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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig
Isaus Werk "Die Galerie der Lügen" ist einzigartig. Die Aufklärung eines Serienverbrechens ist zwar nicht unbedingt eine neue Story und auch einige Zutaten wirken bekannt. Doch über solche Rahmenstrukturen hinaus, bietet Isaus Werk viele ungewohnte Ansätze (und Stoff für Kontroversen). Das man für die Aufklärung eines Falls solides...
Am 18. Oktober 2005 veröffentlicht

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überzeugungskunst statt Erzählkunst
Eigentlich mag ich die Bücher von Ralf Isau sehr gerne. Nur hin und wieder ist eines wie dieses darunter, dass unter dem Missionierungseifer des Autors leidet.

In einen Roman nicht nur das ganze Feld des Themas "Pro/Kontra Darwinismus-Intelligent Design-Kreationismus", sondern auch das Thema "Ethik der Genforschung" plus das Thema "Hermaphroditismus"...
Veröffentlicht am 29. April 2010 von Hamingja


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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig, 18. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Gebundene Ausgabe)
Isaus Werk "Die Galerie der Lügen" ist einzigartig. Die Aufklärung eines Serienverbrechens ist zwar nicht unbedingt eine neue Story und auch einige Zutaten wirken bekannt. Doch über solche Rahmenstrukturen hinaus, bietet Isaus Werk viele ungewohnte Ansätze (und Stoff für Kontroversen). Das man für die Aufklärung eines Falls solides Hintergrundwissen in der Ursprungsdebatte (Schöpfung/Evolution) benötigt, ist an sich schon ein neuer (und sehr aktueller) Ansatz, aber auch die Hauptakteurin ist hochinteressant. Isau mixt viele sehr zeitgemäße und faszinierende Themen zu einer spannenden Geschichte, in der die Grenze zwischen Fiktion und Realität fließend ist. Das alles wird durch einen hervorragenden Schreib- und Erzählstil zusammengehalten. Manchmal erinnert das Buch etwas an ein Sachbuch, Isau geizt nicht mit technischen Details. Seine sicher umfangreichen Recherchen und die daraus resultierenden Sachinformationen machen es schließlich auch möglich, dass Realität und Fiktion gekonnt ineinander fließen.
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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein einzigartiger Isau!, 23. Oktober 2005
Von 
Daniel Schnock (Arnsberg, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Gebundene Ausgabe)
Ich hab es gerade ausgelesen. Ich bin begeistert, danke Herr Isau, dass sie solche Bücher schreiben. Dieses Buch möchte ich doch glatt jedem ans Herz legen! Lesen, mitleiden, Fragen stellen, nachdenken und einfach nur überrascht, erstaunt, erschreckt und entzückt sein - dieses Buch hat einiges zu bieten und 600 Seiten bieten wirklich einen guten Rahmen.
Als ich die ersten Informationen las, musste ich sofort an "Sakrileg" von Brown denken. Auch auf den ersten Seiten des Buches entwickelt sich eine spannung, wie wir sie aus eben jenem roman kennen, aber ich kann jeden beruhigen, "Die Galerie der Lügen" ist Besser! Um Längen. Isau schreibt und schreibt und schreibt und es macht einfach nur Spaß, all das zu lesen.
Die Geschichte startet mit der Zerstörung eines wichtigen Kunstwerkes und dem Deibstahl eines anderen, nicht minder wertvollen. Und von da an, lässt einen die Geschichte schon nicht mehr los. Die Hauptfiguren Darwin Shaw und Alex Daniels begeleiten einen durchs gesamte Buch, duch Hochs und tiefs. Der Name Darwin ist nicht unbewusst gewählt, denn um diesen geschichtsträchtigen Mann soll es gehen. Um ihn und seine Evolutionstheorie. Ist diese Theorie wirklich wahr? Erkllärt sie die Evolution? Ja, gibt es überhaupt Evolution in diesem Sinne? Hier setzt Isau an, verknüpft einen einmaligen Thriller mit der Frage der Evolution und geht über zur ethischen Frage des Klones.
Keine Angst, es hört sich schlimmer an als es ist, im Zusammenhand mit der Geschichte ergeben sich daraus immer nur noch mehr Konflikte, die das Buch einfach so einzigartig machen!
600 Seiten Spannung pur. Fragen über das Leben und den Menschen, Fragen über die Ethik und die Frage, ob es irgendwo den "Intelligenten Designer" gibt, der all das Leben auf Erden ermöglicht hat. Dieses Buch fesselt ohne langweilig zu werden, wer einmal drin ist, will nicht mehr aufhören! Herr Isau, ich hätte gerne mehr davon. Für alle anderen, die nach dieser exzellenten Leküre wirklich noch mehr von Herrn Isau möchten, dass der "Galerie der Lügen" in nichts nach steht, lesen einfach den "Silberne Sinn". Ein weiteres fabelhaftes Buch, das sogar in "Galerie der Lügen" vorkommt!
Lesen Sie dieses Buch! Es lohnt sich. Wieder mal ein einzigartiger Isau!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, 20. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Gebundene Ausgabe)
Obwohl ich mich vorher noch nie so genau mit dem Thema beschäftigt habe, fand ich das Buch sehr spannend und faszinierend und ebenso auch ausgesprochen aufschlussreich. Mir war bis dato zum Beispiel nicht bekannt, dass es neben den Darwinisten u. Kreationisten auch noch eine weitere Gruppe gibt, diejenigen, die an intelligence design glauben. Fazit: Ein fesselnder Thriller mit vielen interessanten Information zum Thema Biologie und Evolution. Auch wenn ich nichts von der These des intelligence design halte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Galerie der Lügen begegnet einem tagtäglich!, 25. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Gebundene Ausgabe)
Guten Tag,
dieses Buch ist natürlich eine Herausforderung - so wie Herr Isau schrieb: Man solle sich auf gewisse Denkvorgänge einlassen, die auch eine Änderung der Denkweise nach sich ziehen kann.
Dass kann dieses Buch tatsächlich bewirken. Werden wir nicht täglich manipuliert was
wir zu denken und zu glauben haben? Mir gefällt das nicht - ich möchte da gerne
selbst entscheiden.
Danke Herr Isau, Ihr Buch ist ein großartiges Meisterwerk. Zeigt es doch dass man
manches hinterfragen soll und nicht so leichgläubig sein soll.
Die ID (Intelligent Design) ist uns durch Ihr Buch sehr schön nahe gebracht worden. Wir haben das Buch schon an andere weiterempfohlen, und hoffen dass noch
mehr Menschen dadurch angeregt werden auch eine andere Sichtweise in Betracht zu
ziehen.
Hut ab vor dieser großen Leistung und dieser umfangreichen Recherche.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überzeugungskunst statt Erzählkunst, 29. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Taschenbuch)
Eigentlich mag ich die Bücher von Ralf Isau sehr gerne. Nur hin und wieder ist eines wie dieses darunter, dass unter dem Missionierungseifer des Autors leidet.

In einen Roman nicht nur das ganze Feld des Themas "Pro/Kontra Darwinismus-Intelligent Design-Kreationismus", sondern auch das Thema "Ethik der Genforschung" plus das Thema "Hermaphroditismus" unterzubringen, ist in meinen Augen leider gescheitert.

Bei der Masse an Hintergrundinformationen zu den oben genannte Themen, die der Autor in jedem langatmigen Dialog, inneren Monolog und jede andere mögliche Stelle unterzubringen versuchte, sind die Protagonisten und der Plot eindeutig zu kurz gekommen. Die Figuren sind flach und unglaubwürdig. (Besonders Darwin: Ein Ex-Militär, der Hermaphroditen als Missgeburten ansieht sich aber, als die Frau in die er sich verguckt hat als solcher herausstellt, nach dem ersten Schock ohne weitere innere Konflikte damit klar kommt und "ihr" seine Liebe gesteht.) Die Handlung leitet unter dem Wust an Informationen und wird zum Ende hin durchsichtig und unglaubwürdig.

Beim Lesen ist es kaum möglich sich auf die Handlung einzulassen, da man ständig den Eindruck hat, die Intention hinter all den gelieferten Informationen sei nicht etwa die, dem Leser das nötige Hintergrundwissen für den Plot zu geben, sondern ihn - völlig unabhängig vom Roman - von bestimmten Sichtweisen hinsichtlich der oben genannten Themen zu überzeugen.
Ich habe ganz sicher nichts gegen Romane, die (sozial-)kritische Themen behandeln, jedoch wohl etwas dagegen die Themen auf diese aufdringliche Weise vorgesetzt zu bekommen.

Ein Pluspunkt des Romans war die Idee, den Plot an René Magrittes Bild "Le Dormeur téméraire" entlanghangeln zu lassen. Mit etwas weniger Missionierungseifer und dem Zugeständnis an den Leser dass sich dieser schon außerhalb der Romanlektüre weiter in das Thema vertiefen wird - so er denn mehr möchte als unterhalten zu werden - hätte dem Roman gut getan.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich interessant, 10. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Taschenbuch)
Die Galerie der Lügen ist ein sehr interessantes Buch, wenn man sich darauf einlässt, sein Weltbild gegebenenfalls zu verändern. Isaus Botschaft ist, nicht immer nur das zu glauben, was man sieht und hört, sondern es kritisch und unvoreingenommen zu hinterfragen. Es geht ums Klonen und um die Gentechnik. Wissenschaftler versuchen durch ihre leistung, die Evolution auf eine neue Stufe zu bringen. Wie viele Bücher, das frage ich mich wirklich, wie viele Biologiebücher hat Ralf Isau für diesen Roman nur gelesen?

Ein schönes Buch, eine Mischung aus Fantasy (aber nicht die "normale", langweilige Fantasy) und echten Tatsachen. Manchmal weiß man nicht, was nun den Tatsachen entspricht und was Isau erfunden hat. Eine wirklich interessante Mischung. Ein gelungenes Werk!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ideologische Diskussion in spannender Handlung, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Taschenbuch)
Gab es Adam und Eva wirklich? Wurde die Erde von einem Schöpfergott erschaffen? Oder glauben wir lieber der Evolutionstheorie und der Lehre Darwins? Darum geht es in diesem Buch in erster Linie. Verpackt ist diese Auseinandersetzung in eine sehr spannende Handlung, was das Buch gleichzeitig zu einem ungemein packenden Wissenschaftsthriller macht. Dass die Protagonistin und "ermittelnde" Journalistin Alex ein Hermaphrodit - also halb Mann, halb Frau - ist, mutet zunächst ein bisschen komisch an. Aber keine andere Figur könnte besser in dieses Tauziehen zwischen Creationisten und Darwinisten hinein passen - alles, auch das Geschlecht hat schließlich zwei Seiten.
Neben wissenschaftlichen Diskussionen gibt es - wie immer bei Isau - natürlich auch eine dunkle Verschwörung, viel Action und eine sehr zartfühlend ausgestaltete Liebesgeschichte.

Fazit: Ein sehr interessantes und gut recherchiertes Buch. Man muss allerdings für die wissenschaftliche Kontroverse ein gewisses Interesse mitbringen. Sonst werden die zum Teil sehr langen Passagen, in denen über Ethik, Moral und die Entstehung der Welt nachgedacht wird, vielleicht ein bisschen anstrengend.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gemäldeklau zum Beweis einer Schöpfungstheorie, 13. März 2006
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Gebundene Ausgabe)
Im Louvre explodiert eine Bombe, in mehreren Museen werden bekannte Gemälde gestohlen. Die Journalistin Alex wird verdächtigt, weil ihre Fingerabdrücke im Louvre gefunden wurden. Der Versicherungsdetektiv Darwin Shaw wird auf den Fall angesetzt; er hält Alex für unschuldig. Gemeinsam kommen sie dahinter, dass es dem Dieb nicht um die Bilder geht, sondern um eine Botschaft, die er der Welt vermitteln will.
Und darum geht es Isau auch: Er will die Botschaft vom Intelligent Design verkünden. Fast alle Romane, die versuchen, durch eine Geschichte eine Weltanschauung zu transportieren, scheitern, vor allem, wenn die Weltanschauung von Dogmatismus getragen wird, der keine anderen Meinungen zulässt. Wie der vorliegende Roman.
Glaubt man Isau, der durch den Mund der Protagonistin Alex argumentiert, müssen alle diejenigen, die der Evolutionstheorie in ihren verschiedenen Deutungsrichtungen anhängen, verbohrt, ignorant oder blind sein. Dass der Autor eine Unmenge Informationen und Argumente zusammengetragen hat, spricht für ihn, aber die manipulative Art, in der er sie darstellt, qualifiziert ihn ab. Die zum Botschaftsträger herabgestufte Krimihandlung ist unglaublich spannend - dafür gibt es die zwei Sterne. Doch unbedingt schlüssig ist sie nicht. Der dritte Teil im Themenpool ist die Kritik an der Gentechnik, auf abenteuerliche Weise mit Krimi und Schöpfungstheorie verbunden und im Bereich Science-Fiction zuhause.
Wenn Isau im Nachwort sagt, er habe ein Buch schreiben wollen, das in keine Schublade passt, so ist ihm dies gelungen. Allerdings nicht, weil es in keine Genre-Schublade passt, sondern weil es zu sperrig und aufgebläht ist.
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3.0 von 5 Sternen Zwischen den Stühlen, 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Taschenbuch)
Das Buch fängt als spannender Museumsthriller an. Kunstdiebstahl, Explosionen im Museum, geheimnisvolle Symbole am Tatort, die in einem surrealistischen Gemälde eine Rolle spielen. Der Thriller ist routiniert geschrieben. Die Personen haben ihre Mainstream-Identitäten. Das verspricht kurzweilige Unterhaltung.

Leider ist das Buch ziemlich dick. Ab der Mitte verlor die Story für mich ziemlich an Fahrt. Es kam irgendwie nichts Neues mehr dazu. Als reinen Thriller hätte ich das Buch nur etwa halb so dick gemacht.

Aber das Buch hat eine zweite Seite. Es stellt die Darwinsche Evolutionstheorie zur Diskussion und empfiehlt eine Alternative, die Theorie des Intelligenten Design (oder etwas plumper: den Kreationismus). So habe ich es zumindest aufgefasst.

Der Aufhänger für diese Thematik ist die Person des Protagonisten, ein Hermaphrodit.

So werden das ganze Buch hindurch mehr oder weniger streng wissenschaftliche Debatten, Monologe, Erklärungen eingefügt. Etwa die, ob der Hermaphrodit die nächste Stufe der Evolution darstellt.

Ich muss sagen, dass ich eine Menge über Hermaphroditen, das Intelligente Design und Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Evolutionstheorie erfahren habe. Und diese Erkenntnisse stellen für mich auch den Wert dieses Buches dar.

Ob dies allerdings der typische Thrillerfreund zu schätzen weiß, wage ich zu bezweifeln. Der Autor hätte sein Anliegen vielleicht nicht ganz so dick auftragen müssen.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evolution contra Intelligent Design, 31. August 2006
Von 
R. Scharfenberg (St. Georgen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Galerie der Lügen (Gebundene Ausgabe)
Ralf Isau legt mit seinem Roman „Die Galerie der Lügen“ einen actionreichen Thriller vor. Diese Rezension hat nicht die Aufgabe den Unterhaltungswert eines modernen Bildungsromans zu würdigen. Es ist der Konflikt zwischen der schier uneingeschränkt herrschenden Evolutionstheorie des naturalistischen Neodarwinismus und dem Alternativmodell des Intelligent Design sowie die Zuspitzung auf die Bereiche Genforschung und Biotechnik, die diesen Roman auch für Theologen interessant machen.

Zunächst zum Plott. Raffinierte Gemäldediebstähle in führenden europäischen Museen entpuppen sich als subtile Botschaft. Das „Gehirn“ inszeniert sie, um gemä einem zugrunde liegenden Plan. Nicht Zufall, sondern planvolle Absicht ist hier abzulesen. Die Heldin, die Journalistin Alex Daniels ist ein Hermaphrodit, ein Zwitter. Aufgrund ihrer persönlich motivierten Beschäftigung mit der Abstammungslehre ist sie die adäquate Person, um den Plan des „Gehirns“ zu entschlüsseln. Auch besitzt sie genug Zivilcourage, um sich gegen den herrschenden Denkkonformismus zu stellen. Zur Handlung nicht mehr, möchte doch der Rezensent jedem Leser auch noch den Kitzel des Romans lassen.

Isau nennt als Ausgangspunkt, der zum Keimen seines Romans führte, die Frage, „ob in unserem westlichen, oft als fortschrittlich und aufgeklärt bezeichnetem Kulturkreis die Ratio zu Recht zum Ma aller Dinge erhoben wird“ (631). Dazu führt er eine erstaunliche Fülle von Einzelfakten an: rekurrente Variation bei Mutationen (124f), Bedeutung des Faktors Zeit für die Mutationskette (125f), die Unwahrscheinlichkeit selbst einen kleinen Teilschritt wie einer Punktmutation (192f), Null-Allele als funktionsverlustige Zustandsformen eines Gens (225f), den universellen genetischen Code (323f), die Paläoanthropologie (328-334), Haeckels biogenetische Grundregel und Blechschmidts humanebryonologische Dokumentationssammlung (474f), die missing links (490-492). Auf seiner Homepage unter [...] gibt Isau eine Bibliografie von über 400 einschlägigen Quellen dazu.

Die Zuverlässigkeit und Beweiskraft der angesprochenen genetischen und paläoanthropologischen Schwierigkeiten, die der Autor gegen die Beweiskraft des Neodarwinismus anführt, kann der Rezensent nicht in allen Details würdigen. Mit allem zeigt Isau die Evolutionslehre als monopolisierte Weltanschauung, die sich der Faktendiskussion entzieht. Er hinterfragt ihre Postulate erzählerisch gekonnt durch den Denkprozess und -wandel in der Person des Versicherungsagenten Darwin Shaw. Schon bei der ersten Begegnung mit Alex Daniels wird er - un mit ihm der Leser - herausgefordert: „Angenommen Sie würden erkennen, dass die Evolutionstheorie von ihren Anhängern a priori ... als wahr angesehen wird und sich einer auf Logik und Beweisen beruhenden wissenschaftlichen Prüfung entzieht, würden Sie in diesem Fall zugeben, dass diese Lehre auch nur eine moderne Form der Religion ist?“ (96). Isau will die Grundannahme des Naturalismus, nämlich die „Behauptung, dass es nichts in der Natur gibt, das nicht Teil der materiellen Natur ist, und auerhalb der Natur nichts existieren kann“ (133) entlarven als einen philosophischen, sich jeder Behauptung entziehenden Glaubenssatz, der in keiner Weise messbar und somit auch nicht beweisbar ist. Isau kritisiert die monopolosierte Borniertheit, die einem Forscher die Wissenschaftlichkeit abgespricht, sobald er eine Macht jenseits der Natur ins Spiel bringt. Als Alternative macht er mit anregenden Vergleichen - z.B. der Konstruktion einer Mausefalle (191) - den Ansatz des Intelligent Design schmackhaft. Aber auch das muss deutlich gesagt sein: Isau und seine Romanfiguren verwehren sich der Zu- oder Einordnung zum Kreationismus. Der Glaube an sieben vierundzwanzigstündige Schöpfungstage wird als fundamentalistisch abgelehnt. Isau bleibt seinem Anliegen aber darin treu, dass er bei den Kreationisten - wie bei den Evolutionisten - zwischen Motivation und wissenschaftlicher Argumentation unterscheidet (181). Sein Roman plädiert für „einen freien und fairen Wettbewerb der Theorien“ (576).

Isaus Roman stellt die Frage, ob allein die Naturwissenschaft die Grenzen des Verantwortbaren bestimmen soll: „Besitzt die Wissenschaft, so wie sie sich in den vergangenen einhundertfünzig Jahren definiert hat, das alleinige Recht, die Ursachen und Wirkungen im Universum zu erklären? Dürfen Forscher das Machbare auch machen? Oder sollten sie sich in Selbstbeschränkung üben? Haben sie das Recht und die Pflicht, sich in die Anwendung ihrer Ergebnisse einzumischen?“ (620). Der besondere Ansatz dieses Romans ist dabei die Reflexion über die Monopolstellung eines wissenschaftlichen Modells - wie dem Neodarwinismus. So fördert er das Nachdenken über und die Diskussion um alternative Erklärungen der Entwicklung des Lebens - wie eben das Intelligent Design - und bereichert damit den üblichen Erklärungshorizont.
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Die Galerie der Lügen
Die Galerie der Lügen von Ralf Isau (Taschenbuch - 17. Juli 2007)
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