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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pakt mit der Spannung, 19. September 2005
In einem Zug möchte man diesen spannungsgeladenen Roman lesen. Entsprechend beginnt auch die Geschichte wie ein langsam anrollender Zug auf einer Fahrt ins Blaue. Eine alltägliche, unspektakuläre Reise - denkt man. Dennoch bleibt man sitzen, weil man spürt, dass etwas auf der Strecke liegt. Unmerklich gewinnt der Zug an Fahrt - langsam und minutiös wird die Spannung geschürt, und ehe man sich's versieht, sitzt man in einer Achterbahn. Mit äusserster Raffinesse streut der Autor Spannungselemente in die Handlung und fesselt den Leser an sein Werk. Mit der Einkleidung der Geschichte in häufige Dialoge verleiht er der Story zusätzliche Präsenz. Den psychologischen Aspekt seiner Charaktere hält er so geschickt in der Schwebe, dass man nie genau weiss, auf welche Seite man sich schlagen soll, obwohl die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Sally geschrieben ist. Diese ist in ihrer Hysterie, Überspanntheit und Nervensägerei derart gut ausgeleuchtet, dass man zuweilen das Gefühl hat, direkt neben ihr zu sitzen. Man riecht förmlich das Unheil, welches sich wie Bodennebel langsam ausbreitet und verdichtet.
Eindrücklich, hautnah, realistisch und mit viel Gefühl beschreibt Kennedy die extreme Empfindlichkeit und psychische Labilität, innere Zerrissenheit, Zweifel, Ängste, emotionalen Wirbelstürme und seelischen Kämpfe einer eben niedergekommenen Mutter. Denn das ist die Stärke dieses Romans: Emotionen mit glasklarer Präzision zu schildern und sie mit aller Wucht und allen Facetten lebendig werden zu lassen, ohne dabei ins Beliebig-Kitschige abzufallen. Das macht zugleich den Unterschied deutlich zu den seichten Ergüssen platter und fader Charakterisierungen, mit welchen andere Autoren den Büchermarkt heutzutage zuhauf überschwemmen.
Leider wurde der Titel - eine übliche deutsche Unart bei Büchern und Filmen - auch hier missverständlich übersetzt.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kennedy kommt langsam, aber gewaltig, 24. März 2005
Von 
evistie "evistie" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sally Goodchild ist Single, 37 Jahre alt und als Auslandskorrespondentin einer Zeitung und meist in irgendwelchen Krisengebieten unterwegs. Dabei lernt sie Tony Hobbs, gleichfalls Auslandskorrespondent, kennen und lieben. Dass sie schwanger wird, ist nicht geplant, doch die beiden heiraten und ziehen von Boston nach London, wohin Tony in den Innendienst versetzt wird. So weit, so langweilig. Die Schwangerschaft gestaltet sich dramatisch, Sally muß sich schonen und darf nicht arbeiten. Vordergründig kümmert sich Tony rührend um sie, doch in Wirklichkeit gerät ihre Beziehung langsam aus den Fugen. Als das Kind nach einer traumatischen Geburt endlich da ist, verfällt Sally in eine schlimme postnatale Depression. Dadurch sagt und tut sie irrationale Sachen, die das Leben ihres Kindes zu bedrohen scheinen. Auf Anraten ihrer Ärzte begibt sie sich freiwillig in eine psychatrische Klinik. Eindrucksvoll und beklemmend, wie der Autor die seelische Abwärtsspirale, in der Sally sich befindet, akribisch beschreibt - aber auch nur bedingt spannend. Doch dann eskaliert das Ganze. Sally, gerade halbwegs stabilisiert aus der Klinik entlassen, lässt sich von Tony überreden, zur Beerdigung ihres Schwagers nach Boston zu fliegen, um ihrer Schwester beizustehen. Als sie zurückkommt, ist das Haus leer und Tony mit ihrem Sohn „unbekannt verzogen". Verständlich, dass dieser Schock Sally in die Depression zurücktreibt. Alles erscheint rabenschwarz. Wie sie es schafft, sich aus ihrer Depression zu lösen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und schließlich sogar durch Gerichtsbeschluß ihr Kind zurückzubekommen, das ist so packend und mitreißend geschildert, dass es einen völlig für die etwas langatmige Vorgeschichte entschädigt. Beeindruckend, wie gefühlvoll Kennedy die weibliche Psyche beschreibt, und gekonnt, wie er die Spannung bis zuletzt halten kann, obwohl man längst ahnt, dass es ein Happy End geben wird. Ein Buch vielleicht nicht für kernige Männer, die jede Gefühlsduselei ablehnen. Aber absolut lesenswert für alle, denen „Sex and Crime" allein zu wenig ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der ganz großen Geschichtenerzähler..., 7. April 2005
Von 
Uwe Loll (Saarbrücken, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Sehnsüchtig habe ich ihn erwartet, den neuen Kennedy. Und er hält, was der Autorenname verspricht: Großartig geschrieben und erzählt, fantastische Geschichte, liest sich in einem Zug weg, toll! Eine Ich-Erzählerin mit allen menschlichen Schwächen, ein großes Buch für alle Leute, die ihre Kinder lieben, egal, ob Mütter oder Väter. Unbedingt empfehlenswert, weit mehr, als die üblichen Thriller-Geschichten, die so verfaßt werden. Eines muß man Douglas Kennedy und seinen Übersetzern wirklich lassen: Sie können verdammt gute Geschichten erzählen!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast so gut wie ..., 1. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Eine gefährliche Beziehung: Roman (Taschenbuch)
... Joy Fielding. Auch hier geht es um eine Frau, die von ihrem fiesen Ehemann im Stich gelassen, verraten und hintergangen wird, die sich dann aber gegen alle äußeren und inneren Hindernisse doch tapfer zur Wehr setzt.
Unbestritten ist Kennedys großes Talent, dem Leser psychische Krisen und persönliche Notlagen so tiefgründig und vollkommen verständlich nahezu bringen, dass man vom Schicksal der beschriebenen Person richtig gefesselt wird. (Das hat er ja auch schon bei „Nachtblende“ bewiesen.) In diesem Roman wagt er sich sogar als männlicher Autor, und das sogar noch in der Ich-Form, an ein nun wirklich weibliches Thema heran. Und alle Achtung, die Darstellung des klinischen Bildes einer postnatalen Depression aus der Sicht einer betroffenen Frau ist derart glaubwürdig, dass man es hätte vermutlich nicht besser hinkriegen können. Und wie die Amerikanerin Sally sich in London mit der distanzierten englischen Mentalität oft nicht zurechtfindet, scheint vor der radikalen Lebensveränderung, in der sie steckt, gerade noch plausibel – auch wenn sie doch eigentlich schon jahrelang als Journalistin in vielen wohl weit exotischeren oder befremdlicheren Regionen der Welt gearbeitet haben soll. Hierbei sind sicher eigene Erfahrungen des Autors mit verarbeitet worden. Schließlich schafft Kennedy es auch, den Spannungsbogen der Handlung problemlos bis zum Schluss zu halten. Ein Gerichtsprozess, bei dem die Leichen im Keller der Protagonisten ans Tageslicht kommen, macht sich da eben auch immer gut.
Bei all dem Lob, den Beginn des Romans finde ich überhaupt nicht gelungen: vor dem Elend und dem Schrecken des Krieges in Somalia eine alberne Kennenlern-Story zu konstruieren und das auch noch so schnoddrig und oberflächlich, hätte mich bei den ersten 30 Seiten das Buch fast wegschmeißen lassen. Das liest sich fast als hätte jemand anders das geschrieben. Einen solchen Start hat das sonst durchaus lesenswert und gut geschriebene Stück nun gewiss nicht verdient. - Deshalb auch nur vier Sterne und nur "fast" so gut wie Fielding.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kennedy as usual?, 3. Juni 2005
Von Ein Kunde
Douglas Kennedy mutiert langsam zum Schnellschreiber. Nach "Um jeden Preis" im Januar erschien bereits im März/April diesen Jahres sein neuestes Werk "Eine gefährliche Beziehung". Kennedy folgt mit der Handlung seinem gewohnten Grob-Schema. Eine erfolgreiche Auslandkorrespondentin verliebt sich Hals über Kopf in einen englischen Kollegen und wird schwanger. Die beiden ziehen nach London, kaufen ein Haus und bekommen ein Kind. Sally stürzt jedoch in ein postnatale Depression und landet schließlich in der Psychiatrie. Die nimmt ihr Gatte zum Anlass, sich mitsamt dem Kind zu seiner - doch nicht ganz so neuen und schwerreichen Flamme - abzusetzen. Es folgt eine Art Gerichtsthriller über den Kampf um das Sorgerecht.
Eine Person fällt tief, muß sich alleine wieder aufrappeln und erkämpft eine Art erfolgreiches Comeback. Das ist in etwas das Grundthema jedes Kennedy-Romans und es ist nicht schlecht. Er wechslet jedesmal genug ab um nicht zum Plagiator seiner selbst zu werden. Auch "Eine gefährliche Beziehung" ist packend geschrieben und läßt sich gewohnt flüssig lesen. Das ist Kennedys große Stärke. Die Handlung ist sehr gut konstruiert und wirkt an keiner Stelle unglaubwürdig, die Figuren sind sehr gut entwickelt. Lediglich in der ca. 100 Seiten umfassenden Schilderung von Sallys Depression ist Kennedys Begeisterung, sich in die entsprechenden weiblichen Befindlichkeiten eingearbeitet zu haben etwas mit ihm durchgegangen. Hier hat das Buch eine unnötige Länge, denn der Sachverhalt war bereits nach der Hälfte der Seiten mehr als glaubhaft geschildert.
Abermals ein tolles Buch und ein ziemlich typischer Kennedy. Weiter so - vielleicht mit etwas mehr Zeit dazwischen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer besser, 7. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine gefährliche Beziehung: Roman (Taschenbuch)
Ja,es ist schon mein 4.Buch von D.Kennedy und er gefällt mir immer noch.Ja,sogar immer besser(ausser daß Nachtblende von nichts und niemand zu toppen ist) Wie kann ein Mann nur so tiefgründige Gedanken einer Frau niederschreiben,besonders vor und nach einer Geburt? Es ist kein Thriller,sonderen ein fesselnder Roman um das Leben von Sally und Tony, wobei natürlich der Mann der Fiesling ist. Mehr will ich nicht verraten,ich lese ja selber auch kaum den Klappentext,da ich nicht schon vorher die ganze Geschichte wissen möchte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Roman!, 30. Dezember 2005
Durchaus empfehlenswert!
Bewundernswert, wie Douglas Kennedy sich in die Psyche einer Frau hineinversetzen kann. Klar, dass er Background-Infos hatte, wie im Anhang vermerkt, aber nichtsdestoweniger beachtlich, wie glaubhaft und minutiös er die Vorgänge einer seelisch erkrankten Frau beschreibt.
Äußerst spannungsgeladen bis zur letzten Seite!
Wieder mal bekomme ich Lust auf mehr, noch mehr.....
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5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 23. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine gefährliche Beziehung: Roman (Taschenbuch)
Ist ein sehr spannendes und interessantes Buch, in dem zwei Menschen aus verschiedenen Welten aufeinander treffen, eine Beziehung beginnen, die dann scheitert.
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Eine gefährliche Beziehung: Roman
Eine gefährliche Beziehung: Roman von Douglas Kennedy (Taschenbuch - 12. Dezember 2006)
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