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159 von 180 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein belletristischer Big Mac - oder doch mehr?
Der "Big Mac" ist Fastfood, auf das man sich - in welchem Sinne auch immer - verlassen kann: Man weiß, was einen erwartet und hat - möglicherweise - manchmal einfach Lust darauf, selbst wenn man - womöglich - nicht ganz satt davon wird. Das ist - zumindest für mich - eine recht passende Allegorie auf Dan Browns Romanschaffen. Die Bücher um...
Veröffentlicht am 3. November 2009 von Leonard Lord Paine

versus
163 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In Harvard nichts Neues
Dan Brown setzt also die Geschichte um seinen Helden Professor Robert Langdon fort und verzichtet dabei völlig auf Veränderungen oder Weiterentwicklung, immer noch trägt Langdon seine Tweedjacke, wiedereinmal wird er völlig unerwartet und unfreiwillig in ein Abenteuer gestürzt, nochmal wird er von verschiedenen Mächten durch eine...
Veröffentlicht am 29. November 2009 von David


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163 von 181 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In Harvard nichts Neues, 29. November 2009
Dan Brown setzt also die Geschichte um seinen Helden Professor Robert Langdon fort und verzichtet dabei völlig auf Veränderungen oder Weiterentwicklung, immer noch trägt Langdon seine Tweedjacke, wiedereinmal wird er völlig unerwartet und unfreiwillig in ein Abenteuer gestürzt, nochmal wird er von verschiedenen Mächten durch eine berühmte Großstadt, diesmal Washington, gejagt und zum wiederholten Male muss er dabei ein mysteriöses Rätsel lösen. Assistiert wird er wie wie immer von einer hübschen, gebildeten Dame und der Bösewicht, von einem diabolischen Plan besessen, besitzt eine Reihe besonderer und einzigartiger Eigenschaften, natürlich darf auch eine überraschende Wende in der Handlung nicht fehlen.

Das alles kommt ihnen bekannt vor? Stimmt, Dan Brown klaut fleißig bei sich selbst und schreibt das komplette Buch in seinem typischen Stil, den er eigentlich schon mit Illuminati oder Sakrileg perfektioniert hatte. Zwar funktioniert der Aufbau der Spannung durch geschickt gesetzte und zahlreich vorkommende Cliffhänger noch immer, Kenner der Vörgänger werden aber das ein oder andere Deja-vu Erlebnis haben und manche Stellen werden ihnen vorhersehbar erscheinen. Hinzu kommt, dass die europäischen Schauplätze mehr Reiz hatten, als die amerikanische Hauptstadt, die mit ihrer Freimaurergeschichte aufwartet. Auch das Ende der Handlung will nicht recht zum Punkt kommen, wie bei den Vörgängern, sondern zerfließt einfach in einem esoterisch-wissenschaftlichen Brei.

Wer bisher wenig von Dan Brown und seinen Büchern gehalten hat, der wird durch "Das verlorene Symbol" jedenfalls nicht bekehrt werden, ist die Ähnlichkeit zu seinen anderen Büchern doch unübersehbar. Wer sich aber auf die Geschichte einlässt, den erwartet eine kurzweilige Schnitzeljagd durch die amerikanische Metropole, vermischt mit gut recherchierten Hintergrundwissen über die Organisation der Freimaurer. Deswegen gibt es hierfür noch 3 Sterne, Nichtkenner der Brownschen Vorgängerwerke können dabei noch einen Stern aufaddieren.
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146 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Demontage eines Weltbestsellerautors in 133 Akten, 18. Dezember 2009
Von 
B. Schulze (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nachdem ich alle Romane von Dan Brown gelesen habe, Meteor, Diabolus, dann Illuminati und zum Schluß Sakrileg, hier also das neueste Werk. Auch wenn einige Romane später aufgrund des Erfolgs von Sakrileg erneut veröffentlicht wurden und dann später auf die Bestsellerlisten gerutscht sind, hat sich Dan Brown in der tatsächlichen Schreibreihenfolge kontinuierlich gesteigert. Mit Sakrileg hat er ein wohlabgewogenes Skandalbuch und einen berechtigten Weltbestseller abgeliefert, welcher eine atmosphärische Dichte genial mit dem interessierten Halbwissen der Allgemeinheit und der abendländischen Historie verbunden hat. Jeder hatte "aha-Effekte", fand sich wieder, verfolgte den Verlauf mit Spannung. Das Buch war innovativ und geistreich.

Warum das alles in dieser Rezension? Genau das lässt Brown's neues Buch leider vermissen. "Das verlorene Symbol" ist ein gutes Buch, das durchaus zu unterhalten weiß, aber die Klasse seines Vorgängers oder gar ein weiteres Highlight in der Dan Brown Reihe ist es nicht. Leider muß er sich natürlich genau daran messen lassen, was auch zu vielen Bewertungen mit einem einzigen Stern führen. Ich denke, ein Stern wird dem Buch nicht gerecht, aber auch bei mir spiegelt sich eine Enttäuschung der Erwartung wieder.

Der Geschichte fehlt Tiefgang. Echte Spannung kommt nur sehr bedingt aus, der ganze Plot wirkt leider blutleer und konstruiert. Viele Figuren scheinen aus dem Brown'schen Standardbaukasten kreiiert worden zu sein und sind nur minimal variiert zu den Figuren seiner bisherigen Geschichten, nichtsdestotrotz ist die Geschichte um die Freimaurer und die Gründung Amerikas in ein durchweg unterhaltenden Rahmen gegossen und wird sicher mehr Leser an dieses Thema heranführen als jede historische Abhandlung.

Sprachlich vergaloppiert sich Dan Brown für meinen Geschmack zu stark in Fachbegriffen und er vergeistigt Themen auf ein Maß, bei dem die Handlung nicht mehr vorangetrieben wird, sondern die Effekte zu einem eigenständigen Leben erwachen und dadurch wie eine abgelöste zweite Schicht parallel existieren. Dies führt auch zu dem Gefühl der Blutleere.

Der Inhalt des Buches ist schnell erzählt und spielt interessanterweise fast in Echtzeit. Der Handlunsgrahmen umfasst etwa einen Tag (18h), also die Zeit, die man für das Lesen des Buches benötigt. Der Held des Buches, Langdon, hinreichend bekannt aus Sakrileg, entschlüsselt in dieser Zeit, getrieben durch den drohenden Tod eines guten Freundes und um die Welt zu retten, diverse uralte und ultrageheime Codes. Begleitet wird er dabei von einer cleveren Dame, die ihm gleichzeitig als Konversationspartner zur Darstellung von Langdon's überragendem Dialekt dient, aber parallel in Details die Lösungen der Rätsel vorantreibt. Der Gegenspieler, natürlich von übermenschlicher Intelligenz und Kraft, wird die Welt ins Chaos stürzen, was es zu verhindern gilt.

Trotzdem wird das Buch aufgrund von Sakrileg ein Weltbestseller, soviel ist sicher.
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159 von 180 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein belletristischer Big Mac - oder doch mehr?, 3. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der "Big Mac" ist Fastfood, auf das man sich - in welchem Sinne auch immer - verlassen kann: Man weiß, was einen erwartet und hat - möglicherweise - manchmal einfach Lust darauf, selbst wenn man - womöglich - nicht ganz satt davon wird. Das ist - zumindest für mich - eine recht passende Allegorie auf Dan Browns Romanschaffen. Die Bücher um Harvard-Professor Robert Langdon machen einfach Spaß, sind spannend und man fräst sich enorm schnell durch die meist 700 Seiten, weil man einfach immer umblättern MUSS. Von hoher literarischer Güte ist das freilich nicht, aber das finde ich hier nicht weiter schlimm. Und natürlich ist es auch nach Schema F gestrickt, aber auch das finde ich hier nicht weiter schlimm. Warum aber finde ich diese Dinge bei Brown nicht schlimm, wo doch jeder andere Autor unter diesen Umständen sofort verloren hätte? Vermutlich, weil es bei ihm immer genug Hirnfutter gibt: Stoff zum drüber nachdenken, noch lange nachdem man das Buch weggelegt hat. Bei Illuminati war es die Energieversorgung durch Antimaterie, bei Sakrileg das "Göttlich Weibliche" und wie die Kirche es unterschlagen hat; hier nun ist es die Noetik, die Wissenschaft, die das Übersinnliche physisch belegen will und das ungenutzte Potenzial des menschlichen Geistes erforscht.

Langdon, der inzwischen sattsam bekannte Symbolologe (man sieht inzwischen Tom Hanks vor dem geistigen Auge und kann schon ahnen, wie der Film aussehen wird), bekommt einen Anruf vom Sekretär eines alten Freundes, der ihn bittet, schnellstens nach Washinton zu kommen, um im Capitol einen Vortrag über freimaurerische Symbolik zu halten. Dort angekommen findet Langdon aber kein aufmerksames Publikum vor und auch nicht seinen Freund, sondern nur dessen abgetrennte und geheimnisvoll tätowierte Hand auf einem Holzspieß. Schnell sind Sicherheitsdienst und CIA vor Ort und untersuchen den Fall - und Langdon hilft beim Lösen des Rätsels der Hand. Bald ist er allerdings einmal mehr verdächtig und auf der Flucht vor der Staatsmacht, während er für einen Psychopathen das große Rätsel der geheimnisumwitterten Freimaurerpyramide lösen muss, um so seinen Freund zu retten, der eben jenem Psychopathen in die Fänge geraten ist. Das Geheimnis der Pyramide übrigens ist keine Kleinigkeit: In den Händen erleuchteter Menschen, heißt es, könne es die Welt zu heilen im Stande sein, während es sie in den Händen der Falschen ins Chaos stürzen könnte. Es ist also kein ungefährliches Spiel, in das Langdon hier gedrängt wird, und bei dem er einmal mehr von einer schönen Frau unterstützt wird: der Schwester des entführten Freundes.

Natürlich kann man "Das verlorene Symbol" nicht direkt nach "Illuminati" und "Sakrileg" lesen, weil das schon für beträchtliche Déjà-vu-Erlebnisse sorgen dürfte. Aber für sich allein genommen und zwei Jahre nach der letzten Brown-Lektüre hat mir das Buch ehrlich Spaß gemacht. Auf die gleiche euphorisierende abenteuerromantische Weise wie etwa Das Vermächtnis des geheimen Buches. Das Einzige, was ein wenig nervte, war Langdons ständiges Zaudern und Nichtglauben, seine Weigerung, sich den Möglichkeiten zu öffnen, die doch schon fast offensichtlich sind. Der Rest aber war absolut überzeugend, spannend, interessant - und das Ende war richtiggehend ergreifend.

Meine Empfehlung!

Ein Wort noch an den Verlag: Der Preis für die gebundene Ausgabe ist eine Frechheit! Pappband, billigste Bindung, halbleere Seiten und nicht einmal ein Lesebändchen!

Zum Vergleich: Beim Manesse-Verlag bekommt man goldgeprägtes Leinen, Dünndrückpapier, Fadenheftung UND Lesebändchen für um die 20 Euro bei gleicher Seitenzahl.
Aber klar: Dan Brown verkauft sich auch, wenn man sich als Verlag keine Mühe gibt.
Siehe Bestsellerlisten...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leibspeise für Gralsfanatiker, Verschwörungstheoretiker, Mystiker und Geheimbündler, 29. Dezember 2012
Von 
Schon im Prolog von »Symbol« baut Dan Brown enorme Spannung auf: ein mysteriöser Mann hat sich in einen geheimnisvollen Männerorden geschlichen und greift nach der Macht ...

Browns neueste Story ist übersichtlich: Der schon aus seinen Bestsellern »Sakrileg« und »Illuminati« bekannte unverwüstliche Held Robert Langdon, Erfolgsautor von Büchern über Symbole und Religion, wird unter höchster Geheimhaltung von seinem Freund und Mentor Peter Solomon nach Washington gerufen, um einen Vortrag über freimaurerische Symbolistik zu halten. Vor Ort stellt er allerdings fest, einem Verbrecher aufgesessen zu sein, der ihn in seine Gewalt bringen will und offenbar auch schon Solomon gekidnappt hat. Statt eines erwartungsvoll gefüllten Auditoriums trifft er auf Solomons abgetrennte Hand mit dessen wuchtigem Freimaurerring. Diese »Mysterienhand« weist den Weg zu geheimem Wissen, das seit Jahrhunderten gehütet wird und nun offenbart werden soll. Ein Dämon der Finsternis will sich dieses Schatzes bemächtigen und schreckt vor keinem Verbrechen zurück, wobei er es besonders auf die Familie Solomon abgesehen hat (das Warum wird auf Romanseite 672 verraten) ...

Spielhandlung ist Washington D. C., Hauptstadt und Regierungssitz der Vereinigten Staaten. Rund um die drei Gebäude, die das so genannte Federal Triangle in Washington bilden (Kapitol, Weißes Haus und Washingtondenkmal) findet eine atemlose Jagd zwischen Gut und Böse statt, und von Anfang an hat auch die CIA-Chefetage ihre Finger wieder ganz tief mit drin. Geheimlabore explodieren, Täter, Verräter und Attentäter hasten atemlos kilometerlange Gänge entlang, Hubschrauber knattern, und es geht dabei höchst zeitgemäß zu: der Protagonist darf sich im Waterboarding üben, Blackberrys und iPhones blinken in der Dunkelheit, E-Mails und SMS kommen zum Einsatz, und es wird sogar getwittert. Der Autor lässt keinen Trend und keine technische Neuerung aus, er steckt »ganz tief drin« und nutzt das natürlich auch für sein eigentliches Thema: Werbung für die geheimnisvolle Bruderschaft der Freimaurer zu machen.

Dan Brown bedient mit seinem neuesten Thriller wie schon in seinen früheren Büchern Gralsfanatiker, Verschwörungstheoretiker, Mystiker und Geheimbündler ebenso ausgezeichnet wie Interessenten an Astrologie, Tierkreiszeichen und Sterndeutung. Geschickt baut der Autor eine Fülle von Fakten, Halbwahrheiten und Spekulationen über Geheimnisse von Astrologie und Architektur ein, die dann zwar jeweils sachlich richtig gestellt werden, tatsächlich aber immer neue Fragen aufwerfen. Er erwähnt Gott und das Universum, vermengt geschickt Physik, Philosophie, Bibelsprüche, Bildmetaphern aus Dürer-Gemälden und ein gutes Pfund Zahlensymbolistik. Seine Themen sind das kosmische Bewusstsein sowie das Verschmelzen menschlichen Denkens, das in Wechselwirkung mit Materie tritt und die Frage, ob der konzentrierte menschliche Geist die stoffliche Welt verändern kann.

Brown serviert neben der abgetrennten Hand einen Todesschrein in einem Keller sowie bizarre Gravuren auf einer Sagen umwobenen Steinpyramide in Schnitttechnik: er schaltet die Handlungsstränge parallel, schneidet sie in kleine Häppchen, die stets mit einem Cliffhager ausgestattet sind und serviert sie wie Kaiten Sushi auf einem endlos scheinenden Laufband. Die insgesamt 133 auf 765 Seiten geschickt miteinander verwobenen Kapitelfetzen lesen sich flüssig und schnell, seine Ortsbeschreibungen zeugen von hoher Sachkenntnis und genauer Recherche. Der Autor versteht es, auch die absurdesten Situationen und Geschehnisse dramatisch aufzubreiten und plausibel klingen zu lassen. Dabei erzeugt er Hochspannung ohne sprachlichen oder gar literarischen Anspruch. (Stephen King nennt seine Erzeugnisse kritisch »Fast Food«, und damit ist einfach alles gesagt.)

Bereits im Vorfeld der Buchveröffentlichung, die es im Handumdrehen zum Bestseller des Jahres bringen und garantiert in eine paar Jahren mit Tom Hanks in der Titelrolle verfilmt wird, wurden Journalisten von Freimaurern mit Pressetexten bombardiert. Die Angst der international verzweigten geheimnisvollen Bruderschaft, als eine obskure Organisation mächtiger Männer mit mörderischen Motiven dazustehen, ist deutlich. Gleichzeitig nutzen die »Brüder« das Buch, um sich als einen Bund ehrenwerter Philantropen darzustellen, die nie auf die Idee kommen würden, ihre Macht zu missbrauchen. Dass diese in der Geschichte der Freimaurerei, erwähnt sei hier nur die italienische Mafia-Loge P2, oft egoistisch und politisch einseitig eingesetzt wurde, bleibt bei Brown unerwähnt.

»Mr. Secret«, wie ihn der STERN nennt, kokettiert lieber mit Geheimnissen, und entsprechend geheimnisvoll behandelte der Verlag auch sein Buch, das am gestrigen Eröffnungstag der Frankfurter Buchmesse In einer Art Showdown in einer Mitarbeiterkette von Hand zu Hand an den Stand gereicht wurde … Immerhin gilt es, die für den deutschsprachigen Markt schier unglaubliche Startauflage von 1,2 Millionen Exemplare möglichst schnell zu verkaufen. Der Erfolg scheint vorprogrammiert, weltweit wurden bislang 120 Millionen Dan-Browns verkauft, und es gibt keinen Zweifel, dass sein Erfolgsrezept auch bei Buch No. 5 funktioniert, zumal gemäß seiner Roman-Wahrheit die gesamte Welt von den freimaurerischen Geheimnissen bedroht ist …
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So viel Rummel ... und - ähh - worum eigentlich? [Hörbuchrezension], 16. Oktober 2009
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Symbol (MP3-Download)
Bis 75% des Inhalts war ja noch alles okay; das heißt, alles nach bewährtem Dan Brown - Rezept. Aber am Ende blieb so gut wie nix. Sehr komisch bis unbefriedigend. Vielleicht hab ich was nicht kapiert aber die Brisanz des Themas - es geht um Freimaurerei und den Mythos um ein bestimmtes Symbol (=Wort) - habe ich irgendwie nicht gepeilt. Ging vollkommen an mir vorüber, wozu der ganze Rummel veranstaltet wurde.
Und zu Robert Langdon die Kritik: Als Hauptperson in Dan Browns Bestsellern bleibt der Kerl blasser als ein Grottenolm auf Südseeurlaub.

Tja, zum Hörbuch dann doch noch:
Es wurde großartig eingelesen von Wolfgang Pampel. Das versöhnt mich. Das ist ein bisschen so, als ob mir Indiana Jones den "neuen Dan Brown" vorliest. Man muss nämlich wissen, dass Wolfgang Pampel die Synchronstimme von Harrison Ford ist.
Die Hörbuch-Version von "Das verlorene Symbol" enthält 7 CDs (im stabilen, bewährtem Pappschuber) - wobei eine CD interessantes Bonusmaterial enthält. Auch das ein kleiner Trost.

Als Hörbuch bewerte ich "Das verlorene Symbol" mit 3,5 Sternchen.
Den Fans dieses Mystik-Thriller-Genre würde ich empfehlen das Buch zu lesen. Kann mir vorstellen, dass die Hörbuchversion an einigen Ecken gekürzt wurde. (Was nicht als Kritik aufzufassen ist.) 8 Stunden zuhören reicht vollkommen bei diesem Thriller. Mehr wäre dann auch zuviel.

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Hier ein paar Einzelheiten zum Zusatzmaterial - auf CD7:

>> Interview mit Dan Brown. Er erzählt von seiner Faszination über die Verschlüsselung von Geheimwissen in Kunstwerken.
Geheimgesellschaften und Religion(en) haben es ihm angetan. Es gehört viel Mystisches zur katholischen Religion, das ist was Dan Brown hervorhebt.
Auch über die Bedeutung des "Heiligen Grals" in der Katholischen Kirche (was er ja in SAKRILEG / DA VINCI CODE) verarbeitet hat, erzählt Brown in dem Interview.
Einen kleinen Einblick in sein Leben gibt Brown auch, indem er verrät, dass eine Szene aus SAKRILEG (als die kleine Sophie auf Schatzsuche unterwegs ist) aus seiner Kindheit entnommen ist.
Seine Frau (Kunsthistorikerin) hat zudem seine Forschung angetrieben.
Brown erklärt auch, dass er seinen Held, Robert Langdon, so gebastelt hat, wie er gerne sein würde.
Eine kurze Erklärung zu der Organisation "Opus Dei" gibt Brown in dem Interview auch - vor allen Dingen weil der Bösewicht in SAKRILEG ja ein Mitglied dieser Organisation ist.
Weiters erfährt man auch, dass Brown zur Ablenkung vom Schreiben Tennis und Klavier spielt.
Die letzte Andeutung auf seinen "neuen Roman" der im Interview noch erwähnt wird bezieht sich auf "DAs verlorene Symbol"

>> "Anmerkungen zu Dan Browns Ausflug in die Welt der amerikansichen Freimaurer" von Henrik Eberle, gelesen von Christoph Wortberg:
Je nun. Ein zuweilen eher trockener Ausflug in die Freimauerei - in Amerika. Informativ auf jeden Fall.

>> Hörbuchmusik (SAKRILEG) von Andy Matern. (Finde ich als Zusatzmaterial bei einem Hörbuch eher unpassend.)

>> Hörprobe: "Sixtinische Verschwörung", von Philipp Vandenberg, gelesen von Joachim Kerzel.
Hierzu fällt mir ein. Passen Sie auf, und lassen Sie sich von der zugegeben noch recht interessanten "Probe" nicht einlullen. Dieses Hörbuch ist in etwa so spannend wie das Telefonbuch vom Vatikan. Es sei denn, Sie möchten sich dieses Telefonbuch von Joachim Kerzel vorlesen lassen. Aber auch der hatte nicht seinen besten Tag beim Einlesen - so mein Eindruck.
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123 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen *ächz*, 8. Januar 2011
Ich bin soeben fertig geworden mit dem "verlorenen Symbol" - und es war Schwerstarbeit. Nur selten war ich so froh, ein Buch zuklappen und weglegen zu können. Dan Brown begeht mit seinem jüngsten Werk nicht nur Plagiat an seinen eigenen Büchern, ihm gehen scheinbar auch sonst die Ideen aus. Sicher, seinerzeit hat er den Stein ins Rollen gebracht, aber mittlerweile erscheinen einem Verschwörungsgeschichten um irgendwelche Geheimlogen und verborgene Schätze, welche die nationale Sicherheit bedrohen, nur noch als müder Aufguss vergangener Bestseller.

Wiedereinmal ist es Robert Langdon, der wiedereinmal als der unübertroffene Symbolologe in die Wirren eines Geheimbundes gerät, dabei wiedereinmal von einer überaus attraktiven Frau, die wiedereinmal eine begnadete Wissenschaftlerin ist (und sich wiedereinmal ganz spontan in den Helden verliebt), unterstützt wird und wiedereinmal einen Irren zur Strecke bringen muss, der wiedereinmal die halbe westliche Welt (seu Amerika) ins Verderben stürzen will. Natürlich geht das Ganze wiedereinmal mit abstrusen technischen Neuerungen einher - war es neulich noch die Antimaterie, von der man mal eben einen ordentlichen Klumpen zusammengerührt und zwischen zwei batteriebetriebene Elektromagneten gesteckt hat, so ist es diesmal die Noetik, mit deren Hilfe besagte Wissenschaftlerin nicht nur beweisen konnte, dass Gedanken sich in Energie manifestieren können, sondern nebenbei das Gewicht einer menschlichen Seele aufs Picogramm genau ermitteln konnte. Mir ist immer noch nicht klar, was das mit der Geschichte an sich zu tun hatte, aber irgendwie muss man 750 Seiten ja vollkriegen. Vielleicht wurde es ja auf den letzten 50 Seiten erklärt - die hab ich nur noch pflichtschuldig überflogen.

Das Buch ist einfach ein Graus. Nicht nur, dass der Plot von A bis Z ausgelutscht ist, das Buch ist streckenweise so langweilig und hanebüchen, dass ich mich zwingen musste, weiter zu lesen. Seitenweise wird da philosophisch-esoterisch rumschwadroniert, stets garniert mit einer ordentlichen Portion moralischen Zeigefingers. Der steife und hölzerne Protagonist Langdon kann auch während der knappen Flucht vor der Obrigkeit nicht aufhören, hörsaalreif vor sich hin zu dozieren. Die obligatorische Prise Romantik (Wissenschaftlerin verliebt sich in Symbolologen) wirkt deplatziert und künstlich (Was ist eigentlich aus den überdurchschnittlich klugen, gutaussehenden Wissenschaftlerinnen der letzten Bücher geworden? Die haben sich schließlich auch alle in den guten Langdon verliebt...). Situationen, aus denen es eigentlich keinen Ausweg geben kann, werden durch an den Haaren herbeigezogene Zufälle ins Gegenteil verkehrt. Etliche Textpassagen lesen sich, als ob Dan Brown die Ergebnisse seiner Recherchen zusammenhanglos ins Buch quetschen wollte, selbst wenn sie kaum zum Kontext passten. Spannung baut sich bestenfalls auf 150 der rund 750 Seiten auf, der Rest ist geprägt von ausufernden und langatmigen Rückblenden, die die Geschichte erzählen sollen. Mit Cliffhangern schmeißt Brown nur so um sich - die ersten zehn Kapitel ist das noch ganz nett, aber so etwa ab Kapitel 50 bekam das den Charme einer Werbeunterbrechnung. Auf irgendeine Art der Auflösung oder Erklärung am Ende wartet man vergebens - vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu doof für diese Ebene esoterisch-religiöser Betrachtungen.

Das war mit Sicherheit vorerst meine letztes Buch von Dan Brown - hätte ich es nicht als Geburtstagsgeschenk bekommen, dann hätte ich es gar nicht erst gelesen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ganz, ganz schwach!, 8. August 2013
Ich habe in diesem Jahr bislang etwa 15 Bücher gelesen - leider nicht nur gute, doch dieses war mit Abstand das schlechteste.

Normalerweise verkneife ich mir Einsternebewertungen und versuche, die positiven Aspekte herauszustreichen, aber das dummdreiste Buchende hat mich dann doch herausgefordert!
Man muss sich das vorstellen: Da werden mehrschichtige Chiffres durch des Helden symbologische Fähigkeiten zum Glück im vermeintlich letzten Augenblick gerade noch gelöst, nur damit sich am Ende mittels mäßig originellem Sinnspruch herausstellt, dass es im Grunde ohnedies nie ein Rätsel gab !!!

Doppelt ärgerlich für den - flach und unglaubwürdig gezeichneten - Bösewicht, dass er dieses Rätsel auch noch falsch löst und sich daraufhin selbst aus dem Spiel nimmt!
Soweit ich sehen kann, ist das die einzige Novität des Buches.

Da faselt Mr. Brown hunderte Seiten über die gewaltigen potentiell zerstörerischen Kräfte des ach so geheimen Wissens, dabei reden wir am Ende von einem Sprüchlein, das von der Hinterseite eines Kirchenkalenderblattes stammen könnte...

Das bringt mich zur im Buch x-fach als völlig neuen Wissenschaft zitierten Noetik:
Auch mir als naturwissenschaftlich ausgebildetem Individuum ist durchaus bewusst, das man lange nicht alles sehen, riechen, schmecken oder auch nur messen kann. So gesehen finde ich eine wie auch immer geartete Auseinandersetzung mit übersinnlichen Phänomenen durchaus positiv, warum nicht auch auf wissenschaftlicher Basis.
Dass eine derartige "Wissenschaft" schon per Definition umstritten sein muss, ergibt sich aus sich selbst.

Bloß: Wie neu ist dieses "Neue" eigentlich? Das Institute Of Noetic Sciences (IONS)feiert gerade sein 40jähriges Jubiläum und hat erst im Frühjahr eine rührige neue Präsidentin bekommen, die einem interessanterweise deutlich überwiegend weiblichen Team vorsteht.
Die Sowjets haben noch deutlich früher versucht, übersinnliche Phänomen wissenschaftlich zu erfassen (und auf die Verwendbarkeit im kalten Krieg abzuklopfen)
Ich weiss allerdings nicht, was Noetik auf russisch heißt, :-))

Wie man auch immer zu diesem Thema stehen mag, neu ist es jedenfalls nicht!

Kurz zum Historischen:
Was mich sehr genervt hat, ist die typisch amerikanische Heroisierung der Gründerväter, speziell die von George Washington.
Wohl ist es historisch belegt, dass da einige hochrangige Freimaurer darunter waren, so war etwa Washington tatsächlich eine kurze Zeit lang "Meister vom Stuhl" der Loge von Virginia, deshalb aber gleich die ganze Truppe in diese Ecke zu drängen, ist historisch nicht haltbar.
Als siegreicher Feldherr war Washington sehr populär, doch persönlich von einfacher Natur und Bildungsgrad. Schon sein Nachfolger John Adams bescheinigte ihm nur Grundschulniveau. Das mag wohl untertrieben sein, immerhin bewies er später Einiges an politischem Geschick, sein Charakter jedoch bleibt bis heute zumindest umstritten:
Im Gefecht wandte er mehrmals die Politik der verbrannten Erde an, später besaß er mehrere hundert Sklaven, die er überlieferterweise auch verfolgen ließ, wenn sie davonliefen.
Über die Vereinbarkeit mit den Prinzipien der Unabhängigkeitserklärung - wie gleiches Recht auf persönliche Entfaltung für alle - scheint er sich nicht wirklich den Kopf zerbrochen zu haben.

Zum Autor:
Dan Brown hat seine überschaubaren schriftstellerischen Fähigkeiten schon immer damit überdeckt, dass er äußerst konsequent und ohne wirklichen Hang zur historischen Genauigkeit die Gelüste der Verschwörungstheoretiker abdeckte, also dem größeren Teil der buchlesenden Menschheit.
Da sind dann schon mal interessante Dinge rausgekommen, etwa in seinem Erstlingswerk DIGITAL FORTRESS (Diabolus) beschreibt er bereits vor 15 Jahren, dass der US-Geheimdienst NSA genau das tut, worüber sich jetzt alle ereifern seit dem coming out von Herrn Snowden.
(sich im Dienst einer Regierung geheim in die Privatsphäre von anderen einzumengen --> daher auch "Geheimdienst")

Aber dieses mal wars rein gar nix!

Ich sehe ihn vor mir, wie er darüber nachgrübelt, dass er seinen Kontrakt mit dem neuen Verlag vorschnell von zwei auf vier Bücher ausgedehnt hat.
Dummerweise fällt ihm aber nichts Neues ein. Zeit und Lust für eine weitere Rechergereise zu einem interssanten Schauplatz bleibt auch nicht, daher:
"Macht nichts, nehme ich halt unsere Hauptstadt und schreibe bei meinen anderen Büchern ab, mit gutem Marketing wirds trotzdem wieder eine Nr. 1!"
Zumindest das hat ja auch funktioniert.

Das Beste, was ich über dieses Buch sagen kann ist, dass ich es geschenkt bekommen habe.
Für so einen Mist auch noch das Vermögen von Herrn Brown vergrößert zu haben, wäre mir reichlich unangenehm!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wäre nicht nötig gewesen, 10. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Symbol (Taschenbuch)
Also wieder ein Buch mit Robert Langdon und wieder geht es um die Freimaurer. Kennen wir schon irgendwoher.
Diesmal allerdings in Amerika statt in Europa, was vielleicht auch der Grund ist, wieso mir die Story an manchen Stellen etwas zu sehr konstruiert und erdacht vorkommt. Bei Sakrileg und Illuminati konnte man noch in Erstaunen versetzt werden "Boah...das hatten die Tempelritter vor hunderten von Jahren hinterlassen", hier ist's nur ein "Ach so, da hatten sie also mal vor 150 Jahren was vergraben...okay..."
Auch wenn Illuminati und Sakrileg keine wissenschaftlichen Romane waren, wo alles logisch erscheint (muss es ja auch nicht immer, wir wollen ja unterhalten werden), hatte mich die Unlogik bei "Das verlorene Symbol" doch oft sehr gestört. Sei es die Steinpyramida, die nicht gerade als Miniatur-Lego-Spielzeug beschrieben wurde und das halbe Buch in Robert Langdons Umhängetasche transportiert wird oder das geheime Labor, das für die diffizilen Versuche gegen sämtliche Strahlen abgeschottet ist und in dem deswegen (?) auch absolute Dunkelheit herrscht...aber mit dem Handy telefonieren geht! Und obwohl es ein doch eine so sichere Forschungsanstalt ist und man erst mit Hilfe von Schlüsselkarten zum Labor kommt - im Notfall kann man durch eine Hangartüre direkt in die Freiheit rennen...hätte man anders machen können, Dan Brown! Und ein Freimaurer "opfert" sich dem CIA, damit Langdon fliehen und unbedingt das Geheimnis entschlüsseln kann, obwohl dieser feste daran glaubt, dass es kein Geheimnis gibt...auch eine zweifelhafte Wendung nach dem Motto "naja, ohne den Hauptakteur wäre das Buch sinnlos, also lassen wir lieber den anderen geschnappt werden"...

Ohne groß das Ende vorweg nehmen zu wollen: Dieses Geheimnis, das die Menschheit in großem Maße erschütteln würde, sollte es an's Tageslicht kommen...entweder habe ich es verpasst oder auf Grund der Langweilie die ich auf den letzten 20 Seiten hatte, überlesen oder es war doch kein so arges erschütterndes Geheimnis. Hätte sich das Ende nach dem eigentlichen Knall nicht noch 70 Seiten in die Länge gezogen ohne irgendwas wirklich Interessantes zu Tage zu fördern, hätte ich das Buch vielleicht noch besser bewertet, aber ich persönlich fand das Ende etwas enttäuschend.

Für Fans von Dan-Brown-Büchern sollte es im Regal trotzdem nicht fehlen. Ich bin jetzt nicht böse darum, dass ich es gelesen hatte, im mittleren Teil ist es auch dermaßen spannend, dass man das Buch nicht weglegen möchte, allerdings muss ich auf Grund der Logik-Löcher und des Endes einen großen Abzug in der Bewertung machen. Das kennen wir von Dan Brown eigentlich besser!
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Das verlorene Symbol" - oder: "Monolog über Esoterik", 6. Juni 2010
Ich bin mit sehr viel Zurückhaltung ans Lesen von "Das verlorene Symbol" gegangen, nachdem die Kritiken insgesamt eher zurückhaltend ausgefallen waren. Ich habe gedacht: "Das Buch mag vielleicht nicht so genial wie 'Illuminati' und 'Sakrileg' sein, aber man kann sicherlich einen spannenden und solide gemachten Abenteuerroman erwarten!"
- Tja, denkste!

Das Buch ist nicht durch und durch schlecht. Auch wenn mir der Plot um die Freimaurer, die Alten Mysterien und die Hauptstadt Washington nicht sonderlich zusagt, ist er trotzdem vielversprechend. Auch merkt man dem Buch trotz aller Fiktion und künstlerischen Freiheiten eine detailverliebte Recherche an. Man erfährt viele interessante Dinge und man bekommt Lust, vieles nachzuprüfen. Es gibt - trotz ihrer Schablonenhaftigkeit im Vergleich zu den Vorgängerromanen - einige interessante Charaktere wie Inoue Sato; und ganz ehrlich, das Buch hat auch wirklich interessante und spannende Teile. Gerade zu Anfang und kurz vor dem Showdown (ich sage bewusst nicht: kurz vor dem Ende) kommt das Buch wirklich in Fahrt.

Soviel zu den postiven Aspekten. Bis hierher würde ich dem Buch wahrscheinlich 3 Sterne geben. ABER:

Wie bereits in zahlreichen früheren Rezensionen bemerkt, schafft Dan Brown es immer wieder, eine gerade entwickelte Spannung und Dynamik mit irgendwelchen Rückblenden oder ätzendlangweiligen Monologen zu zerstören. Egal, ob während einer spannenden Verfolgungsjagd nun Langdon an längst vergangene Vorlesungen denkt, Katherine Solomon über ihre noetischen Wissenschaften schwafelt (wobei mindestens bis zur zweiten Hälfte des Buches immer nur ominös über ihre "weltverändernden Ergebnisse" gesprochen wird, ohne diese mal näher zu nennen - und glaubt mir, es gibt keinerlei Grund für den Verlauf des Spannungsbogens oder der Geschichte, dass dieses vorschwiegen wird) oder ob der Oberbösewicht sich zum 25. Mal nackt vor dem Spiegel betrachtet und an seinen Tätowierungen aufgeilt, Dan Brown scheint wild entschlossen, jegliche aufkommende Spannung im Keim zu ersticken.

Dasselbe gilt für seine zahlreichen Cliffhanger, die er strategisch an fast jedes Ende eines Kapitels setzt. Anfangs will man durchaus noch wissen, wie es weiter geht, aber irgendwann nervt es einen nur noch dermaßen, dass einen jede mysteriöse Andeutung und jeder Cliffhanger nur noch Aggressiv machen. Zumal man die Lösung oft ohnehin schon ahnt. Beispiel? Die schon erwähnten noetischen Wissenschaften. Ständig betont Brown, wie unglaublich und bedeutsam und bahnbrechend und weltverändert Katherine Forschungsergebnisse sind. Aber, wie bereits erwähnt, werden diese Ergebnisse erst sehr spät wirklich präziser benannt. Dabei ist es im Grunde von Anfang an klar, in welche Richtung die Ergebnisse gehen und für den Fortgang der Geschichte ist es, wie man mit der Zeit feststellt, scheinbar auch völlig irrelevant, was ihre Forschungsergebnisse überhaupt sind. Oder dass Katherine überhaupt forscht. Scheinbar wollte Brown nur die Noetik in sein Buch einbringen, weil er sie so toll fand... Oder später sieht einer der Nebenfiguren in einem Videoausschnitt etwas, das alles zu verändern scheint und ihn völlig traumatisiert - in einem Cliffhanger. Auf den folgenden 100 bis 150 Seiten wird Brown nicht müde, dem Leser unter die Nase zu reiben, dass diese Figur völlig traumatisiert ist und total neben sich steht, weil sie ja etwas soooooooo Unglaubliches gesehen hat... Und der mittlerweile vor sich hinköchelnde Leser kommt an den Punkt, wo er nur noch brüllt: "Du blöder ..., jetzt sag uns doch einfach endlich, was dieser verflixte XY gesehen hat!!!" Es ist nicht mehr spannend, es nervt nur noch total. Einfach weil Brown es ständig macht. Mit jedem kleinen Detail. Und das walzt er dann über einen Raum von oft über 100 Seiten in penetrantester Weise aus. Immer und immer wieder.

Dass die ewigen Monologe nerven, muss nicht eigens erwähnt werden. Jeder in diesem Buch scheint sich wahnsinnig gerne reden zu hören. Das kann dann auch gerne mal in einer Situation geschehen, wo dieselbe Person unmittelbar davor die Notwenigkeit zur Eile betont hat. Ungefähr so: "Wir müssen hier so schnell wie möglich weg, sie werden hier jede Sekunde auftauchen und dann haben wir keine Chance zu entkommen. - Ach, bevor ich es vergesse, die Geschichte der Freimaurerei ist sehr spannend. Wusstest du beispielsweise..."
Und ganz ehrlich: Obwohl ich natürlich die im Buch getroffenen Aussagen über Toleranz, Gleichheit, etc. gut finde, muss ich ehrlich sagen, nach diesem Buch hätte ich nicht wenig Lust, jedem, der mir einen Vortrag über Toleranz hält, einfach nur zu verprügeln. Merke: Man kann auch positive Botschaften übertreiben! Ach, und die Freimaurer sind natürlich die tollsten, besten, intelligentesten Menschen, die es gibt. Nur sie verstehen wirklich zu Leben, Geheimnisse zu wahren, sich ehrenvoll zu verhalten bla bla bla.

Was das Buch aber endgültig für mich gekillt hat, war das Ende. Ich will nicht zuviel verraten, nur soviel: Showdown und Ende sind hier nicht dasselbe. Der Showdown war durchaus spannend und hätte das Buch vielleicht sogar noch für mich gerettet. Man denkt: "Gut, das war spannend, jetzt noch kurz die Auflösung und dann ist Schluss!" Aber Pustekuchen. Stattdessen nocheinmal 50-100 Seiten Sightseeing-Tour durch Washington (ist ja auch klar, dass drei Menschen, die mehrere Male dem Tod nur um ein Haar entkommen sind und unter starken Verletzungen und hohem Blutverlust leiden, noch die Energie für sowas haben). Das Problem daran ist: Es ist nicht ein kleines bisschen interessant. Es werden kleinste Details beschrieben, es werden seitenlange philosophisch-esoterisch-exegetische-pseudohistorische Vorträge gehalten, denen man nur teilweise folgen kann, weil sie irgendwie im Nichts verlaufen, und die einfach stinklangweilig sind. Ich musste mich wirklich so unglaublich durchbeißen durch diese letzten Seiten, es war wirklich anstrengend! Ich habe mir gesagt: "Nein, du hörst jetzt nicht so kurz vor dem Ende auf! Die Auflösung nimmst du jetzt noch mit!" Und am Ende war all meine Anstrengung umsonst, denn es bleibt nur ein riesengroßes, unüberwindliches Fragezeichen bestehen. Und davor die Frage: "Häh, und was sollte das jetzt?" Ganz ehrlich, ich habe den Schluss nicht verstanden. Oder vielmehr befürchte ich fast, ich habe ihn doch verstanden. Hatte Dan Brown da selbst keine Einfälle mehr? Ich bin, glaube ich, lange nicht mehr so unbefriedigt nach der Lektüre eines Buches gewesen.

Fazit: Jede Menge esoterisches Gewäsch, seitenlange philosophische oder naturwissenschaftliche Diskurse, wenig Handlung, noch weniger Spannung. Nur lesen bei einem ausgeprägten Hang zum Masochismus!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anfang ausgezeichnet - zum Ende hin lahm!, 2. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Symbol (Taschenbuch)
Das Buch erzählt von einem, in Washington verstecktem Schatz der Freimaurer. Der Anfang startet ausgezeichnet und spannend. Robert Langdon wird aus seinem Tagesgeschäft als Universitätsprofessor gerissen und muss sofort in die Bundeshauptstadt der USA reisen. Dort wartet die CIA auf ihn, wobei nicht klar ist, auf welcher Seite dieser mächtige Geheimdienst steht.

Robert Langdon verfängt sich in einem verbrecherischen Thriller. Der rote Faden geht dann allerdings zur Mitte des Buches den Bach runter. Ich hatte das Gefühl, dass plötzlich ein anderer Autor das Buch weiter strickt und erst das ende wieder von Dan Brown stammt. Zusammenhänge gehen verloren. Unerwartete Wendungen passen logisch nicht mehr in das Gesamtbild der Story.

Was mich wirklich genervt hat, sind zaghafte Rückblicke auf "Illuminati" und "Sakrileg" innerhalb der Story, die exakt dann eingebaut sind, wenn es gerade überhaupt nicht in den Handlungsstrang passt.

Schade, vor allem das letzte Drittel der Story könnte der Autor komplett neu fassen. Dann wäre es einem Dan Brown auch wirklich würdig... *2 Sterne*
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Das verlorene Symbol
Das verlorene Symbol von Dan Brown (Taschenbuch - 17. März 2011)
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