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982 von 1.056 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Kino
Es fällt mir nicht ganz leicht einzugestehen, dass mich Luca Di Fulvio mit DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE schlichtweg verzaubert und auf poetische Art und Weise tief berührt hat. Es fällt mir deshalb nicht leicht einzugestehen, da ich als erwachsener Mann eher realitätsnahen Thrillern/Polit- und Agenten-Thrillern zugetan bin und üblicherweise...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2011 von Neutralmodus2000

versus
343 von 391 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für zarte Seelen
Hallo, habe dieses Buch aufgrund der guten Bewertungen und wegen des Titels gekauft. Das Buch ist wirklich sehr spannend und liest sich gut. ABER: Es enthält viele, wirklich sehr brutale Szenen, in denen überwiegend Frauen erniedrigt, vergewaltigt und verstümmelt werden. Es mag so zugegangen sein, in den 20ern in New York, aber für empfindsame, noch...
Veröffentlicht am 21. Januar 2012 von Teerose


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982 von 1.056 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Kino, 30. Dezember 2011
Von 
Neutralmodus2000 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Es fällt mir nicht ganz leicht einzugestehen, dass mich Luca Di Fulvio mit DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE schlichtweg verzaubert und auf poetische Art und Weise tief berührt hat. Es fällt mir deshalb nicht leicht einzugestehen, da ich als erwachsener Mann eher realitätsnahen Thrillern/Polit- und Agenten-Thrillern zugetan bin und üblicherweise auf das Kindchenschema, welches aus unschuldigen Knabenaugen vom Cover lächelt, nicht hereinfalle. Für mich hatte bei erster Betrachtung bereits der Titel etwas Kitschiges an sich und ich dachte mir "Meine Güte, soetwas können auch nur Frauen lesen". Wie man sich täuschen kann ...

Es ist dem Drängen meiner Frau zu verdanken, dass ich mich dennoch diesem kraftvollen Werk genähert habe, ohne es dann länger als zwei Tage zur Seite zu legen. Meine Frau lächelte, schmunzelte, legte sorgenvoll die Stirn in Falten und verdrückte die ein oder andere Träne, als sie vor mir dieses Buch las - eine Reaktion, die ich so zuvor schon lange nicht bei ihr bemerkt hatte, wenn die üblichen US- und Skandinavien-Krimis mit den x-beliebigen Psychopathen und Serienkillern aus den Bestellerlisten weggeschmökert wurden. Das hat mich dann letzlich neugierig gemacht und ich folgte ihrer Buchempfehlung. Ich habe dies nicht eine Sekunde bereut.

Der Autor hat in meiner Wahrnehmung die wirklich seltene Gabe, erzählen zu können. Und zwar in einer mitreissenden Leichtigkeit und zugleich dramatischen Eindringlichkeit, die einen sofort in andere Welt versetzt. Er schafft das schriftstellerische Husarenstück, eine längst vergangene Zeit und die darin agierenden Personen lebendig werden zu lassen, ohne dabei mit gefühlsduseligem Schicksalsgenöle in die Pilcher`sche Kitschecke abzudriften (Rosamunde Pilcher, Herr lass Hirn vom Himmeln regnen, sowas habe ich einmal und nie wieder gelesen, der Vergleich zu dieser Autorin ist eigentlich eine Beleidigung des begnadeten Italieners, sorry!).

Kurzum: DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE berührt Herz und Seele und schafft es über die volle Distanz literarisch anspruchsvoll zu unterhalten und Nachhaltigkeit zu erzeugen. Für mich war das ganz großes Kino und ein unerwartet schöner Ausflug in ein mir weitestgehend unbekanntes Genre.
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309 von 346 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Buch. Sollte man gelesen haben!!!, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Da ich in letzter Zeit viel Krimis gelesen habe, wollte ich mal wieder etwas anderes. Ein Buch zum Abschalten und genießen. Als ich angefangen habe das Buch 'Der Junge der Träume schenkte' zu lesen, habe ich gleich zu Beginn gemerkt das es sich hierbei um ein sehr besonderes Buch handelt.
Eine wunderschöne Erzählung, die mal sehr Brutal ist, aber auch mal sehr lustig. Mal erlebt man spannende Aktionen des Protagonisten in den Straßen von New York mal eine ganz besondere Liebesgeschichte.
Das Buch ist mit viel Raffinesse und Charme geschrieben, die es einem sehr schwer machen es aus der Hand zu legen. Man erfährt auf eine nette Art und Weise, wie es in New York in der 20er Jahren zuging. Man wird in die Zeit versetzt und kann mit den einzelnen Charakteren mitfühlen.
Ich möchte nicht auf den Inhalt des Buches eingehen, denn dabei hätte ich Angst etwas zu verraten. Außerdem wurde der Inhalt dieses Buches schon genug erläutert.
Aber ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen und hoffe das Luca Di Fulvio uns mit weiteren solchen tollen Büchern in Zukunft verwöhnen wird. Für mich war das eines der Besten Bücher dieses Jahres (2011).
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343 von 391 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für zarte Seelen, 21. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Hallo, habe dieses Buch aufgrund der guten Bewertungen und wegen des Titels gekauft. Das Buch ist wirklich sehr spannend und liest sich gut. ABER: Es enthält viele, wirklich sehr brutale Szenen, in denen überwiegend Frauen erniedrigt, vergewaltigt und verstümmelt werden. Es mag so zugegangen sein, in den 20ern in New York, aber für empfindsame, noch nicht so abgestumpfte Seelen ist dies Buch meiner Meinung nach nichts. Das Bild auf dem Cover, der Titel und auch die Beschreibung deuten nicht auf den doch teilweise wirklich brutalen Inhalt hin.
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44 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu den negativen Rezensionen, 21. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
möchte ich zuerst etwas schreiben: Ich hatte mich davon schon etwas beeinflussen lassen und habe das Buch dann erst auf Empfehlung eines guten Bekannten, dessen Buch- und Filmtipps für mich bisher fast immer ins Schwarze getroffen haben, heruntergeladen. Und ich habe es nicht bedauert. Wer ein Buch herunterlädt, in dessen Kurzbeschreibung hier bei Amazon es heißt "Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten.", sollte schon damit rechnen, dass es sich nicht um einen romantischen Kuschelroman handelt, dass die Charaktere des Buches in diesem harten Überlebenskampf nicht mit Samthandschuhen agieren. Eigentlich sollte doch jeder von uns schon aus dem Geschichtsunterricht wissen oder zumindest vermuten, dass zu jener Zeit und in jenem Milieu andere Gesetze den Alltag bestimmten, als wir hier und heute auch nur erahnen können. Deshalb wirken die Gewalt- und Sexszenen in diesem Roman nicht aufgesetzt oder konstruiert, sondern lassen das Geschehen authentischer wirken und fügen sich nahtlos in die Handlung ein.

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, ich habe in den letzten Tagen in jeder freien Minute, die sich bot, darin gelesen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die vielen Widersprüche in der Person des Christmas sind wunderbar herausgearbeitet. Auch Personen, die nur eine kleinere "Nebenrolle" spielen, so wie z. B. Sister Bessie, wirken glaubhaft und man sieht sie förmlich vor sich.

Auch der Kritik an der Sprache des Romans als seicht oder einfach oder brutal in manchen negativen Rezensionen mag ich mich nicht anschließen. Wenn ich einen spannenden Roman lese, ist für mich wichtig, dass die Sprache dem entspricht, nicht als holprig oder gar störend empfunden wird und eigentlich gar nicht spürbar ist, sondern dazu beiträgt, dass ich mich ganz in die Handlung hineinversetzen kann - und das ist hier der Fall. Das Wesentliche ist die Handlung, Sprache muss und soll in einem solchen Roman Mittel zum Zweck sein, um die Inhalte authentisch, glaubhaft und spannend herüberzubringen. Wenn ich zum Beispiel Lyrik oder philosophische Abhandlungen lese, interessieren mich Sprache und Schreibstil an sich, kann ich mich an Spielereien mit der Sprache erfreuen, aber hier ist das nicht so, hier hat die Sprache - wie eben schon gesagt - einfach eine andere Funktion. Übrigens möchte ich in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass ich auch die Übersetzung gelungen finde, was ja nicht immer der Fall ist und manchem eigentlich guten Buch Abbruch tut.

Und zum Titel: Ich glaube schon, dass Christmas Träume schenkte und so manchem in diesem Roman Mut machte, Träume auch zu leben...

Alles in allem: eine hundertprozentige Leseempfehlung von mir!
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177 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Atmosphärenfamilienlebensgeschichte, 25. November 2011
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Ich fange zunächst mit der Sache an, die mich fürchterlich an diesem Roman 'störte', denn dann habe ich die 'Beschwerde' direkt hinter mir. Das Schlimmste an diesem Buch ist nämlich die Tatsache, dass es nur eine Taschenbuchausgabe gibt. Ich bin eine absolute Hardcoverliebhaberin und ein Buch mit einem so tollen Cover (gepaart mit einer wunderschönen Familiengeschichte) hätte es eigentlich verdient, als gebundenes Schmuckstück in die Hände eines Lesers zu geraten. Das ist dann aber auch schon der einzige Kritikpunkt :-)

Die Geschichte beginnt zu Anfang des 20. Jahrhundert. Das junge Mädchen Cetta wird von ihrer Mutter 'verunstaltet', damit Männer sie eher verabscheuen, als anschauen. Doch leider geht ihr Plan nicht ganz auf und so wird Cetta eines Tages vergewaltigt. Aus dieser Vergewaltigung entsteht ein Kind, das Cetta 'Natale' nennt. Da sie nicht ihr Leben in dem Land verbringen möchte, in dem sie selber geboren wurde (Italien), macht sie sich auf den Weg nach Amerika. Da sie aufgrund der Vergewaltigung ihre Seele längst von ihrem Körper getrennt hat, scheint es ihr kaum etwas auszumachen, dass der Weg in die vermeintliche Freiheit mit Prostitution einhergeht. Sie tut es immerhin nicht nur für sich allein, sondern vor allem auch aus dem Grund, Natale ein besseres Leben zu bescheren.

In Amerika angekommen, kann niemand etwas mit dem Namen 'Natale' anfangen und so wird der kleine Junge fortan 'Christmas' genannt. Zu Anfang wusste ich noch nicht, ob ich mit diesem Namen Probleme bekommen könnte, denn als Name ist er nun mal nicht geläufig, doch diese Befürchtung verlor ich schnell. Cetta und Christmas sind von nun an auf sich allein gestellt, doch steht ihnen schon bald ein Mann Namens Sal bei. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über die Handlung des Buches schreiben.

Die Lebensgeschichte von Cetta und Christmas verläuft nicht unbedingt so, dass dramatische Dinge passieren und dennoch klebte ich an den Seiten, weil ich immer wissen wollte, wie das Leben der beiden weitergeht. Natürlich darf auch ein wenig Liebe nicht in dieser Geschichte fehlen, doch spielt sie keine wirklich zentrale Rolle. Eher fiebert man hier unterschwellig mit, wie sich die Dinge entwickeln könnten. Aber vielmehr geht es um die Entwicklung des Jungen und was er aus seinem Leben macht, in dem er keinen guten Start hatte.

Der Titel ist meiner Meinung nach ein wenig irreführend, denn zu Anfang dachte ich, dass fantasylastige Sequenzen eine Rolle spielen könnte (ich muss dazu sagen, dass ich Fantasy nicht mag), doch merkte ich natürlich irgendwann, dass die 'Träume' im Titel eine andere Bedeutung haben.

Obwohl das Buch fast 800 Seiten hat und die Geschichte darin sehr dicht geschrieben ist, kommt zu keiner Zeit Langatmigkeit vor. Wer Familiengeschichten mag, wird schnell in dieses Buch hineinfinden und am Ende gar nicht mehr aus der Geschichte hinauskrabbeln wollen. Doch leider hatte auch dieses Buch eine letzte Seite.

Ein toller Schmöker mit einer unheimlich fesselnden Atmosphäre für kalte Winterabende!
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fetter Groschenroman, 17. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Zuerst: ich kann das Buch nicht zum Kauf empfehlen. Wahrscheinlich findet es sich in der nächstgelegenen Bibliothek, da bleibt wenigstens der Ärger über den Kaufpreis aus.
Die deutsche Übersetzung des italinische Titels "die Bande der Träume" mit "Der Junge, der Träume schenkte" gibt das Problem ganz gut wieder: es werden Erwartungen geschürt, dieses Buch habe irgend etwas mit Entwicklung zu tun, sogar mit der Entwicklung von Phantasie. Aber es entwickelt sich so gut wie gar nichts.
Die Protagonisten sind recht eindimensional geschildert, Charakterspielräume sind von vornherein angelegt, reifen aber nicht mit der Zeit. Um Träume geht es gar nicht, bestenfalls um den Traum des Jungen, mit seiner Liebe vereint zu werden - der über die gefühlten 1000 Seiten seiner Erfüllung harrt. Ansonsten soll Christmas angeblich so gute Geschichten erfinden und erzählen, dass ganz Amerika von ihnen fasziniert ist. Mit Verlaub: was der Autor seiner Leserschaft da zumutet, ist schon sehr dreist. Bei keiner dieser Stories ist nachvollziehbar, dass ein Gangster dadurch von seinen Mordplänen geläutert wird oder ein Underdog seinen letzten Dollar hergibt, um diesem Flachsinn auch noch einen Sender zu finanzieren. Völlig klischeehaft, langweilig, weltfern. So habe ich die Passagen irgendwann quergelesen und schließlich ganz überblättert. Das hätte ich besser mit dem ganzen Buch tun sollen. Da ich das nicht getan habe, kann ich es hier wenigstens guten Gewissens verreißen.
Und wieso doch zwei Sterne? Weil der Autor es grundsätzlich wirklich gut versteht, einen Spannungsbogen aufzubauen, Kapitel genau dann enden zu lassen, wenn man auf deren Fortgang gespannt ist, dann aber gern mit dem nächsten Kapitel weiterzulesen, weil das der Fortgang der Episode ist, bei der mir das drei Kapitel zuvor ebenso erging...
Das funktioniert aber leider nur im ersten Drittel des Buches. Der Spannungsbogen hat dann keine Spannung mehr und wird von den Fehlern und Ungereimtheiten der Darstellung völlig neutralisiert.
Die "Liebesszenen" sind himmelschreiend stereotyp, die "Erotik"-Szenen mechanisch - hier habe ich teilweise herzlich über die blöde unangemessene Schreibe gelacht - wer das Buch liest, wird "kosten", was ich meine. Eine Darstellung der Gewaltszenen habe ich so platt nicht mehr gelesen seit der Lektüre von "Gruselkrimis" in meiner Jugendzeit.
Und dort bei den Groschenromanen wäre wohl auch der beste Platz für diesen "Roman".
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gemischte Gefühle, 22. Februar 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es fällt mir recht schwer, eine Rezension zu schreiben, da der Roman verschiedene Eindrücke bei mir hinterlassen hat und m.M. nach auch nicht durchgängig dasselbe Niveau hat. Unterhaltsam ist er sicher, keine Frage, und einige Passagen sind auch von recht hohem literarischen Wert. Andere hingegen sind grauenvoll. Wenn ich an das Kapitel denke, in dem Christmas und Ruth sich seit Jahren das erste Mal wiedersehen, fällt mir dazu nur ein, dass ich selten etwas Kitschigeres gelesen habe ("..Ihr Busen war erblüht", "...sie versank in seinen breiten Schultern" oder so ähnlich). Außerdem ist es tatsächlich so - wie auch viele andere Mitleser kritisieren - dass der Roman über weite Strecken fast pornographische Züge aufweist (ich bin nicht prüde, aber das mag ich halt in Romanen nicht) und unglaublich brutal ist, und ich bezweifle, ob dies aus Gründen der Authentizität nötig ist. Mehr als drei Sterne gibt es daher nicht.
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72 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Noch nie hat ein Buch mich so sehr überrascht! Natürlich war ich auf ein trauriges Drama, Lebenstragödien gefasst gewesen, die Zusammenfassung auf dem Buchrücken hat es ja quasi angekündigt.
Gleich schon am Anfang war ich über die Brutalität von Cettas Vergewaltigung sehr erschrocken und wollte das Buch schon weglegen. Aber ich las weiter (ich gebe mich ungern schnell geschlagen), las weiter und konnte nicht mehr aufhören. Ich habe geweint, gelacht, geschmunzelt, mitgelitten, mich geekelt und bis zum Schluß mitgefiebert.
Über die Geschichte von Natale/Christmas, Cetta, Ruth, Family Isaacson, Cyril, Karl, Santo, Joey, Rothstein, Arty, Bill etc. wurde bereits ausführlich geschrieben.
Mich hat die Geschichte berührt. Sie ist wie ein Film geschrieben. Genau das macht ein gutes Buch aus.

Das Buch ist garantiert NICHT empfehlenswert für zartbesaitete oder Menschen die mit den unschönen Seiten des Lebens nicht konfrontiert werden möchten bzw. diese bevorzugen auszublenden!
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Roman, der eher Alpträume schenkt......, 15. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Als ich den Titel und den Klappentext gelesen hatte, stellte ich mir in etwa eine packende romantische Geschichte über einen jungen Italiener vor, der es im New York der 20er Jahre schafft, von einem armen Einwanderer zu einem charismatischen Gangsterboss zu werden.

Was mich dann aber erwartete, war auf alle Fälle nicht das, was ich lesen wollte, nämlich dass fast alle 50 Seiten eine Frau vergewaltigt, geschändet oder brutal misshandelt wird.

Alleine schon der Titel "Der Junge, der Träume schenkte" ist hier völlig irreführend, geht es doch zu guter Letzt nicht nur um die eigentliche Hauptperson Natale (der im übrigen während des ganzen Romans nur "Christmas" genannt wird), sondern auch um den kranken Typen Bill, der in der ganzen Geschichte Frauen gegenüber "Alpträume schenkt".

Die reiche schöne Jüdin Ruth wird von Bill am Anfang des Romanes brutal geschändet und von dem armen Christmas gerettet und diese Dreiecksbeziehung zieht sich dann wie ein roter Faden durch die ganze klischeehafte Geschichte.

Die letzten Seiten habe ich mich noch durchgequält, um dann aber ein unglaublich kitschiges Ende erleben zu müssen, welches zu der ganzen Brutalität des Roman nicht so recht gepasst hat.
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64 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißendes Epos aus dem New York der 1920er, 3. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Junge, der Träume schenkte (Taschenbuch)
Hinter 'Der Junge, der Träume schenkte' ' ein etwas sperriger und nicht so recht zum Buch passender Titel ' verbirgt sich die Geschichte um den aus einer Vergewaltigung in Italien hevorgegangenen Jungen Natale, der durch die amerikanische Einwanderungsbehörde den Namen Christmas erhält. Seine Mutter, Cetta, erreicht 14jährig Amerika und bringt hier sich und ihren Sohn als Hure durch, doch ihr Sohn soll, so ihr fester Wille, ein echter Amerikaner sein.

In Zeitsprüngen erzählt der Roman im ersten Teil von Cettas und Christmas Kampf um ein besseres Leben, und man taucht ein in die Welt von Filmen wie 'Es war einmal in Amerika'; doch Christmas, der zunächst in die dunkle Welt der Gauner und Gangsterbosse hineindrängt, versteht es viel besser, davon in Geschichten zu erzählen, als wirklich zu einem Ganoven zu werden. Daher widmet sich der zweite Teil des Buches dem erfolgreichen Versuch Christmas' mit seinen Geschichten Ruhm, Ansehen und Reichtum zu erlangen.

Die Hauptrolle in seinem Leben spielt aber weder die Unterwelt noch seine Erzählkunst, sondern viel mehr das jüdische Mädchen Ruth, dem er zu Beginn des Buches das Leben rettete, nachdem sie von dem jungen Bill malträtiert wurde, und dem er sich ' und sie sich ihm ' dadurch stets eng verbunden fühlt. Christmas ist der einzige Mensch, dem Ruth vollkommen vertrauen wird, doch werden sie durch das Schicksal voneinander getrennt, da ihre Eltern nach Kalifornien auswandern und ihre Mutter ihr Christmas' Briefe vorenthält.

Luca di Fulvio erzählt die Geschichte des amerikanischen Traumes, wenngleich die meisten seiner Figuren ebendiesen nicht erreichen und ihn daher verspotten; sein Schreibstil ist mitreißend und eindringlich, sodass die Gefühle und Charaktere der meisten Figuren, auch wenn sie nur Nebenrollen einnehmen, transparent und einleuchtend sind, nur Cettas Charakter bleibt kaum fassbar. Durch den Nebenstrang um Ruths Peiniger Bill, dessen Gewaltfantasien und Gewaltakte schonungslos beschrieben werden, wird die Geschichte von Christmas' und Ruth geöffnet, sodass sie nie nur auf diese beiden fokussiert ist. Di Fulvio flicht viele liebenswerte Nebenfiguren ein und schafft es, den Leser nahezu konstant über die 780 Seiten zu fesseln.

Es ist ein Buch, das in eine andere Zeit versetzt, Gedanken und Handlungsweisen unterschiedliche Menschen offenlegt und sie nie nur einfach verurteilt, wobei es sicherlich für einige Leser befremdlich sein mag, sich in dem Kopf von Bill, einem Vergewaltiger und Mörder, einzufinden. Man kann dem Autor vielleicht vorhalten, dass er das Buch überfrachtet mit den parallel laufenden Erzählsträngen, Handlungsplätzen, den Geschichten aus dem Gangstermilieu der 1920er Jahre und denen aus der aufstrebenden Filmbranche in Hollywood, doch meines Erachtens schafft er es, den Leser in die nie oberflächliche Geschichte eintauchen zu lassen ' und das lässt sich so nicht mehr von vielen Büchern sagen.
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Der Junge, der Träume schenkte
Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio (Taschenbuch - 2011)
EUR 9,99
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