga samt seinem Privatsekretär Monsignor Soffici und Fahrer Alberto. Im Gepäck haben sie nichts Interessantes. Dafür ist es umso interessanter, was der Herr Kardinal am Körper trägt: das Turiner Grabtuch. Genau, eben jenes Tuch, in dem Jesus von Nazaret nach seiner Kreuzigung begraben wurden sein soll. Empfänger ist eine seltsame Sekte, die sich selbst Fideles Fidei Flagrantes nennt: die Getreuen, die für den Glauben kämpfen ...

Auf dem Cover des Taschenbuchs prangt ein gelber Aufkleber mit einer Aussage des Sterns: "Der deutsche Dan Brown!" Und ich frage mich: Wirklich?
Nachdem letztes Jahr die zweite Verfilmung eines Dan-Brown-Romans in den deutschen Kinos anlief, Illuminati, war ich auf den Geschmack solcher Thriller gekommen. Nicht zuletzt verstärkten Illuminati-Hörbuch und Sacrificium von Véronique Roy mein Interesse und so kaufte ich aus einer Laune heraus letzten Winter vom mir bis dato unbekannten Philipp Vandenberg seinen Roman Die Achte Sünde.
Es las sich interessant an mit einer Exorzismus-Szene. Aber dann ging es los. Was ich oben mit wenigen Sätzen zusammenfasste, erstreckt sich über ein unendlich lang erscheinendes und langweiliges Kapitel. Aber ich bin ja geduldig, also las ich weiter in der Hoffnung, dass es spannender zur Sache geht. Jedoch: Weit gefehlt. Wie Malberg seine ehemalige Schulfreundin auffindet und sich dann nach seiner Flucht am hellichten Tage auf einer belebten Straße nieder knüppeln lässt, ist ungefähr so spannend wie ebendieser Satz. Also gar nicht. Später im Krankenhaus erzählt man Malberg, er hätte einen Autounfall gehabt. Malberg, glücklicherweise nicht ganz so dumm wie Brot, aber scheinbar mit einem harten Schädel wie trocken Brot, ist das suspekt und ihm dämmert, dass da etwas faul ist.
Suspekt ist mir auch, dass es, obwohl Kardinalstaatsekretär, Gonzaga gelingt das Turiner Grabtuch erst einmal an sich zu nehmen und dann noch um seinen Leib geschlungen durch halb Europa zu transportieren, ohne dass das gute Stück am Ende zerbröselt, was ich, so es denn tatsächlich asbach-uralt sein soll, erwartet hätte.

Im Laufe der nächsten Seiten erfahren wir etwas mehr über die FFF, die das Grabtuch auf Blut und somit Genen Jesu untersuchen; Malberg trifft eine, natürlich schöne, Journalistin, in die er sich auch verliebt und mit der er nach einem unglaublich tiefgreifendem Gespräch und herausfordernd gespreizten Schenkeln seinen besten Sex auf dem Sofa der Geliebten hat (ich frage mich, wie er seine anderen fünfzehn Freundinnen liebte). Kardinal Gonzaga tut derweil etwas ziemlich Dummes: Er nimmt sich Geld aus einem furchtbar geheimen Geheimfonds des Vatikans, um damit ein trapezförmiges Stückchen Stoff mit roten Flecken darauf, das, ob seiner Form, natürlich nur das fehlende Stücken des bereits geflickten Turiner Grabtuchs sein kann, erstehen zu können. Natürlich kann das nur mit einer filmreifen Aktion über die Bühne gebracht werden. Dummerweise geht das schief, steht tagsdarauf in der Zeitung und Gonzagas Geldentnahme fällt dem Banker auf, der die Finanzen des Vatikans betreut. Der Kardinal gibt sich jedoch erhaben, wie ich allerdings finde: dümmlich.

Ich weiß nicht, was ich mit dem Buch soll. Die Sprache ist einfach, Vandenbergs Belustigung über Aspekte des Lebens sind nicht lustig, gar nervend. Der Plot kriecht vor sich hin, obwohl dann doch immer irgendwie irgendwem irgendwas passiert. Die Charaktere sind stupide über langweilig bis aberwitzig und alles in allem nicht ernst zu nehmen. Zuweilen hatte ich das Gefühl eine schlechte Thriller-Parodie zu lesen. Nicht zuletzt, weil die Spannung auch nicht nach 20 Kapiteln und 148 Seiten aufkommen wollte, weshalb ich das Buch dann zurück ins Regal stellte.

Fazit: Weder interessante Charaktere, noch ein interessanter Plot, keine Spannung, langweiliges bis nerviges Gefasel des Autors. Kann man lesen, wenn man auf unfreiwillige Komik steht. Die restliche Menschheit kann getrost einen Bogen darum machen. Und: Dan Brown schreibt zwar auch nicht viel exquisiter, bringt aber dann doch Spannung (und kann sich über gute Filmschauspieler als auch Hörbuchsprecher freuen).

1 von 5 Sternen wegen des netten Einbandes.
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2.0 von 5 Sternen Ohne jede Ansprüche..., 16. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
... ist dieser "Kirchen-Thriller".

Die Handlung plätschert ohne echte Spannung vor sich hin. Eine konspirative Abordnung aus dem Vatikan transportiert heimlich das Leichentuch Jesu zu einem Schloss am Rhein. In Rom wird eine alleinstehende Frau ermordet und von ihrem lange nicht gesehenen Schulfreund Malberg gefunden. Dieser flüchtet und versucht die Umstände aufzuklären. Dabei begegnet er der Journalistin Catarina, die ihn bei der Suche unterstützt.

Die Charaktere sind oberflächlich skizziert und schnell eingeordnet. Überraschende Wendungen gibt es in dem Buch nur am Ende wo sich innerhalb weniger Seiten alles mit hanebüchenen Erläuterungen und Ereignissen auflöst.

Das war leider nix.
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4.0 von 5 Sternen Ein Vandenberg, 25. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
Ein Typischer Vandenberg, kurzweilig, spannend, etwas Abenteuer, Liebesgeschichte und ein absolut unerwartetes Ende. Wer Vandenberg mag, wir hier sicher nicht entteuscht werden.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Kirchenkrimi, 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde: Roman (Gebundene Ausgabe)
Spannender Krimi um Kirche, Vatikan, Frauen und die eigene Macht im Kirchenstaat. Das Turiner Grabtuch bekommt eine Hauptrolle und der Exorzismus eine Nebenrolle. Dazu die späte Rache einer eiskalten Frau an ihrer Schwester und die Liebe einer ital. Journalistin.

Das Ende fällt flach aus, als ob der Autor keine Lust mehr hatte weiter zu schreiben. Allerdings waren auch alle Themen von Gerüchten, Klatsch und Tratsch über die Kirche abgearbeitet worden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vandenberg ist der deutsche Dan Brown, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
Dies ist das erste Buch, das ich von Phlipp Vandenberg gelesen habe. Und es bleibt auch das letzte. Ich mag Verschwörungsthriller, wenn sie gut gemacht sind, wie Illuminati oder Sakrileg von Dan Brown, und lese davon auch noch weitere.

Dieses Buch allerdings hat mit den genannten gar nichts gemeinsam. Nach einem guten ersten Kapitel fällt die Geschichte und die Spannung ab. Dazu kommt der etwas merkwürdige, holprige Schreibstil des Autors. Sätze, die mit "Da" beginnen, gehören eher in Kinderbücher. In einem Thriller wirken sie hilflos und kindisch. "Da sprang Frantisek Sawatzki auf und rief in höchster Erregung ..." klingt nur lächerlich.

Obligatorisch und vorauszusehen ist die Liebesgeschichte, die wohl immer unbedingt dabei sein muß. Keiner der Protagonisten im Buch wird besonders sympathisch, die Dialoge sind teilweise fürchterlich ("Erhebe endlich Deinen Arsch und steh auf."), spannende Situationen Mangelware.

Der Schluß ist eine vor der Nase und fünf Minuten zu früh zugeschlagene Ladentür, wobei man dem Autor hier durchaus noch attestieren kann, auf den letzten Seiten so etwas wie ein Überraschungsmoment zu erzeugen - dafür der zweite Stern. Das Einzige, das an dem Buch nicht vorhersehbar war, wird auf drei Seiten lieblos abgehandelt. Der ganze Schluß wirkt hingetackert, als ob dem Leser jetzt noch schnell die Antworten auf offene Fragen eingebläut werden, wobei noch nicht mal das gelingt.

Der "Stern" betitelt Philipp Vandenberg auf der Rückseite des Umschlags als den deutschen Dan Brown. Vermutlich ist das eine Art Gegenleistung dafür, daß der Autor dieses Magazin im Buch äußerst positiv erwähnt. Korrekt wäre "Vandenberg ist beileibe nicht der deutsche Dan Brown. Da fehlt einiges.".

Richtig gelangweilt hat das Buch nicht. Aber wie so oft in letzter Zeit ein weiteres, das nicht wirklich Lust aufs Lesen machte.
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Die achte Sünde
Die achte Sünde von Philipp Vandenberg (Taschenbuch - 14. November 2009)
EUR 9,99
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