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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen1.089
4,1 von 5 Sternen
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am 30. Dezember 2011
Es fällt mir nicht ganz leicht einzugestehen, dass mich Luca Di Fulvio mit DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE schlichtweg verzaubert und auf poetische Art und Weise tief berührt hat. Es fällt mir deshalb nicht leicht einzugestehen, da ich als erwachsener Mann eher realitätsnahen Thrillern/Polit- und Agenten-Thrillern zugetan bin und üblicherweise auf das Kindchenschema, welches aus unschuldigen Knabenaugen vom Cover lächelt, nicht hereinfalle. Für mich hatte bei erster Betrachtung bereits der Titel etwas Kitschiges an sich und ich dachte mir "Meine Güte, soetwas können auch nur Frauen lesen". Wie man sich täuschen kann ...

Es ist dem Drängen meiner Frau zu verdanken, dass ich mich dennoch diesem kraftvollen Werk genähert habe, ohne es dann länger als zwei Tage zur Seite zu legen. Meine Frau lächelte, schmunzelte, legte sorgenvoll die Stirn in Falten und verdrückte die ein oder andere Träne, als sie vor mir dieses Buch las - eine Reaktion, die ich so zuvor schon lange nicht bei ihr bemerkt hatte, wenn die üblichen US- und Skandinavien-Krimis mit den x-beliebigen Psychopathen und Serienkillern aus den Bestellerlisten weggeschmökert wurden. Das hat mich dann letzlich neugierig gemacht und ich folgte ihrer Buchempfehlung. Ich habe dies nicht eine Sekunde bereut.

Der Autor hat in meiner Wahrnehmung die wirklich seltene Gabe, erzählen zu können. Und zwar in einer mitreissenden Leichtigkeit und zugleich dramatischen Eindringlichkeit, die einen sofort in andere Welt versetzt. Er schafft das schriftstellerische Husarenstück, eine längst vergangene Zeit und die darin agierenden Personen lebendig werden zu lassen, ohne dabei mit gefühlsduseligem Schicksalsgenöle in die Pilcher`sche Kitschecke abzudriften (Rosamunde Pilcher, Herr lass Hirn vom Himmeln regnen, sowas habe ich einmal und nie wieder gelesen, der Vergleich zu dieser Autorin ist eigentlich eine Beleidigung des begnadeten Italieners, sorry!).

Kurzum: DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE berührt Herz und Seele und schafft es über die volle Distanz literarisch anspruchsvoll zu unterhalten und Nachhaltigkeit zu erzeugen. Für mich war das ganz großes Kino und ein unerwartet schöner Ausflug in ein mir weitestgehend unbekanntes Genre.
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am 26. September 2011
Da ich in letzter Zeit viel Krimis gelesen habe, wollte ich mal wieder etwas anderes. Ein Buch zum Abschalten und genießen. Als ich angefangen habe das Buch 'Der Junge der Träume schenkte' zu lesen, habe ich gleich zu Beginn gemerkt das es sich hierbei um ein sehr besonderes Buch handelt.
Eine wunderschöne Erzählung, die mal sehr Brutal ist, aber auch mal sehr lustig. Mal erlebt man spannende Aktionen des Protagonisten in den Straßen von New York mal eine ganz besondere Liebesgeschichte.
Das Buch ist mit viel Raffinesse und Charme geschrieben, die es einem sehr schwer machen es aus der Hand zu legen. Man erfährt auf eine nette Art und Weise, wie es in New York in der 20er Jahren zuging. Man wird in die Zeit versetzt und kann mit den einzelnen Charakteren mitfühlen.
Ich möchte nicht auf den Inhalt des Buches eingehen, denn dabei hätte ich Angst etwas zu verraten. Außerdem wurde der Inhalt dieses Buches schon genug erläutert.
Aber ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen und hoffe das Luca Di Fulvio uns mit weiteren solchen tollen Büchern in Zukunft verwöhnen wird. Für mich war das eines der Besten Bücher dieses Jahres (2011).
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am 8. Juli 2013
Für mich war dieses Buch eine Qual. Der Stil des Autors war wenig originell, und die Figuren waren mir zu holzschnittartig. Durchschnittstypen wie im richtigen Leben kamen kaum vor, die Hauptpersonen waren alle extrem: Der Junge, der aus der Gosse kam und so mir nichts dir nichts ein toller Radiostar und superreich wurde (und das mit Anfang 20), das Mädchen, das von der reichen Tochter zur supererfolgreichen Fotografin wurde, der Superbösewicht, der keine Untat auslässt und am Schluss seine gerechte Strafe bekommt... uargh, plakativer geht's wohl nicht! Mir war das alles zu viel und zu oberflächlich. Und dass auch noch so gut wie jede weibliche Figur im Buch vergewaltigt wurde, hat mir den Rest gegeben. Ich hab's wirklich nur fertig gelesen, weil ich so gut wie jedes Buch zu Ende lese. Aber wenn's nicht auf dem Kindle gewesen wäre sondern ein Paperback, hätte ich es am Ende in die Ecke geknallt.
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am 21. September 2012
möchte ich zuerst etwas schreiben: Ich hatte mich davon schon etwas beeinflussen lassen und habe das Buch dann erst auf Empfehlung eines guten Bekannten, dessen Buch- und Filmtipps für mich bisher fast immer ins Schwarze getroffen haben, heruntergeladen. Und ich habe es nicht bedauert. Wer ein Buch herunterlädt, in dessen Kurzbeschreibung hier bei Amazon es heißt "Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten.", sollte schon damit rechnen, dass es sich nicht um einen romantischen Kuschelroman handelt, dass die Charaktere des Buches in diesem harten Überlebenskampf nicht mit Samthandschuhen agieren. Eigentlich sollte doch jeder von uns schon aus dem Geschichtsunterricht wissen oder zumindest vermuten, dass zu jener Zeit und in jenem Milieu andere Gesetze den Alltag bestimmten, als wir hier und heute auch nur erahnen können. Deshalb wirken die Gewalt- und Sexszenen in diesem Roman nicht aufgesetzt oder konstruiert, sondern lassen das Geschehen authentischer wirken und fügen sich nahtlos in die Handlung ein.

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, ich habe in den letzten Tagen in jeder freien Minute, die sich bot, darin gelesen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die vielen Widersprüche in der Person des Christmas sind wunderbar herausgearbeitet. Auch Personen, die nur eine kleinere "Nebenrolle" spielen, so wie z. B. Sister Bessie, wirken glaubhaft und man sieht sie förmlich vor sich.

Auch der Kritik an der Sprache des Romans als seicht oder einfach oder brutal in manchen negativen Rezensionen mag ich mich nicht anschließen. Wenn ich einen spannenden Roman lese, ist für mich wichtig, dass die Sprache dem entspricht, nicht als holprig oder gar störend empfunden wird und eigentlich gar nicht spürbar ist, sondern dazu beiträgt, dass ich mich ganz in die Handlung hineinversetzen kann - und das ist hier der Fall. Das Wesentliche ist die Handlung, Sprache muss und soll in einem solchen Roman Mittel zum Zweck sein, um die Inhalte authentisch, glaubhaft und spannend herüberzubringen. Wenn ich zum Beispiel Lyrik oder philosophische Abhandlungen lese, interessieren mich Sprache und Schreibstil an sich, kann ich mich an Spielereien mit der Sprache erfreuen, aber hier ist das nicht so, hier hat die Sprache - wie eben schon gesagt - einfach eine andere Funktion. Übrigens möchte ich in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass ich auch die Übersetzung gelungen finde, was ja nicht immer der Fall ist und manchem eigentlich guten Buch Abbruch tut.

Und zum Titel: Ich glaube schon, dass Christmas Träume schenkte und so manchem in diesem Roman Mut machte, Träume auch zu leben...

Alles in allem: eine hundertprozentige Leseempfehlung von mir!
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am 21. Januar 2012
Hallo, habe dieses Buch aufgrund der guten Bewertungen und wegen des Titels gekauft. Das Buch ist wirklich sehr spannend und liest sich gut. ABER: Es enthält viele, wirklich sehr brutale Szenen, in denen überwiegend Frauen erniedrigt, vergewaltigt und verstümmelt werden. Es mag so zugegangen sein, in den 20ern in New York, aber für empfindsame, noch nicht so abgestumpfte Seelen ist dies Buch meiner Meinung nach nichts. Das Bild auf dem Cover, der Titel und auch die Beschreibung deuten nicht auf den doch teilweise wirklich brutalen Inhalt hin.
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am 28. August 2015
Oh man, was hab ich nicht alles positive über dieses Buch gelesen. Die ganze Zeit, während ich mich mit diesem Buch beschäftigt habe, habe ich mich tatsächlich gefragt, ob diese Leute ein anderes gelesen haben. Ich kann die positiven Meinungen absolut nicht teilen.
Das Buch ist absolut klischeehaft, vorhersehbar und langweilig. Die Charaktere sind auch irgendwas zwischen klischeehaft und absolut nervig. Der Schreibstil war absolut nicht besonders. Weder besonders schön noch besonders schlecht. Der Schreibstil war einfach nur.....einfach und somit war das Buch ganz gut zu lesen, aber es passiert einfach nichts spannendes.

Die kritisierte übertriebene Brutalität, die in manchen Rezensionen angesprochen wird, hab ich auch gesucht. Klar, es gibt Gewalt in diesem Buch, aber absolut im Rahmen. Die Vergewaltigungen sind auch eher angedeutet. Da hab ich schon schlimmere gelesen in anderen Romanen, viel detailierter und bei denen ich wirklich eine Pause beim lesen machen musste. Vielleicht bin ich auch einfach abgehärtet.

Ich habe drei Wochen gekämpft und gerade mal 400 Seiten geschafft, dann habe ich mich entschieden es abzubrechen. Den wunderbar poetischen Schreibstil, die tollen Charaktere und die berührende, spannende, fesselnde Geschichte hab ich verzweifelt gesucht..Mag sein, dass da noch was gekommen wäre in den übrigen 300 Seiten, aber nein danke. Ich bin absolut bedient...
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TOP 500 REZENSENTam 25. November 2011
Ich fange zunächst mit der Sache an, die mich fürchterlich an diesem Roman 'störte', denn dann habe ich die 'Beschwerde' direkt hinter mir. Das Schlimmste an diesem Buch ist nämlich die Tatsache, dass es nur eine Taschenbuchausgabe gibt. Ich bin eine absolute Hardcoverliebhaberin und ein Buch mit einem so tollen Cover (gepaart mit einer wunderschönen Familiengeschichte) hätte es eigentlich verdient, als gebundenes Schmuckstück in die Hände eines Lesers zu geraten. Das ist dann aber auch schon der einzige Kritikpunkt :-)

Die Geschichte beginnt zu Anfang des 20. Jahrhundert. Das junge Mädchen Cetta wird von ihrer Mutter 'verunstaltet', damit Männer sie eher verabscheuen, als anschauen. Doch leider geht ihr Plan nicht ganz auf und so wird Cetta eines Tages vergewaltigt. Aus dieser Vergewaltigung entsteht ein Kind, das Cetta 'Natale' nennt. Da sie nicht ihr Leben in dem Land verbringen möchte, in dem sie selber geboren wurde (Italien), macht sie sich auf den Weg nach Amerika. Da sie aufgrund der Vergewaltigung ihre Seele längst von ihrem Körper getrennt hat, scheint es ihr kaum etwas auszumachen, dass der Weg in die vermeintliche Freiheit mit Prostitution einhergeht. Sie tut es immerhin nicht nur für sich allein, sondern vor allem auch aus dem Grund, Natale ein besseres Leben zu bescheren.

In Amerika angekommen, kann niemand etwas mit dem Namen 'Natale' anfangen und so wird der kleine Junge fortan 'Christmas' genannt. Zu Anfang wusste ich noch nicht, ob ich mit diesem Namen Probleme bekommen könnte, denn als Name ist er nun mal nicht geläufig, doch diese Befürchtung verlor ich schnell. Cetta und Christmas sind von nun an auf sich allein gestellt, doch steht ihnen schon bald ein Mann Namens Sal bei. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über die Handlung des Buches schreiben.

Die Lebensgeschichte von Cetta und Christmas verläuft nicht unbedingt so, dass dramatische Dinge passieren und dennoch klebte ich an den Seiten, weil ich immer wissen wollte, wie das Leben der beiden weitergeht. Natürlich darf auch ein wenig Liebe nicht in dieser Geschichte fehlen, doch spielt sie keine wirklich zentrale Rolle. Eher fiebert man hier unterschwellig mit, wie sich die Dinge entwickeln könnten. Aber vielmehr geht es um die Entwicklung des Jungen und was er aus seinem Leben macht, in dem er keinen guten Start hatte.

Der Titel ist meiner Meinung nach ein wenig irreführend, denn zu Anfang dachte ich, dass fantasylastige Sequenzen eine Rolle spielen könnte (ich muss dazu sagen, dass ich Fantasy nicht mag), doch merkte ich natürlich irgendwann, dass die 'Träume' im Titel eine andere Bedeutung haben.

Obwohl das Buch fast 800 Seiten hat und die Geschichte darin sehr dicht geschrieben ist, kommt zu keiner Zeit Langatmigkeit vor. Wer Familiengeschichten mag, wird schnell in dieses Buch hineinfinden und am Ende gar nicht mehr aus der Geschichte hinauskrabbeln wollen. Doch leider hatte auch dieses Buch eine letzte Seite.

Ein toller Schmöker mit einer unheimlich fesselnden Atmosphäre für kalte Winterabende!
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am 15. Mai 2012
Als ich den Titel und den Klappentext gelesen hatte, stellte ich mir in etwa eine packende romantische Geschichte über einen jungen Italiener vor, der es im New York der 20er Jahre schafft, von einem armen Einwanderer zu einem charismatischen Gangsterboss zu werden.

Was mich dann aber erwartete, war auf alle Fälle nicht das, was ich lesen wollte, nämlich dass fast alle 50 Seiten eine Frau vergewaltigt, geschändet oder brutal misshandelt wird.

Alleine schon der Titel "Der Junge, der Träume schenkte" ist hier völlig irreführend, geht es doch zu guter Letzt nicht nur um die eigentliche Hauptperson Natale (der im übrigen während des ganzen Romans nur "Christmas" genannt wird), sondern auch um den kranken Typen Bill, der in der ganzen Geschichte Frauen gegenüber "Alpträume schenkt".

Die reiche schöne Jüdin Ruth wird von Bill am Anfang des Romanes brutal geschändet und von dem armen Christmas gerettet und diese Dreiecksbeziehung zieht sich dann wie ein roter Faden durch die ganze klischeehafte Geschichte.

Die letzten Seiten habe ich mich noch durchgequält, um dann aber ein unglaublich kitschiges Ende erleben zu müssen, welches zu der ganzen Brutalität des Roman nicht so recht gepasst hat.
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am 9. Oktober 2013
Cover/Titel: Sowohl Cover als auch Titel haben mich sehr angesprochen, jedoch nur solange, bis ich das Buch gelesen habe. Den Titel kann man lassen, er passt noch zum Buch. Aber das Cover vermittelt meines Erachtens einen falschen Eindruck vom Buch. Es geht nicht um den jungen fünfjährigen Natale. Die eigentliche Geschichte beginnt erst, als Christmas (denn ja, auch der Name ist mehr oder weniger Schwindel) schon fünfzehn ist.
Dennoch beides sehr ansprechend, wenn auch irreführend.
Schreibstil: Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da er etwas abgehackt und sachlich wirkte. Jedoch gewöhnt man sich schnell daran und versteht auch, warum es so wirken soll: die beschriebenen Handlungen, so schrecklich sie uns auch vorkommen mögen, waren damals an der Tagesordnung. Entweder ändert sich der Schreibstil irgendwann oder man hat sich daran gewöhnt, jedenfalls fällt es einem dann leicht, in die Geschichte einzutauchen. Blumige Beschreibungen fehlen oft, was ich für meinen Teil gut finde. Dafür sind nach meinem Geschmack an ein paar Stellen zu viele Wiederholungen. Auf jeden Fall gefiel mir die schonungslose Art, mit der Luca di Fulvio das Grauen bzw. die Grausamkeit der Menschen darstellt. Nüchtern beinahe.
Alles in allem also am Anfang gewöhnunsgbedürftig, später aber mitreißend.
Handlung und Charaktere: Hier muss ich am Anfang gestehen, dass ich mir das Buch zu einem guten Teil auch wegen des tollen Namen des Protagonisten gekauft habe. Natale. Problem war nur, dass Natale bei ihrer Ankunft in den USA sogleich umgetauft wird auf Christmas. Mit diesem Namen hatte ich die ersten hundert Seiten wirklich Probleme, weil ich ihn so furchtbar fand. Dann jedoch hat Christmas dafür gesorgt, dass man jede Diskussion um den Namen vergisst. Denn Christmas ist ein äußert liebenswerter kleiner 'Hosenscheißer'. Gerne würde er zu den 'Großen' gehören und weil er es nicht tut, macht er zumindest seine Umgebung eben dies glauben. Denn eins kann Christmas wirklich gut: sich Geschichten ausdenken.
Christmas zur Seite gestellt wird Ruth, die er am Anfang des Buches blutüberströmt findet und rettet. Ruth stammt aus einer reichen jüdischen Familie, passt also gar nicht zu dem armen Schlucker und obendrein Italiener Christmas.
Nun könnte man meinen, dass es sich um eine 08/15 Liebesgeschichte handelt und es nur darum geht, ob die beiden am Ende zueinander finden.
Kern der Geschichte ist jedoch nicht diese Frage, sondern eine ganz andere: Wie werde ich derjenige, der ich gerne wäre?
Der Weg zur Antwort ist holprig und steinig und di Fulvio verschweigt nicht die dunklen Seiten der Menschen. Trotz all der Grausamkeiten, die teilweise angesprochen werden, behält man am Ende des Buches vor allem eins in Erinnerung: Hoffnung und Optimismus.
Fazit: Ein Buch für jeden, der noch nicht am Ende seines Weges angekommen ist. Viel Liebe, viel Grausamkeit, aber vor allem viel Optimismus zeichnen dieses Buch aus. Genauso wie die sonderbaren, aber liebenswerten Charaktere. Ein Zuhälter zum Beispiel, der immer schwarze Hände hat, da er denkt, sie zu waschen bringt Unglück, und der, wenn er gerührt ist, erstmal laut rumflucht und andere beschimpft. Oder ein Schwarzer aus Harlem, der einmal im Jahr auf etwas spuckt, das einem Weißen gehört.
Auf jeden Fall lesenswert.
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am 29. November 2015
Cetta wurde von einem reichen Schnösel vergewaltigt und ist nun schwanger – sie macht ihrem Sohn ein großes Geschenk: Sie schenkt ihm einen Namen „Natale“. Die beiden leben sehr spartanisch, Cetta muss als Prostituierte arbeiten, um mit ihrem Kind zu überleben, doch sie erfreut sich täglich aufs Neue an ihrem Sohn. In Amerika – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten – landen die beiden in der Lower East Side, einem Viertel, in dem nicht nur Cetta und ihr Sohn (nunmehr Christmas genannt) zu Hause sind, sondern wo Armut, Bandenkämpfe und Aussichtslosigkeit vorherrschen.

Ruth wächst behütet wie in einem Märchen auf, ihr fehlt es an nichts – außer vielleicht an einem Abenteuer und genau dieses führt sie über Umwege in das Leben Christmas‘. Es kommt wie es kommen muss, die beiden verlieben sich und können erst doch nicht zusammen kommen. Doch Christmas behauptet sich, sein Charme und sein Durchsetzungsvermögen ermöglichen ihm ein beschauliches Leben. Wird darin auch Ruth ihren Platz finden?

Der Plot der Story ist einfach und voraussehbar, doch Luca Di Fulvio schaffte es eine dermaßen fesselnde Geschichte zu schreiben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Es ist leicht lesbar, der Schreibstil ist sehr flüssig und abwechslungsreich die Sprache, so lässt der Autor in Lower East Side die Charaktere anders sprechen, als z.B. in Ruths Familie oder in der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten.
Der Schluss selbst, ist für meine Begriffe beinahe etwas zu nahe am Kitsch.

Mitzuerleben wie Christmas heranwächst, wie er aus seinem schwierigen Start ein für ihn passendes Leben macht, wie er es auch noch schafft anderen Hoffnung und Träume zu schenken, ist eine wunderbare Geschichte.
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