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94 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Theater des Lebens
London im Spätsommer 1666. Drückende Hitze liegt wie eine Dunstglocke über der Stadt und ihren Bewohnern. Während sich die Bevölkerung langsam wieder von einer wenige Monate zurückliegenden Pestwelle erholt, ahnt sie nicht, dass ihr noch eine viel größere Katastrophe bevorsteht. In Mitten dieser Zeit des Aufbruchs begegnen wir dem...
Veröffentlicht am 6. September 2009 von Bouquineur

versus
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie bisher rezensiert
Ich habe mir das Buch kurz nach Erscheinen aufgrund der hervorragenden Rezensionen (ca 4,5 Sterne) gekauft. Nach meinem Geschmack wurde es leider etwas zu hoch gehandelt. Das Geschehen ist in den unterschiedlichen Kapiteln aus der Sichtweise verschiede Charaktere geschildert. Dabei sind die Handlungsstränge durchaus geschickt verknüpft, teilweise aber auch...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2011 von Kreatur


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94 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Theater des Lebens, 6. September 2009
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
London im Spätsommer 1666. Drückende Hitze liegt wie eine Dunstglocke über der Stadt und ihren Bewohnern. Während sich die Bevölkerung langsam wieder von einer wenige Monate zurückliegenden Pestwelle erholt, ahnt sie nicht, dass ihr noch eine viel größere Katastrophe bevorsteht. In Mitten dieser Zeit des Aufbruchs begegnen wir dem 13-jährigen Geoffrey, der nicht nur unter seinem trunksüchtigen Vater leidet sondern auch noch vor dem Rätsel steht, was mit seiner Schwester Jezebel passiert ist, die von einem auf den anderen Tag spurlos verschwunden ist. Als er sich nach einem belauschten Gespräch auf die Suche nach ihr macht, setzt er Dinge in Gang, die das Schicksal der Menschen in seinem Umfeld dauerhaft verändern werden.

Tom Finneks Geschichte setzt einige Zeit nach dem großen Brand von London an, der die Stadt vom 2. bis zum 5. September 1666 zu vier Fünftel zerstört hat und dessen Ursache bis heute nicht ganz geklärt ist. Das Feuer spielt in diesem Roman aber nur eine kleinere Rolle und ist die Konsequenz sämtlicher Handlungen, die das Buch bis zu diesem Zeitpunkt erzählt. Tom Finnek erzählt in Rückblicken die Geschichte von Geoffrey, seiner Schwester Jezebel, dem Eremiten von St. Olave, dem Ranzigen Ray und dem verrückten Rat Scabie und weiteren Protagonisten aus unterschiedlichen Perspektiven. Während Geoffrey die Geschehnisse in der Ich-Perspektive erzählt, kommen die anderen Protagonisten in der dritten Person zum Zug. Hin und wieder kreuzen sich die Erzählstränge, sodass man die gleiche Geschichte aus dem Blickwinkel der jeweils agierenden Figur erfährt. Der Leser kann sich eigentlich nie sicher sein, welche Sicht der Dinge stimmt, wer die Wahrheit erzählt oder wer sich die Wahrheit nach eigenem Ermessen zurechtbiegt. Es ist ein grandioses Verwirrspiel, das der Autor mit dem Leser treibt und oft genug glaubt man, auf dem richtigen Weg zu sein, um and Ende festzustellen, dass man doch wieder in einer Sackgasse gelandet ist.

Tom Finneks Figuren sind nicht gefällig. Es gibt keine Superhelden, es gibt auch keinen bloßen Schurken. Statt dessen gibt es Figuren wie aus dem richtigen Leben. Jeder trägt sein Päckchen, jeder trägt seine Schuld, jeder hat angenehme und weniger angenehme Wesenszüge. Tom Finneks Figuren sind skurril, komisch, tragisch, liebenswert, verachtenswert. Man mag sie, man lehnt sie ab. Aber eines haben sie alle gemeinsam - sie sind Kinder ihrer Zeit und der Umstände, in denen sie leben. Es gab in der letzten Zeit selten ein Buch, bei dem mich Figuren so beschäftigt haben. Durch die ungewöhnliche Erzählweise - das Buch besteht aus 8 Teilen plus Prolog und Epilog, bei denen immer abwechselnd eine der Figuren im Mittelpunkt des Geschehens ist, gibt es so gut wie keine Nebenfiguren. Alle stehen im Laufe der Geschichte irgendwann einmal im Licht der Scheinwerfer und haben ihre 15 Minuten Ruhm.

Tom Finneks London des 17. Jahrhunderts ist die Bühne, seine Protagonisten das Ensemble und die Leser das Publikum eines grandiosen Theaterstücks über Liebe, Wahnsinn, Rache, Schuld und Vergebung. Ein Theaterstück, bei dem die Darsteller nicht nur auf der Bühne sondern auch im Publikum agieren und es ganz tief in die Vorstellung mit einbeziehen.

Ich habe mich großartig unterhalten gefühlt und mich durch die ausgeklügelte Handlung gerne und oft an der Nase herumführen lassen. Wenn die letzte Seite umgeschlagen ist und der Vorhang gefallen, sage ich mit einem großen Bedauern "Alle ab" und hoffe, dass ich in Tom Finneks Theater des Lebens bald wieder zu Gast sein darf.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir graben nach der Wahrheit!, 21. Juli 2011
Von 
Jürgen Zeller (Kanton Bern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
"Aber so ist das mit der Liebe, sie schlägt gern in Wahnsinn um und genau davon handelt diese Geschichte. Vom Irrsinn der Liebe" Zitat Seite 23 dieses Buches

Das Jahr 1665 brach an und mit ihm kam die Pest nach London. Das grosse Sterben begann und hörte das ganze Jahr nicht mehr auf. Die Seuche wütete und überall lagen Kranke und Leichen auf den Strassen oder den Hauseingängen. Tag und Nacht wurden wurden die Toten auf Leichenkarren zu den riesigen Pestgruben geschafft. Die anfängliche Angst hatte sich in Panik und dann dumpfe Lethargie gewandelt. Hokuspokus sowie Aberglauben hielten Einzug, Angst und Misstrauen regierten und der Wahnsinn folgte auf dem Fusse und entfachte die grosse Feuersbrunst von London ein Jahr später... vier Tage lang sollte London schliesslich brennen!

In dieser Geschichte geht's um Pest und Feuer, um Lüge, Verrat und Mord und im Mittelpunkt stehen die ganz (un-)gewöhnlichen Menschen des heruntergekommen Londoner Stadtteils Southwark. Dort findet man nur lasterhafte Wirtshäuser, Brauereien, Absteigen, Bordelle, Gefängnisse und windschiefe Häuschen. Der Dreck und Mief der von diesem elenden Stadtviertel ausging war berüchtigt. Solche ruchlose Orte ziehen die seltsamsten Menschen an wie Pferdemist die Fliegen. Es wimmelt von Bettlern, Gaunern, Säufern und Huren und die Verrückten waren eindeutig in der Überzahl. Und um ein paar dieser einfachen aber kauzigen Leute spinnt der Autor Tom Finnek eine spannende aber auch seltsam verworrene Geschichte, spielt mit der Wahrheit, erzählt von den vielen Irrungen und Wirrungen die das Leben bieten kann.

Bei Beginn der Lektüre muss man sich nicht nur wie üblich an die Namen der Personen und Orte gewöhnen sondern auch an den ungewöhnlichen Schreibstil. Ich erfreche mich diesen als schwatzhaft und leicht schnodderig zu bezeichnen und doch passt diese gossenhafte Sprache perfekt zu den Menschen von denen die Erzählung handelt. Sie zeichnet ein stimmungsvolles Bild von der Zeit von anno dazumals und es bleibt das Gefühl dem Autor hat das Schreiben nicht nur sehr viel Spass gemacht sondern es ging ihm auch federleicht von der Hand. Ganz verwundert nahm ich zur Kenntnis das ich als Leser immer wieder von der 13-jährigen Hauptfigur Geoff direkt angesprochen wurde, dieses spezielle und gewagte Stilmittel habe ich noch nicht allzu oft erlebt. Es folgt ein steter Wechsel der Erzähler zwischen Geoff als Ich-Erzähler und den restlichen Personen in der gewohnten Form der 3. Person.

Eines möchte ich den potentiellen Lesern als Tipp noch mit auf den Weg geben: Der Autor Tom Finnek ist ein Schelm, er versteckt viele Andeutungen spielt mit der Wahrheit und dadurch auch mit dem Leser. Wie soll man wissen was wirklich geschehen war wenn jeder etwas anderes erzählt? Manchmal kommt es mir so vor als gäbe es nicht nur eine Wahrheit sondern unendlich viele und jeder zimmert sie sich zurecht wie es ihm gerade in den Kram passt. Unter der Oberfläche glimmt und glüht es, dass man sich verbrennen kann und bringt man alle Wahrheiten zusammen kommt nichts als Unsinn und heilloses Durcheinander heraus. In jeder weiteren Wahrheit steckt auch eine neue Lüge, man muss nur tief genug danach graben. Zwischendurch ist es zum verrückt werden, ich blickte nicht mehr ganz durch. Mal hü mal hott, erst links dann rechts und ich hätte vor lauter Kraut und Rüben am liebsten laut geschrien. Will die Wahrheit etwa nicht gefunden werden oder gibt es gar mehr als eine?

Von mir gibt es 5 Amazon Sterne für einen aussergewöhnlichen Historischen Roman der von der Konzeption, über die Sprache bis hin zum eigentlichen Inhalt eindeutig vom der gewohnten Norm abweicht. Ein etwas "anderer" Historischer Roman der den Leser zwischendurch fordert aber sehr viel Lesespass bereitet.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Satt, üppig, überschwänglich - ein tolles Buch, 24. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
So müssen Bücher geschrieben sein! Voller Lebenslust und Erzählkraft, schrill und bunt und mit großartigen Figuren und einem satt ausgemalten Hintergrund. Und genau so muss Londen im 17. Jahrhundert gewesen sein, man kann es sich nicht anders vorstellen. Die dreckigen stinkenden Elendsviertel, die vollgestopfte London Bridge, die mittelalterlichen Handelsviertel. Alles so lebendig, als machte man eine Zeitreise. Dazu ein mysteriöses Geheimnis aus der Vergangenheit, dass Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten betrifft und schließlich der große Brand, bei dem London untergeht. Selten habe ich so viel Vergnügen beim Lesen gehabt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Mir hat dieses Buch gut gefallen, was nicht zuletzt daran lag, dass die scheinbar einzelnen Geschichten der Protagonisten sich zu einem stimmigen Gesamtbild und einer komplexen "Gesamtgeschichte" fügten. Stückchenweise erkannte der Leser wie die einzelnen Schicksale und Lebensgeschichten der Charaktere miteinander verknüpft sind, und die verschiedenen Erzählperspektiven erlaubten sich ein ganz eigenes Bild der Geschehnisse zu machen, Für und Wider der Wahrheiten abzuwägen.
Geschickt wurden hier Familiendrama, Mord, leidenschaftliche Liebe, Wahnsinn zu einem packenden Gesamtwerk verflochten.
Was ich Anfangs häppchenweise genoss, habe ich gegen Ende hin verschlungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend, 13. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ein spannendes und mitreißendes Buch. Gegen Ende habe ich nicht aufhören können zu lesen. Interessant ist die Idee des Buches, die den Großen Brand von London behandelt. So könnte es in der Tat gewesen sein. Der Schriftsteller ließ sich gut lesen und macht Lust auf mehr.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie bisher rezensiert, 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch kurz nach Erscheinen aufgrund der hervorragenden Rezensionen (ca 4,5 Sterne) gekauft. Nach meinem Geschmack wurde es leider etwas zu hoch gehandelt. Das Geschehen ist in den unterschiedlichen Kapiteln aus der Sichtweise verschiede Charaktere geschildert. Dabei sind die Handlungsstränge durchaus geschickt verknüpft, teilweise aber auch einfach zu vorhersehbar.
Die ersten Kapitel aus der Perspektive von Geoff sind sehr unterhaltsam, insbesondere da seine Rotzlöffel-Logik einen Recht trockenen Humor transportiert. Im Gegensatz dazu sind Jezebels Schilderungen einfach nur langweilig und erinnern mitunter an eine Mischung aus Ken Follet und Rosamunder Pilcher Tragik-Liebesschnulze. Das größte Problem ist dabei, dass das Buch vor allem in emotionalen Passagen ziemliche Schwächen hat und mich einfach nicht mitreisst. Vor allem zum Ende hin flacht das Niveau insgesamt ziemlich ab.

Dazu kommen kleinere Ungereimtheiten, die dass ganze Szenario eines Londoner Armenviertels im 17 Jhdts etwas unglaubwürdig machen. Alles in allem kein totaler Fehlkauf, aber ich hab schon deutlich bessere Bücher gelesen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich empfehlenswertes Buch!, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass verschiedenes was dem Leser schon klar ist, ein weiteres Mal erzählt wird und mit dem ausgefüllt wird, was der neue Erzähler mehr weiss als sein Vorgänger. Diese Erzählweise hat mir sehr gut gefallen und es wurde trotz nicht auszubleibender Wiederholungen nie langweilig.

Geoffs Blickwinkel wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben, was wieder Abwechslung bringt und durch den frechen Jungenstil ziemlich witzig zu lesen ist.

Die verschiedenen Personen werden alle sehr detailliert beschrieben, die Stränge zu Ende gesponnen und im Epilog wird auch der letzte Detail aufgelöst und nichts vergessen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Familienchronik aus dem historischen London, 18. Juli 2011
Von 
bockiness "bockiness" (Schalksmühle) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Mit dieser Familiengeschichte der Familie Ingram aus dem heruntergekommenden Londoner Stadtteil Southwark beschreibt Tom Finnek, auch bekannt als Mani Beckmann mit seinen früheren historischen Romanen über das Münsterland, das Leben der kleinen Leute vor dem großen Brand in London anno 1666.
Der Roman ist gut recherchiert, flüssig, leicht verständlich und mit viel Tiefgang geschrieben, und auch die verschiedenen Charaktere der Handlung sind vom Autor gut in Szene gesetzt. Geoffrey Ingram, mit dreizehn Jahren der jüngste Sohn der Familie, lebt als Gassenjunge in den Straßen Southwarks, nachdem seine Mutter Eleanor schon lange verschollen, sein älterer Bruder Edward ebenfalls verschwunden, und sein Vater Paul an der Pest und am Suff gestorben ist. Als auch seine hübsche Schwester Jezebel eines Tages nicht mehr auftaucht, steht Geoffrey ganz alleine da. Auf der Suche nach seiner Schwester stößt Geoffrey auf viele Ungereimtheiten und ein Netz aus Intrigen.
Was mir persönlich an der Story nicht so gut gefällt ist die Tatsache, dass die Handlungsstränge aus der Sicht von jeweils acht Personen geschildert werden, was natürlich Überschneidungen und Wiederholungen nicht ganz ausschließt.
Dadurch wird meiner Meinung nach der Lesegenuss etwas getrübt, und daher habe ich bei der Bewertung einen Stern abgezogen.
Für alle Freunde von historischen Romanen ist dieses Buch von Tom Finnek jedoch allemal empfehlenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ist wirklich Schuld am großen Feuer in London?, 20. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Das große Feuer in London 1666 vernichtet große Teile der Stadt. Ein Franzose wird schuldig gesprochen, als Brand-Verursacher und gehängt. Aber war er es wirklich oder wie sieht die Wahrheit aus? Ein Eremit und der junge Geoff kennen die wahren Schuldigen und erarbeiten sich gemeinsam nach und nach die gesamte Wahrheit.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog in der Gegenwart: Das Feuer hat gewütet und der Franzose wird gerade gehängt. Als Leser erfährt man nur, dass sich der Eremit irgendwie schuldig fühlt und der junge Geoff wohl mehr weiß, als auf den ersten Blick klar wird. Im Laufe der Kapitel erarbeitet sich der Leser gemeinsam mit Geoff, Geoffs Schwester Jez und einem Bekannten der beiden Ray die gesamte Geschichte und Stück für Stück werden die Puzzle-Teile, die zum Feuer geführt haben, zusammengefügt.

Dabei werden die unterschiedlichen Teile aus der Sicht der drei beschreibenden Personen erzählt. Geoff, ein 13jähriger Junge aus Southwark, dem ärmsten Stadtteil von London, beschreibt aus der Ich-Perspektive seine Eindrücke. Er schreibt dabei wie ihm "der Schnabel gewachsen ist": Ganz frei raus und herrlich schnodderig! Am Anfang war es etwas ungewohnt so ein Buch zu lesen, aber bereits nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und war fast überrumpelt, als die Perspektive wechselt und man als Leser Jez verfolgt. Ohne Schnodderigkeit und auch nicht aus der Ich-Perspektive.

Durch diese wechselnden Perspektiven erhält man als Leser ein sehr gutes Gesamtbild und nach und nach ergeben gewisse Passagen dann einen Sinn. Trotz allem bleibt die Auflösung, wer jetzt wirklich Schuld an dem Feuer ist, bis zum Ende im Dunkeln und die Auflösung hat mich dann sehr überrascht.
Die Frage nach dem Feuer-Verursacher steht aber irgendwann auch im Hintergrund und ich als Leser war eher neugierig auf die verzwickte Familiengeschichte von Geoff, der unglücklichen Liebe von Jez und dem Geheinmis des Eremiten, das irgendwie auch mit Jez und Geoff zu tun hat! Fast alle Fäden werden im Laufe der Geschichte aufgelöst. Einige nicht direkt, jedoch konnte ich mir gut die noch offenen Enden zusammenreimen und für mich die Geschichten schlüssig abschließen!

Die einzelnen Charaktere sind jeder für sich sehr eigen, aber so gut dargestellt und gezeichnet, dass ich mich leicht in sie hinein versetzen und ihre Taten und Handlungen nachvollziehen konnte. Keine Figur blieb dabei schwarz oder weiß, sondern alle hatten ihre guten und schlechten Seiten. Wodurch auch ich keine Figur verdammt habe, sondern mit allen gut mitfiebern konnte.

Alles in allem ein sehr gelungener historischer Roman, der durch diese unterschiedlichen Sichtweisen und Beschreibungen sich sehr angenehm von der Masse vieler anderer Romane abhebt und mir sehr viele schöne Lesestunden beschert hat!

Ein absoluter Buchtipp und ich freue mich sehr darüber, dass noch 2 Nachfolgebände geplant sind!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie kam es zum großen Brand in London?, 11. November 2013
Von 
Kleeblatt "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Unter der Asche: Historischer Roman (Taschenbuch)
Geoffrey Ingram, 13 Jahre alt, ist der Jüngste von 3 Geschwistern. Seine Mutter verschwand kurz nach seiner Geburt, sein Bruder Edward nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Vater. Der Vater, ein Trunkenbold, kümmert sich mehr schlecht als recht um die Kinder.
Geoff und seine Schwester Jezebel arbeiten bei einem Schankwirt, dem auch die Wohnung gehört, in der sie leben.
Eines Tages verschwindet auch Jezebel. Sie hinterließ nur einen Zettel, auf dem stand, dass sie gehen musste. An diesem Tag starb auch der Vater an der Beulenpest und Geoff "entsorgt" ihn, um nicht selbst zum Tode verurteilt zu werden.
Er macht sich auf die Suche nach seiner Schwester Jezebel und findet mehr als erhofft ...

Im September 1666 wurden 4/5 der Stadt London während eines Brandes zerstört. 100.000 Menschen wurden obdachlos, 9 kamen ums Leben.
Das ist der Ausgangspunkt der Geschichte.

Das ganze Buch arbeitet auf dieses Ereignis hin.
Diese historische Tatsache hat der Autor Tom Finnek zum Anlass genommen, seine eigene Sichtweise der Dinge darzustellen.

Die eigentliche Geschichte beginnt bereits im Jahr 1665, 1 Jahr vor dem Brand, in dem London seine letzte große Pestepidemie erlebte. Viele Tote gibt es zu vermelden und die Stadt London kämpft mit ihren eigenen Mitteln gegen die Seuche. Familien, die einen Toten zu beklagen haben, werden 4 Wochen in ihren Wohnungen eingesperrt, was zur Folge hat, dass auch sie sterben, wenn auch nicht an der Pest.
Um diesem Schicksal zu entgehen, hat Geoff, dessen Vater ebenfalls an der Pest gestorben ist, seine eigene Methode, wie er mit der Leiche seines Vaters umzugehen hat.
Anschließend macht er sich auf und will seine Schwester suchen, die von einem Tag auf den anderen verschwunden ist.

Der Leser erfährt nach und nach die Gründe der Zerrüttung der Familie Ingram. Da ist von Liebe, Eifersucht, Hass, Lügen, Rache und Schuld die Rede. Einige Ereignisse erlebt man aus verschiedenen Sichten.
Einerseits erlebt der Leser die Ereignisse aus der Sicht von Geoff, der seine Geschichte in der Ich-Form aufschreibt, andere Sichtweisen sind die von Jezebel oder Eward, die dem Leser in der 3. Person offeriert werden.

Es ist auch nicht immer leicht zu entscheiden, welche Sichtweise die richtige ist, wer erzählt die Wahrheit, wer lügt?

Der Autor lässt jede Menge Protagonisten ins Buch, die es dem Leser nicht immer leicht machen, die Übersicht zu behalten. Auch wenn es zeitweilig nicht danach aussieht, aber ein jeder hat seine Aufgabe und macht letztendlich die Geschichte rund.
Zum Schluss spitzen sich die Dinge zu, die dann auch letztendlich mit die Ursache für den großen Brand in London ist.

Der Autor hat für sein Buch hervorragende Recherchearbeit geleistet. Die historischen Fakten sind hinterlegt, die Ereignisse wie auch die Namen der beteiligten Personen. Es ist kein Geschichtsbuch, es ist ein Buch, in dem historische Ereignisse mit Leben gefüllt wurden.

Dieses Buch ist der 1. Teil der Trilogie um die Familie Ingram, die in London spielt.
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Unter der Asche: Historischer Roman
Unter der Asche: Historischer Roman von Tom Finnek (Taschenbuch - 24. Juni 2011)
EUR 9,99
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